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39- #38 schwarz & eng & ehrlich - zu Gast im eigenen Fetisch-Podcast27.09., 11:5027.09.2026, 11:5002:34:49
Heute sind wir die Gäste - Mit Schoto und Annika von Radio Sunray FM Wie alles begann – diesmal richtig. Lange haben wir erzählt, wir hätten uns beim schwarz & eng im Toms kennengelernt. In Wahrheit hat Alex Markus vorher schon ein Paar Sneaker abgekauft. Und wir klären endlich, warum Alex damals ausgerechnet Markus gefragt hat: ganz nüchtern, weil ein neuer Podcast Reichweite braucht. Aus dieser unromantischen Entscheidung ist etwas sehr Emotionales geworden. Wir erzählen, wie schnell die ersten Folgen durch die Decke gingen, wie uns bewusst wurde, dass uns echte Menschen ihre Zeit schenken, und wie Markus nach einem Jahr an einem Punkt war, an dem er fast ausgestiegen wäre. Zu viel Druck, zu wenige Themen, zu hohe Erwartungen. Seit dem Jahreswechsel hat er wieder richtig Lust, und bis Jahresende sind wir quasi ausgebucht. Unsere Wege in den Fetisch. Markus hat sich mit 19 seinen ersten, ultrabilligen Suit bestellt, damals noch mit Puder statt Silikonöl. Sein heutiges Leben begann aber erst Mitte 2022, nach einer toxischen Beziehung, nach Covid und den Jahren auf dem bayerischen Land. Bei Alex gab es keinen Moment, in dem ein Schalter umgelegt wurde. Es gab einen Mann, der ihn noch zu Radiozeiten in einen Rubber Suit gesteckt hat, und es gab den Podcast, der für ihn fast so etwas wie eine Therapiesitzung wurde. Wir sprechen offen über Selbstzweifel in einer langen Beziehung, über ein Gespräch, das es früher nicht gab und heute beim Glas Wein möglich ist, über den ersten Gang im Rubber beim CSD Berlin mit zitternden Fingern am Handy und darüber, wann aus dem Ausprobieren Selbstverständlichkeit wurde. Die Kehrseite: Wenn alle mithören. Unsere Welten sind längst vermischt. Kollegen fragen, welches Thema wir heute aufnehmen. Kunden und die Bankberaterin grüßen. Alex' 92-jähriger Opa hat den Post zur Kreuzfahrt geliked und ihn beim Kaffeetrinken darauf angesprochen. Die Kreuzfahrt war für uns übrigens so etwas wie ein Gütesiegel. Markus erzählt, wie seine Kolleginnen ausgerechnet seine persönlichste Folge gehört haben und warum ihn das am Ende glücklicher gemacht hat. Es gibt aber auch eine Kehrseite: Markus kann kaum noch auf eine Party gehen, ohne angestarrt zu werden, und genießt deshalb die Abende, an denen ihn keiner kennt. Alex merkt, dass manche Menschen einen „Podcast-Alex“ im Kopf haben, bevor sie ihn überhaupt kennenlernen. Wir erzählen auch, was wir bewusst nicht mehr teilen, aus Rücksicht auf andere und auf uns selbst. Was wir gelernt haben. Markus hat den Mut aus dem Podcast mitgenommen, um in einem Führungskräfteseminar vor zwölf Menschen darüber zu sprechen, und war danach unfassbar stolz. Alex hat gelernt, dass man Menschen nicht in Schubladen stecken kann und dass es kein „normal“ gibt. Die Folge, die uns beide am meisten verändert hat, ist die über Windelfetisch und Adult Play mit Sven. Sie ist bis heute unsere meistgehörte. Inzwischen erreichen wir rund 35.000 Menschen im Monat, darunter erstaunlich viele neugierige Menschen, die gar nicht aus der Szene kommen. Alex hätte gern noch mehr „Muggel“ an Bord. Markus sind die Zahlen ziemlich egal. Einig sind wir uns darin, dass wir unsere Inhalte nicht danach ausrichten, wer uns hört, und dass wir uns nicht bezahlen lassen. Das ist Markus' rote Linie, seit Folge eins. Wir zwei, ganz ehrlich. Warum funktionieren wir als Duo? Weil wir uns ergänzen, ohne je darüber gesprochen zu haben. Alex kümmert sich um Technik, Schnitt und Distribution, Markus um Themen, Gäste und Nachrichten. Und was nervt? Alex' 214 ungelesene Nachrichten. Und Markus, der anderen ins Wort fällt, woran er hörbar gearbeitet hat. Er erzählt auch offen, warum ihm das schwerfällt. Dann wird es leise: Alex spricht über den Alex, den nur sein Mann kennt, mit Selbstzweifeln und ohne Bühne. Markus hat dagegen null Pokerface. Zum Schluss verraten wir, was bleiben soll, wenn das Mikro einmal ausgeht: Seid mutig, seid offen, urteilt nicht und probiert Euch aus. Danach gibt es noch Geschenke mit echtem Insider-Wert, unser Gütesiegel für das Studio von Radio Sunray FM und eine rein hypothetische Frage zu verlorenen Schuhen im Club.
- #37 Kinky Warmup zur Folsom Europe - Was erwartet Euch in Berlin?06.09., 11:4506.09.2026, 11:4501:04:17
Vorfreude, Fakten und Fettnäpfchen: Alles, was Ihr vor Eurem Folsom-Wochenende in Berlin wissen solltet Von San Francisco nach Berlin – seit 2003. Die Idee brachte eines der Gründungsmitglieder aus San Francisco mit: Kinky und Charity vermischen, und das Ganze auf die Straße. Hamburg war kurz im Gespräch, am Ende passte Berlin einfach besser. In diesem Jahr steht die 23. Ausgabe an – Corona hat eine gekostet. Denis macht uns deutlich, warum diese Sichtbarkeit gerade jetzt zählt: Es gibt jedes Jahr Anfragen, warum die Stadt so etwas überhaupt erlaubt, der Berliner CSD endete alles andere als schön, und vor wenigen Tagen wurde im Kiez eine Regenbogenwand zerstört. Beim CSD stand das Team dieses Jahr erstmals mit Bondage auf der Bühne – die Reaktionen waren überraschend positiv. Hinter der Folsom steht ein kleiner Vorstand, ein paar Mitglieder – und vor allem die Volunteers, ohne die gar nichts ginge: Parkraumbewirtschaftung, Bars, Auf- und Abbau, zwei volle Tage. Sie kommen nicht nur aus Berlin, sondern aus London und den USA angereist, und wer mitmachen möchte, kann sich auch dieses Jahr noch melden. Genauso läuft es beim Geld: Das Straßenfest ist kostenlos, an den vier Eingängen wird um Spenden gebeten – inzwischen auch digital per Karte und Apple Pay, "kein Bargeld dabei" gilt also nicht mehr als Ausrede. Nach dem Fest kann sich die Community per Formular um die Mittel bewerben; finanziert wurden damit schon Fetischwochen, der Buchladen Eisenherz und sogar neue Sportgeräte für die Kita im Kiez. Die Folsom ist kein festes Programm, sondern ein Kosmos: ein kostenloses Straßenfest plus unzählige Partys, Bootstouren und Events von Mittwoch bis Sonntag. Auf der Straße mischt sich alles – Fetischläden und Aussteller, die man sonst nur aus dem Internet kennt, Vereine, Shows, die Kita mit ihren Schokoküssen und der Mexikaner gegenüber, der jedes Jahr Cocktails mixt. Zwischen 10.000 und 20.000 Menschen werden erwartet, je nach Wetter – bei rund 20 Grad wird es dieses Jahr wohl eher Leder- als Rubberwetter. Wir räumen gleich mehrere Ängste ab: Ihr dürft allein hingehen, Ihr dürft in Jogginghose hingehen, Ihr dürft nach Fotos fragen, und es gibt weder ein "zu alt" noch ein "zu spät". Neu in diesem Jahr: Der Freitagabend ist erstmals offiziell Straßenfest, ab 18 Uhr – das entzerrt den Samstag, der wie gewohnt um 12 Uhr startet. Vor Ort gibt es ein Security-Team an den Eingängen, Volunteers in roten Shirts als Ansprechpartner und zwei Sanitätswagen. Genauso wichtig: aufeinander achten, ansprechen, genug trinken – und zwar nicht nur Alkohol. Markus erzählt von einem echten Panikmoment, als er vor Jahren mit Maske und Zwangsjacke an der Leine im Dunkeln zum Fest geführt wurde und seine Begleitung angepöbelt wurde: Auf dem Hin- und Rückweg lieber nicht allein, lieber etwas drüberziehen, im Zweifel gemeinsam gehen. Und ein klares Wort zum Straßenfest selbst: Es ist non-sexuell. Wer horny ist, geht in einen Darkroom, nicht auf die Straße – die Akzeptanz der Anwohnenden ist zu wertvoll, um sie zu verspielen. Beim Thema Barrierefreiheit ist das Team ebenerdig unterwegs, hat Gebärdendolmetscher auf den Bühnen und ist ausdrücklich offen für Feedback. Nachdem wir Denis verabschiedet haben, packen wir unsere eigenen Pläne aus: Anreise Donnerstag, Abreise Montag – ein Urlaubstag, der sich jedes Jahr lohnt. Alex lässt sich treiben und will keine Termine, Markus hat Donnerstag Kultur (Musical-Empfehlung: "Wir sind am Leben" im Theater des Westens), Freitag Kaffee und Kuchen plus Party, Samstag bewusst nichts. Dazu gibt es reichlich Partytipps für die ganze Woche, ein Highlight in eigener Sache – die PIG Party in der Alten Münze hat nach unserer Folge zum Thema Barrierefreiheit ein eigenes Konzept dafür entwickelt – und einen Hinweis auf einen Rubber-Pop-up-Store. Zum Schluss: unsere Termine in Dresden und Hamburg Ende September, die Einladung zu FKK (Foto, Kaffee, Kuchen) am 25. Oktober im Café Uhrlaub, ein Service-Hinweis zum Post-Folsom-Blues, ein Trostwort an alle, die dieses Jahr nicht können – und unsere dringende Bitte: Sprecht uns an. Wir beißen nicht.
- #36 Furry: Wie viel Fetisch steckt im Fell?23.08., 13:3423.08.2026, 13:3401:45:08
Theron und Burstup nehmen uns mitten hinein ins Furry-Fandom Bevor wir überhaupt zur Definition kommen, sind wir schon wieder mittendrin: Die beiden kennen sich nicht von einer Con, sondern aus VRChat – Fullbody-Tracking, Sensoren an Füßen und Hüfte, Clubs mit richtig guter Musik, mitten in der Pandemie. Und dann dieses Phänomen namens Phantom Sense, bei dem das Gehirn irgendwann glaubt, Berührungen im virtuellen Raum tatsächlich zu spüren. Die schönste Geschichte des Abends: das erste Treffen nach der Pandemie, Berlin 2023, Tanzfläche – und man erkennt seine Freunde daran, wie sie tanzen und klingen, obwohl man sie nie in der „Physik" getroffen hat. Alex' Kinnlade: unten. Dann holen wir 20 Schritte zurück, weil viele von euch beim Begriff Furry erstmal an Weichspüler denken. Furrys interessieren sich für anthropomorphe Tiere – Tierfiguren mit menschlichen Zügen. Daraus entsteht eine eigene Fursona: Spezies, Farben, Markings, alles individuell, nichts von der Stange, dazu Unmengen an Artwork, Rollenspiel und Community. Das Ganze ist übrigens keine Erfindung des Internets: Die älteste bekannte figürliche Darstellung eines Menschen ist der 40.000 Jahre alte Löwenmensch vom Hohlenstein-Stadel in Baden-Württemberg. Der Begriff „Furry" selbst existiert erst seit Ende der 80er, das Fandom entstand aus Underground-Comics der 70er und 80er. Und ganz klar abzugrenzen von Therians, die sagen: Ich bin eine Katze. Das Faszinierendste für uns: Wir sind eine geschlagene Stunde in einem Fetisch-Podcast unterwegs, und es ist komplett nonsexuell. Genau das ist der Punkt – das Fandom ist flauschig, kreativ, manchmal kindlich, und beides darf nebeneinander existieren. Wir reden über Zahlen (nur rund 20 % hetero, etwa 10 % asexuell, der Rest irgendwo im queeren Spektrum), über Fursuit-Preise, die uns fast vom Stuhl hauen (ein Kopf ab ca. 5.000 €, komplette Suits bis 15.000 €, Wartelisten von einem bis drei Jahren) – „und wir dachten, Rubber ist teuer!" –, über selbstgebaute Suits mit 3D-Drucker und YouTube-Tutorials und darüber, wie aus einer Handvoll Leuten in Berlin ein Rubber-Fur-Event mit 550 Teilnehmenden wurde. Dazu die Basics, an die kein Mensch denkt: 50 Zentimeter lange Strohhalme, Ventilatoren in jeder Ecke und eine Headless Lounge, in der man den Kopf abnehmen kann. Was uns dabei richtig beeindruckt: Diese ganze Maschine läuft ehrenamtlich. Rund 10 % der Anwesenden arbeiten mit, keiner wird bezahlt – Tontechniker, Lichtleute, Laser, 3D-Animationskünstler, die sonst für Disney arbeiten, ganze Puppentheater-Produktionen mit eigenem Komponisten. Sie zahlen ihr Hotelzimmer selbst und bringen unzählige Stunden Arbeit mit. Dazu ein Hotel in Thüringen, das mit der Community so verwachsen ist, dass sie ihm die Poolbeleuchtung und Glasfaser eingebaut haben und das Gebäude eine Woche lang von der Autobahn aus leuchtet. Und ein Zusammenhalt, der auch bei uns ankam: Unser Team hatte ein Kabel vergessen – zehn Minuten später war das Problem über zwei Ecken gelöst. Danke dafür! Und dann kommt sie doch, die Frage: Wie versaut seid ihr? Klare Antwort: Furry ist nicht gleichzusetzen mit Fetisch – aber die Überschneidung ist riesig, rund 87 % der männlichen Furrys geben an, regelmäßig Furry-Erotik zu konsumieren, offene Beziehungen sind völlig normal, es gibt eigene Begriffe, eigene Apps, gefühlt 30 Telegram-Gruppen (zwei Drittel davon Sex und Party). Gleichzeitig zieht die Community erstaunlich klare Grenzen: keine Under-18 auf europäischen Cons, tagsüber alles safe und familienfreundlich, nachts dann Relaxed-Dresscode-Dances – Konsensprinzip und Kontextprinzip. Wir sprechen außerdem über Vorurteile von außen, über Spezies-Klischees (Füchse sind angeblich immer bottom), über Markus' wunderschönen ersten Abend im Puppy Park in Mannheim (Handyverbot inklusive – und er findet's inzwischen gut), über die älteste Furry, die Burstup kennengelernt hat (89 Jahre, am Registration Desk) und über Alex' Kuchen-Moment mit der Freundin seines Mannes. Das Wort zum Sonntag liefern unsere Gäste selbst: Beide Seiten haben recht, und beide dürfen existieren. Danke, Theron und Burstup – wir sind schwer begeistert. Und ja: Der Cremant klebt jetzt an der Hotelwand.
- #35 Fetisch im Alter - es ist nie zu spät zu sich zu stehen!09.08., 12:0009.08.2026, 12:0001:28:09
Uli (69) ist Vollzeit-Lederkerl, Kohlkönig und Mister FKK – und der lebende Beweis, dass die geilste Zeit im Leben genau jetzt beginnen kann. Uli nimmt uns mit auf eine Zeitreise: aufgewachsen im Ruhrgebiet, hat ihn der Fetisch schon in der Schulzeit gepackt – wenn die älteren Jungs mit Motorrädern und Lederjacken ankamen, musste er „außerplanmäßig zur Toilette". Er konnte gar nicht schnell genug 18 werden für den Motorradführerschein. Aber es war eine andere Zeit: Der Paragraf 175 galt noch, die Motorsport-Clubs (MSC) dienten als Tarnung für die Lederszene, und gedatet wurde per Chiffre-Anzeige in der Zeitschrift „Motorrad" – handgeschrieben, postlagernd und natürlich ohne Bild. Ein Generationen-Austausch, bei dem uns mehr als einmal die Kinnlade runterklappt. Der Wendepunkt in Ulis Leben: Nach dem Outing-„Tribunal" bei den Eltern lebte er zwar offen schwul, aber der Fetisch blieb lange privat – als Pressesprecher ging es damals nicht anders. 1990 lernte er seinen Mann kennen, 27 Jahre waren sie zusammen, bis dieser 2017 verstarb. Und dann traf Uli mit 60 eine Entscheidung: „Ich habe nur ein Leben – jetzt Vollgas, Fetisch 150 %!" Wenn er heute Fotos von sich aus dem Jahr 1979 sieht, trauert er der Zeit nicht hinterher: „Es war eine geile Zeit, aber jetzt ist meine Zeit. Ich war noch nie so glücklich und zufrieden wie jetzt." Und als wäre das nicht genug: Mit über 60 hat er auch noch einen neuen Partner gefunden – kennengelernt ganz analog, bei seinem eigenen Step Down. Denn Uli ist aus der Community nicht mehr wegzudenken: Er war Mister Leder Hamburg 2023/24 (gewählt und verabschiedet im Uebel & Gefährlich), wurde völlig überraschend zum Kohlkönig des LC Nordwest ernannt und trägt den wohl schönsten inoffiziellen Titel der Szene: Mister FKK – Foto, Kaffee, Kuchen. Besonders am Herzen liegt ihm, auch bei den kleinen CSDs Flagge zu zeigen – ob Verden an der Aller oder Delmenhorst: „Es kommt letztendlich auf die Kleinen an." Nebenbei sammelt er mit den Schärpenträgern für die AIDS-Hilfe und ist inzwischen sogar Mitglied im MSC Belgien. Und damit sind wir beim Kern der Folge: Wo sind eigentlich die Älteren in unserer Community? Auf den CSDs kann man sie an einer Hand abzählen, viele haben sich zurückgezogen – oft mit dem Gedanken, es sei „zu spät". Uli hält dagegen: Einfach den Schalter im Kopf umlegen! Ob 40, 50 oder 60 – das ist kein Alter, und Fetisch hat weder Anfang noch Ende. Bei ihm kam mit Mitte 60 sogar noch ein neuer Fetisch dazu (orange Workwear!), und auf die Frage, ob Fetisch im Alter extremer wird, hat er die schönste Antwort: nicht extremer – intensiver. Auch Alex' Opa liefert den Beweis, dass Alter nur eine Einstellung ist: Mit 91 hat er sich selbst ein Instagram-Profil eingerichtet und folgt Alex privat. Zum Schluss wird es noch einmal emotional: Markus erzählt, wie er in einem Führungskräfte-Seminar vor zwölf fremden Menschen den Mut fasste, von unserem Podcast zu erzählen – „Achtung, jetzt wird es schmuddelig" – und dafür tief beeindruckte Reaktionen bekam. Seine Botschaft, die perfekt zu Uli passt: Seid offen, steht zu euch – es lohnt sich! Danke, lieber Uli, für deinen Einsatz für die Community und diesen wunderbaren Generationen-Austausch.
- #34 Pille rein, horny sein - Achtung bei Substanzkonsum!19.07., 11:5019.07.2026, 11:5001:13:35
Live bei Hein & Fiete in Hamburg Diesmal ist alles anders: Wir sind live und mit Publikum zu Gast bei Hein & Fiete in Hamburg – mitten in der schwulen historischen Bibliothek, mit Sekt in der Hand und zwei echten Experten an unserer Seite. Henry (Hauptamtlicher bei Hein & Fiete, zuständig für Präventionsberatung und Chemsex-Prävention) und Fabian (Sozialarbeiter in der Drogenhilfe) sprechen mit uns über ein Thema, das in der Community präsenter ist, als viele denken: Chemsex und Substanzkonsum. Unser erster richtiger Experten-Podcast – heute kann man was lernen! Bevor es ans eigentliche Thema geht, stellen die beiden vor, was Hein & Fiete überhaupt ist: seit 1990 eine feste Institution in Hamburg, gestartet als Infoladen zur HIV-Prävention, heute ein riesiges Ehrenamtsprojekt mit niedrigschwelligem Testangebot (dienstags und donnerstags, 16–20 Uhr – bis zu 40 Tests pro Sprechstunde!), Beratung zu allem, was juckt und blüht, und einem klaren Appell an die junge Community: Lasst euch gegen HPV impfen! Dann steigen wir ein: Was ist Chemsex eigentlich? Henry und Fabian erklären, welche Substanzen gerade kursieren – von Mephedron und 3-MMC über GHB/GBL bis Crystal Meth und Ketamin – und warum es so gefährlich ist, dass bei illegalisierten Substanzen niemand weiß, was wirklich drin ist. Wichtige Warnung aus der Folge: Poppers und Potenzmittel niemals kombinieren – beides senkt den Blutdruck massiv. Und auch Mischkonsum ist ein Riesenthema, bei dem die Antwort eigentlich immer „lieber nicht" lautet. Das Herzstück der Folge: die gemeinsame Chemsex-Beratung von Hein & Fiete und der Drogenhilfe. Jeden Mittwoch ab 18 Uhr kann man vorbeikommen – mit Termin oder spontan, anonym und vor allem ohne erhobenen Zeigefinger. Hier sagt niemand „Du musst sofort aufhören": Beraten wird zu sicherem Umgang genauso wie zum Ausstieg, wenn man das möchte. Auch Angehörige, Partner und Freunde sind willkommen. Alle Infos zum Angebot: https://www.heinfiete.de/de/chemsexberatung Außerdem sprechen wir über Safer Use (eigenes Sniff-Equipment statt geteilter Geldscheine, niemals Spritzen teilen), über das kommende Drug-Checking-Angebot in Hamburg und darüber, wo sich Substanzkonsum und Fetisch überschneiden: Ketamin beim Fisten, Bondage und Breath Control unter Einfluss – überall dort, wo Substanzen das Schmerzempfinden und die eigenen Grenzen verschieben, wird es gefährlich. Die wichtigste Erkenntnis: Der Rausch macht risikobereiter, als man nüchtern je wäre. Unser persönliches Learning aus der Folge: zuhören statt urteilen. Wenn sich euch jemand öffnet, packt nicht den erhobenen Zeigefinger aus – der erste Schritt, über Konsum zu sprechen, ist der schwerste. Alle Beratungsangebote in anderen Städten und digital findet ihr unten in den Links. Danke an Henry, Fabian und das ganze Team von Hein & Fiete – es war ein Fest! Links zur Folge Chemsex-Beratung bei Hein & Fiete in Hamburg (unser Gastgeber!): https://www.heinfiete.de/de/chemsexberatung Beratungsangebote … … in Köln: https://www.aidshilfe-koeln.de/angebote/drogenhilfe/ … in Berlin: https://schwulenberatungberlin.de/wir-helfen/wir-helfen-alkohol-drogen/ … in München: https://subonline.org/beratung/chemsex/ … in Frankfurt: https://maincheck.de/angebote/#angebote_chemsex … deutschlandweit: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis/ … digital: https://www.suchtberatung.digital/ Digitale Angebote der Selbsthilfe: … SHALK NRW (auch für alle außerhalb von NRW): https://www.shalk.de/unsere-gruppen/zoom/ … Crystal Meth Anonymous: https://crystalmethanonymous.wixsite.com/crystalmethanonymous/blank-1?lang=de
- #33 Update aus dem Fetisch-Leben05.07., 11:5505.07.2026, 11:5501:05:34
Was ist die letzten Wochen bei uns passiert? Welche Kinky Partys & Events stehen noch an? Alex berichtet von sehr spontanen Erlebnissen a la „Hoppla, da war der Cock da", von seiner Dienstreise nach Berlin, bei der ihn ein Podcast-Hörer allein an der Stimme erkannt hat – inklusive Foto und Umarmung am Check-in – und von einem richtig schönen Date mit Spaziergang an der Spree. Außerdem war er auf der Mein Schiff 2 unterwegs und hat schon mal die Bühne inspiziert, auf der wir 2027 bei der Rainbow Cruise unseren Live-Podcast machen werden. Seine Eltern haben übrigens auch schon gebucht! Markus hatte dagegen ein etwas anderes Halbjahr: weniger Sex, dafür ganz bewusst mehr Socializing. Und das hat sich gelohnt – er erzählt von der herzzerreißend schönen Fetisch-Barkassenfahrt beim Hamburger Hafengeburtstag (organisiert vom Hamburger Fetisch e.V., mit dabei: Arbeitskolleginnen und Alex' Eltern), vom ersten Hamburg Fetish Weekend mit grandioser Party und vom Mai-Wochenende in Stuttgart – inklusive seines allerersten Puppy Walks. Auch der Bunker in Dresden und die letzte Gear and Dance in Bottrop waren dabei, wo er miterleben durfte, wie Paito den inklusiven Vorab-Einlass für Menschen mit Behinderung umsetzt. Großer Respekt! Natürlich geht es auch wieder um die Vermischung von Fetisch- und Berufsleben: Markus' Arbeitskolleginnen haben in Portugal Public Viewing mit einer Podcast-Folge gemacht, der Bankinhaber findet das Puppy-Lockscreen-Foto „krass" (im positiven Sinne), und ein Rubber-Anzug-Paket im Büro sorgt für Gelächter statt Getuschel. Es ist schön zu erleben, wie viel Offenheit und Toleranz uns im Alltag begegnet – auch wenn man dabei manchmal kurz rot wird. Und was steht an? Schon am Mittwoch, den 8. Juli, machen wir eine Live-Podcast-Folge bei Hein & Fiete in Hamburg zum Thema „Pille rein, horny sein – Achtung bei Substanzkonsum". Die Teilnahme ist kostenlos, aber die Plätze sind begrenzt – meldet euch über unsere Website an! Danach geht es Schlag auf Schlag weiter: CSD Berlin (wir sind auf dem Truck von TUI Cruises dabei – wenn das Wetter mitspielt in Rubber), CSD Hamburg mit der xKink-Bühne, die Puppy Park in Mannheim, die Folsom Berlin und im November die Fetish Unity in Stuttgart. Zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf eure Einsendungen: Wir haben euch nach euren Kinky-Highlights im ersten Halbjahr gefragt – von Darklands über den Bunker Dresden und dem Underground in München war alles dabei. Besonders berührt hat uns eine Mail zur Sneaker-Folge: Auch Streetwear kann Fetisch sein, und die Community sollte das genauso akzeptieren wie Rubber und Leder. Dem schließen wir uns voll an. Viel Spaß mit der Folge!
- #32 Der KitKatClub - Eine Geschichte über Freiheit, Akzeptanz und Respekt17.05., 11:4517.05.2026, 11:4501:36:23
Mit Alexandra Bahr werfen wir einen Blick durchs Schlüsselloch des legendären KitKatClubs Diese Folge ist für uns etwas ganz Besonderes – und gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere. Mit Alexandra Bahr sitzt uns zum ersten Mal eine Frau gegenüber, und nicht irgendeine: Sie ist seit fast 28 Jahren mit dem Berliner KitKatClub verwoben und arbeitet bis heute Samstagnacht an der Kasse. Markus war beim ersten Anbahnen dieses Termins so aufgedreht, dass er beim Sport vor lauter Aufregung nicht weiter trainieren konnte, und Alex steigt zum ersten Mal tiefer in diese Welt ein – ohne jemals selbst im KitKat gewesen zu sein. Genau diese Mischung aus Insiderin, Fanboy und neugierigem Newbie macht das Gespräch für uns so wertvoll. Alexandra nimmt uns mit auf eine kleine Zeitreise: Mit 18 Jahren verließ sie 1998 ihr sächsisches Dorf, in dem ihre Sexualität und ihre Neugier viel zu groß für den Ort waren. In Berlin landete sie über den Böse Buben Club und einen außergewöhnlichen älteren Herren mit Tina-Turner-Perücke noch in derselben Nacht zum allerersten Mal im KitKat – und wusste sofort: Hier ist mein Zuhause. Wir hören, wie sie alle Grenzen für sich neu definierte, wie sie viele Jahre fast nackt durch den Club ging und warum der KitKat für sie lange ein „sexueller Hafen" war, der ihr eine Freiheit bot, die unsere Gesellschaft sonst kaum kennt. Im Gespräch versuchen wir, das KitKat in Worte zu fassen – und merken schnell, wie schwer das ist. Es ist kein reiner Fetisch-Club, sondern ein hedonistischer Ort, an dem die ganze Bandbreite menschlicher Lebens- und Liebesformen zusammenkommt. Alexandra bringt es für uns auf den Punkt: „Do what you want but stay in communication." Genau deshalb gilt seit jeher striktes Handyverbot, deshalb gibt es keine Umkleidekabinen, deshalb sind Hierarchien an der Tür abgelegt – im KitKat siehst du den Menschen nicht an, ob sie Pflegekraft, Unternehmensberater oder CEO sind. Für uns klingt das fast wie ein Abbild einer idealen Gesellschaft, das es zumindest für eine Nacht tatsächlich gibt. Wir lernen außerdem den Rhythmus des Clubs kennen: rund 2000 Gäste aus aller Welt, verteilt auf mehrere Stockwerke, Tanzflächen, Pool und eine riesige Kunstausstellung. Wir sprechen über die unterschiedlichen Partys und vor allem über die berühmte Samstagnacht, die KitKat-Nacht, in der das Naked String Quartett ab 20 Uhr klassische Musik am Pool spielt, bevor um 22 Uhr im Mainfloor der Techno übernimmt. Markus schwärmt von älteren Herren im Abendkleid auf dem Podest, von Tango-Tänzer:innen, die sich nach ihrer Stunde unter die Gäste mischen, und einem dreitägigen Berlin-Wochenende, das für ihn besser erholt als jeder Thailand-Urlaub. Alex' Augen funkeln, und nach einer fast misslungenen Kitkat-Premiere vor verschlossener Tür macht er einen mutigen Plan: Beim nächsten Berlin-Termin geht er wirklich rein. Wir sprechen auch ehrlich über das, was sich verändert. Alexandra beobachtet, dass die ganz extremen, individuellen Fetische seltener werden, dafür „mainstreamfähigere" Spielarten zunehmen. Junge Gäste, gerade Frauen, kommen oft, um in Ruhe feiern zu können, ohne ständig angebaggert zu werden – das verstehen wir gut. Gleichzeitig wundert uns Alexandras Beobachtung, dass an manchen Abenden „Solo Wanking" verpönt sei, obwohl genau das früher zur sexuellen Energie des Clubs gehörte. Wir reden über Social Media, Anonymität und das Bedürfnis, nicht aufzufallen – und stellen fest, dass der KitKat als Spiegel unserer Kultur genau diese Spannungen sichtbar macht: mehr Offenheit auf der einen Seite, weniger gelebte Individualität auf der anderen. Zum Schluss sprechen wir über Alexandras Buch „Radikal frei – Der KitKatClub als Spiegel unserer Kultur", das am 3. Juni erscheint und kurz darauf auch als Hörbuch kommt. Darin steckt für uns alles drin, was diese Folge so kostbar macht: Geschichten aus dem Club, ihre eigene Lebenserfahrung und ein gesellschaftlicher Blick, den sich kaum jemand sonst so leisten kann. Wir bedanken uns für ein Gespräch, das uns berührt, inspiriert und uns – Alex inklusive – Lust gemacht hat, diese Welt mit eigenen Augen zu erleben. Und ganz nebenbei laden wir euch zur nächsten Live-Folge am 8. Juli bei Hein & Fiete in Hamburg ein: „Pille rein, horny sein – Obacht beim Substanzkonsum".
- #31 Geschichten aus dem Darkroom - Live aus dem Tom‘s in Hamburg26.04., 11:4526.04.2026, 11:4501:14:14
Der Auftakt vom Hamburg Fetish Weekend 2026 Wir melden uns live aus dem Tom's in Hamburg und das gleich zum Auftakt des Hamburg Fetish Weekend! In dieser besonderen Folge sitzen wir nicht im Studio, sondern mitten in einer der ältesten schwulen Bars Deutschlands, umgeben von Publikum, guten Getränken und jeder Menge guter Laune. Mit dabei sind gleich drei Gäste: David, der Inhaber des Tom's, Dominik von der Bar und Gründer vom schwarz & eng Social, sowie Patrick, unser Kameramann, der sich zum ersten Mal vor der Kamera zeigt. Wir sprechen mit David über die bewegte Geschichte des Tom's, das bereits seit 1974 existiert und früher als „Tom's Salon" bekannt war. Er erzählt, wie er die Bar übernommen hat, was den Laden so besonders macht und warum der Darkroom im Tom's eine echte Institution ist. Dabei erfahren wir, dass der Laden über die Jahrzehnte viele Veränderungen durchgemacht hat, aber seinen Charakter als Treffpunkt für die schwule Fetisch-Community nie verloren hat. Wir tauchen tief ein in die besten und absurdesten Geschichten aus dem Darkroom. Von Leuten, die betrunken den Ausgang nicht mehr finden und verzweifelt gegen eine Wand drücken, über Menschen, die im Darkroom einschlafen, bis hin zu einem Stammgast, der liebevoll „die Krake" genannt wird, weil er nach allem greift, was sich bewegt. David berichtet außerdem von den Dingen, die das Reinigungspersonal so findet – inklusive Gemüse und einer Geschichte über eine Rolex, die an einem sehr ungewöhnlichen Ort wieder auftauchte. Wir sprechen mit Dominik über die Entstehung vom schwarz & eng Social, der Community-Gruppe, die er 2019 gegründet hat. Er erzählt vom Namensfindungsprozess und davon, wie aus einer kleinen Idee eine aktive Gemeinschaft geworden ist, die inzwischen eng mit dem Podcast verknüpft ist. Auch Patrick kommt zu Wort und gibt Einblicke in seine Rolle hinter der Kamera und warum er sich bisher immer im Hintergrund gehalten hat. Dann wird es emotional: Markus verkündet live, dass er offiziell ein Pup geworden ist – geboren am 23. April 2026. Nach der Folge über Pup-Play, die wir vor Kurzem aufgenommen haben, hat er den Schritt gewagt, und wir feiern diesen Moment gemeinsam mit dem Publikum. Zum Abschluss blicken wir nach vorne: Wir sprechen über unsere Pläne für Folsom und werben für eine Mitgliedschaft im Hamburg Fetisch e.V., der das Hamburg Fetish Weekend überhaupt erst möglich macht. Eine Folge voller Lacher, Überraschungen und echtem Community-Feeling – live und ungeschnitten.
- #30 Wraff! Jetzt wird gebellt. Einblicke in das Pup-Play von zwei Puppys12.04., 11:4512.04.2026, 11:4501:37:01
Hood auf, Alltag aus – zwei Puppys erzählen, wie Pup-Play zwischen Community, Kopfkino und Selbstfindung wirklich funktioniert. Wir klären zunächst die Grundlagen: Was ist Pup-Play eigentlich, wo liegen die Ursprünge und was bedeutet es, in die Rolle eines Puppys zu schlüpfen? Unsere Gäste erklären, dass es dabei vor allem darum geht, den Kopf auszuschalten, den Alltag hinter sich zu lassen und sich in einem sicheren Raum einfach wohlzufühlen – ganz ohne Handbuch und feste Regeln. Wir sprechen über den Einstieg in die Pup-Welt: Wie findet man seinen Pup-Namen, welche Rolle spielen Maskenfarben und Individualisierung, und wie überwindet man die Hemmschwelle, zum ersten Mal auf Events oder Stammtische zu gehen? Beide Gäste teilen ehrlich ihre Erfahrungen – vom nervösen ersten Besuch bis hin zum Gefühl, unter Gleichgesinnten endlich angekommen zu sein. Ein großes Thema ist die Community und wo man Anschluss findet. Wir sprechen über Stammtische in München, Berlin und anderen Städten, über Telegram-Gruppen, Vereine und Events. Außerdem machen wir einen kleinen Werbeblock für das Hamburg Fetisch Weekend und unsere Live-Folge im Toms. Wir gehen auch auf das Thema Öffentlichkeit und Anfeindungen ein. Gerade rund um CSDs werden Puppys oft als Sinnbild für das vermeintlich Anstößige herausgegriffen – obwohl die Maske für die meisten gar nichts mit Sex zu tun hat. Unsere Gäste berichten von überwiegend positiven Reaktionen in der Öffentlichkeit, aber auch davon, dass es in ländlichen oder konservativen Regionen schwieriger sein kann. Zum Schluss räumen wir mit Vorurteilen auf: Pup-Play kann sexuell sein, muss es aber nicht. Wir sprechen über den Unterschied zwischen Social Head Space und sexuellem Play, über die Rollenverteilung zwischen Pup und Handler, übers Kuscheln, über Pony-Play als verwandtes Thema – und klären die wichtigste Frage: Nein, Pup-Play hat nichts mit echten Tieren zu tun.
- #29 Sagging & Streetstyle - Was ist das eigentlich mit den Hosen?29.03., 11:4529.03.2026, 11:4501:13:13
Baggy Pants, tiefe Hosen und der Reiz des Streetstyles In Folge 29 von schwarz & eng begrüßen wir einen ganz besonderen Gast: Marvin, den Freund von Markus. Damit sitzen zum ersten Mal ein Paar gemeinsam bei uns im Studio – und wir nutzen die Gelegenheit, die beiden auch als Paar ein bisschen kennenzulernen. Mit Sekt in der Hand starten wir locker in ein Gespräch über ihre Beziehung und wie sie zueinander gefunden haben. Wir sprechen offen über das Thema offene Beziehung und wie sich das bei Markus und Marvin entwickelt hat. Die beiden erzählen, wie sie anfangs noch feste Regeln hatten, diese sich aber mit der Zeit verändert haben, weil Spontanität und Vertrauen immer wichtiger wurden. Dabei vergleichen wir auch unsere eigenen Erfahrungen und sprechen darüber, warum Kommunikation in offenen Beziehungen das A und O ist. Dann tauchen wir tief ins Hauptthema der Folge ein: Sagging als Fetisch. Marvin erzählt, dass ihn der Baggy-Style schon seit seiner Kindheit fasziniert hat – noch bevor er überhaupt sexuell aktiv war. Wir erfahren, wie sich dieses Interesse über die Jahre entwickelt hat und was genau den Reiz am Sagging ausmacht: das Visuelle, das Gefühl beim Tragen und der gewisse Kick in der Öffentlichkeit. Wir klären die Basics rund um den Streetstyle-Fetisch: Welche Klamotten gehören dazu, welche Marken und Sneaker spielen eine Rolle und warum sind Baumwoll-Boxershorts ein No-Go? Marvin erklärt uns die verschiedenen Varianten und wie das komplette Outfit – von den Schuhen über die Unterhose bis zur Hose – zusammenspielen muss, damit es stimmig und authentisch aussieht. Wir sprechen außerdem über die Community und Partyszene rund um Sagging und Streetwear. Marvin berichtet von speziellen Events und Partys, auf denen man Gleichgesinnte trifft, und wie schön es ist, sich unter Menschen zu bewegen, die den gleichen Style teilen. Dazu lesen wir eine bewegende Hörer-Mail vor, die perfekt zum Thema passt und zeigt, wie bereichernd es sein kann, sich einfach mal zu trauen. Zum Abschluss sprechen wir über die Ursprünge des Sagging in der amerikanischen Hip-Hop-Kultur, darüber, wie man den Style selbstbewusst in der Öffentlichkeit trägt, und über die Reaktionen, die man dabei erleben kann. Marvin gibt den Tipp: Wer selbstsicher auftritt und sich nicht ständig umsieht, fällt kaum auf – ein Rat, der für viele Fetische gilt.
- #28 Rundum Rubber Teil 2: Live-Reparatur-Action22.02., 11:4522.02.2026, 11:4501:27:10
Rubber-Reparatur: Profi-Tipps für Anfänger In unserer neuesten Podcast-Folge tauchen wir tief in die Welt des Rubbers ein und teilen unsere Erfahrungen und Tipps zur Pflege und Reparatur. Wir beginnen mit einem Rückblick auf unsere bisherigen Erlebnisse und die Resonanz unserer Hörer, die uns immer wieder motiviert, weiterzumachen. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen wir mit unseren Geschichten erreichen und inspirieren können. Wir haben uns entschieden, ein Live-Tutorial zur Reparatur von Rubber zu machen, da viele von euch danach gefragt haben. Schritt für Schritt zeigen wir, wie man kleine Schäden selbst beheben kann, und geben praktische Tipps, die wir im Laufe der Zeit gesammelt haben. Es ist uns wichtig, dass ihr euch sicher fühlt, eure eigenen Reparaturen durchzuführen, und wir hoffen, dass unser Tutorial dabei hilft. Neben der Reparatur sprechen wir auch über die richtige Pflege von Rubber, um die Lebensdauer zu verlängern. Wir teilen unsere bevorzugten Produkte und Techniken, die uns geholfen haben, unsere Outfits in Top-Zustand zu halten. Es ist erstaunlich, wie viel Unterschied die richtige Pflege machen kann, und wir ermutigen euch, diese Tipps auszuprobieren. Ein weiteres Highlight der Folge ist unser Austausch über die neuesten Trends und Produkte in der Rubber-Szene. Wir haben einige spannende Neuentdeckungen gemacht und freuen uns, diese mit euch zu teilen. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie sich die Szene entwickelt und welche Innovationen auf den Markt kommen. Wir haben auch einige persönliche Geschichten und Anekdoten eingebaut, die unsere Reise in der Fetisch-Welt beleuchten. Diese Momente sind nicht nur unterhaltsam, sondern zeigen auch, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben und seine Leidenschaften zu verfolgen. Wir hoffen, dass unsere Geschichten euch ermutigen, eure eigenen Wege zu gehen. Zum Abschluss der Folge beantworten wir einige der häufigsten Fragen unserer Hörer. Von der richtigen Lagerung bis hin zu den besten Events – wir decken alles ab, was ihr wissen wollt. Eure Fragen sind uns wichtig, und wir freuen uns immer, wenn wir euch weiterhelfen können. Vielen Dank, dass ihr Teil unserer Community seid!
- #27 Fetisch mit Behinderung? Das geht!25.01., 11:3725.01.2026, 11:3701:49:49
In dieser Folge starten wir ins neue Jahr mit einem besonderen Gast und einem Thema, das in der Fetischszene viel zu selten offen besprochen wird: Fetisch und Behinderung. Gemeinsam mit Paito sprechen wir über Sichtbarkeit, Vorurteile und darüber, warum Humor, Offenheit und Ehrlichkeit oft der beste Zugang zu schwierigen Themen sind. Schnell wird klar: Diese Folge wird persönlich, lang – und wichtig. Paito erzählt uns offen von seiner starken Sehbehinderung, mit der er seit seiner Geburt lebt, und davon, wie er selbst seine Wahrnehmung der Welt beschreibt. Für ihn sind seine wenigen Prozent Sehvermögen seine ganz persönlichen 100 %. Wir lernen, wie er seinen Alltag meistert, welche Herausforderungen Licht, Menschenmengen und Orientierung für ihn bedeuten – und warum Kommunikation der Schlüssel ist, um Berührungsängste abzubauen. Ein zentraler Punkt der Folge ist der Umgang mit dem Begriff „behindert“. Wir diskutieren offen, warum das Wort negativ behaftet ist, warum Kontext entscheidend ist und weshalb Paito selbst kein Problem mit der Bezeichnung hat. Mit viel Humor – aber auch Ernsthaftigkeit – machen wir klar: Es geht nicht darum, jemanden zu verletzen, sondern darum, Menschen mitzunehmen, aufzuklären und miteinander statt übereinander zu lachen. Natürlich sprechen wir auch über Fetisch: Paito ist Teil der Puppy- und Lederszene und zeigt, dass Behinderung und Fetisch sich nicht ausschließen. Im Gegenteil – beides ist Teil seiner Identität. Besonders eindrücklich ist, wie er seine Sehbehinderung sichtbar in seinen Fetisch integriert, etwa mit einer speziellen Blindenbinde aus Leder. Für uns wird deutlich: Fetisch ist Vielfalt, und genau dafür sollte die Community stehen. Ein großes Thema der Folge ist Inklusion auf Events und Partys. Paito berichtet von seinen Erfahrungen auf Veranstaltungen wie der Gear and Dance oder der Puppy Park und davon, wie herausfordernd unbekannte Locations, Dunkelheit, Lautstärke und Menschenmengen sein können. Mit dem von ihm initiierten verfrühten Einlass für beeinträchtigte Gäste schafft er Orientierung, Sicherheit und echte Teilhabe – und ermöglicht vielen erst den Zugang zu solchen Events. Zum Abschluss nehmen wir eine starke Botschaft mit: Wer nichts an sich ändern kann, sollte sich nicht verstecken. Paito erzählt, wie aus einer negativen Erfahrung ein öffentliches Outing, Aufklärungsarbeit und sogar eine eigene Community entstanden sind. Sein Leitsatz bleibt hängen: Wenn man sich selbst aufgibt und das Lachen verliert, dann ist man wirklich behindert. Diese Folge ist eine Einladung, hinzuschauen, zuzuhören und Fetisch-Community als das zu leben, was sie sein kann – offen, solidarisch und menschlich.
- #26 Hoe Hoe Hoe - Der Fetisch-Jahresrückblick14.12., 11:4014.12.2025, 11:4001:25:43
Ein ehrlicher, versauter und überraschend nachdenklicher Jahresrückblick über Fetisch, Community und alles, was uns 2025 bewegt hat. In unserer Weihnachtsfolge schauen wir gemeinsam zurück auf ein intensives, lustiges, manchmal chaotisches, aber vor allem ehrliches Fetisch-Jahr. Zwischen Glühwein-Stimmung, Outtakes und jeder Menge Gelächter nehmen wir uns selbst nicht allzu ernst. Dafür aber die Themen, die uns und euch 2025 begleitet haben. Ein großer Teil dieser Folge lebt von euch. Wir sprechen über die vielen Nachrichten, E-Mails und Geschichten, die ihr uns geschickt habt, und darüber, wie unterschiedlich Fetisch gelebt wird. Von persönlichen Meilensteinen über neue Erkenntnisse bis hin zu stillen Entwicklungen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig Austausch, Offenheit und gegenseitiger Respekt sind. Natürlich blicken wir auch auf unsere eigenen Podcast-Highlights zurück. Wir reden über Folgen, die uns besonders geprägt haben, über Gäste, die uns neue Perspektiven eröffnet haben, und über Fetische, die wir vorher kaum einordnen konnten und die danach plötzlich Sinn ergaben. Unser Podcast bleibt für uns genau das: gemeinsames Lernen, Verstehen und Weiterdenken. Neben Lust und Neugier sprechen wir auch offen über den Alltag. Stress, Arbeit und Zeitmangel wirken sich eben auch auf Sex- und Fetischleben aus, und genau das thematisieren wir ehrlich. Wir merken selbst, wie eng mentale Belastung, Energie und sexuelle Freiheit miteinander verbunden sind und warum Selbstfürsorge kein Luxus ist. Natürlich darf auch der Blick auf neue und alte Fetische nicht fehlen. Wir stellen fest: Mit den Jahren wird man nicht braver, sondern eher klarer in dem, was einen kickt. Von kleinen Vorlieben bis zu Ideen für kommende Folgen wird schnell deutlich, dass Stillstand für uns keine Option ist und dass 2026 gerne noch ein bisschen wilder werden darf. Zum Abschluss geben wir euch noch einen Ausblick auf anstehende Veranstaltungen, Community-Aktionen und unsere Pläne rund um Weihnachten und Winter Pride. Mit viel Dankbarkeit, Humor und Vorfreude verabschieden wir uns aus dem Jahr und freuen uns auf alles, was mit euch gemeinsam noch kommt.
- #25 F*cken vor der Kamera - ein Kinky-Creator zu Gast02.11., 16:1702.11.2025, 16:1701:28:35
Wir sprechen mit Kinky-Creator Josh über Sex als Beruf, Verantwortung, Echtheit und warum Erfolg in dieser Branche nur mit Haltung, Respekt und Leidenschaft möglich ist. Er beschreibt, wie wichtig Struktur und Seriosität in dieser Branche sind. Steuererklärungen, Rücklagen, Altersvorsorge, Krankenversicherung – all das gehört für ihn genauso dazu wie Licht, Kamera und Schnitt. Er spricht offen darüber, wie er sich diszipliniert, seine Steuern zurückzulegen, und dass finanzielle Schwankungen Teil des Alltags sind. Wer diesen Beruf ernsthaft ausüben will, müsse wie jeder andere Selbstständige wirtschaftlich denken. Auch das Thema Zusammenarbeit spielt eine große Rolle: Drehs mit anderen Creators entstehen meist aus gegenseitiger Sympathie, werden aber professionell abgesichert. Altersnachweise, schriftliche Vereinbarungen und faire Rechteverteilung sind Standard. Josh erklärt, dass Plattformen wie OnlyFans und JustForFans durch KI-Gesichtserkennung und Account-Verknüpfungen verhindern, dass unautorisierte Inhalte hochgeladen werden – ein wichtiger Schritt gegen Missbrauch. Wir sprechen außerdem über die Unterschiede zwischen den Plattformen. Während OnlyFans von Zahlungsdienstleistern wie Visa und Mastercard eingeschränkt wird, bietet JustForFans mehr Freiheit für explizite Fetisch-Inhalte. Josh beschreibt, wie sich die Szene professionalisiert hat und welche Verantwortung Content-Creator tragen. Für ihn zählt nicht Provokation, sondern Echtheit: lieber ehrlicher Kink als gestellte Pornos – Hauptsache, alle Beteiligten haben Spaß und sind einverstanden. Ein weiteres großes Thema ist Gesundheit und Vertrauen. Josh betont, wie wichtig regelmäßige Tests und offener Umgang mit Risiken sind. Er kritisiert, dass in anderen Ländern Ärzte homosexuelle Männer oft noch stigmatisieren, und zeigt, wie in Deutschland durch kostenlose Testangebote sichere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Für ihn ist Sexualität kein Tabu, sondern Teil eines bewussten, respektvollen Lebensstils – sowohl privat als auch beruflich. Zum Schluss sprechen wir über Social Media, Hater und Support. Josh erzählt von gesperrten Accounts, fehlerhaften Algorithmen und Anfeindungen – aber auch von echten Fans, Freundschaften und großem Rückhalt in der Community. Trotz aller Herausforderungen bleibt er positiv: Er liebt, was er tut, bereut nichts und sagt selbstbewusst, dass er alles wieder genauso machen würde.
- #24 Tod durch Selfplay. Wir sprechen drüber.05.10., 11:4505.10.2025, 11:4500:47:35
Wir zeigen in dieser Folge, wie tödlich Selfplay sein kann und warum kein Kick das eigene Leben wert ist. In dieser Folge sprechen wir über ein sehr ernstes Thema, das uns schon länger beschäftigt: die Gefahren von Selfplay. Wir starten mit einer klaren Triggerwarnung, weil es um Tod und Trauer geht. Anlass ist ein aktueller, tragischer Fall aus unserer Community, der uns tief berührt hat. Wir wollen nicht abschweifen oder beschönigen, sondern offen und ehrlich aufzeigen, wie gefährlich riskante Praktiken allein sein können. Deshalb haben wir einen Gast eingeladen, der seine persönliche Geschichte mit uns teilt. Keon erzählt, wie er seinen Partner, gerade einmal 21 Jahre alt, tot in der gemeinsamen Wohnung gefunden hat – verstorben beim Experimentieren mit Lachgas und Selfplay. Diese Schilderung hat uns im Gespräch sehr bewegt. Er beschreibt den Schock, die Hilflosigkeit und das Chaos in diesem Moment. Auch, wie schwer es für ihn war, den Eltern und Freunden die Wahrheit zu sagen, und wie stark die Bilder und Erinnerungen nachwirken. Diese Offenheit verleiht dem Thema eine Dimension, die uns selbst während der Aufnahme sprachlos gemacht hat. Im Gespräch wird deutlich, dass sein Partner nie mit jemandem über seine Pläne bezüglich Lachgas gesprochen hatte. Genau das ist so gefährlich. Praktiken, die Atmung oder Bewusstsein beeinflussen, dürfen nie allein ausprobiert werden. Wir appellieren eindringlich an Euch, bei riskanten Spielen immer jemanden dabeizuhaben, zu reden und sich nicht zu schämen, über Kinks offen zu sprechen. Kein Kick ist es wert, sein Leben dafür zu riskieren. Unser Gast erzählt auch, wie schwer die Zeit nach dem Tod war: die Wohnung zu betreten, Erinnerungen wegzuräumen, Fetischgear zu verstauen, die Beerdigung zu organisieren und gleichzeitig mit Gerüchten und Fragen aus der Community umzugehen. Diese Einblicke zeigen, wie groß der emotionale und organisatorische Berg ist, der nach einem solchen Verlust vor einem liegt. Für uns war das Gespräch ein Augenöffner, wie wichtig Unterstützung und Gemeinschaft in solchen Momenten sind. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Folge ist Vorsorge. Wir sprechen mit ihm darüber, warum es so wichtig ist, sich frühzeitig Gedanken zu machen, was im Todesfall mit Konten, Social-Media-Accounts oder privaten Daten geschieht. Sein Erfahrungsbericht zeigt, welche bürokratischen Hürden es gibt, wenn Vollmachten fehlen oder niemand Zugriff auf Handys und Online-Accounts hat. Wir hoffen, dass Ihr daraus etwas mitnehmen könnt. Am Ende dieser Folge möchten wir gemeinsam mit unserem Gast Keon eine klare Botschaft senden: Kein Orgasmus, kein Kick und kein Spiel ist es wert, das eigene Leben zu riskieren. Bitte probiert solche Dinge niemals allein aus, informiert jemanden und sorgt vor. Holt euch Hilfe, wenn ihr merkt, dass ihr nicht weiterkommt. Wir danken Keon für seinen Mut und hoffen, dass seine Geschichte vielleicht Leben retten kann.
- #23 Fetisch vs. Fashion - geschickt im Alltag kombinieren14.09., 11:2514.09.2025, 11:2501:25:10
Die Folge zeigt, wie Modedesigner Robin mit seinem Label Fetisch-Elemente und Fashion verbindet, handwerkliche Qualität betont und dabei Wege findet, Szene-Ästhetik selbstbewusst im Alltag tragbar zu machen. Die Episode startet gewohnt locker, mit viel Humor und einer lauten ABBA-Coverband im Hintergrund. Markus und Alex begrüßen ihren Gast Robin, 24 Jahre alt, Modedesigner und Mitgründer eines jungen Labels, das zwischen Fetisch und Fashion angesiedelt ist. Sein Ansatz: Pieces und Accessoires, die sowohl auf der Tanzfläche im Club als auch im Alltag funktionieren, wenn man sie mit schlichten Outfits kombiniert. Auffällig ist, dass ein Drittel seiner Kundschaft weiblich ist – ein Beleg dafür, dass Fetisch-Elemente längst Teil der Modewelt geworden sind. Im Gespräch über Events wie Folsom Berlin wird deutlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann: Alex erlebt das Straßenfest als soziales Highlight voller Begegnungen, während Robin stundenlang am Verkaufsstand steht und am Ende erschöpft ist. Trotzdem bleibt Folsom ein wichtiger Treffpunkt für die Community. Darüber hinaus probiert das Label weitere Plattformen aus – von kleinen Berliner Straßenfesten bis hin zur großen Messe „Passion“ in Hamburg, wo die Szene sichtbarer wird und neue Zielgruppen erreicht werden. Robin erzählt außerdem von der Entwicklung seines Labels: Erste Prototypen entstanden noch während des Studiums, parallel zur Organisation einer großen Modenschau. Aus einem persönlichen Design – einem neu gedachten Harness, der sich besser an unterschiedliche Körperformen anpasst – entwickelte sich schnell eine Marke. Mit der Unterstützung von Kommiliton*innen und seinem Partner David entstand eine Firma, die heute durchdachte, tragbare und qualitativ hochwertige Designs anbietet. Ein zentrales Thema ist die handwerkliche Qualität. Latex und Rubber zu verarbeiten ist anspruchsvoll, Klebungen und Schnitte erfordern tiefes Verständnis von Körper und Material. Gute Arbeit ist rar und daher besonders wertvoll. Robin betont, dass er seine Materialien überwiegend aus Osteuropa bezieht und viel Wert auf Passform und Langlebigkeit legt. So wird Mode geschaffen, die über reinen Fetisch hinausgeht und im Alltag bestehen kann. Die Diskussion erweitert sich zu Stylingfragen und gesellschaftlichen Wahrnehmungen. Blicke und Kommentare in der Öffentlichkeit sind für Robin kein Problem – im Gegenteil, sie bestärken ihn eher. Generell gilt: Wer Mode oder Fetischteile mit Basics kombiniert, wirkt modisch und nicht „verkleidet“. Beispiele reichen von Lederhosen über Pufferjacken bis zu Rubber-Jogginganzügen. Trends kommen immer wieder zurück, und oft entscheidet das Label-Logo darüber, ob ein Piece akzeptiert oder skeptisch beäugt wird. Am Ende öffnen Markus und Alex die Diskussion für die Community: Sie sprechen über ungewöhnliche Fetische wie Fahrradhelme, stellen Fragen nach Cowboy- oder Lederhosen-Fetischen und laden ihre Hörer*innen ein, eigene Erfahrungen zu teilen. Ein Rabattcode für das Label gibt es obendrein. Das Fazit der Folge: Fetisch und Fashion sind keine Gegensätze, sondern lassen sich vielseitig kombinieren – wichtig ist das Selbstbewusstsein, mit dem man die Kleidung trägt. On top gibt’s in dieser Folge auch ein exklusives Angebot: Hörer*innen erhalten 20 % Rabatt im Onlineshop von Attire Invention (https://attire-invention.de)). Einfach beim Checkout den Code schwarzundeng20 eingeben – gültig ab Ausstrahlung der Episode für ein ganzes Jahr. Perfekt, um sich ein besonderes Piece zu sichern und selbst auszuprobieren, wie sich Fetisch und Fashion kombinieren lassen.
- #22 Fetisch - Ist das an ein Alter oder Wohnort geknüpft?24.08., 11:4524.08.2025, 11:4501:32:49
Warum es nie zu spät (oder zu früh) ist, kinky zu sein, und wie wichtig Community, Vertrauen und Mut zum Ausprobieren sind. Markus und Alex erzählen, wann und wie sie ihre ersten Berührungspunkte mit Fetisch hatten. Während Alex bereits als Teenager erste Fantasien entwickelte, hat sich bei Markus vieles erst nach dem Auszug von Zuhause entwickelt. Beide machten ihre ersten Erfahrungen mit Anfang 20 – oft begleitet von Unsicherheit, Geheimhaltung und einem gewissen inneren Konflikt. Besonders deutlich wird das in einer sehr persönlichen Geschichte von Markus, der bei seiner allerersten Session völlig überfordert war. Es zeigt sich, wie wichtig ein sicherer Rahmen, Vertrauen und ein langsames Herantasten an das Thema ist. Ein großer Teil der Folge beschäftigt sich mit dem Einfluss des Wohnortes auf die eigene Fetischentwicklung. Die beiden diskutieren, wie viel leichter es ist, in einer Großstadt Anschluss zu finden – ob durch Clubs, Partys oder Community-Veranstaltungen wie dem Fetish Social. Wer hingegen auf dem Land lebt, hat es oft schwerer, Gleichgesinnte zu finden oder sich sicher auszuleben. Dennoch betonen beide, dass Online-Plattformen wie Instagram, Romeo oder Recon helfen können, Kontakte zu knüpfen – besonders, wenn man den Mut hat, auch mal jemanden anzuschreiben oder sich begleiten zu lassen. Spannend ist auch die Diskussion über das Alter in Bezug auf Fetisch. Markus spricht offen darüber, dass er sich erst mit 30 wirklich frei und angekommen in seiner Kink-Identität gefühlt hat. Beide Hosts ermutigen besonders junge Hörerinnen, sich Zeit zu lassen, nichts zu überstürzen und nicht dem Druck zu erliegen, schon alles erlebt haben zu müssen. Umgekehrt betonen sie aber auch, dass es nie zu spät ist, in die Fetischwelt einzusteigen. Mehrere Hörer hätten ihnen geschrieben, dass sie erst mit über 40 oder 50 angefangen haben, ihre Kinks zu leben – und heute umso glücklicher darüber sind. Ein weiteres Thema, das angesprochen wird, ist der Altersunterschied in sexuellen Begegnungen. Sowohl Markus als auch Alex erzählen von sehr positiven Erlebnissen mit deutlich jüngeren oder älteren Partnern und machen klar, dass das Alter keine Rolle spielt, solange Respekt, Kommunikation und Konsens gegeben sind. Besonders das Thema „Daddy-Kink“ wird angesprochen – also die gezielte Suche nach älteren oder jüngeren Partnern – und mit Beispielen aus dem eigenen Leben unterfüttert. Am Ende zählt, dass es für beide Seiten passt, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen oder Vorurteilen. Zum Schluss wird der Blick nach vorne gerichtet: Die Folsom-Woche steht vor der Tür, und beide Hosts freuen sich auf Begegnungen, Outfits und vielleicht auch den einen oder anderen Flirt. Sie laden ihre Community ein, sie dort anzusprechen, gemeinsam was zu trinken oder einfach ein Selfie zu machen. Die Botschaft der Folge ist klar: Egal wie alt du bist oder wo du wohnst – Fetisch darf ein Teil von dir sein. Du musst nicht alles sofort wissen oder erleben. Du darfst ausprobieren, dich entwickeln und dir Zeit lassen. Und am wichtigsten: Du bist damit nicht allein.
- #21 Live vom CSD Hamburg03.08., 17:0403.08.2025, 17:0401:10:50
Unsere Livepodcastfolge von der XKINK Stage beim CSD in Hamburg Die Folge ist geprägt von direktem Publikumskontakt und witzigem Austausch über persönliche Fetische. Via QR-Code konnten Zuhörer*innen live ihre Vorlieben eintragen, was zu unterhaltsamen und teilweise überraschenden Diskussionen führte – von Sneakern und Rubber bis hin zu Spanking, Slime oder Kuscheln. Besonders deutlich wird dabei, wie wichtig dem Podcast das Thema Enttabuisierung ist: Fetisch ist kein Tabu, sondern ein Teil von Identität, Zugehörigkeit und Ausdruck. Neben vielen Lachern sprechen Markus und Alex auch über die emotionale Seite ihrer Arbeit. Sie erzählen, wie sehr sie die persönlichen Nachrichten ihrer Hörer*innen berühren – Menschen, die sich durch den Podcast ermutigt fühlen, zu ihrem Fetisch zu stehen. Es wird klar, wie viel mehr hinter „schwarz & eng“ steckt: eine Plattform für Sichtbarkeit, Selbstbewusstsein und Austausch in der queeren Szene. Ein emotionales Highlight ist der Besuch von Sven und Alex (Mr. Leather Hamburg), die sich für den Impact des Podcasts bedanken und betonen, wie sehr „schwarz & eng“ zur Sichtbarkeit und Akzeptanz von Fetisch in der Community beiträgt. Am Ende wird’s nochmal unterhaltsam: es gibt spontane Geständnisse zu Sex auf Dächern mit Elphi-Blick. Trotz Regen und wilder Live-Atmosphäre bleibt eine klare Botschaft: Kinky. Queer. Klartext. Und ganz viel Community-Liebe. Folgt uns bei Instagram: https://www.instagram.com/schwarzundeng.podcast/ Folgt uns bei TikTok: https://www.tiktok.com/@schwarzundeng.podcast Schaut auf unserer Website vorbei: https://schwarzundengpodcast.de …und abonniert uns auf Eurer Lieblings-Podcast-Plattform.
- #20 Fetisch Roleplay & Sessions13.07., 11:4513.07.2025, 11:4501:22:44
Von ersten Sessions bis zur perfekten Hingabe. Intime Einblicke in die Welt des Fetisch-Rollenspiels. In Folge 20 widmen sich Markus und Alex dem Thema Sessions und Fetisch-Rollenspiele. Was genau macht eine gute Session aus, wie findet man den Einstieg, und was braucht es, um sich wirklich fallen zu lassen? Die beiden Hosts geben tiefe, sehr persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen – von den ersten zaghaften Begegnungen bis zu intensiven BDSM-Erlebnissen. Alex erzählt von seiner ganz besonderen Einstiegs-Session, die für ihn den Grundstein für seine heutige Fetischleidenschaft gelegt hat. Dabei wird deutlich, wie wichtig Vertrauen, ein respektvoller Umgang und echtes Interesse am Gegenüber sind – gerade wenn man jemanden neu kennenlernt. Die Folge zeigt: Nicht das Outfit oder Equipment machen eine gute Session aus, sondern die Verbindung zwischen den Beteiligten. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auch auf den Rollen im Rollenspiel: Aktiv oder passiv? Top oder Bottom? Dom oder Sub? Master oder Slave? Markus und Alex diskutieren, welche Dynamiken sie selbst erleben, warum es keine festen Schubladen gibt und wie sich Rollen je nach Partner und Stimmung auch verändern können – oder eben nicht. Auch Vertrauen und Konsens sind zentrale Themen: Warum Safewords wichtig sein können, wieso ein mentaler Einstieg nötig ist und wie man gemeinsam klare Grenzen absteckt. Besonders eindrücklich schildern die beiden, wie eine vertraute Session mit langjährigen Partnern zu einem tiefen emotionalen Erlebnis werden kann – jenseits von kurzfristiger Geilheit. Natürlich kommen auch humorvolle und skurrile Geschichten nicht zu kurz: Von unerwarteten Dominanzbrüchen bis zu spontanem Spermaüberraschungsbesuch im Hotelzimmer ist alles dabei. Die Hosts bleiben wie gewohnt ehrlich, direkt und selbstironisch – und bieten so auch Neulingen in der Szene einen sicheren, unterhaltsamen Einstieg ins Thema. Zum Schluss der Folge gibt es noch eine kuriose Berlingeschichte von Alex, inklusive Sprachnachrichten und Lachflash-Garantie. Wer wissen will, wie ein perfekter Fetischabend laufen kann – oder auch mal komplett anders – sollte definitiv bis zum Ende dranbleiben.
- #19 SNEAX15.06., 11:4515.06.2025, 11:4501:09:49
Von Air Max bis TNs. Warum Sneaker nicht nur geil aussehen... In dieser Folge von schwarz & eng dreht sich alles um ein ganz bestimmtes Kleidungsstück oder besser gesagt: einen ganz bestimmten Fetisch. Markus und Alex sprechen über Sneaker als Objekt der Begierde, als Statussymbol, als Fetischgegenstand und als Teil queerer Selbstinszenierung. Was macht Sneaker so besonders? Und warum löst ein schmutziger Air Max bei manchen mehr aus als ein blank geputzter Lederstiefel? Die beiden Hosts werfen einen ehrlichen und zugleich augenzwinkernden Blick auf persönliche Erfahrungen mit Sneaker-Fetisch. Es geht um erste Begegnungen, besondere Lieblingspaare, Trageweisen und Gerüche. Aber auch um das Spiel mit Dominanz, Besitz und Hingabe, das sich oft rund um Schuhe entfaltet. Und wie so oft bei schwarz & eng bleibt es nicht nur an der Oberfläche, sondern geht tief. Auch wird deutlich: Der Sneaker-Fetisch ist mehr als nur Optik. Es ist ein Lebensgefühl. Es geht um Jugendkultur, um Codes, um das Gefühl, Teil von etwas zu sein. Markus und Alex sprechen über die feinen Unterschiede zwischen „Sneaker geil finden“ und „Sneaker benutzen“, über Sammlungen und Subkulturen und natürlich über das Teilen dieser Leidenschaft mit Gleichgesinnten. Dabei zeigt sich auch, wie stark dieser Fetisch in schwulen Kontexten verankert ist. Sneaker sind dort längst mehr als Straßenschuhe. Sie sind Teil von Fetischlooks, Cluboutfits, sexuellen Fantasien und queerer Ausdrucksformen. Die Frage „getragen oder neu?“ wird ebenso leidenschaftlich diskutiert wie „lecken oder loben?“. Ganz nebenbei gibt’s in dieser Folge auch echte Big News: schwarz & eng wird beim CSD in Hamburg, am 1. August 2025, auf der XKINK Bühne vor der Europapassage eine Live-Podcastfolge produzieren. Ihr seid herzlich eingeladen diesen Tag mit uns zu feiern. Los geht es um 17:30. Und als wäre das nicht schon aufregend genug, ist ab sofort auch der offizielle Onlineshop live. Mit ersten Produkten wie dem „No Kinkshaming“-Sticker zum Mitnehmen und Kleben. Hier geht es direkt zu unserem Onlineshop: https://schwarzundengpodcast.de/shop