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62- DiGA: Digitale Hilfe für die Psyche01.05., 08:0001.05.2025, 08:0000:15:45
Wie DiGAs Wartezeiten überbrücken und Therapien unterstützen In dieser Folge: • Was sind DiGAs und für wen sind sie geeignet? • Wie können sie bei psychischen Erkrankungen unterstützen? • Warum Komorbiditäten eine große Rolle spielen • DiGA in der Praxis: Unterstützung oder Hindernis? • Wissenschaftliche Evidenz hinter den digitalen Anwendungen Jetzt reinhören und erfahren, wie digitale Helfer die Therapie verändern können! Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de, www.expertenrat-adhs.de oder www.medice.com.
- ADHS & Adipositas: Der unterschätzte Zusammenhang15.04., 08:0015.04.2025, 08:0000:27:52
ADHS, Adipositas und die Macht der Routine ADHS und Adipositas – zwei Diagnosen, die häufiger gemeinsam auftreten, als viele denken. Wir sprechen mit Dr. Kömen über Forschungsergebnisse, persönliche Praxiserfahrungen und konkrete Handlungsempfehlungen.
- ADHS bei Frauen: Hormone und Besonderheiten15.03., 08:0015.03.2025, 08:0000:22:09
Wie hormonelle Schwankungen ADHS-Symptome bei Frauen beeinflussen In dieser Folge von Kein Grund zur Panik – Aus der Praxis für die Praxis spricht Herr Schiffbauer mit Dr. Carolin Zimmermann über die besonderen Herausforderungen von Frauen mit ADHS. Im Fokus stehen hormonelle Schwankungen, die während des Zyklus, der Schwangerschaft und der Menopause auftreten können. Themen der Folge: • Warum ADHS bei Frauen oft erst im Erwachsenenalter diagnostiziert wird • Wie sich PMS und Menopause auf ADHS-Symptome auswirken • Welche Therapien und Medikamente helfen können • Tipps zur Selbsthilfe im Alltag Dr. Zimmermann teilt spannende Erkenntnisse aus der Praxis und gibt wertvolle Hinweise, wie Betroffene besser unterstützt werden können. Jetzt reinhören und mehr erfahren! Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de, www.expertenrat-adhs.de oder www.medice.com.
- Psychosomatische Rehabilitation bei einer ADHS15.02., 08:0015.02.2025, 08:0000:20:56
Psychosomatische Rehabilitation – Strategien im Umgang mit ADHS lernen Die Podcast Folge geht im Gespräch mit Dr. Matthias Rudolph (Boppard) auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema psychosomatische Rehabilitation bei einer ADHS ein. Los geht es mit der klaren Unterscheidung zwischen Reha und Kur. Bei der Wahl einer Reha ist es für ADHS-Betroffene wichtig darauf zu achten, dass die Einrichtung auf das Krankheitsbild spezialisiert ist. Ein Reha-Aufenthalt bietet neben Einzeltherapie vor allem ein multimodales, wie auch interdisziplinäres Therapieangebot mit verschiedenen Bausteinen sowie unterschiedlichen Gruppentherapie-Elementen. Auf mögliche konkrete Angebote geht Dr. Rudolph in der Podcast-Folge näher ein. Auch Kontraindikationen für einen stationären Aufenthalt werden genannt, wie z. B. aktiver Substanzkonsum und Abhängigkeit. Weiter erklärt Dr. Rudolph, was sich hinter der Möglichkeit der Inanspruchnahme einer ergänzenden unabhängigen Teilberatung für Patienten verbirgt. Mehr Informationen hierzu auch unter https://www.teilhabeberatung.de. Auch empfiehlt Dr. Rudolph ein Arbeitsbuch zu den individuellen Reha-Zielen zu führen. Ein Download ist kostenfrei unter http://reha-ziele.de möglich. Als Tipp für niedergelassene Ärzte wird die Serviceseite www.rehainfo-aerzte.de der Deutschen Rentenversicherung genannt. Hier ist Wissenswertes zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation zusammengestellt. Wer mehr zu psychosomatischen rehabilitativen Maßnahmen bei einer ADHS erfahren möchte, ist bei dieser Podcast-Folge von „ADHS: Kein Grund zur Panik – aus der Praxis für die Praxis“ genau richtig. Einfach mit Freude reinhören und neue Erkenntnisse gewinnen. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com; www.gemeinsam-adhs-begegnen.de
- ADHS: Leben zwischen Chaos und Klarheit15.01., 08:0015.01.2025, 08:0000:27:12
Wie späte Diagnose und Therapie Leben verändern können In dieser Podcast-Folge sprechen wir mit unserer Gastreferentin, die erst mit 30 Jahren ihre ADHS-Diagnose erhalten hat – und damit Antworten auf viele Fragen ihrer bewegten Vergangenheit. Als jüngstes von sechs Kindern in einer dynamischen Familie aufgewachsen, beschreibt sie, wie emotionale Überforderung, gesellschaftliche Erwartungen und familiäre Herausforderungen ihren Alltag prägten. Sie teilt offen, wie ADHS-Symptome, wie eine fehlende Emotionsregulation, in der Kindheit und Jugend übersehen wurden – oft hinter Stereotypen und anderen Belastungen verborgen. Erfahren Sie, wie sie trotz der unentdeckten Diagnose herausragende schulische Leistungen erreichte, wie ihre Hochbegabung und Selbstorganisation dabei halfen und gleichzeitig innere Konflikte schürten. Nach Jahren der Selbstzweifel und einer langjährigen Depression fand sie durch eine späte Diagnose und medikamentöse Behandlung einen neuen Zugang zu sich selbst. Wir werfen gemeinsam einen Blick auf die Bedeutung dieser Diagnose für ihr Leben heute, auf berufliche Veränderungen und auf eine neue Gelassenheit in privaten Beziehungen. Diese Folge zeigt, wie wichtig es ist, ADHS – besonders bei Frauen – frühzeitig zu erkennen, und wie transformative Erkenntnisse auch im Erwachsenenalter neue Wege eröffnen können. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de, www.expertenrat-adhs.de oder www.medice.com.
- ADHS-Diagnose mit 40+: Eine Ärztin berichtet15.12., 08:0015.12.2024, 08:0000:29:18
Frau Dr. Ott-Oechsle über Diagnose, Herausforderungen und Stärken In dieser inspirierenden Folge begrüßen wir Frau Dr. Ott-Oechsle, Neurologin und Fachärztin mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Im Gespräch teilt sie ihre persönliche Reise zur späten Diagnose von ADHS im Erwachsenenalter – ein Thema, das sie aus eigener Erfahrung kennt und zugleich beruflich begleitet. Dr. Ott-Oechsle erzählt offen und reflektiert, wie sie jahrelang ihre ADHS-Symptome durch Leistungsbereitschaft und Perfektionismus kompensiert hat, ohne zu ahnen, dass dahinter eine neurologische Störung steckt. Erst ein zufälliger Artikel im Internet brachte vor sechs Jahren die Erkenntnis, die ihre Sicht auf ihre Biografie und berufliche Entwicklung grundlegend verändert hat. Gemeinsam mit Herrn Schiffbauer diskutiert sie, welche Herausforderungen und Stärken ADHS in ihrem Alltag als Ärztin mit sich bringt, wie sie ihre Praxis und ihr Team angepasst hat, um trotz der strukturellen Schwierigkeiten erfolgreich zu arbeiten, und warum ein gutes Netzwerk aus Unterstützenden – von der Buchhalterin bis zur empathischen Fachkraft für Psychiatrie – unverzichtbar ist. Besonders spannend: Dr. Ott-Oechsle gibt Einblicke, wie sie heute ADHS bei Patient:innen erkennt, die oft mit ganz anderen Beschwerden in ihre Praxis kommen. Sie zeigt auf, wie wichtig Sensibilität und ein breiter Blick für Komorbiditäten wie Burn-out, Schlafstörungen und Erschöpfung sind. Ein Gespräch voller Erkenntnisse, Selbstreflexion und wertvoller Tipps für den Alltag – sei es als Betroffene:r, Angehörige:r oder Fachperson. Hör jetzt rein und lass dich inspirieren! 🎧 Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de, www.expertenrat-adhs.de oder www.medice.com.
- ADHS: Diagnose im Erwachsenenalter15.11., 09:0015.11.2024, 09:0000:21:39
ADHS-Spätdiagnose im Erwachsenenalter: Erfahrungen und Erkenntnisse Sabine Berger spricht über ihre späte ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter und teilt ihre persönlichen Erfahrungen, die sie auch in ihrem eigenen Podcast veröffentlicht hat. Die 42-jährige erzählt von ihrem Leben vor der Diagnose, das von einem Gefühl des „Andersseins" und zahlreichen Anpassungsversuchen geprägt war, und wie die Diagnose ihr half, Erleichterung und Selbstakzeptanz zu finden. Sie beschreibt ihre Erfahrungen und die Herausforderungen, die vielen Menschen mit einer ADHS bekannt vorkommen dürften – von Missverständnissen und Scham bis zu Anpassungsstrategien im Alltag. Den Erhalt der ADHS-Diagnose empfindet Sabine Berger als einen Wendepunkt in ihrem Leben: „Zuerst war da einfach nur Erleichterung und dieses Gefühl, dieses fehlende Puzzleteil endlich gefunden zu haben. Und was dann aber auch kam, war eine Wut und Trauer und auch irgendwie Mitleid mit mir. Vor allem mit dieser jüngeren Version von mir, die so oft so gelitten hat und die den Zuspruch, die Zugehörigkeit und aber eben auch die Behandlung so dringend gebraucht hätte.“ Im Gespräch gibt die 42-jährige Frau Einblicke in ihren Alltag mit einer ADHS und erläutert, wie eine auf sie zugeschnittene multimodale Therapie aus medikamentöser Unterstützung und u. a. Ergotherapie ihren Umgang mit den täglichen Anforderungen verändert hat. „Nach der Diagnose wurde ich auf ein Medikament eingestellt, das ich täglich nehme. Am Anfang war ich auch ein bisschen skeptisch, aber mittlerweile bin ich sehr froh, dass ich es ausprobiert habe und komme auch sehr gut damit zurecht. Das ist ein Punkt, wo mein Arzt mir gesagt hat, das Medikament ist nicht die Lösung ihrer Probleme, aber es kann Ihnen dabei sehr helfen, Ihre Probleme zu lösen. Und das unterschreibe ich zu 100 Prozent genauso“, berichtet Sabine Berger. Weiter spricht sie über Strategien, die sie entwickelt hat und die beim Umsetzen alltäglicher Dinge unterstützen können. Zusätzlich teilt Sabine Berger Tipps und rät, sich aktiv über ADHS zu informieren. Auch betont sie die Bedeutung des Austauschs mit anderen Betroffenen. Sabine Bergers Perspektive verdeutlicht, wie sich das Leben auch durch eine späte ADHS-Diagnose wandeln kann und wie Betroffene ihren Alltag gezielt neu strukturieren können, um den täglichen Herausforderungen besser zu begegnen. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de, www.expertenrat-adhs.de oder www.medice.com.
- ADHS und Depressionen: Prävention und Therapie15.10., 08:0015.10.2024, 08:0000:09:46
Warum frühe Therapie bei ADHS entscheidend ist In dieser Episode erwarten dich folgende Themen: Wie ADHS das Risiko für Depressionen beeinflusst Präventive Therapieansätze Der langfristige Nutzen von Psychotherapie und medikamentöser Behandlung bei einer ADHS Herausforderungen im Praxisalltag: Therapieabbrüche und wie man damit umgeht Hör rein und erfahre mehr über die spannenden Hintergründe, Diagnosen und Behandlungsansätze für ADHS und Depression! Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com
- ADHS und Depressionen: Versteckte Verbindungen15.10., 08:0015.10.2024, 08:0000:18:01
ADHS und Depression: Diagnose und Therapieansätze In dieser Episode sprechen wir mit PD. Dr. Alvarez-Fischer über: Die Verbindung zwischen ADHS und Depression: Was aktuelle Studien sagen Warum Menschen mit einer ADHS dazu neigen, negative Bewältigungsstrategien zu nutzen Wie sich Depressionen bei ADHS-Patienten unterscheiden – von unipolar bis bipolar Die Rolle des Grübelns und wie es zur Entstehung von Depressionen beiträgt Neue Therapieansätze, wie metakognitive Therapien, und deren Auswirkungen auf ADHS Die Herausforderungen in der Diagnostik: Warum ADHS und Depression schwer zu unterscheiden sind Hör rein und erfahre mehr über die spannenden Hintergründe, Diagnosen und Behandlungsansätze für ADHS und Depression! Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com
- Komorbiditäten bei ADHS: Mehr als nur EINE Diagnose10.10., 08:0010.10.2024, 08:0000:19:00
Wie Begleiterkrankungen ADHS beeinflussen Diese Podcastfolge bietet tiefgehende Einblicke in die vielschichtigen Zusammenhänge von ADHS und Begleiterkrankungen im Erwachsenenalter. Erfahren Sie, warum Betroffene oft wegen Depressionen, Angststörungen oder Burnout in Behandlung kommen, ohne dass ihre ADHS erkannt wird. Experten beleuchten, wie eine gezielte ADHS-Behandlung die Lebensqualität steigern kann und welche Rolle psychische sowie somatische Komorbiditäten dabei spielen. Auch Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen zur Sprache. Ein Muss für Ärzte, Psychotherapeuten und Patienten, die einen umfassenderen Blick auf ADHS gewinnen möchten. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com
- Adhärenz in der ADHS-Behandlung15.09., 08:0015.09.2024, 08:0000:16:40
Adhärenz bei ADHS: Erfolgreiche Therapie durch Zusammenarbeit In dieser Folge von „ADHS: Kein Grund zur Panik“ dreht sich alles um die Bedeutung von Adhärenz in der ADHS-Behandlung. Unsere Experten besprechen unter anderem: Warum nur 25% der Patienten ihre Medikamente wie verordnet einnehmen Wie eine gute Arzt-Patient-Beziehung den Behandlungserfolg positiv beeinflusst Die Rolle der Eltern und deren Einfluss auf die Therapie ihrer Kinder Wieso es so wichtig ist, gemeinsam vereinbarte Ziele zu definieren Herausforderungen bei der Langzeitbehandlung und warum viele nach nur zwei Jahren abbrechen Hören Sie spannende Einsichten zur Verbesserung der Lebensqualität von ADHS-Patienten. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com
- ADHS in Beziehungen31.08., 08:0031.08.2024, 08:0000:25:06
Welche Rolle spielt die Diagnose ADHS in und für Beziehungen? Joshua erzählte Lydia bereits zu Beginn der Beziehung von seiner ADHS-Diagnose und auch der dadurch bedingten Vergesslichkeit. Als Partnerin übernahm Lydia zuerst die Rolle der „Beziehungssekretärin“ und erinnerte an Termine und Aufgaben. Dies belastete jedoch im Laufe der Zeit die Beziehung, sodass sich das Paar intensiv mit dem Thema ADHS auseinandersetzte und Strategien für eine bessere Bewältigung des Alltags und zur Stärkung ihrer Partnerschaft entwickelte. Joshua findet beispielsweise Unterstützung durch Routinen, ausreichend Schlaf, regelmäßigen Sport, technische Hilfsmittel und die Medikamenteneinnahme. „Durch ein möglichst breites Set versuche ich meine Symptome soweit in den Griff zu kriegen, dass ich die Stärken voll nutzen kann“, stellt Josuha fest. Lydia ergänzt, „Wir nehmen uns sehr viel Zeit, über Dinge zu sprechen. Und wenn etwas stört oder etwas nicht funktioniert, dann setzen wir uns vielleicht auch mit mehreren Anläufen so lange hin, bis wir eine Lösung gefunden haben, die sowohl für jetzt als auch dauerhaft funktioniert.“ Das Paar berichtet weiter, dass ein zentrales Problem auch die Hyperfixation sein könne. Dabei konzentriert sich eine Person mit der ADHS anfangs intensiv auf ihren Partner, wobei sich diese Aufmerksamkeit später auf andere Themen verlagern kann. Dies kann zu Unsicherheiten in der Beziehung führen. Ein weiteres häufiges Problem ist das Einhalten von Absprachen, da Menschen mit einer ADHS hierbei oft Schwierigkeiten haben. Diese Herausforderungen können in privaten und beruflichen Beziehungen zu Frustrationen und Konflikten führen. Ein gemeinsames Verständnis und offene Kommunikation zwischen den Beteiligten sind entscheidend, um die Gründe für diese Verhaltensweisen zu erkennen und geeignete Lösungswege zu finden. Auch lassen Joshua und Lydia die Zuhörer wissen, dass sie ein Kind erwarten und sprechen über ihre Ziele, eine Balance zwischen Familie, Paarbeziehung, Hobbies und Arbeit zu finden. Zudem diskutiert das Paar seine Gedanken zur möglichen Vererbbarkeit einer ADHS oder einer möglichen anderen Neurodiversität bei ihrem Kind. Unabhängig davon möchten sie ihr Kind so erziehen, dass es ihm in jeder Hinsicht gut geht, es optimal aufwachsen und lernen kann sowie seine Stärken bestmöglich gefördert werden. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter; www.gemeinsam-adhs-begegnen.de; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com
- ADHS und Schule15.08., 08:0015.08.2024, 08:0000:14:27
ADHS im Schulalltag: Herausforderungen und Lösungen In dieser Episode unseres Podcasts nimmt Moderator Sascha Schiffbauer gemeinsam mit der Neuropädiaterin Dr. Kirsten Stollhoff die Herausforderungen unter die Lupe, denen Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) im Schulalltag begegnen. Viele Eltern und Lehrer wissen, wie schwierig es für diese Kinder sein kann, sich in einem strukturierten und oft lauten Umfeld zurechtzufinden. Doch warum genau fällt es ihnen so schwer, und wie können wir ihnen besser helfen? Dr. Stollhoff erklärt eindrucksvoll, wie die Reizoffenheit von Kindern mit einer ADHS dazu führt, dass sie sich leichter ablenken lassen und oft den Anschluss im Unterricht verlieren. In der Klasse ist es nicht ungewöhnlich, dass sie sich von den Gesprächen der Mitschüler oder einem Blick aus dem Fenster verlocken lassen, was ihre Fähigkeit beeinträchtigt, dem Unterricht zu folgen. Diese Herausforderungen werden nicht nur theoretisch beschrieben, sondern auch mit praktischen Beispielen aus Dr. Stollhoffs langjähriger Erfahrung als Neuropädiaterin untermauert. Ein besonders wichtiger Aspekt, den diese Episode beleuchtet, ist die Rolle der Eltern und Lehrer. Dr. Stollhoff betont, wie entscheidend die Unterstützung und das Verständnis der Erwachsenen in der Umgebung der Kinder sind. Eltern, die liebevolle Sturheit an den Tag legen und Lehrer, die mit einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen wie der Platzierung der Kinder in der ersten Reihe oder dem Einsatz von Kopfhörern arbeiten, können den Unterschied ausmachen. Darüber hinaus wird auch das oft übersehene Thema ADHS bei Mädchen behandelt. Während Jungen mit einer ADHS durch ihre Hyperaktivität häufig auffallen, neigen Mädchen dazu, ihre Schwierigkeiten eher zu verbergen und sich in Tagträumen zu verlieren. Dr. Stollhoff ruft dazu auf, auch bei ruhigeren Kindern aufmerksam zu sein und erklärt, wie wichtig es ist, ihre Herausforderungen ernst zu nehmen. Am Ende der Episode wagt Dr. Stollhoff einen Blick in die Zukunft und spricht darüber, wie unser Schulsystem verbessert werden könnte, um Kindern mit einer ADHS besser gerecht zu werden. Von kleineren Klassen bis hin zu individuelleren Betreuungskonzepten – diese Episode bietet wertvolle Einblicke und konkrete Handlungsempfehlungen für Eltern, Lehrer und alle, die mit betroffenen Kindern arbeiten. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com;
- BTM-Rezept: Wichtige Tipps und Hinweise für Ärzte31.07., 08:0031.07.2024, 08:0000:29:02
BTM-Rezepte: Was Sie bei der BTM-Verordnung beachten sollten? In dieser besonderen Folge von "Kein Grund zur Panik – Aus der Praxis für die Praxis" begrüßen wir unseren Gast Frau Dr. med. Andrea Boreatti, Fachärztin für Psychiatrie, Lohr am Main. Gemeinsam beleuchten wir die Herausforderungen und Besonderheiten der Verordnungen nach dem Betäubungsmittelgesetz (BTM). Frau Dr. Boreatti erklärt praxisnah, welche Schritte bei der Ausstellung eines BTM-Rezepts zu beachten sind, welche Fallstricke es gibt und wie Patient optimal informiert werden. Zudem werfen wir einen Blick auf die häufigsten Fragen und Unsicherheiten im Praxisalltag und bieten wertvolle Tipps zur sicheren Handhabung. Ein Muss für alle, die in der medizinischen Versorgung tätig sind und sich einen klaren Überblick über BTM-Verordnungen verschaffen möchten. Besuchen Sie für weitere Informationen die Webseite des BfArM und laden Sie die benötigten Bescheinigungen herunter. https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Betaeubungsmittel/Reisen-mit-Betaeubungsmitteln/_node.html Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com
- Reisen mit BTM: Wichtige Hinweise15.07., 08:0015.07.2024, 08:0000:06:33
Reisen mit BTM: Was gibt es zu beachten? In dieser besonderen Folge von "Kein Grund zur Panik – Aus der Praxis für die Praxis" begrüßen wir unseren Gast Frau Dr. med. Andrea Boreatti, Fachärztin für Psychiatrie, Lohr am Main. Sie gibt wertvolle Tipps für Patienten, die mit einem auf BTM-Rezept verordneten Medikament ins Ausland reisen. Welche Bescheinigungen sind notwendig? Woher bekommt man sie? Was ist beim Reisen in den Schengen-Raum zu beachten? Erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um stressfrei in den Urlaub zu starten. Hören Sie rein und bereiten Sie sich bestens auf Ihre nächste Reise vor! Die vollständige Folge mit Frau Dr. med. Boreatti erscheint Ende des Monats. Besuchen Sie für weitere Informationen die Webseite des BfArM und laden Sie die benötigten Bescheinigungen herunter. https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Betaeubungsmittel/Reisen-mit-Betaeubungsmitteln/_node.html Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com
- ADHS im Berufsleben: Unterstützung und Förderung30.06., 08:0030.06.2024, 08:0000:16:24
Erfolgreich im Beruf: Perspektiven für Menschen mit einer ADHS Heute sei es selten, so Dr. med. Matthias Rudolph, dass Menschen ihr ganzes Berufsleben in einem einzigen Unternehmen verbringen, und auch gesundheitliche Beeinträchtigungen können diese Kontinuität beeinflussen. Erste Ansprechpartner für Unterstützung sind oft die Bundesagentur für Arbeit oder die Deutsche Rentenversicherung mit ihren rehafachärztlichen Diensten. Ein zentrales Thema ist die medizinische und berufliche Rehabilitation, insbesondere die Bedeutung der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung am Ende jeder medizinischen Rehabilitation. Hierbei wird zwischen einem positiven und einem negativen Leistungsbild unterschieden, was direkte Auswirkungen auf die Berufsfähigkeit der Betroffenen hat. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA). Das Antragsverfahren und die notwendigen Schritte, um LTA-Leistungen zu erhalten, werden erläutert. Zudem wird die wichtige Rolle von Rehafachdiensten, Assessment-Centern und Berufsförderungswerken in diesem Prozess hervorgehoben. Auch Strategien zur beruflichen Wiedereingliederung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen werden thematisiert. Dabei wird die Bedeutung von Weiterqualifikation und die Anpassung der beruflichen Fähigkeiten an bestehende Qualifikationen betont. Auch die Rolle des Integrationsfachdienstes wird beleuchtet, der Menschen mit Schwerbehinderung oder gleichgestellten Beeinträchtigungen unterstützt. Die Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und dem Integrationsfachdienst zur Förderung der beruflichen Integration ist von entscheidender Bedeutung, um eine inklusive Arbeitsumgebung zu schaffen und individuelle Unterstützung bereitzustellen. Weiter wird auf die Anforderungen von Menschen mit einer ADHS eingegangen. Es werden die notwendigen Arbeitsbedingungen und Strukturen beschrieben, die sie dabei unterstützen können, erfolgreich zu arbeiten. Dr. med. Matthias Rudolph zeigt Praxisbeispiele zur Anpassung von Arbeitsplätzen und zur Förderung der Arbeitsfähigkeit auf. „Es gibt Untersuchungen, die sagen, was braucht denn ein Mensch mit ADHS, um tatsächlich beruflich erfolgreich zu sein? Ich möchte immer Mut machen und das auch positiv rüberbringen. Natürlich sind diese Menschen im Beruf, natürlich können die auch im Beruf sein“, so Dr. med. Matthias Rudolph. Besonders betont wird die Bedeutung von strukturiertem Feedback, Wertschätzung und flexiblen Arbeitsbedingungen für Menschen mit einer ADHS. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com; www.gemeinsam-adhs-begegnen.de
- ADHS im Berufsleben: Herausforderungen und Chancen15.06., 08:0015.06.2024, 08:0000:20:04
Welche Rolle spielt die Diagnose ADHS bei der Berufswahl und Berufsausübung? „Ich empfehle allen Jugendlichen, allen jungen Menschen mit oder ohne eine ADHS: Macht euch wirklich intensive Gedanken, macht Praktika, schaut euch das an! Aber ich glaube gerade für unsere jungen Menschen mit einer ADHS ist wirklich diese Testung der Stärken und Schwächen wichtig“, äußert sich Dr. med. Matthias Rudolph. Oftmals wird eine ADHS erst diagnostiziert, wenn bereits erhebliche Probleme aufgetreten sind. Daher ist einerseits die Diagnosestellung und andererseits das frühzeitige Erkennen und Fördern der Stärken der Betroffenen wichtig. Nicht, dass betroffene Menschen, trotz ihrer Intelligenz und Fähigkeiten, beispielsweise an Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsproblemen scheitern. Weiter betont Dr. med. Rudolph die Bedeutung von Tests zur Stärkenanalyse, die von verschiedenen Institutionen wie der Bundesagentur für Arbeit oder den Industrie- und Handelskammern (IHK) angeboten werden. Diese Tests helfen, Fähigkeiten besser zu verstehen und dementsprechend passende Berufsfelder zu identifizieren. „Es gibt weder den idealen Beruf für einen Menschen mit einer ADHS, noch dass ich sage, diese Berufe sollten gar nicht gewählt oder ausgeübt werden. Es gibt ganz wenige Ausnahmen. Das sind dann jedoch eher juristische Fallkonstellationen und keine medizinischen Fragestellungen“, so Dr. med. Matthias Rudolph. Weiter werden die Herausforderungen, die monotone oder hoch strukturierte Tätigkeiten für Menschen mit einer ADHS mit sich bringen, angesprochen. Darüber hinaus wird die Frage erörtert, ob die Störung ADHS von Betroffenen bereits im Bewerbungsgespräch thematisiert werden sollte. Je nach Schweregrad der Erkrankung gibt es hierzu unterschiedliche Ansätze. Die Webseite „Sag ich´s? – Chronisch krank im Job“ der Universität zu Köln und gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales wurde mit und für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen entwickelt. „Sag ich´s?“ soll dabei unterstützen, einen passenden Umgang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz zu finden. Ein Selbsttest hilft, die Vor- und Nachteile eines offenen Umgangs mit der Beeinträchtigung am Arbeitsplatz zu erkennen. Zusätzlich bietet die Website weitere Informationen rund um das Thema. Im Einzelfall gilt es, individuellen juristischen Rat einzuholen. Auch nach Jahren im Berufsleben, kann eine ADHS insbesondere für Frauen in der Menopause eine Herausforderung darstellen. Hormonelle Veränderungen können die Symptomatik und die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Hier ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Psychiatern und Gynäkologen gefragt, einhergehend mit einer möglichen angepassten Medikation bzw. Neueinstellung. In der Podcast Folge verweist Dr. med. Matthias Rudolph auf die Webseite „Sag ich´s? – Chronisch krank im Job“ der Universität zu Köln und gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. „Sag ich´s“ wurde mit und für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen entwickelt: https://sag-ichs.de/start Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com; www.gemeinsam-adhs-begegnen.de
- ADHS & Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen15.05., 08:0015.05.2024, 08:0000:22:22
Behandlungsmöglichkeiten und Einnahme von Melatonin Dr. med. Dirk Heinicke, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Neuropädiatrie, Kreischa, Zscheckwitz spricht zu Schlafstörungen im Kindes- und Jugendalter und stellt Behandlungsmöglichkeiten vor. Bei Menschen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) stellen Schlafstörungen ein häufiges, aber auch komplexes Problem dar. Schlafmangel und schlechte Schlafqualität können sich nicht nur durch Müdigkeit und Erschöpfung zeigen, sondern auch durch mangelnde Aufmerksamkeit, erhöhtes Erregungsniveau und depressive Verstimmungen. Schlafstörungen können in zwei Hauptkategorien unterteilt werden, in Einschlaf- sowie Durchschlafstörungen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass insbesondere Einschlaf- und Durchschlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit einer ADHS in Zusammenhang stehen. Dabei ist noch nicht geklärt, ob Schlafstörungen durch eine ADHS oder deren medikamentöse Behandlung verursacht werden, oder ob primäre Schlafstörungen zur Entwicklung von einer ADHS beitragen. Ebenso ist möglich, dass eine Kombination der verschiedenen Faktoren vorliegt. Bevor Medikamente in Bezug auf die Behandlung der Schlafstörung verschrieben werden, sollten zuerst schlafhygienische Maßnahmen sowie eine entsprechende Psychoedukation erfolgen. Dies sieht Dr. Heinicke als umso bedeutsamer an, da das Wissen in der Gesellschaft zu Tagesablaufgestaltung, Routinen oder Einschlafritualen nicht mehr vorhanden sei bzw. oft nicht mehr umgesetzt werde. Wenn schlafhygienische Maßnahmen nicht greifen, kann die Einnahme von verschreibungspflichtigem Melatonin erwogen werden. In Deutschland sind verschreibungspflichtige Melatonin-Medikamente für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr zugelassen. Es ist wichtig zu beachten, dass der Melatoningehalt in frei verkäuflichen Präparaten oft nicht den Angaben entspricht. „Deshalb gibt es Melatoninpräparate, die als verschreibungspflichtige Medikamente unter strengen Kontrollen hergestellt werden. Bei diesen ist der deklarierte Melatoningehalt garantiert, was eine präzise Dosierung ermöglicht“, erläutert Dr. Heinicke. Bei Melatoninpräparaten wird zwischen retardiertem und nicht-retardiertem Melatonin unterschieden. Für Kinder und Jugendliche mit einer ADHS, die unter Einschlafstörungen leiden, eignen sich nicht-retardierte Präparate mit einem schnellen Wirkeintritt. Interaktionen mit anderen Medikamenten treten selten auf, sind jedoch möglich. Auch aus diesem Grund wird empfohlen, die Einnahme von Melatonin nur unter ärztlicher Aufsicht und mit entsprechender Verschreibung vorzunehmen. Das Melatoninpräparat sollte 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen eingenommen werden und mit der niedrigsten Dosierung gestartet werden. „Eine fortlaufende Einnahme über mindestens vier Wochen ist notwendig, damit eine fundierte Bewertung der Wirksamkeit stattfinden kann“, erklärt Dr. Heinicke aufgrund seiner Erfahrungen in der klinischen Praxis. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com; www.gemeinsam-adhs-begegnen.de
- ADHS und somatische Störungen15.04., 08:0015.04.2024, 08:0000:08:55
ADHS: Ursache, Korrelation oder Folgestörung bzw. Erkrankung Dr. med. Kirsten Stollhoff, niedergelassene Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin - Schwerpunkt Neuropädiatrie, Hamburg, diskutiert die komplexen Zusammenhänge zwischen ADHS und anderen Störungen bzw. Erkrankungen. Im neuropädiatrischen oder neurologischen Bereich kann eine ADHS zusammen mit Erkrankungen wie Migräne, Hirntumor oder Epilepsie auftreten. In der Endokrinologie oder bei Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Autoimmunerkrankungen bzw. allergischen Erkrankungen bestehen Assoziationen, die teilweise unabhängig voneinander oder als Folgestörungen auftreten können. Es ist nicht immer klar, ob diese Verbindungen kausal sind oder durch andere Faktoren bedingt werden. ADHS als Ursache, Korrelation oder Folgestörung in Bezug auf andere Störungen bzw. Erkrankungen ist ein Thema, das auch in Zukunft weiter zu untersuchen ist. Registerstudien haben gezeigt, dass viele somatische Störungen überdurchschnittlich oft gemeinsam auftreten. „Wir stehen ganz am Anfang der Forschung. Es gibt Studien, die das Autoimmunsystem sehr ins Zentrum stellen mit der Vorstellung, dass das Autoimmunsystem über einen Entzündungsvorgang verschiedenste Organe betrifft und damit diese Zusammenhänge erklären könnte. Aber das sind alles reine Hypothesen“, so Frau Dr. Kirsten Stollhoff. Eine ADHS ist hochgradig durch Vererbung bedingt. Es gibt jedoch auch Immunerkrankungen der Mutter, die beim Kind eine ADHS hervorrufen können. Dies läuft höchstwahrscheinlich über den Mechanismus der Epigenetik ab. Adipositas der Mutter während der Schwangerschaft kann das Risiko für eine ADHS beim Kind erhöhen. Der Zusammenhang ist jedoch noch nicht klar und es bestehen hierzu noch keine belastbaren Daten. Möglicherweise könnten entzündliche Prozesse bei Müttern mit Adipositas während der Schwangerschaft über Immunmechanismen beim Kind eine ADHS-Symptomatik auslösen. In der Praxis beobachtete Dr. med. Stollhoff, dass eine effektive Behandlung einer ADHS dazu beitragen kann, dass Kinder seltener unter Stress und Druck geraten, was wiederum zu einer Verringerung von Kopfschmerzen und Migräneattacken führen kann. Studien zeigen, dass bestimmte Arten von epileptischen Anfällen seltener auftreten, wenn eine gleichzeitig bestehende ADHS behandelt wird. „Ich hoffe einfach nur, dass wir wirklich mehr über die Mechanismen verstehen, was im Gehirn, was im Körper abgeht und wie engmaschig das alles zusammenhängt“, stellt Frau Dr. Stollhoff fest. Weiter betont die Fachärztin die Wichtigkeit bei Erkrankungen wie beispielsweise allergischen Erkrankungen, Epilepsie oder Adipositas mit einer hohen Assoziation zu einer ADHS immer auch auf diese Störung zu screenen, um gegebenenfalls eine entsprechende ganzheitliche Behandlung einleiten zu können. Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com; www.gemeinsam-adhs-begegnen.de
- Mobbing oder Bullying – Motive und Ursachen29.03., 08:0029.03.2024, 08:0000:15:13
Tipps und Strategien aus der Praxis zur Verhinderung von Bullying Um das Phänomen des Bullyings zu definieren, sind verschiedene Kriterien formuliert worden. Zunächst müssen gezielte und absichtsvolle negative Handlungen vorliegen, begleitet von einem Machtungleichgewicht zwischen den Beteiligten und einer klar definierten Täter-Opfer-Dynamik. Darüber hinaus muss eine bestimmte Frequenz der Vorfälle vorliegen, eine Dauer von mindestens drei Monaten und eine hohe Intensität der traumatisierenden Attacken. Bullying führt zu einer Beeinträchtigung der psychischen und körperlichen Gesundheit. Die Anamnese-Erhebung ist entscheidend, auch um den Unterschied zwischen möglichen Folgeerscheinungen des Bullyings und bereits im Vorfeld bestehenden Störungen festzustellen. Dies hat auch rechtliche Implikationen. Bestimmte Faktoren, Ursachen bzw. Prädispositionen begünstigen eine Opfer- bzw. Täterrolle oder verhindern diese. In Bezug auf mögliche Folgen spielt Resilienz eine Rolle und in welches Umfeld die Betroffenen eingebettet sind. Auch bedarf es einer differenzierten Betrachtung der verschiedenen Formen von Bullying. So gibt es beispielsweise direktes Bullying, indirektes Bullying, Beziehungs- sowie Cyber-Bullying beispielsweise via Chatrooms, Sprachnachrichten, WhatsApp etc. Daraus können psychosoziale Folgestörungen, internalisierende Störungsbilder, Angst- und Essstörungen, Depressionen etc. entstehen. In der Literatur werden verschiedene Reaktionsmuster von Eltern auf Bullying beschrieben. Einige handeln emotional und aktiv, indem sie schnell andere Eltern kontaktieren, während andere beispielsweise ängstlich sind und eine Intervention vermeiden, aus Sorge um die Folgen für ihr Kind. Die meisten dieser Reaktionsmuster allein lösen das Problem nicht, daher ist oft externes Eingreifen notwendig, wie die Einbeziehung von Schulen oder Jugendämtern. Durch Programme zur Prävention und Intervention können sowohl Kindern, Jugendlichen als auch ihren Familien viel Leid erspart bleiben. Es gilt, sowohl primäre als auch sekundäre psychische Störungen zu behandeln, da letztere wie Bullying zu weiteren Problemen führen können, die bis ins Erwachsenenalter reichen. Generell lautet die Empfehlung, präventiv zu handeln und nicht erst interventionell. In der Podcast Folge 2 verweist Klaus Werner Heuschen u. a. auf die Berlin -Brandenburger Anti-Mobbing-Fibel, Herausgeber: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM); Autor: Walter Taglieber https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/themen/Gewaltpraevention/Broschueren/BB-BE_Anti-Mobbing-Fibel.pdf Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.adhs-ratgeber.com; www.expertenrat-adhs.de; www.medice.com; www.gemeinsam-adhs-begegnen.de