Podcast

WDR 3 Meisterstücke

Westdeutscher Rundfunk

Music

350 Episoden · neueste 08.10.

Noch keine Episoden ausgewertet.

Episoden

350
  1. Claude Debussy: Clair de Lune – magischer Mond über Bergamo
    21.05., 11:0000:13:02

    Mondschein mit Ohrwurm-Garantie: Claude Debussys „Clair de Lune“ gehört zu den berühmtesten Klavierstücken der Welt. Dabei vergessen wir schnell, dass der Mond nur ein Teil einer viel größeren Klanglandschaft ist. Claude Debussy sucht Ende des 19. Jahrhunderts nach einem neuen Klang – und findet ihn zwischen javanischen Gamelan-Ensembles, französischem Barock und symbolistischer Dichtung. Aus diesen Einflüssen entsteht die „Suite bergamasque“ mit ihrem berühmten dritten Satz „Clair de Lune“. Debussy lässt Harmonien schweben und verwischt das Taktgefühl. Der Mondschein wird zum Evergreen – und überstrahlt den Rest der Suite fast vollständig. Wenn dir die Musik von Claude Debussy gefällt, solltest du unbedingt auch seine sinfonischen Skizzen „La Mer“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Claude Debussy, Suite bergamasque Philippe Cassard (Klavier) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominik Mercks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  2. Johann Sebastian Bach: Englische Suiten - Tanzende Tasten
    14.05., 11:0000:13:04

    „Germany, twelve points!“ Europa wächst musikalisch schon lange vor dem ESC zusammen. Johann Sebastian Bach macht in seinen „Englischen Suiten“ aus französischen, italienischen und deutschen Einflüssen ein barockes Feuerwerk. Warum Johann Sebastian Bachs „Englische Suiten“ englisch heißen, ist bis heute nicht ganz geklärt. Wahrscheinlich komponiert Bach sie für einen „vornehmen Engländer“, von dem später der erste Bach-Biograf berichtet. Sicher ist dagegen: Bach treibt die Kunst des Cembalos darin auf die Spitze. Allemande, Courante, Sarabande oder Gigue – Bach sammelt Tänze aus ganz Europa und macht daraus sechs hochvirtuose Suiten voller Kontraste. Und mitten in diesem barocken Sixpack versteckt Bach sogar seine eigenen Initialen. Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt auch seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Johann Sebastian Bach Englische Suiten Nr. 1-6 András Schiff (Klavier) (Decca) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  3. Peter Tschaikowsky: Pathétique - Requiem auf sich selbst
    07.05., 11:0000:13:17

    Hat Tschaikowsky mit seiner 6. Symphonie seinen eigenen Nachruf komponiert? Die „Pathétique“ klingt wie ein musikalisches Requiem – und nur neun Tage nach der Uraufführung ist der Komponist tot. Tschaikowsky liebt seine 6. Symphonie „wie nie zuvor“ – und plant sie als Abschlusswerk seines Schaffens. Das Publikum muss sich bei der Uraufführung auf eine Überdosis Melancholie einstellen. Tschaikowsky durchzieht die Sätze mit Seufzermotiven und Todesahnungen. Die Musiker rätseln: „Was haben Sie nur getan?! Das ist doch ein Requiem, ein richtiges Requiem!“ Und tatsächlich: Kurz nach der Uraufführung 1893 stirbt Tschaikowsky überraschend an Cholera. Seitdem ranken sich Mythen um das Werk: musikalischer Abschiedsbrief, verschlüsseltes Bekenntnis oder doch nur tragischer Zufall? Wenn dir die „Pathétique“ von Peter Tschaikowsky gefällt, dann bist du jetzt bereit für seine längste Sinfonie: die Manfred-Sinfonie. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Peter Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“ New York Philharmonic, Leonard Bernstein (Ltg.) (Deutsche Grammophon) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  4. Franz Lehár: Das Land des Lächelns - Herzschmerz auf chinesisch
    30.04., 11:0000:13:18

    Dieser Welthit überstrahlt alles: „Dein ist mein ganzes Herz“. Doch hinter der Arie steckt mehr als Operettenkitsch – Lehár erzählt von gescheiterter Liebe und einer Welt, die aus den Fugen gerät. Das Happy End ist aus der Mode gekommen. Da muss sich auch Operetten-Komponist Franz Lehár etwas Neues einfallen lassen, um die Massen ins Theater zu locken. Seine neuen Erfolgszutaten: ein exotischer Schauplatz, eine tragische Liebesgeschichte ohne Happy End und ein opernhafter Sound, der stellenweise an Puccini erinnert. Lisa und der chinesische Prinz Sou-Chong finden nicht zusammen, sie scheitern an kulturellen Grenzen. Uraufgeführt 1929, spiegelt das Werk eine Zeit im Umbruch – zwischen Welterfolg, Krise und politischer Katastrophe … Wenn du noch mehr Operetten entdecken willst, solltest du unbedingt auch Lehárs „Die lustige Witwe“ oder Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Franz Lehár, Das Land des Lächelns Camilla Nylund (Lisa), Julia Bauer (Mi), Piotr Beczala (Prinz Sou-Chong), Alexander Kaimbacher (Graf Gustav von Pottenstein), Alfred Berg (Graf Lichtenfels), Theodor Weimer (Diener), Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer (Ltg.) (cpo) Höre dir hier das Album an: Und hier kannst du die Original-Version von „Dein ist mein ganzes Herz“ mit dem legendären Tenor Richard Tauber anhören. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  5. Mozart: Sonata facile – für Profis zu schwer
    23.04., 11:0000:13:04

    Tapetenwechsel für den Kopf: Mozart komponiert seine C-Dur-Klaviersonate in einer Zeit des Umbruchs. Sie ist ein Meisterwerk der musikalischen Ökonomie und eine Herausforderung - selbst für Profis! Wien, 1788. Mozart muss sich neu aufstellen. Sein Vater ist gestorben, die Beziehung zu seiner Schwester Nannerl abgekühlt. Damit die Ideen wieder aus ihm heraussprudeln, kündigt er seine Wiener Stadtwohnung und zieht in die Vorstadt: Hier hat er mehr Muße zum Arbeiten. Der Tapetenwechsel zahlt sich aus, Mozart ist produktiv wie lange nicht. Er komponiert die C-Dur-Klaviersonate – maximal ökonomisch, keine Note ist überflüssig. Wie Mozart hier den Prototypen einer Klaviersonate entwirft, erklärt Michael Lohse in dieser Folge. Wenn dir die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart gefällt, solltest du unbedingt auch seine Sonate A-Dur KV 331 mit dem berühmten „Türkischen Marsch“ oder seine Opern „Die Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch bei ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Wolfgang Amadeus Mozart Klaviersonate C-Dur KV 545 Maria Joao Pires (Klavier) [Deutsche Grammophon] Höre dir hier das Album an. Die Version der Swingle Singers findest du hier. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  6. Giacomo Puccini: Turandot – Traumatisierte Prinzessin
    16.04., 11:0000:14:00

    Jahrelang ignoriert - dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei. Turandot rächt sich stellvertretend für ihre Vorfahrinnen, denen Mord und Vergewaltigung widerfahren sind. Dass schließlich ein fremder Prinz alle Rätsel löst und ihr Herz erweicht, ist zwar ein märchentauglicher Schluss, aber psychologisch kaum motiviert. Der Komponist Giacomo Puccini erkennt das Problem und lässt seine Librettisten immer wieder am Textbuch feilen. Richtig zufrieden ist er nie – und stirbt schließlich, ohne den Schluss komponiert zu haben. Musikalisch hat Puccini jedoch alles aufgefahren, was er aus der italienischen Operntradition gelernt hat und was das 20. Jahrhundert zu bieten hat: schroffe Strawinsky-Akzente, schwebende Debussy-Klänge, monumentale Breitwand-Sounds und einen der größten Hits der Operngeschichte. Das sind beste Voraussetzungen für eine weltweite Erfolgsgeschichte, die auch 100 Jahre nach der Uraufführung nicht auserzählt ist. Wenn dir die Musik von Giacomo Puccini gefällt, solltest du unbedingt seine Oper „La Bohème“ hören. – Du hast Lust auf noch mehr monumentale Oper? Dann höre dir Giuseppe Verdis „Aida“ an. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Giacomo Puccini, Turandot Joan Sutherland (Turandot), Luciano Pavarotti (Calaf), Montserrat Caballé (Liù), Nikolaj Gjaurow (Timur), London Philharmonic Orchestra, John Alldis Choir, Wandsworth School Boy’s Choir, Zubin Mehta (Ltg.) [Decca] Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  7. Louise Farrenc: 3. Sinfonie - Feuer und Finesse
    09.04., 11:0100:13:34

    Jahrelang ignoriert – dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei. Louise Farrenc behauptet sich in einer von Männern dominierten Musikwelt – mit Können, das selbst Kritiker verstummen lässt. Schumann und Joachim fördern sie, doch das Pariser Spitzenorchester ignoriert sie lange. Erst 1849 wendet sich das Blatt: Die Uraufführung ihrer 3. Sinfonie wird ein Triumph. Farrenc überzeugt mit klassischer Form – und einer eigenen, sprühenden Musiksprache jenseits bloßer Beethoven-Nähe. Wenn dir die Musik von Louise Farrenc gefällt und du noch mehr Komponistinnen aus dem 19. Jahrhundert kennenlernen möchtest, solltest du unbedingt Fanny Mendelsohns Ostersonate oder Clara Schumanns Klaviertrio hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Louise Farrenc, Sinfonie Nr. 3 g-Moll Insula Orchestra, Laurence Equilbey (Ltg.) Erato Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  8. Ludwig van Beethoven: Missa solemnis – sein größtes Werk
    02.04., 11:0000:13:22

    Missa solemnis heißt wörtlich „feierliche Messe“. Doch Beethoven macht aus seiner Messe mehr als Kirchenmusik: ein gewaltiges Werk zwischen Andacht und Zweifel – Krieg und Frieden. Beethoven lässt es in seiner Missa Solemnis krachen: Militärfanfaren, Schlachtenlärm, grausame Wirklichkeit. Im letzten Satz weicht das Getöse einer Friedensbotschaft: „Bitte um äußeren und inneren Frieden“, notiert Beethoven über die Noten. Mehr als vier Jahre ringt er mit der Komposition, fertigt mehr Skizzen an als je zuvor. „Er sah aus, als habe er soeben einen Kampf auf Leben und Tod bestanden“, beobachtet Beethovens Assistent. Was treibt den Komponisten an? Wenn dir die Musik von Ludwig van Beethoven gefällt, solltest du unbedingt seine Frühlingssonate oder die Pastorale hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis D-Dur Op. 123 Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  9. Leonard Bernstein: Candide – Voltaire am Broadway
    26.03., 11:0000:12:48

    „Wir leben in der besten aller möglichen Welten“, lernt Candide von seinem Lehrer – bevor ihn Kriege und Naturkatastrophen um die Welt treiben. Ist das wirklich die beste aller Welten? Leonard Bernstein stellt diese Frage in seiner fetzigen Broadway-Operette „Candide“. Mit Ende dreißig arbeitet Bernstein an einem Musiktheater über die gesellschaftlichen Missstände seiner Zeit: Armut, Zensur, Migration und Verfolgung. Parallel entstehen „Candide“ und „West Side Story“ – zwei Werke, die musikalisch kaum gegensätzlicher sein könnten. Angesagte lateinamerikanische Modetänze und jazzige Synkopen speist Bernstein in seine „West Side Story“-Partitur ein und „Candide“ macht dagegen eine stilistische Rolle rückwärts Warum er dafür ausgerechnet die Form der Operette wählt und kein Musical komponiert, hat gute Gründe ... Wenn dir die Musik von Leonard Bernstein gefällt, solltest du unbedingt auch seine Serenade nach Platons „Symposion“ hören. Du möchtest mehr Operetten entdecken? Dann wäre „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár oder „Die Fledermaus“ von Johann Strauß Sohn auch etwas für dich. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Leonard Bernstein, Candide [1989] Jerry Hadley, June Anderson, Christa Ludwig, Adolph Green, Nicolai Gedda, Della Jones, London Symphony Orchestra, Leonard Bernstein (Ltg.) Deutsche Grammophon Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  10. Franz Schubert: Oktett D 803 – große Sinfonie für 8 Solisten
    19.03., 11:0000:13:21

    Was ist besser: das Original oder das Remake? Meistens natürlich das Original. Aber in diesem Fall ist Schuberts Remake von Beethovens Septett alles andere als eine uninspirierte Kopie – es ist furios. Schubert schreibt sein Oktett als Hommage an Beethovens populäres Septett und tritt damit zugleich in Konkurrenz zu seinem großen Vorbild. Das Wiener Publikum kennt die Vorlage genau, erkennt Zitate und wird immer wieder überrascht, wenn Schubert anders abbiegt: Er beginnt – frech – einen Ton höher als Beethoven und macht dann etwas ganz Eigenes daraus. Verehrung oder Kampfansage? Beides zugleich: Schubert verneigt sich vor Beethoven – und zeigt selbstbewusst, dass er in derselben Liga spielt. Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt seine 8. Sinfonie oder seine „Unvollendete“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Franz Schubert Oktett D 803 Gidon Kremer, Isabelle van Keulen, Tabea Zimmermann, David Geringas, Alois Bosch, Edurad Brunner, Radovan Vlatković, Klaus Thunemann (Deutsche Grammophon) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  11. Bernard Herrman: Psycho - die bekannteste Filmmusik der Welt
    12.03., 11:0000:12:34

    Man duscht vorsichtiger, wenn man diesen Soundtrack gehört hat: Bernard Herrmann hat sich mit seinen messerscharfen Dissonanzen zum Hitchcock-Thriller „Psycho“ ins popkulturelle Gedächtnis gesägt. Gerade mal 45 Sekunden dauert die berühmte Duschmordszene und sie hat über 70 Schnitte. Auf Musik will Hitchcock verzichten. Herrmann legt es darauf an und komponiert doch etwas für diese Szene: Er schichtet Töne zu Clustern auf und lässt sie in extrem hoher Lage von den Streichern spielen. Hitchcock ist überzeugt – die Musik bleibt im Film. Herrmann und Hitchcock sind ein Dream-Team und wissen eben, worauf es in Sachen Hochspannung in Hollywood ankommt ... Wenn dir die Musik von Bernard Herrmann gefällt, solltest du unbedingt auch die 4. Sinfonie seines Vorbilds und Freundes Charles Ives hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. Bernard Herrmann hat seine Filmmusik zu "Psycho" selbst dirigiert und mit dem National Philharmonic Orchestra aufgenommen. Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Michael Arntz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  12. Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 - Sturm und Idylle
    05.03., 11:0000:13:08

    Ist das überhaupt ein Klavierkonzert? Ein Kritiker spottet: eher eine „Sinfonie mit obligatem Klavier“. Brahms’ 2. Klavierkonzert sprengt alle Erwartungen – monumentale 50 Minuten, sinfonische Wucht und ein Klavier, das manchmal lieber schweigt ... Zwischen Brahms’ erstem und seinem zweiten Klavierkonzert liegen zwanzig Jahre. 1878 gibt er sich einen Ruck, beginnt mit der Arbeit am 2. Klavierkonzert – und denkt größer denn je: über 50 Minuten Musik, fast eine Sinfonie mit Klavier. Das Soloinstrument brilliert nicht als Star, sondern als kluger Gesprächspartner des Orchesters. Die Kritiker überzeugt er bei der Uraufführung 1881 weniger, aber das Publikum ist auf seiner Seite und feiert das Konzert. Das lange Warten hat sich also ausgezahlt. Wenn dir die Musik von Johannes Brahms gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert in D-Dur, sein Klavierquintett oder seine Ungarischen Tänze hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Johannes Brahms Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur, Op. 83 Krystian Zimerman (Klavier), Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein (Ltg.) Deutsche Grammophon (Label) Höre dir hier das Album an. Das Cello-Thema des langsamen Satzes muss eine tiefe Bedeutung für Brahms gehabt haben, denn er verwendet es später noch in anderen Werken. Folge einfach den Links, um dich selbst zu überzeugen: Johannes Brahms Immer leiser wird mein Schlummer Jessye Norman (Gesang), Daniel Barenboim (Klavier) Deutsche Grammophon (Label) Johannes Brahms Klarinettentrio Op. 114 Martin Fröst (Klarinette), Roland Pöntinen (Klavier), Torleif Thedéen (Cello) BIS (Label) Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  13. Enrique Granados: Goyescas – Goya auf dem Klavier
    26.02., 11:0000:13:16

    Ohne die Goyescas von Enrique Granados gäbe es wahrscheinlich kein „Besame mucho“. Zumindest sollen die Melodien aus dem Klavierzyklus den eingängigen Schmachtfetzen inspiriert haben. Dabei steckt Granados Klaviermusik voller technischer Gemeinheiten. Das Gemeinste an den Goyescas ist: Sie hören sich gar nicht schwer an. Dabei komponiert Enrique Granados hier komplexer als je zuvor, schichtet drei Notensysteme übereinander und spickt seine Partitur mit Tempo- und Vortragsbezeichnungen – vom delikatesten Anschlag bis zum Kraftausbruch. Inspiriert haben ihn die Bilder von Francisco Goya, dem der Zyklus auch seinen Namen verdankt. Die Krönung: Aus den Klaviermelodien entsteht sogar eine Oper. Doch sie bringt Granados kein Glück. 1916 reist Granados zur Uraufführung nach New York – auf der Rückfahrt wird sein Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert … Wenn dir die Musik von Enrique Granados gefällt, solltest du unbedingt Isaac Albéniz Klavierzyklus „Iberia“ oder Manuel de Fallas „Nächte in spanischen Gärten“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Enrique Granados, Goyescas Alicia de Larrocha (Warner Classics) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  14. Bohuslav Martinu: 2. Violinkonzert – ein Tscheche im Exil
    19.02., 11:0000:12:56

    Wir kennen das: Man wirft alles in die Waagschale für ein gemeinsames Projekt. Der Geiger Mischa Elman spielt um sein Leben – doch der Komponist Bohuslav Martinů bleibt ungerührt. Keine Regung, nur ein stiller Abgang. Ist der Traum vom eigenen Violinkonzert damit geplatzt? Mischa Elman, einer der gefeiertsten Geiger seiner Zeit, lädt Bohuslav Martinů ins Studio ein. Er hofft, dass ihm Martinů ein Violinkonzert auf den Leib schreibt. Also spielt er mit allem, was er hat. Martinů hört zu wie eine Sphinx: konzentriert, ungerührt, schweigend. Dann geht er und Elman hört wochenlang nichts. Plötzlich taucht der Komponist wieder auf – mit einer fertigen Partitur. Und sie trifft den Geiger ins Herz. Das Orchester eröffnet mit gedämpfter Spannung, wie aus dem Halbdunkel heraus. Linien tasten sich vor, die Harmonik bleibt in der Schwebe. Wenn die Solovioline einsetzt, wirkt sie nicht wie eine Primadonna, sondern wie eine Suchende: lyrisch und zugleich brüchig, empfindsam, aber mit Widerstandskraft. Immer wieder kippt die Musik zwischen Innigkeit und nervöser Energie. Kein Virtuosenstück zum Vorzeigen – sondern ein Konzert, das unter der Oberfläche glüht ... Wenn dir die Musik von Bohuslav Martinů gefällt, solltest du unbedingt weitere tschechische Komponisten wie Leoš Janáček (mit seiner Kreutzersonate) oder Antonín Dvořák (mit seiner Streicherserenade E-Dur) hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Bohuslav Martinů Violinkonzert Nr. 2 Frank Peter Zimmermann (Violine) Bamberger Symphoniker; Jakub Hrůša (Ltg.) (BIS) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  15. Liszt: Études d'exécution transcendante - Todesart für Pianisten
    12.02., 11:0000:13:16

    „Transzendentale Exekution“ klingt nach esoterischer Hinrichtung, ist bei Franz Liszt aber pure Klaviermagie: zwölf Stücke, die weniger die Finger dressieren als ganze Welten entfachen – zwischen Klangrausch, Nervenkitzel und Virtuosen-Wahnsinn. „Études d'exécution transcendante“ sind eine Tour d’horizon des Klavierspiels, die Liszt jahrzehntelang nicht loslässt. Denn diese zwölf Stücke sind alles andere als ein Schnellschuss – er schreibt sie dreimal: als Teenager, als Virtuose, und 1851 in Weimar noch einmal neu. Mit einem Ohr hört Liszt der Klaviertradition zu, mit dem anderen sprengt er sie: majestätische Klanglandschaften zum Hineinfallen, musiksportliche Höchstleistungen am Rand des Möglichen – und harmonische Grenzgänge, die man bei einem Romantiker so nicht erwartet. Und er hat das Talent, ganze Literaturbrocken auf Etüden-Größe einzudampfen. Das macht er in „Mazeppa“: Wir hören, wie der ans Pferd gefesselte Held durch die Steppe rast, stürzt, überlebt – und sich als Aufsteiger mausert. Pures Klavierkino. Wenn dir die Musik von Franz Liszt gefällt, solltest du unbedingt auch sein 1. Klavierkonzert oder die Sonate h-Moll hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Franz Liszt, „Études d'exécution transcendante“ Daniil Trifonov (Deutsche Grammophon) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  16. Giuseppe Verdi: Macbeth – Mörderpaar auf dem Königsthron
    05.02., 11:0000:13:16

    Verdis Anti-Oper: „Macbeth“ hat keine Hits, keine Helden und erzählt keine Liebesgeschichte. Stattdessen folgen wir einem Polit-Promi-Paar, das seine Kinderlosigkeit mit Karriere kompensiert – und dabei über Leichen geht … Gemeinsam mit seinen Librettisten dampft Verdi Shakespeares „Macbeth“ auf den dramatischen Kern ein. Das Ergebnis ist ein blutiger Opernthriller über maßlosen Ehrgeiz – garantiert nichts für schwache Nerven. Mit dem einen Ohr hört Verdi in die Tradition der italienischen Oper, in der strenge Formen einzuhalten sind. Mit dem anderen lauscht er in die Zukunft des psychologisch dichten Musikdramas. Taktweise klingt „Macbeth“ wie der Soundtrack eines Horrorfilms, den es noch gar nicht gibt: In der Partitur wimmelt es von geisterhaften Tremoli und jenen typischen Spannungsklängen, die in der Kirchenmusik als „Teufelsintervalle“ berüchtigt waren. Wenn dir die Musik von Giuseppe Verdi gefällt, solltest du unbedingt auch seine Opern „La Traviata“ und „Rigoletto“ hören. Du hast Lust auf mehr Opernthriller? Dann wäre „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti auch etwas für dich. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Giuseppe Verdi, Macbeth Shirley Verrett (Lady Macbeth), Piero Cappuccilli (Macbeth), Nicolai Ghiaurov (Banquo), Plácido Domingo (Macduff), Chor und Orchester der Mailänder Scala, Claudio Abbado (Ltg.) (Deutsche Grammophon) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  17. Franz Schubert: 8. Sinfonie – kleiner Mann mit langem Atem
    29.01., 11:0000:13:21

    Das Tor zur Romantik hat Schubert mit dieser Sinfonie weit aufgestoßen. Den Orchestermusikern geht bei so viel musikalischem Fortschritt jedoch die Puste aus: Sie führen nur zwei Sätze, also die Hälfte, vor Publikum auf … Schon in der ersten Orchesterprobe weigern sich die Musiker, „die zur Einübung nötigen Wiederholungen zu leisten“. Schubert ist zwanzig Jahre tot, als seine C-Dur-Sinfonie zum ersten Mal vollständig gespielt wird. Kein Wunder: Das ist kompromisslose Musik – eine der längsten Sinfonien, die je komponiert wurden, mit wuchtiger Besetzung. Wahrscheinlich ist Schubert von Beethovens Neunter beflügelt, die alle Register ihrer Zeit gezogen hat. Vielleicht geht er sogar noch weiter und befreit sich endgültig aus Beethovens Schatten. Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt auch seine „Unvollendete“ oder seine Arpeggione-Sonate hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Franz Schubert Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 Kammerorchester Basel Heinz Holliger (Ltg.) Sony (Label) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  18. Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand - Karriere trotz Krieg
    22.01., 11:0000:12:56

    Fast wäre sein Traum geplatzt. Doch Paul Wittgenstein lässt sich nicht kleinkriegen, nur weil er im Krieg den rechten Arm verloren hat. Maurice Ravel schreibt ihm ein Klavierkonzert, das er – wortwörtlich – mit Links spielen kann ... Paul Wittgenstein denkt nicht ans Aufgeben. Obwohl er im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verliert, hält er an seiner Pianistenkarriere fest. Er trainiert die linke Hand und weil er nicht viele Stücke für die linke Hand findet, gibt er Kompositionen in Auftrag – auch bei Maurice Ravel. Der schreibt Wittgenstein ein Klavierkonzert, das sich gewaschen hat: jazzige Schärfe und höllisch schwere Solopassagen, die Ausdauer verlangen. „Wenn ich ohne Orchester hätte spielen wollen, hätte ich kein Klavierkonzert bestellt!“, schimpft Wittgenstein und knabbert am ungewöhnlich neuen Stil von Ravels Musik. Wenn dir die Musik von Maurice Ravel gefällt, solltest du unbedingt auch seinen Boléro hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Maurice Ravel Klavierkonzert für die linke Hand Alicia de Larrocha (Klavier) London Philharmonic Orchestra Lawrence Foster (Ltg.) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  19. Peter Tschaikowsky: Der Nussknacker – Blumenwalzer und Zuckerfee
    15.01., 11:0000:12:46

    Achtung: Zuckerschock?! – Wer glaubt, Tschaikowskys "Nussknacker"-Musik ist nur klebrig-süß, wird staunen: Der Komponist hat Motive und Tonarten in einem ausgeklügelten Plan vernetzt ... Tschaikowsky hadert. Die düster-romantische Vorlage von E.T.A. Hoffmann liegt ihm näher als die süßliche Bearbeitung von Alexandre Dumas. Doch der Choreograf will Zuckerguss – und der Komponist ringt damit, sogar im Traum. Gerade das Geheimnisvolle dieser weihnachtlichen Geschichte lässt ihn nicht los. Tschaikowsky ahnt, dass diese Stimmung einen neuen Klang braucht. Also lässt er heimlich ein damals völlig unbekanntes Instrument nach Russland bringen: die Celesta. Ihr silbriger Ton ist wie gemacht für Feen – und wird zur Sensation. Wenn dir die Musik von Peter Tschaikowsky gefällt, solltest du unbedingt auch seine 5. Sinfonie oder sein 1. Klavierkonzert hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahmen: Peter Tschaikowsky Der Nussknacker, op. 71 Berliner Philharmoniker Simon Rattle (Ltg.) EMI (Label) Peter Tschaikowsky Der Nussknacker, op. 71 (Klavierfassung bearbeitet von Anton Arensky) Mari Kodama (Klavier) Momo Kodama (Klavier) Höre dir hier das Album mit den Berliner Philharmonikern an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  20. Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132 - Hauptsache gesund!
    08.01., 11:0000:12:47

    Beethoven hört nichts mehr – und schreibt Musik, die persönlicher kaum sein könnte. Sein Streichquartett op. 132 entsteht in völliger Taubheit und zeigt: Für große Ideen braucht man kein Orchester. Das Streichquartett gilt als „Königsdisziplin der Instrumentalmusik“ – das klingt nach elitärem Ernstfall. Und ja: Beethovens spätes Streichquartett op. 132 ist sperrig und rätselhaft. Aber wer sich darauf einlässt, wird belohnt. Beethoven hört hier so intensiv in sich selbst hinein wie kaum je zuvor. Abgesehen von seiner Taubheit kämpft er immer wieder mit Krankheiten und weiß: Gesundheit ist das Wichtigste. Deshalb bildet der „Heilige Dankgesang eines Genesenen“ das Herzstück des Quartetts. Zwei Geigen, Bratsche und Cello reichen aus für eine ganze Welt – und man vergisst schnell, dass kein Orchester spielt. Es muss nicht immer die volle Beethoven-Dröhnung sein ... Wenn du mehr Lust auf Kammermusik und Streichquartette hast, solltest du unbedingt auch Beethovens Streichquartett Nr. 7 oder Janáčeks Streichquartett Nr. 1 hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Ludwig van Beethoven Streichquartett a-Moll op. 132 Artemis Quartett Virgin (Label) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Audiothek Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

Eine unterhaltsame Reise durch das faszinierende Universum der klassischen Musik - für Liebhaber und Neueinsteiger. Michael Lohse und sein Team erzählen die Geschichten hinter den Meisterwerken: Pointen, Fakten, Hintergründe.