Podcast

AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

Karl Urban und Franziska Konitzer

Science

148 Episoden · neueste 01.10.

Episoden

148
  1. Die ersten Gravitationswellen zerfielen zu Staub
    05.05., 00:0000:45:13

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Hundert Jahre lang hat die Suche nach Gravitationswellen gedauert: jene Kräuselungen in der Raumzeit, die das Universum zum Tschilpen und Brummen bringen. Auch am Südpol hatten Forscherinnen und Forscher danach gesucht, analysierten jahrelang ihre Daten und konnten so schließlich im Jahr 2014 verkünden: Gefunden! Und, was ziemlich praktisch war: Jene Gravitationswellen wären ein Beleg dafür, dass sich der Urknall und die anschließende kosmische Inflation genauso abgespielt haben, wie man sich das standardmäßig vorstellt. Dieser Beleg wäre damit gleich mit erbracht worden. Doch statt dem Happy End gab es Pleiten, Pech und Pannen: Das Gravitationswellensignal zerfiel nur wenig später zu Staub. Franzi erzählt die Geschichte von BICEP2, der Jagd nach primordialen Gravitationswellen und was das alles mit einem sich exponentiell schnell aufblähenden Universum und interstellarem Staub zu tun hat. Episodenbild: ESA/Planck Collaboration. Acknowledgment: M.-A. Miville-Deschênes, CNRS – Institut d’Astrophysique Spatiale, Université Paris-XI, Orsay, France Links WP: BICEP WP: Gravitationswelle Deutschlandfunk: Teleskop am Ende der Welt Welt der Physik: Staub statt Gravitationswellen Welt der Physik: Planck und die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung Spektrum.de: Das andere kosmische Hintergrundrauschen Bei den Weltraumreportern „Eine Entdeckung, die die Welt erschütterte“ Quellen YouTube: BICEP2 Press Conference, 18.03.2014 Losing the Nobel Prize – Brian Keating

  2. Der erste Exo-Ozean
    21.04., 00:0000:56:46

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Die Erde ist der blaue Planet, dabei ist sie verglichen mit vielen anderen Welten überraschend trocken. Nur 0,2 Prozent der Masse der Erde bestehen aus Wasser. Besonders Monde jenseits der Marsbahn besitzen häufig eine dicke Kruste auf Eis. Dazu gehören die Jupitermonde Europa, Ganymed und Kallisto, der Saturnmond Enceladus oder der Neptunmond Triton. Was sich unter dem Eis befindet, war lange völlig unklar. Karl erzählt in dieser Folge, wie der erste Ozean außerhalb der Erde auf Europa am Jupiter entdeckt wurde. Europa ist den Astronomen schon seit über 400 Jahren bekannt. Dennoch brauchte es Jahrhunderte des wissenschaftlichen Fortschritts, viele Jahre von Beobachtungen und mehrere Raumsonden, unter die Eisschicht zu blicken. Unter mehreren Kilometern Eis könnte es von Leben wimmeln. Episodenbild: NASA/JPL-Caltech/SETI Institute Bilder Grafik: NASA/JPL-Caltech/Michael Carroll Grafik: NASA/JPL-Caltech Foto: NASA / JPL-Caltech / SETI Institute Weiterführende Links WP: Galileo Galilei WP: Astrologie WP: Cosimo de Medici WP: Galileische Monde WP: Jupiter WP: Jupitermonde Nachruf: Vasily Ivanowitch Moroz (Paywall) WP: Voyager 1 WP: Voyager 2 WP: Io WP: Galileo (Raumsonde) NASA: NIMS Instrument Galileo WP: Radio Science Subsystem WP: Trägheitsmoment WP: Margaret Kivelson NASA: Galileo Magnetometer WP: Juno WP: Juice WP: Europa Clipper WP: Enceladus Quellen Buch: Kevin Hand: Alien Oceans (2020) Buch: Dava Sobel, The Planets (2006)

  3. Der Ukraine-Krieg vereitelt die Durchmusterung des Universums
    07.04., 00:0000:43:26

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Galaxienhaufen, Dunkle Energie, Supernovaüberreste und Neutronensterne: Auf der To-do-Liste des Weltraumteleskops eRosita stand nicht weniger als eine Kartierung des gesamten Himmels, als es 2019 ins All befördert wurde. Eine Himmelsdurchmusterung im Röntgenbereich hatten sich die Forschenden hinter der vornehmlich deutschen Mission vorgenommen, insgesamt acht Mal sollte eRosita den Himmel abtasten. Doch das ist bisher nicht gelungen: Denn eRosita ist auf einem russischen Satelliten montiert. Ins All geschossen wurde das deutsche Teleskop von Russland. Und auch den Bodenkontakt hat bis Anfang März 2022 Russland übernommen… und was war dann? Franzi erzählt die Geschichte des Röntgenteleskops eRosita, das Jahrzehnte gebraucht hat, um überhaupt da zu sein, wo es heute ist, nämlich am Lagrange-Punkt L2. Und es ist eine Geschichte davon, dass ein Krieg auf der Erde auch im All seine Spuren hinterlässt. Beitragsbild: X-ray: Peter Predehl, Werner Becker (MPE), Davide Mella Bilder Bilder: Jeremy Sanders, Hermann Brunner, Andrea Merloni and the eSASS team (MPE); Eugene Churazov, Marat Gilfanov (on behalf of IKI) Weiterführende Links WP: ROSAT WP: eRosita WP: Lagrange-Punkte Welt der Physik: eRosita ARDalpha: Weltraumteleskope Bayerischer Rundfunk: Ukraine-Krieg – Und was ist mit der ISS? Space Night News – Neuigkeiten aus dem All: Krieg und Raumfahrt Bei den Weltraumreportern Raumfahrt in der Schusslinie Quellen MPE: Stellungnahme zum aktuellen Status des eROSITA-Instruments an Bord von Spektr-RG (SRG)

  4. Die rätselhafte Marswolke
    23.03., 00:0000:40:27

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Auf Bildern einer uralten und mäßig guten Kamera entdeckt der spanische Forscher Jorge Hernández Bernal im Jahr 2018 eine gewaltige Wolke auf dem Mars, die bisher niemandem aufgefallen zu sein schien. Die Kamera befindet sich an Bord der betagten Raumsonde Mars Express der ESA. Und eigentlich werden deren Aufnahmen nur verwendet, um für der Öffentlichkeit ein tägliches Bild vom Mars zu liefern. Wissenschaftliche Forschung ist damit nicht geplant. Karl erzählt im Podcast, wie das Bild der Wolke ihn auf einer Konferenz in Beschlag nahm und wie er mit dem Entdecker ins Gespräch kam. In der Geschichte geht es um Vulkane auf dem Mars, die wie alles auf dem Roten Planeten riesenhaft und für Erdenbewohner kaum zu fassen sind und die noch immer für eine Überraschung gut sind. Nachtrag Wann die Wolke das nächste mal auftritt: In den fünf letzten Marsjahren wurde die Wolke beobachtet (Hernández-Bernal 2020). Und da erschien die Wolke immer zwischen 220° und 320° Solar Longitude. Das beschreibt einen Zeitraum: umgerechnet bedeutet das, im Frühling bis Sommer auf der Südhalbkugel. Frühlingsanfang war dort am 24. Februar 2022 und Sommeranfang ist am 21. Juli 2022. Das heißt, grob zwischen April und November 2022 wäre eine neue Wolke am Arsia Mons zu erwarten (Umrechnung via WP: Timing on Mars). Beitragsbild: ESA/DLR/FU Berlin/J. Cowart, CC BY-SA 3.0 IGO Bilder Weiterführende Links WP: Mars Express Twitter: VMC – Mars Webcam ESA: Visual Monitoring Camera WP: Beagle 2 DLR: HRSC – High Resolution Stereo Camera WP: Arsia Mons WP: Volcanism on Mars WP: Tharsis-Region WP: Olympus Mons WP: Kambrische Explosion WP: Valles Marineris Deutscher Wetterdienst: Orografische Wolke Planetary Society: Mars‘ Calendar WP: Staubsturm (Mars) Quellen EPSC 2019: Dynamics of the extremely elongated cloud on Mars Arsia Mons volcano ESA: Mars Express lüftet die Geheimnisse einer seltsamen Wolke

  5. Wann explodiert endlich die nächste Supernova?
    09.03., 20:0000:41:13

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Im Jahr 1054 war richtig was los am Nachthimmel. Und 1181 auch. Und was für ein Jahr war 1604, als Johannes Kepler gar ein ganzes Buch über den neuen „Gaststern“ am Himmel schrieb! Doch seitdem:Fehlanzeige! Es gab seither keine einzige Sternexplosione in unserer Milchstraße mehr. Im Universum explodiert gefühlt ständig irgendwo eine Supernova. Und eigentlich sollte es auch innerhalb unserer Milchstraße doch bald irgendwann mal wieder so weit sein – Spektakel am irdischen Nacht- oder sogar Taghimmel inklusive. Oder? Franzi erzählt, warum sie sehnsüchtig auf die nächste galaktische Sternexplosion wartet – und was ihr selbst beobachten könntet, wenn das denn endlich passiert. Titelbild: NASA/CXC/SAO/D.Patnaude, Optical: DSS Empfehlung bei den Weltraumreportern Ukraine-Krieg: Raumfahrt in der Schusslinie Weiterführende Links WP: Supernova WP: Die Supernova von 1987 in der Großen Magellanschen Wolke Spektrum: Warten auf das galaktische Feuerwerk Bayerischer Rundfunk: Beteigeuze: Staub statt Supernova bild der wissenschaft: Hoffen auf die Supernova Quellen SuperNova Early Warning System SNEWS

  6. Das wertvollste Material der Welt
    28.02., 08:3400:58:47

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Im Februar 1968 traf sich auf dem Gelände des Johnson Space Centers in Texas eine illustre Gruppe von Ingenieuren und Wissenschaftlern. Sie wollten beraten, wo schon bald die ersten Menschen auf dem Mond landen sollten. Dabei ging es allerdings nur sehr am Rand um die Geologie des Erdtrabanten. Karl erzählt die Geschichte des Mondgesteins, die nach etlichen erfolgreichen menschlichen und robotischen Missionen erst ihren Anfang nahm. Das Mondgestein wanderte dabei nicht nur in die Labore, sondern geriet auch auf Abwege. Titelbild: NASA Weiterführende Links WP: Oceanus Procellarum WP: Nördlinger Ries WP: Apollo 15 WP: Harrison Schmitt WP: Lunar Sample Displays / Goodwill Moon Rocks WP: Sowjetisches Luna-Programm WP: Regolith WP: Mons Rümker Harald Hiesinger WP: Wolf Amendment WR: Was Chang’e 4 auf dem Mond herausfinden soll WR: Neue Mondsteine für die Erde WP: Chang’e 6 Quellen NASA: 50 Years Ago: Lunar Landing Sites Selected NASA: „Scott’s opinion tipped the balance“ Buch: Dava Sobel, The Planets Smithsonian: Ten Scientific Discoveries from the Apollo Missions Che et al.: Age and composition of young basalts on the Moon, measured from samples returned by Chang’e-5, Nature (2021) Scinexx: Formte ein Einschlag die Mondseiten?

  7. Ein Planet namens Poltergeist
    17.02., 08:3000:46:20

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Eigentlich hatte der Radioastronom Alex Wolszczan 1990 in Puerto Rico nach etwas ganz anderem gesucht – und fand stattdessen erstmals Planeten, die einen anderen Stern als unsere Sonne umkreisen. Wobei „Stern“, strenggenommen, nicht ganz richtig ist: Denn dieser Exoplanet umkreist einen Pulsar, also einen Neutronenstern namens PSR B1257+12. Damit ist er bis heute unter den seitdem tausenden gefundenen Exoplaneten ein wahrer Exot. Franzi erzählt die Geschichte dieses Zufallsfunds, von den wohl dichtesten (im wörtlichen Sinne) Objekten im Universum und warum diese allerersten Exoplaneten zu richtig gruseligen Namen gekommen sind. Titelbild: NASA/JPL-Caltech Weiterführende Links WP: Pulsar PSR B1257+12 WP: Aleksander Wolszczan WP: Pulsar WP: Exoplanet YT: Einsturz Arecibo-Radioteleskop PSR B1257+12 c im Exoplanet Catalog der NASA Quellen Wolszczan & D. A. Frail: A planetary system around the millisecond pulsar PSR1257 + 12, Nature (1992) Konacki, Maciej; Wolszczan, Alex: Masses and Orbital Inclinations of Planets in the PSR B1257+12 System, The Astrophysical Journal (2003) Alex Wolszczan: Discovery of pulsar planets, New Astronomy Review (2012) M. Bailes, A. G. Lyne & S. L. Shemar: A planet orbiting the neutron star PSR1829–10, Nature (1991)

  8. Neue Staffel mit Geschichten
    10.02., 17:5300:15:59

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Vor einem Jahrzehnt ist AstroGeo gestartet: Im Mai 2012 erschien die erste Episode. Seither hat an dieser Stelle der Journalist Karl Urban Einblicke in seine Recherchen und seine Interviews gegeben. All das wird bleiben, aber AstroGeo geht einen neuen Weg. Ab sofort sind wir zu zweit. Karl Urban wird von seiner Kollegin Franziska Konitzer unterstützt. Wir starten diese zweite Staffel in einem regelmäßigen Rhythmus. Alle zwei Wochen erzählen wir uns abwechselnd eine Geschichte. Und wie gehabt, geben wir dabei tief Einblicke in unsere Recherchen. Dabei verfolgen wir die Idee des Podcast zwischen den Welten sogar noch stringenter als bisher: Denn Franzi ist Astrophysikerin, Karl ist Geologe. Wir erzählen euch das beste aus beiden Welten, der Astrophysik wie den Geowissenschaften. AstroGeo in Reinform.

  9. Sonnensegel
    15.06., 12:2000:22:42

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der Wind bläht die Segel und das Schiff nimmt Fahrt auf, neuen Abenteuern entgegen. Eine solche Reise ist auch im All möglich: Mit Segeln ließen sich nach dem Raketenstart Planeten, Asteroiden oder Kometen ganz ohne Treibstoff erreichen. Es sind sogar ganz andersartige Umlaufbahnen möglich. Noch aber steht die Technologie am Anfang: Seit 2019 segelt LightSail-2 um die Erde, langsam übernimmt auch die NASA die Technologie. In dieser Episode geht es um den aktuellen Stand der Sonnensegel: Wir haben mit Expertinnen und Experten gesprochen, was die Planer noch davon abhält, im All Segel zu setzen – und warum manche diesen Schritt mittlerweile wagen. In dieser Folge kommen zu Wort: Bruce Betts (Planetary Society), Jeanette Heiligers (TU Delft), Roman Kezerashvili (City University New York), Tom Sproewitz (DLR Bremen), Les Johnson (NASA). Titelbild: NASA AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de. Links Weltraumreporter: Wann segeln wir zum Jupiter? Planetary Society: LightSail Program Spencer et al.: The LightSail 2 solar sailing technology demonstration, Advances in Space Research (2021) Vergaaij & Heiligers: Solar-Sail Trajectory Design to Planetary Pole Sitters, Engineering Notes (2019) Popular Mechanics: Light Sails Will Unlock Interstellar Travel WP: Solar Cruiser

  10. 1,8 Milliarden Sterne
    15.12., 09:2301:09:36

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Stiege man in ein Raumschiff und flöge hinaus ins All, so würde es schon bald dunkel werden. Die Sonne würde zu einem unauffälligen Lichtpunkt schrumpfen, die in einem Meer anderer Sterne kaum noch auffallen würde. Welche Sterne aber zur Nachbarschaft der Sonne gehören, war bis weit ins 19. Jahrhundert noch unbekannt. Zwar leuchten am Himmel manche Sterne heller als andere, aber ob die uns besonders nah sind oder trotz immenser Entfernung einfach besonders stark leuchten, war ein lange unlösbares Rätsel. Das Rätsel über unsere kosmische Nachbarschaft gelöst. Zwischen 1989 und 1993 lieferte der Satellit Hipparcos zunächst genaue Entfernungen für rund 100.000 Sterne. Doch dann startete startete im Dezember 2013 der ESA-Satellit Gaia, der die bis dahin existierenden Sternenkataloge weit hinter sich lassen sollte. Zwei Teleskope des Satelliten tasten ständig den Himmel ab und übertragen das Licht jedes einzelnen Sternes auf hochempfindliche CCD-Chips. Gaia kann messen, wohin sich ein Stern wie schnell auf seiner Bahn ums Zentrum der Milchstraße bewegt, ob er angeschubst durch die Schwerkraft unsichtbarer Begleiter hin und her schwingt und wie die stellaren Atmosphären chemisch zusammengesetzt sind. Am 3. Dezember 2020 wurde nun die nächste Version des Katalogs veröffentlicht, das Gaia Early Data Release 3, das nun Daten zu 1.811.709.771 kosmischen Lichtpunkten enthält. In unserem Podcast sprechen wir mit vier Astronomïnnen über ihre Forschungsarbeit im Zeitalter des Gaia-Katalogs: Stefan Jordan und Emily Hunt von der Universität Heidelberg, Boris Gänsicke von der University of Warwick in England und Thomas Kupfer von der Texas Tech University in den USA. Musik: Cepeheid, CC-BY 3.0 Stellardrone Titelbild: ESA/Gaia/DPAC; CC BY-SA 3.0 IGO. Acknowledgement: A. Brown, S. Jordan, T. Roegiers, X. Luria, E. Masana, T. Prusti and A. Moitinho Links und mehr zur Gaia-Revolution gibt es hier.

  11. Zukunft astronomischer Forschung
    23.10., 11:5101:05:48

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Die meisten Wissenschaftler treibt der Wille an, die Welt zu verbessern und den menschlichen Horizont zu erweitern. Was ist aber, wenn die eigene Arbeit dazu führt, dass sich der Zustand der Erde verschlechtert? In sechs Kommentaren in einer Sonderausgabe des Magazins Nature Astronomy machten sich nun etliche Astronomen sehr selbstkritische Gedanken darüber, wie sie mit ihrer eigenen Arbeit zur Klimakrise beitragen. Karl Urban sprach für diesen Podcast mit Astronomin Victoria Grinberg, dem Astronomen Knud Jahnke und der Umweltphysikerin Kira Rehfeld, die ihre Kollegen derzeit aufrütteln wollen, indem sie den ökologischen Fußabdruck ihrer Arbeit für das Klima sichtbar gemacht oder indem sie die Folgen einer wärmeren Erde für die astronomische Beobachtung selbst berechnet haben. Musik: Mike Leite Titelbild: CC-BY 2.0 Mbtrama / Flickr Links und mehr zu Waldbränden rund um astronomische Observatorien gibt es hier. AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de.

  12. Der größte Steinmeteorit
    21.07., 07:5100:40:43

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Blaubeuren liegt am Fuß der Schwäbischen Alb, knapp 20 Kilometer westlich von Ulm. Hier grub der Telekom-Mitarbeiter Hansjörg Bayer 1989 einen 30 Kilogramm schweren, aber sonst erstaunlich kompakten Stein aus. Er lag jahrelang in seinem Garten. Beinahe hätte er ihn entsorgt. Am Ende entschied sich Bayer, ihn von Experten untersuchen zu lassen. Erst da wurde klar: Es handelt es sich um den größten Steinmeteoriten, der bislang in Deutschland gefunden worden ist. Wir sprechen mit Dieter Heinlein, der für das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Meteoriten untersucht. Im Januar kam der Fund aus Blaubeuren zu ihm. Und zu Beginn war er nicht sicher, ob der ungewöhnlich große Brocken überhaupt ein Meteorit ist. Bild: Gabriele Heinlein / DLR AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de. Links Weltraumreporter: Meteorit mit Spuren des Menschen? AstroGeo 004: Meteoriten und das Rieskrater-Museum DLR: Größ­ter deut­scher Stein­me­teo­rit in Blau­be­u­ren ge­fun­den

  13. Phantom Methan
    07.05., 14:2900:20:16

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Methan gilt als Hinweis für Leben auf dem Mars. Seit Jahrzehnten wurde es immer wieder nachgewiesen. Eine neue spezialisierte Sonde findet das Gas allerdings nicht. Wieviel Wunschdenken um ungenaue Messwerte war im Spiel? Musik: CC-BY 3.0 Mike Leite Bild: NASA AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de. Links WP: Marskanäle WP: Giovanni Schiaparelli WP: Curiosity Rover WP: Methan Jorge Pla-García Sébastien Viscardy WP: Mars Express WP: ExoMars Trace Gas Orbiter Bei den Weltraumreportern Rettet den Marsmaulwurf See unter dem Marsgletscher? Podcast: 366 Tage wie auf dem Mars Mars im Rückwärtsgang Quellen Mumma et al.: Strong Release of Methane on Mars in Northern Summer 2003, Science (2009) Webster et al.: Mars methane detection and variability at Gale crater, Science (2015) Zahnle: Play it again, SAM, Science (2015) Giuranna et al.: Independent confirmation of a methane spike on Mars and a source region east of Gale Crater, Nature Geoscience (2019) Korablev et al.: No detection of methane on Mars from early ExoMars Trace Gas Orbiter observations, Nature (2019)

  14. Arms Race in Outer Space (English episode)
    09.01., 08:1100:45:55

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Without satellites, modern warfare can no longer work. More and more countries are therefore developing weapons to take down enemy satellites in the event of war. But this development potentially has a high price. Daniel Porras Karl Urban talks to Daniel Porras who works in Geneva in Switzerland as a researcher at the United Nations Institute for Disarmament Research. Daniel published a paper in 2006. It is called The Common Heritage of Outer Space: Equal Benefits for most of Mankind. But more recently he is more and more involved with the severity of current space diplomacy. Picture: Wikimedia Commons Links WR: Das All wird zum Schlachtfeld WP: UNIDIR UNIDIR: Daniel Porras Porras 2006: The Common Heritage of Outer Space: Equal Benefits for Most of Mankind AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de.

  15. Astronomie unter tausenden Satelliten
    20.12., 08:4400:19:28

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Die Astronomie sticht unter den Wissenschaften hervor, weil sie alle Menschen aller Kulturen wohl gleichermaßen berührt: Jeder Mensch kann in einer sternenklaren Nacht an den Himmel blicken und die Gestirne auf sich wirken lassen. Doch die Menschheit verändert den Nachthimmel und das wohl mit zunehmendem Tempo: Die Astronomengemeinde warnt derzeit jedenfalls, dass das Ende des Nachthimmels wie wir ihn bisher kannten, bevorsteht. Und das selbst, wenn die Lichter der Stadt fern und die Sicht gut ist. Die erste Megakonstellation heißt Starlink: Das Unternehmen SpaceX möchte 12000 Satelliten ins All bringen, vielleicht sogar noch viel mehr. Karl Urban erzählt was dran ist an den Sorgen der Astronomen. Episodenbild: Victoria Girgis/Lowell Observatory Links WR: Gefährdet Starlink Astronomie und Raumfahrt? WP: Starlink ESO: Bruno Leibundgut WP: Bruno Leibundgut Twitter: Mark McCaughrean AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de.

  16. Inklusive Astronomie
    11.09., 17:3301:04:57

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Gerhard Jaworek in seinem Büro (Bild: CC-BY-SA 4.0 Karl Urban/Die Weltraumreporter Wer einmal in seinem Leben in einer richtig klaren Nacht durch ein richtig gutes Teleskop schauen konnte, den dürfte diese Erfahrung nicht mehr loslassen. Die Sterne, Planeten, Gasnebel oder Galaxien sind überwältigend schön. Doch wie wirkt der Sternenhimmel eigentlich auf Menschen, die ihn nie in ihrem Leben gesehen haben? Karl Urban und Felicitas Mokler haben in Karlsruhe den Informatiker und Hobbyastronomen Gerhard Jaworek besucht, der seit seiner Geburt blind ist, der über seine Erfahrungen ein Buch geschrieben hat und der regelmäßig Jugendliche mit seiner rein akustischen Faszination der Sterne in den Bann zieht. AstroGeo ist ein Projekt der Weltraumreporter und entsteht dank eurer Spenden und Abo-Beiträge. Seid dabei: Weltraumreporter.de. Links Gerhard Jaworek: Blog, Twitter, Buch WP: Gravitationswellen WP: Joachim-Ernst Behrendt WP: Johannes Kepler Universe2Go: PlayStore WP: Internationale Astronomische Union WP: Sonifikation WP: Pro-Retina WP: Astronomische Gesellschaft

  17. Journalismus im Schwarzen Loch
    31.05., 11:0100:52:09

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Es war vom ersten Moment an ein ikonisches Bild: Am 10. April 2019 präsentierten Forscher die erste Aufnahme eines Schwarzen Loches. Es befindet sich 53 Millionen Lichtjahre von uns entfernt im Zentrum der Galaxie M87. Es eröffnete ein neues Fenster für die Astronomie, die diesen exotischen Typ einer Sternenleiche erstmals direkt beobachten konnten, dank eines weltumspannenden Verbundes gekoppelter Radioteleskope. Mit diesem wissenschaftlichen Ereignis war auch ein enormes Medienereignis verbunden: Sechs wissenschaftliche Studien erschienen zeitgleich, ohne dass Journalisten sich vorab ein Bild machen konnten und den zu erwartenden Hype einordnen konnten. Karl Urban unterhält sich mit der Wissenschaftsjournalistin (und Astrophysikerin) Felicitas Mokler darüber, was das Bild bedeutet – und wie es in die Welt kam. Dieser Podcast geht wie gehabt weiter, allerdings unter einem neuen Banner: AstroGeo ist von nun an ein Podcast der Weltraumreporter. Bei den Weltraumreportern Weltraumreport: Der Newsletter der Weltraumreporter Leseproben der Weltraumreporter Dossier: Schwarze Löcher Ein Bild eines Schwarzen Lochs: Interview mit Prof. Michael Kramer Ein Nobelpreis für Gravitationslinsen Links Twitter: Weltraumreporter Twitter: Felicitas Mokler Youtube: Pressekonferenz: Brüssel WP: Carlos Moedas WP: Relativitätstheorie WP: Gravitationswellen WP: Spaghettifizierung WP: Sagittarius A WP: M87 WP: Event Horizon Telescope Spektrum.de: Basislinie WP: Gravitationslinseneffekt

  18. Analog zum Mars
    02.10., 08:2800:54:30

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! 366 Tage lang verbrachte Christiane Heinicke wie auf dem Mars: Sie lebte und arbeitete unter einer Kuppel aus Kunststoff und ging nur in einem Schutzanzug nach draußen. Über ein Jahr lebte sie mit fünf anderen Analogastronautinnen und -astronauten zusammen. Eine Nachricht zum Rest der Welt brauchte wie auf dem Mars ungefähr 20 Minuten – eine Antwort genauso lange. Obwohl das Habitat nur auf einem Vulkan von Hawaii lag, dürften der emotionale und soziale Stress ähnlich wie auf dem Mars gewesen sein. Die Geophysikerin spricht über ihre Erlebnisse während des Jahres in Isolation – und wie sie heute an der Universität Bremen selbst Habitate entwirft. Bild: CC-BY-SA 3.0 Brian Shiro Links Christiane Heinicke: Blog WP: Mars Analog Habitat WP: HI-SEAS Webseite: HI-SEAS WP: Mars Society WP: Pāhoehoe-Lava WP: ʻAʻā-Lava Simulation in Polen: ICAres-1 WP: ZARM ZARM: MAMBA

  19. Raumfahrt mit China
    19.04., 09:1500:51:33

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Die Raumfahrt ist im Umbruch. Die Internationale Raumstation (ISS) könnte schon in einigen Jahren an private Betreiber übergeben oder sogar auf dem Grund des Pazifiks landen. Daher bereitet sich Matthias Maurer derzeit auf weit mehr vor als nur auf seinen ersten Flug zur ISS. Erst kürzlich in das europäische Astronautenchorps berufen, beschäftigt er sich längst mit den Anforderungen neuer Bündnisse. Der gebürtige Saarländer ist es gewohnt, sich mit verschiedenen Kulturen zu beschäftigen. Er spricht fünf Sprachen, neben Russisch neuerdings auch Chinesisch. Und er absolvierte im Sommer 2017 mit seiner Kollegin Samantha Christoferetti ein Überlebenstraining in China, als erste ausländische Raumfahrer überhaupt. Bild: ESA Das Interview ist als Teil des AstroGeo Podcast frei verfügbar. Das Transkript und weiteres Zusatzmaterial ist bei Riffreporter für 2,49 € zu erwerben. Der Kauf unterstützt mich bei meiner weiteren Recherche.

  20. Die Alpen
    18.09., 17:5401:08:38

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Sie sind erhaben, gewaltig und anziehend: Die Bergkette in der Mitte Europas war lange das bestuntersuchte Hochgebirge der Welt – zum Schaden vieler Geologen. Denn lange hielten sie die Alpen für einen Archetyp eines Gebirges. Als aber Geologen aber im Laufe der Geschichte zunehmend die Welt bereisten, stellten sie das genaue Gegenteil fest: Die Alpen sind ein geologischer Sonderfall unter den Gebirgen. Wie genau sie entstanden, konnten die Forscher erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts richtig beschreiben. In dieser Folge erzählt David Bressan von der geologischen Forschungsgeschichte der Alpen, die voll von Irrungen und Irrtümern ist. Das Gespräch entstand in Südtirol in Norditalien, wo David zu Hause ist. Überschiebung von Glarus nach H. C. Escher (1812): Dunkle Permische Gesteine liegen auf jüngeren Jura- und Kreisesedimenten – für damalige Geologen ein Widerspruch. Links AG 018: Geschichte der Geologie David Bressan: Geschichte der Geologie / History of Geology / Storia della Geologia WP: Alpen WP: Continental Collision (en.) WP: Tektonische Decke WP: Goethes Italienische Reise WP: Brennerpass WP: Geologische Karten WP: Magmatisches Gestein WP: Metamorphes Gestein WP: Bergkristall WP: Sintflut WP: Neptunismus WP: Plutonismus WP: Kontraktionstheorie WP: Ätna WP: Vesuv WP: Plattentektonik WP: Alfred Wegener WP: Falten WP: Himalaya WP: Tethys WP: Dolomiten WP: Nördliche Kalkalpen WP: Gondwana WP: Laurasia WP: Pangäa WP: Subduktion WP: Tauernfenster WP: Abscherung WP: Muren WP: Gotthard-Basistunnel WP: Louis Agassiz WP: Findlinge WP: Abraham Gottlob Werner WP: Bergsturz von Graubünden WP: Erosion Youtube: Bergsturz von Frana (Drohnenüberflug)

Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Es sind wahre Geschichten aus Astronomie und Astrophysik, Geologie und Geowissenschaften.