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192 Episoden · neueste 13.10.

Häufig erwähnt

Episoden

192
  1. Das Trauma und seine Folgen (4)
    15.04., 15:1100:21:56

    Gibt es falsche Traumaerinnerungen? Die Traumatherapie muss sich auch Kritikpunkten stellen. Der Bedeutendste liegt in der Fehleinschätzung des Tatsacheninhalts in Traumaberichten. Es kann vorkommen, dass Menschen sich an traumatische Situationen erinnern, die objektiv nie stattgefunden haben. Man spricht dann von einer "False Memory". Diese kann durch andere Personen suggestiv verstärkt oder eingepflanzt werden, oftmals im Rahmen therapeutischer Prozesse. Brisanz bekommt dieses Syndrom, wenn es in Gerichtsprozessen zur alleinigen Beweisführung verwendet wird. Dadurch kam es seit den 1990er Jahren zu nachgewiesenen juristischen Fehlurteilen und drastischen Bestrafungen Unschuldiger. Psychiater, Therapeuten und Neurowissenschaftler legen in der vierten Folge dar, ob die Unterscheidung zwischen echter und falscher Erinnerungen sowie Lügen überhaupt eindeutig getroffen werden kann. Gestaltung: Christa Nebenführ. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 16. 04. 2026.

  2. Die Sudetendeutschen. Offene Wunden (1)
    30.03., 13:1000:22:00

    Odsun. Die Vertreibung. Vor 80 Jahren atmeten viele auf: Der Zweite Weltkrieg war vorbei. Wenige Kilometer hinter der Grenze zur Tschechoslowakei begann indes ein grauenhafter Exodus. 143 Verordnungen, die als "Benes-Dekrete" bekannt wurden, erklärten als Vergeltung für den NS-Terror die deutsche Bevölkerungsgruppe pauschal zu Staatsfeinden. Sie verlor alle Rechte, wurde vertrieben und enteignet. Inzwischen sind die Wunden überwiegend verheilt - aber nicht vollständig. Wurde die Geschichte ohne Tabus aufgearbeitet? Dezember 1945 bis Dezember 1946: Rund 3 Millionen Einwohner:innen deutscher Nationalität wurden gezwungen, ihre Heimat im damaligen Böhmen, Mähren und auch der Slowakei, zu verlassen. Manche gingen gleich, andere wurden mit Gewalt vertrieben. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 30.03. 2026.

  3. Die Sudetendeutschen. Offene Wunden (2)
    30.03., 13:0500:22:06

    Mnichovska zrada. Der Münchner Verrat. Seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 gewann die "Heim ins Reich"-Bewegung unter den Sudetendeutschen immer mehr Anhänger. Sie wurde von Deutschland gefördert und zielte darauf ab, das Sudetenland von Prag zu lösen. Im März 1938 wies Hitler den Vorsitzenden der Sudetendeutschen Partei, Konrad Henlein, an, der tschechoslowakischen Regierung bewusst unannehmbare Forderungen zu stellen, um jede Möglichkeit eines Kompromisses auszuschließen. Mit dem "Münchner Abkommen", das bis heute in Tschechien und der Slowakei der "Münchner Verrat" genannt wird, erzwang Deutschland die Abtretung des Sudetenlandes, es wurde zum deutschen Reichsgau. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 31.3. 2026.

  4. Die Sudetendeutschen. Offene Wunden (3)
    30.03., 13:0000:22:05

    Nasi Nemci. Unsere Deutschen. Jahrhundertelang lebten Deutsche und Tschechen neben- und miteinander. Böhmische Fürsten luden deutsche Siedler ab dem 12. Jahrhundert ein, die dünn besiedelten Gebiete zu entwickeln, insbesondere die reichen Bergregionen. Das führte zu einer starken deutschen Präsenz. Sie prägten die Stadtentwicklung, viele Städte wie Brünn oder Prag waren hauptsächlich deutschsprachig. Innerhalb des österreichischen-ungarischen Kaiserreichs nahmen sie oft eine bevorzugte Stellung ein, besonders in Verwaltung, Wirtschaft und Bildung, was zu Spannungen mit der tschechischen Nationalbewegung führte. Dennoch gab es eine weitgehend friedliche Koexistenz, die Sudetendeutschen wurden von den Tschechen "Unsere Deutschen" genannt. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 1.4. 2026.

  5. Die Sudetendeutschen. Offene Wunden (4)
    30.03., 12:5500:22:14

    Usmireni - Versöhnung? 1997 akzeptierten deutsche Vertriebenenverbände die gemeinsame Erklärung der tschechischen und deutschen Regierung. Darin bedauerte die deutsche Seite das Unrecht durch die nationalsozialistischen Verbrechen, die tschechische die Vertreibung, Aussiedlung und Enteignung der Sudetendeutschen. Knapp 20 Jahre später verzichtete die Sudetendeutsche Landsmannschaft offiziell auf "Wiedergewinnung der Heimat" und eine "Restitution oder gleichwertigen Entschädigung". Heute gibt es zahlreiche Kooperationen, Studienprogramme, Versöhnungsmärsche und Veranstaltungen, die das Miteinander in den Vordergrund stellen. Dennoch lehnte das tschechische Abgeordnetenhaus noch 2009 Bemühungen ab, die Nachkriegs-Eigentumsverhältnisse zu ändern und Häuser oder Grundstücke zu restituieren. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 2 .4. 2026.

  6. 100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Day O"
    13.03., 14:1400:19:49

    Calypso - ein afro-karibischer Musikstil aus Trinidad und Tobago - erlebte in den 1930ern einen ersten Boom in New York. Einer der berühmtesten Calypsos wurde 1952 zunächst von einem trinidadisch-britischen aufgenommen. "Day Dah Light" handelte von einer harten Nachtschicht am Dock und dem anbrechenden Schichtende. Erst die Version des New Yorker Musikers Harry Belafonte - 1956 hieß sie wahlweise "Banana Boat (Day O)" oder "Day O (The Banana Boat Song)" - verhalf dem Work-Song zu weltweiter Berühmtheit. Auf seinen populärsten Song war Harry Belafonte nicht sonderlich stolz - zu leicht ließ sich sein sozialrealistischer Inhalt überhören. Diese Folge des Ö1 Podcasts "100 Songs - Geschichte wird gemachgt" wurde in Ö1 am 09. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1: Playlist und Literaturliste zum Podcast

  7. 100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Anak"
    13.03., 14:0800:19:59

    "Anak" - Freddie Aguilar (Philippinen, 1978) Rechtswissenschaften sollte Freddie Aguilar studieren, so wollte es sein Vater. Der 17-Jährige lief stattdessen von Zuhause - unweit der philippinischen Hauptstadt Manila - weg und schlug sich als Straßenmusiker durch. Seinen Song "Anak" - Tagalog für "Kind" - soll er in etwa einer Stunde geschrieben haben, kurz nachdem er seine Fehler eingesehen hatte. Der Song über einen reumütigen, verlorenen Sohn erwies sich auf dem ersten Metro Manila Popular Music Festival 1978 als internationales Sprungbrett für Freddie Aguilar; und bald schon soll er an die 30 Millionen Exemplare weltweit verkauft haben. Diese Folge wurde in Ö1 am 10. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1.

  8. 100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Only Time"
    13.03., 14:0400:19:53

    Am 11. September 2001 wurden die USA zum Ziel von islamistischen Terroranschlägen, bei denen rund 3000 Menschen starben. Innen- und Außenpolitik sowie die kulturelle Landschaft veränderten sich dadurch grundlegend. Unmittelbar nach den Attentaten wurde der Song "Only Time" der irischen New-Age-Musikerin Enya besonders häufig zur Bilduntermalung in Fernsehsendern eingesetzt, während der Opfer gedacht werden sollte. Gerade in den USA und alliierten Ländern wie Kanada, Deutschland, Polen, aber auch der neutralen Schweiz und Österreich konnte sich "Only Time" sehr oft verkaufen. Die Kritiken waren dabei vernichtend. 20 Jahre später hat sich die Bewertung dieser Musikerin gedreht. "Enya ist überall", titelte ein weitschweifender Essay in einer tonangebenden Musikzeitschrift über ihren Einfluss in der elektronischen Musik. Diese Folge des Ö1 Podcasts "100 Songs - Geschichte wird gemacht" wurde in Ö1 am 11. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1.

  9. 100 Songs - Geschichte wird gemacht: "WAP"
    13.03., 14:0200:19:39

    Ein tiefer Spalt wurde 2020 einmal mehr sichtbar, als die Rapperinnen Cardi B und Megan The Stallion ihr Duett "WAP" - kurz für 'Wet Ass Pussy' veröffentlichten. In Amerika, aber auch den Feuilletons weltweit, wurde der unverfroren explizite Song sehr kontrovers diskutiert. Die einen sahen darin eine Selbstermächtigung starker, schwarzer Frauen, die das taten, was ihre männlichen Rap-Kollegen schon längst taten - nämlich die Macht des eigenen Geschlechtsorgans zu feiern -, andere sahen in dem Song einmal mehr den Verfall einer liberalen Kultur, die außer gottlosen Obszönitäten und voyeuristischer Identitätspolitik nichts zu bieten hätte. Diese Folge des Ö1 Podcasts "100 Songs - Geschichte wird gemacht" wurde in Ö1 am 12. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1: Playlist und Literaturliste zum Podcast

  10. Ö1 Insektarium: Die Zecke (1)
    13.02., 12:0900:13:49

    Ein Lieblingsfeind des Menschen: der Zeck. Er ruft Ekel hervor, bohrt sich in die Haut und kann Krankheiten übertragen. Zecken sind große Milben, die sich parasitisch vom Blut von Säugetieren - auch des Menschen - ernähren. Es gibt mindestens 900 Zeckenarten, in Österreich auch viele "neue", die durch den Klimawandel heimisch werden. Sie können gefährlich werden, da sie Krankheiten übertragen: Am bekanntesten sind die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Doch es gibt noch viele andere: Zecken sind Meister der Übertragung - kein anderer Parasit bringt so viele Krankheiten mit wie sie. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. In Ö1 gesendet am 09. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

  11. Ö1 Insektarium: Der Ammendornfinger (2)
    13.02., 12:0500:13:50

    Der vorwiegend nachtaktive Ammendornfinger, die Spinne des Jahres 2023, spinnt keine Fangnetze, sondern lauert seiner Beute - Insekten bis hin zu Gottesanbeterinnen und Heuschrecken - auf und überwältigt sie mit einem Giftbiss. Die Tage verbringt er in kugeligen Ruhegespinsten, meist in offenen Wiesen mit hohem Bewuchs, in Gestrüpp oder unter Steinen. Ihre Gelege aus 80 - 300 Eiern verteidigen die Spinnenweibchen sehr vehement. Die Jungen verlassen sofort nach dem Schlupf das Nest und überwintern bodennah in winzigen Ruhegespinsten. Gestaltung: Sabine Nikolay. In Ö1 gesendet am 10. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

  12. Ö1 Insektarium: Die südrussische Tarantel (3)
    13.02., 12:0200:13:13

    Die größte Spinne Mitteleuropas lebt schon lange in Österreich, wo sie die westlichste Grenze ihres Verbreitungsgebiets erreicht. Ihr Lebensraum ist vorzugsweise lehmiger Uferbereich, wo sie eine Nisthöhle anlegt. Die Eier reifen in einem Kokon heran, den die Spinne mit den Hinterbeinen in die Sonne hält, um ihn zu wärmen. Nach dem Schlupf bleiben die Jungspinnen bei der Mutter, die sie auf dem Rücken trägt. Die Tarantel ist eine nachtaktive Jägerin, die kleinen Wirbeltieren und Gliederfüßern auflauert. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. In Ö1 gesendet am 11. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

  13. Ö1 Insektarium: Die Krätzmilbe (4)
    13.02., 11:5900:13:50

    Milben sind mikroskopisch kleine Tierchen die als Parasiten Hunde, Katzen und Pferde befallen und auch auf den Menschen übertragen werden können. Diese Räudemilben sind für den Menschen keine allzu große Belastung, da er ein "Fehlwirt" ist und die Tiere bald absterben. Sehr unangenehm und sogar gefährlich für den Menschen kann die "Krätzmilbe" werden. Sie ist 0,3 bis einen halben Millimeter groß und wird bei länger dauerndem direktem Hautkontakt übertagen. Die Parasiten bohren sich unter die oberste Hautschicht, legen dort ihre Eier ab und ernähren sich von abgestorbenen Zellen und Zellflüssigkeit. Diese "Wohngemeinschaft" bleibt nicht unerkannt: Es juckt bestialisch und muss schleunigst behandelt werden. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. In Ö1 gesendet am 12. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

  14. 100 Songs: "Big Yellow Taxi" - Joni Mitchell (Kanada, 1970)
    09.02., 13:3200:19:48

    Joni Mitchell hatte die Vorhänge ihres Hotelzimmers auf Hawaii geöffnet, sie sah in der Ferne vulkanische Berge, während sich unmittelbar vor dem Hotel ein riesiger Parkplatz auftat. "Wir haben das Paradies betoniert", sang die kanadische Songwriterin im Jahr 1970 relativ beschwingt. "Ist es nicht immer so, dass wir erst wissen, was wir hatten, wenn es nicht mehr da ist?", meinte sie weiter und schrieb mit "Big Yellow Taxi" eine der frühesten ökologischen Hymnen der Popmusik. Gestaltung: Stefan Niederwieser. Co-Host: Robert Stadlober. Redaktion: Astrid Schwarz. Diese Folge wurde in Ö1 am 3. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1: Playlist und Literaturliste zum Podcast

  15. 100 Songs: "Construção" - Chico Buarque (Brasilien, 1971)
    09.02., 13:2700:18:43

    Als Chico Buarque im Jahr 1970 nach eineinhalb Jahren aus dem italienischen Exil heim in die brasilianische Militärdiktatur zurückkam, war er schockiert. Auf Autos klebten Sprüche wie "Brasilien, lieb es oder verlass es" oder "Brasilien, lieb es oder stirb". Im Titelsong des Albums "Construção" von 1971 verband Dichtung mit subtilen sozialen Kommentaren. Der Titel bedeutet übersetzt "im Bau" oder Baustelle. Damit konnte sowohl Brasilien gemeint sein, das neu errichtet werden sollte, die Arbeiterklasse im Land oder die kunstvolle Art, wie Chico Buarque das Album konstruiert hatte. Gestaltung: Stefan Niederwieser. Co-Host: Robert Stadlober. Redaktion: Astrid Schwarz. Diese Folge wurde in Ö1 am 3. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1: Playlist und Literaturliste zum Podcast

  16. 100 Songs: "Bad Romance" - Lady Gaga (USA, 2009)
    09.02., 13:2300:19:19

    Mit der Weltfinanzkrise blühte sog. "Recession Pop" auf, also schnelle, laute, tanzbare Popmusik, die gute Stimmung zur schlechten Lage verbreiten wollte. Die New Yorker Sängerin Lady Gaga wurde 2008 fast über Nacht mit avantgardistischen Bühnenoutfits, Eurodance-Beats und queer-feministischem Spektakel weltbekannt. Ihr Song "Bad Romance" ist ein Jahr später ein Beispiel für den sog. 'Millennial Whoop', bei dem Silben ohne Bedeutung aneinandergereiht werden und Ordnung in chaotisch gewordene Zeichen bringen. Gestaltung: Stefan Niederwieser. Co-Host: Robert Stadlober. Redaktion: Astrid Schwarz. Diese Folge wurde in Ö1 am 4. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1: Playlist und Literaturliste zum Podcast

  17. 100 Songs: "Susamam" - Saniser (Türkei, 2019)
    09.02., 13:2100:19:00

    In "Susamam" - deutsch "Ich kann nicht schweigen" - nahmen 20 türkische Rapper die Zustände in ihrem Land ins Visier. Eine verlorene Generation sprach über Umwelt, Dürre, Recht, Gerechtigkeit, Bildung, Neugier, Frauenrechte, Gewalt an Frauen, Tierrechte, Verkehr, Straßen, Suizid, Faschismus und natürlich über die Türkei. Das Video des Songs "Susamam" wurde innerhalb einer Woche 20 Millionen Mal angesehen. Gestaltung: Stefan Niederwieser. Co-Host: Robert Stadlober. Redaktion: Astrid Schwarz. Diese Folge wurde in Ö1 am 5. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1: Playlist und Literaturliste zum Podcast

  18. Das Ö1 Insektarium: Die japanische Buschmücke (1)
    11.12., 14:2400:13:49

    Die Weihnachtsferien gelten als die Hoch-Zeit für Fernreisen. Immer wieder hört man von Menschen, die nach der Rückkehr an tropischen Erkrankungen leiden. Diese werden von Bakterien und Viren ausgelöst - Überträger, in der Fachsprache auch "Vektoren" genannt, sind oft Insekten. Um zu erkranken, reicht ein Stich oder Biss - doch dabei bleibt es manchmal nicht. Die Insekten werden auch eingeschleppt - und manche sind, dank Klimawandel, gekommen, um zu bleiben. Die steigenden Temperaturen führen auch dazu, dass die Tiere selbständig einwandern, ohne sich in Schiffen, Containern, Autoreifen oder Flugzeugen zu verstecken. Die 13. Staffel des Ö1 Insektariums widmet sich den Immigranten: Insekten, die gekommen sind, um zu bleiben. Folge 1: Die japanische Buschmücke. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 09. 12. 2025.

  19. Das Ö1 Insektarium: Die Sandmücke (2)
    11.12., 14:2100:13:52

    Phlebotomen - winzige stechende geräuschlos fliegende Schmetterlingsmücken - kommen überall auf der Welt mit Ausnahme einiger pazifischer Inseln und Neuseelands vor. Sie können die Leishmaniose übertragen, eine Erkrankung die Haut, Schleimhäute und Innenorgane befallen kann - im letzteren Fall kann das tödlich enden. Die Mücken sind nachtaktiv - aber Vorsicht: ein herkömmliches Moskitonetz schützt oft nicht, da die Tiere so winzig sind, dass sie durch die Öffnungen im Netz krabbeln können. In Mitteleuropa wurden sie als typisch mediterrane Insekten lange übersehen. Bekannt sind sie seit fast 30 Jahren, ihre Wanderung weiter nach Norden wird vermutlich durch den Klimawandel begünstigt. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 12. 2025.

  20. Das Ö1 Insektarium: Orthopodomyia pulcripalpis (3)
    11.12., 14:1500:13:50

    Orthopodomyia pulcripalpis ist ein lebendes Fossil. In Österreich wurde sie bei den regelmäßig stattfindenden Insektenmonitorings vor einigen Jahren im 14. Wiener Gemeindebezirk gefunden. Sie ist aber noch so neu, dass sie keinen deutschen Namen hat, wie die österreichische Biologin Carina Zittra darlegt. Tatsächlich ist sie aber seit langem in Europa heimisch - sie hat die letzte Eiszeit in eisfreien Nischen überlebt. Die Tiere können Träger von Arboviren sein, die sie aber wenn überhaupt dann auf Vögel übertragen. Die "Wohlfühlgelse" ist nämlich orthophil, sie sticht Vögel, aber keine Menschen. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11. 12. 2025.

Hier gibt es wöchentlich neue Serien zu relevanten Wissensthemen aus allen Lebensbereichen – breitgefächert, vertiefend und orientierend. Autorinnen und Autoren verbinden fachliche Expertise mit Alltagserfahrung sowie Hintergrundwissen mit Reflexion und eröffnen neue Perspektiven auf aktuelle Fragen unserer Zeit.Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Monika Kalcsics, Ute Maurnböck, Astrid Schwarz.Produktion: ORF Wissen. Weitere Informationen: https://oe1.orf.at/radiokolleg