Saskia: Er drückte mir das Kissen ins Gesicht und genoß die Panik
Beschreibung der Episode
True Crime über narzisstische Männer.
TATORT: ZUHAUSE
TÄTER: DER EIGENE PARTNER
Real True Crime nicht nur hören – sondern verstehen.
Täterpsychologie erkennen. Beziehungsmuster durchschauen.
Verstehen, warum Männer manipulieren, kontrollieren und verletzen.
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🎙️ „Er drückte mir ein Kissen ins Gesicht – und wartete auf meine Panik“ | Saskia
Was, wenn ein Mann sich nach außen moralisch, feministisch und sensibel inszeniert – und hinter verschlossenen Türen Freude daran hat, eine Frau zu quälen?
In dieser Folge von „Ich bin die dritte Frau“ erzählt Saskia ihre Geschichte.
Saskia ist 41 und war eineinhalb Jahre mit einem narzisstischen Mann zusammen. Kennengelernt haben sie sich über Bumble. Was folgt, ist Love Bombing in extremer Geschwindigkeit: 24/7 Nachrichten, Geschenke, gemeinsame Zukunftspläne, Hochzeit, Projekte – nach wenigen Wochen hat er bereits einen Schlüssel zu ihrer Wohnung.
Doch sehr früh beginnt die Triangulation. Andere Frauen sind ständig Thema. Gleichzeitig kontrolliert er ihre männlichen Kontakte und inszeniert seine Eifersucht zunächst als Verletzlichkeit.
Dann kippt die Beziehung.
Wenn Saskia Widersprüche anspricht, erklärt er sie zur „Drama Queen“, zum „Psycho“ und schließlich selbst zur Täterin. Er übernimmt sogar Begriffe aus der Aufklärung über narzisstischen Missbrauch und benutzt sie gegen sie. Saskia beginnt zu glauben, sie sei tatsächlich das Problem.
Doch es bleibt nicht bei psychischer Gewalt.
Er würgt sie. Drückt ihr ein Kopfkissen aufs Gesicht und wartet, bis sie Panik bekommt. Schleudert sie gegen Wände und Möbel. Spuckt ihr ins Gesicht. Nutzt ihre Höhenangst, um so zu tun, als würde er sie von einer Brücke werfen. Beim Autofahren lässt er das Lenkrad los und zwingt Saskia einzugreifen.
Auch sexualisierte Gewalt, Erniedrigung und Objektifizierung werden Teil der Beziehung. Er fordert Nacktbilder, setzt sie damit unter Druck und macht selbst die Klärung von Konflikten davon abhängig, dass Saskia ihm intime Bilder schickt.
Währenddessen lebt er monatelang in ihrer Wohnung, ohne sich an Miete, Nebenkosten oder Haushalt zu beteiligen. Saskia verliert zunehmend ihre sozialen Kontakte und psychisch immer mehr den Boden unter den Füßen.
Als er für einen Job nach Bayern geht, beginnt eine besonders perfide Phase aus Silent Treatment, Ghosting, Abwertung, Hoovering und Triangulation. Saskia schläft kaum noch, leidet unter Panikattacken und Migräne und kommt schließlich in eine Tagesklinik.
Selbst nach der endgültigen Trennung hört der Kontaktversuch nicht auf. Über WhatsApp und später wechselnde E-Mail-Adressen versucht er weiter, sie zu erreichen – über mehr als ein Jahr hinweg.
Diese Folge zeigt nicht nur die Eskalation narzisstischer Gewalt. Sie zeigt auch, dass Täter sich nach außen genau mit den Werten inszenieren können, die ihrem Verhalten hinter verschlossenen Türen fundamental widersprechen. Saskia erzählt ihre Geschichte auch deshalb, weil sie zeigen möchte, dass eine öffentlich moralische oder feministische Selbstdarstellung kein Schutz vor Täterschaft ist.
💬 Saskias Botschaft:
Sprecht darüber. Auch über die Dinge, für die ihr euch schämt.
„Das schützt Täter, das Schweigen.“
Schuld und Scham gehören nicht zu der Frau, die Gewalt erlebt hat. Sie müssen die Seite wechseln.
☎️ Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen:
116 016 – kostenlos, anonym, 24/7
True Crime über narzisstische Männer.
Täter. Muster. Macht.
Ich bin die dritte Frau.