Tatort Niedersachsen - der Crime-Podcast der Braunschweiger Zeitung

Tatort Niedersachsen: „Sie war deren Sklavin“ – Der Folter-Verdacht in Salzgitter

26.04., 16:0000:38:40
Beschreibung der Episode

Die Vorwürfe erinnern an Fälle wie das „Horrorhaus“ von Höxter: In Salzgitter sollen eine 62-jährige Frau und ihre 28 Jahre alte Tochter eine 32-Jährige über Jahre auf sadistische Weise misshandelt und gequält haben. Die Rede ist von Nägeln, einer Rohrzange, einem Bunsenbrenner. Zuletzt soll sich auch der neue Ehemann der 62-Jährigen an den Übergriffen beteiligt haben.


Recherchen unserer Zeitung legen nahe, dass der Fall deutlich größer sein könnte als zunächst angenommen. Vieles deutet darauf hin, dass Anwohner ahnten, dass etwas nicht stimmte. Sie sahen die junge Frau mit Verletzungen, Knochenbrüchen, Verbrennungen. Personen aus dem Umfeld der Beschuldigten müssen genauere Einblicke gehabt haben: Doch niemand griff ein.


Den Ermittlern liegen Videos und Fotos vor, die mutmaßliche Misshandlungen zeigen und mindestens bis ins Jahr 2022 zurückreichen. Stück für Stück setzt sich ein Bild zusammen: aus Aussagen, Aufnahmen und Beobachtungen aus dem Umfeld. Zeugen beschreiben ein System aus Kontrolle, Erniedrigung und Gewalt – und eine Frau, die sich daraus lange nicht befreien konnte.


In dieser Folge von Tatort Niedersachsen rekonstruiert Kriminalreporter Erik Westermann im Gespräch mit Redakteurin Stine Hasenforther, was bisher über die Folter-Vorwürfe in Salzgitter bekannt ist. Sie sprechen über die Recherchen vor Ort, Gespräche mit Nachbarn, Bekannten und Freunden der Beschuldigten – und über einen Fall, in dem die Ermittlungen noch am Anfang stehen.


 


Wenn ihr Hinweise zu den Misshandlungen geben könnt, wendet euch an die Polizei unter https://nds.hinweisportal.de/schwere-koerperverletzung-salzgitter