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WDR 5 Dok 5 - das Feature

WDR 5

Society & Culture

244 Episoden · neueste 09.10.

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Episoden

244
  1. Stahlarbeiterin – Grüne Transformation bei Thyssenkrupp
    01.05., 06:0000:52:07

    Seit ihrer Ausbildung setzt sich Maschinenbautechnikerin Ann Catherine Meyer, von ihren Freunden Lotti genannt, in der Männerdomäne Stahl für mehr Gerechtigkeit, Diversität und Umweltschutz ein. Dabei wird sie zur Stimme einer neuen Generation im Ruhrgebiet, die sich entschlossen gegen die Radikalisierung von rechts engagiert. Ob im Jugendausschuss der IG-Metall, im Betriebsrat, in der Fabrikhalle – die 27-Jährige sucht den Dialog und ist immer in Bewegung. Neben der Arbeit organisiert sie auch die Pflege für ihren schwerkranken Vater. Nach drei Jahren an der Abendschule hat sie gerade ihren neuen Job angetreten - aber im Werk ist sie weiter die einzige weibliche und queere Person. „Stahlarbeiterin“ erzählt ehrlich, nah und direkt von Solidarität und Strukturwandel. Eine Doku über eine Arbeiterin, die Verantwortung übernimmt – im Spagat zwischen Aktivismus, Karriere und Care-Arbeit. Ein Feature von Lea Schlude. Produktion: DLF 2025

  2. Podcast-Empfehlung: Heilsverbrechen - der Fall Rupnik
    29.04., 13:0500:02:23

    Der sechsteilige Podcast erzählt von Missbrauch in der katholischen Kirche, die mutmaßlichen Opfer sind Ordensschwestern. Es geht um ihre Geschichte und wie sie um Gerechtigkeit, Anerkennung und Heilung kämpfen. Ab 04.05. in der Deutschlandfunk App und in ARD Sounds. https://www.deutschlandfunk.de/doku-serie-100.html

  3. Auf Touren? Wirtschaftsfaktor Fahrrad
    24.04., 06:0000:53:48

    Aus dem Boom zurück in die Normalität: die Fahrradbranche räumt die Lager: Unter anderem sorgen E-Bikes und Werkstatt-Services für mehr Schwung. Mit Corona kam der Fahrrad-Boom. Dann eine Delle. Und jetzt sortiert sich die Branche vorsichtig neu. Begleitet von Insolvenzen, Preiskämpfen und überfüllten Lagerräumen. Inzwischen aber scheint sich die Lage zum Teil zu entspannen. Rückkehr zur Normalität. Das ist das, worauf die Branche hofft. Auch zum Wohl der vielen Tausend Menschen, die allein in Nordrhein-Westfalen ihr Geld in der Fahrradbranche verdienen. DOK 5 besucht Verkaufsräume, Werkstätten, Fertigungshallen, fragt nach Verlierern, Gewinnern, Risiken und neuen Trends - und schaut, was die Branche und auch die Politik jetzt leisten müssten, damit der Wirtschaftszweig auf Touren kommt. Ein Feature von Matthias Hof. Produktion: WDR 2026

  4. Kindesherausgabe – Wenn Eltern von Schulverweigerern das Sorgerecht verlieren
    17.04., 06:0000:52:01

    Allein 2024 wurden etwa 39.000 Kinder in Deutschland vorübergehend oder ganz aus ihren Familien genommen. Immer mehr auch deshalb, weil sie sich weigern in die Schule zu gehen. Tun Jugendämter genug, um das zu verhindern? In Deutschland gibt es eine gesetzliche Schulpflicht. Eltern sind verpflichtet, sie gegenüber ihren Kindern durchzusetzen. Beide Elternteile sind sich dabei nicht immer einig, ob und wie das geschehen soll. So beginnt mitunter ein erbitterter Streit ums Sorgerecht, der letztendlich vor Familiengerichten landet. Manchmal kommt es sogar bis zum äußersten und Kinder werden aus ihren Familien genommen. Wie im Fall von zwei Müttern aus Berlin und Bayern. Ein Feature von Charly Kowalczyk. Produktion: DLF 2025

  5. Unsere Asche wird weiter brennen
    10.04., 06:0000:54:54

    Am 18. Januar 1996 starben sieben Kinder und drei Erwachsene bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Lübeck. Für die Tat wurde nie jemand verurteilt. Was bedeutet das für die Betroffenen und für die Stadt? Marie und Ray haben überlebt. Doch sie können die schrecklichen Bilder des Brandanschlags auf ihre Unterkunft für Geflüchtete nicht vergessen. Der 18. Januar 1996 hat ihr Leben für immer verändert. Und auch das von Adam, der damals seinen Onkel verlor. Bis heute ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Den Indizien, die auf einen rechten Anschlag hinweisen, wurde kaum nachgegangen. Die Stadt kümmert sich wenig um das Gedenken an die Opfer des zehnfachen Mords. Wie kann es sein, dass der tödlichste Anschlag der 1990er-Jahre in Vergessenheit gerät? Warum wäre die Aufklärung dieses Falls angesichts steigender rechter Gewalt wichtig? Und gibt es noch eine Chance auf Gerechtigkeit? Ein Feature von Steffi Wassermann und Erika Harzer. Produktion: DLF Kultur 2026

  6. Machtpoker um die Westsahara – zwischen altem und neuem Kolonialismus
    03.04., 08:4000:53:12

    Nur wenige Länder der Welt erkennen die Westsahara als Staat an. Marokko hat das Territorium 1975 fast vollständig besetzt. Seitdem sind Hunderttausende Sahrauis nach Algerien geflohen und leben dort in Flüchtlingscamps in der Wüste, kontrolliert von der Unabhängigkeitsbewegung „Frente Polisario“. Doch nun empfiehlt der UN-Sicherheitsrat, die Westsahara völkerrechtlich dem Königreich Marokko anzugliedern - auf Initiative der alten Kolonialmacht Frankreich und US-Präsident Trump. Was das für die Menschen in der Region bedeutet, dem geht der Autor in Marokko und im algerischen Tindouf nach. Ein Feature von Andreas Zoppot. Produktion: SWR/WDR 2026

  7. Alle laufen weg. Einer fällt hin. (1/2)
    03.04., 06:0500:58:23

    2009 gab es für die Teenager Altaf, Paul und Erik nur einen Ausweg aus Kriminalität und Drogen. Weit weg von der Großstadt sollten sie auf einem Therapiebauernhof wieder zu sich finden. Der Autor hat sie damals begleitet und 2025 wiedergetroffen. Von der Großstadt aufs Land. Von Nachtleben, Rumhängen, Schule schwänzen zum durchgetakteten Tagesablauf ab sechs Uhr morgens bis zehn Uhr abends. Von der Kriminalität zur therapeutischen Maßnahme und vom Hoch- zum Nullkonsum. Im ersten Teil des Features begleiten wir die drei Teenager im Jahr 2009 bei der Stallarbeit, beim Lauftraining und bei Konflikten, die auch in diesem geschützten Raum nicht ausbleiben. Im zweiten Teil der Langzeitbeobachtung treffen wir Altaf, Paul und Erik wieder. Aus den Teenagern sind junge Männer geworden. Mit dabei ist auch der Sozialarbeiter Thomas, der sie in all den Jahren nicht aus den Augen verloren hat. Ein Feature von Klaus Schirmer. Produktion: DLF Kultur 2025

  8. Alle laufen weg. Einer fällt hin. (2/2)
    03.04., 06:0000:57:24

    2009 gab es für die Teenager Altaf, Paul und Erik nur einen Ausweg aus Kriminalität und Drogen. Weit weg von der Großstadt sollten sie auf einem Therapiebauernhof wieder zu sich finden. Der Autor hat sie damals begleitet und 2025 wiedergetroffen. Von der Großstadt aufs Land. Von Nachtleben, Rumhängen, Schule schwänzen zum durchgetakteten Tagesablauf ab sechs Uhr morgens bis zehn Uhr abends. Von der Kriminalität zur therapeutischen Maßnahme und vom Hoch- zum Nullkonsum. Im ersten Teil des Features begleiten wir die drei Teenager im Jahr 2009 bei der Stallarbeit, beim Lauftraining und bei Konflikten, die auch in diesem geschützten Raum nicht ausbleiben. Im zweiten Teil der Langzeitbeobachtung treffen wir Altaf, Paul und Erik wieder. Aus den Teenagern sind junge Männer geworden. Mit dabei ist auch der Sozialarbeiter Thomas, der sie in all den Jahren nicht aus den Augen verloren hat. Ein Feature von Klaus Schirmer. Produktion: DLF Kultur 2025

  9. Im Grenzland – Frauen in Estland bereiten sich auf den Ernstfall vor
    27.03., 06:0000:53:22

    Estland blickt auf eine Geschichte politischer Fremdbestimmung zurück – mehrmals stand das Land unter russischer Herrschaft. Seit Russland Krieg gegen die Ukraine führt, wächst in Estland die Sorge vor einem erneuten Verlust der Unabhängigkeit. Immer wieder kommt es zu gezielten Provokationen von Seiten Russlands. Eine entschlossene Antwort auf die zunehmende Bedrohung kommt von der Naiskodukaitse – einer Fraueneinheit des Freiwilligenverbandes der estnischen Streitkräfte. Neben Estinnen sind auch Geflüchtete aus der Ukraine sowie emigrierte Russinnen dabei. Sie alle vereint das Ziel, Estland zu verteidigen – und sich selbst. Ein Feature von Juli Schulz. Produktion: SWR/DLF/RB 2025 Unsere Podcast-Empfehlung: Was tun, Herr General? https://1.ard.de/general

  10. Podcast-Empfehlung: Riefenstahl – Influencerin des Bösen
    20.03., 06:0000:01:40

    Leni Riefenstahl – der Name ist bis heute weltbekannt. Sie gilt als eine der einflussreichsten deutschen Filmregisseurinnen. Das Krasse daran: Ihre größten Erfolge waren Propagandafilme für Hitler und sein Regime. Bis zu ihrem Tod hat Riefenstahl aber ihre Verstrickung mit den Nazis kleingeredet und dabei oft gelogen, was das Zeug hält. In „Riefenstahl – Influencerin des Bösen“ zeichnet Katja Paysen-Petersen Riefenstahls Leben neu nach. Sie hat bislang unveröffentlichte Interviews aus deren Nachlass mit anderen historischen Quellen abgeglichen und erzählt, wie aus einer ehrgeizigen Künstlerin die zentrale Propagandistin des nationalsozialistischen Deutschlands wurde. „Riefenstahl – Influencerin des Bösen“ ist die neueste Staffel vom Podcast „Alles Geschichte“. Jetzt hören in ARD Sounds: https://1.ard.de/dok5_tipp_riefenstahl

  11. Der Wert des Waldes - Deutsche Forstwirtschaft im Klimawandel
    20.03., 06:0000:54:02

    Der deutsche Wald stirbt - nicht. Er wandelt sich. Wo Stürme wie Kyrill die Fichten im Sauerland umhauten, wachsen heute mehr Birken, Buchen und Eichen. Waldwirtschaft im Wandel. Unsere Wälder werden in Zukunft viel aushalten müssen: Trockenheit und Hitze, Überschwemmungen und Erosion. Wie können Waldbrände verhindert werden? Welche Bäume können am besten den Herausforderungen trotzen? Wie wichtig ist mehr Jagd für den Wald? Dabei bleibt der Wald ein Wirtschaftsfaktor. Ein Drittel Deutschlands ist bewaldet. Die deutsche Holzwirtschaft gibt einer Million Menschen ein Auskommen. Auch Holz von Laubbäumen kann in Zukunft zu einem besonders nachhaltigen Wertstoff werden – wenn es gelingt, Kohlenstoff langfristig darin zu binden, zum Beispiel im Häuserbau. Das Feature fragt nach den wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen dieses Umbruchs. Ein Feature von Heiner Wember. Produktion: WDR 2026 Unser Podcast-Tipp: ARD Klima Update https://1.ard.de/ARD_Klima_Update

  12. Wissenschaft unter Druck – Trumps Angriffe auf US-Universitäten
    13.03., 06:0000:50:16

    Seit Donald Trump wieder Präsident ist, hat sich die Lage an US-Universitäten drastisch verändert: Studierende fürchten Abschiebungen, Wissenschaftler verlieren ihre Stellen und wichtige Forschungsprojekte werden gestrichen. Im Jahr 2025 streicht die Regierung unter Trump den Universitäten Columbia und Harvard Fördermittel in Milliardenhöhe. Die offizielle Begründung lautet: Die Hochschulen hätten nicht genug gegen die Belästigung jüdischer Studierender unternommen. Columbia-Professor Michael Thaddeus sieht darin eine politische Agenda: Debatten über den Nahen Osten sollen Israel gegenüber weniger kritisch sein. Und das sei nur der Anfang: Auch Themen wie Geschlechtervielfalt, soziale Ungleichheit, Klimawandel oder Impfstoffe sollen künftig nur noch im Sinne der Regierung behandelt werden. Dok-5-Autor Egon Koch fragt: Wie frei ist die Wissenschaft in den USA heute? Und: Wie wehren sich die Universitäten? Ein Feature von Egon Koch. Produktion: WDR, SWR, ORF und Deutschlandfunk 2026 Hinweis der Redaktion: Wir haben am 17. März um 16 Uhr eine überarbeitete Fassung des Features „Wissenschaft unter Druck – Trumps Angriffe auf US-Universitäten“ online gestellt.

  13. Lost in Transition – Jugendliche zwischen Schule und Ausbildung
    27.02., 06:0000:54:31

    Maxim sucht einen Ausbildungsplatz, Jane bewirbt sich um ihre erste feste Anstellung. Maßnahmen und Projekte sollen ihnen in dieser „Zeit dazwischen“ Orientierung bieten. Wir haben Maxim und Jane mehrere Monate lang begleitet. Der Übergang ins Berufsleben ist für viele Jugendliche eine Zeit der Unsicherheit. Sie sind mit ihren eigenen Erwartungen und denen ihres Umfelds konfrontiert. Staatliche und private Maßnahmen und Projekte sollen ihnen helfen. Die Möglichkeiten reichen von Jugendberufsagenturen bis zu staatlich unterstützen Ausbildungen. Die richtige Maßnahme zu wählen, kann zu einer Herausforderung werden. Und ob die Angebote Jugendliche tatsächlich in Ausbildung bringen, ist völlig unklar. Ein Feature von Eva Kunkel. Produktion: WDR 2026 Unsere Podcast-Empfehlung: Deep Doku https://1.ard.de/deep_doku

  14. Ohmatdyt. Ein Kinderkrankenhaus im Krieg
    20.02., 06:0000:53:58

    Am 8. Juli 2024 ist die größte und wichtigste Kinderklinik der Ukraine, das Ohmatdyt-Krankenhaus in Kyjiw, von einer Rakete getroffen worden. Krebskranke Kinder aus der gesamten Ukraine kommen ins Ohmatdyt -Krankenhaus – von der Front und den besetzten Gebieten im Osten bis zu den vom Krieg weniger versehrten Gebieten im Westen des Landes. Die Bilder gingen um die Welt: das von der Rakete zerfetzte Gebäude – unweit entfernt die Kinder, manche mit nackten Füßen, herausgerissen aus ihren Chemotherapien und Dialysen. Das Feature begleitet drei Mütter und ihre Kinder, die den Angriff miterlebt haben – sowie eine Krankenschwester, die schwer verletzt wurde, und eine Filmemacherin, die sofort zur Hilfe geeilt ist. Ein Raketenangriff auf das wichtigste Kinderkrankenhaus im Land – was macht so ein Angriff mit einer Gesellschaft, die ohnehin im Ausnahmezustand ist? Und was sagt es über diesen Krieg aus, wenn selbst dieser Ort angegriffen wird – ein Ort, an dem die Verletzlichsten der ukrainischen Gesellschaft Schutz suchen? Ein Feature von Patrick Batarilo. Produktion: WDR 2026 Podcast-Empfehlung: https://1.ard.de/general

  15. "Ora et labora" – Wirtschaftsunternehmen Kloster
    15.02., 13:0400:53:22

    Klöster sind Orte der Spiritualität - aber gleichzeitig auch unabhängige Wirtschaftsbetriebe. Kirchensteuer kriegen sie keine. Nonnen und Mönche bringen ihre Arbeitskraft ein. Und jedes Jahr ist natürlich eine Steuererklärung fällig. Klöster waren früher wirtschaftliche Zentren handwerklicher und landwirtschaftlicher Kunst – DIE Selbstversorger schlechthin. Das sind sie auch heute noch. Aber sie bestehen auch als Unternehmen am Markt. Nicht wegen der Hilfe durch Kirche oder Staat, sondern weil sie Wirtschaftsbetriebe mit klugen Köpfen sind, die gut rechnen können und geschäftstüchtig sind. Wir haben mit dem Mikrophon Klöster besucht, die immer noch oder wieder erfolgreich sind: als geistliches Zentrum, Gastbetrieb, mit Klosterladen oder Hostienbäckerei. Auch ein sehr junges Kloster ist dabei: Gründung 2022. Wie Klöster weiter existieren, trotz Nachwuchsproblemen und wirtschaftlicher Konkurrenz, das zeigt dieses Dok5-Feature. Ein Feature von Katrin Boers. Produktion: WDR 2024

  16. Japans Kriegsschuld, ein indischer Richter und die Anfänge des Völkerstrafrechts
    30.01., 06:0000:43:44

    Am 29. April 1946 begann in Japan der Internationale Militärgerichtshof für den Fernen Osten. 28 Männer waren angeklagt, darunter Premier Hideki Tôjô, unter dessen Führung Japan einen Krieg führte, mit Millionen Toten. Elf internationale Richter entschieden über ihr Schicksal. Was wie die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse ein Meilenstein der internationalen Strafgerichtsbarkeit sein sollte, wurde von Spannungen und Vorwürfen der Siegerjustiz überschattet. Der indische Richter Radhabinod Pal plädierte in einem Sondervotum für Freispruch. Bis heute nutzen rechte Bewegungen in Japan seine Person, um die Kriegsschuld in Frage zu stellen. Das Feature folgt Pals Spuren nach Nürnberg und Japan mit exklusivem Zugang zu Dokumenten. Es spricht mit Rechtsexperten und Bewunderern, auch Tôjôs Urenkel. Es fragt: Wer war Pal – und was verrät sein Votum über die Grenzen und Chancen des Völkerstrafrechts, das heute um Relevanz ringt? Ein Feature von Paul Hildebrandt und Cathrin Schmiegel. Produktion: Deutschlandfunk 2025

  17. Binnenschifffahrt in NRW – Bald auf dem Trockenen?
    23.01., 13:4500:53:58

    Langsam tuckernde Schiffe auf Flüssen und Kanälen – lange der Inbegriff für wirtschaftliche Kraft und zugleich auch ein Stück Wasserromatik. Doch jetzt herrscht auch in dieser Branche Krisenstimmung. Nicht nur auf der Straße und der Schiene, auch auf den Wasserstraßen, am Rhein und den vielen wichtigen Kanälen in NRW krankt die Infrastruktur. Ergebnis jahrelanger Einsparungen und ausbleibender Investitionen. Zahlreiche überalterte Schleusen,akuter Personalmangel und die Zunahme von Niedrigwasserphasen reduzieren die Transportleistung. Dabei gelobt die Politik seit Jahren, mehr Güter umweltschonend auf Binnenschiffe umzuladen. Und gerade in NRW sind sowohl die Industrie als auch die großen Konsumzentren auf ein nachhaltiges, solides Frachtsystem angewiesen. Wie ist den vielfältigen Problemen beizukommen? Ein Feature von Ulrich Land. Produktion: WDR 2026

  18. Der Krieg von morgen – Wie Drohnen den Kampf um die Ukraine verändern
    16.01., 06:0000:52:11

    Krieg klingt heute anders als früher. "Shellshocked" nannte man im Ersten Weltkrieg die zitternden Soldaten, die Granatenbeschuss traumatisiert hatte. Heute kreisen surrende Drohnen am Himmel und suchen nach Zielen. Das Geräusch quält die, die überleben noch lange nach ihrem Einsatz. Krieg funktioniert heute anders als früher. Der Angriff Russlands auf die Ukraine begann "klassisch" mit Panzern und Artilleriefeuer. Heute zerstören kleine billige Drohnen schwer gepanzerte Fahrzeuge und töten tausende Soldaten. Laut ukrainischem Militär gehen 70 bis 80 Prozent der Verluste auf sie zurück. Im "Radiofeature" erzählt ein Drohnen-Pilot, der in der Ukraine gekämpft hat, von seinem spannendsten Einsatz. Ein niederbayerischer Drohnenproduzent hat bei einem Bier eine entscheidende Idee und Experten mahnen, dass die Bundeswehr umdenken muss. Ein Feature von Christian Schiffer und Fritz Espenlaub. Produktion: BR 2025

  19. Zerstörtes Leben durch Missbrauch – Was kann die katholische Kirche wieder gut machen?
    09.01., 06:0000:52:29

    Ralf König, Name geändert, hat alles verloren. Sein Leben als erfolgreicher Manager kann er nicht mehr führen, seit die Erinnerungen hochkamen. Als Kind wurde er über Jahre von mehreren katholischen Priestern vergewaltigt. Der Haupttäter: ein Pfarrer, der zugleich sein Vater war. Ralf König wehrt sich heute gegen die katholische Kirche wie viele Betroffene. Aber wie lässt sich Gerechtigkeit herstellen? Kann man Leid beziffern? Gabriele Knetsch geht der Frage nach, wo wir in der Missbrauchsdebatte heute stehen. Ein Feature von Gabriele Knetsch. Produktion: SWR Kultur 2025

  20. Guyanas Ölrausch – Wie der plötzliche Reichtum das Land verändert
    01.01., 06:0000:52:44

    Guyana ist die am schnellsten wachsende Wirtschaft der Welt. Riesige Ölfunde haben es sehr schnell sehr reich gemacht – pro Kopf gerechnet, reicher als Deutschland. Der Blick ins Land zeigt noch ein anderes Bild. Noch vor zehn Jahren zählte Guyana zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Dann entdeckte ExxonMobil 2015 gewaltige Ölvorkommen vor der Küste. Seither hat sich das kleine Land in Südamerika rasant verändert: Die Wirtschaft wächst in Rekordtempo, die Staatskassen sind prall gefüllt. Und Guyana erlebt eine Generation an Fortschritt in nur wenigen Jahren. Doch wo plötzlich Reichtum ist, wächst auch die Kluft: 40 % der Bevölkerung leben weiterhin in Armut. Viele Guyaner sagen heute: Vor dem Öl war das Leben besser. Was bedeutet es, der vielleicht letzte entstehende Petrostaat der Welt zu sein? Ein Feature von Fabian Federl. Produktion: DLF 2025

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