
Häufig erwähnt
Episoden
171- Familiendynamik oder: der Gummizaun (64)25.06., 07:0025.06.2021, 07:0000:35:39
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte das Skript zur aktuellen Folge Episodenbeschreibung: »Du kannst tun, was immer du willst! Aber ausgerechnet mit diesem Mann, mit dem wirst du doch dein Glück nicht finden.« – »Du mußt nicht zum Geburtstagsessen kommen, wenn du keine Zeit hast. Aber Onkel Heinz wird sehr traurig sein, er hat schon nach dir gefragt!« – »Ja, ich weiß, dir ist deine Eigenständigkeit wichtig. Aber eine eigene Wohnung, das macht doch keinen Sinn! Du kannst doch hier wohnen bleiben, das ist viel günstiger, wir lassen dir auch deine Ruhe.« – Solche und ähnlich Sätze sind wohl in jeder Familie bekannt. In manchen Familien hat diese Art der Kommunikation aber System. In dieser Folge befassen wir uns mit der sogenannten »Gummizaun-Familie«. Nach außen hin meist unauffällig, nach innen äußerst konfliktträchtig, handelt es sich um Familien mit einer geradezu unentrinnbaren Bindekraft. Im Unterschied zur »Clan-Familie«, in der Abweichung offen mißbilligt und attackiert wird, ist in der Pseudogemeinschaft eine subtile Form von Abhängigkeit in die Kommunikation gewoben, ein schwer greifbares Verbot von Abgrenzung und Individuation: Jenseits der Familie droht die Katastrophe. Riskiert ein Familienmitglied den Ausbruch aus dem Familiensystem, beginnt ein gewaltsames Ringen, das manchmal bis in die Krankheit führen kann. Download der Episode (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org ¹ Literaturempfehlungen: Bateson, G., Jackson, D.D., Haley, J., Weakland, J.W (1969). Auf dem Weg zu einer Schizophrenie-Theorie. In: Schizophrenie und Familie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 11–43. Cierpka, M. (2002). Das Familiengefühl. Psychoanalytische Familientherapie, 2(1), 4, 67– 83. Cierpka, M. (2015). Warum sind Geschwister so verschieden? Psychoanalytische Familientherapie, 16, 9–24. Langhirt, V. (2017). Psychoanalytische Familientherapie: Bedeutung und An-wendung in der Praxis. Stuttgart: Kohlhammer. Massing, A., Reich, G., Sperling, E. (2006). Die Mehrgenerationen-Familientherapie (5. Aufl.). Göttingen: Vandenhoeck & Rupprecht. Minuchin, S. (1974). Families and family therapy. Cambridge, MA: Harvard University Press. Plessner, H. (2002). Grenzen der Gemeinschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp. Reich, G. (2001). »Bei uns war das ganz anders!« Familiengeheimnisse und Familienmythen. Kontext, 32, 5–19. Reich, G. & von Boetticher, A. (2020). Psychodynamische Paar- und Familientherapie. Stuttgart: Kohlhammer. Reich, G. (2019). Das Familiengefühl – Entwicklungslinien und Probleme. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 68, 5, 359–375. Richter, H.-E. (2012). Patient Familie. Entstehung, Struktur und Therapie von Konflikten in Ehe und Familie. Gießen: Psychosozial. Stierlin, H. (1970). Die Familienbeziehung. Psyche, 9, 678–691. Vogel, E. & Bell, N.M. (1969). Das gefühlstgestörte Kind als Sündenbock der Familie. In: Schizophrenie und Familie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 245–273. Watzlawick, P., Beavin, J. H., Jackson, D. D. (2011): Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien. 12. Auflage. Bern: Huber. Wirick D.M., Teufel-Prida L.A. (2019). Closed Systems in Family Systems Theory. In: Lebow J., Chambers A., Breunlin D. (Hg.), Encyclopedia of Couple and Family Therapy. Springer: Cham. Wynne, L. C., Ryckoff, J. M., Day, J. & Hirsch, S. (1969). Pseudogemeinschaft in den Familienbeziehungen von Schizophrenen. In: Schizophrenie und Familie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 44–80. Wynne, L. (1976). Über Qual und schöpferische Leidenschaft im Banne des »double bind« — eine Neuformulierung. Psyche, 1, 24–35. Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal ¹Mit der Anmeldung zum Newsletter stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu, die wir konform zur DSGVO behandeln. Eine genaue Erklärung finden Sie unter: https://tinyurl.com/d9zvz8ee
- Melanie und die Trauer (II)06.06., 15:3006.06.2021, 15:3000:35:03
TALES OF THERAPY Episodenbeschreibung: Melanie, eine junge Frau, kommt nach der Trennung von ihrem Freund in eine tiefe Krise. Sie leidet unter depressiven Symptomen, woraufhin sie eine Therapie bei einer Psychoanalytikerin aufsucht. Im Zuge der Arbeit stellen Therapeutin und Patientin die Verbindung zwischen Melanies Erleben und ihrer Geschichte her. Ein produktiver therapeutischer Prozeß kommt in Gang, die Beziehung zur Therapeutin intensiviert sich. Zugleich ziehen die Wolken der zweiten Coronawelle auch über die psychotherapeutische Praxis. Wie die Behandlung weitergeht, davon handelt diese Folge. Erster Teil der Fallerzählung Download als mp3 Link zur Nachbesprechung (zugänglich über eine Fördermitgliedschaft auf den Leveln "Rätselfreund/in" und "Held/in" des Unbewußten). Auf Patreon findet ihr auch Zugang zu dem Skript der Folge. Unser Podcast ist ein Herzensprojekt, das wir in unserer Freizeit gestalten. Wir danken jedem sehr herzlich, der das Projekt über einen kleinen Beitrag unterstützt. Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org ¹ Link zu unserer Website mit weiteren Informationen: www.psy-cast.de Zur vertieften Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse von Trauerprozessen empfehlen wir auch unsere Folge 44 über Trauer Alle Fallgeschichten und genannten Details werden nur mit dem persönlichen Einverständnis publiziert und sind vollständig anonymisiert und abgewandelt, sodaß kein Rückschluß auf eine reale Person möglich ist; oder es handelt sich um ein konstruiertes Beispiel. Mögliche Überschneidungen mit realen Personen sind also zufällig. Fallerzählungen können einem sehr nahe kommen und unerwartet berühren. Bitte entscheidet selbst, was ihr euch zumuten möchtet. In dieser Folge geht es u.a. um Trauer und Verluste. Hilfsmöglichkeiten bei psychischen Krisen In psychischen Krisen können auch Hausarzt/ärztin, Psychiater/in und Psychotherapeut/innen Ansprechpartner sein. In Notfällen kann man sich zudem an eine psychiatrische Klinik wenden. ¹Mit der Anmeldung zum Newsletter stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu, die wir konform zur DSGVO behandeln. Eine genaue Erklärung finden sich hier Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal *Musik: Chelsea McGough, Along the Danube. Licenced via Soundstripe.
- Melanie und die Trauer (I)30.05., 03:0030.05.2021, 03:0000:40:02
TALES OF THERAPY Episodenbeschreibung: Eine junge Frau gerät nach der überraschenden Trennung von ihrem Partner in eine tiefe Krise. In den Liebeskummer graben sich immer tiefer die Linien einer Depression, auch, nachdem sie sich während der Corona-Krise zunehmend von sozialen Beziehungen zurückgezogen hat. Sie sucht eine Therapie auf und beginnt gemeinsam mit ihrer Therapeutin, die Verbindung ihrer Trauer mit ihrer unbewältigten Lebensgeschichte zu entdecken. Link zur Nachbesprechung: https://www.patreon.com/posts/51853135 Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org ¹ Link zu unserer Website mit weiteren Informationen: www.psy-cast.de Link zu unserer Patreon-Plattform, wo ihr u.a. das Skript zur aktuellen Folge finden könnt: www.patreon.com/raetseldesubw Zur vertieften Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse von Trauerprozessen empfehlen wir auch unsere Folge 44 über Trauer Bitte beachtet unsere Hinweise, die Erläuterungen zum Hintergrund der Fallgeschichten sowie die Triggerwarnung, die wir an den Anfang der Folge gestellt haben. Alle Fallgeschichten und genannten Details werden nur mit dem persönlichen Einverständnis publiziert und sind vollständig anonymisiert und abgewandelt, sodaß kein Rückschluß auf eine reale Person möglich ist; oder es handelt sich um ein konstruiertes Beispiel. Mögliche Überschneidungen mit realen Personen sind also zufällig. Hilfsmöglichkeiten bei psychischen Krisen In psychischen Krisen können auch Hausarzt/ärztin, Psychiater/in und Psychotherapeut/innen Ansprechpartner sein. In Notfällen kann man sich zudem an eine psychiatrische Klinik wenden. ¹Mit der Anmeldung zum Newsletter stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu, die wir konform zur DSGVO behandeln. Eine genaue Erklärung finden Sie unter: https://tinyurl.com/d9zvz8ee Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal *Musik: Chelsea McGough, Along the Danube. Licenced via Soundstripe.
- Wohin die Liebe fällt: Psychoanalyse der Paarbeziehung. (62)07.05., 15:1007.05.2021, 15:1000:36:20
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte das Skript zur aktuellen Folge Episodenbeschreibung: Ein Paar streitet sich um die Aufgabenverteilung beim Haushalt. Ein anderes ist in einer Spirale aus Eifersucht und Kontrolle gefangen. Ein anderes sucht nach totaler Harmonie und Einssein – und wird von starken Ängsten geplagt, sobald kleine Differenzen entstehen. Die Folge beschäftigt sich mit dem oftmals konflikthaften Zusammenspiel in Paarbeziehungen, ausgehend von dem berühmten psychodynamischen Konzept der Kollusion. In Paarbeziehungen bilden sich oftmals die Linien unbewußter Sehnsüchte und Ängste ab, die schon bei der Partnerwahl ausschlaggebend sind und in unserer Lebensgeschichte verankert liegen. Themen sind u.a.: Beziehungsdynamik der Eifersucht, narzißtische Beziehungsdynamiken, Helfer-Dynamik Download der Episode (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org ¹ Literaturempfehlungen: Kernberg, O. (1992). Aggression und Liebe in Zweierbeziehungen. Psyche, 9, 797–820. Kernberg, O. (1994). Das sexuelle Paar: Eine psychoanalytische Untersuchung. Psyche, 9/10, 866–885. Reich, G. & von Boetticher, A. (2020): Psychodynamische Paar- und Familientherapie. Stuttgart: Kohlhammer. Riehl-Emde, A. (2003). Liebe im Fokus der Paartherapie. Stuttgart: Klett-Cotta. Riehl-Emde, A. (2009). Wenn Erinnerungen die Paarbeziehung belasten. Umgang mit unverarbeiteten Ereignissen aus paartherapeutischer Perspektive. Psychotherapeut 54, 486–490. Riehl-Emde, A. (2014). Liebe – eine existentielle Beziehungsdimension im Alter. Psychotherapie im Alter, 13,3, 245–257. Rottländer, P. (2020). Mentalisieren mit Paaren. Stuttgart: Klett-Cotta. Tietel, E. (2008). Emotion und Anerkennung in Organisationen. Wege zu einer triangulären Organisationskultur. Münster: LIT. Willi, J. (2002). Psychologie der Liebe. Persönliche Entwicklung durch Partnerbeziehungen. Reinbek: rororo. Willi, J.(2012/1975). Die Zweierbeziehung: Das unbewusste Zusammenspiel von Partnern als Kollusion. Hamburg: Rowohlt. Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal ¹Mit der Anmeldung zum Newsletter stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu, die wir konform zur DSGVO behandeln. Eine genaue Erklärung finden Sie unter: https://tinyurl.com/d9zvz8ee
- »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit.« Psychoanalyse und Lebensgeschichte (61)16.04., 07:0016.04.2021, 07:0000:27:11
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte das Skript zur aktuellen Folge Episodenbeschreibung: Das, was isoliert betrachtet sinnlos erscheint, wird oft genug sinnvoll, wenn man es in Bezug zur Geschichte setzt. Das gilt bis hin zu vermeintlich »verrückten« Reaktionen auf gesellschaftliche Krisen, die oftmals vor dem Hintergrund der Lebens- und Familiengeschichte eines Menschen plausibel werden. Download der Episode (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org ¹ Literaturempfehlungen: Bluck, S. & Habermas, T. (2000). The life story schema. Motiv & Emotion, 24, 121–147. Boschan, P. (1990). Temporality and Narcissism. Int. Rev. Psycho-Anal., 17, 337–349. Boothe, B. (2010). Das Narrativ: Biografisches Erzählen im psychotherapeutischen Prozess. Stuttgart: Schattauer. Buchholz, M. (1993). Metaphernanalyse. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Dornes, M. (1999). Das Verschwinden der Vergangenheit. Psyche, 53, 6, 530–571. Erikson, Erik H. (1966). Identität und Lebenszyklus. Drei Aufsätze; Frankfurt a. M.: Suhrkamp. Engster, F. (2010). Zeit bei Marx – Das Maß als Mittel der Verzeitlichung. In: Lethen, H., Schmieder, F., Löschenkohl, B. (Hg.): Der sich selbst entfremdete und wiedergefundene Marx, 207–225. Paderborn: Wilhelm Fink. Freud, S. (1914 / 1999). Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten. Weitere Ratschläge zur Technik der Psychoanalyse. GW X, 126-136. Frankfurt a.M.: Fischer. Fuchs, T. (2020). Depression als Desynchronisierung. Ein Beitrag zur Psychopathologie der intersubjektiven Zeit. In: Fuchs, T.: Randzonen der Erfahrung, 170–193. Freiburg / München: Karl Alber. Habermas, T. (2011). Identität und Lebensgeschichte heute. Die Form autobiographischen Erzählens. Psyche, 65, 7, 646–668. Küchenhoff, J. (1996). Zum Stellenwert der Biographie in der Psychoanalyse. Zsch. psychosom. Med., 42, 1–24. Person, E. S. (2006). Revising our life stories: The role of memory and imagination in the psychoanalytic prcess. Psychoanal Rev, 93, 655–647. Schafer, R. (1995). Erzähltes Leben. Narration und Dialog in der Psychoanalyse. München: Pfeiffer. Zwiebel, R. (2005). Zur Dynamik der »lebendigen Erinnerung« in der analytischen Situation. Psyche, 59, 78–90. Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal ¹Mit der Anmeldung zum Newsletter stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu, die wir konform zur DSGVO behandeln. Eine genaue Erklärung finden Sie unter: https://tinyurl.com/d9zvz8ee
- Winterpause und einige Neuerungen19.02., 06:0019.02.2021, 06:0000:02:37
Rätsel des Unbewußten Winterpause und einige Neuerungen Liebe Rätselfreundinnen und -freunde, bevor wir uns in die Faschingspause verabschieden und an neuen Folgen schreiben, wollten wir euch noch über einige Neuerungen in unserem Podcast informieren. Es gibt eine ganze Reihe: Zunächst die wohl größte Neuerung: die Rätsel des Unbewußten gibt es nun auch auf Englisch. Ab heute erscheinen die Folgen in einem neuen Podcast unter dem Titel "Lives of the Unconscious". Wenn ihr neugierig seid: schaut doch gern einmal rein und abonniert den Podcast, den Link haben wir in den Anhang gestellt (Abonnieren unter: https://psy-cast.org/en/subscribe/) Wir freuen uns, wenn ihr den Podcast weiterempfehlt, vielleicht habt ihr Ideen, wer sich für die englische Version interessieren könnte. Auch über die Abonnements helft ihr uns, den Podcast zu verbreiten. Wir haben unserem Logo mal wieder einen neuen Anstrich gegeben. Céciles Zeichenhand ist nun ein neuer Freud-Geist zu verdanken, wir hoffen, er gefällt euch. Damit verbunden ist auch eine neue Homepage, die ihr finden könnt unter: www.psy-cast.org, in englischer und deutscher Fassung. Noch einmal in eigener Sache: Auf unserer Förderplattform Patreon findet ihr nun ein neues Förderlevel, auf dem es unter anderem die Skripte zu allen bisherigen Folgen, die aktuellen englischen Skripte sowie ein monatliches Q&A "Die Autoren im Gespräch" gibt, das ab Mitte März erscheinen wird. www.patreon.com/raetseldesubw Ab April veröffentlichen wir dann wieder wie immer eine neue Staffel von Folgen für den deutschen Podcast. U.a. wollen wir uns befassen mit: Eßstörungen, der weiblichen Perversion, der Bedeutung von Lebensgeschichte und Biographie, dem Thema der Identität, der weißen Depression oder der Übertragungsliebe. Wir freuen uns sehr, wenn ihr wieder mit uns rätselt und unsere Reise auf den Grund der Seele mit uns fortsetzt. Wir danken euch außerdem ganz herzlich für eure treue Zuhörerschaft! Eure Cécile & Jakob
- Neid. Verborgene Triebkraft menschlicher Beziehungen? (60)29.01., 07:0029.01.2021, 07:0000:37:28
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte das Skript zur aktuellen Folge Episodenbeschreibung: Neid kann überall dort entstehen, wo es Ungleichheit zwischen den Menschen gibt: in der Gesellschaft und Familien, zwischen Geschwistern, Geschlechtern, Generationen. »Neid ist die Steuer, die aller Unterschied bezahlen muß« (R.W. Emerson). Neid hat einen schlechten Ruf, ist mitunter tabuisiert, zugleich ein allgegenwärtiges Gefühl. Die Folge beschäftigt sich mit einem psychoanalytischen Verständnis von Neid und seinen Folgen für Gesellschaft und therapeutische Prozesse, etwa in der sogenannten negativen therapeutischen Reaktion. Neid ist aber nicht nur Zerstörer, sondern Triebkraft menschlicher Entwicklung. Lesekreis (Bonusmaterial via Patreon): Melanie Kleins "Neid und Dankbarkeit" gelesen und diskutiert Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org¹ Literaturempfehlungen: Beland, H.(1999). Neid: die systemsprengenden Phänomene. Journal für Psychologie, 7, 3–16. Britton, R., Feldmann, M., Steiner, J. (1997). Groll und Rache in der ödipalen Situation. Tübingen: edition diskord. Feldman, M. (2008). Envy and the negative theraputic reaction. In: Roth, P. &Lemma, A. (Hg.): Envy and Gratitude Revisited. London: Karnac. Focke, I., Pioch, E., Schulze, S. (Hg, 2017). Neid: Zwischen Sehnsucht und Zerstörung. Stuttgart: Klett-Cotta. Haubl, R. (2001). Neidisch sind immer nur die anderen. Über die Unfähigkeit, zufrieden zu sein. München: C.H. Beck. Hering, W. (1999). Neid und Psychose. Psyche, 8, 742–771. Joseph, B. (1986). Neid im Alltagsleben. In: Psychisches Gleichgewicht und psychische Veränderung. Stuttgart: Klett Cotta, 268–284. Klein, M. (1957). Neid und Dankbarkeit. Psyche, 11, 241–255. Riviere, J. (1996/1936). Beitrag zur Analyse der negativen therapeutischen Reaktion. Ausgewählte Schriften. Tübingen: edition diskord, 138–158. Schoeck, H. (1980). Der Neid. Die Urgeschichte des Bösen. München/Wien: Herbig. Steiner, J. (2014). Wiederholungszwang, Neid und Todestrieb. In: Seelische Rückzugsorte verlassen. Stuttgart: Klett-Cotta, 33–52. Young, E. (2000). The Role of Envy in Psychic Grwoth. Fort Da, 6, 57—68. Weiß, H. (2008). Groll, Scham und Zorn. Überlegungen zur Differenzierung narzißtischer Zustände. Psyche, 62, 866–886. Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal ¹Mit der Anmeldung zum Newsletter stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu, die wir konform zur DSGVO behandeln. Eine genaue Erklärung finden Sie unter: https://tinyurl.com/d9zvz8ee
- Zur Psychoanalyse der Suchterkrankungen (59)08.01., 06:3008.01.2021, 06:3000:35:31
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte das Skript zur aktuellen Folge Episodenbeschreibung: Süchte bzw. Abhängigkeiten zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie sind aber auch mit vielen Vorurteilen belegt, Betroffene mitunter stigmatisiert. Ihre Behandlung gilt als schwierig. Doch warum wird jemand süchtig? Kann jeder süchtig werden? Welche psychische Funktion erfüllt süchtiges Verhalten? Die Folge führt in ein psychoanalytisches Verständnis von Suchterkrankungen ein, wobei vor allem der unbewußten Dynamik von Scham und Schuld eine wesentliche Rolle zukommt. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org ¹ Literaturempfehlungen: Diekmann, A. & Albertini, V. (2008). Psychoanalytisch-interaktionelle Suchttherapie in der Klinik – Erfahrungen mit einer einheitlichen therapeutischen Haltung. In: Psychotherapie der Sucht. Psychoanalytische Beiträge zur Praxis. Hrsg. Bilitza, K.W. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen Goethe, J.W. (1778). Der Fischer. https://www.deutschelyrik.de/der-fischer.html Radó, S. (1926). Die psychischen Wirkungen der Rauschgifte. Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. 29 (4), S.360–375 Rost, W.-D. (2008). Die ambulante Suchttherapie in der Praxis des Psycho-analytikers. In: Psychotherapie der Sucht. Psychoanalytische Beiträge zur Praxis. Hrsg. Bilitza, K.W. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen Voigtel, R. (2006). Sucht als Abwehr. In: Das Unbewußte in der Praxis. Erfahrungen verschiedener Professionen. Hrsg. Buchholz, M., Gödde, G. Psychosozial. Gießen Voigtel, R. (2019). Sucht. Buchreihe: Analyse der Psyche und Psychothera-pie. Psychosozial-Verlag. Gießen Wurmser, L. (2008). Übertragung und Gegenübertragung bei Patienten mit Suchtproblemen. In: Psychotherapie der Sucht. Psychoanalytische Bei-träge zur Praxis. Hrsg. Bilitza, K.W. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttin-gen Links: ICD-10 und DSM-V-Kriterien: Abhängigkeit und schädlicher Gebrauch von Alkohol. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 301-10 Drogenbeauftragte Filmempfehlung: The Social Dilemma Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal ¹Mit der Anmeldung zum Newsletter stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu, die wir konform zur DSGVO behandeln. Eine genaue Erklärung finden Sie unter: https://tinyurl.com/d9zvz8ee
- Deutung (58)18.12., 19:4018.12.2020, 19:4000:36:16
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte das Skript zur aktuellen Folge Episodenbeschreibung: In der Psychoanalyse stellt sie eine der zentralen Techniken zur Bearbeitung von Konflikten dar: die Deutung. Die Psychoanalyse ist aber keineswegs die Erfinderin der Deutungen – und auch im ganz gewöhnlichen Alltagsleben kommt wohl niemand ohne sie aus. Unsere soziale Welt, aber auch das seelische Innenleben ist in einen Kosmos aus Interpretationen gebettet, die wir täglich vornehmen. Warum die Deutung in der Psychoanalyse eine solche Bedeutung hat und wie psychodynamisch orientierte Therapeuten mit ihr arbeiten, welche Arten der Deutungen es gibt, darum geht es in dieser Folge. Download (mp3) Literaturempfehlungen: Argelander, H. (1981). Was ist eine Deutung. Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 35(11):999-1005 de Baranger, M. (1993). Die geistige Arbeit des Analytikers: vom Zuhören zur Deutung. Jahrbuch der Psychoanalyse, 30:26-45 Bion, W. (1962 / 1992). Lernen durch Erfahrung. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Körner, J. (2015): Deutung in der Psychoanalyse. Stuttgart: Kohlhammer Mertens, W. (2015): Psychoanalytische Behandlungstechnik: Konzepte und Themen psychoanalytisch begründeter Behandlungsverfahren. Stuttgart: Kohlhammer. Nissen, B. & Zeitzschel, U. (Hg., 2020). Deutungen. Jahrbuch der Psychoanalyse, Bd. 80. Stuttgart: frommann-holzboog. Passmann, R. (2010): Inhaltsdeutung und Prozessdeutung. Prozessorientierte Psychotherapie. Forum der Psychoanalyse, 26, 105–120. Steiner, J. (1998): Probleme der psychoanalytischen Technik – Patientenzentrierte und analytikerzentrierte Deutung. In: Steiner, J.: Orte des seelischen Rückzugs. Stuttgart: Klett-Cotta. 191–212 Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal
- Männliche Perversion und sexualisierte Gewalt (57)27.11., 07:2027.11.2020, 07:2000:34:06
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte das Skript zur aktuellen Folge Episodenbeschreibung: Vom Catcalling über die Dickpics bis hin zu Upskirting oder andere sexuellen Übergriffen: sexualisierte Gewalt ist nicht nur in den sozialen Medien omnipräsent, wobei die Täter häufig Männer sind. Auch andere Formen sexualisierter Gewalt gehen Studien zu Folge oftmals, wenngleich keineswegs ausschließlich, von Männern aus. Wie sich diese Formen sexualisierter Gewalt verstehen lassen und inwiefern sie mit einem psychoanalytischem Verständnis der Perversion zusammentreffen, davon handelt diese Folge. Mit der Dimension weiblicher Perversion werden wir uns in einer anderen Folge beschäftigen. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Literaturempfehlungen: Berner, W. (2017). Perversion. Gießen: Psychosozial Chasseguet-Smirgel, J. (1984). Anatomie der menschlichen Perversion. Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt. Glasser, M. (1979/2010). Zur Rolle der Aggression in den Perversionen. Jahrbuch der Psychoanalyse, 60, 19–53. Massie, H. & Szainberg, N.M. (1997). The ontogeny of a sexual fetish from birth to age 30 and memory processes. International Journal of Psychoanalysis, 78, 755—771. Morgenthaler, F. (1974): Die Stellung der Perversionen in Metapsychologie und Technik. Psyche, 28, 1077–1098. McDougall, J. (1985). Plädoyer für eine gewisse Anormalität. Frankfurt a.M.: Suhrkamp. Nissen, B. (2010). Zur nichtobjektalen, autistoiden Perversion. Jahrbuch der Psychoanalyse, Bd. 60, 55–60. Reiche, R. (2007). Psychoanalytische Therapie sexueller Perversionen. In: Sigusch, V. (Hg.): Sexuelle Störungen und ihre Behandlung. Stuttgart: Thieme. 276–291 Stoller, R. (1979). Perversion: die erotische Form von Haß. Reinbeck: Rowohlt. Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal
- Die Sonntagsneurose (56)06.11., 07:4506.11.2020, 07:4500:21:50
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte das Skript zur aktuellen Folge Episodenbeschreibung: Sonntagsneurose – gemeint sind merkwürdige, scheinbar unerklärliche Befindlichkeitsstörungen, die gerade dann auftreten, wenn ein Mensch sich nach gängiger Erwartung besonders gut, entspannt oder frei fühlen sollte: in seiner Freizeit, klassischerweise am Sonntag. Typisch ist ein Gefühl von Lustlosigkeit, Elend und Niedergeschlagenheit, manchmal auch eine seltsame Bangigkeit oder Dünnhäutigkeit bis hin zu einer kaum erträglichen Leere oder Angstzuständen. Manchmal herrscht ein Gefühl unsagbarer Melancholie und Sehnsucht vor, manchmal psychosomatische Symptome, manchmal aber auch ein rastloser Tätigkeitsdrang. Was es damit auf sich hat, davon handelt diese Folge. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Literaturempfehlungen: Ferenczi, S. (1919). Sonntagsneurosen. Schriften zur Psychoanalyse. Gießen: Psychosozial. Frankl, V. (1985). Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. Berlin: Piper. Maennig, W., Steenbeck, M., Wilhelm, M. (2014). Rhythms and Cycles in Happiness. Hamburg Contemporary Economic Discussions. Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal
- In eigener Sache...25.10., 11:4725.10.2020, 11:4700:01:42
Rätsel des Unbewußten Zur Spende via Paypal: https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=VLYYKR3UXK4VE&source=url Der Link zur Förderplattform Patreon: https://www.patreon.com/raetseldesubw Liebe Rätselfreundinnen und -freunde, unser Podcast besteht mittlerweile schon seit über 2 Jahren und wir freuen uns, daß wir mit unserem Projekt so eine unerwartete Reichweite gefunden haben: Mittlerweile zählen die »Rätsel des Unbewußten« zu den 20 meistgehörten Wissenschaftspodcasts im deutschsprachigen Raum. Das haben wir Euch, Eurem Interesse und Eurer treuen Zuhörerschaft zu verdanken! Der Podcast ist eine Herzensangelegenheit. Unser Ziel ist, Wissen über psychische Erkrankungen, Psychotherapie und Psychoanalyse allen frei zugänglich zu machen. Wir verzichten dabei bewußt auf Werbespots oder andere Formen der Kommerzialisierung innerhalb unserer Podcastfolgen, da wir das Gefühl haben, daß das nicht zum Inhalt und einem konzentrierten Zuhören paßt. Das möchten wir auch so beibehalten. Wenn Ihr unser Projekt zusätzlich fördern wollt, so findet Ihr jetzt im Anhang der Folgen und auf unserer Homepage zwei Möglichkeiten: Einen Spendenbutton oder alternativ die Möglichkeit, ein Fördermitglied unseres Podcasts auf der Plattform Patreon zu werden. Mit einem monatlichen Förderbeitrag unterstützt ihr die Infrastruktur unseres Podcasts, die Produktion neuer Folgen sowie ein Übersetzungsprojekt. Als kleines Dankeschön stellen wir dort das Skript zur jeweils aktuellen Folge zur Verfügung sowie Neuigkeiten zum Podcast und Hintergrundinformationen zu den Themen (z.B.: woran wir gerade schreiben, was wir gerade lesen und empfehlen). Wenn Ihr Lust habt, unser Projekt auf diese Weise zu unterstützen, freuen wir uns sehr und danken Euch! Unabhängig davon: Unsere nächste Folge erscheint wie immer für alle frei zugänglich am: Freitag, den 6. November 2020. Herzliche Grüße aus Heidelberg, Eure Cécile Loetz & Jakob Müller
- Dissoziative Identitätsstörung – Verborgene Leben (55)16.10., 07:0016.10.2020, 07:0000:38:05
RÄTSELWISSEN Unterstütze uns auf Patreon und erhalte die Skripte zu den Folgen: Episodenbeschreibung: Auch wenn es sich mittlerweile um eine anerkannte Diagnose handelt: die Dissoziative Identitätsstörung, manchmal auch Multiple Persönlichkeit genannt, bezeichnet nach wie vor eine sehr rätselhafte Form des psychischen Erlebens. Was eine Dissoziative Identitätsstörung ist, wie sie entsteht und therapeutisch behandelt werden kann – und warum sie auch etwas über das Wesen von Psyche und Identität verrät – davon handelt diese Folge. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Literaturempfehlungen: Brand, Bethany L et al. “Separating Fact from Fiction: An Empirical Examination of Six Myths About Dissociative Identity Disorder.” Harvard review of psychiatry vol. 24,4 (2016): 257-70. Full text online: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4959824/#bib48 Brenner, I. (2009). A New View from the Acropolis: Dissociative Identity Disorder. Psychoanalytic Quarterly, 78(1):57-105 Dalenberg CJ, Brand BL, Gleaves DH, Dorahy MJ, Loewenstein RJ, Cardeña E, Frewen PA, Carlson EB, Spiegel D. Evaluation of the evidence for the trauma and fantasy models of dissociation. Psychol Bull. 2012 May;138(3):550-88. doi: 10.1037/a0027447. Epub 2012 Mar 12. PMID: 22409505. Hart, C. (2013). Held in mind, out of awareness. Perspectives on the continuum of dissociated experience, culminating in dissociative identity disorder in children. Journal of Child Psychotherapy, 39(3):303-318 Kluft, R. P. (2000). The Psychoanalytic Psychotherapy of Dissociative Identity Disorder in the Context of Trauma Therapy. Psychoanalytic Inquiry, 20(2):259-286 Saakvitne, K. (2000). Some Thoughts About Dissociative Identity Disorder as a Disorder of Attachment. Psychoanalytic Inquiry, 20(2):249-258 Waiess, E. (2006). Treatment of Dissociative Identity Disorder: “Tortured Child Syndrome” Psychoanalytic Review, 93(3):477-500 Autobiographisches: Jamieson, A. (2009). Today I'm Alice: A young girl's splintered mind, a father's evil secret. Pan Noble, K. (2011). All of me. My incredible true story of how I learned to live with the many personalities sharing my body. Piatkus Sizemore, C. (1989) A mind of my own. The Women Who Was Known As "Eve" Tells the Story of Her Triumph over Multiple Personality Disorder. William Morrow & Co Film-Empfehlung: Sybil (1976; Daniel Petrie) Youtube: Multiplicity and Me The Entropy System Chris Sizemore / "Eve" DISDing Interview mit Michaela Huber Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal
- Wie entstehen psychische Erkrankungen? (54)25.09., 07:3025.09.2020, 07:3000:27:32
RÄTSELWISSEN Unterstütze uns auf Patreon und erhalte die Skripte zu den Folgen: Episodenbeschreibung Wie entstehen psychische Erkrankungen? Dies zählt wohl zu den schwierigsten Rätseln, nicht nur des Unbewußten, sondern der ganzen Psychologie. Denn damit verbunden ist die Frage: Was ist die Psyche überhaupt, die so sehr leiden kann? Ist hier der Begriff »Krankheit« überhaupt zutreffend? Nach psychoanalytischem Modell ist psychisches Leiden immer auch Ausdruck der Beziehungsgeschichte eines Menschen – wir sind immer auch das, was unsere soziale Welt ist: weshalb die Häufung psychischen Leids immer auch das Symptom einer gesellschaftlichen Krise ist. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Literaturempfehlungen Benedetti, Gaetano (1983). Todeslandschaften der Seele: Psychopathologie, Psychodynamik und Psychotherapie der Schizophrenie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Ermann, Michael (2020). Psychotherapie und Psychosomatik. Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage. 7. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2020 Damasio, Antonio R. (2004). Descartes' Irrtum: Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn. Berlin: List. Mentzos, Stavros (2009). Lehrbuch der Psychodynamik: Die Funktion der Dys-funktionalität psychischer Störungen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015. Nissen, Bernd (2009). Die Entstehung des Seelischen. Psychoanalytische Per-spektiven. Gießen: Psychosozial. Reichmayer, Johannes (2013). Ethnopsychoanalyse. Geschichte, Konzepte, An-wendungen. Gießen: Psychosozial. Werbik, Hans & Benetka, Gerhard (2016). Kritik der Neuropsychologie. Eine Streitschrift. Gießen: Psychosozial. Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal
- Sommerpause 202017.07., 20:0917.07.2020, 20:0900:01:37
Rätsel des Unbewußten Liebe Rätselfreunde, mit der Folge über zeitgenössische Konzepte der Psychoanalyse verabschieden wir uns in die Sommerpause. Die letzten Wochen waren für uns alle sicherlich sehr ungewöhnliche und stehen im Zeichen eines gesellschaftlichen Umbruches, dessen Ende oder Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt kaum in Gänze absehbar sind. Auch unser Podcast kam an Corona nicht ganz vorbei und von denkwürdiger Aktualität waren einige unserer (ursprünglich prä-Corona geschriebener) Folgen, so etwa die zur Krankheitsangst oder der Angst vor dem Zusammenbruch. Etwas nachdenklich gehen wir deshalb in den Podcast-Urlaub. Im September wird es zunächst mit klinischen Themen weitergehen, wie etwa Sucht und Dissoziation; auch werfen wir einen Blick in die reiche Welt der Kinderpsychoanalyse und befassen uns mit dem neuen Psychotherapiestudiengang bzw. der Direktausbildung. Wir nehmen eure Themenwünsche alle auf und haben auch schon einiges davon umgesetzt, während anderes noch offen ist. Wir danken euch überhaupt für die vielen Zuschriften und bitten um Entschuldigung, wenn wir nicht alle gleich beantworten können. Es sind so viele schöne Ideen dabei und wir freuen uns, wenn Ihr uns weiter eure Fragen, Themenwünsche und Gedanken zukommen laßt! Wir danken euch sehr für euer Zuhören und euer reges Interesse und wir freuen uns auch, wenn wir im Herbst dann wieder gemeinsam den verschlungenen, unabsehbaren Pfaden des Unbewußten folgen. Herzlich, Eure Cécile & Jakob <a href=" mailto:CJ@psy-cast.de?subject=Anmeldung Newsletter:%20Podcast Psychoanalyse&body= Herzlich Willkommen und vielen Dank für die Anmeldung zum Newsletter. %0d%0a %0d%0a Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung, indem Sie die vorliegende E-Mail versenden. %0d%0a %0d%0a Verwendung der Daten: %0d%0a %0d%0a Die erhobenen Daten (Emailadresse) dienen nur der Versendung des Newsletter und der Dokumentation Ihrer Zustimmung. Eine andere Verarbeitung oder Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. %0d%0a %0d%0a Widerrufsrecht: Sollten Sie diese E-Mail Adresse nicht registriert haben oder wollen Sie den Newsletter doch nicht erhalten, betrachten Sie diese E-Mail bitte als gegenstandslos. %0d%0a Sie können den Newsletter und die Einwilligung zur Speicherung der Daten jederzeit widerrufen. %0d%0a Sollten Sie diese E-Mail Adresse nicht registriert haben oder wollen Sie den Newsletter doch nicht erhalten, betrachten Sie diese E-Mail bitte als gegenstandslos. %0d%0a Sie können sich jederzeit von dem Newsletter abmelden, indem Sie eine E-Mail mit dem Betreff: Abmeldung Newsletter an lives(at)psy-cast.org versenden %0d%0a %0d%0a Mit freundlichen Grüßen %0d%0a %0d%0a Cécile Loetz & Jakob Müller, www.psy-cast.de%0d%0a >Newsletter</a>
- Konzepte der zeitgenössischen Psychoanalyse (53)03.07., 07:3003.07.2020, 07:3000:29:54
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte die Skripte zu den Folgen Episodenbeschreibung: Psychoanalyse wird häufig mit dem Wirken Sigmund Freuds gleichgesetzt. Zeitgenössische Denkweisen und Therapieansätze wie die Relationale Psychoanalyse oder die Mentalisierungsbasierten Therapieverfahren sind häufig weniger bekannt, obwohl sie für die aktuelle Praxis von zentraler Bedeutung sind. Die Folge gibt eine Einführung in die Konzepte der zeitgenössischen Psychoanalyse. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Literaturempfehlungen: Bateman, A, Fonagy, P (2016). Mentalization Based Treatment for Personality Disorders: A Practical Guide. Oxford University Press. Chodorow, N (2012). Individualizing Gender and Sexuality: Theory and Practice. New York: Routledge Ermann, M (2010/2017). Psychoanalyse heute. Entwicklungen seit 1975 und aktuelle Bilanz. Stuttgart: Kohlhammer. Küchenhoff, J (2010). Der Wandel psychoanalytischer Therapiekonzepte. Klini-sche Herausforderungen und theoretischer Fortschritt. In: Münch, K, Munz, D & Sringer, A (Hg.). Die Psychoanalyse im Pluralismus der Wissenschaften, 83–108. Gießen: Psychosozial. Mertens, W (2010). Psychoanalytische Schulen im Gespräch (3Bd.). Bern: Huber. Mitchell, SA, Greenberg, JR (1983). Object Relations in Psychoanalytic Theory. Cambridge (MA): Harvard University Press. Mitchell SA (1988). Relational Concepts in Psychoanalysis. Cambridge (MA): Harvard University Press. Potthoff, P, Wollnik, S (Hg., 2014). Die Begegnung der Subjekte. Die intersubjektiv-relationale Perspektive in Psychoanalyse und Psychotherapie. Gießen: Psychosozial. Stern, D (1992). Die Lebenserfahrung des Säuglings. Stuttgart: Klett-Cotta. Schultz-Venrath, U, Felsberger, H (2016). Mentalisieren in Gruppen: Mentali-sieren in Klinik und Praxis. Klett-Cotta Verlag. Stolorow RD, Orange DM, Atwood GE (2002). World horizonts. An alternative to the Freudian unconscious. Selbstpsychologie, 3, 24—60. Stolorow, RD (1997). Dynamic, dyadic, intersubjective systems: An evolving paradigm for psychoanalysis. Psychoanalytic Psychology, 14, 337—346. Taubner, S (2013). Erklären Mentalisierungsfähigkeiten den Zusammenhang zwischen traumatischen Erfahrungen und aggressivem Verhalten in der Adoleszenz? Psychoanalyse–Texte zur Sozialforschung 16 (3/4), 494-502. Taubner, S, Sevecke, K & Rossouw, T (2015). Mentalisierungsbasierte Therapie bei Jugendlichen (MBT-A) mit Persönlichkeitsstörungen. Persönlichkeitsstörungen–Theorie und Therapie19 (1), 33-43. Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal
- Maschinendenken & Alexithymie (52)19.06., 12:1019.06.2020, 12:1000:32:37
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte die Skripte zu den Folgen Episodenbeschreibung: »Abspeichern, löschen, umstrukturieren«, Redewendungen die man häufig hört, wenn es um Computer geht – oder aber um unser Gedächtnis. Unser aktuelles Menschenbild ist technizistisch geprägt, das »Maschinendenken« durchdringt unseren Alltag, oft genug auch unsere Vorstellung von Psychotherapie. In der Psychoanalyse gibt es eine spezifische Tradition, sich mit dieser Art des Selbstbezugs auseinanderzusetzen, vor allem in Zusammenhang mit psychosomatischen Erkrankungen. Bekannt ist etwa die sogenannte Alexithymie oder die »pensée opératoire«, das »operationale Denken«. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Literaturempfehlungen: Ahrens, S. Die instrumentelle Forschung am instrumentellen Objekt. Psy-che – Zeitschrift für Psychoanalyse, 42(3):225-241 Aisenstein, M. (2006) The indissociable unity of psyche and soma: A view from the Paris Psychosomatic School. Int J Psychoanal 87:667–80 Aisenstein, M. (2008). Beyond the Dualism of Psyche and Soma. Journal of The American Academy of Psychoanalysis and Dynamic Psychiatry, 36(1) 103–123 Aisenstein, M. (2019). Eine Einführung in das Denken von Michel Fain. Internationale Psychoanalyse, 14:287-309 Cremerius, J. (1977). Ist die „psychosomatische Struktur“ der französischen Schule krankheitsspezifisch? Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 31(4):293-317 Fuchs, T. (2008). Das Gehirn – ein Beziehungsorgan: Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption. Stuttgart: Kohlhammer Mitscherlich, A. (1965). Über die Behandlung psychosomatischer Krankheiten. Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 18(11):643-663 de M'Uzan, M. (1977). Zur Psychologie der psychosomatisch Kranken. Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 31(4):318-332 Nietzsche, F. (1999). Unzeitgemäße Betrachtungen. Kritische Studienausgabe, Band 1. Berlin, New York: Deutscher Taschenbuch Verlag de Gruyter Overbeck, G. (1977). Das psychosomatische Symptom: Psychische Defizienzerscheinung oder generative Ichleistung? Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 31(4):333-354 Schneider, P.-B. (1973). Zum Verhältnis von Psychoanalyse und psychosomatischer Medizin . Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 27(1):21-49 Storck, T. (2017). »Als ich eins war …« Psychoanalytische Psychosomatik und Anderes verstehen. Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 71(2):95-122 Zepf, S. & Gattig, E. (1982). »Pensée opératoire« und die Todestrieb-Hypothese. Kritische Anmerkungen zum theoretischen Konzept der französischen psychosomatischen Schule. Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 36(2):123-138 Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal
- Hat die Psychoanalyse etwas mit Sexualität zu tun? (51)05.06., 18:0505.06.2020, 18:0500:29:31
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte die Skripte zu den Folgen Episodenbeschreibung: Entgegen eines gängigen Vorurteils, daß es in der Psychoanalyse letztlich »immer nur um das Eine« gehe: In der Psychoanalyse selbst scheint der einstmals so prominente Platz der Sexualität von den Konzepten wie Mentalisierung, Bindung, frühe Störungen eingenommen worden. Ist die Psychoanalyse also ohne Trieb? Vernachlässigt sie gar die Sexualität? In einer ersten einführenden Folge nähern wir uns dem weiten und komplexen Themenfeld der Sexualität und ihrer Bedeutung für die moderne Psychoanalyse. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Links: NZZ: Jean Laplanche. Die unvollendete kopernikanische Revolution Literaturempfehlungen: Fonagy, P., Krause, R., Leuzinger-Bohleber, M. (2006). Identity, Gen-der, and Sexuality. 150 Years after Freud. London: International Psycho-analytic Association. Freud (1905/1999): Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. Gesammelte Werke, Bd., 27–145. Frankfurt a.M.: Fischer. Green, A. (1996). Has Sexuality Anything To Do With Psychoanalysis? International Journal of Psycho-Analysis, 76, 871—883. Laplanche, J. (1988). Die allgemeine Verführungstheorie und andere Aufsätze. Tübingen: edition diskord. Lemma, A., Lynch, P.E. (Hg.) (2015). Sexualities. Contemporary Psy-choanalytic Perspectives. London: Routledge. Reiche, R. (2000). Geschlechterspannung. Gießen: Psychosozial. Sigusch, V. (2015). Sexualitäten. Eine kritische Theorie in 99 Fragmenten. Frankfurt a.M.: Campus. Storck, T (2018). Sexualität und Konflikt. Stuttgart: Kohlhammer. Spendenlink via Paypal
- Zur Psychoanalyse der Verschwörungstheorien (50)22.05., 08:0022.05.2020, 08:0000:25:47
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte die Skripte zu den Folgen Episodenbeschreibung: Verschwörungstheorien – wenn man sie denn Theorien nennen will – haben im Grunde immer Konjunktur; mal mehr im Hintergrund schwelend, mal, insbesondere in Krisenzeiten, laut hervortretend. Tatsächlich sind sie ein sozialpsychologisches Phänomen von außerordentlichem Ausmaß: und ein Fall für die Tiefenpsychologie. Welche Funktionen Verschwörungstheorien für die Psyche einnehmen können, damit befaßt sich diese Folge. Download (mp3) Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Literaturhinweise: Adorno, T. W. (1997). Aberglaube aus zweiter Hand. Gesammelte Schrif-ten, Band8, S. 147ff., Frankfurt a.M.: Suhrkamp Bion, W. (2009). Aufmerksamkeit und Deutung. Frankfurt a.M.: Brandes & Apsel Blass, H. (2019). Ich hasse, also bin ich. Dienstagsreihe des Psychoanalytischen Instituts Heidelberg https://psychoanalyse-mitschnitt.podigee.io/1-hass4 Böök, V. (2002). »Negative Capability« bei Keats und bei - Bion. Jahrbuch der Psychoanalyse, 44, 224–230 Green, R. & Douglas, K.M. (2018). Anxious attachment and belief in conspiracy theories. Personality and Individual Differences. Volume 125, 15, 30-37 https://doi.org/10.1016/j.paid.2017.12.023 Blum, H. (1981). Object Inconstancy and Paranoid Conspiracy. Journal of the American Psychoanalytic Association, 29:789-813 Kröll, F. (1995). Das Verhör: Carl Schmitt in Nürnberg 1947. Edelmann Verlag Lantian, A. et al. (2017). »I Know Things They Don’t Know!« The Role of Need for Uniqueness in Belief in Conspiracy Theories. Social Psychology, 48, pp. 160-173. Hogrefe Publishing. https://econtent.hogrefe.com/doi/pdf/10.1027/1864-9335/a000306 Luy, M., Hessel, F., Chakkarath, P. (2020) Verschwörungsdenken. 43. Jg., Nr. 159, 2020, Heft I. Psychosozial-Verlag Rosenfeld, H. (1971). Contribution to the psychopathology of psychotic states: The importance of projective identification in the ego structure and the object relations of the psychotic patient. In: Doucet, P. & Lau-rin, C. (eds.): Problems of Psychosis. Amsterdam: Excerpta Medica Rosenfeld, H. (1981). Bemerkungen zur Psychoanalyse des Über-Ich-Konfliktes bei einem akut schizophrenen Patienten. In: Zur Psychoanalyse psychotischer Zustände. Frankfurt am Main: Suhrkamp Wir freuen uns auch über eine Förderung unseres Projekts via Paypal
- Postpartale Depression. Der schwere Weg in ein neues Leben (49)08.05., 07:0008.05.2020, 07:0000:28:45
RÄTSELWISSEN Unterstütze unser Projekt auf Patreon und erhalte die Skripte zu den Folgen Episodenbeschreibung: Tränen der Verzweiflung statt Mutterglück, Gefühle der Fremdheit statt der Bindung zum Kind. Postpartale Depressionen treten an einer Schwelle des Lebens auf, die wir mit einer hohen Bedeutung belegen: Geburt und frühe Elternschaft. Doch wie entsteht diese Form der Depression? Können auch Väter betroffen sein? Die Folge versucht, ein psychodynamisches Verständnis Postpartaler Depressionen zu eröffnen. Anmeldung zum Newsletter: Mail mit Betreff "Anmeldung Newsletter" an: Lives@psy-cast.org Beratungsstellen und Hilfsangebote https://schatten-und-licht.de https://www.fruehehilfen.de/ https://www.mutter-kind-behandlung.de/ Literaturhinweise Blum, L. D. (2007). Psychodynamics of postpartum depression. Psychoanalytic Psychology, 24(1), 45–62. Bradley & Slade (2011). A review of mental health problems in fathers following the birth of a child. Journal of Reproductive and Infant Psychology, Vo 29, No 1, 19-42. Davies, J., Slade, P., Wright, I., & Stewart, P. (2008). Posttraumatic stress symptoms following childbirth and mothers' perceptions of their infants. In-fant Mental Health Journal, 29, 18 S. Halberstadt-Freud, H. C. (1993). Postpartum depression and symbiotic illusion. Psychoanalytic Psychology, 10, 407-423. Hornstein, C., Trautmann-Villalba, P. (2007). Infantizid als Folge einer post-partalen Bindungsstörung. Nervenarzt 78, 580–583. Kim, P. (2007). Sad Dads. Paternal Postpartum Depression. Psychiatry. 4(2), 35–47. Salomonsson, B. (2013). An infant's experience of postnatal depression. To-wards a psychoanalytic model. Journal of Child Psychotherapy, 39, 137-155. Stern, D. N. (1998). Die Mutterschaftskonstellation : eine vergleichende Dar-stellung verschiedener Formen der Mutter-Kind-Psychotherapie. Stuttgart: Klett-Cotta. van Gennep, A (1909/2005): Übergangsriten. Campus, Frankfurt/New York. Spendenlink via Paypal