Podcast

Arbeit Bildung Zukunft

Dr. Lukas Kagerbauer

Business · Education · Science

199 Episoden · neueste 13.10.

Episoden

199
  1. PV und Batteriespeicher: Warum Bauchgefühl nicht reicht
    13.10., 06:3000:44:15

    Gäste: Dieter Esau, Adites GmbH und Justus Ameling, Uni Würzburg / KI-Regio Lange war die Rechnung für eine PV-Anlage einfach: EEG-Vergütung, 20 Jahre feste Finanzierung, die Bank war zufrieden. Für Anlagen ab 100 Kilowatt gilt das so nicht mehr. Anlagen werden abgeregelt, der Strompreis rutscht mittags ins Minus, und in diesen Stunden fließt keine Förderung. Wie trifft ein Unternehmen da noch eine belastbare Entscheidung für PV und Speicher? Darüber spreche ich mit Dieter Esau, Gründer und Geschäftsführer der Adites GmbH, und Justus Ameling vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen der Universität Würzburg. Die beiden entwickeln im Transferprojekt KI-Regio der Universität Würzburg gemeinsam ein Werkzeug, das genau diese Frage beantworten soll: https://ki-regio.de Aus dem Gespräch „Die meisten Kunden, die diese Anlagen ab 100 Kilowatt betreiben, die wissen heute nicht wirklich genau, was sie verdienen können.“ (Dieter Esau) „Wir haben so ein kleines Schweizer Taschenmesser für Investitionsentscheidungen für PV und Batterien gebaut.“ (Justus Ameling) „Da hat man ein sicheres Regelwerk gehabt, dieses EEG. Und dann hat man gesagt: 20 Jahre Finanzierung, fest, alle sauber, Banken waren sicher. Und jetzt, seit drei, vier, fünf Jahren, hat sich die Welt gedreht.“ (Dieter Esau) Themen der Folge ⚡ Warum die alte Rechnung nicht mehr aufgeht: Für Anlagen ab 100 Kilowatt trägt das EEG kaum noch. Anlagen werden abgeregelt, Strompreise rutschen ins Minus, und in längeren Negativphasen entfällt die Förderung. Das macht Finanzierung und Wirtschaftlichkeit unsicher. 🧰 Das Werkzeug: eine standortgenaue Simulation des PV-Ertrags plus ein Optimierungsmodell, das den Einsatz der Batterie am Strommarkt berechnet. Marktprämie, Ausrichtung, Neigung oder Abnutzung lassen sich frei verändern und als Szenarien vergleichen. 📊 Die Datengrundlage: standortspezifische Wetterdaten und historische Börsenpreise. Weil 2022 und 2023 durch den Ukrainekrieg verzerrt sind, dient 2025 als Basisjahr. Entscheidend ist, dass Wetter und Preise zusammenpassen. 🔋 Was es bringt: Kapital passend dimensioniert einsetzen, der Bank eine belastbare Rechnung vorlegen und im Betrieb nachvollziehen, woher das Geld kommt. Als Nächstes stehen Daten aus dem laufenden Betrieb und Energy Sharing auf dem Plan. Kapitelmarken 00:00 Einführung 01:40 Vorstellung: Adites und der Lehrstuhl Enterprise AI 05:04 Warum das EEG keine Sicherheit mehr gibt 08:38 Negative Strompreise und was ein Speicher daraus macht 12:45 Das Planungstool: Daten, Basisjahr 2025, Prognose 15:57 Das Schweizer Taschenmesser: Simulation und Optimierung 19:46 Lastmanagement, Grünstrom- und Graustromspeicher 25:53 Herausforderungen: Netzbetreiber, Bürokratie, Banken 29:57 Vom Bauchgefühl zur Transparenz im Betrieb 35:51 Ausblick: Betriebsdaten, Netzsicherheit, Energy Sharing Über die Gäste Dieter Esau ist Elektroingenieur und Gründer der Adites GmbH in Strahlungen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Er hat als Energieberater angefangen und beschäftigt sich seit 2010 mit erneuerbaren Energien, 2015 wurde Adites als GmbH gegründet. Adites plant und baut PV-Anlagen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und Mieterstromprojekte für Privat- und Gewerbekunden. Justus Ameling ist Doktorand und seit drei Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen von Prof. Dr. Gunther Gust an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er forscht dazu, wie sich Machine Learning und Optimierungsverfahren im Energiesystem verbinden lassen, etwa bei der Trassenplanung oder bei dynamischen Stromtarifen. Links und Ressourcen KI-Regio, Universität Würzburg KI-Regio auf LinkedIn Adites GmbH Adites GmbH auf LinkedIn Dieter Esau auf LinkedIn Justus Ameling, Universität Würzburg Justus Ameling auf LinkedIn Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen (Prof. Dr. Gunther Gust) Energy Sharing, Informationen der Bundesnetzagentur Arbeit Bildung Zukunft auf allen Plattformen Lukas Kagerbauer auf LinkedIn LinkedIn-Newsletter Arbeit Bildung Zukunft Neue Folgen per E-Mail Über den Podcast Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen, für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf YouTube.

  2. Warum 1,3 Prozent Wachstum für 2026 keine Trendwende ist
    06.10., 06:3000:25:45

    Gast: Prof. Dr. Peter Bofinger, Universität Würzburg Peter Bofinger und ich ordnen die Herbstprognose ein: warum das Plus vor allem am Staat hängt und welche Hebel Politik und Unternehmen jetzt haben. Economist Corner.

  3. Predictive Maintenance im Wärmenetz: 14 % weniger Verluste
    29.09., 06:3000:32:57

    Gäste: Frank Wendel, ÜZ Mainfranken und Tim Lachner, Uni Würzburg / KI-Regio Ein Regelventil klemmt auf halber Position. Die Wohnung wird warm, der Kunde ruft nicht an, und trotzdem drückt dieses eine Haus die Effizienz eines ganzen Wärmenetzes. Solche Fehler sieht heute niemand, außer jemand setzt sich hin und liest Zeitreihen von über hundert Hausanschlussstationen. Darüber spreche ich mit Frank Wendel von der ÜZ Mainfranken und Tim Lachner von der Universität Würzburg. Die beiden arbeiten im Transferprojekt KI-Regio der Universität Würzburg daran, aus Betriebsdaten eine Vordiagnose zu machen, bevor der Monteur losfährt. Drei Sätze aus dem Gespräch Manchmal findet man was, manchmal aber auch nicht. (Frank Wendel über die Fehlersuche vor Ort) Das sind Faktoren, die wir nicht merken und die der Kunde nicht merkt. Erst wenn wir in die Messdaten schauen und die Zeitreihen händisch analysieren, kann man so einen Fehler identifizieren. Aber bei über hundert Stationen pro Wärmenetz ist das ein mühseliges Unterfangen. (Frank Wendel) Alles, was ich vorher optimiere und an Wärme einspare, muss ich schon mal nicht transformieren. (Frank Wendel über den eigentlichen Hebel) Themen der Folge 🕵️ Die teuerste Fehlerklasse ist die unsichtbare: Eine Station läuft, der Kunde ist zufrieden, und die Rücklauftemperatur ist trotzdem dauerhaft zu hoch. 📊 Warum die Betriebsdaten allein nicht reichen. Sie sind nicht gelabelt, das Modell weiß also zunächst nicht, wie ein Fehler überhaupt aussieht. 🚪 Rund hundert Stationen nach Wärmebedarf und Effizienz gerankt, etwa die Hälfte begangen. Aus diesen Protokollen entstehen die Label für das Modell. 📉 Ergebnis der manuellen Optimierung 2024 und 2025: 14 Prozent weniger Netzverluste. Die KI soll nicht das Ergebnis liefern, sondern das Suchen skalierbar machen. Kapitelmarken 00:00 Warum ein kleiner Fehler ein ganzes Wärmenetz ausbremst 00:59 Frank Wendel, die ÜZ Mainfranken und was eine Energiegenossenschaft ist 03:23 Tim Lachner: Business Analytics trifft Wärmenetz 06:41 Wartung heute: Anruf, Ausrücken, Ursachensuche vor Ort 10:02 Der Fehler, den niemand merkt: das halb offene Ventil 12:07 Daten ohne Label: wie man Anomalien trotzdem findet 16:26 Begehungen vor Ort: woher die Wahrheit für das Modell kommt 20:51 Studierendenteam und Dashboard 22:13 14 Prozent weniger Netzverluste, komplett von Hand 25:12 Ausblick: Feldtest, Schnittstelle und die nächsten Jahre Über die Gäste Frank Wendel Frank Wendel verantwortet bei der ÜZ Mainfranken eG das Energie- und Kommunalmanagement. Er ist seit 2024 im Unternehmen. Davor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart und hat im Rahmen seiner Promotion zur Digitalisierung von Wärmenetzen gearbeitet. Bei der ÜZ kümmert er sich um die Bestandsnetze und ihre Transformation, um Potenzialanalysen für neue Netze und um die kommunale Wärmeplanung. Tim Lachner Tim Lachner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Business Analytics von Prof. Dr. Christoph M. Flath an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er hat dort Wirtschaftsinformatik im Bachelor und im Master studiert und arbeitet an der Frage, wie sich in komplizierten Systemen bessere Entscheidungen treffen lassen. Im Projekt KI-Regio betreut er die Zusammenarbeit mit der ÜZ Mainfranken und das Projektseminar, in dem Studierende das Analysemodell und das Dashboard entwickeln. Links und Ressourcen KI-Regio: https://ki-regio.de/ ÜZ Mainfranken eG: https://www.uez.de ÜZ Mainfranken, Nahwärme-Netze: https://www.uez.de/energiewende/waermeversorgung/nahwaerme-netze ÜZ Mainfranken, Klimaschutz-Netzwerke: https://www.uez.de/energieloesungen/klimaschutz-netzwerke Tim Lachner, JMU Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/wiba/team/tim-lachner/ Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Business Analytics, JMU Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/wiba/startseite/ LinkedIn Frank Wendel: https://www.linkedin.com/in/frank-wendel-4b535513a/ LinkedIn Tim Lachner: https://www.linkedin.com/in/tim-lachner-918768237/ Vorherige KI-Regio-Folge mit Robin Derzbach und Adites: https://youtu.be/QfeANR63g_Q Folge mit der ÜZ Mainfranken zum Thema Windkraft: https://youtu.be/QfeANR63g_Q Über den Podcast Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen, für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf YouTube.

  4. Social Media Marketing für KMU: Was authentisch wirkt
    18.09., 06:3000:44:30

    Gäste: Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge, Universität Würzburg, Denisa Garcia, FLYERALARM Jedes Unternehmen will authentisch wirken, doch woran macht man das fest? Die Forschung hat darauf eine unbequeme Antwort: Ob etwas authentisch ist, entscheidet nicht das Unternehmen, sondern der Kunde. Damit wird aus einem Marketing-Buzzword eine Frage an den ganzen Betrieb. Für viele kleine und mittelständische Unternehmen mit knappen Marketingbudgets kann das wiederum eine echte Chance sein, denn oftmals schlagen einfache Rohformate teuren Hochglanzproduktionen. Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge, Lehrstuhlinhaberin für BWL und Marketing an der Universität Würzburg, und Denisa Garcia, die bei FLYERALARM die Social-Media-Kommunikation verantwortet. „Wir sind nicht einfach nur Mittelstand, wir sind der Mittelstand, weil unsere Kunden der Mittelstand sind.“ (Denisa Garcia) „Authentizität wird in der Regel aus Kundensicht gemessen. Das heißt, Authentizität ist an der Stelle eine Wahrnehmung.“ (Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge) „Erzählt einfach Geschichten über euch, die echt sind und wahr sind.“ (Denisa Garcia) Themen der Folge 🎯 Erst das Ziel, dann der Content. Employer Branding und Vertriebsunterstützung brauchen verschiedene Posts. 🪞 Authentizität ist eine Wahrnehmung beim Kunden. Wer sie erzeugen will, muss zuerst wissen, wofür das eigene Haus steht. 👥 Der billigste Test vor der Veröffentlichung: Wenn die eigenen Leute den Post befremdlich finden, stimmt die Richtung nicht. 📺 Der WM-Spot mit Präsident Knabe, hochkant im Selfiemodus gefilmt, mit Abbruch mitten im Satz. Warum das funktioniert. 🔗 Kanalwahl und Medienbrüche: Wann LinkedIn und Fachcommunities besser tragen als TikTok. 🤝 Micro-Influencer ab 500 Followern, und warum bei langfristigen Kooperationen die DNA passen muss. 🤖 KI im Marketing: Wo sie hilft und ab wann die Engagement-Zahlen abrutschen. ⏱️ Kapitel 00:00 Zwei Perspektiven auf Social Media: Forschung und Praxis 04:43 Welche Ziele Social Media im Mittelstand erfüllen soll 06:30 Wenn die eigene Zielgruppe der ganze Mittelstand ist 11:14 Authentizität ist eine Wahrnehmung, kein Bauchgefühl 16:13 Erwartungshaltung: Warum Hochglanz nicht automatisch schadet 17:48 Der Knabe-Spot, der absichtlich mitten im Satz abbricht 20:49 Menschen und Geschichten schlagen Grafik mit Call-to-Action 24:01 Kanalwahl und der Sprung zwischen offline und digital 29:34 Influencer: DNA statt Reichweite 36:53 KI im Marketing, die Angst vor Fake und der Glaube an Analoges Über die Gäste Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge ist Lehrstuhlinhaberin für BWL und Marketing an der Universität Würzburg und leitet die Forschungsgruppe Digital Marketing & E-Commerce. Denisa (Denny) Garcia verantwortet die Social-Media-Kommunikation bei FLYERALARM in Würzburg und ist dort im neunten Jahr. Sie begann im Community Management, baute im Digital Hub Teams und Geschäftsmodelle mit auf und arbeitete im Branchenvertrieb. Heute führt sie die Kommunikation durch einen Transformationsprozess. Links & Ressourcen Lehrstuhl für BWL und Marketing, Universität Würzburg: https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/marketing Prof. Dr. Jana-Kristin Prigge auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jana-kristin-prigge-108289215/ Denisa Garcia auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dennygarcia/ FLYERALARM: https://www.flyeralarm.com/de/ Arbeit Bildung Zukunft auf YouTube: https://www.youtube.com/@arbeitbildungzukunft

  5. Wissen Arbeitgeber, welche Benefits ihre Beschäftigten wirklich schätzen?
    03.09., 06:3000:52:46

    Gast: Max Müller, Doktorand, Universität Bonn Ein Betrieb in Bonn findet keine Leute und weiß nicht,woran es liegt. Zwei Wochen später sitzt ein vergleichbarer Betrieb vor 78 Bewerbungen auf drei Ausbildungsplätze. Was macht den Unterschied? Im Kern geht es darum, wie gut Betriebe wirklich wissen, was ihren Beschäftigten wichtig ist? In einem Working Paper mit 761 Unternehmen und 3.203 Beschäftigten unterschätzen sie den Wert von Benefits im Schnitt um 17 Prozent, bei jeder einzelnen Leistung. Darüber spreche ich mit Max Müller, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Themen der Folge 💶 Welche Benefits sind den Beschäftigten in Euro ausgedrückt, wie viel wert? Homeoffice 553 Euro im Monat, Vier-Tage-Woche 417 Euro, planbare Arbeitszeiten394 Euro. 📉 Betriebe unterschätzen das bei jeder einzelnen Leistung, im Schnitt um 17 Prozent. Am stärksten bei planbaren Arbeitszeiten mit 27 Prozent. 🚪 Wer kein Homeoffice anbietet, liegt um 35 Prozent daneben. 🧠 Der Grund: Projection Bias: Man ankert die Einschätzung in den eigenen Präferenzen 👥 Jüngere und weibliche Entscheider liegen näher an den tatsächlichen Präferenzen. 🔗 Und es kostet: Pro Standardabweichung stärkerer Unterschätzung melden Betriebe 8 bis 10 Prozentpunkte mehr Fachkräftemangel. Eine Korrelation, keine Kausalität – dennoch spannend. Gemeinsam mit Max und Simon werden wir einen Workshop /eine Veranstaltung planen, um mit Betrieben in den Dialog zu kommen. Interessierte Unternehmen können sich zudem direkt melden – ich verbinden dann mit Max, denn der Dialog mit Unternehmen trägt dazu bei, die Forschung zu verbessern. Über den Gast: Max Müller ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. Bachelor und Master hat er an der Universität Würzburg gemacht und war zuletzt ein Jahr in den USA. Kennengelernt haben wir uns in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zur Integration von Geflüchteten in Ausbildung. Das Working-Paper hat er gemeinsam mit Simon Cordes verfasst, ebenfalls Universität Bonn. Timemarks: 00:00 Einstieg und kurz über Max Müller 06:29 Der Handwerker in Bonn und die 78 Bewerbungen 15:10 Studiendesign: Homeoffice oder 500 Euro? 19:34 Die fünf Leistungen und das Kernergebnis 26:46 Projection Bias: warum Betriebedanebenliegen 35:52 Selbst gemachter Fachkräftemangel 43:11 Ausblick und Angebot an Unternehmen Links und Ressourcen: Working Paper „Do Firms Know What Workers Want?" (Simon Cordes und Max Müller, 27. Februar 2026) Max Müller @Universität Bonn: LINK Podcast: https://www.kagerbauer.de/podcast ‍

  6. ABZ 02-78 Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) – Nachhaltig im Beruf handeln
    19.08., 06:3000:52:08

    Gäste: Nicole Duschka (Deutsche KlimaStiftung) & Tim Oberdieck (ATLANTIC Hotel Sail City) Seit 2021 ist Nachhaltigkeit fester Bestandteil jedes neu geordneten Ausbildungsberufs. Das ist bekannt. Die Herausforderung ist nicht die Wissensvermittlung, sondern vielmehr die projektbezogene, praktische Umsetzung in der betrieblichen Praxis. Darüber spreche ich mit Nicole Duschka, Projektleiterin im Projekt BBNE Lobby der Deutschen KlimaStiftung, und Tim Oberdieck, Hoteldirektor des ATLANTIC Hotel Sail City in Bremerhaven. Das Projekt "BBNE Lobby" wird im Rahmen des Programms "Nachhaltig im Beruf - zukunftsorientiert ausbilden" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Themen der Folge 🌱 Was BBNE, also Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung, tatsächlich meint: nicht nachhaltig handeln nach Anweisung, sondern verstehen und erleben, wie Nachhaltigkeit funktioniert. 📋 Die Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ ist seit 2021 in jedem neu geordneten Beruf Pflicht. Aber wie kommt das in den Betrieben an und wie wird es vermittelt? 🏨 Über 500 Maßnahmen in 13 Jahren im ATLANTIC Hotel Sail City. Der Anstoß kam aus der Belegschaft, die Direktion war am Ende der Kette und nicht am Anfang. 📈 Warum sich das rechnet: Ein abgebrochener Ausbildungsvertrag kostet Bewerbungsprozess, Einarbeitung und Zeit. Diese Kosten fallen weg, wenn Menschen bleiben wollen. 🚀 Ausblick: BBNE Lobby geht in eine zweite Förderphase über zwei Jahre. Geplant sind ein BBNE-Check zur Standortbestimmung und das Materialheft „Einfach mal machen“. Über die Gäste Nicole Duschka hat im Projekt BBNE Lobby bei der Deutschen KlimaStiftung in Bremen die Projektleitung inne. Sie hat klassisch mit einer Ausbildung begonnen, viele Jahre an einem außerschulischen Lernort Bildungsangebote koordiniert und entwickelt und sich anschließend als Beraterin für solche Lernorte selbstständig gemacht. Sie war selbst mehrere Jahre Ausbilderin und kennt den Ausbildungsalltag aus eigener Erfahrung. Im Projekt verantwortet sie die Region Bremen, wobei die Deutsche KlimaStiftung mit ihren Angeboten auch bundesweit im Einsatz ist. Tim Oberdieck ist gelernter Hotelfachmann, hat die Hotelfachschule in Heidelberg besucht, neun Betriebe im In- und Ausland durchlaufen und ist seit 2010 Hoteldirektor des ATLANTIC Hotel Sail City in Bremerhaven. Seit 2013 treibt er dort unter dem Titel #gruenunterwegs eine Nachhaltigkeitsstrategie voran, ausgezeichnet unter anderem mit dem Bremer Klimaschutzpreis 2018 und dem Bremer Landestourismuspreis 2022. Er ist Botschafter des Projekts BBNE Lobby. Links & Ressourcen • BBNE Lobby (Projektwebsite, Formate und Termine): https://bbne-lobby.de • Deutsche KlimaStiftung: https://www.deutsche-klimastiftung.de • Projektseite BBNE Lobby bei der Deutschen KlimaStiftung: https://www.deutsche-klimastiftung.de/projekte/bbne-lobby/ • ATLANTIC Hotel Sail City Bremerhaven: https://www.atlantic-hotels.de/hotel-sail-city/ • Nachhaltigkeit im Sail City (Green Sail): https://www.atlantic-hotels.de/en/hotel-sail-city/green-sail-sustainability/ • Verbundausbildung meerzukunft³: https://meerzukunfthochdrei.de/ • BIBB zur Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“: [https://www.bibb.de/de/139364.php ](https://www.bibb.de/de/139364.php )

  7. ABZ 02-77 Wie baut man eine souveräne Cloud für die deutsche Verwaltung?
    30.07., 06:3000:51:13

    Gast: Nikolaus Hagl, CEO Delos Cloud GmbH & Head of Sovereign Cloud, SAP 𝘐𝘮 𝘗𝘰𝘥𝘤𝘢𝘴𝘵 𝘴𝘱𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳 ü𝘣𝘦𝘳 𝘧𝘰𝘭𝘨𝘦𝘯𝘥𝘦 𝘛𝘩𝘦𝘮𝘦𝘯: 🧭 Souveränität ist nicht gleich Abschottung: Vier Dimensionen entscheiden — wo die Daten liegen, wo die Technik läuft, wer sie betreibt und welches Recht gilt. Wer nur den Serverstandort prüft, hat drei Viertel der Frage übersehen. 🔐 Der Knackpunkt Microsoft: „Microsoft ist für Delos Technologielieferant." Dahinter stehen sicherheitsüberprüftes Personal über den gesamten Stack, ein mit dem BSI definierter Update-Prüfprozess mit Stopp-Möglichkeit und begleiteter Support ohne freien Systemzugriff. 🏛️ Warum es trotzdem hakt: 11.000 Kommunen, viele davon mit drei IT-Mitarbeitenden. Die können nicht digitalisieren — egal wie gut die Erkenntnis ist. Die Antwort ist nicht mehr Geld, sondern das Modell der Stadtwerke: gemeinsame Plattformen statt Einzelprojekte. 🤖 KI und Souveränität: Kein eigenes Frontier-Modell besitzen wollen — sondern die Plattform, auf der Modelle austauschbar bleiben. Mistral souverän betrieben, dazu ein MoU mit OpenAI auf Delos-Seite. ✅ Souveränität ist mehrdimensional: Ein deutscher Serverstandort allein sagt noch nichts darüber aus, wer im Zweifel Zugriff hat. ✅ Wahlfreiheit ist selbst ein Souveränitätskriterium — wer nur einen Anbieter hat, bleibt abhängig. ✅ Der Engpass ist nicht die Technik, sondern der Mut, mit 80 % zu starten. Bei Daten und Sicherheit gelten weiter 100 %. 𝐔𝐧𝐝 𝐧𝐮𝐧? 𝐃𝐢𝐞 𝐔𝐡𝐫 𝐭𝐢𝐜𝐤𝐭! Bis 2030 fehlen der öffentlichen Verwaltung rund eine Million Fach- und Führungskräfte. Das ist ohne Digitalisierung und Automatisierung nicht aufzufangen — in der Verwaltung genauso wenig wie im Mittelstand. Die Erkenntnis ist da. Jetzt geht es ums Machen. Links: https://www.deloscloud.de

  8. ABZ 02-76 - Economist Corner – Programm für Aufschwung und Beschäftigung
    07.07., 06:3000:25:16

    Gute Ansätze und die Suche nach Wachstumsimpulsen Die Koalition hat sich auf ein „Programm für Aufschwung und Beschäftigung" geeinigt: 34 Maßnahmen, rund 10 Milliarden Euro Entlastung, Bürokratierückbau mit Beweislastumkehr. Im Kern sind viele gute Ansätze erkennbar. Echte Investitions- und Wachstumsimpulse sehen jedoch anders aus. Darüber spreche ich in unserem Podcast-Format „Economist-Corner“ mit Prof. Dr. Peter Bofinger, Seniorprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg und langjähriger Wirtschaftsweiser. 🔍 Steuerreform unter der Lupe: 10 Mrd. € klingen groß — sind aber ein Viertelprozent des BIP, und ein Teil gleicht nur die kalte Progression aus. Das Urteil von Prof. Bofinger: „Homöopathische Dosen statt echter Medizin." 📉 Investitionen: den Investitionsbooster (17 Mrd. € Steuerausfall 2028, Wirkung fraglich) durch eine echte Investitionsprämie von z.B. 10 % ersetzen — wenn Unternehmen in Deutschland investieren. 🤖 Zukunftstechnologien: Im Papier werden KI, Halbleiter und Batterien genannt — Geld ist nicht hinterlegt. Gerade in diesen strategisch wichtigen Feldern ist gezielte und konsequente Industriepolitik wichtig. Die High-Tech Agenda in Bayern hat bereits gute Impulse geliefert, die es im Bund zu übernehmen gilt. ✅ Kernbotschaft: Gute Ansätze — aber wer Wachstum will, darf sich nicht im Klein-Klein verzetteln. ✅ Bürokratieabbau ist wichtig – aber, es braucht darüber hinaus echte Investitionsimpulse, die Wertschöpfung bringen. ✅ Deutschland (und auch Mainfranken) hat viel Potenzial: Robotik, KI, Raumfahrt-Informatik z.B. rund um Würzburg und Schweinfurt — was fehlt, ist Tempo und eine Strategie und finanzielle Mittel, die Cluster konsequent stärken. Reinhören lohnt sich. 🎧 LINK ZUM PROGRAMM: hier klicken Wie bewertet ihr das Paket?

  9. ABZ 02-75 Warum 40 Prozent aller Führungswechsel scheitern
    24.06., 06:3000:46:27

    Gast: Navid Nazemian, Executive Transition Coach und Autor Wir reden über Demografie, über ganze Führungsgenerationen, die jetzt in den Ruhestand gehen. Im Mittelstand gehen gerade reihenweise Inhaber und Geschäftsführer von Bord, neue rücken nach. Die eigentliche Frage ist: Wie gelingt der Übergang — und warum misslingt er so oft? Die Kosten für Organisation durch diese Friktionen sind enorm. Darüber spreche ich in der neuen Folge mit 𝗡𝗮𝘃𝗶𝗱 𝗡𝗮𝘇𝗲𝗺𝗶𝗮𝗻, Executive Transition Coach und Autor von „Mastering Executive Transitions“. 26 Jahre Konzern (Adidas, GE, Vodafone, Roche, BAT), heute begleitet er CEOs durch genau diese Phase. Er arbeitet dabei mit dem Double Diamond Framework. 𝗞𝗲𝘆 𝗧𝗮𝗸𝗲𝗮𝘄𝗮𝘆𝘀: ✅ Scheitern ist selten fachlich. Es sind People, Culture, Politics — die Klaviatur wird größer, je weiter oben man spielt. ✅ „What got you here won’t get you there“: Wer die alten Muster mitbringt, scheitert mit ihnen. Die neue Rolle braucht ein neues Playbook. ✅ Die ersten 90 Tage gehören dem Zuhören — zwei Ohren, ein Mund. Die großen Weichen kommen erst ab Monat vier. ✅ 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱 & 𝗙𝗮𝗺𝗶𝗹𝗶𝗲𝗻𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻: Nachfolge ist hier kein Projekt, sondern ein Identitätswechsel. Ratschlag: mindestens drei Jahre vorher anfangen. Links & Ressourcen: • Buch „Mastering Executive Transitions“: https://www.masteringexecutivetransitions.com • Navid Nazemian auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/navidnazemian/

  10. ABZ 02-74 - Innovation entsteht nicht in Positionspapieren
    12.05., 06:4500:50:47

    Gast: Prof. Dr.-Ing. Jan Schmitt, Vizepräsident, THWS 🌟 Innovation entsteht nicht in Positionspapieren oder Beschlüssen! Innovation entsteht durch das koordinierte Zusammenwirken vieler mutiger Menschen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. In dieser Podcast-Folge habe ich mit Prof. Dr.-Ing. Jan Schmitt, Vizepräsident für Forschung und Gründung an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) genau darüber gesprochen. Welche Faktoren fördern die Innovationsfähigkeit von Regionen und welchen Beitrag liefern die einzelnen Stakeholder im Ökosystem? Das ist wichtig und relevant, denn gerade Regionen, die stark industriell geprägt sind – und hierzu zählt u.a. die Region Schweinfurt – befinden sich aktuell in einem massiven Transformationsprozess. Die Herausforderung besteht darin starke und innovative industrielle Kernbereiche zu sichern, auszubauen und gleichzeitig neue Wertschöpfungsbereiche aufzubauen. Das passiert nicht über Nacht, sondern ist ein Prozess. Damit dieser Prozess erfolgreich wird, braucht es ein starkes und eng vernetztes Ökosystem / Innovationssystem. Alle Akteure können (und müssen) einen wesentlichen Beitrag leisten – angefangen von den Hochschulen über Wirtschaft, Politik, Institutionen bis hin zur Gesellschaft. Im Podcast sprechen wir über folgende Themen: Welche Akteure prägen ein echtes Innovationssystem? Wer hat welche Rolle und wie sieht das Zusammenspiel zwischen Hochschule, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft aus? Aufzählungs-Text🎓 Die THWS als Wirtschaftsmotor: Technologietransferzentren, das Startup-Lab WERK:RAUM, CAIRO (KI-Zentrum) und praxiserfahrene Professorinnen und Professoren als direkte Brücke in die Wirtschaft. 💡 Förderung intelligent einsetzen: Staatliche Mittel als Zündfunke — und wie private Investitionen danach den Weg von der Forschungsidee zur Marktreife tragen müssen. 🏗️ KI-Gigafactory auf den Conn Barracks in Schweinfurt: Hier entsteht mehr als nur gigantische Rechenkapazität: Hier entsteht ein potenzieller Katalysator für ein neues Gründungs- und Transferökosystem —im Norden Bayerns und im Herzen von Europa. Und nun? Packen wir es an! Die Herausforderungen sind enorm – es gilt die Potenziale und Netzwerke zu bündeln und zu nutzen. Von der Wissenschaft und Wirtschaft bis zur Politik – wir haben in der Region Schweinfurt, aber auch in ganz Bayern und Deutschland mutige Menschen, die Zukunft gestalten wollen. Lasst uns anpacken! Aber erst müsst ihr den Podcast hören - Spaß;-) – aber freuen würde ich mich schon.

  11. ABZ 02-73 I 14leafs – regionaler VC Fonds verbindet Wissenschaft, Technologie und Forschung
    21.04., 06:3000:43:33

    Auch außerhalb der Startup-Metropolen München, Hamburg oder Berlin gibt es viele smarte Menschen mit vielversprechenden Geschäftsideen. Ein Grund, warum die Ideen nicht zum Fliegen kommen oder die Gründer/innen in die Metropolen abwandern, ist fehlendes lokales Wagniskapital. Um diese Lücke in Mainfranken zu schließen, gibt es jetzt einen lokalen VC Fonds - “14leafs” – der innovative Geschäftsmodelle aus der Wissenschaft und Startup verbindet. Dahinter stecken die JMU, die Sparkasse Mainfranken und Stellavent Capital. In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Prof. Dr. Axel Winkelmann, Partner bei 14leafs und Inhaber des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik an der JMU Würzburg. „Wachstum muss in vielen Fällen sehr schnell entstehen, weil Märkte immer schneller besetzt werden und Märkte immer schneller aufgebaut werden müssen. Dafür braucht es Kapital – Wagniskapital." Themen der Folge In der aktuellen Podcastfolge diskutieren wir über folgende Themen: • 🏦 Das Konsortium hinter 14leafs: JMU Würzburg, Sparkasse Mainfranken und Stellavent Capital • 📊 Das Investitionsmodell: 50 Millionen Euro Zielvolumen, 40–50 Startups, von kleinen 5-stelligen Tickets bis 7-stelligen Co-Investments • 🌱 Mehr als Kapital: Wie 14leafs einen eigenen Accelerator aufbaut, der Gründerteams in der Professionalisierung vom Startup zum Scale-up begleitet • 🗺️ Warum der Fonds „14leafs" heißt: 14 Nobelpreise der Wissenschaftsregion, Weinlaub und eine Hommage an den Maple Leaf als Goldstandard des Anlegens • 🚀 New Space, Biotech, KI: Welche Branchen in Mainfranken das größte Potenzial haben • 📈 Startup-Klima 2026: Positiver Gründersaldo, wachsende Dynamik – Die Botschaft: „Hört auf, Deutschland und unsere Region schlecht zu reden – es braucht eine positive Einstellung, Mut und Machermentalität". Mehr dazu gibt es in der aktuellen Podcast-Folge. Links: https://www.14leafs.de

  12. ABZ 02-72 KI im Mittelstand – vom Datenfundament bis zur Hyperautomation
    14.04., 06:3001:01:30

    Gast: Prof. Dr. Axel Winkelmann „Strategie ist nicht nur KI, sondern Strategie ist eigentlich Effizienzsteigerung durch Automatisierung – und damit Möglichkeit zur Skalierung weit über das hinaus, was man heute händisch in einem Unternehmen machen könnte." „Das Wichtigste für alle Arten von Digitalisierung und Automatisierung ist letzten Endes das Datenfundament." „Anwendungswissen ist entscheidend und notwendig für das neue Wissen – das Bewertungswissen." Themen der Folge: 🏗️ Datenfundament zuerst: Prof. Winkelmann erklärt am konkreten Beispiel eines Maschinenbauers (die Notation „13x17x23S" im Freifeld), warum fehlende semantische Datenqualität jede KI-Initiative zum Scheitern bringt – bevor sie überhaupt beginnt. 🔄 Hyperautomation als Gesamtstrategie: KI allein reicht nicht. Die wirksame Antwort heißt Hyperautomation: die Integration von ERP-Systemen, RPA, Process Mining und KI zu einer durchgängigen Automatisierungsarchitektur. 📊 Adoption Gap im Mittelstand: 41 % der deutschen Unternehmen nutzen KI (Bitkom 2026) – aber der Abstand zwischen „KI testen" und „KI strategisch einsetzen" ist enorm. 🎓 Anwendungswissen und Bewertungswissen: Das neue Kompetenzmodell: Erst Anwendungswissen (wie funktioniert der Prozess?), dann Bewertungswissen (ist der KI-Output korrekt?). Ohne das Erste kein Zweites. 👴 Demografischer Wandel als Schutzpuffer: Bis 2030 werden rund 600.000 Stellen pro Jahr unbesetzt bleiben. Das ermöglicht Automatisierung ohne Massenentlassung – ein historisch einmaliges Zeitfenster. 🤖 Blick nach vorne: Autonome Fahrzeuge und humanoide Roboter stehen in einem exponentiellen Entwicklungskorridor. In 2–5 Jahren werden sie Logistik, Produktion, Handwerk und Pflegeberufe grundlegend verändern. 🌍 Optimismus für den Standort Deutschland: Deutsche Hochschulen bilden Weltklasse-Talente aus, die Forschung ist international wettbewerbsfähig – und durch Automatisierung entsteht eine reale Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Über den Gast: Prof. Dr. Axel Winkelmann ist seit 2012 Professor für BWL und Wirtschaftsinformatik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen ERP-Systeme, Business Process Management, Robotic Process Automation, Hyperautomation und KI im Mittelstand. Er leitet das größte ERP-Labor Deutschlands und begleitet regionale Unternehmen aktiv beim Digitalisierungstransfer. Darüber hinaus ist er Unternehmer, Investor und Mitgründer des 14leafs VC Funds sowie Host des ERP-Podcasts mit über einer Million Downloads. Links & Ressourcen LinkedIn Prof. Dr. Axel Winkelmann: https://www.linkedin.com/in/axelwinkelmann/ Digitalkompass Mainfranken: https://www.digitalkompass-mainfranken.de StellaVent: https://stellavent.de InnoHubs: https://innohubs.de 14Leafs Fund: https://14leafs.de Über den Podcast „Arbeit Bildung Zukunft ist der Podcast für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir verbinden akademische Forschung mit konkretem Praxisnutzen — für Unternehmen, HR und alle, die die Arbeitswelt von morgen aktiv gestalten wollen. Neue Folgen erscheinen regelmäßig auf allen großen Podcast-Plattformen und auf Youtube."

  13. ABZ 02-71 I Digitale Souveränität - Blick aus der wirtschaftlichen Perspektive
    20.03., 06:3000:41:56

    Gast: Prof. Dr. Michael Müßig, THWS Wir knüpfen damit direkt an Folge 70 mit Prof. Dr. Tobias Fertig von der THWS an, mit dem ich über die technische Perspektive digitaler Souveränität gesprochen habe. In dieser Folge stellen wir die wirtschaftlichen Konsequenzen in den Mittelpunkt. Wir diskutieren: Wie abhängig sind deutsche Unternehmen wirklich von US-Tech-Konzernen? Was bedeutet Vendor Lock-in? Welche echten Alternativen gibt es? 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞: 📊 Cloud-Infrastruktur in Europa: 70% bei AWS, Azure, Google – und 97% nicht-europäische Infrastruktur - was bedeutet das für die wirtschaftliche Resilienz von Unternehmen in Europa? 🏢 KMU-Vulnerabilität: 99,4% der deutschen Unternehmen haben nicht die IT-Ressourcen für KI-Themen und echte digitale Souveränität - was kann man tun? ⚠️ Vendor Lock-in als Geschäftsrisiko 🔓 Open-Source: Echte Alternativen oder Mythos? 🎯 Die Notwendigkeit zur Förderung digitaler Souveränität in Deutschland eröffnet neue Geschäftsfelder für smarte Gründerinnen und Gründer. 📌 Transparenz über Abhängigkeiten: Der erste Schritt zur Handlungsfähigkeit 🎓 Der 1. Würzburger Cross-Cutting Summit: Technologie, Politik und Wirtschaft im Austausch 𝐊𝐞𝐲 𝐓𝐚𝐤𝐞𝐚𝐰𝐚𝐲𝐬: ✅ Nicht souverän zu sein heißt abhängig zu sein – mit messbaren wirtschaftlichen Konsequenzen ✅ Viele Unternehmen sind sich der Konsequenzen digitaler Abhängig nicht vollumfänglich bewusst. Transparenz ist der erste Schritt zur Veränderung. ✅ Für Gründer entstehen gerade echte Chancen in drei Bereichen: KI-Lösungen für Souveränität, IT-Security und Digital Sovereignty Produkte ✅ Open Source bietet Optionen - diese sind aber nicht "umsonst" – es erfordert Entwicklung, Betrieb, Updates und Security. Das braucht Ressourcen und Strategie. 𝐔̈𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐆𝐚𝐬𝐭: Prof. Dr. Michael Müssig ist Professor für Sozioinformatik und Wirtschaftsinformatik an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). Michael beschäftigt sich intensiv mit den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Implikationen der Digitalisierung – und bringt sowohl akademische Tiefe als auch praktische Erfahrung in die Diskussion ein. Zudem setzt er sich stark für das Thema Entrepreneurship ein. 𝐋𝐢𝐧𝐤𝐬 & 𝐑𝐞𝐬𝐬𝐨𝐮𝐫𝐜𝐞𝐧: 🔗 ABZ-02-70: Digitale Souveränität – Technische Perspektive (mit Prof. Dr. Tobias Fertig) 🔗 1. Würzburger Cross-Cutting Summit (23. März 2026): hier klicken

  14. ABZ 02-70 I Digitale Souveränität aus einer technischen Perspektive
    16.03., 06:3000:44:33

    Gast: Prof. Dr. Tobias Fertig (THWS) 🔐 Digitale Souveränität – aus einer technischen Perspektive. Wie digital souverän ist Deutschland wirklich, warum ist das Thema überhaupt so wichtig und welche technischen Facetten sind dabei grundsätzlich zu beachten? Darüber spreche ich der aktuellen Folge des Podcasts mit Prof. Dr. Tobias Fertig von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Tobias bringt es auf den Punkt: Es geht im ersten Schritt nicht darum, alle Abhängigkeiten zu eliminieren. Es geht darum, Bewusstsein zu schaffen und unter Abwägung und Einbeziehung von Abhängigkeiten selbstbestimmt entscheiden und handeln zu können. Ein wichtiger Baustein ist der Aufbau einer digitalen Resilienzstrategie. 𝗗𝗶𝗲 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗧𝗵𝗲𝗺𝗲𝗻 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗙𝗼𝗹𝗴𝗲: ⚖️ Abhängigkeiten strategisch managen statt blind eliminieren – Microsoft Office kennt jeder, SAP hat fast jede größere Firma im Einsatz. Die Frage ist nicht ob, sondern wie man damit umgeht: Plan B kennen, Ausstiegsfähigkeit aufbauen, Risiken managen. ☁️ Das Cloud-Act-Problem bleibt – auch wenn Daten in Deutschland liegen. Solange der Anbieter US-amerikanisch ist, greifen der Cloud Act und FISA 702. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist dann oft die einzige realistische Schutzmaßnahme. 🏭 Welchen Preis hat eine vollständige digitale Souveränität (mit Blick auf den Ressourcenbedarf, Fachkräfte und Performance)? 🤖 KI & Souveränität – die führenden KI-Modelle kommen aus den USA oder China. Was bedeutet das für die Entwicklung und Anwendung? 🇩🇪 Wichtige politische Weichenstellungen in Europa und Deutschland - von Energie bis Rechenzentren - Digitale Souveränität ist ein wesentlicher Eckpfeiler für den Standort Europa und muss bei der Politik höchste Priorität haben. 📅 Wer das Thema vertiefen will: Am 23. März findet in Würzburg der 1. Cross-Cutting Summit der THWS statt. Dieser wird maßgeblich organisiert von Prof. Fertig und Prof. Michael Muessig – mit Speakern zu NextCloud, Datev, Scharz IT und mehr. LINKS & RESSOURCEN 📅 Cross-Cutting Summit – 23. März 2026, Würzburg: https://fiw.thws.de/kooperationen/summit/ 🔗 Prof. Dr. Tobias Fertig – THWS Würzburg-Schweinfurt: https://www.thws.de/forschung/forschungsprofil/forschenden-datenbank/tobias-fertigthws-de/ 🔗 LinkedIn-Profil Tobias Fertig: https://de.linkedin.com/in/fertigt Video-Podcast auf YouTube: [https://youtu.be/x1KQHk7ysGg]

  15. ABZ 02-69 I Economist Corner - Krieg im Iran und die wirtschaftlichen Folgen
    09.03., 06:3000:21:11

    Gerade als die deutsche Wirtschaft erste vorsichtige Erholungszeichen zeigt, erschüttert die Eskalation im Nahen Osten die globalen Energiemärkte. In dieser Episode unseres #EconomistCorner ordnet der ehemalige „Wirtschaftsweise“ Prof. Dr. Peter Bofinger gemeinsam mit Dr. Lukas Kagerbauer die ökonomischen Konsequenzen ein. Die Kernthemen im Überblick: 🔥 Energiepreise & Inflation: Warum ein anhaltender Konflikt die Zinsen nach oben treiben könnte. 🌍 Energiewende-Treiber: Warum der Ausbau erneuerbarer Energien heute mehr denn je ein sicherheitspolitisches Gebot ist. 🚢 Hormuz-Blockade: Eine Analyse der Worst-Case-Szenarien für globale Handelsrouten und exportorientierte Unternehmen. 🤖 KI-Governance: Warum Deutschland dringend eine zentrale politische Verantwortlichkeit für KI braucht, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Fazit: Der Aufschwung ist ein „zartes Pflänzchen“. Ob er überlebt, hängt auch maßgeblich von der Dauer des Kriegs im Iran der damit verbunden wirtschaftlichen Auswirkungen zusammen. ArbeitBildungZukunft #EconomistCorner #Wirtschaftspolitik #Konjunktur #Energiepolitik #Inflation #PeterBofinger #Geopolitik #Iran #Podcast

  16. ABZ 02-68 I Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten
    02.03., 06:3001:05:05

    Gast: Dr. David Bausch 🔄 𝐃𝐚𝐬 𝐄𝐧𝐝𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐬𝐰𝐞𝐥𝐭, 𝐰𝐢𝐞 𝐰𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐞 𝐤𝐚𝐧𝐧𝐭𝐞𝐧 – 𝐮𝐧𝐝 𝐰𝐚𝐬 𝐚𝐥𝐬 𝐍ä𝐜𝐡𝐬𝐭𝐞𝐬 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭. Digitaler Wandel, Künstliche Intelligenz, Demographischer Wandel, geopolitische Risiken, Unsicherheit, Change-Müdigkeit – man könnte die Liste weiterführen. Was Unternehmen und Organisationen gerade vor massive Herausforderungen stellt, kommt natürlich auch bei den Menschen an. Die Frage lautet nun: Wie können sich Unternehmen in diesem neuen Szenario zukunftsfähig aufstellen, welche Rolle spielt HR und wie kann man sich vielleicht sogar vom Wettbewerb abheben? Gemeinsam mit Dr. David Bausch – Organisationsentwickler, Wissenschaftler und Praktiker – spreche ich über die Frage: Was braucht es, um in dieser neuen Arbeitswelt nicht nur zu überleben, sondern wirklich zu gestalten? David bringt dabei einen zentralen Gedanken auf den Punkt: „Das Silodenken in HR und Organisationsentwicklung müssen wir aufbrechen. Führung, mentale Gesundheit, Vielfalt, Lernen und Kultur – das sind keine getrennten Projekte. Das ist ein System.“ 𝘐𝘯 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘳 𝘍𝘰𝘭𝘨𝘦 𝘴𝘱𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳 ü𝘣𝘦𝘳: 🔥 𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭?: Pandemie, Energiekrise, KI-Schock, Krieg – und mittendrin erschöpfte Menschen und Organisationen, die sich verändern müssen. 🧠 𝐌𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐚𝐥𝐬 𝐬𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦𝐫𝐞𝐥𝐞𝐯𝐚𝐧𝐭𝐞 𝐑𝐞𝐬𝐬𝐨𝐮𝐫𝐜𝐞: Weg vom Obstkorb-Denken – hin zum Verständnis, dass mentale Fitness die Basis jeder Leistungskultur ist. 🎯 𝐌𝐨𝐝𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐅ü𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐢𝐬𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐊𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐥𝐤𝐮𝐫𝐬: Psychologische Sicherheit ist kein Widerspruch zu echter Performance – sie ist die Voraussetzung. Joachim Löws „Zeig der Welt, dass du besser bist als Messi" gegenüber Mario Götze funktioniert nur dann, wenn das Fundament stimmt. 🌍 𝐕𝐢𝐞𝐥𝐟𝐚𝐥𝐭 & 𝐈𝐧𝐤𝐥𝐮𝐬𝐢𝐨𝐧 𝐚𝐥𝐬 ö𝐤𝐨𝐧𝐨𝐦𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐍𝐨𝐭𝐰𝐞𝐧𝐝𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭: Nicht Diversity-Bingo, sondern ganz konkret: Unterschiedliche Perspektiven, Bildungshintergründe und Lebensrealitäten schaffen Innovationspotenzial – wenn man sie auch wirklich einbezieht. 📚 𝐋𝐞𝐫𝐧𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫 𝐢𝐦 𝐊𝐈-𝐙𝐞𝐢𝐭𝐚𝐥𝐭𝐞𝐫: Weg vom statischen Wissensmanagement – hin zu echten, kompetenzbasierten Lerngewohnheiten. Die 1%-Methode: Nicht alles auf einmal umwerfen, sondern täglich einen kleinen Schritt besser werden. 🏛️ 𝐎𝐫𝐠𝐚𝐧𝐢𝐬𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐬𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫 𝐞𝐧𝐭𝐬𝐭𝐞𝐡𝐭 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐆𝐞𝐰𝐨𝐡𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 – 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐏𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐚𝐧𝐝: Wer nur den Namen von "HR" auf "People & Culture" ändert, hat noch nichts verändert. Es geht ums Erleben – jeden Tag. Ein Satz, der mir aus dem Gespräch geblieben ist: „Survival of the Fittest bedeutet nicht der Stärkste überlebt – sondern der Anpassungsfähigste." Das gilt für Unternehmen genauso wie für Führungskräfte und Teams. Und die gute Nachricht: Anpassungsfähigkeit kann man entwickeln. Schritt für Schritt. Link zur ersten gemeinsamen Podcast-Folge: https://www.wueconomics.de/episodes/02-15-digitaler-stress Link zum Buch: Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten (bei Amazon) Hörbuch: [hier klicken](https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1078359245?ProvID=15326761&gadsource=1&gadcampaignid=23491767566&gbraid=0AAAAADwkCX7B4vUNCM2fOPEkGV3JbAxSm ) Linkedin: Profil - Dr. David Bausch

  17. ABZ 02-67 I Wie optimiert man Windparks mit KI?
    10.02., 06:3000:31:31

    Verschattungsverluste in Windparks kosten bares Geld – die Lösung liegt nicht in neuen Anlagen, sondern in der intelligenten Steuerung. Die ÜZ Mainfranken und Forscher der Universität Würzburg zeigen, wie ein KI-basierter digitaler Zwilling den Betrieb von Windparks effizienter macht. 𝐃𝐢𝐞 𝐆ä𝐬𝐭𝐞: · Dr. Benjamin Geßlein, Teamleiter Energie- und Kommunalmanagement bei der ÜZ Mainfranken. · Robin Derzbach, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Business Analytics der Universität Würzburg. 𝐈𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞 𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 ü𝐛𝐞𝐫: 🔁 Das Projekt KI-Regio und die Synergie zwischen regionalem Mittelstand und Spitzenforschung. 📲 Die methodische Entwicklung eines Digitalen Zwillings für Windparks auf Basis von 10-Jahres-Daten. 🤖 Den Einsatz von Reinforcement Learning und „Predict-and-Optimize“-Ansätzen zur Steigerung des Gesamt-Outputs. 𝐖𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐬𝐭𝐫𝐚𝐧𝐬𝐟𝐞𝐫 & 𝐀𝐧𝐚𝐥𝐲𝐬𝐞: Das Gespräch verdeutlicht die methodische Brücke zwischen akademischer Modellierung und industrieller Anwendung. Durch die Verknüpfung von hochauflösenden Betriebsdaten (10-Minuten-Intervall) mit dem Expertenwissen der ÜZ Mainfranken wird die Theorie des „Multi-Objective Optimization“ in einen realen Business Case überführt. Dabei wird die klassische Einzelanlagen-Optimierung durch eine systemische Parkbetrachtung ersetzt, um Abschattungsverluste (Wake-Effekte) systematisch zu minimieren. Key Takeaways: · 🎯KI fungiert hier nicht als Ersatz, sondern als strategisches „Assistenzsystem“. · 🌟Das Projekt KI-Regio demonstriert die Stärke Mainfrankens als Innovationshub, in dem der Wissenstransfer zwischen der Wissenschaft und dem Mittelstand direkte wirtschaftliche Wertschöpfung generiert. 🎧Mehr Infos gibt es in der aktuellen Podcast-Folge. 🔗Link: www.ki-regio.de #Technologietransfer #KünstlicheIntelligenz #Windkraft #Energiewende #Mittelstand #Mainfranken #Würzburg #BusinessAnalytics #kiregio

  18. ABZ-02-66 Satellitendaten und Künstliche Intelligenz für die Landwirtschaft
    20.01., 07:5200:40:19

    Die Transformation der Agrarwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Effizienz erfordert eine valide Datengrundlage. Im Bereich New Space bietet die automatisierte KI-gestützte Analyse von Satellitendaten die Möglichkeit, komplexe Umweltfaktoren in skalierbare Business-Modelle zu überführen. Eine Lösung hierfür kommt aus Würzburg! Gast dieser Folge ist Gunther Schorcht, CEO der GreenSpin GmbH. Das Unternehmen ist eine erfolgreiche Ausgründung aus dem Institut für Geographie der Universität Würzburg (Earth Observation Cluster / DLR) und verdeutlicht das Unternehmen, wie akademische Expertise in der Fernerkundung erfolgreich in den Markteintritt geführt wird. In dieser Folge sprechen wir über: 🔹 Methodische Datenaufbereitung: Die Transformation von Rohdaten in anwendungsorientierte Analysen. 🔹 Von den Daten zum Business-Case: Wie KI-Modelle globale Agrarmärkte transparent und bewertbar machen. 🔹 Innovations-Transfer Wissenschaft-Wirtschaft: Die Synergien zwischen Raumfahrtinformatik (Uni Würzburg, Erdbeobachtung), Geographie, DLR und regionaler Wirtschaft. Mehr Infos gibt es im Podcast! Links: https://www.greenspin.de https://www.geographie.uni-wuerzburg.de/erdbeobachtung/ #NewSpace #KI #Erdbeobachtung #Agrarwirtschaft #Technologietransfer #Würzburg #GreenSpin #Wissenschaft

  19. ABZ 02-65 - Künstliche Intelligenz für städtischen Handel und Gastronomie
    13.01., 06:1500:43:20

    Der stationäre Einzelhandel steht durch E-Commerce-Verschiebungen, verändertes Konsumverhalten und steigende Kosten unter massivem Transformationsdruck. Ein zentraler Hebel für wirtschaftliche Resilienz liegt in der systematischen Nutzung von Daten zur besseren Planung, Prognose und Entscheidungsfindung – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). In der aktuellen Podcast-Folge stellen wir mit dem „Innenstadt-Prognosemodell für den Handel“ einen zentralen Baustein aus dem Forschungs- und Transferprojekt KI-Regio vor. In der aktuellen Podcast-Folge stellen wir mit dem „Innenstadt-Prognosemodell für den Handel“ einen zentralen Baustein aus dem Förderprojekt KI-Regio vor. Das Projekt KI-Regio verbindet Wissenschaft (5 Professuren und Forschende der WiWi Fakultät der Universität Würzburg) und mittelständische Unternehmen in Mainfranken (aktuell 65 Unternehmen), um durch KI regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Zu Gast im Podcast sind Volker Wedde, Bezirksgeschäftsführer, Handelsverband Bayern (Unterfranken) und Kai Günder, Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Logistik und quantitative Methoden (BWL) von Prof. Richard Pibernik, an der Universität Würzburg. Im Podcast sprechen wir über folgende Themen: 👬 KI-basierte Bedarfs- und Frequenzprognosen im stationären Handel 📊 Die Bedeutung externer Einflussfaktoren auf Kundenströme, u. a. Wetter, Wochentage, Feiertage, Events, Schulferien und Vorlesungszeiten der Universität 🛍️ Optimierung von Personal- und Warenplanung durch datenbasierte Vorhersagen ✅ Signifikante Effizienzgewinne, insbesondere in Gastronomie und Textilhandel, durch präzisere Prognosen der Kundenfrequenz; kürzere Wartezeiten, bessere Personaleinsatzplanung, weniger Über- oder Unterbesetzung und effizientere Warenlogistik 🎯 Ziel: datenbasierte Optimierung konkreter Alltagsentscheidungen für Handel und Gastronomie. Die bisherigen Ergebnisse sind bemerkenswert: Passantenströme in der Würzburger Innenstadt lassen sich mit einer durchschnittlichen Abweichung von rund 10 % prognostizieren. Auf Basis dieser Prognosen konnten Kundenzahlen und Verkaufsvolumina um 5–10 % genauer vorhergesagt werden, sofern zusätzliche Einflussfaktoren berücksichtigt werden. Diese Genauigkeit eröffnet reale wirtschaftliche Potenziale – gerade für KMU, die bislang oft ohne datenbasierte Planung arbeiten mussten. Ausblick: Nach einer erfolgreichen Pilotierung in Würzburg besteht das Potenzial zur Übertragung auf weitere Städte in Bayern und Deutschland. Gleichzeitig zeigt das Projekt exemplarisch, wie anwendungsnahe KI-Forschung, unternehmerischer Bedarf und regionaler Technologietransfer sinnvoll zusammenwirken können. 🎧 Wer sich für KI im innerstädtischen Handel, datenbasierte Entscheidungsunterstützung und praxisnahen Wissenschaftstransfer interessiert, sollte unbedingt in die Folge reinhören. ⬇️Link zum Podcast im ersten Kommentar #KIRegio #KünstlicheIntelligenz #SmartRetail #Einzelhandel #Mittelstand #Technologietransfer #BusinessIntelligence #Logistik #Würzburg #Innenstadt #ArbeitBildungZukunft

  20. ABZ 02-64 | Economist Corner: Lichtblicke 2026
    21.12., 12:1100:34:44

    🎄𝐃𝐢𝐞 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞 𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞 𝐟ü𝐫 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐚 – 𝐮𝐧𝐝 𝐞𝐬 𝐢𝐬𝐭 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 𝐖𝐞𝐢𝐡𝐧𝐚𝐜𝐡𝐭𝐬𝐟𝐨𝐥𝐠𝐞 𝐢𝐦 𝐅𝐨𝐫𝐦𝐚𝐭 𝐄𝐜𝐨𝐧𝐨𝐦𝐢𝐬𝐭𝐂𝐨𝐫𝐧𝐞𝐫! Gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Bofinger (Seniorprofessor für VWL, Universität Würzburg & ehem. Wirtschaftswiese) blicken wir zurück auf ein wirtschaftlich turbulentes Jahr 2025 und wagen einen Ausblick auf die Herausforderungen und Chancen für die deutsche Volkswirtschaft in 2026. Der deutsche Wirtschaftsmotor stottert noch immer. Aber warum eigentlich? Peter Bofinger nennt dabei einen zentralen Punkt: „Wir stecken in einer Mid-Tech Trap“. Das Erfolgsmodell der letzten Jahrzehnte – starke Industrie, mit hohem Exportanteil und günstigen Energie- und Strompreisen – trägt nicht mehr. Während die USA die digitale Welt dominieren und China in hohem Tempo aufgeholt hat, muss Europa und Deutschland aufpassen, den Anschluss bei den Schlüsseltechnologien der Zukunft nicht zu verlieren. Die Lage ist zwar schwierig, aber gerade in diesen Zeiten bieten sich auch immer Chancen. 𝘐𝘯 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘳 𝘍𝘰𝘭𝘨𝘦 𝘴𝘱𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘳 ü𝘣𝘦𝘳: 📉 𝐊𝐨𝐧𝐣𝐮𝐧𝐤𝐭𝐮𝐫-𝐂𝐡𝐞𝐜𝐤: Der Wirtschaftsmotor kommt aktuell nicht zum Laufen – woher kommen neue Impulse? ⚠️ 𝐒𝐭𝐫𝐮𝐤𝐭𝐮𝐫𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐇𝐞𝐫𝐚𝐮𝐬𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧: Weshalb alte Rezepte à la Ludwig Erhard für die heutige Transformation nicht mehr ausreichen und warum wir eine strategische Industriepolitik brauchen. 🛰️ 𝐙𝐮𝐤𝐮𝐧𝐟𝐭𝐬𝐟𝐞𝐥𝐝𝐞𝐫 & 𝐍𝐞𝐰 𝐒𝐩𝐚𝐜𝐞: Defence Technology und Luft- & Raumfahrt (gerade auch hier in Würzburg/Mainfranken!) bieten Potenziale, wenn Unternehmen und Wissenschaft kooperieren. 🦄 𝐒𝐭𝐚𝐫𝐭𝐮𝐩-𝐅𝐢𝐧𝐚𝐧𝐳𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠: Wie kann eine stärkere Startup-Förderung aussehen? 🌟 𝐑𝐞𝐧𝐭𝐞𝐧𝐬𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦 𝐝𝐞𝐫 𝐙𝐮𝐤𝐮𝐧𝐟𝐭: Zum Schluss gibt Peter Bofinger exklusive Einblicke in seine neue Berufung in die Expertenkommission der Bundesregierung. Sein Ziel: Raus aus dem "Nullsummenspiel" zwischen Jung und Alt und hin zu fairen, langfristigen Lösungen für die Rente. Trotz aller Herausforderungen ist unser Fazit im Sinne von Ingo Zamperoni: "𝐁𝐥𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐳𝐮𝐯𝐞𝐫𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡!" Es gibt unglaublich viele Macher, Gestalter und innovative Netzwerke, die gerade jetzt den Unterschied machen. Hört gerne rein, diskutiert mit und lasst uns gemeinsam positiv ins neue Jahr starten! 🎧 Ich wünsche euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! ✨

Willkommen zu Staffel 2 des Podcast "Arbeit Bildung Zukunft"! 💡Diese Staffel konzentriert sich auf den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft, mit besonderem Schwerpunkt auf die Bereiche Arbeitswelt, Bildung und zukunftsweisenden Themen wie Digitalisierung, Fachkräftesicherung und nachhaltige Transformation. 🧩 Erfahrt, wie ihr Dinge aus anderen Perspektiven sehen könnt, um innovative Lösungen zu entwickeln, die Bildung und Fachkräfte fördern und die Zukunft digital und nachhaltig zu gestalten. Gemeinsam mit meinen Gästen, möchte ich die Augen öffnen für die Bedeutung von wissenschaftlichem Wissenstransfer und wie dieser dabei helfen kann, Unternehmen noch erfolgreicher und zukunftsfähig zu gestalten. 🌟 Freut euch auf spannende Einblicke, inspirierende Praxisbeispiele, Geschichten und wertvolle Tipps aus erster Hand von Experten aus der Wissenschaft. Verpasst nicht die Gelegenheit, euer Wissen zu erweitern und damit neue Impulse im Unternehmen zu setzen.