5 Minus

Wer soll das alles bezahlen? Die große Systemfrage! | Laura zum aktuellen Stand

07.10., 00:1500:34:06

Worüber gesprochen wird

  1. Karl Josef Laumann07:31
  2. GKV04:05
  3. Linnemann26:07
  4. Klingbeils21:50
  5. Finanzkommission Gesundheit22:06
  6. Frankfurter Allgemeine Zeitung21:46
  7. Süddeutsche Zeitung28:19
  8. Handelsblatt30:09
  9. Klingbeil22:02
  10. Müller10:23
  11. CDU23:04
  12. SGB31:01
  13. Olaf Lies27:57
  14. SPD23:19
  15. Wagen29:01
Alle anzeigen (79)
  1. 00:39FAZ
  2. 01:22München
  3. 01:41Berlin
  4. 02:29Sophie
  5. 02:38München
  6. 04:05GKV
  7. 04:21Merz
  8. 07:31Karl Josef Laumann
  9. 08:49Euro
  10. 10:23Müller
  11. 11:00Müller
  12. 12:01Schleswig-Holstein
  13. 13:07Karl Josef Laumann
  14. 13:18Karl Josef Laumann
  15. 13:54Karl Josef Laumann
  16. 14:28Euro
  17. 16:21GKV
  18. 18:38Deutschland
  19. 21:46Frankfurter Allgemeine Zeitung
  20. 21:50Klingbeils
  21. 21:58Union
  22. 22:00Union
  23. 22:02Klingbeil
  24. 22:06Finanzkommission Gesundheit
  25. 22:10Klingbeil
  26. 22:15Euro
  27. 22:19Euro
  28. 22:22Finanzkommission Gesundheit
  29. 22:31Euro
  30. 22:53Klingbeils
  31. 23:04CDU
  32. 23:07CDU
  33. 23:14CDU
  34. 23:19SPD
  35. 23:20Grüne
  36. 23:20SPD
  37. 23:27Grüne
  38. 23:30CDU
  39. 23:45CDU
  40. 23:48Merz
  41. 23:50CDU
  42. 23:56CDU
  43. 24:26Martin
  44. 24:26Martin
  45. 26:07Linnemann
  46. 26:11Union
  47. 26:11SPD
  48. 26:16Carsten Linnemann
  49. 26:17Linnemann
  50. 26:22Berlin
  51. 26:24SPD
  52. 26:38Mecklenburg-Vorpommern
  53. 26:39Berlin
  54. 27:05Euro
  55. 27:10Euro
  56. 27:12Euro
  57. 27:16Euro
  58. 27:19Euro
  59. 27:26Euro
  60. 27:28SPD
  61. 27:31Linnemann
  62. 27:56Niedersachsens
  63. 27:57Olaf Lies
  64. 27:58SPD
  65. 28:19Süddeutsche Zeitung
  66. 28:46Lindemann
  67. 29:01Wagen
  68. 29:53Frankfurter Allgemeine Zeitung
  69. 30:09Handelsblatt
  70. 30:22Euro
  71. 31:01SGB
  72. 31:16Handelsblatt
  73. 31:37Gott
  74. 31:39Süddeutsche Zeitung
  75. 31:47Bund
  76. 32:00Deutschland
  77. 32:11GKV
  78. 32:53Deutschland
  79. 33:22Amerika
Beschreibung der Episode

Die Woche war für Dr. Laura Dalhaus alles andere als entspannt. Trotzdem startet sie diesmal mit einer guten Nachricht.

Die FAZ hat darüber geschrieben, was Ärzt an ihrem Beruf wichtig ist – und Laura greift einige Punkte daraus auf. Denn bei all dem Frust über Politik, Bürokratie und Rahmenbedingungen darf eines nicht untergehen: Der Arztberuf selbst ist wunderbar.

Genau deshalb lohnt es sich, für bessere Bedingungen zu kämpfen. Das System muss sich verändern, damit Ärzt:innen diesen Beruf auch weiterhin so ausüben können, wie er gedacht ist.

Der Kanzler hat zuletzt das „Doppelsystem“ aus PKV und GKV infrage gestellt. Die Zeit hat dazu recherchiert und drei mögliche Modelle vorgestellt.

Für Laura ist klar: Die entscheidende Diskussion muss gemeinsam geführt werden. Was kann und soll eine solidarisch finanzierte Krankenversicherung überhaupt bezahlen?

Auch Laumann beschäftigt sich mit diesem Spannungsfeld. Er will einen fairen Ausgleich zwischen den berechtigten unternehmerischen Interessen von Praxen und dem Anspruch der Bürger auf eine Versorgung entsprechend ihrer medizinischen Dringlichkeit.

Gleichzeitig haben Ärzt aber genauso das Recht darauf, nicht Stück für Stück in ihrer Freiberuflichkeit eingeschränkt zu werden.

Ein weiteres Problem zeigt sich inzwischen in immer mehr Kommunen. Dort werden eigene MVZs gegründet, weil die ärztliche Versorgung anders teilweise nicht mehr sichergestellt werden kann. Nur kostet das die Kommunen viel Geld – und ob ein solches MVZ am Ende wirtschaftlich funktioniert, ist keineswegs garantiert.

Damit landet Laura bei einer ziemlich grundlegenden Frage: Wer bezahlt eigentlich medizinische Daseinsvorsorge?

Und dann kommt der nächste Aufreger.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert einen automatischen Krankenversicherungsschutz für Neugeborene. Denn der GKV-Versicherungsnachweis kommt häufig erst Wochen nach der Geburt. Für Praxen entsteht dadurch ein Regressrisiko – zum Beispiel dann, wenn Neugeborene geimpft werden.

Es gibt aber auch eine positive Nachricht: Die Streichung der Fixkostendegression ist beschlossen.

Das Prinzip stammt aus der Industrie: Je mehr produziert wird, desto niedriger werden die Stückkosten. Beim Autobau mag das funktionieren. In der Medizin funktioniert es eben nicht so einfach.

Auch mit der Pharmaindustrie wird weiter verhandelt. Höhere Herstellerrabatte sollten das Gesundheitssystem finanziell entlasten. Nun wird über Ausnahmen für Unternehmen gesprochen, die ihren Sitz in Deutschland haben.

Dann geht es wieder um Krankenhausrechnungen. Dass diese kontrolliert werden, ist grundsätzlich nachvollziehbar. Doch die Bürokratie wächst weiter – und gleichzeitig sollen auch die Prüfungen durch den MD ausgeweitet werden.

Die Konsequenz: Health Care Professionals landen landen noch häufiger am Schreibtisch statt am Patient.

Auch beim sogenannten „Pflegedeckel“ wird gestritten. Ein Heimplatz kostet im Durchschnitt 3.364 Euro, davon entfallen 1.775 Euro auf die reinen Pflegekosten. Ob und wie es hier Entlastungen geben soll, darüber sind sich CDU und SPD uneinig.

Gleichzeitig werden Beschäftigte und Kinderlose stärker belastet.

Immerhin gibt es auch hier eine gute Nachricht: Die geplanten Kürzungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger sind vom Tisch.

Was Laura bei all diesen Debatten nicht versteht: Die Probleme kommen nicht überraschend.

Wir wissen seit Jahren, dass wir uns um diese Themen kümmern müssen. Dass das gesamte SGB an vielen Stellen Reformbedarf hat, ist keine neue Erkenntnis.

Und trotzdem wirkt es immer wieder so, als hätte niemand kommen sehen, was längst vor uns liegt.


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