
Fieber bei Kindern und Jugendlichen: Was die S3-Leitlinie für die Praxis bedeutet
Beschreibung der Episode
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Wann braucht ein fieberndes Kind weitere Abklärung – und wann vor allem Ruhe und Unterstützung?
Dr. Isabelle Lück bespricht die S3-Leitlinie zum Fiebermanagement bei Kindern und Jugendlichen und ihre Bedeutung für Praxis und Notaufnahme. Im Mittelpunkt stehen ansonsten gesunde Kinder im ambulanten Setting, die klinische Einschätzung und eine verständliche Beratung der Eltern. Themen der Folge
- Fieberdefinition und Temperaturmessung: Besonderheiten bei Säuglingen und größeren Kindern.
- Warnzeichen: unter anderem Bewusstseinsstörungen, Hauteinblutungen, auffällige Atmung und Zeichen einer Dehydration.
- Junge Säuglinge: Warum Fieber unter drei Monaten eine zeitnahe ärztliche Beurteilung erfordert.
- Symptomorientierte Behandlung: Wohlbefinden und Schmerzen als Anlass für den Einsatz von Paracetamol oder Ibuprofen.
- Unterstützende Maßnahmen: Flüssigkeit anbieten, Schlaf ermöglichen, Nähe geben und Auskühlung vermeiden.
- Aussagekraft des Ansprechens auf Antipyretika und die Frage nach der Fieberkrampfprophylaxe. Take-Home-Messages
- Entscheidend ist, wie es dem Kind geht. Die Temperatur allein ersetzt keine klinische Einschätzung.
- Warnzeichen und Fieber bei Säuglingen unter drei Monaten erfordern besondere Aufmerksamkeit.
- Die Gesprächspartner betonen: Antipyretika dienen der Symptomkontrolle; eine Temperaturzahl allein ist kein Behandlungsziel.
- Eine Besserung nach Antipyretika erlaubt laut Gespräch keinen Rückschluss auf Ursache oder Schwere der Infektion.
- Antipyretika werden im Gespräch nicht zur Prophylaxe von Fieberkrämpfen empfohlen.
- Nicht medikamentöse Maßnahmen und die Beratung der Bezugspersonen gehören zum Fiebermanagement.
Gast Dr. Isabelle Lück, Notfallmedizinerin, Chefärztin einer Notfallambulanz und eine der Personen hinter Notfallguru. Für wen hörenswert? Für Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Personal in Pädiatrie, Allgemeinmedizin und Notfallversorgung, die fiebernde Kinder beurteilen und ihre Bezugspersonen beraten. Kennst Du schon die Fortbildungsakademie von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne um und entdecke unsere aktuellen Live-Online- und On-Demand-Fortbildungen: https://klinischrelevant.de/fortbildungen/
Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de