
Häufig erwähnt
Episoden
155- Ukrainische Eroberungen in Kursk – gerät Putin jetzt unter Druck?15.08., 19:3815.08.2024, 19:3800:14:55
Es ist der größte Angriff auf russisches Gebiet seit dem 2. Weltkrieg. Ukrainische Truppen haben eine Offensive gestartet, mit der die russische Armee offenbar nicht gerechnet hatte. 74 Ortschaften sollen mittlerweile besetzt sein. Über das Ziel der Offensive aber ist weiterhin wenig bekannt. In der Grenzregion haben Soldaten nun Olivia Kortas, Ukrainekorrespondentin von ZEIT ONLINE, Einblicke gewährt. Während die Ukraine ihren Erfolg feiert, wächst in Russland der Unmut über Präsident Wladimir Putin. Während sowohl das russische Militär als auch die regionalen Verwaltungen in den ersten Tagen noch versucht haben, das Vorrücken der ukrainischen Armee kleinzureden, verbreitet sich die Nachricht in den sozialen Netzwerken. Aus den Regionen mussten zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner fliehen. Gerät Putin nun ernsthaft unter Druck? Was war das Ziel der Ukrainer, und wie nachhaltig sind ihre aktuellen Erfolge auf dem Schlachtfeld? Darüber spricht Moderatorin Constanze Kainz in der 53. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Olivia Kortas, Korrespondentin in Kiew, DIE ZEIT und Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Unseren Nachrichtenvideopodcast sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de sowie auf YouTube. Moderation und Redaktionsleitung: Constanze Kainz Redaktion, Producing und Schnitt: Matthias Giordano Teleprompter und Producing: Jana Bringmann Audiomastering: Johannes Schultze, Yellow Moses Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Axel Rudolph Musik: Konrad Peschmann, soundskin Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Woher die Gewalt auf Großbritanniens Straßen kommt | Was jetzt? - Die Woche08.08., 19:4908.08.2024, 19:4900:14:26
Warum der Hass auf Migranten im Vereinigten Königreich derart in Gewalt eskaliert ist, und ob nun erst einmal Ruhe auf den Straßen einkehren könnte, diskutiert Moderatorin Constanze Kainz in Was jetzt? – Die Woche mit Bettina Schulz, ZEIT-Korrespondentin in London. Ein 17-Jähriger greift vor einer Grundschule in Southport, einer Küstenstadt nördlich von Liverpool, mehrere Schüler mit einem Messer an. Er tötet drei Mädchen, zwei weitere Kinder und zwei Erwachsene werden schwer verletzt. In sozialen Netzwerken wird fälschlicherweise verbreitet, der Täter sei ein muslimischer Asylbewerber. Daraufhin rufen rechtsextreme Gruppen zu Gewalt gegen Muslime auf und ziehen randalierend durch Southport. Die Krawalle breiten sich schnell auf andere Städte aus: In London, Hartlepool, Blackpool, Bristol und Belfast kommt es zu Kämpfen mit der Polizei. Wütende Mobs greifen Supermärkte, Hotels und Moscheen an, in denen die Rechtsextremen Einwanderer vermuten. Geschäfte werden geplündert und Gebäude in Brand gesetzt. Die Polizei nimmt mehr als 400 Personen fest und versucht, die Lage in den Griff zu bekommen. Premierminister Keir Starmer hat sein erstes Cobra-Meeting einberufen, um Maßnahmen zu koordinieren. Er bezeichnet die Gewalt als "organisierte, gewalttätige Schlägerei" und verspricht ein hartes Durchgreifen. Auch für den gestrigen Mittwochabend hatte die Polizei mit Ausschreitungen in Großbritannien gerechnet, stattdessen gingen Tausende friedlich auf die Straßen und stellten sich gegen Rassismus und Hass. Credit: Getty Images Moderation: Constanze Kainz Redaktion, Producing und Regie: Matthias Giordano Teleprompter: Sebastian Spallek Audiomastering: Johannes Schultze, Yellow Moses Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Axel Rudolph Musik: Konrad Peschmann, soundskin Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Israels riskante Strategie im Nahen Osten: Kommt jetzt der befürchtete Flächenbrand?01.08., 20:4001.08.2024, 20:4000:23:13
Am frühen Mittwochmorgen wird der politische Verhandlungsführer der Hamas, Ismail Hanija, bei einem Besuch in Teheran getötet. Die Hamas und der Iran machen Israel dafür verantwortlich. Der neu gewählte iranische Präsident Massud Peseschkian kündigt Vergeltung an. "Ein umfassender Krieg steht bevor", sagt der israelische Außenminister Israel Katz am Dienstag. Kurz danach greift Israel Ziele im Südlibanon an – es ist die Reaktion auf die zwölf toten Kinder der von Israel besetzten Golanhöhen. Bei einer Bombardierung in der Hauptstadt Beirut wird laut israelischen Angaben ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getroffen, mehrere Zivilisten sterben. Wenige Tage zuvor droht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan Israel mit militärischer Einmischung. "So wie wir in Bergkarabach reingegangen sind, so wie wir in Libyen reingegangen sind, werden wir mit ihnen dasselbe tun", sagte er vor den Anhängern seiner Regierungspartei AKP. Eskaliert der Gazakrieg nun endgültig in den immer befürchteten Flächenbrand in Nahost? Welche Strategie verfolgt Erdoğan? Wie reagiert der Iran? Und was droht bei einem offenen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah? Das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 51. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Stella Männer, Korrespondentin für ZEIT ONLINE in Beirut, und Marion Sendker, die vorwiegend aus Istanbul über die Türkei berichtet. Unseren Nachrichtenvideopodcast sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de sowie auf YouTube. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Kamala Harris in einigen Umfragen vor Donald Trump: Wie sind ihre Chancen?25.07., 22:0225.07.2024, 22:0200:28:54
Obwohl Donald Trump derzeit als schwer zu besiegen gilt, hat sich seine Ausgangslage stark verändert. Seine Kampagne muss neu ausgerichtet werden und egal, wer Bidens Nachfolge antritt, sie wird deutlich jünger sein als Donald Trump. Die schlagfertige Vizepräsidentin Kamala Harris ist der klare Favorit. Nach ihrer Ankündigung, kandidieren zu wollen, kamen innerhalb eines Tages bereits 81 Millionen Dollar an Spendengeldern zusammen – ein historischer Rekord. In einer aktuellen Reuters-Umfrage führt Harris erstmals mit zwei Prozentpunkten vor Trump. Das Trump-Team hat ein Dossier erstellt, um Kamala Harris anzugreifen, ihre früheren Aussagen zu diskreditieren und alles zu tun, um sie mit Joe Biden in Verbindung zu bringen. Sie habe Bidens Klima- und Migrationspolitik mitgestaltet. "Sie ist für all diese Misserfolge verantwortlich", schreibt Trumps Vizepräsidentschaftskandidat J. D. Vance auf X. Kann Kamala Harris die am Boden liegende Kampagne der Demokraten retten? Wovor muss sich Donald Trump fürchten und was hat sie politisch vor? Das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 50. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Klaus Brinkbäumer, Journalist und Autor mit USA-Fokus. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Wie fanatisch feiern weiße Ultrareligiöse Trump? Und: Wie verändern sie die US-Politik?18.07., 20:3618.07.2024, 20:3600:22:07
Es fehlen nur wenige Zentimeter, als am Samstag eine Gewehrkugel an Donald Trump vorbeizischt und dabei sein rechtes Ohr durchbohrt. Er wird nur leicht verletzt, noch auf dem Podium streckt er die Faust zum Himmel. Die Aufnahmen gehen um die Welt und für viele seiner Anhänger sind sie der endgültige Beweis: Donald Trump ist der Gesandte Gottes, ihr Krieger gegen das vermeintlich Böse in den USA. Ultrareligiöse Christen gehören mittlerweile zur treuesten Fangemeinde des Ex-Präsidenten. Rund 70 Millionen evangelikale Wähler:innen leben schätzungsweise in den USA, viele von ihnen verehren Trump wie einen Messias. Und der gefällt sich in dieser Rolle – und er hält auch seine Versprechen, in dem er ihre politischen Anliegen umsetzt. Der Einfluss der christlichen Nationalisten auf die Politik des Landes wächst immer weiter. Doch was genau haben die christlichen Fundamentalisten mit den USA vor? Wieso wird ihr politischer Einfluss größer und wie wurde aus Donald Trump der "Orange Jesus"? Das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 49. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Annika Brockschmidt, freie Journalistin, Historikerin und Autorin der Bücher Die Brandstifter und Amerikas Gotteskrieger. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Türkischer Wolfsgruß: Nur Patriotismus oder doch rechtsextremes Symbol?11.07., 22:5011.07.2024, 22:5000:23:14
In Fanzonen und Stadien werden rechtsextreme Lieder gesungen und Plakate aufgehängt, einige Bilder zeigen Fans mit dem Arm zum Hitlergruß ausgestreckt. Extreme Symbole erreichen während der Euro ein Millionenpublikum – und verfangen. Allen voran der Wolfsgruß. Nachdem der türkische Nationalspieler Merih Demiral den Wolfsgruß beim EM-Achtelfinale gegen Österreich zeigt, wird er von der Uefa für zwei Spiele gesperrt. Die Protestreaktion Tausender türkischer Fans, die daraufhin den Wolfsgruß zeigen, markiert den Höhepunkt der Provokationen während der Euro. Dem Vorwurf, der Gruß sei rechtsextremistisch motiviert, begegnen sie mit der Argumentation, das Symbol sei nationalistisch und stehe für die Türkei. Über den Hintergrund des Wolfsgrußes, die politischen Zusammenhänge und die kontraproduktiven Folgen spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 48. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Kemal Bozay. Er ist Politikwissenschaftler, Professor für Sozialwissenschaften und Soziale Arbeit an der IU Internationalen Hochschule Köln und Experte für türkischen Ultranationalismus. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- US-Präsidentschaftsduell: Ab welchem Moment war klar, dass Joe Biden die Debatte verloren hat?04.07., 22:0104.07.2024, 22:0100:22:27
In der Demokratischen Partei ist Panik ausgebrochen. Soll sie ein halbes Jahr vor der US-Präsidentschaftswahl den Kandidaten austauschen? Von welchen Momenten kann sich Biden kaum noch erholen? Darüber spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 47. Folge von Was jetzt? – Die Wochemit Rieke Havertz, Korrespondentin von ZEIT und Co-Gastgeberin des PodcastsOK, America?. Es war ein Abend, der die US-Politik erschütterte: die erste TV-Debatte zwischen Präsident Joe Biden und seinem Herausforderer Donald Trump. Was als Chance für Biden gedacht war, Bedenken über sein Alter zu zerstreuen, endete in einem Desaster. Mit heiserer Stimme, zahlreichen Versprechern und Aussetzern verschlimmerte er das öffentliche Bild immens. 67 Prozent der Zuschauer sahen laut CNN Trump als Gewinner des Duells. Eine Umfrage von CBS zeigt: Fast drei Viertel der registrierten Wähler trauen Biden vier weitere Jahre nicht zu und finden, er solle eine zweite Amtszeit nicht antreten. Und auch US-Medien wie etwa die New York Times fordern Biden auf, die Kandidatur aufzugeben. Biden selbst will weitermachen, und prominente Demokraten wie Nancy Pelosi und Barack Obama haben öffentlich ihre Unterstützung bekundet. Hinter verschlossenen Türen gibt es allerdings ernsthafte Diskussionen über seine Zukunft. In jedem Fall wäre es ein Novum in der jüngeren US-Geschichte. Seit dem Rückzug von Thomas Eagleton als Vizepräsidentschaftskandidat von George McGovern für die Wahl 1972 hat es keine Neunominierungen mehr kurz vor den Wahlen gegeben. Unseren Nachrichten-Videopodcast sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de sowie auf YouTube. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Chaotische Neuwahlen in Frankreich: Warum riskiert Macron alles?27.06., 23:2227.06.2024, 23:2200:18:47
Die Neuwahlen des Parlaments in Frankreich haben das Potenzial für ein politisches Erdbeben: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg besteht die reelle Chance, dass eine extrem rechte Partei eine Regierungsmehrheit gewinnen könnte. Über die Stimmung in Frankreich und die Frage, ob diese Wahl ein Wendepunkt für die gesamte EU werden könnte, spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 46. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Matthias Krupa, ZEIT-Korrespondent in Frankreich. Präsident Macron hatte das Parlament aufgelöst, nachdem seine Partei bei den Europawahlen nur 14 Prozent der Stimmen erhalten hatte, Marine Le Pens Rassemblement National (RN) knackte hingegen die 30-Prozent-Marke. Am 30. Juni und 7. Juli finden die Neuwahlen in zwei Runden statt. In Umfragen liegt der RN mit Shootingstar Jordan Bardella mit 33 Prozent vorn, gefolgt von der linken Allianz mit 30 Prozent. Macrons Mitte-Partei kommt hingegen nur noch auf rund 20 Prozent der Stimmen. Das könnte zu einer sogenannten Cohabitation führen, bei der Macron Präsident bleibt, aber RN den Premierminister stellt. In der Nationalversammlung drohen so Blockaden vieler politischer Vorhaben bis zum Ende von Macrons Amtszeit 2027. Die Wahl wird von massiven Protesten und wirtschaftlichen Sorgen begleitet, da Investoren und Unternehmen eine mögliche Finanzkrise fürchten. Unseren Nachrichten-Videopodcast sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de sowie auf YouTube. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Einsamkeit, „die heimliche Pandemie“: Warum werden junge Menschen immer einsamer?20.06., 18:1020.06.2024, 18:1000:18:47
Warum fühlen sich so viele junge Menschen einsam? Und was kann man selbst gegen Einsamkeit tun? Das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 45. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Mazda Adli, Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin und Forschungsleiter in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité. Denn: In Deutschland fühlt sich fast die Hälfte der 16- bis 30-Jährigen (46 Prozent) moderat oder stark einsam. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Bertelsmann Stiftung. Vor vier Jahren lag dieser Wert noch bei knapp einem Drittel (32 Prozent). Die Coronapandemie hatte einen starken Effekt, allerdings bleibt die Tendenz auch danach bestehen – altersunabhängig. "Einsamkeit ist eine heimliche Pandemie", sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Es handele sich um ein "Massenphänomen" unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Bundesregierung will deshalb mit einer Aktionswoche gegensteuern und mit "Gemeinsam aus der Einsamkeit". Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Fußball-EM: Was kann sich die UEFA mit der EURO 2024 in Deutschland alles erlauben?13.06., 21:0713.06.2024, 21:0700:24:57
2,4 Milliarden Euro Umsatz, 1,7 Milliarden Gewinn – damit rechnet die Uefa für die Euro 2024. Es wäre ein neuer Rekord. Trotzdem entschied die große Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf die Steuern, die daraus entstehen, in hohem Umfang zu verzichten. Die Uefa lässt sich derweil ihr Event von der Öffentlichkeit bezahlen und behält dabei alle kommerziellen Rechte. Die lokalen Betriebe in Deutschland profitieren nicht: Selbst bei der Vergabe von Essens- und Getränkeständen auf allen Festgeländen haben die Vertragspartner der Uefa Vorrang. Die sogenannten Verpflichtungserklärungen, die die Uefa den deutschen Städten aufgezwungen hat, verstoßen in mehreren Punkten gegen geltendes Recht – Demonstrationen etwa sind um die Veranstaltungsorte herum verboten. Einer der Hauptsponsoren, Betano, war bis vor Kurzem illegal in Deutschland tätig. Und obwohl die Uefa die "nachhaltigste EM aller Zeiten" angekündigt hat, bleibt sie Werbepartnern treu, die alles andere als nachhaltig sind. Was das alles für Bund und Länder bedeutet und wer am Ende profitiert, das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 44. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Ronny Blaschke. Als freier Sportjournalist berichtet er seit Jahren über Diskriminierungsformen im Fußball, Verknüpfungen in die Geopolitik und Protestkulturen im Sport. Blaschke ist außerdem Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Ultrarechte bei der Europawahl: Wie planen Meloni und Le Pen die rechte Neuordnung Europas? 06.06., 21:0806.06.2024, 21:0800:19:23
"Der Moment ist gekommen, dass wir uns vereinigen", ließ die französische Präsidentschaftsanwärterin Marine Le Pen vergangene Woche in Richtung Giorgia Meloni ausrichten. Denn: Die harte Rechte könnte zur drittstärksten Kraft im Europäischen Parlament werden – wenn ein Zusammenschluss von Melonis Europäischen Konservativen und Reformern (EKR) und von Le Pens Fraktion Identität und Demokratie (ID) gelingt. Doch will das die Italienerin überhaupt? Innerhalb der Fraktionen gibt es große Differenzen: beim Umgang mit Russland etwa. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihre EVP werben ebenfalls offensiv um Melonis EKR. Kommt es womöglich zu einem Zusammenschluss aller Mitte-Rechts-Fraktionen? Fest steht: In Europa wird nach rechts gerückt. Wie von der Leyen, Meloni und Le Pen die Zukunft Europas verhandeln und wohin der Rechtsruck unseren Kontinenten führt, bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 43. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Ulrich Ladurner, Auslandskorrespondent der ZEIT in Brüssel. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- "Ausländer raus" und Hitlergrüße in ganz Deutschland – ist das jetzt trendy? 30.05., 22:5230.05.2024, 22:5200:24:06
"Ausländer raus, Deutschland den Deutschen", singen sie zu Gigi D'Agostinos L'Amour toujours und tanzen dabei frenetisch. Ein Arm zum Hitlergruß gestreckt, der andere macht den Hitlerbart, alle sind glücklich. Die Szene aus einem Video einer Party auf Sylt reiht sich in mindestens 30 Vorfälle dieser Art in ganz Deutschland ein – und das nur in den vergangenen acht Monaten. Ist das der neue "ganz normale" Rechtsextremismus aus der Mitte der Gesellschaft? Nicht nur auf Partys, auch auf Sportevents und im Internet verbreitet sich rechtes Gedankengut. Bei Was jetzt? – Die Woche schauen wir uns an, mit welchen Methoden rechte Influencer auf TikTok arbeiten und warum die AfD bei jungen Menschen so beliebt ist. Lässt sich die Radikalisierung in der Gesellschaft aufhalten? Und was bringt die offenbar glücklichen Menschen dazu, menschenfeindliches Gedankengut zu feiern? Darüber spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 42. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Gilda Sahebi, Autorin des Buches Wie wir uns Rassismus beibringen und Politikwissenschaftlerin für das Institute for Strategic Dialogue Germany, das sich mit der Analyse und Bekämpfung von extremistischen Ideologien beschäftigt. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Bei Haftbefehl des IStGH: Wird Netanjahu bei Deutschland-Besuch verhaftet? 23.05., 23:4923.05.2024, 23:4900:28:52
Die Regierungskrise in Israel nimmt neue Dimensionen an, das derzeitige Kriegskabinett droht Anfang Juni zu platzen. Was bedeutet das für den Krieg in Gaza? In der 41. Folge von Was jetzt? – Die Woche spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser mit dem renommierten israelischen Historiker Moshe Zimmermann in Tel Aviv, Professor Emeritus für Neuere Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, über die umstrittene Kriegsstrategie, die Spaltung in der israelischen Bevölkerung und darüber: Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Karim Khan, hat diese Woche unter anderem Haftbefehle gegen Hamas-Führer Jahia Sinwar und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit beantragt. Der Antrag löst Empörung und Jubel zugleich aus. Könnte Netanjahu bald wegen Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhaftet werden, sollte er in bestimmte Länder reisen? Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Sind die Pro-Palästina-Proteste an Universitäten wirklich antisemitisch?16.05., 21:5116.05.2024, 21:5100:25:38
Nach der polizeilichen Räumung eines Protests an der Freien Universität in Berlin (FU) hatten sich rund 300 Lehrkräfte verschiedener Berliner Hochschulen in einem offenen Brief hinter die Studierenden gestellt. In der 40. Folge von “Was jetzt? – Die Woche” spricht Moderatorin Dilan Gropengiesser mit Mathias Berek und Peter Ullrich vom Zentrum für Antisemitismus der Technischen Universität Berlin – der eine hat den offenen Brief unterzeichnet, der andere nicht. Mehrere Politikerinnen und Politiker zeigten sich entsetzt über das Vorgehen der Lehrenden. Teile der CDU wollen die Uniprofessoren ab sofort vom Verfassungsschutz überwachen lassen. Auslöser der Debatte war eine Aktion am Dienstagvormittag vor einer Woche: Rund 150 Menschen mit Palästinafahnen und Transparenten strömen in einen Hof des Campus. Sie hängen Plakate auf und beginnen, Zelte zu errichten. Wenig später ruft die Universitätsleitung die Polizei und beantragt die Räumung. Die Beamten greifen hart durch, es kommt zu unschönen Szenen, die es so ähnlich auch in Leipzig und Bremen gibt. Übrig bleibt eine aufgeheizte Stimmung und abermals die Frage: Geht es hier um legitime Meinungsäußerungen oder antisemitische Propaganda? Um Mitgefühl mit den Menschen in Gaza oder Hass auf Israel? Und wann ist die Grenze jeweils erreicht? Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Hungerkatastrophe in Gaza: Die Kinder sterben als erstes02.05., 20:4202.05.2024, 20:4200:24:38
Seit Monaten kommt viel zu wenig Nahrung, Wasser, Medizin und sonstige überlebensnotwendigen Güter in den Gazastreifen. Die Lage der Menschen wird zunehmend aussichtslos. Unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit spielt sich im palästinensischen Küstengebiet eine humanitäre Katastrophe ab. Warum die Versorgungslage so desaströs ist, bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 39. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Vanessa Vu, Redakteurin aus dem Ressort X von ZEIT ONLINE. Gemeinsam mit einem Team von Journalistinnen und Journalisten recherchierte sie monatelang zur Hungersnot im Gazastreifen, hatte Kontakt mit Menschen vor Ort, begleitete Ärzte bei ihren Vorbereitungen, war in Jordanien und Ägypten und sah sich die Logistik der Hilfsorganisationen an. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Wie gefährlich ist TikTok?25.04., 20:5425.04.2024, 20:5400:29:08
Die USA sehen TikTok als Gefahr für die nationale Sicherheit. Ein Ultimatum steht im Raum, während der Kanzler in Deutschland Videos auf der Plattform postet. Während die Parteien in Deutschland TikTok gerade für sich entdecken, werden in Washington ganz andere Töne angeschlagen: 270 Tage geben die USA dem TikTok-Besitzer ByteDance, um ihre App zu verkaufen. Ansonsten soll TikTok aus den US-App-Stores verbannt werden. Ein harscher Schritt, dem jedoch nichts weniger gegenübersteht als die Befürchtung, das Netzwerk gefährde die nationale Sicherheit der USA. Von einem solchen Verbot könnten allerdings vor allem andere Plattformen profitieren – solche mit Sitz in den USA. Eine andere Gefahr beherrscht die Debatte um TikTok in Deutschland: Keine andere Partei ist auf der Plattform so erfolgreich wie die AfD. Warum funktionieren die Videos der Partei so gut und was können andere Parteien dem entgegensetzen? Außerdem schauen wir auf die EU-Ebene: Nachdem die EU-Kommission erneut ein Verfahren gegen TikTok eröffnet hat, setzt TikTok die Funktionen der App-Version TikTok Lite vorerst aus. Chancen und Gefahren von TikTok bespricht Moderatorin Constanze Kainz in der 38. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Marcus Bösch, Experte für Desinformationskampagnen in Onlinemedien und TikTok. Weitere Antworten gibt EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Unseren Nachrichten-Videopodcast sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de sowie auf YouTube. Redaktionsleitung und Moderation: Constanze Kainz Producing und Regie: Lucie Liu, Matthias Giordano Redaktion: Lucie Liu, Matthias Giordano Audiotechnik: Marco Fründt Stimme: Poliana Baumgarten Sounddesign: Johannes Schultze, Yellow Moses Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Axel Rudolph Musik: Konrad Peschmann, soundskin Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Ärztemangel: Immer weniger Termine beim Hausarzt – was hilft?18.04., 21:2518.04.2024, 21:2500:22:25
Stellt euch vor, ihr seid krank, aber kein Hausarzt hat mehr einen Termin frei. Oder es gibt gar keine Hausärztin mehr in unmittelbarer Umgebung. Dieses Problem könnten bald richtig viele Menschen in Deutschland bekommen. "Wir werden einen Mangel an Hausärzten haben, das kann man sich noch gar nicht richtig vorstellen", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin. Die Bevölkerung müsse sich auf eine schwierige Versorgungssituation einstellen. Wieso ist das so? Was will die Politik tun, um der Unterversorgung entgegenzuwirken? Und wie teuer wird das am Ende für die Beitragszahler? Das bespricht Moderatorin Yasmine M'Barek in der 37. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. Eine neue Folge unseres Nachrichten-Videopodcasts gibt es immer donnerstags auf zeit.de sowie auf YouTube und Spotify und Apple Podcasts. Moderation: Yasmine M'Barek Producing und Regie: Lucie Liu, Matthias Giordano Redaktion: Jana Bringmann, Lucie Liu, Matthias Giordano Audiotechnik: Marco Fründt Stimme: Hannah Grünewald Sounddesign: Johannes Schultze, Yellow Moses Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Axel Rudolph Musik: Konrad Peschmann, soundskin Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Wie diskutieren wir richtig über Zuwandererkriminalität?11.04., 18:4411.04.2024, 18:4400:17:25
Die Polizei zählt in ihrer polizeilichen Kriminalstatistik PKS fürs Jahr 2023 eine deutliche Zunahme an Straftaten und ausländischen Tatverdächtigen. Wie aussagekräftig ist diese Statistik? Und sind die Zahlen ein Indikator für ein rauer werdendes gesellschaftliches Klima? Das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 36. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit der Kriminologin Gina Wollinger der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW und Christian Vooren, Reporter für Politik und Gesellschaft bei ZEIT ONLINE. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Genderverbot in Bayern: Warum provoziert Gendersprache so?04.04., 21:3004.04.2024, 21:3000:20:30
Was bringt es, gendersensible Sprache zu verhindern, und warum machen Genderstern, Doppel- und Mediopunkt so viele Menschen wütend? Das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 35. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Paula-Irene Villa Braslavsky, Soziologieprofessorin mit einem Schwerpunkt in den Genderstudies von der Ludwig-Maximilians-Universität München, und mit Peter Eisenberg, emeritierter Professor der Sprachwissenschaften der Universität Potsdam. "Umerziehung, Sprachwahnsinn, Rechtschreib-Horror": Wenn es um gendergerechte Sprache für Männer, Frauen und nonbinäre Menschen geht, steigt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Puls. Die einen sind dafür, eine Mehrheit partout dagegen, und manche ziehen deswegen sogar vor Gericht. Ein gesellschaftlicher Konsens ist nicht in Sicht. Die Politik jedoch schafft Tatsachen: In Sachsens Schulen sind Gendersonderzeichen seit 2021 untersagt. In Bayern gilt seit April ein umfassendes Genderverbot in Behörden und Schulen, auch Hessen verbietet seinen Beamten neuerdings, den Genderstern oder Doppelpunkt zu benutzen, und auch im Bund werden Forderungen nach Sprachverboten lauter. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
- Was plant die Terrorgruppe ISPK für Europa? 28.03., 20:4328.03.2024, 20:4300:23:48
Weshalb war Russland das Ziel der Terrororganisation und welche Bedrohung geht von der Gruppe für Deutschland aus? Das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 34. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Yassin Musharbash, Terrorismus-Experte und stellvertretender Leiter des Investigativressorts von ZEIT und ZEIT ONLINE. 139 Tote, 200 Verletzte – der brutale Angriff auf eine Konzerthalle bei Moskau hat den islamistischen Terror zurück ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Obwohl der "IS" den Angriff für sich reklamierte, gehen westliche Expertinnen und Experten davon aus, dass es eigentlich sein Ableger "Islamischer Staat Provinz Khorasan" war. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices