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WDR 3 Meisterstücke

Westdeutscher Rundfunk

Music

350 Episoden · neueste 08.10.

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Episoden

350
  1. Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll – Hollywood dankt
    01.01., 11:0000:13:59

    Schreibblockaden können selbst Profis lange lähmen: Vier Jahre bringt Sergei Rachmaninoff keine Note aufs Papier. Erst als er sich professionelle Hilfe holt, schreibt er sein 2. Klavierkonzert – dank einer Hypnosetherapie. Die Therapie weckt nicht nur Rachmaninoffs Schaffensgeist – sie wirkt wie ein musikalischer Qualitätsbooster. „Erst jetzt scheint dieses Talent sich seiner inneren Kraft völlig bewusst“, lobt die Kritik. Schon der Beginn des 2. Klavierkonzerts klingt wie ein Blick ins Unterbewusstsein: Das Klavier tastet sich mit tiefen, schweren Akkorden voran, geheimnisvoll wie ferne Glockenschläge. Was danach passiert, hallt bis nach Hollywood: Rachmaninoff hat mit seinem Sound – ohne Absicht – die Steilvorlage für filmsinfonische „Emotion-Lotion“ geliefert ... Wenn dir die Musik von Sergei Rachmaninoff gefällt, solltest du unbedingt seine 2. Sinfonie oder sein 3. Klavierkonzert in d-Moll hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Sergei Rachmaninoff: 2. Klavierkonzert c-Moll op. 18 Daniil Trifonov, Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin (Lt.) Deutsche Grammophon 2018 Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  2. Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 - Hochform im Rentenalter
    25.12., 11:0000:13:04

    200 Euro für ein Konzertticket? Popstarpreise, und die gab es schon vor 200 Jahren. Haydn war damals Europas Superstar – und startet selbst im Rentenalter noch einmal richtig durch, etwa mit seiner letzten und 104. Sinfonie ... Sich neu ordnen – das muss Joseph Haydn gezwungenermaßen, bevor er seine 104. Sinfonie komponiert. Nach dem Tod Nikolaus’ I. entlässt der neue Fürst die Hofmusiker und schickt Haydn in Frühpension. Doch Rückzug kommt für Haydn nicht infrage. Mit kribbelnder Aufbruchstimmung in der Brust macht er sich selbstständig und steuert London an – und dort entsteht seine letzte, triumphale 104. Sinfonie: voller Humor und überraschender musikalischer Wendungen. Wenn dir die Musik von Joseph Haydn gefällt, solltest du unbedingt seine „Abschiedssinfonie” oder seine 101. Sinfonie „Die Uhr“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Joseph Haydn Sinfonie Nr. 104 Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  3. Heinrich Schütz: Weihnachtshistorie - Bibel trifft Oper
    18.12., 11:0000:13:14

    Dieser Weihnachtshit sprengt jede Timeline: 300 Jahre älter als „White Christmas“, 150 Jahre vor „Stille Nacht“ und gut 70 Jahre vor Bachs Weihnachtsoratorium entstand Heinrich Schütz’ Weihnachtshistorie. Und für ein geistliches Werk steckt darin erstaunlich viel Opernwucht ... Zweimal reist Heinrich Schütz nach Italien und entdeckt dort die Oper als Schule der Emotion. Die emotionalen Sologesänge zeigen ihm, wie Musik den Text Wort für Wort ausdeuten kann. In der Weihnachtshistorie perfektioniert Schütz dieses Prinzip: Mit scheinbar einfachen Wendungen von Dur nach Moll erzeugt er verblüffende dramatische Effekte und echte musikalische Plot-Twists. Auch wenn die Kirche der weltlichen Oper misstraut – ihr Handwerkskoffer erweist sich hier als erstaunlich nützlich. Wenn dir die Musik von Heinrich Schütz gefällt, solltest du unbedingt sein Vokalwerk „Kleine geistliche Konzerte” hören. Wenn du mehr Musik für die Feiertage suchst, empfehlen wir Bachs Weihnachtsoratorium. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Heinrich Schütz Historia der Geburt Christi (Weihnachtshistorie) Kammerchor Stuttgart, Musica Fiata Köln, Barockorchester Stuttgart, Frieder Bernius (Ltg.) Sony Classical Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  4. Alban Berg: Wozzeck – Welterfolg wider Willen
    11.12., 11:0000:13:20

    Berlin, 1925. Vor 100 Jahren geht „Wozzeck“ zum ersten Mal über die Bühne und der Jubel ist groß. Aber wenn etwas so viel Beifall bekommt, kann es nicht gut sein, findet der Komponist Alban Berg und verlässt enttäuscht die Premiere seiner Oper … Wozzeck ist Soldat und ganz unten angekommen. Unermüdlich schuftet er für die, die über ihm stehen, und verliert die Kontrolle über sein Leben. Psychotische Schübe zersetzen seine Persönlichkeit und sind schließlich eine Gefahr für seine Freundin Marie. Alban Berg hat für diese Handlung ein dichtes Netz aus Motiven und rhythmischen Figuren gesponnen, die die Opernfiguren in die klaustrophobische Enge treiben. Kein Wunder, dass sich Hitchcock-Komponist Bernard Herrmann von „Wozzeck“ zu seinem messerscharfen Streicher-Soundtrack für „Psycho“ inspirieren ließ ... Wenn dir die Musik von Alban Berg gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels” hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Alban Berg Wozzeck Walter Berry, Isabel Strauss, Fritz Uhl, Carl Doench, Orchestre & Choeur de L'Opera Paris, Pierre Boulez (Ltg.) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  5. Sergei Rachmaninoff: 2. Sinfonie - Eleganz und Melancholie
    04.12., 11:0000:13:10

    „Die schrecklichste Stunde meines Lebens“, erinnert sich Sergei Rachmaninoff an die misslungene Premiere seiner 1. Sinfonie. Mit dem Komponieren will er aufhören. Erst nach Jahren und einem Tapetenwechsel wagt er sich an seine 2. Sinfonie ... Der Schock über die katastrophale Uraufführung seiner 1. Sinfonie sitzt tief. Deshalb arbeitet Rachmaninoff heimlich an seiner 2. Sinfonie. Mittlerweile lebt der Komponist mit seiner Familie in Dresden und denkt im 1. Satz wehmütig an seine russische Heimat zurück. „Kitsch“ nennen das die Kritiker, doch eigentlich ist es tief empfundene Melancholie. Für Rachmaninoff gehört so etwas unbedingt in die eigene Musik: „Die Musik eines Komponisten sollte ausdrücken das Land seiner Geburt, seine Liebesaffären, seine Religion, die Bücher, die ihn beeinflussten, die Gemälde, die er liebt.“ Wenn dir die Musik von Sergei Rachmaninoff gefällt, solltest du unbedingt auch seine Rhapsodie über ein Thema von Paganini oder sein 3. Klavierkonzert hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Sergei Rachmaninoff Sinfonie Nr. 2 e-Moll op.27 Royal Concertgebouw Orchestra Mariss Jansons (Ltg.) (Warner) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  6. Charles-Marie Widor: 5. Orgelsinfonie - Hochzeitsjubel made in Paris
    27.11., 11:0000:13:24

    Mendelssohn und Wagner gehören zur Hochzeit wie der Reis vor die Kirche – und sind längst zu Ritual-Klischees erstarrt. Dabei gibt es eine originelle und überwältigende Alternative: Widors Orgelsinfonie! Charles-Marie Widor schreibt mehr Sinfonien als Beethoven – aber nicht fürs Orchester, sondern für die Orgel. In Paris, an der monumentalen Cavaillé-Coll-Orgel von Saint-Sulpice, entwickelt er die Orgelsinfonie zu einer eigenen Gattung und behandelt die Orgel wie ein Orchester: farbenreich und virtuos. Vor allem die Toccata aus der 5. Orgelsinfonie ist ein Knaller – nicht nur auf Hochzeiten ... Wenn du Orgelmusik magst, solltest du unbedingt Toccata und Fuge d-Moll von Johann Sebastian Bach hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Charles-Marie Widor Orgelsinfonie Nr. 5 f-moll op. 42, 1 Daniel Roth Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  7. Bach: Air aus Suite Nr. 3 – Trost und Magie
    20.11., 11:0000:12:27

    Bloß eine Single-Auskopplung: Bachs „Air“ gehört in die Orchestersuite Nummer 3 und ist nur ein Satz unter mehreren. Aber: Wo sind die anderen Sätze? Und warum werden sie von der „Air“-Melodie in den Schatten gestellt? „Die Musik meines Vaters hat höhere Absichten – sie soll nicht das Ohr füllen, sondern das Herz in Bewegung setzen“, schreibt Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel. Und wie versetzt Bach das Herz in Bewegung? Zuerst gibt der Bass den Puls vor. Auf diesem Bass baut Bach ein Gerüst, in dem er komplexe Harmonien unterbringen kann. Das Ergebnis ist ein ständiger Wechsel aus Spannung und Entspannung. Und über allem gleitet die Melodie, mit der Bach Musikgeschichte geschrieben hat ... Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt seine Cello-Suiten oder seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Johann Sebastian Bach Suite Nr. 3 D-Dur BWV 1068, 3. Air Amsterdam Baroque Orchestra Ton Koopman (Ltg.) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominik Mercks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  8. Franz Liszt: 1. Klavierkonzert – Tragik und Triangel
    13.11., 11:0000:12:06

    „Das versteht ihr alle nicht“, denkt sich der Pianist Hans von Bülow, als er in Liszts Partitur blickt. Franz Liszt komponiert so kühn, dass die Kritik ihn zerreißen wird – und es ist ihm vollkommen egal. „Triangelkonzert“ schimpft ein Kritiker über Liszts erstes Klavierkonzert – nur weil der Triangel im dritten Satz einen glanzvollen Auftritt hat. Liszt weiß genau, wie sehr er damit provoziert, und genießt es. Schon im ersten Takt sprengt er die Konventionen: keine Routine, sondern ein einziger musikalischer Gedanke, der sich in immer neue Gestalten verwandelt – virtuos, trotzig, visionär. Wenn dir die Musik von Franz Liszt gefällt, solltest du unbedingt seine „Ungarische Rhapsodie Nr. 2“ oder die h-Moll-Sonate hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Franz Liszt: Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur Gyorgy Cziffra, Orchestre National de la Radiodiffusion Française, Pierre Dervaux (Ltg.) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  9. Charles Gounod: Faust - Weltruhm mit deutschem Klassiker
    06.11., 11:0000:12:59

    Musik zum „Faust“? Unmöglich, meint Goethe. Er kann nicht ahnen, dass knapp 30 Jahre nach seinem Tod Charles Gounod den Pakt mit dem Teufel eingehen – und damit Operngeschichte schreiben würde … Gounod stört sich nicht an Goethes Vorbehalten, der „Faust“ für zu düster, zu widersprüchlich, zu groß hält, um dem Stoff Musik zu verpassen. Gounod streicht den philosophischen Ballast, rückt Marguerite ins Zentrum und schreibt mit der „Juwelenarie“ oder dem Faust-Walzer Operngeschichte. Wenn dir Oper auf Französisch gefällt, solltest du unbedingt auch Debussys „Pelléas et Mélisande“ oder Bizets „Carmen“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Charles Gounod: Faust Nicolai Gedda (Tenor) Victoria de los Angeles (Sopran) Boris Christoff (Bass) Chœur et Orchestre du Théâtre National de l'Opéra de Paris André Cluytens (Ltg.) EMI Höre dir hier die Aufnahme an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  10. Brahms Klavierquintett op. 34 - Gipfel der Kammermusik
    30.10., 11:0000:13:21

    Achtung, Dauerbaustelle: Brahms schreibt sein Klavierquintett erst für Streicher, dann für zwei Klaviere – und verwirft beides wieder. Warum ringt er so mit der Form? Wäre Brahms Architekt, würde er sein fertig gebautes Haus zweimal abreißen, bevor er zufrieden ist. Erst Stein, dann Holz – am Ende beides zusammen. So entsteht aus Streichquintett und Klavierduo das Klavierquintett op. 34. Brahms geht kompromisslos mit sich selbst um: Er feilt, bis Struktur und Ausdruck ein Gleichgewicht finden. Das Ergebnis macht jedes Hören zu einer Entdeckungsreise. Wenn dir die Musik von Johannes Brahms gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert oder die Ungarischen Tänze hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Johannes Brahms Klavierquintett op.34 Quartetto Italiano, Maurizio Pollini Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  11. Johann Strauß: An der schönen blauen Donau - Lebensfreude pur
    23.10., 11:0000:13:02

    Seit der Weltausstellung in Paris 1867 erklingt dieser Walzer rund um den Globus – als musikalische Visitenkarte Wiens und fester Bestandteil jedes Neujahrskonzerts. Strauß trieft in diesem Walzer vor Ideen – aber nicht jede ist neu ... Johann Strauß ist ein Meister des Recyclings. Sämtliche zehn Melodien aus dem Donauwalzer sind an ältere Strauß-Melodien angelehnt – meistens ein bisschen verändert und variiert, aber eben auch nicht ganz neu. Gleich vier Melodien stammen aus dem Walzer „Wiener Chronik“. Genial recycelt und – erstaunlicherweise – zuerst als Stück für einen Männerchor gedacht ... Wenn dir die Musik von Johann Strauß gefällt, solltest du unbedingt auch seine Operette „Die Fledermaus“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Johann Strauß An der schönen blauen Donau Wiener Philharmoniker Karl Böhm (Ltg.) Deutsche Grammophon Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominick Merks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  12. Domenico Scarlatti: Klaviersonaten - Grenzgänger aus Neapel
    16.10., 11:0000:13:07

    555 Sonaten! Domenico Scarlatti komponiert wie am Fließband. Eine seiner Sonaten funkelt ganz besonders wie ein barockes Tanzfest: spanische Rhythmen, wilde Harmonien – und das alles auf einem einzigen Cembalo! Schon mit 17 Jahren komponiert Scarlatti seine erste Oper. Doch sein eigentliches Vermächtnis sind die Sonaten für Cembalo. Die meisten von ihnen sind handschriftlich überliefert, nur die ersten 42 erscheinen gedruckt – 1738/39, als der Komponist schon über 50 war. Bescheiden nennt er sie „Essercizi“ – Studien, dabei steckt in ihnen ein ganzer Lehrgang des Klavierspiels: virtuose Läufe, halsbrecherische Sprünge und rasante Triller ... Wenn dir die Musik von Domenico Scarlatti gefällt, solltest du unbedingt auch die „Pièces de clavecin“ von Jean-Philippe Rameau hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Domenico Scarlatti, Sonaten Kenneth Cooper (Cembalo) Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Murat Kayi Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  13. Ludwig van Beethoven: Violinkonzert - überirdisch schön
    09.10., 11:0000:13:13

    Ein Musiker-Alptraum: Der Konzerttermin rückt näher, und es gibt so gut wie keine Proben. Dem Solisten von Beethovens Violinkonzert müssen die Schweißperlen auf der Stirn gestanden haben ... Franz Clement heißt der Solist der Uraufführung von Beethovens Violinkonzert – und sein Auftritt zündet. Glück gehabt! Denn das Werk ist ein Brocken: Schon der erste Satz dauert so lange wie ein ganzes Violinkonzert von Mozart. Beethoven hat kein typisches Virtuosenstück, sondern eine Symphonie mit Violine komponiert. Das Stück beginnt nicht einmal mit dem Soloinstrument – kein Platz also für Star-Allüren. Wenn dir die Musik von Ludwig van Beethoven gefällt, solltest du unbedingt seine „Missa Solemnis“ oder seine 3. Symphonie (die „Eroica“) hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-dur, op 61 (für Violine und Orchester) Gidon Kremer (Violine) Neville Marriner (Ltg.) Academy of St Martin in the Fields Höre dir hier das Album an: Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  14. Rameau: Pièces de clavecin - der französische Bach
    30.09., 11:0000:12:41

    Zyklopen, Musen, gackernde Hühner und schmetternde Vögel: In seinen „Pièces de clavecin“ lässt Jean-Philippe Rameau die Cembalo-Tasten zum Theater werden – voller Fantasie und technischer Raffinesse. Rameau ist einer der ersten Meister programmatischer Cembalomusik: Er lauscht seiner Umwelt bestimmte Muster ab und verwandelt sie in klingende Miniaturen. In den „Pièces de clavecin“ ahmt er das hastige Picken eines Huhns in halsbrecherischen Sechzehntelläufen nach oder formt kriegerische Vogelrufe zu musikalischen Signalen. Zwischen Virtuosität und Experiment wagt er harmonische Überraschungen, die schon auf die große Bühne verweisen: Diese Stücke sind ein entscheidender Schritt hin zu Rameaus Karriere als Opernkomponist. Wenn dir die Musik von Jean-Philippe Rameau gefällt, solltest du unbedingt noch mehr französische Barockmusik hören – zum Beispiel das „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Jean-Philippe Rameau Les Pièces de clavecin Vikingur Ólafsson (Klavier) Deutsche Grammophon Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  15. Mieczysław Weinberg: 3. Sinfonie - Genie im Schatten
    25.09., 11:0000:13:18

    Mieczysław Weinberg verliert im Holocaust seine Familie, wird Komponist in der Sowjetunion – aber ohne großen Durchbruch. Erst nach seinem Tod wird seine Musik wieder entdeckt – auch die 3. Sinfonie. Weinberg landet als jüdischer Flüchtling in der Sowjetunion. Sein Freund Dimitri Schostakowitsch hilft ihm dabei, Fuß zu fassen. Jetzt kann sich Weinberg auf seine 3. Sinfonie konzentrieren. In dieser Musik lässt er Tradition und Folklore aufeinanderprallen und verarbeitet seine eigene Geschichte von Vertreibung und Ausgrenzung. Darüber zu schreiben, ist für Weinberg eine „moralische Pflicht“. Wenn dir die Musik von Mieczysław Weinberg gefällt, solltest du unbedingt auch die Musik seines Freundes Schostakowitsch hören, z. B. die 8. Sinfonie. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Mieczysław Weinberg – Sinfonie Nr. 3 op. 45 City of Birmingham Symphony Orchestra Mirga Gražinytė-Tyla (Ltg.) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  16. Felix Mendelssohn: Lieder ohne Worte - Poesie für Pianisten
    18.09., 11:0000:12:22

    Das Konzept ist genial und etwas für alle, die auf Gesang verzichten können: Mendelssohn schreibt Klavierstücke, so eingängig wie Arien – nur ohne den nervigen Gesang … Warum lässt Felix Mendelssohn den Gesang weg? „Es wird so viel über Musik gesprochen, und so wenig gesagt. Ich glaube überhaupt, die Worte reichen nicht hin dazu und fände ich, dass sie hinreichten, so würde ich am Ende gar keine Musik mehr machen.“ – Klare Sache: Mendelssohn misstraut der Sprache und ihrer Wirkung. Musik sagt mehr als tausend Worte ... Wenn dir die Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy gefällt, solltest du unbedingt auch sein Violinkonzert e-Moll, op. 64 oder seinen „Sommernachtstraum“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Felix Mendelssohn-Bartholdy Lieder ohne Worte Michael Korstick (Klavier) cpo Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  17. Louise Farrenc: Klarinettentrio op. 44 - Kraft und Eleganz
    11.09., 11:0000:13:01

    Ein Buchstabe macht den Unterschied: Wahrscheinlich wäre die Karriere der französischen Komponistin Louise Farrenc als Louis Farrenc steiler verlaufen. Doch als Frau kämpft Louise Farrenc gegen Windmühlen ... Aufs Pariser Konservatorium darf sie nicht, weil sie eine Frau ist. Louise Farrenc lässt sich aber nicht abhalten und erhält Privatunterricht von den angesagtesten Klavier-Virtuosen. Als erste Frau erhält sie eine volle Professur, glänzt als Pianistin und komponiert. Weil die Orchester aber kaum Sinfonien von Frauen aufführen wollen, lebt Farrenc ihre sinfonischen Ambitionen in der Kammermusik aus – zum Beispiel in ihrem Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier. Das ist eine verkappte Sinfonie, nur eben für Trio ... Wenn du Musik weiterer Komponistinnen entdecken möchtest, solltest du unbedingt die 1. Sinfonie von Florence Price oder den Klavierzyklus „Das Jahr“ von Fanny Hensel hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Louise Farrenc: Trio in Es-Dur für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 44 Daniel Ottensamer, Stephan Koncz, Christoph Traxler Decca 2022 Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  18. Arvo Pärt: Tabula rasa - radikaler Neuanfang
    04.09., 11:0000:13:15

    „So wenige Noten“, staunt der Geiger Gidon Kremer bei der Uraufführung von „Tabula rasa“. Arvo Pärt hat vor allem eines komponiert: Stille. Im Saal herrscht eine seltene Ruhe – kein Husten, kein Atmen ist zu hören ... Die antiken Philosophen stellten sich die menschliche Seele als tabula rasa vor: als reine, unbeschriebene Tafel. Arvo Pärt übersetzt diese Idee in Musik: Er streut viele Pausen in die Komposition ein, bevor er einzelne Töne auf die tabula rasa schreibt. Wer zuhört, braucht weder religiös noch ein Kenner zeitgenössischer Musik zu sein, um in dieses Klanguniversum einzutauchen … Wenn dir die Musik von Arvo Pärt gefällt, solltest du unbedingt auch seine Komposition „Fratres“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Arvo Pärt, „Tabula rasa“ Gidon Kremer (Violine), Tatjana Grindenko (Violine), Kremerata Baltica, Eri Klas (Ltg.) Nonesuch Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  19. Darius Milhaud: Le boeuf sur le toit - Avantgarde mit Sambaflair
    28.08., 11:0000:12:59

    „Der Ochse auf dem Dach“ katapultiert Darius Milhaud ins Rampenlicht: Ein Pariser Nachtclub übernimmt den Titel und macht Milhaud zum Ehrenmitglied. Doch während das Publikum feiert, stempelt die Kritik den Komponisten zum Jahrmarktsmusiker ab … Ein kurioser Fall: Über 400 Werke hat Darius Milhaud komponiert – Opern, Sinfonien, Streichquartette. Doch berühmt macht ihn ausgerechnet ein 20-minütiges Frühwerk: das Ballett „Le boeuf sur le toit“. Französische Avantgarde trifft hier auf Sambaflair – Musik, die im Ohr bleibt und in die Beine geht. Wenn dir die Musik von Darius Milhaud gefällt und du noch mehr brasilianische Samba-Farben in der klassischen Musik entdecken möchtest, solltest du „Uirapuru“ von Heitor Villa-Lobos hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Darius Milhaud Le boeuf sur le toit Orchestre National de Lille-Région Nord-Pas-de-Calais, Jean-Claude Casadesus Naxos Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Host & Autor: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  20. Bach: Das Wohltemperierte Klavier - Trip durch die Tonarten
    21.08., 11:0000:13:19

    Warum eigentlich „wohltemperiert“? Müssen die Tasten eine bestimmte Temperatur haben – oder muss gar der Klavierhocker beheizt werden? „Wohltemperiert“ meint bei Bach nicht Wärme, sondern die Stimmung des Klaviers: Die zwölf Töne einer Oktave sind gleichmäßig verteilt. Heute selbstverständlich, damals revolutionär. Die ersten Stücke schrieb Bach im Gefängnis – nicht als Verbrecher, sondern weil er seinem Fürsten zu hartnäckig widersprach. Seine „Knastmusik“ wurde zum Monument: „Das Wohltemperierte Klavier“ ist weit mehr als Fingerübung – Musiker nennen es ehrfürchtig das „Alte Testament“ der Klavierliteratur. Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt seine Toccata und Fuge d-Moll oder seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

Eine unterhaltsame Reise durch das faszinierende Universum der klassischen Musik - für Liebhaber und Neueinsteiger. Michael Lohse und sein Team erzählen die Geschichten hinter den Meisterwerken: Pointen, Fakten, Hintergründe.