Podcast

Rotlichttherapie

SWR3, Nina Workhard

Society & Culture · True Crime

205 Episoden · neueste 13.10.

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Episoden

205
  1. Bob Blume: Namen machen Leute
    08.06., 03:0001:10:10

    Zu Gast ist Bob Blume: Lehrer, Bildungsinfluencer und Autor. Bob ist allerdings “nur” sein Taufname. Obwohl ihn alle so nennen, steht in seinem Pass lange Zeit etwas anderes. Im Gespräch geht es darum, wie sehr der eigene Name die Identität beeinflusst. Was macht es mit einem, wenn der eigene Opa den Rufnamen nicht akzeptiert? Wie beeinflusst der eigene Name die Wirkung auf andere? Und warum lassen manche Menschen extra ihren Namen ändern? Auch Nina Workhard, Maximilian Pollux und Roman Lemke, der den Nachnamen seiner Frau angenommen hat, wissen aus eigener Erfahrung, wie stark Namen mit der Identität zusammenhängen. Heute arbeitet Bob als Lehrer und ist sich bewusst, welchen Einfluss Sprache und kleine Worte durch Lehrkräfte auf die Schüler:innen haben können. Als er selbst noch Schüler war, sagte ein Lehrer über ihn „Bob neigt dazu, Wörter auf die Goldwaage zu legen“, trifft damit direkt ins Schwarze und beeinflusst mit diesem einen Satz seinen weiteren Weg. Bob versucht, bei seinen Schüler:innen stark auf seine Wortwahl zu achten und schafft es mit kleinen sprachlichen Tricks, ihre Entwicklung zu bestärken und zu motivieren. Für Nina, Max und Roman ist dieser Gast die Gelegenheit, über ihre eigene Bildung und Schulzeit, das Schulsystem an sich und die aktuellen Entwicklungen durch KI zu diskutieren. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/ Mental Health First Aid (MHFA) – Kurse für psychische Gesundheit: https://www.mhfa-ersthelfer.de/de/

  2. Maximilian Pollux: Verbotene Gedanken
    01.06., 03:0001:12:40

    Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Suizid. Wenn du selbstzerstörerische Gedanken oder Erfahrungen zu diesem Thema hast, dann höre die Folge bitte nicht allein. Der Tod hat schon immer eine Rolle in Maximilian Pollux‘ Leben gespielt. Das Erste, an was er sich erinnert, ist der Wunsch, dass sein Spielkamerad im Kindergarten nicht mehr existiert. Der zweite Gedanke ist der Wunsch, selbst nicht mehr zu existieren. Was damals noch unkonkrete Gedanken waren, ohne genaue Vorstellung von Leben und Tod, entwickelt sich im Laufe der Zeit immer weiter. Bereits in der Schule folgen die ersten Suizidversuche. Max beschreibt den Gedanken an Suizid zunächst als seltsamen Fremden, der immer wieder auftaucht und nach und nach zu einem alten Freund wird, der einen scheinbar einfachen Ausweg bietet. Auch Roman kennt diese Gedanken und hält sie von sich weg. Wichtig ist, dass dieser scheinbare Ausweg nie eine wirkliche Lösung ist. Denn das Leid, das man seiner Familie, Angehörigen oder einfach unbeteiligten Fremden damit antut, überwiegt alles. Max entdeckt Kriminalität als Ventil und Ausweg von den Gedanken: Plötzlich ist kein Platz mehr für Ängste, Sorge und Zweifel. Nina kann das gut nachvollziehen, kennt das Gefühl von Lebensmüdigkeit und hat sich selbst schon bewusst in gefährliche Situationen begeben. Gemeinsam sprechen die drei über Lösungsansätze und wie man als Betroffener und als Angehöriger damit umgehen kann. Allem voran steht Achtsamkeit. Zu lernen, sich selbst wieder zu lieben, sich nicht an den Niederlagen zu bemessen und sein Gehirn zu trainieren; neue Denkwege zu gehen. Außerdem ist es wichtig, sich Hilfe zu holen – bei kompetenten Ärzten, Psychotherapeuten, Angehörigen oder anonym bei Hilfestellen. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Informationen und Hilfe bei suizidalen Gedanken und Verhalten: https://www.telefonseelsorge.de/ https://www.projuventute.ch/de/eltern/familie-gesellschaft/selbstmord https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/gesundheitsprobleme-von-kindern/psychische-erkrankungen-bei-kindern-und-jugendlichen/suizidales-verhalten-bei-kindern-und-jugendlichen Leseempfehlungen zum Thema Neurologie: https://www.businessinsider.de/karriere/arbeitsleben/hirnforscher-erklaert-psycho-trick-positives-denken-2018-1/ https://www.focus.de/wissen/mensch/schlecht-drauf-schneller-psycho-trick-neurologe-verraet-wie-sie-ihr-gehirn-sofort-umprogrammieren_id_6541574.html Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  3. Claudia: Der falsche Vater auf der Geburtsurkunde
    25.05., 05:4501:04:15

    Zu Gast ist Claudia aus Wiesbaden, Mutter von Rita, die wir aus der Folge „Gefährliche Identitätskrise – Ritas Schwan“ kennen. Claudia hat eigentlich mehrere „Leichen im Keller“. Doch Drogensucht, Diebstahl und Prostitution bereiten ihr bis heute weniger Gewissensbisse als eine Urkundenfälschung. Denn auf der Geburtsurkunde ihrer Tochter steht der Name eines Kurzzeitlovers. Wer Ritas Vater wirklich ist, weiß sie nicht. Erst in der Therapie begreift sie, warum das heftige Konsequenzen für ihre Tochter haben kann. Vorher war sie nicht in der Lage, das zu sehen, denn ihre Situation war kompliziert. 1996 in München: Claudia ist etwa 30, obdachlos und extrem untergewichtig. Sie nimmt Heroin, Benzodiazepine und Kokain. Ihre Dealer sind gleichzeitig ihre Freier. Bei einer geplanten Inhaftierung erfährt sie, dass sie im 7. Monat schwanger ist. Sie heult vor Freude. Muss nicht ins Gefängnis und bekommt sofort Hilfe, wird substituiert – ein Wunder! Das nächste: Ihr Baby kommt gesund auf die Welt, muss allerdings als erstes einen Entzug machen und ist deswegen von Claudia getrennt. Sie bekommt derweil einen Therapieplatz, findet eine Wohnung und lernt für ihr Kind zu kochen und es richtig anzuziehen. Sie kann sich leider nicht erinnern, wer der Vater ihrer Tochter ist. Beim Amt gibt sie einfach den Namen ihres aktuellen Liebhabers an. Welche Folgen das auf das Leben ihrer Tochter hat und wie sich Lügen auswirken können, diskutiert sie mit Roman, Nina und Maximilian. Außerdem geht es um gute und schlechte Therapeuten und den Sinn oder Unsinn von absoluter Abstinenz. Die Vier sind sich sicher, dass die Ursachen einer Drogenkarriere nicht in einem schlechten Charakter gründen, sondern dass sehr viele Verletzungen und Leid dahinterstecken. Heute lebt Claudia engagiert für ihre Kinder, Arbeit und Ehrenamt. Sie wäre erleichtert, die Sache aus der Welt zu schaffen. Rita weiß davon und die Urkundenfälschung ist verjährt. Fehlt eigentlich nur noch der nächste Schritt. Schreibt uns unter gjh@swr3.de. akzept e.V. – Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik: https://www.akzept.eu/ JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Netzwerk für die Interessen und Bedürfnisse Drogen gebrauchender Menschen: https://www.jes-bundesverband.de/ DNA-Test zur Herkunftsanalyse: https://www.ancestry.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/ Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/

  4. Roman: Der total besoffene Autoklau
    18.05., 05:4500:47:01

    In dieser Folge wird viel gelacht, denn glücklicherweise ist in Romans Geschichte niemand gestorben. Dafür ist sie ein sagenhaftes Beispiel für jugendliche Dummheit. Gefahr bestand zweifellos und nacheinander treten sogar vier sprichwörtliche Leichen zu Tage. Roman ist mit Mitte 20, arbeitslos und ohne Perspektive und lebt bei seinen Großeltern in einem Kaff in Brandburg. Sein Opa ist leider auch kein Vorbild. Für nichts ist Geld da, aber Alkohol ist immer im Haus, Alkohol und Kippen. Eines Tages, der Opa, Romans Onkel und Kumpel Tomi sind auch da, fangen sie schon mittags zu saufen an, bis spät abends kein Tröpfchen mehr da ist. Alle gehen pennen, nur Roman und Tomi haben immer noch nicht genug. Die nächste Möglichkeit, an Bier zu kommen, ist die 18 Kilometer entfernte Autobahn-Tankstelle. Zu Fuß zu weit und beide haben weder Auto noch Führerschein. Doch da kommt Roman mit seinem betrunkenen Kopf eine Idee: Vor der Scheune parkt Opas Kombi! Sie müssen dem schlafenden Großvater nur noch die Autoschlüssel aus der Hose klauen… Die Spritztour glückt beinah und endet doch mit zwei Frustbieren. Natürlich ist Alkohol im Straßenverkehr das Thema, über das Maximilian, Nina und Roman reden müssen. Sie sind sich einig, dass Autofahren viel zu oft auf die leichte Schulter genommen wird und Drogen am Steuer nichts zu suchen haben. Die Gefährdung anderer und die Schuld, die man lebenslang tragen würde, wiegt zu schwer. Wie wichtig ist für die Fahrtüchtigkeit nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Verfassung? Sollte der Führerschein alle 10 Jahre erneuert werden, wenigstens ab dem 60. Lebensjahr? Romans Beichte soll ein Mahnmal sein, sich gegen Leichtsinn und für Konsumkompetenz und Verantwortung zu entscheiden. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Alkohol im Straßenverkehr: Promille & Folgen: https://www.kenn-dein-limit.info/recht-gesetz/alkohol-im-strassenverkehr-promillegrenzen-und-strafen/ Ein Leben ohne Alkohol - Mit Nathalie Stüben: https://oamn.jetzt Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  5. Gewalt erlebt und Angst vor der Anzeige?
    11.05., 05:4501:16:56

    Nach bewegenden Podcast-Folgen über Gewalt an Frauen hat sich eine mutige Polizistin gemeldet, um mit Nina, Roman und Maximilian über Probleme im System unserer Strafverfolgungs- und Justizbehörden zu sprechen. Ex-Hure Tara hatte nach einer Misshandlung durch einen Freier auf eine Anzeige verzichtet, weil sie als Sexarbeiterin keine Hilfe von der Polizei erwartete, sondern nur weitere Demütigungen. Nina zeigte einen Gewalttäter an und erlebte dann retraumatisierende Situationen bei Befragungen und Untersuchungen. Dazu bezieht Polizistin Simone Stellung. Die frühere Sozialpädagogin ist seit 26 Jahren Polizistin. Früher war sie in der Gewalt- und Drogenprävention an Schulen im Einsatz, heute ist sie im Bereich häusliche Gewalt bei der Polizei. Sie erzählt von ihrem besonderen Ausbildungsweg, von Grundsätzen und Schwierigkeiten im Polizeidienst. Deutlich wird, wie groß und berechtigt die Ängste von Geschädigten vor Bloßstellung sind, wie furchtbar das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Gemeinsam stellen die Vier klar, wie wichtig Empathie seitens der Beamten ist, wie nötig eine entsprechende Sensibilisierung und Schulung. Schwierig die Frage: Hat nach möglichen sexuellen Übergriffen das andere Geschlecht überhaupt etwas im Vernehmungsraum zu suchen? Trotz allem möchte Simone Frauen und Männern Mut machen, denen Unrecht und Gewalt angetan wurde. Sie zeigt auf, warum es sich lohnen kann, Anzeige zu erstatten und gibt Tipps, was man in einer solch schlimmen, hochemotionalen Situation am besten tun kann. Simone hat dazu beigetragen, eine systemische Leiche aus dem Keller unserer Gesellschaft sichtbar zu machen. Wir alle sind aufgerufen – Polizei, Bürger, Nachbarn – uns zu engagieren und Zivilcourage zu zeigen. Damit sich die Täter schämen müssen, und nicht die Opfer! Schreibt uns unter gjh@swr3.de ODABS: Online Datenbank für Betroffene von Straftaten https://www.odabs.org/index.html nora - Notruf-App | Die offizielle Notruf-App der Bundesländer https://www.nora-notruf.de/de-as/startseite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen https://www.hilfetelefon.de/ Hilfetelefon Gewalt an Männern https://www.maennerhilfetelefon.de/ Die NO-STALK-App des Weißen Rings https://nostalk.de/

  6. Nina: Selbstjustiz nach versuchtem Totschlag
    04.05., 05:4500:53:05

    Nina Workhard fällt es nicht leicht, diese Story zu erzählen. Zum einen, weil sie Opfer einer traumatisierenden Gewalttat wurde. Zum anderen, weil die Dreistigkeit des Täters und die Schwächen unseres Rechtssystems sie darüber rachsüchtig werden ließen. Doch ihr Fall von Selbstjustiz ist mittlerweile verjährt. Nina ist 21 und noch Auszubildende im Autohaus, als sie einen Mann kennenlernt, der im gleichen Fitnessstudio trainiert. Nach ein paar Treffen scheint es für sie nicht ganz zu passen und sie geht nach einem offenen Gespräch mit ihm ohne schlechtes Gefühl auseinander. Vier Tage später passt er Nina auf dem Parkplatz ab, bittet um 5 Minuten. Arglos steigt sie in sein Auto. Eine katastrophale Entscheidung, denn es folgen: Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, versuchter Totschlag! Durch das Reagieren von Zeugen kann Nina nach einer Stunde verletzt entkommen und erstattet Anzeige noch bevor sie ins Krankenhaus geht. Bei der folgenden Gerichtsverhandlung erfährt sie, dass der Kampfsportler schon 7-fach vorbestraft ist und die Tat sogar vereiteln wollte. Das Urteil, eine Haftstrafe, verschafft ihr Genugtuung. Doch der Mann geht in Revision. Die Justiz ist überlastet und Nina fühlt sich über Monate, Jahre in der Opferrolle gefangen. Beim 2. Urteil kommt der Täter mit einer Bewährungsstrafe davon. Und gibt bei den Ämtern vor, das Schmerzensgeld nicht zahlen zu können, während er mit neuem Auto im Internet protzt. Da reicht es Nina, sie will Vergeltung! Roman und Maximilian sind fassungslos. Nicht über Ninas Rachegelüste, sondern über die Schamlosigkeit und Selbstgerechtigkeit mancher Geschlechtsgenossen. Gemeinsam versuchen sie das Thema Gewalt an Frauen zu fassen und die Problematik der Opfer zu verstehen. Warum neigen Menschen dazu, Gewaltopfern eine Mitschuld zu unterstellen? Welcher Mechanismus in unserem Denken schlägt da fehl? Was muss sich in unserem Rechtssystem ändern, was muss die Polizei im Umgang mit Opfern ändern? Maximilian versucht zu ergründen: Wie verhält man sich bei einem gewalttätigen Übergriff? Auch er weiß sicher aus Erfahrung: Selbstjustiz ist nicht heilsam! Nina erkennt heute sofort, welche Sprüche auf toxische Männlichkeit hinweisen. Ihre Genugtuung über die Vergeltung hat sich falsch angefühlt. Doch sie konnte sich nach 7 Jahren selbst verzeihen und hat auch keinen Männerhass entwickelt. Nach diesem tiefen Gespräch ist ihre Leiche begraben. Schreibt uns unter gjh@swr3.de. Drogen-, Gewalt- und Kriminalprävention im gesamten deutschsprachigen Raum: https://www.sichtwaisen-ev.de/ Hilfe und Beratung bei Gewalt: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/hilfe-und-vernetzung/hilfe-und-beratung-bei-gewalt-80640 Hilfe bei häuslicher Gewalt: https://www.malteser.de/aware/hilfreich/richtig-verhalten-bei-haeuslicher-gewalt.html#c748847 Frauen gegen Gewalt e. V. Hilfe & Beratung: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/hilfsangebote.html Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  7. Sascha Heilig: Spielfrei leben trotz Spielsucht
    27.04., 05:4501:01:56

    Zum dritten Mal ist Sascha Heilig zu Gast. Zwei Podcast-Folgen über sein Leben mit Spielsucht haben nicht gereicht, um seine Emotionen frei zulassen, um die ganze Last an Leid, Schuld und Scham begreiflich zu machen und alle Fragen zu klären. Nach Saschas gefürchteter Gerichtsverhandlung, einer relativ glimpflichen Strafe und der gewaltigen sozialen Ächtung in seinem kleinen Wohnort klopft er vergeblich bei seinen Eltern an, um die Insolvenz für den Friseurladen seiner unschuldigen Frau abzuwenden. Er geht acht Wochen in stationäre Therapie, lernt viel über sich selbst und versucht angesichts eines unendlich scheinenden Schuldenberges wieder einen Lebenssinn zu finden. Er will alles wiedergutmachen. Sascha erklärt, warum sich eine stationäre Therapie für Spielsüchtige unbedingt lohnt und wieso das Bewusstmachen von Glaubenssätzen so wichtig ist. Roman will wissen: Ist ein Spielsüchtiger noch in der Lage Gesellschaftsspiele zu spielen? Und warum ist „Mensch ärgere dich nicht“ in der Therapie tabu und Boccia okay? Maximilian bleibt in Sachen Geldbetrug durch Vertrauenspersonen sehr streng mit Sascha. Gemeinsam diskutieren sie: Wie verhältnismäßig sind Haftstrafen? Hätte Sascha ins Gefängnis gehört? Wofür ist Gefängnis überhaupt gut? Und: Sind Casinobetreiber schlechte Menschen oder machen sie nur ihren Job? Was regelt der Glückspielstaatsvertrag und wo liegen seine Defizite? Sascha hat seine Bewährungszeit – nicht ohne Probleme – aber mit Erfolg abgeschlossen. Er hat einen Mentor gefunden, viel über Persönlichkeitsentwicklung gelernt und ist Unternehmer und Coach in Sachen Glücksspielsucht geworden. In Schulen klärt er über Handy- und Computerspielsucht auf. Jeden Tag klopft er sich von Neuem auf die Schulter, dass er spielfrei bleibt und kann seine Leiche endlich begraben. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Sascha Heilig: kostenloser Ratgeber https://www.sascha-heilig.com/ratgeber Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Glücksspielsucht: Was können Angehörige tun? https://www.check-dein-spiel.de/hilfe-fuer-angehoerige/was-koennen-angehoerige-tun/ Caritas – Fachstelle Glücksspielsucht www.glueckspielsucht.de Spielsucht: Das sind Symptome und so können Sie helfen (MDR) https://www.mdr.de/brisant/ratgeber/spielsucht-hilfe-therapie-104.html Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  8. Sascha Heilig: Rückfall in die Spielsucht
    20.04., 05:4501:23:16

    Ihr habt mitgelitten, als Sascha Heilig in Teil 1 ganz offen über seinen Einstieg in die Spielsucht erzählt hat. Damals nach seiner stationären Therapie fühlt er sich geheilt. Sascha macht etwas aus seinem Leben, sucht sich ein neues Umfeld, schließt eine Ausbildung im Hotelfach mit Bestnote ab, beginnt Schulden zurückzuzahlen und lernt eine Frau kennen. Dreieinhalb Jahre läuft alles gut. Doch dann kommt dieser eine Tag, der alles über den Haufen wirft. Sascha will nur kurz Mails checken, dann starrt er gebannt auf die blinkende Anzeige eines Online-Casinos. Er wird rückfällig und gewinnt an einem Nachmittag ungeheure 278.000 Euro. Im totalen Zwiespalt beichtet er seiner Frau den Rückfall, gibt ihr seine Bankkarte ab. Zusammen kaufen sie ein teures Auto, zahlen alle Schulden ab und planen einen Hauskauf. Doch im Geheimen fällt Sascha komplett in alte Muster zurück. Weil er sich keine professionelle Hilfe holt, wird aus dem sagenhaften Gewinn ein Minus von rund einer halben Million Euro! Es folgen ein Polizeieinsatz, Gerichtsverfahren und ein fieser Shitstorm. Roman, Maximilian und Nina sind von Saschas emotionaler Beichte berührt. Gemeinsam diskutieren sie über falsche Geld-Glaubenssätze, über unsere Konsumgesellschaft ohne Konsumkompetenz und die perfiden Methoden von Online-Casinos. Schwierig auch die Frage: Sind Angehörige mitschuldig? Weiß jemand ohne Suchterfahrung überhaupt, was zu tun ist? Wo finden Co-Abhängige Hilfe und Information? Wie wichtig ist Ablenkung, wenn ein Süchtiger getriggert wird? Sascha hat nicht nur Straftaten begangen, er hat die Existenz von Menschen aufs Spiel gesetzt, beste Freunde betrogen und seine Frau belogen. Dafür schämt er sich heute sehr, seine Gefühlslage ist heftig. Eine überfette Leiche im Keller, wie es Roman ausdrückt. Kann man damit Frieden schließen? Die Vier wollen es in einer 3. Folge zusammen mit Sascha versuchen. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Sascha Heilig: kostenloser Ratgeber https://www.sascha-heilig.com/ratgeber Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Glücksspielsucht: Was können Angehörige tun? https://www.check-dein-spiel.de/hilfe-fuer-angehoerige/was-koennen-angehoerige-tun/ Caritas – Fachstelle Glücksspielsucht www.glueckspielsucht.de Spielsucht: Das sind Symptome und so können Sie helfen (MDR) https://www.mdr.de/brisant/ratgeber/spielsucht-hilfe-therapie-104.html Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  9. Maximilian, der jugendliche Dealer
    13.04., 03:0000:52:29

    Bereits als Jugendlicher konsumierte Maximilian Pollux Cannabis. Um diesen Konsum zu finanzieren, rutschte er schnell in die Beschaffungskriminalität und begann zu dealen. Als er dann aber von seinem Dealer mit falschem Cannabis übers Ohr gehauen wurde, konnte er nichts weiterverkaufen und hatte vor allem selbst nichts zum Rauchen. Es musste also schnell Geld für den Drogenkauf her und Papas Geldbeutel lag wie immer an der gleichen Stelle in der Küche … Bis heute kratzt dieser Diebstahl an Max Selbstbild und widerspricht seinem Codex als Gangster. Aber woran halten sich Gangster und Kriminelle eigentlich? Und warum ist es so schlimm den eigenen Codex zu brechen? Gemeinsam mit Roman Lemke und Nina Workhard geht es darum, wie man der Beschaffungskriminalität entgegenwirken und den Geschäftssinn von Jugendlichen in andere Bahnen lenken kann. Unsere Podcast-Empfehlung: https://www.ardaudiothek.de/sendung/mafia-land-die-unglaubliche-geschichte-des-schwaebischen-pizzawirts-mario-l/12566577/ Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  10. Anna Zimt: Offene Beziehung statt heimlicher Betrug
    06.04., 05:4500:59:53

    Wie es ist, neben dem eigenen Mann noch weitere Liebesbeziehungen zu haben, berichtet in dieser Folge Podcasterin und Autorin Anna Zimt. Schon in der Schule ist Anna zeitgleich in zwei Jungs verliebt. Doch sie merkt, dass das nicht in das vorherrschende Gesellschaftsbild passt und verleugnet die Hälfte ihrer Gefühle. Mit 18 lernt sie ihren späteren Mann kennen, 9 Jahre lang führen sie eine monogame Beziehung, durchbrochen von kürzeren Trennungen durch Studium und Auslandsaufenthalte. Monate, in denen sich beide ausprobieren. Dann öffnen sie ihre Beziehung. Das bewahrt sie sehr wahrscheinlich vor sprichwörtlichen Leichen im Keller, bis heute. Zusammen mit Maximilian, Roman und Nina diskutiert sie, wie wichtig es ist, sich selber treu zu sein, miteinander offen zu reden, auch über ungewöhnliche Bedürfnisse. Wie kann eine offene Beziehung gelingen, welcher Typ muss man sein und wo müssen sich Paare justieren und abstimmen? Heißt Liebe wirklich Verzicht oder gibt es eine bessere, eine ehrlichere Definition? Einig sind sich die Vier, dass es unfair ist, nur Frauen eine laxe Moral vorzuwerfen, während Männer für viele Partnerinnen Beifall bekommen. Auch wenn sich die Mehrheit der Menschen mit Polyamorie schwer tut, Anna hat sich nichts vorzuwerfen. Sie bedauert höchstens, nicht schon früher auf ihre Bedürfnisse gehört und mehr geflirtet zu haben. 7 Prinzipien einer polyamoren Beziehung: https://www.couplecare.de/artikel/sieben-prinzipien-der-offenen-beziehung Orientierungshilfe Polyamorie und alternative Beziehungsformen: https://www.polyamorie.ch/ Deutsches Netzwerk PAN e.V. (Das Polyamore Netzwerk), Organisation von Poly-Treffen: http://www.polyamory.de/ too many tabs - der Podcast https://www.ardsounds.de/sendung/too-many-tabs-der-podcast/urn:ard:show:f9729e4506b88ae3/ Schreibt uns unter gjh@swr3.de. Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  11. Roman, der fiese Bundeswehr-Ausbilder
    30.03., 05:4500:49:58

    Roman Lemke hat diesmal eine Leiche aus dem Waffenkeller mitgebracht, eine Geschichte aus seiner Zeit im Luftwaffenausbildungsregiment bei der Bundeswehr. Als Stationsausbilder bringt er neu eingestellten Soldaten Gehorsam und militärische Ordnung bei. Er wird gehasst und genießt die Macht: Er brüllt die Rekruten beim Marschieren zusammen und schindet sie beim Frühsport, sein Spitzname: „Hauptgefreiter Ficker“! An einem Wintertag zieht er mit ihnen für eine Geländeübung in den Wald. Lässt sie vorher am Waffenlager antreten, gibt Manövermunition aus. In Gruppen üben sie taktisches Vorrücken, zwischendurch wärmt sich die Truppe durchnässt am Feuer. Weil am Ende des Tages noch Munition übrig ist und das lästigen Papierkram verursacht, befiehlt er seinen Leuten, die Platzpatronen ins Feuer zu werfen und nicht hinzuschauen. Es knallt, macht Spaß. Doch plötzlich schreit ein Mann schmerzerfüllt auf, hat etwas ins Auge bekommen. Roman bekommt Panik, schickt die Truppe mit Schweigebefehl zurück und bringt den Verletzten zur Sanitätsstaffel. Er bangt um das Augenlicht seines Schutzbefohlenen und versucht gleichzeitig seinen Fehler zu vertuschen. Doch da ist noch sein Kompaniechef, der ihn dran kriegen will... Maximilian und Nina fiebern mit. Zusammen diskutieren sie über Verantwortung, fehlende gesunde maskuline Vorbilder und bestrafte Ehrlichkeit. Wird man nur respektiert, wenn man gehasst wird? Warum hält eine Gruppe dicht – aus Loyalität, Angst oder Gruppenzwang? Wie verbreitet ist selbstgerechtes Verhalten beim Militär? Roman hat seine Lektion gelernt. Heute will er kein arrogantes Arschloch mehr sein und überhaupt keine Menschen verletzen. Die Erkenntnis, dass er am Ende das Richtige getan hat – wenn auch spät, hilft ihm, dass er die Scham darüber endlich begraben kann. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Hilfe in Notlagen – Ansprechpartner bei der Bundeswehr https://www.bundeswehr.de/de/betreuung-fuersorge/hilfe-in-notlagen Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  12. Hubertus Becker: Auftragsmord und Gewissensbisse
    23.03., 05:4501:09:26

    Zu Gast in dieser Folge ist der 71-jährige Hubertus Becker, ein ehemaliger Drogenschmuggler, Geldwäscher und Hehler, der dafür insgesamt 24 Jahre im Gefängnis saß und heute als Autor bekannt ist. Hubertus wächst im Hunsrück auf und will nach dem Abitur eigentlich Maschinenbau studieren. Doch Abenteuerlust und ein lukratives Angebot locken ihn nach Marokko. Mit großem Sprachtalent gesegnet, schmuggelt er von dort Haschisch, bald in immer größerem Stil. Er liebt das Risiko, die Reisen und das Geld. Lebt auf Ibiza und Bali. Er steigt in den Heroin- und Kokainhandel ein, verkehrt mit amerikanischen und chinesischen Banden, arbeitet nebenbei für den Playboy auf Hawai, jettet um die ganze Welt. Doch Hubertus ist nicht unbesiegbar: 1977 landet er in einem aufsehenerregenden Fall das erste Mal im Gefängnis. Er konsumiert seine Drogen auch selbst, von Heroin wird er abhängig. Mit einem neuen Kompagnon will er in Los Angeles Heroin verticken. Sie steigen im berühmten Beverly Hills Hotel ab. Durch Zufall belauscht Hubertus ein Telefonat und bekommt mit, dass der andere ihn betrügen und umlegen will. Es gelingt ihm ruhig zu bleiben, er kann entkommen. Doch er erfährt, dass der Typ sich hinterrücks über ihn lustig macht. Hubertus ist in seinem Stolz getroffen. Er, dem es immer gelang, Konflikte ohne Gewalt zu lösen, bezahlt nun einen Auftragsmörder. Zusammen mit ihm schleicht er sich zu dem Haus des Betrügers, die Pistole mit Schalldämpfer dabei. Da hören sie das Lachen eines Kindes... Maximilian, Nina und Roman lauschen gebannt. Sie wollen wissen: Was rät Hubertus Menschen, die ihre Ex-Partner am liebsten umbringen würden? Gemeinsam sprechen sie über Bandenkriminalität, falsch verstandene Ehre und Morde im Affekt. Hubertus hat diese Geschichte noch in keinem Buch erwähnt, sie hätte sein Leben schwer belasten können: Beinahe hätte er die Auslöschung einer ganzen Familie verantwortet. Heute schämt er sich dafür und ist froh, dass seine „Leiche im Keller“ nur eine fast-Leiche ist. Denn: Mit Wahrheit lebt es sich für ihn – den ehemaligen Kriminellen – heute besser. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  13. Nina, die Zuhälterin
    16.03., 05:4500:57:12

    Die neue Staffel von „Der Gangster, der Junkie und die Hure“ heißt: Leichen im Keller. Denn jeder von uns hat doch etwas zu verbergen. Welche schambehafteten oder schmutzigen Geheimnisse lasten auf unserem Gewissen, die nun endlich ans Licht kommen? Die Neue im Team, Nina Workhard, startet mit einer Geschichte aus dem Milieu. Es geht um Dennis. Er möchte der jungen Domina als Sklave dienen. Sein sehnlichster Wunsch ist, für sie anschaffen zu gehen. Dennis beginnt als Webcam-Sklave und dient sich hoch, darf Nina irgendwann sogar persönlich treffen. Sie bahnt für ihn Treffen mit Freiern an und schickt ihn schließlich auf den Strich. Sie genießt das Rollenspiel, doch damit liefert sie Dennis auch möglicher Gewalt durch Fremde aus. Mit Maximilian und Roman diskutiert sie über die Verantwortung für ihren Schützling, über mögliche Traumata und den Unterschied zwischen Zwangsprostitution und einem Rollenspiel als sexuellen Kick. Sie gibt Einblick in die Welt der Phantasien und Fetische: Warum zahlen Menschen Geld dafür, von anderen erniedrigt zu werden? Wie läuft so etwas ab? Welchen Unterschied gibt es zwischen Männern und Frauen, wenn es um kostenlosen Sex geht? Ninas „Leiche“ wird eindeutig begraben. Sie will nie wieder jemanden anschaffen schicken, wenn sie in ihrer Rolle als Zuhälterin den Schutz ihres Kunden nicht garantieren kann. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  14. Abschiedsbriefe an Tara – Das Special
    02.03., 03:0000:19:10

    Wir möchten Tara gebührend verabschieden und ihr wollt es auch: Ihr habt uns viele liebe Sprachnachrichten geschickt und Mails geschrieben – die Schönsten haben wir vertont. Zum Abschluss der 2. Staffel „Das Tier in uns“ schenken wir euch dieses Special. Nach einer kurzen Frühjahrspause geht es Mitte März mit einer neuen Staffel weiter. Danke, dass ihr dabei seid! Euer Der-Gangster,-der-Junkie-und-die-Hure-Team. Über den Verlust eines Freundes hinwegkommen: https://de.wikihow.com/%C3%9Cber-den-Verlust-eines-besten-Freundes-hinwegkommen Arten von Trauer verstehen: https://www.happiness.com/magazin/gesundheit/arten-von-trauer-verstehen/

  15. Das Leben nach der Sexarbeit – Taras Abschied
    23.02., 05:4500:37:45

    Sie hätte nie gedacht, dass es sowas Großes wird. Sie hätte nie geglaubt, dass sie der Seelenstriptease in diesem Podcast manchmal so aufwühlen würde. Tara Titan hat ihren früheren Job als Prostituierte nie verteufelt und nie verherrlicht. Das ist ihre Abschiedsfolge von „Der Gangster, der Junkie und die Hure“, das Finale der 2. Podcast-Staffel, nach insgesamt 69 Folgen seit Mai 2021. Ex-Gangster Maximilian Pollux und Ex-Junkie Roman Lemke arbeiten heute in der Gewalt- und Drogenprävention. Warum der Podcast für Ex-Hure Tara nicht gleichermaßen ihr Leben nach der Sexarbeit sein kann, erzählt sie in dieser Episode. Was hat sie persönlich zu diesem Schritt bewogen? Worauf kann sie wirklich stolz sein und was hat sie jetzt vor? Max, Roman und Tara resümieren über Top-Momente ihrer gemeinsamen Zeit, erstaunliche Erkenntnisse und Entwicklungen. Was bleibt ist Freundschaft, Dankbarkeit und die hohe Wahrscheinlichkeit sich wiederzusehen. Als Überraschung zum Schluss bewerben sich zwei bekannte deutsche Comedians mit einem Gangster-Junkie-Hure-Impro-Song für Taras Nachfolge. Wer es ins Auswahlverfahren geschafft hat, erfahrt ihr bald. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  16. Tauschgeschäft Sex – Tiere, die sich prostituieren
    16.02., 05:4500:49:34

    Pinguindamen die sich kaufen lassen, Maulwürfe mit Keuschheitsgürtel, Delphine beim Gangbang? Tara, Roman und Maximilian wollen alles über Sex im Tierreich wissen. Denn da gibt’s Hochzeitsgeschenkbetrüger und sogar Sexualkannibalismus. Gibt es Artübergreifenden Sex? Wer sind die Hippies und die Popstars unter den Tieren? Und wie machen es eigentlich die Igel? Vieles ist noch unerforscht. Doch unser wunderbarer Gast, der Biologe und Wissenschaftsjournalist Dr. Mario Ludwig bereichert uns um einige Anekdoten. Er erzählt, dass Clownfische, wie der berühmte Nemo, als Jungs auf die Welt kommen und sich später zu eierlegenden Weibchen entwickeln können. Andere Tiere wechseln ihr Geschlecht bis zu sechs Mal am Tag. Treue ist in der Tierwelt selten und weil zu 90 Prozent Damenwahl besteht, müssen sich die Männchen mächtig ins Zeug legen, um bei den Weibchen zu punkten. Sie versuchen es mit Geschenken, Gesang, Tanz, Schönheit oder Machtdemonstrationen. Ähnlich wie bei Menschen spielen Imponiergehabe, Tauschgeschäfte und Hausbau eine große Rolle. Also eigentlich alles so wie bei den Menschen – und doch auch ein bisschen anders. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  17. Weg aus der Spielsucht – Saschas Löwe
    09.02., 05:4501:04:23

    Die zweite live aufgezeichnete Folge vom SWR Podcast-Festival am 13.1.23 in Mannheim ist mit der Festivalbesetzung Nina Workhard, Maximilian Pollux und Roman Lemke am Start. Zu Gast auf der Bühne ist außerdem Sascha, 36 Jahre alt, Unternehmer und Coach in Sachen Glücksspielsucht. Wie kaum ein anderer kennt er sich damit aus, war 13 Jahre gefangen im Sog von Sucht und Beschaffungskriminalität. Sein Tier ist der Löwe, weil er für ihn Stärke, Durchhaltevermögen und hohes Selbstbewusstsein symbolisiert. Sascha wächst in Schildgen bei Bergisch Gladbach auf, Mutter und Vater Akademiker, sehr leistungsorientiert und streng. Deshalb verlässt er mit 18 das Elternhaus und beginnt eine Ausbildung als Krankenpfleger. Nach 2 Monaten auf der Krebsstation gibt er auf, fängt an zu jobben und schafft es in einer Kölner Diskothek bis zur Serviceleitung. Weil er keinen Führerschein hat, muss er nachts oft einige Stunden überbrücken, um mit dem Zug nach Hause zu kommen. Er setzt sich in ein Tag-und-Nacht-Cafe und beobachtet einen alten Mann, der auf einen Spielautomaten einprügelt und plötzlich jubelt. Aus Langeweile steckt er später selbst 2 Euro in den Automaten und drückt wahllos ein paar Knöpfe. Er gewinnt 700 Euro, einen ganzen Monatslohn! So der Anfang von Saschas erster Karriere als Spieler, die ihn bis an den Rand des Ruins bringt. Er verliert alles, was ihm vorher wichtig war: Freunde, Arbeitsplatz, sich selbst. Dass er ein Problem hat, kapiert er erst, als die Polizei seine Wohnung durchsucht. Mit Nina, Roman und Max spricht er offen über den Druck aus dem Elternhaus, Lügen und massenhaften Geldbetrug. Warum ist eine Therapie ein Muss? Wie läuft eine stationäre Therapie für Spielsüchtige ab? Warum sind Spielsüchtige die besten Schauspieler und Lügner und trotzdem keine bösen Menschen? Sascha hat viel zu erzählen und beantwortet mutige Fragen aus dem Publikum. Über seinen Rückfall und seine Online-Casino-Phase wird er in einer weiteren Podcast-Folge berichten. Der Löwe brüllt weiter. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Sascha Heilig: kostenloser Ratgeber zu Spielsucht: https://www.sascha-heilig.com/ratgeber Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Glücksspielsucht: Was können Angehörige tun? https://www.check-dein-spiel.de/hilfe-fuer-angehoerige/was-koennen-angehoerige-tun/ Caritas – Fachstelle Glücksspielsucht: www.glueckspielsucht.de Spielsucht: Das sind Symptome und so können Sie helfen (MDR) https://www.mdr.de/brisant/ratgeber/spielsucht-hilfe-therapie-104.html Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  18. Der loyalste beste Freund – Ninas Wolf
    02.02., 05:4500:38:08

    Das ist die erste live aufgenommene Folge vom SWR Podcast-Festival am 13.1.23 aus der alten Feuerwache in Mannheim. Da Tara anonym bleiben möchte, ist Domina Nina Workhard zu Gast auf der Bühne zusammen mit Maximilian Pollux und Roman Lemke. Nina hat als Tier den Wolf mitgebracht. Für sie stehen die Vorfahren unserer Hunde für Loyalität, Freiheit und für ein Rudel – eine geschlossene Gruppe. Ihre Geschichte handelt von echter Freundschaft und ihrem bisherigen Doppelleben als Domina. Nur wenige Menschen im engsten Kreis wussten bisher von ihrem Beruf im Rotlichtmilieu, so wie ihr bester Freund Fratello. Eines Tages will er Nina seine neue Freundin vorstellen. Sie verabreden sich, Fratellos Schwester will auch kommen, er selbst kann erst später. So trifft sich Nina in lockerer Runde mit den beiden Frauen, ohne zu wissen, ob beide die Wahrheit über ihren Job kennen. Bald kommt die fast unvermeidliche Frage: Was machst du eigentlich beruflich? Nina, die darauf bisher immer schwammig geantwortet hat, entscheidet sich, mit dem Lügen aufzuhören und sagt: „Ich bin Domina!“ Erst Lachen, Stille, dann tausend Fragen. Die Mädels sind gut drauf und die neue Freundin hat die aufgekratzte Idee, Fratello reinzulegen. Nina soll Fratellos Schwester einen Job im Domina-Umfeld anbieten und die Freundin will dazu einen Ausraster inszenieren. Wie unerwartet großartig Fratello auf diesen schlechten Scherz reagiert, beschäftigt Nina noch am nächsten Tag. Auch Roman und Maximilian versetzen sich in die Situation. Was macht ein Doppelleben mit Freundschaften? Wem kann man sich anvertrauen? Wieviele echte Freunde kann man haben? Wie kann sich ein Outing auswirken? Ninas Wolfsrudel hat sich als stabil erwiesen. Sie findet es unbezahlbar, jemanden wie Fratello als Freund zu haben – jemanden, der Freundschaft über alles stellt. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  19. Sekundenschlaf oder Drogen am Steuer? – Romans Nachtfalter
    26.01., 05:4500:42:14

    Nachtfalter sind nachtaktive Schmetterlinge, meistens unscheinbar gefärbt. Romans Nachtfalter heißt Rado und kommt aus Rumänien. Rado lebt mit seinem kleinen Bruder, der alleinerziehenden Mutter und dem pflegebedürftigen Opa in einfachsten Verhältnissen. Mit 17 hängen Roman und sein Kumpel Locke viel in Rados kleinem Zimmer ab, hören zusammen Techno, schmeißen Ecstasy und rauchen Bong. Rado muss sich oft um Bruder und Opa kümmern, ist der Verantwortungsvollste von den drei Jungs. Schon mit 18 macht er den Führerschein. Eines Morgens macht eine erschreckende Nachricht die Runde – Rado ist tot! Ist nach dem Feiern mit dem Auto gegen einen Baum geknallt. Offizielle Todesursache: Sekundenschlaf. Eine Diagnose, die Roman heute bezweifelt. Damals ballern er und Locke die unangenehmen Gefühle sofort mit Cannabis weg. Zu Rados Beerdigung schleppen sich die beiden mit Mühe. Als beste Freunde lädt sie Rados Mutter zum rumänischen Leichenschmaus ein, der überraschend fröhlich gefeiert wird. Maximilian und Tara sind betroffen, sprechen über verantwortungsloses Verhalten im Straßenverkehr und den schwierigen Umgang, den die meisten Menschen mit dem Sterben haben. Müssten wir in der Schule mehr über den Tod lernen? Wann ist es sinnvoll, eine tote Person noch einmal zu sehen? Warum ist es so wichtig, ein Testament und eine Patientenverfügung zu machen? Roman, Maximilian und Tara erzählen, wie sie sich ihre Beerdigung vorstellen und hoffen, dass die Leute gute Geschichten über sie zu erzählen haben. So wie Roman über Rado, denn: Nachtfalter leben nicht lange. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  20. Ängste und Panikattacken – Susannes Vogel im Käfig
    19.01., 05:4500:51:52

    Zu Gast in dieser Folge ist die 28-jährige Susanne, eine erfolgreiche Bankerin und Fitnesstrainerin. Als Tier hat sie einen Vogel im Käfig mitgebracht. Der verrückte, abenteuerlustige Vogel steht für sie selbst und der Käfig für eine Angststörung, die sich vor ein paar Jahren unbemerkt in ihr Leben schleicht und ihr irgendwann jegliche Freude raubt. Schon mit 20 macht sie sich immer viele Gedanken, ist auf einmal weniger spontan als ihre Freunde. An eine psychische Störung denkt da niemand. Susanne glaubt, Vorsicht und Sorgen gehören einfach zu ihrem Charakter. Doch sie wacht nachts immer öfter auf, kann denn Stresslevel nicht mehr runterpegeln, funktioniert im Job aber zuverlässig weiter. Dann bekommt sie Bauchschmerzen und Kreislaufprobleme, ist zunehmend erschöpft, vermeidet Aktivitäten, die anderen Spaß machen. Und entwickelt eine unheimliche Angst, geliebte Menschen zu verlieren, fürchtet permanent, dass etwas Schlimmes passiert. Nach einer Panik-Attacke schickt sie ihr Freund zum Arzt. Mit Tara, Maximilian und Roman spricht sie über Overthinking, Belastungsgrenzen und Verlustängste. Warum Angststörungen oft mit Depressionen verbunden sind und dass Menschen, um Ängste zu vermeiden, oft Zwänge entwickeln. Susanne berichtet, warum es so lange dauerte, bis sie erkannte, dass sie eine psychische Erkrankung hat, wie unerwartet gut ihr Psychotherapie und ein Medikament geholfen haben und wie wichtig ihr Umfeld dafür war. Mittlerweile wagt ihr Vogel wieder frei zu fliegen, die Gitterstäbe des Käfigs gehen immer weiter auseinander. Susanne kann wieder Pläne machen und ihr Leben genießen. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

Was passiert, wenn eine Domina, eine Sexualtherapeutin und ein Psychiater gemeinsam über Beziehungen, Sexualität und mentale Gesundheit sprechen? In „Rotlichttherapie“ sprechen Nina Workhard, Dr. med. Pablo Hagemeyer und Dr. Meriam Axtmann über die großen Fragen rund um Liebe, Sexualität und mentale Gesundheit. Wie entstehen Beziehungen? Warum sehnen wir uns nach Nähe? Und was verraten unsere unausgesprochenen Wünsche und Vorlieben über uns selbst? Persönliche Geschichten treffen auf psychologische und therapeutische Einordnung: offen, fundiert und ohne Tabus. Denn egal ob im Rotlicht, in der Therapie oder im Alltag: Die Geschichten sind oft dieselben. „Rotlichtherapie“ ist ein Podcast von SWR3. Schickt uns Feedback oder schnepfige Grüße an: rotlicht@swr3.de +++ Nicht nur hören, sondern auch sehen! Den Podcast gibt es auch als Video +++