
Tatort Niedersachsen: Mörder auf der Flucht: Der Fall Melanie R. und Benjamin F.
Beschreibung der Episode
Für viele Menschen im Landkreis Peine reißt diese Nachricht eine alte Wunde auf. Denn Benjamin F. ist kein Unbekannter. Er ist der Mann, der im Oktober 2010 die 23-jährige Melanie R. aus Dungelbeck tötete – eine lebensfrohe, kontaktfreudige junge Frau, die kurz vor ihrer Hochzeit stand. Benjamin F. hatte sich im Internetchat als 18-jährige „Sarah" ausgegeben und Melanie R. so in seine Wohnung gelockt. Als sie die Täuschung bemerkte und gehen wollte, griff er zum Messer. Er wollte sie vergewaltigen – doch ihre Schreie brachten ihn in Panik, die Nachbarn könnten die Polizei rufen. Deshalb tötete er sein Opfer, um die Tat zu verdecken. Und mehr noch: Er verging sich an der Leiche. Die Details dieses Mordfalls sprengen in ihrer Brutalität und Perversion die Vorstellungskraft. Dem Fund der Leiche war eine großangelegte Suchaktion der Polizei vorausgegangen – mit Mantrailer-Hunden, Tauchern und Sonarbooten. Eine SMS auf Melanie R.s Handy führte die Ermittler schließlich auf die Spur von Benjamin F.
Das Landgericht Hildesheim verurteilte Benjamin F. 2011 zu lebenslanger Haft wegen Mordes und versuchter besonders schwerer Vergewaltigung. Die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt. Der psychiatrische Sachverständige prognostizierte: Sobald er frei ist, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut gefährlich. Trotzdem durfte Benjamin F. die JVA 38 Mal verlassen. Beim 38. Ausgang floh er.
In der neuen Folge von Tatort Niedersachsen spricht Polizei- und Gerichtsreporter Hendrik Rasehorn mit Redakteurskollegin Katja Dartsch - sie hatte 2010 über die Suche nach Melanie R. und 2011 über den Prozess gegen Benjamin F. berichtet. Zweiter Gesprächspartner ist Harald Likus, der landespolitische Korrespondent unserer Zeitung. Er erklärt, wie die Justiz einen gefährlichen Mann laufen ließ und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.
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Hinweis: Ihr selbst habt Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken – oder kennt jemanden, den oder die eine psychische Erkrankung beschäftigt? Es gibt Hilfe. Professionelle Beratung – rund um die Uhr und kostenfrei – bietet etwa die Telefonseelsorge unter den Rufnummern (0800) 1110111, (0800) 1110222 und 116 123 oder per Mail und Chat an.
Hier finden Opfer von Gewalt Hilfe:
Weisser Ring e.V. Schnelle und direkte Hilfe für Opfer von Kriminalität.
Sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner für Fragen der Opferhilfe und des Opferschutzes. Onlineberatung: https://weisser-ring.de/hilfe-fuer-opfer/onlineberatung Telefon: 116 006
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Telefon: 116 016 (24 Stunden am Tag besetzt)
Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“. Telefon: 116 111
Hilfetelefon bei sexualisierter Gewalt. Telefon: 0800 22 55 530
Trauma-Netzwerk. Telefon: (05121) 304-741 oder per E-Mail: Trauma-Netzwerk@ls.niedersachsen.de
Netzwerk ProBeweis (anonyme und kostenlose Spurensicherung für Opfer von Gewalttaten). Online unter https://probeweis.mhh.de/
https://probeweis.mhh.de/partnerkliniken und als Gewaltbetroffene.
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) https://www.polizei-beratung.dehttps://www.polizeifuerdich.de/