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BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

Wilhelm Geiger

Education · Society & Culture

295 Episoden · neueste 11.10.

Episoden

295
  1. Einspruch Bachler | Dürre · Milchkrise · Dieselpreise
    11.10., 08:1500:59:05

    Mehr Milch in einem Dürrejahr: Dieses Paradoxon hat mich beschäftigt, und Christian erklärt mir, warum die Antwort in der Fütterung und im Zukauf liegt. Angefangen haben wir aber woanders. Christian hatte noch Redebedarf zum Thema Dürre und Anpassung, und wir sind schnell bei etwas gelandet, das ich bis dahin unterschätzt habe: Wer eine Fläche nur von Jahr zu Jahr gepachtet hat, hat wenig Grund, in Humus, Hecken oder Windschutz zu investieren. Der Boden wird dann zur Ertragsquelle für eine Saison statt zum Kapital für Generationen. Christian beschreibt, wie in Regionen mit vielen Verpächtern die Interessen auseinanderlaufen, und wie sich das in Ostdeutschland nach der Umwandlung der LPGs noch einmal anders zugespitzt hat, wenn außerlandwirtschaftliches Kapital einsteigt. Dazwischen erzählt er die Geschichte von einem Krug Wasser in einem Gastbetrieb, die sich zu einer Grundsatzdebatte ausgewachsen hat. Ich finde sie deshalb stark, weil sie zeigt, wie weit Lebensrealitäten auseinanderliegen können, ohne dass jemand böse Absichten hat. Und sie führt uns zur Frage, die mich an dem ganzen Podcast am meisten umtreibt: Wer vermittelt das eigentlich noch, wenn es kaum mehr persönliche Berührungspunkte gibt. Beim Milchmarkt wird es dann sehr konkret. Christian erklärt, warum der begrenzende Faktor die aufnehmbare Trockenmasse ist, warum in einem schlechten Futterjahr hochkalorisch ergänzt und schärfer selektiert wird, und wieso am Ende trotzdem Milch da ist. Danach landen wir bei der eigentlichen Zwickmühle: Der einzelne Betrieb mit Stall, Krediten und Maschinen hat kaum einen Anreiz, weniger zu melken, auch wenn genau das dem Markt insgesamt helfen würde. Zum Schluss reden wir über Treibstoffkosten, über Transportpreise, die durchschlagen bis ins Regal, und über die Agrardieselrückvergütung, die pauschal nach Fläche berechnet wird und am Einzelbetrieb oft erstaunlich wenig ausmacht. Eine Sache noch: Das Thema Hass im Netz haben wir diesmal verschoben, dem widmen wir uns beim nächsten Mal ausführlich. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Willy und Christian stecken die Themen der Ausgabe ab. 00:01:06 Nachtrag zur Dürre Warum Anpassung in der Theorie einfach und in der Praxis zäh ist. 00:05:05 Pacht von Jahr zu Jahr Kurze Verträge und das fehlende Interesse an langfristigem Bodenaufbau. 00:11:15 Eigentum, LPGs und Großkapital Vom Strukturbruch im Osten zu Investoren ohne Bezug zur Fläche. 00:16:10 Der Krug Wasser Eine Gastro-Anekdote über Kosten, die niemand sieht. 00:19:01 Wer vermittelt zwischen den Welten Schule, Medien, Podcasts: woher kommt das Gespür füreinander. 00:29:04 Hecken, Mikroklima und CO2 Struktur in der Fläche und was sie für Pflanzen am Morgen bedeutet. 00:32:04 Mehr Milch trotz Dürre Zukauf, Selektion und Energiedichte als Erklärung für das Paradoxon. 00:37:27 Preisdruck und Einzelbetrieb Fixkosten, Liquidität und warum keiner als Erster weniger melkt. 00:42:02 Neuseeland als Gegenentwurf Weidebasierte Produktion, niedrige Kosten, derselbe Weltmarkt. 00:48:00 Treibstoffkosten im Betrieb Tankfüllungen, Transportpreise und die Wirkung auf Lebensmittelpreise. 00:52:47 Agrardiesel: was ankommt Pauschale Berechnung nach Fläche und der Betrag am Einzelbetrieb. Kurz-Bio Gast: Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020. INFOS ZUR FOLGE Bergerhof Krakauebene (Website) www.bergerhof-krakauebene.at Bergerhof Krakauebene auf Instagram www.instagram.com/bergerhof_krakauebene Bergerhof Krakauebene auf Facebook www.facebook.com/BergerhofKrakauebene Bergerhof Krakauebene auf YouTube www.youtube.com/@bergerhofkrakauebene Alternative University of Bergerhof (Website) www.alternativeuniversity.at IG-Milch www.ig-milch.at ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen: → Apple Podcasts: Jetzt anhören → Spotify: Jetzt anhören → YouTube: Jetzt ansehen Social Media: → Facebook: bauertothepeople.at → Instagram: @bauertothepeople → TikTok: @bauertothepeople → LinkedIn: BauertothePeople Musik: „Leit hoits zamm“ – Haindling thx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kelly thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊 thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? 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  2. Erwin Wagenhofer - Von We Feed the World bis Atmosphere
    04.10., 08:1503:01:30

    Erwin Wagenhofer hat mit We Feed the World 2005 den Blick vieler Menschen auf unser Ernährungssystem verändert. Jetzt saß er bei mir im Wiener Studio, kurz vor dem Kinostart seines neuen Films Atmosphere. Er erzählt vom kleinen Hof seiner Großmutter im Mostviertel, wo noch fast alles selbst gemacht wurde, und von dem Moment Anfang der 70er Jahre, als dort der erste Kunstdüngersack auftauchte. Diese Szene zieht sich durch sein ganzes Werk, bis in den aktuellen Film hinein. Wir reden über seinen Weg zum Film, über die ersten 39 Jahre ohne Förderung, über Auftragsarbeiten und darüber, wie schmal der Grat zwischen Konsequenz und Sturheit ist. Und wir reden über den Bruch nach Alphabet, als er beschlossen hat, nicht mehr nur Abgründe zu zeigen. Mit But Beautiful und jetzt mit Atmosphere richtet er den Blick auf Menschen, die es anders machen: auf Ernst Götsch und seine syntropische Landwirtschaft, auf Maria Giménez und ihre Gärten in Brandenburg, auf die Lehmbauleute rund um Anna Heringer und Martin Rauch. Ich habe ihm meine liebste Frage gestellt, die ich mir selbst auch dauernd stelle: Was bringen diese Nischen eigentlich, wenn sich im Großen so wenig bewegt? Seine Antwort hat mich nicht beruhigt, aber sie hat mich zum Nachdenken gebracht. Genauso wie die Stelle, an der ich ihn mit der Verantwortung von uns Konsumentinnen und Konsumenten konfrontiere und er mir ziemlich trocken erklärt, warum sein Film nicht They Feed the World heißt. Zum Schluss wird es handwerklich: Warum ein guter Film auch ohne Ton funktionieren muss, warum er keine Musik unterlegt, und was passiert ist, nachdem er damals den Nestlé-Chef vor der Kamera hatte. Mit 65 denkt er jedenfalls nicht ans Aufhören. Da kommt noch was. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Willy begrüßt Erwin Wagenhofer im Wiener Podcast-Studio. 00:03:05 Zufrieden mit 65? Warum Unzufriedenheit Antrieb bleibt und Aufhören kein Thema ist. 00:05:01 Film lebt von Förderung Was ein Kinofilm kostet und wer in Europa sonst noch gefördert wird. 00:13:12 Kindheit im Mostviertel Selbstversorgung bei der Oma und der erste Kunstdüngersack am Hof. 00:25:03 Der Film, der alles auslöste Mit 16 nachts Cul-de-sac gesehen und die Berufung gespürt. 00:35:19 Wie We Feed the World entstand Loslassen, Wiener Märkte und die Frage, wo die Produkte herkommen. 00:46:12 Von 2008 bis zur Orientierungslosigkeit Finanzkrise, Griechenland 2015 und der Verlust politischer Orientierung. 00:56:26 Zwei Arten von Atmosphäre Die dünne Schicht um die Erde und das überhitzte Klima zwischen uns. 01:17:00 Lösungen statt nur Kritik Warum Kunst angeblich keine Lösungen zeigen darf und er es trotzdem tut. 01:27:11 Was bringen Nischen? Vorbildwirkung, Startkapital und die Frage nach der Breitenwirkung. 01:55:03 Wie mündig sind Konsumenten? Verantwortung zwischen Supermarktkasse, Bildung und erschöpftem Alltag. 02:23:07 Warum der Film ins Kino gehört Konzentration, Rhythmus und das Bild als stärkstes Mittel im Kino. 02:41:00 Verantwortung vor der Kamera Von Erntearbeitern in Almería bis zum Gespräch mit dem Nestlé-Chef. Kurz-Bio Gast: Erwin Wagenhofer, geboren 1961 in Amstetten, ist Filmmacher. Nach einer technischen Ausbildung und mehr als 150 Image-, Industrie- und Werbefilmen drehte er ab 2005 die Kinodokumentarfilme We Feed the World, Let's Make Money und Alphabet sowie den Spielfilm Black Brown White und den Musikfilm But Beautiful. Sein sechster Kinofilm Atmosphere startet am 9. Oktober 2026 in den österreichischen Kinos. INFOS ZUR FOLGE Erwin Wagenhofer – offizielle Website www.filmmacher.at ATMOSPHERE (AT 2026) – Filmdaten beim Österreichischen Filminstitut www.filminstitut.at/filme/atmosphere ATMOSPHERE (AT 2026) – Filmladen Filmverleih www.filmladen.at/film/atmosphere Erwin Wagenhofer – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Wagenhofer Erwin Wagenhofer auf Instagram www.instagram.com/erwinwagenhofer.filmmacher Erwin Wagenhofer auf Facebook www.facebook.com/p/Erwin-Wagenhofer-Filmemacher-100063198311780 Erwin Wagenhofer auf LinkedIn www.linkedin.com/in/erwin-wagenhofer-358b2a428 Filmladen Filmverleih auf YouTube www.youtube.com/user/Filmladen Filmladen Filmverleih auf Instagram www.instagram.com/filmladen_lunafilm Filmladen Filmverleih auf Facebook www.facebook.com/filmladen Filmladen Filmverleih auf LinkedIn www.linkedin.com/company/filmladen-filmverleih-gmbh ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. 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  3. Einspruch Bachler | Dürre · Anpassung · Molkereifusion
    27.09., 08:1501:30:23

    Dürre, leere Futterlager und ein Markt, der kippt: Christian und ich reden über ein Jahr, das viele Betriebe an ihre Grenze gebracht hat. Wir haben im Juli schon einmal über Trockenheit gesprochen, damals mitten in der Entwicklung. Jetzt ist die Saison vorbei und das Bild klarer. Am Bergerhof in der Krakauebene ist es mit ein paar Gewittern noch einigermaßen gut ausgegangen, östlich vom Semmering war das Jahr für viele existenzbedrohend. Die Österreichische Hagelversicherung bezifferte die Dürreschäden in der Landwirtschaft Anfang August mit rund einer Milliarde Euro. Was mir Christian erklärt hat und was ich vorher so nicht am Schirm hatte: Wie fein verzahnt das alles ist. Wenn Almen nicht grün werden, kommen die Tiere im August statt im Oktober heim, dorthin, wo auch kein Futter liegt. Gleichzeitig steigen Mäster aus, weil ihnen die Preise davongelaufen sind, und verkaufen lieber ihr Futter. Und der Futterhändler hebt irgendwann nicht mehr ab, weil es schlicht nichts mehr zu kaufen gibt, auch nicht in Ungarn, Tschechien oder Norditalien. Nachdenklich gemacht hat mich ein anderer Punkt: Christian beschreibt, dass in so einem Jahr ausgerechnet jene Betriebe besser dastehen können, die stark mit Handelsdünger arbeiten. Wer mit Mist und Kompost düngt, braucht Bodenfeuchte, damit das Bodenleben überhaupt arbeitet. Er nennt das einen Wettkampf, bei dem der eine gedopt ist und der andere nicht. Wir streiten darüber, was daraus zu lernen ist, und landen bei Hecken, Windbremsen, Tau, standortangepassten Sorten und der Frage, warum Anpassung fast immer einzelbetrieblich beginnt. Im zweiten Teil geht es um die Fusion der Obersteirischen Molkerei mit der Berglandmilch, die die OM-Mitglieder mit 92 Prozent beschlossen haben. Christian hat sich der Stimme enthalten und erklärt, warum ihm die Sache gleichzeitig egal und wichtig ist: Weil hinter dem Kostenargument die Frage steht, ob man sich noch als Eigentümer einer Genossenschaft versteht oder nur mehr als Milchlieferant. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Begrüßung, Themen des Tages: Dürre, Anpassung und Molkerei-Fusion 00:02:02 Eine Kappe aus Pakistan Besuch eines Yak-Fachmanns und was Christian daraus mitgenommen hat 00:06:14 Wirtschaften auf 4.000 Metern Subsistenz, harte Selektion und ganzjährige Weide unter Extrembedingungen 00:11:17 Trockenheit: Osten und Westen Wie unterschiedlich das Dürrejahr die Regionen getroffen hat 00:12:25 Warum Tiere früher heimkommen Almen ohne Grün, leere Winterfuttervorräte und frühes Abtreiben 00:16:48 Wenn der Rindermarkt kippt Mäster steigen aus, Einsteller finden keine Abnehmer, Preise verwerfen 00:19:11 Kein Futter am Markt Ausverkaufte Händler, steigende Ballenpreise und fehlende Liquidität 00:26:15 Versicherung und Hilfspakete 240 Millionen, Dürreindex und die Kritik an der Gießkanne 00:32:18 Das Doping-Paradox Warum intensive Betriebe im Dürrejahr teils besser durchkommen 00:40:19 Anpassung am eigenen Betrieb Hecken, Wind, Tau und viele kleine Schritte statt großer Programme 00:53:03 Sorten und Tiere für den Standort Kleinräumige Genetik statt Maximalertrag aus dem Katalog 01:03:03 Fusion OM und Berglandmilch Konzentration im Molkereiwesen und die Rolle der Genossenschaft Kurz-Bio Gast: Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020. INFOS ZUR FOLGE Bergerhof Krakauebene (Website) www.bergerhof-krakauebene.at Bergerhof Krakauebene auf Instagram www.instagram.com/bergerhof_krakauebene Bergerhof Krakauebene auf Facebook www.facebook.com/BergerhofKrakauebene Bergerhof Krakauebene auf YouTube www.youtube.com/@bergerhofkrakauebene Alternative University of Bergerhof (Website) www.alternativeuniversity.at Berglandmilch eGen www.berglandmilch.at Obersteirische Molkerei eGen www.oml.at ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! 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  4. Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Freiheit und Maß
    20.09., 08:1501:31:55

    Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Agrarpolitik in Österreich: Dürrejahr, Herkunftskennzeichnung, Mercosur, Tierhaltung und die Frage, wie viel Freiheit zumutbar ist. Georg Strasser sitzt mit mehreren Hüten am Tisch: Nationalratsabgeordneter, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, stellvertretender Klubchef der ÖVP – und Bauer. Ich wollte zuerst wissen, ob er selbst immer weiß, welcher Hut gerade gilt. Seine Antwort war, er komme mit allen drei ins Gespräch, und genau so hat es sich dann auch angefühlt. Weil Georg danach noch einen wichtigen Termin hatte, musste ich bei den Fragen improvisieren und einiges streichen. Wir haben ausgemacht, dass wir einen zweiten Teil aufnehmen. Wenn dir dabei etwas unter den Nägeln brennt, schick mir deine Frage. Was mich überrascht hat: wie offen er über einen Hänger vor drei Jahren spricht, über 60 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche und darüber, dass Politik kein familienfreundlicher Job ist. Genauso deutlich wird er, wenn es um Zuschreibungen geht – oberster Bauer sei er ausdrücklich nicht, der Bauernbund ist eine Teilorganisation der ÖVP und etwas anderes als die Landwirtschaftskammer. Inhaltlich reden wir über die Struktur des Bauernbundes von der Ortsgruppe bis ins Wiener Büro, über die Mitgliedschaft in den Bundesländern und das Zusammenspiel der Bünde in der Volkspartei. Danach wird es strittig: Ich halte ihm den Citizen-Consumer-Gap entgegen, er verteidigt Transparenz statt Vorschrift und eine gemeinsame ÖVP-Linie für ein einheitliches Herkunftssystem nach einer freiwilligen Phase. Beim Dürrejahr mit rund einer Milliarde Euro Schaden laut Hagelversicherung erklärt er, warum er eine Pflichtversicherung ablehnt, und ich frage nach, ob Freiheit nicht auch den Extremfall einschließt. Dazu kommen Klimaschutzgesetz und Renaturierung mit offenen Finanzierungsfragen, die Debatte um Tierhaltung und EU-Förderungen, Kontrollen an den Außengrenzen, seine klare Absage an eine schnelle agrarische Marktfusion mit der Ukraine und das Jahr der Bäuerin mit der Frage, wer am Hof was am Laufen hält. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Willy stellt Georg Strasser und die Themen des Gesprächs vor. 00:02:15 Drei Hüte: Bauer, Politiker, Familie Welche Rolle wann gilt und was ihm zwei Frauen für den Weg mitgegeben haben. 00:08:13 Dicke Haut und ein Hänger 60 bis 80 Stunden Arbeit, Überarbeitung und der Weg zurück in die Balance. 00:13:07 Nöchling, Soßhof und Fußball Kindheit am Hof, Hausnamen, Studium und wie ihn die Politik erwischt hat. 00:30:04 Bauernbund: Rolle und Struktur Teilorganisation der ÖVP, Abgrenzung zur Kammer, Ortsgruppen und Bundesländer. 00:42:27 Die Mitte und das verlorene Gespür Warum Strasser Links-Rechts-Kategorien für unbrauchbar hält. 00:46:13 Freiheit und Herkunftskennzeichnung Citizen-Consumer-Gap, Gastronomie und die Grenzen von Transparenz. 00:53:05 Dürre und Pflichtversicherung Milliardenschaden, Prämienzuschuss und die Frage nach Eigenverantwortung. 01:03:38 Klimaschutz und Renaturierung Offene Finanzierungsfragen, Anreize statt Verbote, Investitionen in dürren Jahren. 01:12:06 Tierhaltung, Standards, Ukraine EU-Förderungen, Haltungsnormen, Kontrollen und der Blick auf den Weltmarkt. 01:21:03 Jahr der Bäuerin und Rollenbilder Betriebsleiterinnen, Kinderbetreuung und gemeinsame Betriebsführung. Kurz-Bio Gast: Georg Strasser ist seit 2013 Abgeordneter im Nationalrat, Präsident des Österreichischen Bauernbundes und stellvertretender Klubchef der ÖVP. Aufgewachsen ist er auf einem Milchviehbetrieb in Nöchling im südwestlichen Waldviertel, er studierte Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur und war Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Gemeinsam mit seiner Frau führt er einen landwirtschaftlichen Betrieb in einem Drei-Generationen-Haushalt. INFOS ZUR FOLGE Österreichischer Bauernbund - Website www.bauernbund.at Georg Strasser – Profil im Parlament www.parlament.gv.at/person/83153 Georg Strasser – ÖVP-Parlamentsklub www.oevpklub.at/georg-strasser Georg Strasser auf Instagram www.instagram.com/georg_strasser Georg Strasser auf Facebook www.facebook.com/strassergeorg Lebensqualität Bauernhof – Beratung und Bäuerliches Sorgentelefon www.lebensqualitaet-bauernhof.at ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. 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  5. Marchfeldkanal: Wasser für die Kornkammer - Franz Steiner
    13.09., 08:1502:02:39

    Der Marchfeldkanal bringt Donauwasser in eine der trockensten Regionen Österreichs. Franz Steiner hat mir erklärt, was dieses System kann und was nicht. Ich bin mit der Vorstellung ins Gespräch gegangen, ein Kanal sei ein Graben, durch den Wasser fließt. Nach zwei Stunden mit Franz Steiner, dem Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal, ist daraus ein ziemlich vielschichtiges Bauwerk geworden: 19 Kilometer neu angelegtes Gewässer, dazu Rußbach, Ober-Siebenbrunner Kanal und Stempfelbach, in Summe rund 91 Kilometer nach Angaben der Betriebsgesellschaft. Andere Quellen sprechen von knapp 100 Kilometern, je nachdem, was man mitzählt. Am meisten hängen geblieben ist bei mir das Bild der Badewanne. Franz erklärt den größten zusammenhängenden Grundwasserkörper Österreichs als eine mit Schotter gefüllte, leicht geneigte Wanne zwischen Wien und Bratislava. Wenn man an einer Stelle Wasser einbringt, entsteht kein See, sondern ein Kegel, der sich über Monate ausbreitet. Das erklärt auch, warum die Anlagen in einem Jahr wie diesem nicht eins zu eins nachliefern können, was auf den Feldern verbraucht wird. Überrascht hat mich der historische Teil. Geplant und gebaut wurde in einer Zeit, in der gerade Linien und glatte Böschungen als Fortschritt galten. Trotzdem entstand ein naturnah gestaltetes Gewässer mit Aufweitungen, Buchten und Fischaufstiegen. Dass ausgerechnet ein technisches Bewässerungsprojekt heute wie ein großes Renaturierungsprojekt wirkt, ist eine der Widersprüchlichkeiten, über die wir länger reden. Wir sprechen außerdem über Keller im Marchfeld, über Kläranlagen, die einen verlässlichen Vorfluter brauchen, über Nitrat im Grundwasser und über die Frage, wem das Wasser gehört, wenn es knapper wird. Und darüber, warum Franz sagt, dass Renaturierung in der Fläche wichtig ist, nach wochenlanger Dürre aber auch der beste Boden am Ende ist. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Willy stellt Franz Steiner und das Marchfeldkanalsystem vor. 00:03:35 Vom Waldviertel zum Wasser Kindheit am Bach, Umweg über die HTL, Studium an der BOKU. 00:15:02 Warum das Marchfeld austrocknete Donauregulierung, Urbarmachung und sinkende Grundwasserstände. 00:23:11 Der Grundwasserkörper als Badewanne Schotter, Flurabstand und wer dem Grundwasser Wasser entnimmt. 00:32:05 Naturnah statt Betonrinne Warum in den 80ern kein Trapezprofil gebaut wurde. 00:36:40 Hainburg und die Ersatzbaustelle Wie politische Umstände dem Projekt zum Durchbruch verhalfen. 00:46:07 Vier Gewässer, rund 91 Kilometer Marchfeldkanal, Rußbach, Ober-Siebenbrunner Kanal und Stempfelbach. 00:54:05 Versickern und Steuern Wehrklappen, Filterbecken und drei Grundwasseranreicherungsanlagen. 01:05:01 Kläranlagen, Hochwasser, Fische Weitere Funktionen des Systems und was sie für die Region bedeuten. 01:17:17 Was das System kostet Errichtungskosten, laufendes Budget und offene Darlehen bis 2043. 01:26:26 Wasser für die Landwirtschaft Warum Bewässerung trotz Wasser im Boden an Grenzen stößt. 01:36:46 Ressource Wasser in Zukunft Verdunstung, Nitrat, Nutzungskonflikte und internationale Abstimmung. Kurz-Bio Gast: Franz Steiner ist Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal und leitet das dort angesiedelte Kompetenzzentrum Bewässerung, das Landwirtinnen und Landwirte in ganz Niederösterreich berät. Aufgewachsen ist er auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Waldviertel, studiert hat er an der BOKU Kulturtechnik und Wasserwirtschaft. Vor seinem Wechsel 2022 war er bei der via donau für den Flussbau an March und Thaya zuständig. INFOS ZUR FOLGE Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal www.marchfeldkanal.at Kompetenzzentrum Bewässerung – Land Niederösterreich www.noe.gv.at/noe/Wasser/Kompetenzzentrum_Bewaesserung.html Tätigkeitsbericht 2025 der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal (PDF) www.marchfeldkanal.at/wp-content/uploads/2026/08/JB-2025-zur-Veroeffentlichung.pdf Aussendung Dürre 2026: Wasser als Zukunftsfrage der Landwirtschaft www.marchfeldkanal.at/duerre-2026-wasser-ist-zentrale-zukunftsfrage-der-landwirtschaft B2P-Folge mit Christian Griebler zum Thema Grundwasser www.bauertothepeople.at/podcast/289 ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. 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  6. Physik, Dürre und die Frage nach Qualität – Werner Gruber
    30.08., 06:1502:55:00

    Dürre, Landwirtschaft und Physik: Werner Gruber über das Trockenjahr 2026, Kostenwahrheit bei Lebensmitteln und die Frage, warum sich Qualität so selten schmecken lässt. Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Gespräch kürzen soll. Habe ich nicht. Werner Gruber ist jemand, der auf eine Frage nicht mit einer Antwort reagiert, sondern mit einer Geschichte, einem Gegenbeispiel und meistens noch mit einer Pointe. Drei Stunden sind viel, ich weiß. Dafür gibt es die Kapitelmarken, und du musst dir das wirklich nicht in einem Stück anhören. Wir starten bei der Trockenheit dieses Sommers. Laut Landwirtschaftsministerium liegen die Ertragseinbußen beim Getreide bei rund zwanzig Prozent, im Grünland drohen Ausfälle von bis zu fünfzig Prozent. Werner rechnet damit, dass uns das im Herbst über die Preise einholt, weil das, was hier fehlt, importiert werden muss. Von dort landen wir bei der Frage, warum Gesellschaften manche Veränderungen mühelos schaffen und andere über Jahrzehnte nicht, und warum das seiner Meinung nach seltener ein technisches und öfter ein psychologisches Problem ist. Dann wird es kulinarisch. Werner hat Weihnachtsgänse verschiedener Herkunft unter identischen Bedingungen zubereitet, Gulasch mit unterschiedlichsten Fleischqualitäten gekocht und heuer fünf Marmorkuchen mit fünf verschiedenen Eiersorten gebacken. Sein Befund ist unbequem: In vielen Fällen entscheidet der Zubereitungsprozess mehr als das Etikett. Bei Tomaten oder Salat sieht er das anders. Mich hat vor allem interessiert, was das für die Art bedeutet, wie wir über Qualität reden und werben. Wir sprechen außerdem über Laborfleisch und E-Fuels, über die Grenzen der Effizienz, über seine Kindheit in Oberösterreich, über den Herzstillstand 2015, über Humor als Gradmesser für Freiheit und darüber, warum er mit hundert über die Autobahn fährt. Viel Freude beim Reinhören! Kurz-Bio Gast: Werner Gruber, geboren 1970 in Ostermiething und aufgewachsen in Ansfelden, ist Physiker, Autor und Wissenschaftsvermittler. Er studierte Physik an der Universität Wien, arbeitete am Institut für Experimentalphysik und lehrt heute an der Fakultät für Informatik. Er leitete das Planetarium Wien samt Kuffner- und Urania-Sternwarte, war Mitgründer der Science Busters, drei Jahre Forschungskoordinator des Landes Burgenland und schrieb unter anderem das Buch Die Genussformel über kulinarische Physik. INFOS ZUR FOLGE Werner Gruber – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Gruber Fakultät für Informatik, Universität Wien https://informatik.univie.ac.at/ Science Busters https://sciencebusters.at/ Heinz Oberhummer – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Oberhummer Solar Foods (Solein) https://solarfoods.com/ Factory 01 von Solar Foods in Vantaa https://solarfoods.com/factory-01/ ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen: → Apple Podcasts: Jetzt anhören → Spotify: Jetzt anhören → YouTube: Jetzt ansehen Social Media: → Facebook: bauertothepeople.at → Instagram: @bauertothepeople → TikTok: @bauertothepeople → LinkedIn: BauertothePeople Musik: „Leit hoits zamm“ – Haindling thx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kelly thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊 thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

  7. Grundwasser: Speicher mit langem Gedächtnis - Christian Griebler
    16.08., 08:1502:24:08

    Grundwasser ist das größte Süßwasser-Ökosystem der Erde – und es liegt direkt unter unseren Füßen. Ich bin mit dem Bild von einem unterirdischen See in dieses Gespräch gegangen. Und dieses Bild war so falsch, wie es nur geht. Christian Griebler ist Limnologe an der Universität Wien und einer der wenigen Forschenden weltweit, die sich mit dem Grundwasser nicht nur als Ressource, sondern als Lebensraum beschäftigen. Was er mir in diesen zwei Stunden erklärt hat, hat mein Verständnis von Wasser ziemlich durcheinandergebracht. Alle Flüsse und Seen der Welt zusammen machen nur einen Bruchteil dessen aus, was im Untergrund als Grundwasser liegt. Und dieser Untergrund ist kein toter Speicher, sondern ein belebtes System, das sich selbst sauber hält – solange wir es lassen. Wir reden über das trockenste Jahr seit Langem, über die Frage, ob uns das Wasser ausgehen kann, und warum die Antwort darauf komplizierter ist, als man denkt. Christian erklärt, warum jeder Fluss einen unsichtbaren Zwilling hat, der unterirdisch mitfließt. Warum die Begradigung von Flüssen nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wasserwirtschaftliches Problem ist. Wie Quellen funktionieren, was der Marchfeldkanal mit der Donau zu tun hat, und warum das Grundwasser ein extrem langes Gedächtnis hat – was wir heute eintragen, kriegen wir so schnell nicht mehr raus. Und dann wird es auch politisch: Wem gehört das Wasser, wenn es knapp wird? Was passiert, wenn Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung um dieselbe Ressource konkurrieren? Und warum holt die Politik das beste verfügbare Wissen nicht ab, obwohl es auf dem Tisch liegt? Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Was ist Grundwasser und warum wissen wir so wenig darüber? 00:02:14 Wer ist Christian Griebler? Vom Insektensammler zum Grundwasserökologen – ein ungewöhnlicher Weg 00:10:11 Trockenheit: Wetter oder Klima? 27 Prozent weniger Niederschlag und die Frage, wo das Wasser hin ist 00:16:36 Vom Berg ins Tal – wie Wasser wandert Das West-Ost-Gefälle und warum der Osten benachteiligt ist 00:20:36 Grundwasser ist kein See Stockwerke, Lückenräume und das Aquarium-Bild erklärt 00:30:11 Flüsse und ihr unsichtbarer Zwilling Warum jeder Fluss einen unterirdischen Begleiter hat 00:39:10 Wasser in der Landschaft halten Flussbegradigung, Überschwemmungsflächen und Running Sushi 00:52:11 Zahlen, die Perspektiven verschieben 97 Prozent Salzwasser und das Verhältnis von Oberfläche zu Untergrund 01:03:06 Kommunizierende Gefäße Wie Flüsse und Grundwasser sich gegenseitig am Leben halten 01:20:00 Politik, Wissenschaft und Komfortzonen Warum das beste Wissen nicht abgeholt wird 01:30:54 Grundwasser und Landwirtschaft Wer hat Vorrang beim Wasser – und wer zahlt am Ende? 01:51:04 Lebensraum Untergrund Wie Mikroben das Grundwasser sauber halten – und wann das kippt 02:02:01 Das lange Gedächtnis des Grundwassers Was wir heute eintragen, bleibt dort für Jahrhunderte 02:19:30 Was bleibt – ein Plädoyer Kommunikation im Wasserkreislauf und was jeder tun kann Kurz-Bio Gast: Christian Griebler ist Professor für Limnologie an der Universität Wien und Leiter des Departments für funktionelle und evolutionäre Ökologie. Er erforscht Grundwasserökosysteme, ihre Biodiversität und die Rolle von Mikroorganismen bei der natürlichen Wasserreinigung. Vor seiner Rückkehr nach Wien 2019 war er 18 Jahre in Deutschland, unter anderem am Helmholtz Zentrum München. INFOS ZUR FOLGE Christian Griebler – Universität Wien https://ecology.univie.ac.at/about-us/unit-limnology/working-group-groundwater-ecology/team/christian-griebler Christian Griebler – Google Scholar Profil https://scholar.google.com/citations?user=uFmlqxsAAAAJ Wiener Hochquellenwasserleitung – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Hochquellenwasserleitung Wiener Wasserversorgung – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Wasserversorgung Marchfeldkanal – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Marchfeldkanal ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! 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  8. KI am Bauernhof - Stefan Romstorfer
    02.08., 08:1501:20:11

    KI in der Landwirtschaft – nicht am Acker, sondern im Büro: Wie setzt ein Bio-Landwirt KI-Tools im täglichen Arbeitsalltag ein? Darüber habe ich mich mit Stefan Romstorfer von Neuland Bio unterhalten. Das hier ist die zweite Folge mit Stefan. In der ersten ging es um den Erdnussanbau im Weinviertel und ein KI-gesteuertes Hackgerät. Diesmal haben wir uns seinen ganz alltäglichen Umgang mit KI im Büro vorgenommen, nicht am Acker – hemdsärmelig, praxisnah, ohne Hochglanz. Stefan ist nicht nur Bio-Landwirt, sondern betreibt in Wien auch eine Web- und Werbeagentur und hat Wirtschaftsinformatik studiert. Das macht ihn zu einem dieser Menschen, die technisch tief genug drin sind, um zu verstehen, was passiert, aber gleichzeitig beide Beine fest am Boden haben. Er zeigt, wie er sich mit KI eine Pflanzenschutzmittelliste erstellt hat, die den neuen rechtlichen Anforderungen entspricht. Wie er Etiketten auf Lebensmittelkonformität prüft. Wie er Fotos hochlädt, um Pflanzenkrankheiten zu erkennen. Und wie KI einen Fehler in seiner Steuererklärung gefunden hat, den der Steuerberater übersehen hatte. Wir reden aber auch darüber, was KI nicht ist: kein allwissender Freund, kein Ersatz für eigenes Wissen. Und am Ende wird es ein bisschen nachdenklich: Was bedeutet es, wenn uns nach den Händen jetzt auch noch das Denken abgenommen wird? Es sind Impulse und Ideen, keine fertige Anleitung. Wer schon mit KI arbeitet, findet hoffentlich ein paar neue Gedanken. Wer noch nicht angefangen hat, bekommt vielleicht den nötigen Schubs. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Willy fasst die vorige Folge zusammen und gibt einen Ausblick auf die KI-Episode. 00:03:01 Der ChatGPT-Moment Wann Stefan zum ersten Mal mit KI in Berührung kam und was ihn angefixt hat. 00:08:04 Was ist KI – und was nicht? KI als Denkpartner, die Grenzen der Maschine und warum man Danke sagt. 00:15:19 Einstieg für Anfänger Account anlegen, erste Prompts formulieren und die Angst vor dem Start verlieren. 00:21:58 Prompting und Kontext Warum bessere Eingaben bessere Antworten liefern – und wo die Grenzen sind. 00:30:19 KI am Acker vs. KI im Büro Autonome Traktoren, Hackgeräte und wo KI in der Landwirtschaft steht. 00:35:05 Praxisbeispiele aus dem Alltag Pflanzenschutzlisten, Etikettenkontrolle, Krankheitserkennung per Foto. 00:43:29 Direktvermarktung und Textarbeit Wie KI bei Förderanträgen, Stundenlisten und Arbeitsplanung unterstützt. 00:59:09 Finanzen und Steuererklärungen KI findet einen Fehler in der Steuererklärung – 15.000 Euro mehr Rückzahlung. 01:07:03 Chancen, Risiken und die Zukunft Was passiert mit unseren Jobs, wenn uns das Denken abgenommen wird? 01:17:08 Einfach starten Stefans Appell zum Schluss: Offen sein, dranbleiben, keine Angst haben. Kurz-Bio Gast: Stefan Romstorfer ist Bio-Landwirt und Unternehmer aus Auersthal im niederösterreichischen Weinviertel. Gemeinsam mit seinem Bruder Roman bewirtschaftet er einen Ackerbau- und Weinbaubetrieb und baut unter der Marke neuland.bio seit 2016 die ersten Bio-Erdnüsse Österreichs an. Darüber hinaus ist er an der Entwicklung des KI-gesteuerten Hackgeräts VarioChop AI beteiligt, einer Kooperation der Firmen Samo und Ulmanna. INFOS ZUR FOLGE neuland.bio (Stefan & Roman Romstorfer, Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel) www.neuland.bio neuland.bio auf Instagram www.instagram.com/neuland.bio.erdnuss neuland.bio auf Facebook www.facebook.com/neuland.bio Samo Maschinenbau (Hackgerät VarioChop, Thomasroith, OÖ) www.samo-gmbh.at VarioChop AI Hackgerät (KI-gesteuerte In-Row-Hacktechnik) www.samo-gmbh.at/hackgeraet-variochop YouTube-Video zu VariaChop AI (damit man sich auch was vorstellen kann :) www.youtube.com/watch?v=FTduEZq-BFo Ulmanna (KI-Kamerasysteme für Hacktechnik, Tschechien) www.ullmanna.eu Erste Folge mit Stefan Romstorfer - Erdnüsse aus Österreich www.bauertothepeople.at/podcast/287 ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! 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  9. Erdnüsse aus Österreich – Stefan Romstorfer
    19.07., 08:1502:19:19

    Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel: Stefan Romstorfer baut gemeinsam mit seinem Bruder Roman eine Kultur an, die es vor 20 Jahren in Österreich gar nicht gegeben hätte. Ich war bei Stefan in Auersthal, auf der alten Kegelbahn im ehemaligen Wirtshaus seines Großvaters. Dort, wo früher Alle Neune gerufen wurde, stehen heute Erdnuss-Röster und Verpackungsmaschinen. Stefan und sein Bruder Roman haben den elterlichen Bio-Betrieb übernommen und sich neben Weizen, Ölkürbis und Weinbau einer für Österreich ziemlich ungewöhnlichen Kultur verschrieben: der Erdnuss. Die Erdnuss ist botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Sie kommt mit wenig Wasser aus, mag sandige Böden und profitiert von den veränderten klimatischen Bedingungen im Weinviertel. Stefan erzählt, wie der Weg von ein paar Quadratmetern Versuchsanbau zu mittlerweile 25 Hektar geführt hat, warum die Unkrautregulierung dabei die größte Herausforderung ist und wie er gemeinsam mit den Firmen Samo und Ulmanna ein KI-gesteuertes Hackgerät mitentwickelt hat, das Kulturpflanzen in Millisekunden erkennt und das Unkraut dazwischen entfernt. Wir reden über Saatgut, das man sich teilweise selbst vermehrt, über Erntemaschinen, die erst nach mehreren Anläufen funktioniert haben, über Erdnussmus aus 100 Prozent Erdnüssen und ein Erdnussöl, das die steirische Ölmühle Fandler presst. Und darüber, was es heißt, als kleinstrukturierter Familienbetrieb ein Produkt von Grund auf zu entwickeln, zu verarbeiten und zu verkaufen. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Einleitung und Vorstellung: Erdnüsse im Weinviertel und KI am Acker 00:03:01 Wer ist Stefan Romstorfer? Vom IT-Studium zurück zur Landwirtschaft, Bio-Pionier-Vater Franz 00:07:09 Der Betrieb im Weinviertel 160 Hektar Ackerbau, 16 Hektar Weinbau, Arbeitsteilung mit Bruder Roman 00:16:18 Das Problem mit dem Unkraut Warum Unkraut im Bio-Anbau die zentrale Herausforderung ist 00:21:19 KI-Hacke: VarioChop AI Wie Kamera, KI und Pneumatik Unkraut in der Reihe erkennen und entfernen 00:33:00 So funktioniert die KI-Erkennung Machine Learning mit tausenden Pflanzenfotos und Millisekunden-Steuerung 00:45:04 Wie kommt man auf Erdnüsse? Klimawandel, trockene Böden und die Suche nach einer einzigartigen Kultur 00:59:12 Klimawandel im Weinviertel Längere Vegetationsperioden, weniger Niederschlag, neue Möglichkeiten 01:05:02 Die Erdnuss: Hülsenfrucht, nicht Nuss Botanik, Anbau von der Saat bis zur Ernte, Selbstbefruchtung im Boden 01:25:05 Trocknung, Röstung und Verarbeitung Vom Acker in die ehemalige Wirtshausküche: Trocknung, Röstung, Erdnussmus 01:44:07 Vertrieb und Direktvermarktung Webshop, Nikolaus-Erdnüsse, Erdnussbutter und das Öl von Fandler 01:59:04 Kleinstrukturierte Landwirtschaft Was familiengeführte Betriebe ausmacht und warum Nischen wichtig sind 02:08:19 Utopie und Abschluss Herkunftskennzeichnung, regionale Kreisläufe und Stefans Kühlschrank Kurz-Bio Gast: Stefan Romstorfer ist Bio-Landwirt und Unternehmer aus Auersthal im niederösterreichischen Weinviertel. Gemeinsam mit seinem Bruder Roman bewirtschaftet er einen Ackerbau- und Weinbaubetrieb und baut unter der Marke neuland.bio seit 2016 die ersten Bio-Erdnüsse Österreichs an. Darüber hinaus ist er an der Entwicklung des KI-gesteuerten Hackgeräts VarioChop AI beteiligt, einer Kooperation der Firmen Samo und Ulmanna. INFOS ZUR FOLGE neuland.bio (Stefan & Roman Romstorfer, Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel) www.neuland.bio neuland.bio auf Instagram www.instagram.com/neuland.bio.erdnuss neuland.bio auf Facebook www.facebook.com/neuland.bio Samo Maschinenbau (Hackgerät VarioChop, Thomasroith, OÖ) www.samo-gmbh.at VarioChop AI Hackgerät (KI-gesteuerte In-Row-Hacktechnik) www.samo-gmbh.at/hackgeraet-variochop Ulmanna (KI-Kamerasysteme für Hacktechnik, Tschechien) www.ullmanna.eu Ölmühle Fandler (Erdnussöl-Pressung, Pöllau, Steiermark) www.fandler.at Winzerkeller im Weinviertel / Genossenschaftsweinkeller Wolkersdorf www.winzerkeller.eu Erdnuss (Arachis hypogaea) – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Erdnuss YouTube-Video zu VariaChop AI (damit man sich auch was vorstellen kann :) www.youtube.com/watch?v=FTduEZq-BFo ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. 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  10. Einspruch Bachler | Kuhattacke · Dürre · Ukraine
    12.07., 08:1501:20:53

    Kuhattacke, Dürre, EU-Beitritt der Ukraine: Christian und ich nehmen uns drei Themen vor, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Auf den zweiten Blick ziemlich viel. Im Mai 2026 ist in Osttirol wieder eine Frau durch eine Kuhherde tödlich verletzt worden. Christian kennt das Thema wie kaum ein anderer, er war schon beim ersten großen Kuhurteil mittendrin.Wir reden darüber, warum an bestimmten Hotspots Weidewirtschaft und Tourismus nicht mehr zusammenpassen und warum wir in der Rinderzucht über Jahrzehnte auf das Wesen der Tiere vergessen haben, weil nur die Leistungszahlen auf dem Zettel standen. Dann das zweite Thema: Dürre. Christian berichtet, dass in seinem Bezirk über den Winter kaum Niederschlag gefallen ist. Was das für das Grundwasser bedeutet, warum Getreide in Notreife geht und was intensive Beweidung nach dem Vorbild von Allan Savory mit dem Wasserhaushalt im Boden macht, da sind wir zu Erkenntnissen gekommen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Und drittens: der mögliche EU-Beitritt der Ukraine. Ein Land mit rund 41 Millionen Hektar Ackerland, davon rund 60% Schwarzerdeböden. Was passiert, wenn diese Flächen ohne Zollschranken in den EU-Binnenmarkt kommen? Christian und ich sind uns einig, dass das eigentliche Problem nicht die Ukraine ist, sondern die Art, wie wir Landwirtschaft in Europa seit Jahrzehnten denken und fördern. Der rote Faden durch alle drei Themen: Wir haben in der (Land-) Wirtschaft zu oft nur auf Leistung und Effizienz geschaut und die qualitativen Faktoren links liegen lassen. Beim Tier das Wesen, beim Boden die Naturgestaltung und bei der (Agrar-) Politik den Menschen. Wir haben ein wenig diskutiert. Aber was ist mit euch? Was denke ihr zu diesen Themen, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt uns oder schreibt es in die Kommentare! 00:00:00 Los gehts Begrüßung, Rückblick auf die erste Folge und Themenübersicht 00:03:06 Kuhattacke in Osttirol Was im Mai passiert ist und was sich seit dem Kuhurteil getan hat 00:07:55 Wolf, Hund, Herde Warum in Osttirol mehrere Risikofaktoren zusammentrafen 00:11:24 Wegerecht und Almnutzung Betretungsrecht im Wald und am Berg, Nutzungskonflikte an Hotspots 00:17:29 Zucht auf Wesen Warum der Charakter von Rindern in der Zucht vergessen wurde 00:26:06 Lösungen für die Alm Kurse, verlorenes Hirtenwissen und Entschärfung von Hotspots 00:29:08 Dürre und Bodenwasser Fehlende Winterniederschläge, Grundwasser und Notreife beim Getreide 00:37:07 Klima oder Wetter? Was sich verändert und wie Bergbauern profitieren und leiden 00:42:04 Hecken, Wurzeln, Wasser halten Ausgeräumte Landschaften und wie intensive Beweidung hilft 00:55:10 Ukraine und die EU Schwarzerdeböden, Agrarflächen und was ein Beitritt bedeuten würde 01:04:01 Preisdruck und Systemfrage Börsenpreise, spanische Schweine und die GAP-Reform 01:13:16 Roter Faden und Abschluss Wesen, Boden, Ökonomie: Warum wir immer die gleichen Fehler machen Kurz-Bio Gast: Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020. INFOS ZUR FOLGE Bergerhof Krakauebene (Website) www.bergerhof-krakauebene.at Bergerhof Krakauebene auf Instagram www.instagram.com/bergerhof_krakauebene Bergerhof Krakauebene auf Facebook www.facebook.com/BergerhofKrakauebene Bergerhof Krakauebene auf YouTube www.youtube.com/@bergerhofkrakauebene Alternative University of Bergerhof (Website) www.alternativeuniversity.at Sichere Almen (Aktionsplan & 10 Verhaltensregeln) www.sichere-almen.at Tödliche Kuhattacke in Osttirol, Mai 2026 (ORF-Bericht) https://tirol.orf.at/stories/3354570 ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. 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  11. Klima verstehen - Helga Kromp-Kolb
    21.06., 08:1502:41:59

    Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb erklärt in diesem Gespräch Klima und Klimawandel von Grund auf -- so, dass man auch ohne Meteorologie-Studium mitkommt. Helga Kromp-Kolb hat in Österreich schon über das Klima geredet, als das Thema kaum jemanden interessiert hat. Für dieses Gespräch habe ich sie in ihrem Garten besucht, und sie hat sich die Zeit genommen, ganz vorne anzufangen: Was ist eigentlich Klima? Warum brauchen wir den Treibhauseffekt? Und wie funktioniert dieser Energieausgleich rund um den Planeten? Was mich dabei am meisten beschäftigt hat: Die Klimamodelle für Österreich sagen Temperaturen voraus, die wir teils schon jetzt messen – die Realität ist also stellenweise den Vorhersagen voraus. Die Gründe dafür sind komplex, aber Helga ordnet sie ein, ohne dass man sich verliert. Sie erklärt, wie Wasserdampf den Klimawandel selbst verstärkt, warum Methan zwar kurzlebiger, aber pro Molekül wirksamer ist als CO2, und was das alles für die Landwirtschaft bedeutet. Aber dieses Gespräch geht weit über Physik hinaus. Helga ist eine Wissenschaftlerin, für die Zweifeln zur Arbeit gehört. Und genau deshalb reden wir auch über ihre kritische Haltung während der Corona-Zeit, über die Impfpflicht-Debatte und darüber, wie viel Widerspruch eine Gesellschaft aushalten muss. Sie erzählt von ihrem Vater Fritz Kolb, der als Bergsteiger und Pädagoge im Zweiten Weltkrieg in Indien interniert war und ihr das systemische Denken vorgelebt hat. Von Toleranz, die sie als Diplomatenkind in verschiedenen Kulturen gelernt hat. Und davon, warum sie als mehrfache Orientierungslauf-Staatsmeisterin gelernt hat, Kopf, Körper und Emotionen gleichzeitig zu fordern. Am Ende bleiben mir vor allem zwei Dinge: Erstens, dass ehrliche Kostenwahrheit bei Lebensmitteln biologische und regionale Produkte von selbst attraktiver machen würde. Und zweitens ihr Satz: System Change, not Climate Change. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Helga Kromp-Kolb im Garten: Wer sie ist und warum dieses Gespräch 00:02:25 Unruhestand und Diskurs Warum Helga auch im Ruhestand nicht Nein sagen kann 00:06:02 Biografie und Prägung Großeltern, Vater Fritz Kolb und das Diplomatenleben als Kind 00:12:26 Systemisches Denken Warum die Wissenschaft das große Ganze aus den Augen verloren hat 00:19:01 Toleranz und Kompromiss Was verschiedene Kulturen über das Zusammenleben lehren 00:25:14 Weg zur Meteorologie Wie Neugierde und wenig Studienkolleg:innen den Berufsweg bestimmten 00:39:12 Klima-Grundlagen erklärt Wetter, Witterung, Klima: Was ist der Unterschied? 00:52:12 Treibhauseffekt und Energie Warum wir den Treibhauseffekt brauchen und wie er funktioniert 01:09:25 Ursachen des Klimawandels Von Milankovitch-Zyklen bis zu menschengemachten Treibhausgasen 01:17:10 Modelle unterschätzen Realität Warum Österreich sich schneller erwärmt als vorhergesagt 01:37:16 Wasser, Energie, Extremwetter Wie mehr Wasserdampf den Klimawandel selbst verstärkt 01:49:14 Lösungen und Systemwandel Warum attraktive Alternativen mehr bewirken als Weltuntergangsszenarien 02:09:39 Corona, Impfpflicht und Diskurs Helgas kritische Haltung zur Impfpflicht und was das mit Wissenschaft zu tun hat 02:28:50 Positive Erzählungen Warum Gesellschaften Veränderung schaffen und was Zwentendorf damit zu tun hat 02:34:00 Lebensmittel und Abschied Kostenwahrheit bei Lebensmitteln und Helgas Blick in den Kühlschrank Kurz-Bio Gast: Helga Kromp-Kolb ist emeritierte Universitätsprofessorin für Meteorologie und Klimatologie an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), wo sie auch das Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit gründete und bis 2018 leitete. 2005 wurde sie zur Wissenschaftlerin des Jahres gekürt. Sie ist mehrfache österreichische Staatsmeisterin im Orientierungslauf und Mitbegründerin des Climate Change Centre Austria (CCCA). INFOS ZUR FOLGE Helga Kromp-Kolb (Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Helga_Kromp-Kolb Buch: Für Pessimismus ist es zu spät (Molden Verlag, 2023) www.styriabooks.at/shop/gesellschaft-geschichte/fuer-pessimismus-ist-es-zu-spaet Buch: Plus zwei Grad (Molden Verlag, 2018) www.styriabooks.at/shop/gesellschaft-geschichte/plus-zwei-grad Climate Change Centre Austria (CCCA) www.ccca.ac.at ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. 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  12. Eier aus Österreich: Was steckt hinter dem Stempel? - Michael Wurzer
    14.06., 08:1501:48:49

    Österreich ist beim Thema Eier ein Sonderfall: komplett käfigfrei seit 2020, gentechnikfreies Futter aus der Donauregion, eine eigene Eierdatenbank für die Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Frischeis. Klingt nach Vorzeigeland. Ist es auch, zumindest beim Frischei. Aber dann habe ich mit Michael Wurzer geredet, dem Geschäftsführer der Geflügelwirtschaft Österreich, und mir ist ein paar Mal der Mund offen stehen geblieben. Denn sobald ein Ei aufgeschlagen und verarbeitet wird, in Kuchen, Nudeln, Mayonnaise, endet die Transparenz. Keine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, keine Haltungsformangabe. Was da drin ist, weiß im Grunde niemand. Und gleichzeitig kommt ein hoher Anteil an Eiern und Eiprodukten aus der Ukraine in die EU, zum überwiegenden Teil aus Käfighaltung. Michael erklärt, warum das österreichische System so gut funktioniert hat, warum es auf einem Handschlag mit dem Lebensmitteleinzelhandel beruht und was passiert, wenn dieser Handschlag bröckelt. Wir reden über den Selbstversorgungsgrad, über die Preisfrage, über bayerische Eier im Regal und darüber, ob die Konsumentinnen und Konsumenten wirklich bereit sind, für höhere Standards auch mehr zu zahlen. Außerdem erfahre ich, warum Hühner 330 Grad sehen können und dass sie tatsächlich entfernte Verwandte des Tyrannosaurus Rex sind. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Einstieg: Warum Österreich bei Eiern ein Sonderfall ist 00:02:25 Wer ist Michael Wurzer? Vom Waldviertel über die BOKU zur Geflügelwirtschaft 00:08:02 Was tut die Geflügelwirtschaft? Interessensvertretung, Struktur und Netzwerk der GWÖ 00:16:24 Vom Käfig zur Freilandhaltung EU-Standards, das österreichische Tierschutzgesetz und der Umstieg 00:27:01 Bodenhaltung, Freiland, Bio Die Haltungsformen in Österreich und was sie unterscheidet 00:29:05 Donau-Soja und gentechnikfreies Futter Regionales Soja als Wettbewerbsvorteil und CO2-Reduktion 00:37:18 Eierkennzeichnung und Eierdatenbank Was der Code auf dem Ei verrät und wo die Transparenz aufhört 00:45:02 Selbstversorgung und Importdruck 87 bis 90 Prozent Eigenbedarf, ukrainische Eier und der Spotmarkt 00:52:02 Ukrainische Eier am Großgrünmarkt Was hinter dem Fund steckt und warum Kennzeichnung fehlt 00:59:33 Bayerische Eier im Supermarkt Ist das Schutzschild des Handels am Bröckeln? 01:15:18 Herkunftskennzeichnung in Gastronomie Was freiwillig geht, was gesetzlich fehlt 01:37:24 Mythen rund ums Huhn Eiergrößen, Dotterfarbe und der T-Rex im Huhn Kurz-Bio Gast: Michael Wurzer ist Geschäftsführer der Geflügelwirtschaft Österreich (GWÖ) und vertritt seit rund 20 Jahren die Interessen der heimischen Geflügelhalterinnen und -halter. Er hat am Francisco Josephinum in Wieselburg maturiert und anschließend Agrarökonomik an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien studiert. INFOS ZUR FOLGE Geflügelwirtschaft Österreich www.gefluegelwirtschaft.at Geflügelwirtschaft Österreich auf Facebook www.facebook.com/profile.php?id=61557530799983 Geflügelwirtschaft Österreich auf LinkedIn www.linkedin.com/company/gefluegelwirtschaft-oesterreich Michael Wurzer auf LinkedIn www.linkedin.com/in/michael-wurzer-70a3b615 Österreichische Eierdatenbank www.eierdatenbank.at Donau Soja www.donausoja.org QGV – Österreichische Qualitätsgeflügelvereinigung www.qgv.at AMA-Gütesiegel www.ama.at Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) www.nutztier.at ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen: → Apple Podcasts: Jetzt anhören → Spotify: Jetzt anhören → YouTube: Jetzt ansehen Social Media: → Facebook: bauertothepeople.at → Instagram: @bauertothepeople → TikTok: @bauertothepeople → LinkedIn: BauertothePeople Musik: „Leit hoits zamm“ – Haindling thx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kelly thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊 thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

  13. ⁠Fermentation: Vom Sauerkraut zum Bioreaktor - Martin Reich
    07.06., 08:1503:17:37

    Fermentation ist weit mehr als Sauerkraut und Kombucha. Wer beim Wort Fermentation vor allem an Einmachgläser denkt, dem wird in diesem Gespräch buchstäblich das Hirn fermentiert. Martin Reich ist Biologe, Wissenschaftskommunikator und Autor des Buches "Revolution aus dem Mikrokosmos". Seit etwa zwei Jahren versuchen wir, ins Gespräch zu kommen. Jetzt hat es geklappt, und wir haben uns ausführlich Zeit genommen, dieses Thema von Grund auf zu durchleuchten. Martin erklärt, warum Fermentation heute in drei Kategorien gedacht wird: die traditionelle, die wir alle kennen. Die Biomassefermentation, bei der Pilze in Bioreaktoren zu nahrhaftem Mykoprotein heranwachsen. Und die Präzisionsfermentation, bei der genetisch umprogrammierte Mikroorganismen gezielt bestimmte Stoffe produzieren, etwa Milchprotein ohne Kuh. Wir reden darüber, warum Mikroorganismen so viel effizienter arbeiten als Nutztiere, warum China gerade massiv in Fermentationstechnologien investiert und Europa möglicherweise den Anschluss verliert. Wir sprechen über die Lage der Landwirtschaft, über die Frage, ob Braukessel Bauernhöfe ersetzen werden und warum Martin bei Atomkraft und Gentechnik Positionen vertritt, die in Österreich besonders anecken. Das Gespräch ist lang, es ist inhaltlich dicht und es bewegt sich zwischen Naturwissenschaft, Geopolitik und der Frage, welches Menschenbild hinter unseren Ernährungsentscheidungen steckt. Eine Etappenstrategie oder die Kapitelmarken helfen beim Navigieren. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Willy stellt Martin Reich und das Thema Fermentation vor 00:02:41 Wer ist Martin Reich? Kindheit in Frankfurt, der Opa aus Österreich und die Grünen Rächer 00:16:01 Vom Biologen zum Bioökonomierat Studium, Promotion in Groningen und der Einstieg in die Bioökonomie 00:36:15 Was ist Fermentation eigentlich? Drei Formen der Fermentation: traditionell, Biomasse und Präzision 00:50:07 Fermentation als Kulturgut Verwesung vs. Fermentation, betrunkene Tiere und die Rolle von Pasteur 00:58:03 Biomassefermentation und Mykoprotein Wie aus Pilzen Fleischalternativen werden und was Quorn damit zu tun hat 01:15:04 Neue Proteine im Supermarkt Revo Foods, Planted und die Frage nach der Identität neuer Produkte 01:28:17 Braukessel statt Bauernhof? Was Fermentation für die Landwirtschaft bedeutet und wo es hakt 01:47:40 Atomkraft und Öko-Progressivismus Warum Martin für Kernenergie und Gentechnik eintritt 02:01:08 Ernährungssouveränität und China Europas Abhängigkeiten und warum China bei Fermentation voranprescht 02:16:18 Green Growth oder Degrowth? Menschenbild, Pragmatismus und die Frage, ob Technologie uns retten kann 02:36:39 Gasfermentation erklärt Wie Mikroorganismen neue Rohstoffe und Lebensmittel erzeugen können 02:43:13 Wer kontrolliert die Zukunft? Patente, Kapital und die Frage, wem die Technologien von morgen gehören werden 02:56:05 Sprache zwischen Ehrlichkeit und Hype Warum Begriffe Erwartungen prägen und wie man über Innovationen spricht, ohne zu übertreiben Kurz-Bio Gast: Martin Reich ist promovierter Biologe, Wissenschaftskommunikator und Autor des Buches "Revolution aus dem Mikrokosmos - Nachhaltige Ernährung durch Fermentation" (Residenz Verlag, 2024). Er war Referent beim Bioökonomierat der deutschen Bundesregierung und ist Mitgründer des Öko-Progressiven Netzwerks e.V. sowie der Initiative Progressive Agrarwende. Er lebt und arbeitet in Berlin. INFOS ZUR FOLGE Martin Reich (Website) www.martins-mikrokosmos.de Buch: Revolution aus dem Mikrokosmos (Residenz Verlag) www.residenzverlag.com/buch/revolution-aus-dem-mikrokosmos Martin Reich auf Instagram www.instagram.com/martinreich5 Martin Reich auf LinkedIn www.linkedin.com/in/martin-reich-67243bb5 Öko-Progressives Netzwerk e.V. www.oekoprog.org Progressive Agrarwende www.progressive-agrarwende.org ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen: → Apple Podcasts: Jetzt anhören → Spotify: Jetzt anhören → YouTube: Jetzt ansehen Social Media: → Facebook: bauertothepeople.at → Instagram: @bauertothepeople → TikTok: @bauertothepeople → LinkedIn: BauertothePeople Musik: „Leit hoits zamm“ – Haindling thx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kelly thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊 thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

  14. Einspruch Bachler | Herkunftskennzeichnung · Mercosur · Verantwortung
    31.05., 08:1501:03:59

    Herkunftskennzeichnung als Heilsversprechen, Mercosur als Weltuntergang – stimmt das so? In der ersten Folge von "Einspruch Bachler" sitze ich mit Christian Bachler zusammen, Bergbauer aus der Krakauebene und seit vielen Jahren mein liebster Sparringspartner, wenn es um Landwirtschaft geht. Christian und ich sind uns selten einig, und genau das ist der Punkt. Wir diskutieren über drei Themen, die gerade die Agrarpolitik dominieren: die Herkunftskennzeichnung, das EU-Mercosur-Abkommen und die Frage, wer eigentlich verantwortlich ist für den Zustand der Landwirtschaft. Bei der Herkunftskennzeichnung hinterfragt Christian, ob sie wirklich das große Problem löst, das alle in ihr sehen. Sein Argument: Ja, Transparenz ist richtig und wichtig. Aber die Erwartung, dass danach alles besser wird, ist naiv. Denn wenn der Konsument zwei Gerichte nebeneinander sieht – eines heimisch, eines aus Südamerika zum halben Preis – dann wird es kompliziert mit dem Patriotismus am Teller. Gleichzeitig zeigt er am Beispiel der österreichischen Milchexporte nach Deutschland, wie schnell das eigene Qualitätsversprechen wackelt, wenn die Abnehmer genauer hinschauen. Bei Mercosur versuchen wir, die Zahlen einzuordnen. Die zusätzlichen Rindfleischimporte machen rund 1 bis 1,5 Prozent der EU-Produktion aus. Nicht die Menge ist das Problem, sagt Christian, sondern die Marktpsychologie – das Druckmittel in der Preisverhandlung. Und zum Schluss die vielleicht unbequemste Frage: Wer soll es richten, wenn nicht jeder bei sich selbst anfängt? Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Willy und Christian stellen das neue Diskussionsformat "Einspruch Bachler" vor 00:04:15 Herkunftskennzeichnung Sinnvolles Instrument oder agrarpolitisches Heilsversprechen? 00:09:29 Was sagt Herkunft über Qualität? Ist Rot-Weiß-Rot automatisch ein Qualitätsmerkmal? 00:14:17 Zwei Preise, eine Speisekarte Was passiert, wenn heimisch und international nebeneinander stehen? 00:18:38 Das Milch-Märchen Warum die Bergbauernmilch-Story in Deutschland geplatzt ist 00:25:16 Europa als Geisterfahrer Hohe Standards, aber keiner fährt mit 00:32:00 Mercosur: Panik oder Realität? 99.000 Tonnen Rindfleisch und was das wirklich bedeutet 00:39:17 Die Zahlen hinter Mercosur Quoten, Zölle und Marktpsychologie im Detail 00:44:53 Hormone und Ochsen Was hinter der südamerikanischen Rindermast steckt 00:50:10 Wer soll es richten? Verantwortung zwischen Politik, Markt und dem eigenen Betrieb 00:57:19 Der treue Konsument Warum der österreichische Käufer doch die Stange hält 01:01:36 Blitzlicht und Ausblick Erstes Fazit zum neuen Format und wie es weitergeht Kurz-Bio Gast: Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020. INFOS ZUR FOLGE Bergerhof Krakauebene (Website) www.bergerhof-krakauebene.at Bergerhof Krakauebene auf Instagram www.instagram.com/bergerhof_krakauebene Bergerhof Krakauebene auf Facebook www.facebook.com/BergerhofKrakauebene Bergerhof Krakauebene auf YouTube www.youtube.com/@bergerhofkrakauebene Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung (BMLUK) www.bmluk.gv.at/themen/lebensmittel/herkunft-von-lebensmitteln/herkunftskennzeichnung/herkunftskennzeichnung-gemeinschaftsverpflegung.html AMA-Gütesiegel Tierhaltung Plus www.amainfo.at/de-at/tiere/nutztierhaltung-haltungsformen/rinder/milchkuehe/tierhaltung_plus Mercosur – Factsheet WKO Österreich (PDF Download) www.wko.at/oe/oesterreich/factsheet-mercosur.pdf ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen: → Apple Podcasts: Jetzt anhören → Spotify: Jetzt anhören → YouTube: Jetzt ansehen Social Media: → Facebook: bauertothepeople.at → Instagram: @bauertothepeople → TikTok: @bauertothepeople → LinkedIn: BauertothePeople Musik: „Leit hoits zamm“ – Haindling thx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kelly thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊 thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

  15. B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Fleisch, Familie und Verantwortung – Thomas Berger
    24.05., 08:1501:52:29

    Thomas Berger führt in fünfter Generation Berger Schinken, eines der bekanntesten Fleischunternehmen Österreichs. Ein Gespräch, das so vielfältig war wie die Branche selbst. Thomas war schon einmal bei mir im Podcast, damals 2021, mitten in der Corona-Zeit mit Maske durch den Betrieb. Seither ist viel passiert: ein Großbrand, der die Schinkenproduktion lahmgelegt hat, ein Markt, der sich ständig verändert, und eine Übergabe von der vierten auf die fünfte Generation, die gerade mitten im Laufen ist. Thomas hat an der WU Wien Wirtschaftsrecht studiert und parallel dazu die Lehre zum Fleischverarbeiter gemacht, inklusive Meisterprüfung. Diese Verbindung aus akademischer und handwerklicher Perspektive merkt man im Gespräch. Was mich besonders beschäftigt hat: der ehrliche Umgang mit den Widersprüchen. Das Unternehmen betreibt einen eigenen kleinen Schlachthof, der ökonomisch nicht optimal läuft, aber die direkte Anbindung an die Landwirtschaft sichert. Das Regional-Optimal-Programm spart laut einer Studie des FiBL bis zu 45 Prozent CO2 ein, lässt sich aber am Markt nur schwer refinanzieren. Thomas sagt offen: einen Teil der Mehrkosten muss das Unternehmen einfach tragen. Gleichzeitig wäre es aus seiner Sicht falsch, damit aufzuhören. Wir reden auch über eine Tierwohl-Krise beim Zulieferbetrieb, die das Unternehmen dazu gebracht hat, ein eigenes Kontrollsystem aufzubauen. Über pflanzliche Produkte und warum die Oma bei der Verkostung nicht begeistert war. Über den Fachkräftemangel im Handwerk und warum Berger seinen Lehrlingen deutlich mehr zahlt als branchenüblich. Und darüber, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Produktionshalle brennt und man nicht weiß, ob morgen weitergearbeitet werden kann. Diese Folge ist ein Live-Podcast an der Wirtschaftsuniversität Wien, die Studierenden haben mitdiskutiert und richtig gute Fragen gestellt. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Begrüßung und Vorstellung von Thomas Berger an der WU Wien 00:02:06 136 Jahre Berger Schinken Firmengeschichte von der Fleischerei 1890 bis zur fünften Generation 00:11:10 Zahlen, Daten, Sortiment Umsatz, Mitarbeiter, Standort und Kundschaft des Unternehmens 00:15:24 Eigener Schlachthof und Landwirtschaft Warum Berger trotz Mehrkosten am eigenen Schlachthof festhält 00:21:00 Tierwohl und Regional Optimal Die Herzensprojekte der Familie: Regionalität und bessere Tierhaltung 00:32:06 Schrumpfender Markt, pflanzliche Wege Fleischkonsum im Wandel und der Einstieg in pflanzliche Produkte 00:46:32 Marke vs. Handelsmarke Marketing, Markenstärke und der Generationenkonflikt bei Social Media 00:58:45 Vom Fleischhacker zum Proteinverarbeiter Berufsbild im Wandel und wie man Fleischer für Neues begeistert 01:09:31 VGT-Skandal und was danach kam Tierwohl-Krise beim Zulieferbetrieb und das eigene Kontrollsystem 01:23:04 Großbrand im April 2024 55 Tonnen Fleisch verloren, sechs Tage Stillstand, Zusammenhalt 01:31:19 Fachkräfte und Lehrlingsausbildung Neue Lehrwerkstatt, bessere Entlohnung und das Image des Handwerks 01:40:01 Energie, Verpackung, EU-Regulierung Photovoltaik, Windenergie-Pläne und die EmpCo-Richtlinie Kurz-Bio Gast: Thomas Berger ist Teil der fünften Generation des niederösterreichischen Familienunternehmens Berger Schinken (Fleischwaren Berger GmbH & Co KG) in Sieghartskirchen. Er hat an der Wirtschaftsuniversität Wien den Master in Wirtschaftsrecht abgeschlossen und parallel dazu die Lehre zum Fleischverarbeiter samt Meisterprüfung gemacht. Im Unternehmen verantwortet er die Bereiche Produktion und Mitarbeiter. INFOS ZUR FOLGE Berger Schinken Website www.berger-schinken.at Berger Schinken auf Instagram www.instagram.com/berger.schinken Berger Schinken auf Facebook www.facebook.com/bergerschinken Berger Schinken auf LinkedIn www.linkedin.com/company/bergerschinken WU Wien auf Instagram www.instagram.com/wuvienna WU Wien auf Facebook www.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wien WU Wien auf LinkedIn www.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien Folge - Familie Berger - Bergerschinken – Fleischverarbeitung vom Schwein bis zum Schinken www.bauertothepeople.at/podcast/29 Folge - Florian Hütthaler – Vier Generationen Fleisch www.bauertothepeople.at/podcast/161 ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! 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  16. Bauernprotest erklärt – Ernst Tschida
    17.05., 08:1503:09:01

    Bauernprotest, Weltmarktpreise, Herkunftskennzeichnung — Ernst Tschida ist einer der Organisatoren der Bauern-Demonstration vom 1. April 2026 in Wien und hat sich zu mir ins Studio gesetzt, um in Ruhe zu erklären, was hinter den Forderungen der Landwirte steckt. Ernst ist Biobauer aus Pamhagen im Seewinkel, bewirtschaftet Flächen in Österreich und Ungarn und ist gleichzeitig ÖVP-Gemeinderat, Kammerrat und Obmann des Vereins Bündnis Zukunft Landwirtschaft. Er ist also Teil des Systems und Teil des Widerstands dagegen. Und ja, das muss kein Widerspruch sein. Ich wollte dieses Gespräch eigentlich knackig halten, so ein Stunderl war der Plan. In dieser Hinsicht habe ich völlig versagt. Aber die Materie ist so vielschichtig, dass sich jede Minute gelohnt hat. Wir reden darüber, warum die Herkunftskennzeichnung allein nicht reicht, wie ein Weizenpreis in Chicago oder Paris das Einkommen eines burgenländischen Bauern bestimmt, warum Photovoltaik-Anlagen und Blühwiesen inzwischen lukrativer sind als Getreideanbau und wieso die Inflation der letzten Jahre bei den Ausgleichszahlungen einfach nie angekommen ist. Ernst nimmt uns auch mit nach Brüssel, wo er Tränengas in die Nase bekommen hat, nach Parndorf, wo die erste Demo mit 100 Traktoren startete, und auf die Wiener Ringstraße, wo am 1. April mehr als 200 Traktoren rollten. Es geht um die Frage, ob Landwirtschaft noch Teil der freien Marktwirtschaft sein kann oder ob wir sie ganz anders denken müssen. Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht, aber nach diesem Gespräch versteht man besser, warum. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Willys Einleitung zu Ernst Tschida und den Bauernprotesten vom 1. April 00:06:03 Wer ist Ernst Tschida? Biobauer im Seewinkel, Betrieb in Österreich und Ungarn, Praktikum in Kanada 00:12:32 Bio aus Überzeugung Warum der Betrieb seit 2000 biologisch arbeitet und wo die Grenzen liegen 00:21:24 Funktionär und Rebell ÖVP-Gemeinderat organisiert überparteiliche Demo — ein Widerspruch? 00:31:09 Der Weg zur Demo Von Brüssel mit Tränengas über Parndorf nach Wien mit 200 Traktoren 00:49:13 Vereinnahmung und Message Wie eine überparteiliche Demo in Wien funktioniert — und was nicht klappt 01:00:24 Forderung 1: Herkunftskennzeichnung Warum man wissen soll, was im Schnitzel und in der Wurst steckt 01:12:53 Das Puten-Paradoxon Höhere Standards, weniger Wettbewerbsfähigkeit — das Dilemma am Beispiel 01:26:33 Forderung 3: Perspektiven und Inflation Warum Ausgleichszahlungen nie an die Inflation angepasst wurden 01:46:39 Inputkosten und Weltmarkt Pacht, Saatgut, Dünger, Diesel — wo das Geld hingeht und woher es kommt 02:06:03 Wie der Weizenpreis entsteht Chicago, Paris, Rotterdam — und Russlands neue Rolle am Getreidemarkt 02:17:20 Photovoltaik vs. Acker Wenn Blühwiesen und Solarpanele mehr bringen als Weizenanbau 02:42:04 Wer soll es richten? Tourismusabgabe, Ernährungssouveränität und die ökosoziale Marktwirtschaft Kurz-Bio Gast: Ernst Tschida ist Biobauer aus Pamhagen im Seewinkel (Burgenland) und bewirtschaftet Ackerbau- und Holunderflächen in Österreich sowie einen Ackerbaubetrieb in Ungarn. Er ist ÖVP-Gemeinderat, Landwirtschaftskammer-Kammerrat und Obmann des Vereins Bündnis Zukunft Landwirtschaft, der am 1. April 2026 die Bauerndemonstration in Wien organisiert hat. INFOS ZUR FOLGE Ernst Tschida auf Instagram www.instagram.com/ernsttschida Ernst Tschida auf Facebook www.facebook.com/p/Ernst-Tschida-100064252053811 Ernst Tschida auf LinkedIn www.linkedin.com/in/ernst-tschida-0a78213b8 ORF-Bericht zur Bauerndemonstration (01.04.2026) https://wien.orf.at/stories/3348333 Copa-Cogeca Website (EU-Bauernlobby) www.copa-cogeca.eu Folge - Die Ökosoziale Marktwirtschaft mit Josef Riegler www.bauertothepeople.at/podcast/222 ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen: → Apple Podcasts: Jetzt anhören → Spotify: Jetzt anhören → YouTube: Jetzt ansehen Social Media: → Facebook: bauertothepeople.at → Instagram: @bauertothepeople → TikTok: @bauertothepeople → LinkedIn: BauertothePeople Musik: „Leit hoits zamm“ – Haindling thx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kelly thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊 thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

  17. B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Wer bestimmt die Spielregeln der Wirtschaft? - Jonas Bunte
    10.05., 08:1502:02:54

    Zukunftsfähiges Wirtschaften – was bedeutet das eigentlich? Und wer hat die Hebel in der Hand, um die Wirtschaft wirklich zu verändern? Darüber habe ich mit Jonas Bunte gesprochen, Professor für internationale politische Ökonomie an der WU Wien. Das Gespräch war Teil unserer Ackerdemics-Reihe, aufgenommen live vor Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung "Zukunftsfähiges Wirtschaften". Jonas hat nicht einfach vorgetragen, sondern die Studierenden direkt eingebunden – mit Mentimeter-Umfragen, Diskussionen und ziemlich unbequemen Fragen. Zum Beispiel: Warum kaufen die meisten von uns die Gurke um 99 Cent statt die Bio-Gurke um 1,79, auch wenn wir wissen, dass es anders besser wäre? Wir haben uns durch alle Ebenen gearbeitet. Von der Frage, ob wir als Individuen zukunftsfähig handeln können, über die Rolle von Unternehmen zwischen Profit und Verantwortung, bis hin zur großen Bühne der internationalen Politik. Jonas hat dabei seine eigene Geschichte eingebracht – vom Zivildienst in Washington D.C. bei einer Organisation für Schuldenerlass bis zu seinem Buch über die Kreditentscheidungen von Entwicklungsländern. Besonders hängen geblieben ist mir seine Überzeugung, dass es nicht um die eine richtige Antwort geht, sondern darum, gemeinsam die besseren Fragen zu stellen. Und dass manchmal nur 3,5 Prozent der Menschen reichen, um echten Wandel auszulösen. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Begrüßung und Vorstellung von Professor Jonas Bunte an der WU Wien 00:02:32 Vom Dorf in die Welt Jonas Weg von Baden-Württemberg über Washington D.C. nach Wien 00:07:03 Zivildienst, Schulden und die Weltbank Wie ein Zufallsjob Jonas zur politischen Ökonomie brachte 00:13:11 Was ist politische Ökonomie? Wer macht die Regeln am Markt und wer gewinnt dabei? 00:22:20 Mentimeter: Herausforderungen der Zukunft Die Studierenden stimmen ab: Klimawandel, Überalterung, Ressourcen 00:28:27 Rente privatisieren oder solidarisch? Das Pensionsdilemma zwischen Effizienz und Gerechtigkeit 00:42:02 Individuum, Unternehmen und Staat Wer kann zukunftsfähiges Wirtschaften wirklich vorantreiben? 00:48:26 Die Gurke um 99 Cent Citizen-Consumer-Gap: Warum wir anders kaufen als wir denken 01:01:46 Können Unternehmen die Welt retten? Shareholder vs. Stakeholder und die Grenzen von Green Labels 01:14:40 Politik als Marktplatz der Ideen Demokratie, Kurzfristigkeit und die Rolle der Europäischen Zentralbank 01:29:13 Schulden, Schuldenerlass und neue Ideen Von Abraham Lincoln über HIPC bis zu Debt-for-Nature-Swaps 01:39:04 Drei Prozent reichen Warum wenige Menschen großen Wandel anstoßen können 01:50:15 Universität als Raum der Veränderung Raus aus der Bubble, rein in den Austausch Kurz-Bio Gast: Jonas Bunte ist Professor für Internationale Politische Ökonomie und Leiter des gleichnamigen Instituts an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er hat Philosophie und Volkswirtschaftslehre in Bayreuth, Development Studies an der London School of Economics und Politikwissenschaft an der University of Minnesota studiert. Sein preisgekröntes Buch "Raise the Debt – How Developing Countries Choose Their Creditors" untersucht, wie Entwicklungsländer zwischen konkurrierenden Kreditgebern wählen. INFOS ZUR FOLGE Jonas Bunte – Institut für Internationale Politische Ökonomie, WU Wien www.wu.ac.at/ipe/menschen/jonas-bunte Jonas Bunte – persönliche Website https://jonasbunte.com WU Wien - Zukunftsfähiges Wirtschaften www.wu.ac.at/soziooekonomie/zukunftsfaehiges-wirtschaften-vertiefung-und-anwendung WU Wien - Department für Sozioökonomie www.wu.ac.at/soziooekonomie Zukunftfähiges Wirtschaften auf Instagram www.instagram.com/zuwi_va WU Wien auf Instagram www.instagram.com/wuvienna WU Wien auf Facebook www.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wien WU Wien auf LinkedIn www.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen: → Apple Podcasts: Jetzt anhören → Spotify: Jetzt anhören → YouTube: Jetzt ansehen Social Media: → Facebook: bauertothepeople.at → Instagram: @bauertothepeople → TikTok: @bauertothepeople → LinkedIn: BauertothePeople Musik: „Leit hoits zamm“ – Haindling thx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kelly thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊 thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

  18. Future 4 Kids: Verein gründen, Zukunft bauen in Ruanda - Otto Fischer
    03.05., 08:1502:54:21

    Mit Otto Fischer sitze ich zum dritten Mal vor dem Mikro. Dieses Mal im Garten seines Isange Paradise Resort im Norden Ruandas. Über die Veterinärmedizin und das Indigene Volk der Batwa haben wir schon gesprochen, jetzt geht es ans Eingemachte: Wie gründet man einen Verein in der Entwicklungszusammenarbeit? Wie führt man ihn? Und was macht man da eigentlich konkret? Otto kam 2007 wegen der Berggorillas nach Ruanda. 18 Jahre später ist daraus der Verein Future 4 Kids geworden, mit einem achtköpfigen Vorstand, der komplett ehrenamtlich arbeitet. Kein Büro, kein Sekretariat, jeder Euro geht direkt in die Projekte. Was mich besonders beschäftigt hat: Otto erzählt offen über die unbequeme Seite der Hilfe. Darüber, dass mehr nicht immer besser ist. Dass man irgendwann auch Nein sagen muss, damit die Unterstützung nachhaltig bleibt. Und dass Vertrauen die einzige Basis ist, auf der so etwas funktioniert, auch wenn es manchmal enttäuscht wird. Wir sprechen über die Vereinsgründung in Österreich, über Spendenabsetzbarkeit, über den Unterschied zwischen Stadt und Land in Ruanda und über ein Gesundheitssystem, in dem eine Jahresversicherung weniger als drei Euro kostet. Und wir schauen in die konkreten Projekte: die Schneiderinnen-Ausbildung, bei der rund 80 Prozent der Absolventinnen im Beruf bleiben. Den Hort, der jetzt zur Vorschule wird. Die Community Library, zu der am ersten Sonntag 250 Kinder kamen. Das Single-Mothers-Programm. Und das Hotel als Social Business, das mittlerweile rund 8 Prozent des Jahresbudgets erwirtschaftet. Wer diese Arbeit unterstützen möchte, findet alle Infos und Links in den Shownotes. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Einleitung und Vorstellung von Otto Fischer und Future 4 Kids 00:04:21 Wie alles begann 2007, Berggorillas, ein Patenkind und 50 Waisenkinder in Rasa 00:09:08 Die Vereinsgründung Von der informellen Hilfe zum eingetragenen Verein Future 4 Kids 00:19:06 Leben auf dem Land in Ruanda Subsistenzlandwirtschaft, Isolation und das Sozialsystem 00:30:00 Teilen und Loslassen Über Besitz, Materialismus und die Freude am Geben 00:40:01 Was es kostet und was es bringt Spendenabsetzbarkeit, 0% Verwaltungskosten und Fundraising 00:52:23 Einen Verein aufbauen Vereinsgründung, Team und warum Unwissenheit helfen kann 01:07:27 Das kleine Einmaleins der Hilfe Frustration, Vertrauen und wann man Nein sagen muss 01:16:10 Ethnozentrismus vermeiden Eurozentrische Sicht, Zurückhaltung und lokale Zusammenarbeit 01:33:00 Die Projekte im Detail Waisenkinder, Schneiderinnen-Ausbildung und Community Library 01:58:03 Single Mothers und Social Business Alleinerziehende Mütter, das Isange Paradise Resort und Tiermedizin 02:48:03 Wie man unterstützen kann Spenden, Patenschaften, Mitmachen und Kontakt Kurz-Bio Gast: Dr. Otto Fischer ist Veterinärmediziner aus Korneuburg und Gründer sowie Obmann des Vereins Future 4 Kids – Zukunft für Kinder in Ruanda. Seit 2007 reist er regelmäßig nach Ruanda und hat dort mehrere Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit aufgebaut, darunter Berufsausbildungen, ein Hortprogramm und ein Social-Business-Hotel. Der gesamte Vorstand des Vereins arbeitet ehrenamtlich. INFOS ZUR FOLGE Future 4 Kids - Website www.future4kids.at Kabagorozi Projekt (Batwa) www.future4kids.at/kabagorozi-projekt Spendenseite www.future4kids.at/jetzt-helfen Isange Paradise Resort – Website www.isangeparadiseresort.com Future 4 Kids auf Instagram www.instagram.com/future4kidsat Future 4 Kids auf Facebook www.facebook.com/futureforkids Folge zur Veterinärmedizin in Ruanda www.bauertothepeople.at/podcast/257 Folge zu den Batwa www.bauertothepeople.at/podcast/260 ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus. Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen: → Apple Podcasts: Jetzt anhören → Spotify: Jetzt anhören → YouTube: Jetzt ansehen Social Media: → Facebook: bauertothepeople.at → Instagram: @bauertothepeople → TikTok: @bauertothepeople → LinkedIn: BauertothePeople Musik: „Leit hoits zamm“ – Haindling thx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kelly thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊 thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

  19. B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Marktgärtnerei: Zukunft auf 8000 m² – Alfred Grand
    26.04., 08:1502:05:22

    Marktgärtnerei: 70 Gemüsekulturen auf weniger als einem Hektar, in Handarbeit, ohne Traktor, ohne Pestizide und direkt an die Kundschaft in der Region. Alfred Grand erklärt, warum das funktioniert. Alfred Grand bewirtschaftet die Grand Farm in Absdorf, Österreichs ersten Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Auf rund 90 Hektar betreibt er bio-regenerativen Ackerbau, auf einem kleinen Teil davon den Grand Garten, eine Marktgärtnerei, die zeigt, was auf kleinen Flächen möglich ist. Ich habe ihn vor Studierenden an der WU Wien getroffen, im Rahmen der Lehrveranstaltung "Zukunftsfähiges Wirtschaften". Passender hätte das Thema nicht sein können. Was mich an diesem Gespräch beeindruckt hat: Alfred denkt Landwirtschaft konsequent vom Boden her. Wer versteht, warum ein gesunder Boden Wasser hält, warum Regenwürmer dafür sorgen, dass im Schwarzen Meer weniger Fische sterben und warum ein System, das bei Blackout weiter produzieren kann, mehr ist als eine nette Idee, der versteht auch, warum Marktgärtnerei gerade so an Dynamik gewinnt. In Österreich gibt es inzwischen rund 200 solcher Betriebe, Tendenz steigend, viele davon gegründet von Quereinsteigern mit akademischem Hintergrund. Wir sprechen über den Unterschied zwischen bio, konventionell und regenerativ und warum es dafür keine einheitliche Definition gibt. Über die Geschichte der Marktgärtnerei, die von den Pariser Pferdemist-Gärtnereien über Eliot Coleman und Jean-Martin Fortier bis nach Absdorf führt. Über Vermarktung, Kistl-Abos und die Frage, ob man davon leben kann. Über die Taskforce Marktgärtnerei, die Rahmenbedingungen schaffen will, wo es bisher keine gibt. Und über die ROC-Zertifizierung, den weltweit höchsten Bio-Standard. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Live an der WU Wien: Willy stellt Alfred Grand und das Format vor 00:03:17 Der Weg zur Landwirtschaft Alfreds Familie, der Weinbau und die Entscheidung für die Regenwürmer 00:09:19 Warum Regenwürmer unterschätzt werden Vom Kindergartenwissen zur Grünen Revolution und ihren Folgen 00:13:51 Bio, konventionell, regenerativ Was die Begriffe bedeuten und warum es keine einheitliche Definition gibt 00:22:21 Sustainable reicht nicht mehr Warum Gleichbleiben zu wenig ist und Regenerieren nötig wird 00:27:09 Was Marktgärtnerei ausmacht Biointensiver Gemüseanbau, SDGs und ein blackout-sicheres System 00:39:36 Wer macht das und lohnt es sich? Betriebswirtschaft, Startkapital und das Profil der Marktgärtner 00:50:04 Fehler, Lernkurve, Bodenaufbau Kaltstart ins kalte Wasser und warum gesunder Boden alles entscheidet 00:56:21 Beete statt Traktorspuren Warum sich bei der Marktgärtnerei die Natur nicht der Maschine anpasst 01:07:00 Marktgärtnerei vs. Gärtnerei Die Begriffsdebatte und der Unterschied zum Market Gardening 01:14:01 Vermarktung: Kistl, Gastro, Markt Drei Vertriebswege, Wintergemüse und ganzjährige Produktion 01:45:00 Taskforce und Rahmenbedingungen Warum Marktgärtnereien Förderstrukturen und Ausbildung brauchen 01:53:18 ROC-Zertifizierung und Ausblick Regenerative Organic Certified, Resilienz und die letzte Frage Kurz-Bio Gast: Alfred Grand ist Bio-Landwirt, Regenwurmexperte und Gründer der Grand Farm in Absdorf, Niederösterreich, Österreichs erstem Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Er betreibt auf rund 90 Hektar bio-regenerativen Ackerbau und mit dem Grand Garten eine der ersten Marktgärtnereien Europas mit ROC-Zertifizierung. 2025 wurde er als einer von Europas Top 50 Farmers ausgezeichnet. INFOS ZUR FOLGE Grand Garten Website www.grandgarten.at Grand Garten auf Instagram www.instagram.com/grandgarten Grand Garten auf Facebook www.facebook.com/grandgarten Alfred Grand auf YouTube www.youtube.com/@AlfredGrandFarm Alfred Grand auf Linkedin www.linkedin.com/in/alfred-grand-vermigrand B2P055 Alfred Grand (Grand Farm) – Visionär mit Bodenhaftung www.bauertothepeople.at/podcast/67 Verein Marktgärtnerei Österreich www.marktgaertnerei.at ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! 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  20. Wirtschaft als Teil der Natur - Ökologische Ökonomie - Sigrid Stagl
    19.04., 08:1502:41:23

    Ökologische Ökonomie: Sigrid Stagl erklärt, warum unsere Wirtschaft die Natur nicht länger ignorieren kann und was das für die Landwirtschaft bedeutet. Sigrid Stagl ist auf einem kleinen Bauernhof im Waldviertel aufgewachsen. Ihre Eltern waren Quereinsteiger, haben Land von der Kirche gepachtet und im Sinne der Grünen Revolution bewirtschaftet. Was mich dabei besonders beschäftigt hat: Schon als Kind hat Sigrid bemerkt, dass im eigenen Garten anders gewirtschaftet wurde als auf dem Feld. Was die Familie selbst gegessen hat, wurde ohne Spritzmittel angebaut. Diese Inkonsistenz hat sie früh irritiert. Heute ist Sigrid Professorin an der Wirtschaftsuniversität Wien, hat das Institut für Ökologische Ökonomie gegründet und wurde 2024 als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet. Im Gespräch erklärt sie mir, warum die herkömmliche Ökonomie die Natur nur sehr zurückhaltend berücksichtigt und welche Folgen das hat. Wir reden über Thermodynamik und Entropie, über Nikolaus Georgescu-Roegens Erkenntnis, dass wirtschaftliche Prozesse physikalischen Gesetzmäßigkeiten unterliegen, und über die Frage, warum die Photosynthese im Grunde das Einzige ist, was wirklich neue Energie in unser System bringt. Was mich nachhaltig beeindruckt hat: Die Studie 'The Hidden Bill' über die niederländische Landwirtschaft zeigt, dass deren Agrar-Lebensmittelsystem 13,3 Milliarden Euro Wertschöpfung erzeugt, aber 18,6 Milliarden Euro gesellschaftliche Kosten verursacht. Ein jährliches Defizit von 5,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig fließen in der EU rund 82 Prozent der Agrarsubventionen in die Tierproduktion, die 84 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgase verursacht, aber nur 36 Prozent der Kalorien liefert. Sigrid sagt: Wir brauchen kein neues Wissen, wir müssen nur die ökonomischen Strukturen so verändern, dass nachhaltiges Handeln leichter, günstiger und attraktiver wird als das Gegenteil. Ihr zentraler Punkt: Wir brauchen ein positives Zukunftsbild für die Landwirtschaft und ein nachhaltiges Ernährungssystem in Österreich, nicht nur Schadensbegrenzung. Und Bäuerinnen und Bauern sind die Schlüsselakteure dafür. Viel Freude beim Reinhören! 00:00:00 Los gehts Sigrid Stagl über Sonnenenergie, Eigenversorgung und falsche Subventionen 00:01:12 Vorstellung und Einstieg Willy stellt Sigrid Stagl vor und erklärt, worum es heute geht 00:04:33 Aufwachsen am Bauernhof Kindheit im Waldviertel zwischen Feldarbeit und Freiheit 00:14:03 Der Weg in die Wissenschaft Von der WU über Argentinien zum Doktorat in den USA 00:29:06 Was ist ökologische Ökonomie? Wirtschaft als Teil der Natur und warum das die Ökonomik verändern muss 00:43:01 Energie, Entropie und Sonnenlicht Warum die Photosynthese das Einzige ist, das wirklich Neues schafft 01:04:04 Trägheit und Ausreden Warum wir trotz besseren Wissens nicht handeln 01:14:18 Kostenwahrheit und Marktversagen Externe Effekte, Verursacherprinzip und warum Bio billiger sein müsste 01:28:17 Landwirtschaft neu denken Die vier Hebel der niederländischen Hidden-Bill-Studie 01:52:08 Boden, Eigentum und Versorgung Lebensmittel als lebensnotwendiges Gut und die Frage der Eigenversorgung 02:14:28 Mercosur und Freihandel Warum Rindfleisch über den halben Globus zu schippern keinen Sinn macht 02:22:01 Positives Zukunftsbild und Abschluss Partizipative Prozesse, Bürgerräte und das Zitat mit den zwei Planeten Kurz-Bio Gast: Sigrid Stagl ist Professorin für Umweltökonomie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien und Gründerin des dortigen Instituts für Ökologische Ökonomie. 1999 promovierte sie am Rensselaer Polytechnic Institute als weltweit erste Person in Ökologischer Ökonomie. 2024 wurde sie in Österreich als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet. INFOS ZUR FOLGE Prof. Sigrid Stagl (Gast) – Wirtschaftsuniversität Wien www.wu.ac.at/en/ecolecon/institute/team/sstagl Institut für Ökologische Ökonomie, WU Wien www.wu.ac.at/en/ecolecon/institute Sigrid Stagl – persönliche Website www.sigridstagl.org Sigrid Stagl auf LinkedIn www.linkedin.com/in/sigrid-stagl-795bb719 Sigrid Stagl – Wikipedia (de) https://de.wikipedia.org/wiki/Sigrid_Stagl WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf Instagram www.instagram.com/wuvienna WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf Facebook www.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wien WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf LinkedIn www.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien WU Institute for Ecological Economics auf LinkedIn www.linkedin.com/company/wu-ecolecon ### In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund. → menschen.at ### 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople! 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Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter. Ehrliche und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause. Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen. Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.