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1641- Epstein-Files: Keine Konsequenzen für Trump?06.02., 02:3006.02.2026, 02:3000:15:46
Das US-Justizministerium hat sie letztes Wochenende veröffentlicht: drei riesige Datensätze, die im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein stehen. Trotz allem sind rechtliche Konsequenzen unwahrscheinlich - warum, das erklärt Auslandredaktorin Isabelle Jacob in dieser Folge von NZZ Akzent. Es soll die letzte Tranche der Epstein-Files sein. In den neuen Dokumenten kommen Namen vor, die bisher noch unbekannt waren. So sind auch europäische Aristokraten oder ehemalige Regierungsmitglieder in den Akten zu finden: die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit etwa oder der frühere slowakische Aussenminister Miroslav Lajcak. Schon früher war bekannt, dass Ex-Präsident Bill Clinton in den Dokumenten auftaucht. Auch Bill Gates, der ehemalige Prinz Andrew sowie Google-Gründer Sergey Brin tauchen mit Namen und auf Fotos auf. Das sei zwar unappetitlich und verwerflich, «aber eben, strafrechtlich nicht relevant», so Jacobi. Gast: Isabelle Jacobi, Auslandredaktorin Host: Alice Grosjean Nachlesen kannst du Isabelles Kommentar in der NZZ. Hier findest du eine Übersicht zu allen Artikeln, die die NZZ rund um die Epstein-Files publiziert. Und ein Probeabo gibt's hier.
- Kurden in Syrien: Ihr Traum von Autonomie ist vorbei05.02., 02:3005.02.2026, 02:3000:17:17
Was wie ein lauter Protestmarsch klingt, ist in Wahrheit eine Beerdigung. In der syrischen Stadt Kamishli nehmen Hunderte Menschen Abschied von Ahmed Omar, einem irakischen Kurden, der im Kampf für die kurdische Sache gefallen ist, für die Verteidigung des kurdischen Autonomiegebiets in Syrien. Doch noch am gleichen Tag wird klar: Der Traum von diesem Gebiet im Nordosten Syriens ist ausgeträumt. Nach Jahren der Selbstverwaltung endet mit der neuen syrischen Regierung das Projekt Rojava, das für viele Kurden Hoffnung auf politische Selbstbestimmung bedeutete. Korrespondent Daniel Böhm war vor Ort unterwegs und erzählt, wie die Kurden große Teile Nordostsyriens über ein Jahrzehnt lang selbst kontrollierten - mit eigener Verwaltung, eigenen Sicherheitskräften und einer multiethnischen Militärstruktur. Und wie es dort nun weitergehen soll. Gast: Daniel Böhm, Nahost-Korrespondent der NZZ Host: Sarah Ziegler Daniels Bericht aus Syrien findest du bei der NZZ. Und falls du mehr über Daniel und seine anderen Artikel wissen willst, findest du sie hier. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? Probier`s drei Monate aus. Informiere dich kurz, kompakt und fokussiert über das Weltgeschehen mit unserem täglichen Newsletter, dem «NZZ Briefing». Jetzt kostenlos registrieren und abonnieren.
- Massaker in Iran: Was machen 30 000 Tote mit einem Land?04.02., 02:3004.02.2026, 02:3000:17:27
Anfang Januar gingen Millionen Iraner und Iranerinnen im ganzen Land und protestierten gegen das Regime. Sie waren unzufrieden mit der desolaten Situation der Wirtschaft und der Politik der islamischen Republik. Doch Soldaten des Regimes schossen in die Menge, laut Schätzungen wurden 30 000 Menschen in nur zwei Tagen getötet. Nun steht das Land ist unter Schock. «Jeder kennt eine Person, die getötet wurde», so berichtet es unser Reporter Teseo La Marca. Er konnte mit Augenzeugen sprechen und erklärt, warum mittlerweile viele Menschen darauf hoffen, dass die USA ihr Land militärisch angreifen. Gast: Teseo La Marca, Reporter Host: Alice Grosjean Nachlesen kannst du Teseos eindrückliche Recherche in der NZZ. Und ein Probeabo für die NZZ gibt's hier.
- 600 000 Schweine in einem Hochhaus: Chinas neue Fleischindustrie03.02., 02:3003.02.2026, 02:3000:13:59
China modernisiert seine Landwirtschaft mit drastischen Mitteln. In Zentralchina steht die größte Schweinezucht der Welt – verteilt auf 26 Stockwerke eines Hochhauses. Dort leben rund 600.000 Tiere, überwacht von Kameras, gefüttert über Fließbänder und komplett abgeschirmt von der Außenwelt. Unser China-Korrespondent war vor Ort und hat sich angesehen, wie diese industrielle Schweinehaltung funktioniert. Gast: Matthias Kamp, China-Korrespondent Host: Alice Grosjean Matthias Kamp hat seinen Rundgang um die Schweinefabrik in einer Reportage festgehalten. Zum Probeabo geht's hier entlang.
- Züge in Spanien in der Krise: Prestige statt Sicherheit?02.02., 02:3002.02.2026, 02:3000:17:03
Gerade zwei Zugunglücke haben Spanien aufgerüttelt. Es zeigt sich, dass die Bahnbetreiber lieber auf prestigeträchtige Hochgeschwindigkeitsstrecken setzten. Beim Unterhalt wurde jedoch gespart. Jetzt steht die Politik in der Kritik und die Menschen im Land fragen sich: Sind spanische Züge noch sicher? Gast: Florian Haupt, Spanienkorrespondent Host: Antonia Moser Florians Artikel über die spanischen Zugunglücke. Zum Probeabo geht's hier entlang.
- Trotz Terror: Wie Burkina Faso ein Velorennen inszeniert30.01., 02:3030.01.2026, 02:3000:15:18
Burkina Faso gilt als Epizentrum des internationalen Terrorismus: Nirgends töten Terroristen mehr Menschen. Mit der internationalen Radrundfahrt Tour du Faso will die Regierung zeigen, dass das Land wieder sicherer ist. Die Strecke führt über zehn Etappen quer durchs Land: 1177 Kilometer bei 40 Grad im Schatten. Die Athleten stammen aus zehn verschiedenen Ländern, aus Europa ist Belgien mit am Start. Afrika-Korrespondent Misteli hat das Velorennen beobachtet und Paul Daumont begleitet, den burkinischen Star des Velorennens. Im Podcast erzählt er von einem Land unter dem Radar - und von einer perfekt inszenierten Staatspropaganda. Heutiger Gast: Samuel Misteli, Afrika-Korrespondent Host: Alice Grosjean Samuels Reportage zum Nachlesen in der NZZ. Zum Probeabo geht's hier entlang.
- «Ich bin Netanyahus Albtraum»: Diese Frau will die israelische Politik aufmischen29.01., 02:3029.01.2026, 02:3000:13:44
Einav Zangaukers Sohn Matan wurde am 7. Oktober von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt. Während dieser zweijährigen Ungewissheit durchlief Zangauker eine radikale Metamorphose. Ursprünglich eine Wählerin von Benjamin Netanyahus Likud-Partei, wandelte sie sich zu einer der lautesten und einflussreichsten Kritikerinnen der israelischen Regierung. Mit spektakulären Protestaktionen und direktem Druck auf die Führung kämpfte sie unermüdlich für die Rückkehr ihres Sohnes. Nachdem Matan im Oktober 2025 befreit wurde, hat Einav nun eine neue Mission. Sie plant, selbst in die Politik zu gehen, um die Regierung zu stürzen. In dieser Episode beleuchtet Korrespondentin Katharina Bracher, wie gross ihre Chancen sind. Gast: Katharina Bracher, Nahost-Korrespondentin Host: Antonia Moser Eine Reportage über die Geiselmütter kannst du in der NZZ nachlesen. Und falls du noch kein Abo hast - hier findest du das Probe-Abo zum Testen.
- Angst, Wut und Solidarität: Was ICE mit Minneapolis macht28.01., 02:3028.01.2026, 02:3000:17:15
Minneapolis: Nach zwei tödlichen Schussabgaben innerhalb weniger Wochen – darunter die Erschiessung der Amerikaner Renée Goode und Alex Pretti – wächst die Angst in der Bevölkerung vor der Grenzpolizei ICE, aber auch die Wut überr sie. Tausende demonstrieren gegen das Vorgehen der Behörden, Anwohner organisieren sich in Netzwerken, beobachten Einsätze und warnen Migranten vor Razzien. USA-Korrespondent Christian Weislog war vor Ort und schildert, wie sich selbst konservative Bürger mit Migranten solidarisieren und wie die Trump-Regierung mit einem aggressiven Narrativ von «inneren Terroristen» reagiert. Die Episode zeigt, wie sich Angst bis in den Alltag amerikanischer Familien frisst. Gast: Christian Weisflog, Korrespondent USA Host: Alice Grosjean Christians Reportage in Minneapolis, kurz bevor Alex Prettis Tod noch mehr Chaos auslöste. Und falls du noch kein Abo hast - hier findest du das Probe-Abo zum Testen.
- Wie versöhnt sich ein Brandopfer mit seinen Verletzungen?27.01., 02:3027.01.2026, 02:3000:16:44
Wie lebt man weiter nach einer Feuerkatastrophe, die das eigene Leben für immer verändert? In dieser Episode spricht der Niederländer Lou Snoek über seine Erfahrungen nach einem verheerenden Diskothekenbrand, bei dem er vor 25 Jahren schwerste Verbrennungen erlitt. Anfangs ohne Schmerzen, dann mit der brutalen Realität konfrontiert, folgten künstliches Koma, tägliche Verbandswechsel und eine Rehabilitation, die er selbst als «die Hölle» beschreibt. Seine Erfahrungen teilt er nicht nur rückblickend, sondern auch als Hoffnung für aktuelle Brandopfer, etwa nach der Katastrophe von Crans-Montana. Gast: Marcel Gyr, Reporter Host: Antonia Moser Marcel Gyr hat über sein Treffen mit Lou Snoek einen Text geschreiben, den man bei der NZZ lesen kan. Und falls du noch kein Abo hast - hier findest du das Probe-Abo zum Testen.
- Ukraine im Frost: Wie Kiew ohne Heizung überlebt und sich organisiert26.01., 02:3026.01.2026, 02:3000:15:46
Russland greift die Energieversorgung der Ukraine weiter gezielt an und Kiew erlebt eine der härtesten Kältephasen seit Jahren. Bürgermeister Vitali Klitschko warnt gar vor einer drohenden humanitären Katastrophe. Osteuropa-Korrespondent Volker Papst beschreibt den Alltag bei Dauerfrost: Strom nur noch nach Abschaltplan, acht Grad in der Wohnungen, Tee statt Heizung, Wasser schleppen ohne Aufzug. Hilfe bieten „Punkte der Unbesiegbarkeit“: beheizte Zelte und Orte zum Aufwärmen und Laden von Handys. Gast: Volker Pabst, Osteuropa-Korrespondent Host: Nadine Landert Volkers Artikel findet ihr hier.
- WEF: Die Lektionen für Europa nach der Trump-Show23.01., 02:3023.01.2026, 02:3000:17:25
Donald Trump dominierte das Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos – politisch, medial und atmosphärisch. In dieser Episode ordnen wir seinen Auftritt ein und fragen, was vom WEF bleibt, wenn die Kameras ausgeschaltet sind. Gemeinsam mit Beat Balzli, Chefredaktor der «NZZ am Sonntag» analysieren wir die Reaktionen der internationalen Politik sowie die leichte Entspannung rund um Grönland. Dabei geht es um Macht, Symbolik und die Frage, wie Europa mit Drohungen, Eskalationen und politischem Druck umgehen sollte. Ist Coolness die bessere Strategie als Hysterie? Auch der Blick auf die Schweiz kommt nicht zu kurz: Was bringt es, Gastgeber der Weltbühne zu sein, wenn der Aufwand riesig und der Ton des US-Präsidenten teils respektlos ist? Heutiger Gast: Beat Balzli, Chefredaktor NZZ am Sonntag Host: David Vogel Wenn du diese NZZ-Reportage liest, dann erfährst du, wie Trump das WEF 2026 dominiert hat
- Kupfer und Nickel aus Finnland statt China – doch ein geschütztes Moor ist im Weg22.01., 02:3022.01.2026, 02:3000:16:16
Das riesige Moorgebiet Viiankiaapa im Norden Finnlands gilt als Ort der Stille, der Artenvielfalt und des Schutzes. Doch unter der scheinbar unberührten Landschaft lagern wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Nickel und Kobalt – Metalle, die für Batterien, Solarpanels und die Rüstungsindustrie zentral sind. Ein britischer Bergbaukonzern plant den Abbau, unterstützt von wirtschaftlichen Interessen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene. Im Zentrum der Episode steht Rika Karpinen, die seit ihrer Kindheit mit diesem Moor verbunden ist und sich seit Jahren gegen das Bergbauprojekt wehrt. Gast: Linda Koponen, Korrespondentin für Nordeuropa und das Baltikum Host: Nadine Landert Die Reportage von Linda gibts zu lesen bei der NZZ. Und falls du noch kein Abo hast - hier findest du das Probe-Abo zum Testen.
- Mitten im Dschungel: Unterwegs mit den Gen-Z-Rebellen in Myanmar21.01., 02:3021.01.2026, 02:3000:17:24
Seit dem Militärputsch 2021 befindet sich Myanmar im Bürgerkrieg. Besonders auffällig ist dabei die Rolle einer jungen Generation, die sich nicht mit der Militärdiktatur abfinden will. Tausende junge Menschen haben ihr Zuhause verlassen und kämpfen heute als Guerilla-Einheiten aus dem Dschungel heraus gegen das Regime. In dieser Episode berichtet Südostasien-Korrespondent Andreas Babst von seiner einwöchigen Reise zu einer dieser Rebellengruppen im Südosten Myanmars. Er erzählt vom Alltag in geheimen Camps, von Regenzeit, Langeweile und ständiger Bedrohung aus der Luft. Im Zentrum stehen persönliche Geschichten wie jene der 22-jährigen Nian, die einst Drohnen steuerte und heute als Gesicht der Bewegung auf Social Media um Unterstützung wirbt. Gast: Andreas Babst, Korrespondent für Südostasien Host: Alice Grosjean Andreas ganze und vielschichtige Reportage gibt es bei der NZZ. Und falls du noch kein Abo hast - hier findest du das Probe-Abo zum Testen.
- Doch kein Regimewechsel in Iran: Was bleibt nach den Protesten?20.01., 02:3020.01.2026, 02:3000:17:49
Ende Dezember erfasste eine neue Protestwelle den Iran. Ausgelöst durch die schwere Wirtschaftskrise, breiteten sich die Demonstrationen rasch über das ganze Land aus. Parolen gegen den obersten Revolutionsführer, massive Gewalt durch Sicherheitskräfte und tausende Tote prägten die Tage. Kurzzeitig schien ein Umbruch möglich, auch weil US-Präsident Donald Trump Unterstützung andeutete. Doch eine militärische Intervention blieb aus, die Proteste wurden brutal niedergeschlagen. Die Lage in Iran ist unübersichtlich. Nur eines wird deutlich: der Regime-Sturz scheint weiterhin auszubleiben. In dieser Episode ordnen wir ein, warum das Momentum der Proteste verpuffte, wie gross die Rolle von Angst und Repression ist, die Neusortierung des Regimes und weshalb Hilfe von aussen ausblieb. Heutiger Gast: Daniel Böhm, Nahostkorrespondent Host: Marlen Oehler Daniels Artikel zur Situation in Iran könnt Ihr hier nachlesen. Warum ein Regime-Sturz aktuell unrealistisch ist, darüber schrieb auch meine Kollegin Anne Allmeling.
- KI-Musik auf Spotify und Co. - Können wir noch hören, was echt ist?19.01., 02:3019.01.2026, 02:3000:16:07
Ein Song klingt nach Country, ein anderer nach Blues aus den 1950er-Jahren – aber sind sie echt oder KI-generiert? In dieser Episode stellt «NZZ Akzent» deine Hörgewohnheiten auf die Probe. Technologie-Redaktorin Ruth Fulterer zeigt im KI-Quiz, wie schwer es geworden ist, echte Musik von KI-generierten Songs zu unterscheiden. Denn künstlich erzeugte Musik flutet Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music oder YouTube – oft ohne klare Kennzeichnung. Die Folge erklärt, wie KI-Musik entsteht und welche typischen Spuren Maschinen dennoch hinterlassen: Am Beispiel des Streamingdienstes Deezer erklärt Ruth, wie KI-Songs von den Musik-Plattformen technisch identifiziert werden können – und warum sich trotzdem kaum etwas ändert. Gast: Ruth Fulterer, Technologie-Redaktorin Host: Simon Schaffer Du willst deinen KI-Radar testen und noch mehr technische Details erfahren? Dann schau dir das Quiz an. Du hast noch kein Abo, willst dich aber nicht direkt fest binden. Teste uns drei Monate lang mit dem NZZ-Probeabo.
- Trump vs. Powell: Was passiert gerade mit der US-Notenbank?16.01., 02:3016.01.2026, 02:3000:16:37
Jerome Powell hat einen der verantwortungsvollsten Jobs der Welt: Er ist Chef der US-Notenbank. Seit acht Jahren sitzt Powell an der Spitze jenes Gremiums, welches die Geldpolitik der grössten Volkswirtschaft der Welt verantwortet. Doch mit der Beziehung zum Präsidenten hadert es. Seit Jahren muss sich Powell anhören, wie Donald Trump seine Entscheidungen kritisiert und ihn persönlich beleidigt. Jetzt geht Powell in die Offensive – und kritisiert Trump öffentlich. USA-Korrespondent André Müller erklärt, was dieser Streit für das amerikanische FED bedeutet. Es geht um die Unabhängigkeit der wichtigsten Notenbank der Welt, um Wahlkampfinteressen und darum, was passiert, wenn Regierungen direkten Einfluss auf den Leitzins nehmen – von Inflation bis zur Ansteckung anderer Wirtschaftsräume. Heutiger Gast: André Müller, USA-Wirtschaftskorrespondent Host: Alice Grosjean Andrés Kommentar zum Statement von Jerome Powell könnt ihr hier nachlesen. Einen Überblick über die Ereignisse von letzter Woche findet ihr hier. Das Baustellen-Video könnt ihr auf Youtube anschauen.
- Mercosur-Abkommen: Nach 25 Jahren ist die EU am Ziel – aber gespalten15.01., 02:3015.01.2026, 02:3000:14:35
Bauern kippen Kartoffeln auf den Grand Place in Brüssel, Traktoren blockieren Autobahnen in Spanien und Frankreichs Landwirte gehen auf die Barrikaden. Der Grund: das Mercosur-Abkommen. Mercosur steht für "Mercado Común del Sur", ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und vier südamerikanischen Staaten. Nach 25 Jahren Verhandlungen steht der Vertrag kurz vor der Unterzeichnung – und sorgt für heftige Kontroversen. In dieser Episode erklärt NZZ-Brüssel-Korrespondent Daniel Imwinkelried, warum viele europäische Bauern massive Konkurrenz fürchten und weshalb besonders Frankreich so vehement Widerstand leistet. Gleichzeitig zeigt er auf, warum das Abkommen für die EU von grosser strategischer Bedeutung ist. Bei nächsten Abkommen sind deshalb weitere Konflikte vorprogrammiert. Gast: Daniel Imwinkelried, Brüssel-Korrespondent Host: Antonia Moser Daniels Analyse kannst du auch nachlesen, in der NZZ. Und ein Probeabo dazu findest du hier.
- Der Ukrainer, der tote Soldaten birgt - auch russische14.01., 02:3014.01.2026, 02:3000:18:20
Olexi Jukow fährt dorthin, wo andere fliehen. Mit Helm, Schutzweste und einem alten Pick-up sucht er im Donbass nach Kriegstoten – ukrainischen wie russischen. Seine Aufgabe: Leichen bergen, identifizieren und den Angehörigen Gewissheit geben. Auch dann, wenn nur noch Knochen übrig sind. Und auch dann, wenn er und sein Team von Freiwilligen ständig Gefahr laufen, von Minen oder Drohnen überrascht zu werden. NZZ-Reporterin Katharina Bracher hat Olexi und seine Organisation "Platsdarm", zu deutsch Brückenkopf, auf einer Bergungsmission begleitet. Sie erzählt, warum Olexi diese schwierige Aufgabe übernimmt und warum nicht alle Ukrainer verstehen, dass Olexi auch russische Kriegstote birgt. Gast: Katharina Bracher, NZZ-Reporterin Host: Simon Schaffer Katharinas Reportage findest du auch in der NZZ. Falls du noch kein Abo hast, empfehlen wir dir das dreimonatige Probe-Abo.
- Israel: Warum einige ultraorthodoxe Juden doch zum Militär gehen13.01., 02:3013.01.2026, 02:3000:17:37
Yaakov Barchaim ist ultraorthodoxer Jude – und hat dennoch freiwillig in der israelischen Armee gedient. Für viele in seinem Umfeld ist das ein Tabubruch. Denn strenggläubige Juden sind weitgehend vom Militärdienst befreit. Was einst eine Ausnahme für wenige war, betrifft heute Hunderttausende. Spätestens seit dem Gaza-Krieg ist daraus einer der grössten gesellschaftlichen Konflikte Israels geworden. In dieser Folge NZZ Akzent erfährst du, weshalb die grosse Mehrheit der ultraorthodoxen Juden den Militärdienst strikt ablehnt. Gast: Rewert Hoffer, Israel-Korrespondent Host: Nadine Landert Rewerts Reportage findest du auch in der NZZ. Und das Probe-Abo für die NZZ gibt es hier.
- Venezuelas Ex-First Lady: Warum Cilia Flores auch im Gefängnis sitzt12.01., 02:3012.01.2026, 02:3000:11:49
Die USA verhafteten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro – und seine Ehefrau Cilia Flores. Sie war seine treue First Lady und zeigte sich auf Social Media stets an Maduros Seite, tanzte mit ihm, brachte ihm Kaffee. Dabei geht ihre politische Karriere schon weiter zurück als die ihres Mannes. Die Juristin holte den Vorgänger Maduros, Hugo Chávez, aus dem Gefängnis. Sie half ihm bei Reformen, mit denen er seine Macht ausbaute. Nun wird ihr in den USA der Prozess gemacht, unter anderem auch wegen Drogenhandels. Gast: Alexander Busch, Südamerika-Korrespondent Host: Antonia Moser Das Porträt von Cilia Flores (und auch sonst einiges über Venezuela) dazu kannst du in der NZZ nachlesen. Was die Verhaftung von Maduro und Flores für die Geopolitik bedeutet, das analysiert der Podcast NZZ Geopolitik. Und falls du noch kein Abo hast - hier findest du das Probe-Abo zum Testen.