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Neues vom Ballaballa-Balkan

Krsto Lazarevic und Danijel Majic

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177 Episoden · neueste 06.10.

Häufig erwähnt

Episoden

177
  1. Episode 66: Wieder Ärger im Nordkosovo oder Immer diese Serben!
    30.01., 00:0601:13:54

    Das neue Jahr ist schon fast einen Monat alt und eigentlich ist auf dem Balkan alles wie immer. Das bedeutet auch, dass im Norden des Kosovo weiterhin oder mal wieder die Gemüter hochkochen. Inzwischen dürfte jeder mitbekommen haben, dass man sich in den letzten Monaten - eigentlich das ganze letzte Jahr - über Kennzeichen gestritten hat. Das ging dann irgendwann so weit, dass Mitte 2022 Gerüchte über einen bevorstehenden Krieg die Runde machten. Ende des Jahres dann, zogen sich serbische Amtsträger aus den kosovarischen Institutionen zurück. Barrikaden wurden errichtet, Serbien schickte seinen Armeechef an die Grenze und später fielen dann in der vorwiegend von Serben bewohnten Region um Mitrovica auch Schüsse. Fest steht: Die Serben im Norden des Kosovo wollen am liebsten nicht zum kosovarischen Staat gehören. Und die Regierun in Priština scheint es Leid zu sein, ständig ins Leere hinein zu verhandeln. Die Zeichen standen lange auf Konfrontation und erst vor wenigen Tagen scheint sich die Tür für einen neuen Kompromiss geöffnet zu haben. Einstweilen bleibt das Nordkosovo eine Krisenregion. Und weil Krise und Krieg vier Buchstaben gemein haben, wird der Streit zwischen Albanern und Serben in der westlichen Berichterstattung gerne zu einem Stellvertreter-Konflikt zwischen einer prorussischen (Serbien) und einer westlich-orientierten (Kosovo) Regierung umgedeutet. Dass der Dauerstreit sehr spezifische und tiefergehende Gründe hat, wird dabei oft vergessen. Krsto und Danijel schauen sich daher an, was die Auslöser der jüngsten Eskalation sind und welchen Anteil die Regierungen in Belgrad und Priština daran haben. Denn merke: Scheiße bauen, können die Leute auf dem Balkan auch ganz ohne die Hilfe irgendwelcher Großmächte. Nebenbei erfahrt Ihr, wie die beiden Ballaballa-Balkan-Macher ins neue Jahr gestartet sind, wieso in Bosnien serbische Militärparaden abgehalten werden und warum Krsto es manchmal gar nicht mag, wenn man seinen Namen laut durch die Gegend schreit.

  2. Extra: Familie Deluxe oder Weihnachten in der Vukojebina
    23.12., 23:2501:53:19

    Hohoho! Was eine Bescherung! Pünktlich zu Heilig Abend haben wir nicht einfach nur ein Extra parat! Nein es ist die längste Folge aller Zeiten geworden. Mehr als 110 Minuten in denen wir sich Krsto und Danijel pünklich zu Weihnachten einem Thema widmen, dass sich andere Podcasts nicht anzufassen wagen. FAMILIE Nein, nicht die Mafiaorganisation, sondern diese gar nicht mal so kleine soziale Einheit, die Euch zu Weihnachten heimsucht wie andere Leute Geister. Heute geht es um Mama, Tata, Braco, Seka, Striko, Ujko, Tetka und ganz viele Rođaci. Was läuft anders bei Familien aus dem Ex-jugoslawischen Raum? Welche Arten von Familien pflegen eigentlich Gastarbeiterkinder? Und sterben bei serbischen Hochzeiten wirklich regelmäßig Menschen? Das alles und vieles mehr kommt auf den Tisch. Und da wir es gerade von Podcasts hatten, die sich nichts trauen, Jagoda Marinić von "Freiheit Deluxe" ist auch mit von der Partie. Denn es ist Weihnachten und wir geben gerne ein wenig von unserem Fame ab. Also viel Spaß und Sretan Božič!!!

  3. Episode 65: Feindbestimmungen - Die (deutsche) Rechte und Jugoslawien
    06.12., 00:0701:25:07

    Zwei Jahre ist es her, dass sich Krsto und Danijel mit der Rezeption Jugoslawiens und seines Zerfalls durch die deutsche Linke befasst haben. Zeit einen Blick an das andere Ende des politischen Spektrums zu werfen. Dass die Recht Zeit seines Bestehens mit dem Vielvölker-Staat Jugoslawien wenig anfangen konnte, versteht sich fast von selbst. Schließlich stand da jenseits der Karawanken nicht nur ein kommunistisches Staatswesen, sondern auch noch ein "Völkergefängnis", das angeblich grundverschiedene Ethnien zu einem Zusammenleben zwang - eine doppelte Dystopie aus rechter Sicht. Daran hat sich seit den 90ern nicht viel geändert. Doch die Freund-Feindbestimmung insbesondere in der Analyse der Sezessionskriege hat einen ganz grundlegenden Wandel erfahren. Krsto und Danijel sind dem nachgegangen und haben sich den rechten Disurs in Deutschland heute und vor 30 Jahren mal näher angesehen. Dabei sind sie auf ein paar interessante Parallelen in der Argumentation von Ex-Nazi-Kollaborateuren, Neuen Rechten und Konservativen gestoßen. Nebenbei erfahrt Ihr, wie Neues vom Ballaballa-Balkan das Jahr ausklingen lassen wird, warum Šljivovica mehr als nur ein Schnaps ist - jetzt auch hochoffiziell - und wie sich die Lage im Kosovo so entwickelt hat.

  4. Ballaballa-Balkan liest... "Krieg in Europa" von Norbert Mappes-Niediek
    23.11., 22:1000:33:15

    "Neues vom Ballaballa-Balkan" hat mal wieder einen Literatur-Tipp für Euch. Und wir sind ausnahmsweise mal hochaktuell, denn das Buch, um das es geht, ist bei Erscheinen dieses Podcasts gerade einmal seit einer Woche auf dem Markt. In "Krieg in Europa - Der Zerfall Jugoslawiens und der überforderte Kontinent" zeichnet der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek (u.a. die Zeit, der Standard, Frankfurter Rundschau)den Verlauf der jugoslawischen Sezessions-Kriege nach. Vor allem befasst er sich mit den oft hiflosen und von wenig Sachkenntnis geprägten Versuchen der europäischen Diplomatie, der Gewalt im ehemaligen Jugoslawien Herr zu werden. Danijel hat sich mit ihm über sein Buch unterhalten unter anderem über die Frage, was an den Ereignissen der 90er-Jahre heute noch aktuell ist. (Titelbild: Victoria Karger)

  5. Episode 64: Zoran Milanović oder der kürzeste Weg von Links nach Rechts
    06.11., 22:0801:14:49

    Der kroatische Präsident hat einen U-Turn von links nach rechts hingelegt. Mit einer Betonung auf dem U. In dieser Folge unterhalten sich Danijel und Krsto über Zoran Milanović und erklären, wie ein einst progressiver Premierminister sich in den vergangenen beiden Jahren zu einem Populisten wandelte, der eine Querfrontstrategie bedient und sich dabei nicht zu Schade ist, sich bei serbischen Nationalisten einzuschleimen oder zu drohen, die Nato-Mitgliedschaft von Finnland und Schweden zu blockieren, wenn es keine von ihm gewünschte Wahlrechtsreform in Bosnien-Herzegowina gibt. Außerdem erfahrt ihr, was vom neuen Film des kanadisch-serbischen Regisseurs Boris Malagurski zu halten ist, warum die Staats- und Regierungschefs aus dem Westbalkan in Berlin waren und was der Anlass für neuen Ärger im Kosovo ist.

  6. Ballaballa-Balkan spricht mit... Samir Beharić über die Wahlen in Bosnien-Herzegowina
    25.10., 23:4400:52:12

    Man darf es gar nicht mehr sagen: Aber wir müssen schon wieder über Bosnien reden. Am 2. Oktober wurden dort nämlich die mit Spannung erwarteten allgemeinen Wahlen abgehalten. Die Ergebnisse waren teils überraschend, teils enttäuschend. Und zu guter Letzt hat der Hohe Repräsentant der Internationalen Gemeinschaft allen die Show gestohlen, indem er ausgerechnet am Wahlabend per Dekret das Wahlgesetz und Teile der Verfassung im bosniakisch-kroatischen Landesteil abänderte. Was das für das Land bedeutet, versucht in dieser Zwischenfolge Danijel im Gespräch mit dem Menschenrechtsaktivisten und Politikanalysten Samir Beharić zu klären.

  7. Episode 63: No Euro, No Pride - Backlash in Serbien
    03.10., 21:4001:12:19

    Serbien ist in Gefahr! Schon wieder. Diesmal drohen finstere Kräfte aus dem fernen Brüssel Hand an die Fundamente der serbischen Nation und ihrer heiligen Werte zu legen, indem sie ungefragt queere Menschen durch die Straßen Belgrads marschieren lassen. GAYROPA versucht Serbien unter Druck zu setzen. Muss man wissen. Was los war? Eigentlich wollten nur ein paar hundert bis ein paar Tausend queere Menschen die Europride in Belgrad abhalten. Doch weil die serbisch orthodoxe Kirche im Vorfeld ein Bedrohungsszenario sondergleichen aufbaute und die serbische Regierung ein absurdes Theater um die Erlaubnis für die Veranstaltung aufführte, wurde aus einer fröhlichen Veranstaltung ein (einseitiger) Kulturkampf von rechts. Krsto war vor Ort (siehe Sondersendung). In dieser Episode analysieren wir nochmal die Hintergründe der ganzen Debatte und schauen uns an, wer von der Hetze gegen die LGBTQ-Szene profitiert oder zu profitieren glaubt. Außerdem kommen Menschen zu Wort, die am Rande der Pride körperlich angegriffen wurden. Nebenbei erfahrt Ihr, was sich der Hohe Repräsentant Christian Schmidt jetzt wieder für Bosnien ausgedacht hat, weshalb wir über die vergangene Basketball-Europameisterschaft den Mantel des Schweigens hüllen und warum Bulgarien wieder in der Hand des "männlichsten Mann-Politikers" der Region liegt.

  8. Extra: Europride 2022 in Belgrad
    17.09., 22:2200:27:16

    Rechtextreme und orthodoxe Kirche marschieren gegen die Europride auf. Krsto ist vor Ort und erzählt Franziska Tschinderle von seinen Eindrücken.

  9. Episode 62: About Schmidt oder Warum wir schon wieder über Bosnien reden müssen
    28.08., 22:1601:10:35

    Es ist mal wieder soweit. Wir müssen uns schon wieder über Bosnien unterhalten. Das tun ja im Moment eh alle. Anlass ist der "Ausraster" des Hohen Repräsentanten der Internationalen Gemeinschaft, der es für nötig befand, bei einer Pressekonferenz in Goražde - freundlich gesagt - etwas ungehalten auf Nachfragen zu seinen vermeintlichen Plänen für eine Wahlrechtsreform in der Föderation zu reagieren. Und während sich das Netz fröhlich über Christian Schmidt und seine "balkanische" Unbeherrschtheit lustig macht, kommt vor allem in der deutschsprachigen Berichterstattung etwas zu kurz worum es eigentlich geht. Daher tauchen Krsto und Danijel noch einmal tief ein in die bosnische Verfassung, das Wahlrecht in der Föderation - die ja nur eine Teilentität ist - und befassen sich - wie könnte es anders sein - mit Fragen des ethnischen Proporzes. Das hat ja Tradition. Natürlich tun sie das nicht allein. Mit in der Sendung dabei sind die Bundestagsabgeordneten Adis Ahmetović und Josip Juratović, sowie der Osteuropa-Experte Vedran Džihić. Wenn Ihr am Ende dieser Folge also nicht verstanden habt, worum es geht, wissen wir auch nicht weiter. Nebenbei erfahrt Ihr, warum der faulste Mann Montenegros gar nicht erfreut ist, wenn man ihn als Faulenzer tituliert. Warum ebenfalls in Montenegro die Regierung gestürzt wurde und was eigentlich in Serbien so abgeht (viel).

  10. EXTRA: Wie auf Twitter ein Krieg herbeifantasiert wurde
    11.08., 23:5200:30:18

    Am 31 Juli trendeten unter #Kosovo zahlreiche Beiträge die Desinformationen über einen Krieg im Kosovo streuten. Krsto analysiert in dieser Folge, woher die Falschinformationen kamen, wie sie sich verbreitet haben und was eigentlich wirklich passiert ist. Zu Gast ist die Korrespondentin Franziska Tschinderle, die gerade im Kosovo war.

  11. Episode 61: Her Body, not her Choice - Reproduktive Rechte auf dem Balkan
    25.07., 21:2701:21:46

    Schon gehört, dass die USA am Rande der Balkanisierung stehen? Schuld ist der Supreme Court, der vergangenen Monat das wegweisende Urteil "Roe vs. Wade" gekippt und damit Millionen von Frauen faktisch den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen versperrt hat. Und weil die USA damit in Sachen "Recht auf Abtreibung" ein Flickenteppich werden, reden Manche von Balkanisierung. Dabei könnte der Begriff in diesem Kontext nicht falscher sein. Denn in den meisten Staaten des ehemaligen Jugoslawiens und in Albanien sind Schwangerschaftsabbrüche zumindest binnen einer gewissen Frist legal und gesetzlich garantiert. Doch was bedeuten diese Garantien in der Praxis? In einigen Ländern nicht viel, wie sich bei näherem Hinsehen zeigt. Vor allem aber ist das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Denn sogenannte "Lebensschützer" machen dagegen Front - ausgestattet mit viel Geld und wenig Anstand. Danijel und Krsto werfen einen Blick auf die aktuelle Situation, den Diskurs und die Akteure vor Ort. Als Expertinnen mit dabei sind Gresa Hasa vom feministischen Magazin "Shota" in Albanien und Marinella Matejčić von der kroatischen Bürgerrechtsorganisation "Pariter". Nebenbei erfahrt ihr, warum einem an deutschen Kiosken kroatische Jugendliche mit dem Hitlergruß begrüßen können, warum gerade in Bosnien helle Aufregung um den Hohen Repräsentanten herrscht und wieso Aleksandar Vučić nicht nach Kroatien einreisen durfte.

  12. Episode 60: Nett hier, aber waren Sie schon mal in Rumänien?
    29.06., 00:1001:06:13

    In dieser Folge geht es endlich um das größte Land auf dem Balkan: Rumänien. Und weil Danijel und Krsto leider absolut keine Ahnung haben ist die Spiegel-Redakteurin Lina Verschwele zu Gast, die den beiden erklärt, was da eigentlich so los ist. Wie sieht es politisch aus? Welche Rolle spielt das Land im Ukrainekrieg? Und wer ist eigentlich berühmter – Graf Dracula oder Nicolae Ceaușescu? Diese und viele anderen Fragen klären wir in dieser Episode. Ralf Grabuschnig vom Déjà-vu Geschichte-Podcast war so freundlich die Geschichte Rumäniens in wenigen Minuten zusammen zu fassen. Wie immer eine sehr dankbare Aufgabe. Außerdem erfahrt ihr, warum auf dem Westbalkan mit der EU-Integration nicht vorankommt, warum Milorad Dodik mal wieder bei Putin zu Besuch war und was für einen großartigen neuen Nationalpark Albanien nun hat. In diesem Sinne, Noroc!

  13. Ballaballa-Balkan lästert...über Nationalhymnen
    14.06., 23:4300:48:23

    Es ist mal wieder Zeit für eine Zwischenfolge. Und wir haben uns entschieden, diesmal den Schwerpunkt auf die Lästerei zu legen. Denn wie Ihr wisst, haben wir es beim Ballaballa-Balkan nicht so mit Nationen und Nationalstolz. Deshalb nehmen wir uns jetzt die Nationalhymnen der Nachfolgestaaten Jugoslawiens vor. Und zwar jede einzelne. Und man, gibt es da was zu erzählen. Slowenen schreiben serbische Hymnen, Serben kroatisch und die Deutschen mischen auch mal wieder mit. Alles ist dabei: Pathos, Schwermut und Nazis. Also: Hand aufs Herz und Ohren aufgesperrt. Dann erfahrt, welche die persönlichen Favoriten von Danijel und Krsto sind. Und noch so einiges mehr.

  14. Episode 59: Macht doch wieder mal Urlaub
    31.05., 00:3501:17:41

    Nach zwei Jahren Pandemie kann man endlich wieder guten Gewissens Urlaub machen und was sollten wir euch auch anderes empfehlen als auf den Balkan zu reisen. In Episode 15 haben wir euch ja schon mal Tipps gegeben, aber weil eine Folge einfach nicht reicht, bekommt ihr jetzt noch mehr Reisetipps. Und weil wir beide uns leider nur mit dem ehemaligen Jugoslawien auskennen, haben wir noch weitere Tipps von drei Journalistinnen eingeholt. Lisa Verschwele erzählt euch, warum ihr die rumänische Sphinx besuchen solltet, Franziska Tschinderle empfiehlt einen Stausee in Albanien und Rayna Breuer gibt uns ganz viele Tipps zu Bulgarien und erzählt, warum die Goldküste vielleicht doch nichts für jeden ist. Ansonsten erfahrt ihr noch, warum in Bosnien-Herzegowina Geld für die Wahlen fehlt, die Bundeswehr im Kosovo bleibt und homosexuelle Paare in Kroatien endlich Kinder adoptieren dürfen.

  15. Extra: Ballaballa-Bleiburg - Epilog
    17.05., 18:2100:16:34

    Es ist mal wieder Mai. Und wie es bei "Neues vom Ballaballa-Balkan" üblich ist, widmen wir uns in diesem Monat den Geschehnissen im dem pitoresken Kärntner Städtchen Bleiburg/Pliberk - seines Zeichens lange Jahre Ort einer der größten rechtsextremen Versammlungen in Europa: des sogenannten "Ustascha-Gedenkens". Dieses Jahr nun fällt alles deutlich kleiner aus. Die Pandemiezeit haben die österreichischen Behörden genutzt, um die geschichtsrevisionistische Veranstaltung in ihrer bisherigen Form zu verbieten und auf einen Gedenkgottesdienst zusammenzustoßen. In dieser Extra-Ausgabe erfahrt ihr nun etwas detaillierter, was in Bleiburg in den letzten Monaten geschehen ist, wie das "Gedenken" in diesem Jahr aussah und warum man vielleicht vorsichtig sein sollte, wenn man jetzt schon das Ende des "Ustascha-Gedenkens" feiert. Über all das hat sich Danijel mit Mitgliedern des AK Bleiburg/Pliberk unterhalten, die das Treffen seit Jahren beobachten und Hintergründe recherchieren.

  16. Episode 58: Die Paten - Organisierte Kriminalität in Serbien und Montenegro
    28.04., 23:2801:10:59

    Als Jugo ist man es gewohnt, für latent kriminell gehalten zu werden. Böser Blick, Messer in der Tasche, zack ist das Schutzgeld erpresst. Doch abseits rassistischer Klischee hat der Balkan natürlich auch wirklich ein Problem mit organisierter Kriminalität. Und zwar ein gewaltiges. In dieser Episode schauen wir uns speziell zwei Länder an: Serbien und Montenegro. Denn viele wissen zwar, dass es hier so etwas wie eine eigene Mafia gibt, aber das war es auch schon. Dass tatsächlich einer der größten Kokain-Händler Europas aus Montenegro stammt und derzeit unter recht komfortablen Bedingungen mal wieder einen Prozess in Belgrad erwartet, dürfte hingen im Westen den Wenigsten bekannt sein. Ebenso die Hintergründe eines Streits zwischen zwei Klans aus einer montenegrinischen Kleinstadt, der in Europa schon gut 50 Menschenleben gefordert hat. Und natürlich hat das ganze auch mal wieder ganz viel mit Politik zu tun. In dieser Folge also werfen Danijel und Krsto einen Blick auf die Strukturen, die Hintermänner und ihre Kontakte in höchste Regierungskreise. Unterstützt werden sie dabei von Jelena Radivojević, Reporterin des Investigativportal KRIK aus Belgrad. Nebenbei erfahrt ihr, warum die beiden Moderatoren mal wieder klandestin in einem Hotelzimmer hocken, welchen Verkaufswert Koks in Brüssel hat und warum wir uns schweren Herzens von einem liebgewonnenen Balkan-Despoten verabschieden müssen.

  17. Ballaballa Liest Grenzgänge, Fang Den Hasen, Platte 317
    08.04., 01:3500:33:29

    Heute geht es um Diaspora-Literatur. Krsto stellt euch drei Bücher vor. Im Angebot haben wir eine bosnisch-serbische Autorin, die in Kroatien geboren wurde und in den letzten Jahren in Barcelona lebte. Einen Autor, der in Finnland aufgewachsen ist und auf Finnisch schreibt, der aber im Kosovo geboren wurde und deren Eltern aus Albanien kommen. Und eine Autorin, die im bulgarischen Burgas geboren wurde und ein Buch geschrieben hat über das Bulgarien kurz nach Wende, dass zwar durchgängig in Bulgarien selbst spielt, dass aber in deutscher Sprache verfasst wurde.

  18. Episode 57: Putinsche Spiele oder Der russische Einfluss auf dem Balkan
    10.03., 22:0701:13:49

    Manchmal ist die Wahrnehmung des ehemaligen Jugoslawiens in Westeuropa etwas merkwürdig. Erst muss man den Menschen dort Jahre lang erklären, dass "der Krieg" schon seit geraumer Zeit vorbei ist. Und kaum haben sie das endlich geschnallt, vergessen sie, dass es diesen Krieg (besser: diese Kriege) überhaupt jemals gegeben hat. Zumindest macht das im Moment den Anschein, da ja nach Aussage diverser Medien und Amtsträger in der Ukraine zum ersten Mal seit mehr als 70 Jahren ein Krieg in Europa tobt. Verständlicherweise sind derzeit alle Augen nach Kiew, Mariupol, Khahrkiv und natürlich nach Moskau gerichtet. Doch man sollte nicht vergessen, dass es auch dem Ballaballa-Balkan noch der eine oder andere Konflikt nicht gelöst ist...und in einigen davon, hat Herr Putin seine Finger mit ihm Spiel. Wie groß ist der russische Einfluss im ehemaligen Jugoslawien? Wer sind Putins Verbündente und was erhoffen sie sich von ihm? Und wie wird dort über den Krieg in der Ukraine gesprochen? All das versuchen Danijel und Krsto, in dieser Episode ein wenig auszuleuchten. Nebenbei erfahrt Ihr, wie es der berühmteste Koks-Nazi der Welt so mit Putin hält, mit wem sich Krstos Verwandschaft so fotografieren lässt und warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Slowenien den Aufstand proben.

  19. Episode 56: Jugoslawien Episode 1 – Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen
    07.02., 01:5001:10:27

    Auch wenn es gerne übersehen wird, aber es gab ein Jugoslawien vor Tito. Genaugenommen von 1918 bis 1941 und zunächst als Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Wir stellen uns die Fragen, wie dieser Staat entstand, wie er so funktioniert hat und wer überhaupt auf die Idee gekommen ist, dass sich diese Südslawen in einem Staat vereinen sollten. Und wir sprechen auch darüber, wie sich schon damals Serben und Kroaten gestritten haben, wie zeitweise alle paar Wochen die Regierungen wechselten, was es mit dem großen Konflikt zwischen Zentralismus und Föderalismus im ersten Jugoslawien auf sich hat und wie der Staat dann nach dem Einmarsch der Nazis zerbrach. Dafür haben wir den Historiker und Ehrenslowenen Ralf Grabuschnig vom Déjà-vu Geschichte Podcast eingeladen, der uns mit seiner Expertise aushilft. Ansonsten erfahrt ihr wie Novak Đoković der Umweltbewegung in Serbien geholfen hat, warum es in Bosnien-Herzegowina erstmal keine Wahlrechtsreform geben wird, wie Corona auf dem Balkan wütet und warum in Montenegro nach gerade einmal 14 Monaten die Regierung gescheitert ist.

  20. NvBB: Was hat es auf sich mit...Kevin Spacey und Jakov Sedlar
    02.02., 13:3200:28:46

    Es ist mal wieder Zeit für eine Kurzfolge. Wir wissen, dass der Balkan nicht arm ist an irren Typen, die für Geld so ziemlich alles machen würden. Aber warum eigentlich müssen wir uns eigentlich jetzt auch noch welche aus den USA importieren? Ihr habt es vielleicht mitbekommen: Kevin Spacey, der aufgrund sexueller Übergriffe in Ungnade gefallene Hollywood-Star, war Anfang des Jahres in Kroatien unterwegs. Und zwar beruflich. Spacey soll in einem dubiosen Filmprojekt niemanden geringeres als den kroatischen Staatsgründer Franjo Tuđman spielen. Passt schon, könnte man sagen...einen besonders guten Ruf genießen beide nicht mehr. Also was soll's? Wir sehen das nicht ganz so. Nicht weil uns Spacey so sehr interessieren würde, sondern weil er mit einem Mann zusammenarbeitet, der sich in den letzten Jahrzehnten zurecht den Ruf eines Propagandisten erworben hat: Jakov Sedlar. Ein Regisseur, der in seinen Dokumentarfilmen die faschistischen Ustascha relativiert und Serben gerne dämonisiert. Und genau diesen Jakov Sedlar wollen wir uns an dieser Stelle etwas genauer ansehen. Denn Spacey ist nicht der einzige Prominente, der mit ihm zusammenarbeitet. Deshalb gucken wir uns an, wie Sedlar arbeitet, welche Botschaften er vermittelt und wer ihn hofiert. Und wir sprechen mit dem us-amerikanischen Autor und Regisseur Joe Tripician. Diesen verbindet eine ganz eigene Geschichte mit Sedlar. Denn Ende der 90er-Jahre sollte Tripician in Sedlars Auftrag die offizielle Biographie von Franjo Tuđman verfassen. Doch das lief dann alles anders als geplant. Ein skurill-witzige Geschichte, mit sehr ernstem Hintergrund.

Podcast by Krsto Lazarevic und Danijel Majic