Podcast

Rotlichttherapie

SWR3, Nina Workhard

Society & Culture · True Crime

205 Episoden · neueste 13.10.

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Episoden

205
  1. Berufsschullehrer Till: So stärkt er das Selbstwertgefühl seiner Schüler
    02.11., 05:4501:08:38

    Immer wenn wir im Podcast über Schulthemen sprechen, wünscht ihr euch per Mail auch mal positive Beispiele. Darum haben wir Till Weinert eingeladen. Er ist Berufsschullehrer aus Leidenschaft. Und hat mit seinem Kollegen eine Schülerfirma gegründet, die den Lernstoff auf andere Art anpackt: Die Schüler führen selbständig eine Schul-Cafeteria. Als Lehrer möchte Till jungen Erwachsenen Mut machen, die genauso lost sind, wie er früher. Seine „Leiche“ ist sein Selbstwertgefühl, das ziemlich im Keller ist, als er heranwächst. Als Scheidungskind ohne Geschwister sehnt sich Till stark nach Zusammengehörigkeit. Und raucht mit 14 schon Gras. Nach einer harten Kochlehre in einer Sterneküche, zieht er mit 18 zu Hause aus und stürzt sich ins Partyleben. Dort erlebt er das erste Mal Zuneigung und hat nach zwei Jahren Techno-Exzess beträchtliche Geldschulden. Wie er da raus kommt, sein Abi nachholt, eine Familie aufbaut, ein Jahr seines Lebens beim Onlinespielen verzockt, einen Nervenzusammenbruch erleidet und schließlich seine Berufung findet, darüber spricht er in dieser Folge ganz offen. Nina, Maximilian und Roman interessieren die heftigen Bedingungen in Gastronomiebetrieben. Was hat Till selbst aus seiner Ausbildung mitnehmen können? Was brauchen Jugendliche, die schon oft gescheitert sind, besonders? Warum sind Lehrer mit einem echten Vorleben oft respektabler? Till weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Zuhören, Vertrauen und Verantwortung sind, um Selbstwertgefühl zu entwickeln. Trotzdem rennt er selbst auch „immer mal wieder in das Zimmer, in dem seine Leiche aufgebahrt ist“. Aber er bleibt nicht mehr tagelang dort und nimmt viel mehr das mit, was richtig gut läuft. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/

  2. Valentina: erfülltes Leben trotz chronischer Schmerzen
    26.10., 05:4501:00:10

    Zu Gast ist Valentina, eine energiegeladene, freudestrahlende Künstlerin aus Berlin. Man sieht ihr nicht an, dass sie jeden Tag Schmerzen aushält. Sie hat die chronische Schmerzerkrankung Fibromyalgie. Was das mit ihr macht und wie sie es schafft, damit umzugehen, erzählt sie in dieser Folge. Ihre sogenannte Leiche im Keller liegt bei ihren Eltern. Deren Erwartungen entspricht Valentina – unverheiratet, tätowiert und ohne „ordentlichen Job“ – in keiner Weise. Weder mit dem narzisstischen Vater noch mit der eigentlich süßen Mama ist eine offen-ehrliche und wertschätzende Kommunikation möglich. Valentina wird 1989 in eine katholische, italienische Großfamilie hineingeboren. Das ADS-Kind erlebt viel Müll: Trennung der Eltern mit 13, Rassismus, Mobbing und häusliche Gewalt. Als rebellische Jugendliche lebt sie eine Zeit lang auf der Straße und auch im Heim. Doch sie findet ihren Weg, geht in die Eigenverantwortung. Bei allen Herausforderungen hat sie diese fiesen körperlichen Schmerzen, ist immer müde. Es braucht drei Jahre, bis sie eine Diagnose dafür bekommt. Doch Valentina lehnt die Opferrolle bewusst ab und zeigt nach außen nicht, wenn es ihr schlecht geht. Wie geht das? Maximilian, Nina und Roman sind beeindruckt. Zusammen sprechen sie über Glaubenssätze, ungerechtfertigte Ansprüche von Eltern und Valentinas humorvolle, kreative Strategie. Welche Praxistipps hat sie, sich zu befreien? Zum belastenden Problem im Keller: Valentina möchte keinen radikalen Trennstrich zu ihren Eltern ziehen und wird wohl noch eine Weile weiterleben „mit denen, wie mit Zombies“. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Fibromyalgie beim Bundesministerium für Gesundheit: https://gesund.bund.de/fibromyalgie#haeufigkeit Fibromyalgie-Syndrom (FMS) – Welche Symptome vorkommen und wie es behandelt wird: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/wissen/krankheiten-a-z/fibromyalgie-1141670 Fibromyalgie-Syndrom bei der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.: https://www.schmerzgesellschaft.de/topnavi/patienteninformationen/schmerzerkrankungen/fibromyalgie-syndrom

  3. Tom: ein Kartenhaus aus Lügen
    19.10., 03:0001:19:06

    Tom lernt zwei Sachen sehr früh. Erstens: Mit Geld kannst du was bewegen. Und zweitens: Er entdeckt sein Talent, andere Leute so zu bequatschen, dass sie tun, was er möchte. Mit dieser Fähigkeit biegt er sich ein paar Regeln einfach so zurecht, dass er das bekommt, worauf er Lust hat – bis er es eines Tages zu weit treibt. Als 18-Jähriger strebt er eine Position bei der Bundeswehr in Kanada an. Das Problem: Für die Stelle braucht man Gastronomie-Erfahrung – die hat Tom nicht. Als ihm ein Freund, einen gefälschten Nachweis über seine angebliche Erfahrung in diesem Bereich ausstellt, erhält er die Zusage für die Stelle. In Kanada erschleicht er sich durch sein Manipulationsgeschick eine vielversprechende Position in einem Gastrobetrieb der Bundeswehr. Der Betrieb benötigt ein neues Kassensystem. Tom will sich darum kümmern - er erhält für die Umsetzung des Projekts 35.000 Euro. So weit, so gut. Da wäre nur ein Problem: Das Kassensystem existiert gar nicht und auch die Kohle ist bereits nach kurzer Zeit weg – Tom investiert das Geld lieber in wilde Party-Nächte. Doch die Militärführung wird schließlich stutzig. Tom wird klar: Langsam muss er sich etwas einfallen lassen... Ob und wie er sich aus dieser heiklen Situation herausmanövrieren konnte, hört ihr in dieser Folge. Schreibt uns unter gjh@swr3.de

  4. Jason Steel: vom prügelnden Jugendlichen zum Pornostar
    12.10., 05:4501:21:29

    Mag sein, dass ein Pornodarsteller von vielen vorschnell in eine Schublade gesteckt wird. Doch unser Gast Jason Steel hat mehr zu bieten: Er hat ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium, produziert Drehs auf der halben Welt, ist charmant und abenteuerlustig. Seine „Leiche im Keller“ ist Gewalt – in seiner Jugend ein durchgehendes Thema. Jason wird als Jerome 1982 in Ostberlin geboren und schon als Kleinkind Opfer von Schlägen. Eine 30 cm lange Narbe am Bauch zeugt davon. Er wird nach der Wende ohne Vater groß. Und obwohl er gut in Mathe und Geschichte ist, Karate und Fußball trainiert, fühlt er sich bei den Ausgestoßenen und Abgestürzten auf der Straße am wohlsten. Er schlägt sich mit älteren Jungs und spielt selbst Polizei, mit den Fäusten. Er fährt früh auf Mädels ab, bricht das Gymnasium ab, fliegt mit 13 das erste Mal zu Hause raus und geht mit 17 endgültig. Als er 18 ist, wird er zufällig gefragt, ob er Lust hat, in einem Porno mitzumachen. Und merkt: Hey, das ist genau mein Ding! Sex hilft ihm Stress und Druck abzubauen. Maximilian, Nina und Roman löchern ihn mit Fragen: Mit wie vielen Frauen hat Jason geschlafen? Empfindet er bei privatem Sex noch etwas? Kommen Partnerinnen mit seinem Job zu recht? Jason gibt einen unterhaltsamen Einblick in die Branche und diskutiert mit den Dreien über das falsche Bild von Sex, dass bei Jugendlichen durch Pornokonsum entstehen kann. Seine Neigung zu Gewalt wurde durch Sex ersetzt, sagt er heute. Die Schläger-Leiche hat sich zu einem Straßenkavalier mit F*mentalität gewandelt. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen https://www.hilfetelefon.de/ Hilfetelefon Gewalt an Männern https://www.maennerhilfetelefon.de/

  5. Toni und Nemanja: dissoziative Identitätsstörung
    05.10., 05:4501:05:14

    Zu Gast ist die 22-jährige Toni und später auch eine weitere Persönlichkeit, mit der sich Toni ihren Körper teilt: der männliche Nemanja. Bei Toni wurde eine dissoziative Identitätsstörung diagnostiziert, früher bekannt als multiple Persönlichkeitsstörung. Diese wird zu 90 Prozent durch entsetzliche lebensbedrohliche Erlebnisse in der Kindheit verursacht. Toni studiert Lehramt. Und lebt mit acht weiteren Persönlichkeitsanteilen wie in einer Art Körper-WG. Sie hat keine bis wenig Kontrolle darüber, welches System-Mitglied als nächstes das Ruder übernimmt. Toni kümmert sich um Arbeit und Uni, Mika kauft Alkohol, Nemanja verträgt ihn nicht und schüttet ihn weg. Bis auf enge Freunde weiß von der Diagnose niemand. Aus Angst vor Vorurteilen und Ablehnung ist das Tonis Leiche im Keller. Doch sie möchte Berührungsängste abbauen und gibt uns anonym Einblick in ihre komplizierte Welt. Nina, Maximilian und Roman dürfen alles fragen: Ist Toni ein Hauptcharakter? Wie fühlt sich eine Dissoziation – also eine Abspaltung – an? Welche Wege der Kommunikation gibt es zwischen den Persönlichkeiten? Wann fällt die Störung im Alltag auf und wie versuchen es Betroffene zu verstecken? Welche Probleme gibt es bei Freundschaften, mit Essensvorlieben, Sex und Drogen? Toni und Nemanja haben keinen Kontakt mehr zu dem missbräuchlichen Elternhaus, aber sie kennen den Verantwortlichen ihres Traumas bis heute nicht. Ihr Geheimhaltungsleiche wird nicht begraben und das ist gut so. Sie versuchen, für Verständnis zu werben und ein Thema zu erklären, was wirklich schwer nachzuvollziehen ist, dass jemand sagt: „Ich bin Viele!“ Schreibt uns unter gjh@swr3.de Trauma & Dissoziation: https://vielfalt-info.de/index.php/viele-sein/trauma-dissoziation Ursachen, Symptome, Diagnose, Behandlung einer dissoziativen Identitätsstörung https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/psychische-gesundheitsst%C3%B6rungen/dissoziative-st%C3%B6rungen/dissoziative-identit%C3%A4tsst%C3%B6rung Informationen für Helfende und Betroffene: Dissoziative Identitätsstrukturen: https://wissen-schafft-hilfe.org/informationen-fuer-alle/dissoziative-identitaetsstrukturen Mehr zum Thema Gewalt gegen Kinder auf SWR3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  6. Max: Dem besten Kumpel die Freundin ausgespannt
    28.09., 05:4500:50:24

    Guten Freunden nimmt man nichts weg, schon gar nicht die Freundin. Das stand für Maximilian Pollux schon immer fest und dennoch hat er es getan. Was diese emotionale Leiche in seinem Keller mit ihm gemacht hat, erzählt er in dieser Folge. Als 13-Jähriger hängt Max viel mit dem 16-jährigen Bo ab. Der Typ ist ein Riese, spielt American Football und kommt aus einem kaputten Elternhaus – ein brutaler Kerl mit Hang zum Lügen. Bo mag Max, weil der dauernd Ärger macht. Und Max genießt seinen Schutz. Jeder kennt Bo, keiner mag ihn, aber er hat eine hübsche, jüngere Freundin: Dani, die aus ähnlich prekären Verhältnissen stammt. Als Bo für 6 Wochen in die USA geht, verliebt sich der frühreife Max in sie und die beiden werden ein Paar. Von da an fürchtet Max, dass Bo ihn nach seiner Rückkehr umbringt. Doch es geschieht etwas Unerwartetes. Zusammen mit Roman und Nina sprechen sie über über zwanghaftes Lügen, Dynamiken in Missbrauchsfamilien und coole Eltern von Teenagern. Maximilian kann seine Gewissensleiche heute begraben, weil er im Leben beide Perspektiven kennengelernt hat und dadurch heute anderen helfen kann. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  7. Susanna: Prügel schon im Mutterleib
    21.09., 05:4501:14:56

    Zu Gast ist die 30-jährige Susanna, eine unglaublich positive Frau, obwohl sie nicht nur eine Leiche, sondern ein ganzes Krematorium im Keller hat. Angefangen mit einem gewalttätigen Vater, der ihrer Mutter in den Bauch tritt, als sie mit ihr schwanger ist. Der die 6-jährige Tochter Waffen zerlegen lässt, sie nach jahrelanger Bedrohung ihrer Mutter beinahe entführt und sie 12-jährig am Hals aus dem Fenster hält. Trotzdem hat sie ihren Vater lieb. Dazu kommen viele Umzüge, die ADS-Diagnose und zwei gescheiterte Ausbildungen, eine weil ihr Ex-Freund sie und ihre Mutter in den finanziellen Ruin stürzt. Maximilian, Roman und Nina können es kaum fassen. Hätte Susannas Mutter ihrem Kind den Kontakt zum Vater verbieten müssen, um sie zu schützen? Was hat sie gerettet und was gibt sie Menschen mit auf dem Weg, die vielleicht gerade mit ihrem Leben hadern? Susanna schwört auf Wertschätzung und Durchhaltevermögen, nimmt die Asche aus ihrem Leichenkeller und pflanzt symbolisch Blumen darauf, damit etwas Schönes daraus erwächst. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Die 7 Säulen der Resilienz: https://www.mach-dich-unkaputtbar.de/ueber-resilienz/resilienz-saeulen Mehr zum Thema Gewalt gegen Kinder auf SWR3.de nora - Notruf-App | Die offizielle Notruf-App der Bundesländer https://www.nora-notruf.de/de-as/startseite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen https://www.hilfetelefon.de/ Hilfetelefon Gewalt an Männern https://www.maennerhilfetelefon.de/ Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  8. Sick: Suchtprävention durch „Schocktherapie”
    14.09., 05:4500:54:55

    Trigger-Warnung: Gewalt, Blut, Drogenkonsum. Zu Gast ist Sick. Auf seinem Youtube-Kanal „zqnce“ erzählt der Ex-Junkie schonungslos offen und ehrlich über sein Leben, das von Kriminalität, Gewalt und Drogenproblemen geprägt war. 2015 erhielt er für das Format „Shore, Stein, Papier“ den Grimme Online Award für außerordentliche journalistische Leistung. In dieser Podcast-Folge erzählt Sick von seiner Vergangenheit als Junkie und Dealer – und gräbt eine „Leiche” aus längst vergangenen Tagen aus: Während seiner Zeit als Dealer arbeitet sein Kumpel Eisi für ihn als Fahrer. Sick konsumiert zu diesem Zeitpunkt auch selbst – Eisi möchte das auch, um dazuzugehören. Um zu verhindern, dass Eisi selbst beginnt, Drogen zu konsumieren, greift Sick zu einem brutalen Mittel: Er zwingt Eisi, dabei zuzusehen, wie er sich gemeinsam mit einem Kumpel stundenlang vor ihm Stiche setzt. Die „Schocktherapie” ist zwar erfolgreich, aber zu welchem Preis? Wie die Geschichte weitergeht und wie Sick heute zu dem Vorfall steht, hört ihr im Podcast. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Youtube-Kanal „zqnce”: https://www.youtube.com/@zqnce Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  9. Céline: Coach für Sex, Selbstliebe und Masturbation
    07.09., 05:4501:11:09

    Heute geht es ganz offen um das Thema Sex – vor allem um den weiblichen Orgasmus. Bodysex-Coach Céline, die in der letzten Folge berichtete, wie sie nach einer Lebenskrise zu ihrer Berufung fand, ist noch einmal zu Gast, räumt mit Sex-Mythen auf und lässt uns an ihrem Erfahrungsschatz teilhaben. In ihren Workshops und Retreats vermittelt Céline Manon ihren Teilnehmerinnen das ABC der weiblichen Lust, hilft ihnen zu erkennen, wie schön ihr Körper ist und wie sie endlich entspannt zum Orgasmus kommen. Auch hier startet sie mit einer kleinen Aufklärungsrunde. Warum finden Mädchen schwerer als Jungen zu einer liebevollen Beziehung zu ihrem Körper und ihren Sexualorganen? Welche Rolle spielt der Druck, perfekt sein zu wollen? Wieso sind Schönheitsoperationen an den Vulvalippen für Céline die letzte Option für sexuelles Selbstbewusstsein? Warum denken manche Frauen beim Sex an Einkaufslisten und ist das schlimm? Mit Maximilian, Roman und Nina diskutiert sie über Scham als eines der schlimmsten Gefühle, Stimulanzien und Performance-Druck. Warum nutzen Männer Masturbation viel selbstverständlicher zum Abbau von Spannungen als Frauen, sind manchmal regelrecht fixiert darauf? Geht es auch anders und funktioniert ein Orgasmus sogar ohne Körperkontakt? Céline arbeitet dafür, Tabus und Scham vollständig zu begraben, sie würde für sexuelle Gleichberechtigung sogar auf die Straße gehen. Sex ist keine Leiche, sondern Teil unseres menschlichen Seins und sollte für alle Menschen eigentlich das Normalste der Welt sein. Schreibt uns unter gjh@swr3.de. Der Ursprung des weiblichen Orgasmus: https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/der-ursprung-des-weiblichen-orgasmus/ Infos zu Poppers: https://www.ptaheute.de/serien/vorsicht-missbrauch/poppers-die-schnueffeldroge Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/

  10. Céline: Stille Geburt
    31.08., 03:0001:03:52

    Trigger-Warnung: In dieser Folge geht es um eine „Fehlgeburt“, auch stille Geburt oder kleine Geburt genannt. Heute arbeitet Céline Manon als Sexcoach, betreibt sexuelle Aufklärung und steht mit beiden Beinen mitten im Leben. Doch das war nicht immer so: Sie hat eine harte Schulzeit mit vielen Umzügen und Mobbing hinter sich, hinzu kam eine diagnostizierte emotional-instabile Persönlichkeitsstörung, besser bekannt als Borderline, die schließlich auch zu selbstverletzendem Verhalten führt. In jungen Jahren kommt sie mit ihrem Partner zusammen und wird mit 21 plötzlich ungewollt schwanger. Das nimmt sie zum Anlass endlich an ihrer psychischen Gesundheit zu arbeiten und sich selbst in eine Tagesklinik einzuweisen. Während sie sich selbst noch unsicher ist, ob sie überhaupt Kinder haben möchte, kommt es zu einer „Fehlgeburt”. Von ärztlicher Seite bekommt sie keine emotionale Unterstützung und da sie Angst hat, ihrem Partner davon zu erzählen, steht sie die Geburt ganz alleine, nur mit ihrem Hund, durch. Am Ende bleibt die Frage, ob die eigenen Zweifel Schuld an allem gewesen sein könnten. Gemeinsam mit Nina, Max und Roman geht es darum, warum man mehr über dieses weit verbreitete Tabu-Thema sprechen sollte und warum Celine den Begriff „Fehlgeburt” schrecklich findet und „stille Geburt” oder „kleine Geburt” viel passender sind. Schreibt uns unter gjh@swr3.de. Mehr Infos zu Fehlgeburten: https://www.swr3.de/aktuell/service/fehlgeburt-kein-tabu-100.html Infos zum Thema Borderline: https://borderline-plattform.de/borderline/ Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/

  11. Nina: Was tun, wenn ich weiß, dass mein Kumpel fremdgeht?
    17.08., 03:0000:34:42

    Würdest du etwas sagen, wenn du weißt, dass dein Freund seine Partnerin betrügt? Und schlimmer noch: Wenn er oder sie dich in das Geheimnis einweiht und dich so zum Komplizen macht? Genau das ist Nina Workhard passiert und liegt ihr seit mehr als zehn Jahren schwer auf dem Herzen. In dieser Podcast-Folge holt Nina ihre Leiche aus dem Keller – aber ist es wirklich IHRE Leiche? Als Ninas Kumpel Carlos eine Fernbeziehung über Landesgrenzen hinweg mit Camilla beginnt, ist Nina skeptisch: Während Camilla denkt, sie und Carlos führen eine monogame Beziehung, leiht sich dieser hinter ihrem Rücken Ninas Auto, um sich mit seiner Affäre zu treffen. Nina findet das nicht gut, aber behält Carlos Geheimnis aus Loyalität ihrem Freund gegenüber für sich. Doch dann heiraten die beiden und auf einmal wird auch Camilla Teil von Ninas Leben. Plötzlich heißt Loyalität einem Freund gegenüber, eine andere Freundin zu hintergehen. Wie Nina mit diesem Loyalitätskonflikt umgegangen ist und wie die Geschichte weitergeht, erzählt sie Max und Roman in dieser Podcast-Folge. Wird Nina die Leiche endgültig begraben können? Wie hättet ihr in dieser Situation reagiert? Schreibt uns unter gjh@swr3.de

  12. Karriere-Coach Bernd: Wie schlimm sind „Job-Leichen im Keller“ wirklich?
    10.08., 05:4500:51:59

    „Meine Leiche im Keller ist mein Job oder meine Lücke im Lebenslauf.“ – Das hören wir immer wieder von euch. Sei es der Transmann, der wegen seiner Geschlechtsumwandlung eine Zeit ausgesetzt hat, die Ärztin, die nicht mehr wie am Fließband funktionieren mag und der Sohn, der seine Eltern persönlich pflegen wollte. Oder Stripperin Kathi, die sagt: Ich liebe meinen Job, aber er ist so wenig anerkannt, dass ich mich nicht traue, ihn in meinen Lebenslauf zu schreiben. Sie weiß, dass sie diese Arbeit nur eine begrenzte Zeit machen will und fragt sich: Wie bestehe ich später ein Bewerbungsgespräch in einer Anwaltskanzlei? Wie gehe ich dort mit meiner Berufserfahrung im Rotlichtmilieu um? Um die Fragen zu beantworten, haben wir sie und Karriere-Coach Dr. Bernd Slaghuis im Doppelpack eingeladen. Letzte Woche hat Kathi von ihrem Job und ihren Plänen erzählt, das Abi nachzumachen und vielleicht zu studieren. Bernd unterstützt Menschen, die sich beruflich verändern wollen. Er hilft ihnen, sich darüber bewusst zu werden, was sie brauchen, um mit einer neuen Stelle wieder glücklich zu sein. Nina, Maximilian und Roman erörtern mit ihm zusammen Fragen wie: Welche Werte sind Arbeitnehmern am wichtigsten? Wann ist es okay, auch mal eine Sache abzubrechen? Warum sind Fluchtgedanken bei Frust oft der falsche Weg? Bernd sieht, dass sich viele Menschen für Lebenslauf-Lücken schämen und sie versuchen sie zu vertuschen. Er ist der Meinung, dass man sich damit selbst entwertet und dass die „Leichen“ dadurch erst entstehen. Stattdessen empfiehlt er, Kante zu zeigen, sich Stärken und vermeintliche Leichen bewusst zu machen und beides wertzuschätzen. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Karriere-Blog Perspektivwechsel: https://www.bernd-slaghuis.de/karriere-blog/ Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  13. Stripperin Kathi: Die Lücke im Lebenslauf
    03.08., 05:4500:51:49

    Werde ich mit diesem Lebenslauf jemals wieder eine Chance auf dem „normalen“ Arbeitsmarkt haben? Was sage ich beim Vorstellungsgespräch, wenn ich gefragt werde, was ich bisher gemacht habe? Diese Fragen stellt sich auch Stripperin Katharina, die in dieser Folge zu Gast ist, zusammen mit Karriere-Coach Bernd Slaghuis. Kathi ist 24. Sie findet das Rotlichtmilieu schon als Jugendliche interessant. 2020 bringt sie sich selbst Poledance bei, zieht in die Großstadt und arbeitet seitdem als Stripperin in einem Club. Die Arbeit macht ihr Spaß, sie ist bei Kolleginnen und Kunden beliebt. Nur wenige Menschen aus ihrem privaten Umfeld wissen von ihrem Job, wobei ihre sprichwörtliche Leiche im Keller wohl mehr mit den Erwartungen an sich selbst zu tun hat: Sie hat kein Abitur. Kathi tut sich schwer mit Schule im herkömmlichen Sinn, träumt jedoch davon, Jura oder Wirtschaftswissenschaften zu studieren und viel Geld zu verdienen. Hier kommt Karriere-Coach Bernd ins Spiel. Zusammen mit Maximilian, Nina und Roman schaut er diese und kommende Folge nochmal genauer auf Kathis Stärken und das Wertvolle an ihrer Berufserfahrung. Gemeinsam diskutieren sie über schädliche Seiten von Perfektionismus, über Drogenkonsum im Nachtclub und die richtige Denkweise eines potentiellen Arbeitgebers. Alle hoffen, dass Kathi es schafft, mit ihrem Lebenslauf ins Reine zu kommen. Das Stripperinnendasein und Doppelleben wird sie nicht beerdigen. Doch an ihrem Ziel, parallel dazu das Abitur zu machen, wird sie weiterarbeiten. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Karriere-Blog Perspektivwechsel: https://www.bernd-slaghuis.de/karriere-blog/ Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  14. Lost nach dem Knast – die Schwierigkeit, nicht wieder rückfällig zu werden
    27.07., 05:4500:51:46

    Als er nach 10 Jahren aus dem Gefängnis kommt, schwört sich Maximilian Pollux: Im ersten Jahr begehst du keine Straftaten! Doch in der legalen Welt ist er anfangs nur eine Nummer im Jobcenter, während er in der Unterwelt immer noch einen respektierten Namen hat. Er, der sich immer über Geld definiert hat, versucht sich als professioneller Pokerspieler. Er hat Erfolg bei Frauen, aber keinen beruflichen. Maximilian lernt seine heutige Frau kennen, die an ihn glaubt und das legale Leben verkörpert. Sie führen eine offene Beziehung, er will sie nicht wieder verlieren. Fast zeitgleich trifft er die verrückte Ginger, die ein großes Faible für kriminellen Lifestyle hat und den Bad Boy in ihm reizt. Er pendelt zwischen Frau und Junkie-Affäre, führt ein extremes Leben in Parallelwelten, das keinem der Beteiligten gut tut. Die Leiche in der Geschichte ist, dass er zu lange an der toxischen Beziehung zu Ginger festhält und es seiner Frau noch als menschliche Hilfe verkauft. Er weiß, er muss sich von Ginger trennen, um sich vom Gangster zu lösen. Nina und Roman fühlen mit. Zusammen stellen sie klar, wie wichtig Selbstwertsäulen sind. Denn ein Dealer ist nicht unbedingt süchtig nach Hasch, aber danach, gebraucht zu werden – wie jeder Mensch. Sie diskutieren die Fragen: Kann man von heute auf morgen den Schalter umlegen? Wie weit sollte Verantwortung für andere Menschen gehen? Maximilians beruflicher Erfolg konnte der Gangsterwelt irgendwann die Show stehlen. Er wollte der Macht der Drogen und seinem alten Leben entkommen und kann sich nun auch den späten Abschied von Ginger und seinem altem Selbstbild verzeihen. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  15. Daniel: Kiezgröße mit Herz
    20.07., 05:4501:16:04

    Zu Gast ist Daniel Schmidt, 38 und Betreiber des legendären Elbschlosskellers in St. Pauli, bekannt als härteste aber auch sozialste Kneipe Hamburgs. Er gräbt eine brutale Geschichte aus seiner Kindheit aus, die seine frühere Neigung zu Gewalt verständlicher macht und erzählt ehrlich und emotional über das Leben im Milieu und warum er heute ein positives Vorbild sein will. Auch wenn sein Vater Kneipenwirt ist und aussieht wie ein Zuhälter, wächst Daniel in einer behüteten Gegend Hamburgs auf. Von der liebenden Mutter bekommt er kaum Grenzen gesetzt, wechselt mehrfach die Schule, weil er sich nicht unterordnen kann und viel Prügel bezieht. Dann erleben er und seine kleine Schwester einen gewaltvollen Streit der Eltern mit. Die empfundene Todes- und Verlustangst traumatisiert beide. Das Verhältnis zum Vater bleibt für immer schwierig. Mit Beginn der Pubertät fängt Daniel an, sich Testosteron zu spritzen und hat seine Wut nicht mehr unter Kontrolle. Ab dem 18. Lebensjahr steht er im Elbschlosskeller hinterm Tresen und haut schon mal jemanden um, der seine Zeche nicht zahlen will. Ein Leben voller Hochs und Tiefs, Süchte und psychischer Probleme. Mit 30 beginnt er zu reflektieren und schreibt sein erstes Buch darüber. Nina, Maximilian und Roman sind tief berührt über Daniels schonungslose Offenheit und seine Fähigkeit, sich selbst und anderen zu verzeihen. Bei Daniel bleibt keine Leiche im Keller! Er hat verstanden, dass man Emotionales nicht verdrängen darf, damit es heilen kann. Was sein Onkel und Mentor ihm mitgegeben hat, ist zu seiner Mission geworden: Wenn du dich selbst nackig machst, kann dich kein anderer ausziehen! Schreibt uns unter gjh@swr3.de. ODABS: Online Datenbank für Betroffene von Straftaten https://www.odabs.org/index.html nora - Notruf-App | Die offizielle Notruf-App der Bundesländer https://www.nora-notruf.de/de-as/startseite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen https://www.hilfetelefon.de/ Hilfetelefon Gewalt an Männern https://www.maennerhilfetelefon.de/ Hilfe nach Gewalt: https://weisser-ring.de/ Jugendhilfeverein Sichtwaisen e.V.: https://www.sichtwaisen-ev.de/ Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/ Infos zu bipolarer Störung: https://www.ukbonn.de/psychiatrie-und-psychotherapie/klinisches-spektrum/bipolare-stoerungen/

  16. Tina: Mutti, Männer, mutige Entscheidungen
    13.07., 05:4501:16:37

    Diesmal daten wir Tina. Sie ist selbstständige Hebamme, zweifache Mutter und führt ein Doppelleben. Sie hat ihre Ehe verlassen. Unter anderem weil ihr Mann Computerspiele spannender findet als Sex, aber auch weil sie an seiner Seite automatisch die Rolle der Hausfrau und Mutter einnimmt, die ihren Mann versorgt wie ein großes Kind. Ein Dilemma, an dem viele scheitern. Sie hadert ein Jahr und geht, als sie erkennt, dass sie so keinen Spaß mehr am Leben hat. Trotz Trennung bleiben beide Freunde. Sie kümmern sich mit Hilfe der so genannten Nestlösung gleichwertig und ohne Drama um die Kinder – während jeder auch ein eigenes Leben führt. Das von Tina ist voller Dates. Das passt zu ihr, aber nicht zu ihrer katholischen Erziehung. Auch Freunde und Verwandte haben Probleme mit ihrem Lebensmodell und legen Tina damit eine Leiche in den Keller, die dort nicht hingehört. Es gibt kaum jemanden, mit dem sie über ihre Vergangenheit und ihre Vorlieben offen sprechen kann. Doch bei Maximilian, Nina und Roman kann sie alles raus lassen – ein mutiger Schritt. Sie sprechen über sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, über die absolute Notwendigkeit von ehrlicher Kommunikation in Beziehungen und von Toleranz in Freundschaften. Gemeinsam machen sie ein Fenster auf für einen Lebensweg außerhalb der Norm und finden einen schönen Platz für die Urne der sprichwörtlichen Leiche. Fair trennen & gemeinsam erziehen inkl. Nestmodell: https://www.stark-familie.info/de/eltern/erziehen/betreuung-und-umgang-gestalten/ Trennung und Scheidung: https://www.profamilia.de/themen/sexualitaet-und-partnerschaft/trennung-und-scheidung Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/

  17. Erste sexuelle Erfahrung mit einem Jungen
    06.07., 05:4500:44:16

    Romans erste sexuelle Erfahrung läuft anders als erwartet. Bis jetzt hat er darüber – außer mit seiner Frau – mit niemandem gesprochen. Die eigentliche „Leiche im Keller“ für ihn ist, wie er danach mit diesem Erlebnis und dem Thema Homosexualität umgegangen ist. Roman wächst in Berlin Tempelhof auf, ein hartes Pflaster für den schmalen 12-jährigen mit der dicken Brille. Nach der Schule flüchtet er vorm Stiefvater und dem Stress zu Hause und ist viel bei seinem besten Freund Duc zu Hause. Bei der vietnamesischen Großfamilie fühlt er sich wohl, sie zocken ab und zu auf der Konsole im Wohnzimmer. Bei einer Übernachtung am Wochenende kommt Duc ihm überraschend näher. Eigentlich ein schönes und spannendes Erlebnis. Doch am nächsten Tag befindet sich Roman wieder in seiner von toxischer Männlichkeit geprägten Welt und geht in Abwehrhaltung. Ab da will er der harte Junge von der Straße sein, lässt sich von der Homophobie in Hip-Hop-Texten mitreißen und beleidigt selbst queere Menschen. Maximilian und Nina steuern ihre Erfahrungen bei und gemeinsam versuchen sie zu ergründen, woher die Ablehnung und Feindlichkeit gegenüber Homosexualität kommt. Ein Umdenken findet bei Roman statt, als er beginnt, in der Beauty-Branche zu arbeiten und Leute kennenlernt, die offen homosexuell, bi und transgeschlechtlich sind. Sie werden Freunde. Damals erkennt er, dass er lange unfair war. Jetzt er hat den Mut gefunden, darüber zu sprechen, seine Leiche ans Licht zu holen und sich nun offen gegen Queerfeindlichkeit auszusprechen. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Antidiskriminierungsstelle des Bundes: https://www.antidiskriminierungsstelle.de Lexikon der kleinen Unterschiede: https://www.bpb.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  18. Magdalena: Toxische Beziehung – Merkmale und Erkenntnisse
    29.06., 05:4500:59:09

    Das ist Teil 2 zum Thema toxische Beziehung mit unserem Gast Magdalena. In Teil 1 erzählte sie die ganze Geschichte ihrer Liebe und wie sie sich dabei selbst verlor. Diesmal geht es um die Mechanismen hinter manipulativen und missbräuchlichen Beziehungen und wie man sie erkennen kann. Am Anfang ist da eine traumhaft schöne Kennenlernphase, in der sich der neue Partner extrem einfühlsam gibt, zu große Geschenke macht und viel zu schnell von Heirat und Kindern spricht. Ein Zustand, der bei der 16-jährigen Magdalena eine emotionale Abhängigkeit erzeugt, die der Wirkung starker Drogen ähnelt. Überschattet wird das durch den sechs Jahre älteren Mann zunehmend mit Eifersucht, Launenhaftigkeit, absurden Schuldzuweisungen, Lügen und Jähzorn. Magdalena vermeidet irgendwann alles, was ihn reizen könnte. Sie unterliegt seiner Willkür aus Belohnung und Bestrafung. Bis es zur angedrohten Gewalt kommt. Warum sie sich so lange immer wieder für das gewohnte Übel entschied, diskutiert sie mit Maximilian, Nina und Roman. Kann man erkennen, ob ein Partner lügt? Geschieht das unbewusst oder absichtlich und berechnend? Wo hört das Verständnis auf? Warum wäre eine Paartherapie in dem Fall wahrscheinlich sinnlos gewesen? Wie sollte man bei selbst verletzendem Verhalten oder Suiziddrohungen reagieren? Was tun, wenn man Gewalt erfährt, oder bei Freunden oder Bekannten miterlebt? Magdalena hat mit ihren nun 22 Jahren erkannt, dass kindlich naives Verhalten von beiden Seiten dazu beitrug. Sie schwört auf Therapie, hat gelernt, Grenzen zu setzen und ist an die Öffentlichkeit gegangen. Heute glaubt sie Taten mehr als Worten. Leider isoliert sie sich momentan noch sehr, muss ihre Leiche immer wieder ausgraben, damit sie nicht vergisst, dass sie existiert. Denn sie will sich nie wieder selbst aufgeben! Schreibt uns unter gjh@swr3.de Buchtipp zum Thema: „Keine Macht den Psychopathen – So befreien Sie sich von emotional traumatischen Beziehungen" von Jackson McKenzie Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  19. Magdalena: Toxische Beziehung – gehorchen bis zur Selbstaufgabe
    22.06., 05:4501:04:40

    Zu Gast ist Magdalena, 22 Jahre jung und alleinerziehende Mama. Sie kommt aus einer toxischen Beziehung, in der sie Gewalt erlebt hat. Sie hat jemanden so sehr geliebt, dass sie sich selbst aufgegeben, keine eigene Persönlichkeit mehr hatte. Das ist ihre „Leiche im Keller“. In dieser Folge erzählt sie, wie es dazu kam. Als Kind fühlt sie sich nicht wirklich gesehen und geliebt. Der Vater wandert aus, als sie 12 ist, die älteren Geschwister ziehen aus und Magdalena bleibt mit ihrer berufstätigen Mutter allein. Mit 16 lernt sie über Freunde einen gutaussehenden, charmanten 22-jährigen kennen. Er überschüttet sie gleich am Anfang mit Liebeserklärungen. Sie ist glücklich und glaubt, ihren Seelenverwandten – „ihren Retter“ – gefunden zu haben. Sie ziehen schnell zusammen. Doch er ist sehr eifersüchtig und überwacht Magdalena, will sie ganz für sich haben. Er experimentiert mit Drogen, verprügelt vermeintliche Rivalen und flieht vor der Polizei nach Spanien. Magdalena gibt die Schule auf und geht mit. Was dann folgt, ist ein klassisches Beispiel für eine toxische Beziehung: Er isoliert Magdalena von Familie und Freunden. Phasen von völliger Ignoranz, Druck und Drohungen seinerseits wechseln mit Reue. Trotzdem wünschen sich beide ein Kind. Doch statt seine schwangere Freundin zu unterstützen, betrügt er sie, ein Kreislauf von Trennung und Versöhnung. Als ihr Sohn 1,5 Jahre alt ist und beide eigentlich getrennt sind, wird er gewalttätig, droht ihr mit dem Tod. Sie schafft es, ruhig zu bleiben, ihn anzuzeigen und erwirkt eine Gewaltschutzverordnung. Maximilian, Nina und Roman sind schwer betroffen. Welche Rolle spielt der Altersunterschied bei der Geschichte? Welche Alarmsignale in Hinblick auf Gewalt sollte niemand übersehen? Wie konnte es Magdalenas Ex immer wieder schaffen, sie und ihr Umfeld einzulullen? Weil es so ein wichtiges Thema ist und noch viele Fragen offen sind, geht es in der nächsten Folge weiter mit Magdalena. Buchtipp zum Thema: „Keine Macht den Psychopathen – So befreien Sie sich von emotional traumatischen Beziehungen" von Jackson McKenzie Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

  20. Nina: Das Ende der Scham
    15.06., 05:4500:51:02

    Heute geht es um das Thema Scham. Davon ist Nina viel mitgegeben worden. Sie erzählt uns, wo das Gefühl herkam, was es mit ihr gemacht hat und wie sie es umwandeln konnte, in etwas Nützliches. Nina ist ihrer Familie als Kind nicht brav und feminin genug: Sie spielt mit Jungs und wird stark für ihre Optik kritisiert, als sie beginnt, ihren eigenen Stil zu entwickeln. Getönte Haare, Tattoos oder Piercings sind ein No-Go, sie soll sich dafür schämen. Andererseits schämt sie sich ehrlich für ihren alkoholkranken Vater. Zum Glück wird sie in der Schule geachtet, hat genug Köpfchen und zieht schon mit 16 daheim aus – ihre Rettung. Mit Roman und Maximilian spricht sie über das Gefühl, nicht zu genügen und die Weitergabe von Mustern innerhalb der Familie. Es geht um die Freiheit des Individuums und die Verantwortung von Eltern. Warum ist die Gefahr des Abrutschens in die Kriminalität so groß, wenn Eigenheiten eines Kindes nur mit Ablehnung beantwortet werden? Welche alternativen Reaktionsmuster hat Nina kennen gelernt? Und wie kann sie ihre schmerzliche Erfahrung heute positiv für ihre Arbeit nutzen? Eine sogenannte „Leiche im Keller“ ist mit Scham behaftet. Doch nicht alles, wofür man sich schämt, ist eine Leiche, stellt Maximilian fest. Entscheidend ist, ob man gegen eigene Werte handelt oder ob Scham vom Umfeld eingeimpft wird. Nina hat sich davon frei gekämpft, ertappt sich aber noch, dass sie bei Familienmitgliedern in alte Muster verfällt. Für sie überraschend: Sie ist demnächst zu einer Familienfeier eingeladen, obwohl sie anders ist als alle anderen. Schreibt uns unter gjh@swr3.de Therapeutensuche: https://www.therapie.de/psyche/info/ und https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ Suchtberatung: https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis Hilfe bei Kriminalität: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/

Was passiert, wenn eine Domina, eine Sexualtherapeutin und ein Psychiater gemeinsam über Beziehungen, Sexualität und mentale Gesundheit sprechen? In „Rotlichttherapie“ sprechen Nina Workhard, Dr. med. Pablo Hagemeyer und Dr. Meriam Axtmann über die großen Fragen rund um Liebe, Sexualität und mentale Gesundheit. Wie entstehen Beziehungen? Warum sehnen wir uns nach Nähe? Und was verraten unsere unausgesprochenen Wünsche und Vorlieben über uns selbst? Persönliche Geschichten treffen auf psychologische und therapeutische Einordnung: offen, fundiert und ohne Tabus. Denn egal ob im Rotlicht, in der Therapie oder im Alltag: Die Geschichten sind oft dieselben. „Rotlichtherapie“ ist ein Podcast von SWR3. Schickt uns Feedback oder schnepfige Grüße an: rotlicht@swr3.de +++ Nicht nur hören, sondern auch sehen! Den Podcast gibt es auch als Video +++