
Episoden
148- Militär im All02.02., 12:1502.02.2017, 12:1500:18:18
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Seit den ersten Tagen der Raumfahrt scheint das All ein friedlicher Ort zu sein: Satelliten kreisen, um die Erde zu untersuchen, Daten zu übertragen – oder zu spionieren. Aber bewaffnete Konflikte gab es bis heute nicht. Tatsächlich aber verfolgten die ersten Weltraummächte – USA und UdSSR – zu Beginn auch aggressive Strategien und entwickelten Waffen für die Umlaufbahnen. Mit dem Weltraumvertrag von 1967 und dem atomaren Gleichgewicht wurden solche Entwicklungen allerdings gestoppt, bevor sie US-Präsident Ronald Reagan schließlich wieder aufnehmen ließ. Musik: Take It Apart And Start All Over Again, CC-BY-SA-NC junior85 Bild: Ronald C. Wittmann / public domain Links WP: Sputnik-1 WP: Weltraumvertrag Originaltext: Weltraumvertrag Brian Weeden, Secure World Foundation Theresas Hitchens, University of Maryland WP: Ronald Reagan WP: Strategic Defense Initiative (SDI) WP: Anti Satellite Weapons
- Tschernobyls Wildschweinbraten26.04., 07:3126.04.2016, 07:3100:49:23
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 26. April 1986 verteilt sich von Tschernobyl in der heutigen Ukraine radioaktives Material über große Teile Europas. Obwohl bei uns vergleichsweise wenig Nuklide ankommen, sind die Folgen bis heute messbar und beeinträchtigen teilweise sogar Lebensmittel aus den Wäldern Deutschlands. In dieser Folge unterhält sich Gastmoderator Faldrian mit Karl Urban über die Auswirkungen von Tschernobyl. Die waren zwar besonders für die Landwirtschaft in Deutschland kein Thema mehr, aber in den Wäldern gibt es bis heute gegentlich erhebliche Belastungen. Bei Wildschweinen scheinen die Messwerte aus unbekannten Gründen sogar zuzunehmen. Bild: gemeinfrei / Bernie / Wikimedia Commons Links Faldrian: Twitter / Blog / Flattr WP: Nuklearkatastrophe Tschernobyl Der Spiegel: Molke, In Toto, 16.02.1987 WP: Iod-Isotope WP: Cäsium-Isotope WP: Liste von Kernwaffentests WP: Fallout Spektrum.de: Der Wald erinnert sich (Recherche dieser Folge) LFU: Bayerisches Landesamt für Umwelt LFU: Datenportal, Überwachung der allgemeinen Umweltradioaktivität in Bayern Food Watch: Strahlen-Grenzwerte für Lebensmittel xkcd: Radiation WP: Becquerel (Einheit) WP: Sievert (Einheit) WP: Destruenten WP: Mykorrhiza-Pilze WP: Weißer Rasling WP: Bioremediation WP: Parasole WP: Wildschwein G. Steinhauser: 137Cs in the meat of wild boars: a comparison of the impacts of Chernobyl and Fukushima, Journal of Radioanalytical and Nuclear Chemistry (2016) G. Steinhauser: Comparison of the Chernobyl and Fukushima nuclear accidents: A review of the environmental impacts, Science of the Total Environment (2014) Deutscher Jagdverband LGL: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL: Cäsiumbelastung in Wildfleisch und Wildpilzen aus Bayern CRE: Die Jagd
- ExoMars sucht Methan15.03., 10:3015.03.2016, 10:3000:36:12
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 14. März 2016 startete der ExoMars Trace Gas Orbiter vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur. ExoMars ist die erste Marssonde Europas seit 13 Jahren. Im Sommer 2003 startete die erste Sonde Mars Express – und seitdem ist viel passiert. Heute wird der Rote Planeten von sieben aktiven Sonden bevölkert. Ich habe mich daher zum Start im Europäischen Weltraumkontrollzentrum umgehört: Was genau soll die achte Mission am Mars noch tun? Wie gut läuft die Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos? Und wie steht es um den zweiten Teil der Mission – den ExoMars Rover, der 2018 starten soll? Korrektur: Anders als im Podcast gesagt, ist der mitfliegende Testlander Schiaparelli insgesamt 600 kg schwer. Bild: Public Domain/Trent Schindler/NASA Links WP: ExoMars Trace Gas Orbiter WP: Schiaparelli Demonstrator Michael Khan: Go for Launch Blog AG023: Ewig lockt das Marsleben, die Zukunft ESA: Jorge Vago AG017: Methan und organisches Material
- Erdbeben ganz ganz genau20.11., 22:4320.11.2015, 22:4300:55:40
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Erdbeben sind unbarmherzige Naturgewalten, wenn sie stark sind. Schwache Erdbeben sind eher von akademischem Interesse, könnte man meinen. Ich bin zu Besuch in einer universitären Erdbebenwarte, die tief im Schwarzwald steht und zu den genausten der Welt gehört: Das Black Forest Observatory (BFO), eine Einrichtung der Universität Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie. Was die Geophysiker hier in ihren Seismogrammen sehen, erklärt Rudolf Widmer-Schnidrig. Im zweiten Teil gehen wir dann in den Messstollen hinein. Episodenbild: CC0 / Maxpixel (Bild: CC-BY-SA Karl Urban) Links Black Forest Observatory: Wikipedia, Uni Stuttgart, KIT WP: Seismograph WP: Seismische Welle WP: Erdbeben WP: Bergsturz WP: Triangulation WP: Kernwaffenteststopp-Vertrag (CTBTO) WP: Plattentektonik Uni Potsdam: Meeresmikroseismik Kedar & Web, Science 2005: Seismic Hum WP: Global Positioning System (GPS) Deutschlandfunk: In der Tiefe wird es laut
- Ewig lockt das Marsleben - die Zukunft22.07., 09:1422.07.2015, 09:1400:38:19
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der heilige Gral für die Marsforschung ist es, Leben auf dem Mars zu finden. Jedenfalls ist das die öffentliche Wahrnehmung – und so werden auch Missionen begründet, die zum Mars geschickt werden. Realistischerweise geht es dabei um Spuren längst ausgestorbenen Lebens. Wobei es heute immer noch unverstandene Prozesse gibt, die sogar für lebendige Organismen in der Gegenwart sprechen. Deshalb dröselt diese Episode auf: Was müsste man tun, um endlich handfest organische Verbindungen und Leben auf dem Mars nachzuweisen? Dies ist der dritte und letzt Teil einer Podcastreihe. Er liefert Hintergrund zu meiner Sendung Rot und tot (Manuskript / MP3), die am 12. Juli im Deutschlandfunk gesendet wurde. Zur Wort kommen die Marsforscher Jean-Pierre Bibring, Jorge Vago, Fred Goesmann und Michael Carr. Mehr: Teil 1: Die Anfänge, Teil 2: Die Gegenwart. Musik: NASA / John Beck-Hofmann, 7 Minutes of Terror Bild: ESA Links WP: ExoMars Trace Gas Orbiter WP: ExoMars Rover ESA: Jorge Vago WP: Curiosity AG018: Die erste Kometenlandung (mit Fred Goesmann) MPS: Mars Organic Molecule Analyser (MOMA) WP: Gaschromatograph-Massenspektrometer (GCMS) WP: Laserdesorptionsmassenspektrometer (LDMS)
- Ewig lockt das Marsleben – die Gegenwart15.07., 10:2115.07.2015, 10:2100:39:32
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der Mars hatte einmal Wasser – das haben Raumsonden vielfach bewiesen. Dafür sprechen gigantische Flusstäler, aus dem Orbit nachgewiesene Minerale und die Messdaten der Rover auf der Oberfläche. Aber wieviel Wasser es wirklich gab, ist bis heute umstritten. Manche Forscher halten einen riesigen Nordozean für möglich – andere glauben lediglich an vereinzelte Pfützen. Und diese Frage scheint bis heute offen. Dies ist Teil 2 einer dreiteiligen Reihe. Sie liefert Hintergrund zu meiner Sendung Rot und tot (Manuskript / MP3), die am 12. Juli im Deutschlandfunk gesendet wurde. Zur Wort kommen die Marsforscher Michael Carr, James Head, Harald Hiesinger und Giovanni Leone. Mehr: Teil 1: Die Anfänge, Teil 3: Die Zukunft. Musik: NASA / John Beck-Hofmann, 7 Minutes of Terror Bild: CC-BY-SA 3.0 Ittiz / Wikimedia Commons) Links James Head WP: Gullies WP: Mars Global Surveyor WP: Mars Orbiter Laser Altimeter (MOLA) WP: Mars Reconnaissance Orbiter Harald Hiesinger Head et al.: Possible Ancient Oceans on Mars: Evidence from Mars Orbiter Laser Altimeter Data, Science (1999) WP: Spirit WP: Opportunity WP: Playa WP: Mars ocean hypothesis Leone et al.: A network of lava tubes as the origin of Labyrinthus Noctis and Valles Marineris on Mars, Journal of Volcanology and Geothermal Research (2014) [PDF bei Researchgate] WP: Olivin WP: Serpentin WP: Olympus Mons WP: Plattentektonik
- Ewig lockt das Marsleben - die Anfänge13.07., 10:3413.07.2015, 10:3400:35:46
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der Mars fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten. Lange Zeit waren die sogar überzeugt, dass hier (wie auch auf anderen Welten) Leben existieren müsste. Mittlerweile hat sich das geändert: Forscher hoffen, dass sich Leben in extremen Nischen gehalten hat – wenn es überhaupt jemals dort war. Dies ist Teil 1 einer dreiteiligen Reihe. Sie liefert Hintergrund zu meiner Sendung Rot und tot (Manuskript / MP3), die am 12. Juli im Deutschlandfunk gesendet wurde. Zur Wort kommen die Marsforscher Jean-Pierre Bibring, Michael Carr, James Head und Gerhard Neukum. Mehr: Teil 2: Die Gegenwart, Teil 3: Die Zukunft. Musik: NASA / John Beck-Hofmann, 7 Minutes of Terror Bild: gemeinfrei Links WP: Jean-Pierre Bibring (französisch) WP: Giordano Bruno WP: Giovanni Schiaparelli WP: Percival Lowell James Head WP: Mariner WP: Viking WP: Viking lander biological experiments AstroGeo: Nachruf auf Gerdhard Neukum
- Kometenbilder und offene Forschung19.05., 12:0919.05.2015, 12:0900:52:53
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Seit über acht Monaten kreist Rosetta um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. An Bord befinden sich zehn Instrumente, unter denen eines hervorsticht: Die Kamera OSIRIS füllt fast ein Viertel der wissenschaftlichen Nutzlast aus. Die hochaufgelösten Bilder von OSIRIS gehören wohl zu den öffentlich gefragtesten Daten von Rosetta. Ich habe darüber mit Holger Sierks gesprochen, dem Kamerachef von OSIRIS am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Das OSIRIS-Team umfasst heute 83 Personen, die europaweit über neun Institute in vielen Ländern verteilt sind. In der ersten Hälfte sprechen wir über die Kamera, wie sie funktioniert, und wie aufwendig es ist, anhand der Bilder zu forschen. Im zweiten Teil sprechen wir über die vielen tausend Bilder, die OSIRIS bis heute übermittelt hat und die bisher zu 99% beim Max-Planck-Institut liegen. Zuletzt geht es um offene Forschung – und die Schwierigkeiten, die sich dabei ergeben könnten. Transparenz-Hinweis: Der Autor dieses Podcasts war im Juli 2014 Mitautor eines offenen Briefs an Holger Sierks und andere Wissenschaftler hinter der Rosetta-Mission. Darin wurde gefordert, mehr Bilder der Mission sofort öffentlich freizugeben. Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – CC BY-SA 4.0 Links WP: Rosetta WP: Komet MPS: Kamera OSIRIS WP: Koma WP: Equinox Immotep-Region auf Komet 67P WP: Giotto WP: Tempel 1 WP: CCD WP: Planetary Science Archive WP: Galaxy Zoo WP: Seti@home
- Philaes Magnetkompass17.04., 09:5317.04.2015, 09:5300:20:27
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Vor fünf Monaten landete Philae auf einem Kometen, gerade 2 Tage, 7 Minuten und 56 Minuten später war alles vorbei. Philae hat in dieser Zeit viele Daten gesammelt. – Aber wo genau der Lander (nach zwei ungewollten Sprüngen) zum Stehen kam, ist bis heute ungeklärt. Ich sprach in Wien mit zwei Forschern darüber, inwiefern Philaes Position etwas genauer bestimmt werden konnte. Karl-Heinz Glaßmeier nutzte dazu ein im Herbst mit Rosetta entdecktes Signal, das die Magnetometer an Bord beider Sonden aufgefangen hatten. Und das diente jetzt als Trägersignal, um wie ein Magnetkompass Philaes Lage im Raum etwas genauer zu bestimmen. Tatsächlich geht es dabei aber auch um plasmaphysikalische Effekte im Kometenumfeld. Im Anschluss folgt ein zweites Interview mit Stefan Ulamec, dem Projektmanager von Philae. Er erzählt vom Stand bei der Suche nach Philae. Und er berichtet, wann genau der Lander vielleicht wegen der immer stärkeren Sonnenstrahlung aufwachen könnte. Grafik: ESA Links General Assembly, European Geosciences Union (EGU) WP: Philae WP: Rosetta WP: 67P/Tschurjumow-Gerasimenko WP: Karl-Heinz Glassmeier, TU Braunschweig ESA: Magnetometer auf Rosetta im Rosetta Plasma Consortium (RPC) WP: Halleyscher Komet WP: Giotto Ip & Axford: The formation of a magnetic-field-free cavity at comet Halley, Nature (1987) Stefan Ulamec, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
- Geschichte der Geologie28.01., 13:0028.01.2015, 13:0001:22:11
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Geologen sind Menschen, die Steine verstehen. Aber über lange Zeit verstanden Forscher nicht ansatzweise, wie die feste Erde entstanden ist. Sie rätselten über die Rolle der Vulkane. Sie wunderten sich über Fossilien von Meerestieren hoch in den Bergen. Vor allem aber mussten sie sich nach der Bibel richten, denn die Entstehung der Welt war klar die Domäne der Kirche. Ich wage mit David Bressan einen Spaziergang über die verschlungenen Pfade der Geschichte der Geologie. David ist freiberuflicher Geologe aus Südtirol und bloggt in seiner Freizeit über die Geschichte der Geologie – und das dreisprachig. Titelbild: public domain / Wikimedia Commons / ‚Mr. Grey‘ in Crispin Tickell’s book ‚Mary Anning of Lyme Regis‘ (1996) Bilder Die wohl erste geologische Karte: Der Turiner Papyrus von 1160 v. Chr. (gemeinfrei) Erste moderne geologische von William Smith, 1769 – 1839 (gemeinfrei) Henry Thomas De la Beche (1796-1855): Geologin Mary Anning sucht Fossilien (gemeinfrei) Links David Bressan: Geschichte der Geologie / History of Geology / Storia della Geologia WP: Turiner Papyrus WP: Elba WP: Etrusker WP: Sintflut WP: Georgius Agricola Agricola: De re metallica libri XII (Hauptwerk) WP: Wünschelruten WP: Nicolaus Steno / Nils Stensen WP: Sedimente und Sedimentgesteine WP: Magmatische Gesteine WP: Metamorphe Gesteine WP: Robert Hooke WP: Hookesches Gesetz WP: Charles Darwin WP: Neptunismus WP: Plutonismus WP: Basalt WP: Georges Cuvier WP: Abraham Gottlob Werner WP: Leopold von Buch WP: Alexander von Humboldt WP: William Smith Geschichte der Geologie: William Smith – Methodische Ursprünge Amazon: Eine Karte verändert die Welt WP: Leitfossilien WP: Alfred Wegener WP: Kontinentaldrift WP: Plattentektonik WP: Mittelozeanischer Rücken
- Methan und organisches Material auf dem Mars22.01., 13:5022.01.2015, 13:5000:46:48
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der Mars und die Erde sind keine Zwillinge. Während es dort nur trockene Wüsten und eine ungewöhnliche dünne Atmosphäre gibt, ist die Erde bewohnbar. Umso erstaunlicher war der Fund von Methangas in der Atmosphäre des Mars, der gerade zehn Jahre alt ist. Immerhin entweicht Methan auf der Erde neben Vulkanen auch vielen Mikroorganismen, Tieren und sogar Pflanzen. Wo genau das Marsmethan herstammt, ist bislang noch umstritten. Ein neuer Fund hat die Diskussion allerdings gerade weiter angeheizt: Der NASA-Rover Curiosity beobachtete einen rasanten Anstieg des Gases. (Bild: © Frank Keppler) Ich habe deshalb das Thema mit einem Forscher diskutiert, der sich damit auskennt: Frank Keppler ist frisch berufener Heisenberg-Professor am Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg. Er hat vor einigen Jahren die Methanemissionen von Pflanzen entdeckt und damit weltweit für Aufregung gesorgt. Er forscht auch zu Methanquellen auf dem Mars. Und er ist sehr vorsichtig, wenn es darum geht, über Leben auf dem Roten Planeten zu spekulieren. Titelbild: NASA JPL / Ken Kremer / Marco di Lorenzo) Bilder Sommerliche Methanplumes auf dem Mars (Bild: NASA) Denkbare Ursachen für Methan auf dem Mars (Bild: NASA/JPL-Caltech/SAM-GSFC/Univ. of Michigan) Links Prof. Frank Keppler, Institut für Geowissenschaften, Universität Heidelberg WP: Methan WP: Treibhausgas WP: Erdgas Studie: Pflanzen geben Methan ab (Keppler et al.: Methane emissions from terrestrial plants under aerobic conditions, Nature 2006) WP: Permafrostboden WP: Eisbohrkern Studie: Erster Nachweis von Methan auf Mars (Formisano et al.: Detection of Methane in the Atmosphere of Mars, Science 2004) Studie: Methanplumes auf dem Mars (Mumma et al.: Strong Release of Methane on Mars in Northern Summer 2003, Science 2009) WP: UV-Strahlung WP: Mikrometeoriten WP: Murchison-Meteorit Studie: UV-Strahlung setzt Methan aus Meteoriten frei (Keppler et al.: Ultraviolet-radiation-induced methane emissions from meteorites and the Martian atmosphere, Nature 2012) NASA: Curiosity Detects Methane Spike on Mars (Dezember 2014) WP: Methanclathrate (englisch) Roman: Frank Schätzing, Der Schwarm WP: Chlormethan WP: Stabile Isotope WP: Exomars WP: Perchlorate
- Ozeanbildung ohne Kometen11.12., 18:2411.12.2014, 18:2400:22:26
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Vier Monate umkreist Rosetta nun Tschurjumow-Gerasimenko. Die erste Kometenlandung ist Geschichte, der Lander Philae eingeschlafen. Die Muttersonde kreist aber weiter – und wird das wohl noch über ein Jahr lang tun. Nun gibt es erste handfeste Ergebnisse von ihr: Das Massenspektrometer ROSINA an Bord von Rosetta hat so etwas wie den Fingerabdruck des Wassers gemessen. Das Resultat scheint überraschend: Das Wasser der Erde kam kaum von einem Kometen wie Tschuri, vermutlich spielten Kometen als Wasserlieferanten überhaupt keine Rolle. Um die neuen Daten zu verstehen, habe ich mit Kathrin Altwegg gesprochen. Sie ist Professorin in der Abteilung für Weltraumforschung und Planetologie der Universität Bern. Und sie ist verantwortlich für ROSINA: Das Rosetta Orbiter Spectrometer for Ion and Neutral Analysis. Es besteht aus zwei Massenspektrometern und einem Gasdrucksensor. Titelbild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – CC BY-SA 4.0 Bilder Kathrin Altwegg (Bild: CC-BY 2.0 Georg Eberle / TedX Bern) Unter Kometen wurden verschiedene Werte von Deuterium über Wasserstoff (D/H) gemessen. Komet 67P Tschuri sticht aber hervor. (Bild: ESA, Daten aus Altwegg et al. 2014) Links Kathrin Altwegg: Institutsseite, Interview beim Schweizer Radio Altwegg et al: A Jupiter family comet with a high D/H ratio, Science (2014) ESA Science: ROSINA WP: Rosetta WP: Deuterium WP: Wasserstoff WP: Giotto WP: Kuipergürtel WP: Herschel-Teleskop WP: Komet Hartley 2 WP: Oortsche Wolke WP: Late Heavy Bombardment WP: Orbitale Resonanz
- Die erste Kometenlandung19.11., 20:2019.11.2014, 20:2000:22:17
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 12. November 2014 landete erstmals in der Geschichte eine Raumsonde auf einem Kometen: Philae. Nach zwei ungewollten Hüpfern stand Philae – und begann wissenschaftliche Daten der unbekannten Kometenwelt zu sammeln. Leider arbeitete die Sonde nur 56 Stunden – danach war die Hauptbatterie an Bord erschöpft. (Bild: Fred Goesmann) Sechs Tage später traf ich mich mit Fred Goesmann für ein Interview: Er ist leitender Wissenschaftler für das Instrument COSAC auf Philae (Cometary Sampling and Composition Experiment). Es ist so etwas wie die Nase der Sonde: Sie kann die vielen organischen Verbindungen im Kometenmaterial untersuchen, von denen wir längst noch nicht alle kennen. COSAC ist somit auch eines der komplexesten Instrumente an Bord – samt einem Gaschromatographen und einem Massenspektrometer, wofür zuvor das Material in winzigen Öfchen gekocht werden muss. Fred Goesmann erzählt, wie er die kurze Missionszeit von Philae erlebte, was er in seinen (längst noch nicht fertig ausgewerteten) Daten erwartet – und ob Philae vielleicht wieder aufwachen könnte. Titelbild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA Bilder Abstiegskamera ROLIS: Philae hinterlässt Abdrücke im Staub – den der Lander wohl auch aufwirbelte (Bild: ESA / Rosetta / Philae / ROLIS / DLR; ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS-Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA; Emily Lakdawalla) Philae landet – und fliegt weiter (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA) Philae steht: Auf was er blickt, bleibt unklar. Im Vordergrund: Eines der drei Landebeine. (Bild: ESA/Rosetta/Philae/CIVA) Links Göttingen-Wiki: Fred Goesmann Instrument COSAC auf Philae Instrument PTOLEMY auf Philae ESA: Philae im Flug, von Rosetta aufgenommen WP: Massenspektrometer DLR: MUPUS Hammer klopft
- Rohstoffe23.10., 10:0823.10.2014, 10:0801:34:56
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der Mensch kommt nicht ohne sie aus. Menschliche Kultur ohne sie wäre undenkbar. Jeder ist auf sie angewiesen – aber niemand will die Industrie in seinem Vorgarten haben: Es geht um Rohstoffe. Ein weites Thema, das in dieser Folge von Gunnar Ries (Mineraloge) und Karl Urban (Geologe) ergründet wird, heruntergekocht und moderiert von Faldrian. Titelbild: Andreas Feininger / Library of Congress Prints and Photographs Division, Farm Security Administration – Office of War Information Collection / Wikimedia Commons / gemeinfrei Grafiken Fakten 1970 förderten Bergwerke noch halb so viel Metalle 1999: Da waren es 9,6 Milliarden Tonnen [1] Energiebedarf des globalen Bergbaus in späten 1990er Jahren: 10% des Weltenergieverbrauchs [1] SO2-Emissionen des globalen Bergbausin späten 1990er Jahren: 13% der globalen Emissionen [1] Bis 2050 dürften Bergwerk 2-3 mal mehr Material fördern als heute [2] Anders als erzählt, passierte der erste Nachweis von Aluminium noch ohne elektrolytische Verfahren Das von Johannes Gutenberg verwendete Metall heißt Antimon. Wir sprechen von Antimonit – das ist das Mineral, aus dem Antimon gewonnen wird. Quellen [1] A. Whitmore: The emperors new clothes: Sustainable mining?, Journal of Cleaner Mining, 2006 [2] P. Laznicka: Giant Metallic Deposits: Future Sources of Industrial Metals, Springer, 2010 Links Gunnar Ries: Mente e Malleo Faldrian: Twitter / Blog WP: Rohstoffe WP: Bergbau WP: Kupfer WP: Kupfersteinzeit WP: Quecksilber WP: Bronzen WP: Bronzezeit WP: Zinn WP: Eisen WP: Eisenzeit WP: Blei WP: Johannes Gutenberg WP: Druckerpresse WP: Lettern WP: Antimonit / Antimon WP: Aluminium WP: Lithium WP: Tritium WP: Alchemie Amazon: Die Welt der Rohstoffe WP: Lagerstätte WP: Magmatismus WP: Fraktionierung / Fraktionierte Kristallisation WP: Merensky-Reef (Platinlagerstätte) WP: Überkritischer Zustand WP: Gang WP: Geoden WP: Kieselsäure WP: Nickel WP: Sudbury-Lagerstätte / -Becken WP: Reichweite WP: Peak Oil (Erdölfördermaximum) KSL: Kupfer Schiefer Lausitz WP: Seltene Erden WP: Mountain Pass Mine WP: Fracking, Hydraulic Fracturing AG006 Fracking WP: Urban Mining WP: Bioleaching WP: Lake George, Uganda AG009 Faires Gold WP: Fairphone Mente e Malleo: Macht Windenergie Krebs? AstroGeo: Eine Welt ohne Bergwerke: Geht das? WP: Mittelozeanischer Rücken WP: Asteroid Mining National Geographic: Meteorite Beads Oldest Example of Metalwork
- Isländische Vulkane16.09., 13:1516.09.2014, 13:1500:56:40
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Sie heißen Eyjafjallajökull, Grímsvötn und momentan Bárðarbunga: Isländische Vulkane sind spätestens nach der Aschewolke von 2010 in aller Munde, wenn sie denn aussprechbar sind. Wir wissen mittlerweile: Island ist die Insel der Vulkane, die jederzeit ausbrechen können und die nicht nur das Leben einiger skandinavischer Bauern sondern von uns allen beeinflussen können. Am 28. August 2014 begann der Bárðarbunga, viel Lava in das Vorland des Gletschers Vatnajökull zu schicken. Das nehme ich zum Anlass, mit Tobias Dürig zu sprechen. Der Würzburger Geophysiker arbeitet gerade an der Universität Island am europäischen Forschungsprojekt FutureVolc, das Ausbrüche zukünftig berechenbarer machen soll. Tobias beobachtet deshalb auch den aktuellen Ausbruch. Zuletzt eine Empfehlung: Nebenan im Blog von Christian gibt es derzeit tägliche Infos zum aktuellen Ausbruch und der Ausbreitung des neuen Lavafelds, darunter auch eindrucksvolle Videos. Titelbild: CC-BY 2.0 Sverrir Thorolfsson Links Tobias Dürig, Uni Würzburg (z.Zt. Universität Island) Physikalisch-Vulkanologisches Labor, Uni Würzburg Projekt FutureVolc WP: Phreatomagmatische Eruption WP: Stromboli WP: Ausbruch im Bárðarbunga-Vulkansystem 2014 WP: Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 WP: Effusiver Ausbruch WP: Gletscher Vatnajökull WP: Grímsvötn WP: Askja Krafla Fires WP: Gletscherlauf – Jökullhlaup WP: Geology of Iceland WP: Mittelozeanischer Rücken WP: Hotspot WP: Mýrdalsjökull WP: Katla WP: Hekla WP: Holuhraun-Lavafeld Webcam Bárðarbunga 1 / Webcam Bárðarbunga 2 WP: Leidenfrost-Effekt
- Strahlung für die Raumfahrt12.05., 10:1712.05.2014, 10:1700:45:56
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der Weltraum ist gefährlich und eine Reise dorthin ist riskant. Das war so, als der erste Mensch ins All startete – und es ist bis heute so. Selbst unbemannte Satelliten und Raumsonden sind ständig bedroht: Extreme energiereiche Teilchen von der Sonne und tief aus dem Universum können immense Schäden anrichten. Elektronische Bauteile müssen entsprechend gehärtet werden, um unter dem Teilchenstrom nicht schnell Schaden zu nehmen. Dabei ist es bis heute aber nicht möglich, in irdischen Labors die kosmische Strahlung korrekt nachzubilden. Zwar testen Raumfahrtingenieure die Bordcomputer und Sensoren von Satelliten ausgiebig. Kosmische Strahlung wirklich im Labor zu erzeugen, ist aber nicht möglich. Darüber spreche mit Oliver Karger, Doktorand am Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg. Er arbeitet an einer neuen Methode, kosmische Strahlung mit Lasern im Labor nachzubilden. Und er will dazu beitragen, dass Satelliten und Sonden bald deutlich realistischer getestet werden können, um Missionen eines Tages vielleicht zuverlässiger und langlebiger zu machen. Titelbild: NASA Goddard Spaceflight Center Links WP: Kosmiche Strahlung WP: Radioaktivität WP: Supernova WP: Van-Allen-Gürtel WP: Elektronenvolt WP: Single Event Upset WP: Sonnenwind Astronews.com: Jupiters Strahlungsgürtel intensiver als gedacht WP: Exponentielle Verteilung WP: Laser WP: Elektrisches Feld WP: ESTEC WP: Oktokoppler WP: Juno-Raumsonde
- Kosmische Chemie31.03., 16:4631.03.2014, 16:4601:04:20
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Millionen Objekte bevölkern unser Sonnensystem: von winzigen Asteroiden über mittelgroße Gesteinsplaneten bis zu den gewaltigen Gasriesen. All das ist vor langer Zeit aus einer Urwolke entstanden und diese Einsicht ist schon über 200 Jahre alt. In den letzten Jahrzehnten haben Forscher aber gelernt, aus der Chemie von Meteoriten deutlich mehr herauszulesen. Die Geochemie eröffnet uns einen tiefen Blick in die Geschichte des Sonnensystems – bis zur Entstehung des Lebens. Mit Mario Trieloff von der Universität Heidelberg wage ich einen Ritt durch die letzten 4,6 Milliarden Jahre, alle Körper des Sonnensystems und die Innereien der Erde. Er ist Professor am Institut für Geowissenschaften und leitet die Forschungsgruppe Geo- und Kosmochemie. Grafik: NASA Jet Propulsion Laboratory / California Institute of Technology Links Mario Trieloff, Universität Heidelberg WP: Geochemie WP: Kosmochemie WP: Viktor Moritz Goldschmidt WP: Massenspektrometrie WP: Meteoriten WP: Erdkruste WP: Formation and evolution of the solar system (engl.) WP: Urwolke WP: Uran-Blei-Datierung WP: Asteroid WP: Planetesimal WP: Asteroidengürtel WP: Aluminium-26 (engl.) WP: Zerfallswärme WP: Erdkern WP: Mantelplume WP: Heiße Flecken / Hotspots WP: Klassifikation nach Goldschmidt: Siderophile Elemente WP: Mittelozeanischer Rücken WP: Erdkruste WP: Basalt WP: Pyroxen WP: Feldspat WP: Sonnenwind ESO: Schneegrenze fotografiert WP: Spätes großes Bombardement WP: Komet WP: Kuipergürtel WP: Komet Wild 2 WP: Raumsonde Stardust WP: Raumsonde Rosetta WP: Interstellarer Staub
- Rosettas Komet23.01., 17:2623.01.2014, 17:2600:30:06
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Rosetta ist ein Novum: Es ist der erste Versuch, eine Raumsonde um einen Kometen kreisen zu lassen, um schließlich einen Lander auf ihm abzusetzen. Rosetta ist auch einer der ersten Versuche Europas, in der Raumfahrt mal alleine etwas ganz Neues zu versuchen. Was dabei passieren kann: Es passieren unvorhergesehene Dinge. Etwa wird Rosettas Zielkomet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko wohl schon etwas früher aktiv als geglaubt. Er pustet also schon eher Gas und Staubpartikel ins All, als Vorstufe zu seinem Schweif. Das ist eigentlich keine Neuigkeit: Im August 2013 habe ich darüber bereits mit Colin Snodgrass und Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau gesprochen. Das volle Interview ist aber weiter aktuell – gerade so kurz nach Rosettas beendetem Winterschlaf. Titelbild: C. Snodgrass/ESO/ESA Links WP: Rosetta WP: Philae WP: Komet 67P / Tschurjumov-Gerasimenko Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) Colin Snodgrass Hermann Böhnhardt MPS: Frühstart für Rosetta-Kometen
- Faires Gold21.10., 09:1421.10.2013, 09:1400:45:54
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Gold ist ein aufgeladener Rohstoff: Seit Menschheitsgedenken wird ihm ein hoher Wert zugedacht. Er war Zahlungsmittel und Grundstoff der Schmuckhersteller zwischen Urgeschichte und heute. Trotzdem interessiert sich kaum einer der Kunden heutiger Juweliere, unter welch katastrophalen Bedingungen das Gold oft abgebaut wird. Das dachte sich auch Guya Merkle, die mit Anfang 20 die Schmuckfirma ihrer Eltern übernahm. Sie versucht seitdem, mehr Aufmerksamkeit auf den Goldbergbau zu lenken: Sie hat Initiativen für fair gehandeltes Gold angeschoben und eine Stiftung gegründet. Titelbild: Chilcutte / Pixabay Video: Goldbergbau in Uganda Links Guya Merkle / Vieri Haute Joaillerie Guya Merkle beim TEDx Berlin, 2012 AG003 Moderne Goldsuche WP: Goldpreis WP: Provinz Nazca, Peru WP: Quecksilber WP: Amalgam WP: Amalgamverfahren Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft: Better Gold Initiative (PDF) Earthbeat Foundation WP: Kimberley-Prozess
- Shutdown16.10., 10:0416.10.2013, 10:0400:19:50
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Die Vereinigten Staaten sind die größte Wissenschaftsnation der Welt. Der Shutdown im US-Haushaltsstreit legt nun nicht nur viele Ämter lahm, sondern auch Teile der Forschungslandschaft. Daher habe ich kurz mit der Geologin Professor Dawn Sumner von der Universität von Kalifornien in Davis gesprochen. Sie steckt in zwei wichtigen Forschungsprojekten: Sie ist seit Jahren in diversen Teams um den Rover Curiosity aktiv. Sie half bei der Suche der Landestelle und beteiligt sich heute als Langzeitplanerin. Sie arbeitet auch maßgeblich an der geologischen Kartierung des Galekraters mit. Außerdem hat sie eine Expedition in die Antarktis vorbereitet, die eigentlich jetzt beginnen sollte. Ich habe sie über ihre Arbeit befragt und sie um eine Einschätzung der US-Wissenschaft gebeten, die recht düster ausfällt. Titelbild: Bild: CC-BY-SA 3.0 Hans Haase / Wikimedia Commons Links Dawn Sumner @sumnerd, Universitäts-Seite, Blog Antarktis, Blog Mars WP: Entstehung des Lebens WP: Mikrobielle Matten WP: Government Shutdown AG007: Ein Jahr Curiosity Nature: US Antarctic research season is in jeopardy Planetary Society: Curiosity: still roving WP: National Science Foundation