HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk

Hamburger Abendblatt
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08.10.2026
Beschreibung
"HSV-Wir müssen reden – Der Fussball-Talk" für echte Kenner und echte Fans! Möchtest du mehr als nur Ergebnisse? Dann bist du bei uns genau richtig! Unsere erfahrenen Abendblatt-Sportreporter Henrik Jacobs, Alexander Laux, Stefan Walther und Kai Schiller bieten dir exklusive Einblicke, packende Analysen und spannende Diskussionen rund um den HSV und seinen Weg zurück in die 1. Bundesliga. Freue dich auf interessante Gäste aus der Fußballwelt, die für spannende Gespräche sorgen. Verpasse keine Folge und sei hautnah dabei, wenn es um die wichtigsten Spiele, Transfers und Ereignisse rund um den HSV geht. Wir bieten dir tiefgehende Analysen, taktische Einblicke und Hintergründe, die du sonst nirgends findest. Wir beleuchten nicht nur die aktuelle Saison, sondern werfen auch einen Blick auf die Geschichte des HSV und diskutieren über die Zukunft des Vereins. Abonniere jetzt unseren Abendblatt-Podcast "HSV, wir müssen reden" auf allen bekannten Podcast-Plattformen und in der Abendblatt-Podcast-App und verpasse keine Folge. Außerdem sind wir mit diesem Podcast auch auf YouTube vertreten. Teile diesen Podcast mit allen HSV-begeisterten Freunden. Feedback und Anregungen sind herzlich willkommen unter moinhamburg@abendblatt.de. Hast du Fragen oder Anregungen? Schreib uns gerne eine Nachricht oder kommentiere auf unseren Social-Media-Kanälen. Und bitte vergiss nicht, uns zu bewerten. Nur gemeinsam können wir den HSV unterstützen. Viel Spaß beim Hören und Mitdiskutieren!
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Episoden
  1. Schafft Steffen Baumgart mit dem HSV die Rückkehr in die Bundesliga? Nach dem 2:2 in Rostock ist das Interimscoach-Intermezzo von Merlin Polzin bereits wieder beendet. Nun soll also Baumgart die Mission Aufstieg angehen und die in ihren Leistungen bislang sehr schwankenden Hamburger zu mehr Konstanz und vor allem Erfolg führen. Ob er dafür auch der richtige Mann ist, das analysiert Horst Heldt in der neuen Folge von „HSV – wir müssen reden“. Der Manager holte Baumgart im Jahr 2021 zum 1. FC Köln, bevor er selber beurlaubt wurde. „Wenn es einer schafft, dann Steffen“, verbreitet Heldt vorsichtigen Optimismus für alle HSV-Fans. In dem knapp einstündigen Gespräch gewährt der 54-Jährige tiefe Einblicke in die Abläufe einer Trainerverpflichtung. Er erzählt erfrischend detailliert, wie ein Trainer-Scouting abläuft, wie ihn Baumgart bei einem Geheimtreffen in einem Düsseldorfer Hotel überzeugte, wie die Kontaktaufnahme ablief und worüber konkret gesprochen wurde. Direkt nach dem Austausch wusste Heldt: „Er wird es – und kein anderer!“ Der aktuell vereinslose Fußball-Manager veranschaulicht, was den Menschen Steffen Baumgart auszeichnet, wie er eine ganze Stadt hinter sich vereinen kann, warum sein Fußball zum HSV passt, und warum Teile seine Handschrift sogar schon im kommenden Heimspiel gegen Elversberg erkennbar sein werden. Am Ende gewinnt man den Eindruck, dass sich die HSV-Fans auf die Spielweise unter Baumgart freuen dürfen, die Hamburg zum ersehnten Aufstieg führen soll. Weitere Folgen unter https://www.abendblatt.de/podcast

  2. Können die aktiven Fanszenen mit ihren Protesten den Investoreneinstieg bei der DFL noch verhindern oder führen die Aktionen der Ultras letztlich nur zu einer Spaltung der Anhängerschaft? Beim Heimspiel des HSV am Freitagabend gegen Hannover 96 (3:4) sorgten die Gästefans für einen Eklat, indem Plakate mit Porträts in Fadenkreuzen gezeigt wurden, darunter der Kopf von Hannovers Geschäftsführer Martin Kind. Damit haben die Proteste eine neue Eskalationsstufe erreicht. In dieser Folge von „HSV – wir müssen reden“ wagen wir gemeinsam mit dem Fanforscher Harald Lange einen Ausblick in die Zukunft, wie es nun weitergeht. Doch warum ist der Konflikt so festgefahren? Im Dezember haben die 36 Erst- und zweitligisten den Weg frei für Verhandlungen mit einem Investor gemacht. Die knappstmögliche Zweidrittelmehrheit von 24 Ja-Stimmen kam vermutlich dank der Stimme Martin Kinds zustande, der entgegen der Anweisung seines Muttervereins Hannover 96 für einen Investoreneinstieg gestimmt haben soll. Der Vorwurf der Ultras lautet, dass hier ein Verstoß gegen die 50+1-Regel vorgelegen haben soll, juristisch geklärt ist der Fall allerdings noch nicht. Von dem möglichen Deal erhofft sich die DFL eine Milliarde Euro für die Beteiligung von acht Prozent der TV-Vermarktung über die nächsten 20 Jahre. Erst im Mai hatten sich die DFL-Clubs in einer offenen Abstimmung gegen einen solchen Deal ausgesprochen. Die Ultras kritisieren, dass so lange abgestimmt wurde, bis den Bossen der DFL das Ergebnis passte. Haben die Fans recht?

  3. Am Freitagabend wird es im Volksparkstadion wieder richtig voll. Für das Nordduell zwischen dem HSV und Hannover 96 (18.30 Uhr) werden mindestens 54.000 Zuschauer erwartet. Nachdem das Hamburger Auswärtsspiel am vergangenen Sonnabend bei Hertha BSC (2:1) wegen umfangreicher Fan-Proteste kurz vor dem Abbruch stand, dürfte es am Freitag erneut zu fliegenden Tennisbällen und Spielunterbrechungen kommen.

  4. Dass Spobischef Klewenhagen einer der versiertesten Kenner des Fußballbusiness ist, wird beim Podcast „HSV – wir müssen reden“ schnell deutlich. Der Familienvater schüttelt die wirtschaftlichen Kennzahlen des HSV aus dem Ärmel, zeugt Respekt vor der Umsatzentwicklung, der finanziellen Performance und der Erlöse aus dem Marketingbereich. „Wirtschaftlich ist der HSV besser denn je aufgestellt“, sagt Klewenhagen, der es bei der Lobhudelei aber auf keinen Fall belassen will. „Der HSV hat kein Umsatzproblem. Aber sportlich konnte man den Ansprüchen zuletzt nicht gerecht werden“, sagt der Unternehmer.

  5. Der Moment, der Lars Pegelow für immer an den HSV binden wird, liegt knapp achteinhalb Jahre zurück. Es lief die 90. Minute im alten Karlsruher Wildparkstadion, als die bereits mit einem Bein abgestiegenen Hamburger in der Relegation 2015 einen letzten Freistoß bekamen. Marcelo Díaz trat an, der Rest ist Geschichte. Gleich siebenmal schrie Pegelow „Tooooor“ in sein Mikrofon für den Radiosender NDR 90,3. „Man kann darüber streiten, ob die journalistische Distanz zum Ausdruck kommt, aber in dem Moment kamen alle Emotionen hoch“, sagt der Reporter im Podcast „HSV – wir müssen reden“. „Es war mit Sicherheit einer meiner lautesten Torschreie und auch eines der emotionalsten Spiele.“ Am Sonntag (13.30 Uhr) kommt es zum Wiedersehen zwischen dem HSV und dem KSC im Volksparkstadion. Für Pegelow ist es zugleich das 1000. Spiel als Reporter. Seine knapp 27-jährige Reise mit dem HSV begann 1997 mit dem UI-Cup-Duell auf Island bei Leiftur Ölafsfjördur (2:1). Trainer der Hamburger war damals Frank Pagelsdorf, der inzwischen 26 Nachfolger vorzuweisen hat. Jedes Mal mit dabei: Lars Pegelow. Den aktuellen HSV-Coach Tim Walter nimmt die Stimme des NDR als selbstbewusst und bisweilen „bissig“ gegenüber Journalisten war. Eigenschaften, denen er etwas Positives abgewinnen kann. „Er hat im Grunde kein Gen für Selbstzweifel. Das ist auch eine große Stärke. Ob es sich irgendwann auch als große Schwäche herauskristallisiert, werden wir wahrscheinlich in den nächsten Monaten erleben.“ Pegelow meint das bevorstehende Aufstiegsfinale. Nach zwei verlorenen Relegationen gegen Hertha (2022) und Stuttgart (2023) habe er sich erneut die Termine der K.o.-Spiele um den letzten Bundesligaplatz (23. und 27. Mai) freigehalten. Denn er rechnet mit dem nächsten Drama. „Das Ganze wird bestimmt noch einmal auf die Spitze getrieben. Es wäre völlig untypisch für den HSV, wenn der Aufstieg jetzt einfach glatt durchlaufen würde.“ Sollte der HSV tatsächlich in die Bundesliga zurückkehren, könnte es wieder laut werden an seinem Mikrofon. Vielleicht sogar lauter als beim Freistoßtor von Díaz.

  6. Vor wenigen Tagen hat sich Dagmar Berghoff mal wieder über das Fußballgeschäft geärgert. Dass der Berater von Bakery Jatta mit Angeboten von andere Vereinen Druck auf den HSV ausgeübt hat, sei ein typisches Beispiel für die Entwicklung des Fußballs gewesen. „Bakery wollte den HSV nicht verlassen. Es ging dem Berater nur ums Geld“, sagte die frühere Aufsichtsrätin des HSV, die 1996 als erste Frau im deutschen Profifußball in einen Aufsichtsrat gewählt wurde und den Präsidenten Uwe Seeler kontrollierte. Noch heute verfolgt die langjährige Tagesschau-Sprecherin ganz genau, was in ihrem Lieblingsverein passiert. Genau wie ihr früherer Kollege Jo Brauner. Der 86-Jährige, der von 1973 bis 1991 als Stadionsprecher im Volksparkstadion arbeitete, geht noch regelmäßig zu den HSV-Heimspielen. „Die Stimmung im Volksparkstadion ist einzigartig“, sagt Brauner, der genau wie Berghoff viele Jahre das Gesicht der Tagesschau war. Wie die beiden über die aktuelle Entwicklung des HSV denken, warum sich beide auch über einen Aufstieg des FC St. Pauli freuen würden und wie die Aufsichtsratssitzungen des HSV vor 30 Jahren liefen, erzählen die beiden im Podcast.

  7. Als Ronald Wulff noch Präsident des HSV war, war die Fußball-Welt eine andere. Von 1993 bis 95 stand der heute 78-Jährige Nachfolger von Jürgen Hunke und Vorgänger von Uwe Seeler an der Spitze des HSV. Schon damals plagten den Club große finanzielle Probleme. 30 Jahre später steht der HSV wirtschaftlich wieder besser da, ist dafür aber im sechsten Jahr Zweitligist. Dabei sollte der Weg 2014 eigentlich in die andere Richtung gehen, als sich die Mitglieder des HSV für die Ausgliederung in die AG entschieden – in der Hoffnung, dass der Club bald wieder europäisch spielt. Wulff hat damals im Mai 2014 vor der Ausgliederung gewarnt. „Die Satzung wurde übers Knie gebrochen“, sagt Wulff im Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“. In diesem Jahr soll es einen erneuten Rechtsformwechsel geben. Bei der Mitgliederversammlung am Sonntag wird das Vereinspräsidium die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Rechtsform präsentieren. Mit dem Ziel, dass noch im ersten Halbjahr auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung für einen Rechtsformwechsel in eine KGaA abgestimmt wird. Präsident Marcell Jansen wird am Sonntag aber auch mit ein paar kritischen Fragen und Wortbeiträgen rechnen müssen. „Speziell Marcell hat in den letzten zwei Jahren nicht gerade glücklich gehandelt“, sagt Wulff. Sportlich glaubt der langjährige Aufsichtsrat in dieser Saison an den Aufstieg, auch die Kontinuität auf der Trainerposition begrüßt er. Wie Tim Walter im Trainingslager von Sotogrande gearbeitet hat und wann der erste Neuzugang zu erwarten ist, erzählt unser Reporter Stefan Walther.

  8. Der HSV befindet sich spätestens seit der 1:2-Heimniederlage gegen den SC Paderborn in der Krise, der Aufstieg ist wieder einmal in Gefahr. HSV-Trainer Tim Walter steht so sehr unter Druck wie noch nie in seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit in Hamburg, das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg am kommenden Sonnabend könnte bereits zum Schicksalsspiel werden. Christian Winkler, der seit mehr als 19 Jahren Manager des amtierenden deutschen Eishockey-Meisters EHC Red Bull München und bereits seit seiner Kindheit glühender HSV-Anhänger ist, wird am Wochenende im Max-Morlock-Stadion dabei sein und wie HSV-Vorstand Jonas Boldt genau beobachten, wie sich das Team im letzten Spiel vor der Winterpause präsentiert. Davon, dass Tim Walters Zeit beim HSV noch nicht abgelaufen ist, ist Winkler überzeugt. Der 52-Jährige ist eng mit Walter befreundet, gibt im Podcast Einblicke in die Überzeugungen des Trainers. „Tim Walters Werk beim HSV ist noch nicht beendet“, sagt Winkler, der den dramatischen Nicht-Aufstieg am 34. Spieltag der vergangenen Saison live im Stadion miterlebte. „Das war ein richtiger Tiefschlag“, sagt er. Auch Sportvorstand Jonas Boldt kennt Winkler privat, den Kontakt stellte einst Tobias Schweinsteiger her. Aus seiner eigenen beruflichen Tätigkeit weiß der DEL-Manager, dass man manchmal auch unangenehme Entscheidungen treffen muss. Bei Boldt sieht er den Moment einer Trainerentlassung jedoch noch nicht gekommen. „Jonas Boldt entscheidet nicht emotional“, sagt Winkler, der fest an den Aufstieg in dieser Saison glaubt.

  9. FC Bayern München, FC Liverpool und VfB Stuttgart sind die klangvollen Stationen, die Markus Babbel als Spieler am stärksten geprägt haben. Was viele Fans nicht mehr erinnern: Auch beim HSV stand der gebürtige Münchner Anfang der 90er-Jahre für zwei Spielzeiten als Bayern-Leihgabe unter Vertrag. Abgesehen vom alten Volksparkstadion („Das war furchtbar, wirklich ein grauenvolles Stadion.“) denkt er gerne an die Zeit zurück, wie er im Abendblatt-Podcast „HSV, wir müssen reden“ erzählt. Auch beim DFB-Pokalgegner Hertha BSC arbeitete Babbel von 2010 bis 2011 als Trainer, führte den Club zurück in die Bundesliga. 2020 hat Babbel seine Trainerkarriere beendet. Damals endete ein Engagement bei den Western Sydney Wanderers in Australien. Auch beim HSV war Babbel mal ein Kandidat, wie er im Podcast verriet. „Ich hatte damals mal ein Gespräch mit Katja Kraus“, sagt er. Konkreter wurde das Interesse jedoch nicht, am Ende entschied sich der HSV für Armin Veh als neuen Coach. Den jetzigen HSV-Trainer Tim Walter schätzt Babbel für seinen fußballerischen Ansatz („Das ist eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Das ist großartig.“), aber auch für seine klare Art. „Dieses Weichgespülte ist nicht meins, sondern er ist halt eine Kante. Er sagt, was er denkt“, lobt Babbel. Auch wenn sich der 51-Jährige den Aufstieg der Hamburger wünscht, trage Walters Fußball derzeit zur Attraktivität der Zweiten Liga bei. „Eine Zeit lang konnte ich mir den ganzen Müll nicht mehr anschauen“, sagt Babbel. „Dieses hinten Reinstellen und Warten, bis der Gegner einen Fehler macht, finde ich grauenhaft.“

  10. Sky-Kommentator Küpper beschreibt seine besondere Beziehung zu Hamburg und erklärt, was Tim Walter ändern muss.

  11. Christian Stübinger war in den vergangenen drei Jahren immer mal wieder enttäuscht. Der Stadionsprecher des HSV, der seit der Saison 2020/21 die Moderation der Stadionshow im Volksparkstadion verantwortet, ärgerte sich regelmäßig über das Lautsprechersystem in der Arena. Insbesondere vor den Heimspielen, wenn Stübinger mit Gästen wie Kapitän Sebastian Schonlau über das anstehende Spiel gesprochen hat. Das Problem dabei: Kaum ein Besucher in der Arena konnte die Inhalte richtig gut verstehen. Die in die Jahre gekommene Beschallungsanlage kam immer häufiger an ihre Grenzen. Doch die Zeit ist jetzt vorbei. Beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Freitagabend kommt erstmals das neue Soundsystem zum Einsatz, das die Uefa für die Ausrichtung der EM-Spiele im kommenden Sommer zur Bedingung gemacht hatte. Die Vorfreude ist vor allem bei Stübinger groß. „Es wird richtig laut und richtig verständlich“, sagte der 35-Jährige am Tag zuvor im Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“. Seit Wochen wurden die 30 verschiedenen „Bananen“ im Stadion montiert. So nennen die Techniker die einzelnen Boxen, die nun separat in Richtung der einzelnen Tribünenseiten hängen und individuell bespielt werden können. Das werden die Fans insbesondere bei den Liedern vor den Spielen spüren oder beim Vorlesen der Aufstellungen. Für Stübinger sind das immer die „ganz besonderen Momente“ in seinem Job. Der gebürtige Kieler, der seit Kindesbeinen HSV-Fan ist, erzählt im Podcast zudem, wie er sich für seinen Traumjob in Position gebracht hat, wie emotional das Heimspiel nach dem Tod von Uwe Seeler für ihn war und warum die Relegation gegen den VfB Stuttgart für ihn das größte Highlight war.

  12. Spätestens seit der 2:4-Niederlage bei Holstein Kiel am vergangenen Wochenende befindet sich der HSV in einer Auswärts-Ergebniskrise, das Umfeld im Volkspark wird zunehmend nervöser. Auswärts holte der Club nur sechs von 21 möglichen Punkten. Ist der Aufstieg gefährdet? Und wenn ja, was sollte der HSV jetzt tun, um dem entgegenzusteuern? Darüber diskutieren die Abendblatt-Sportredakteure Stefan Walther und Maximilian Bronner mit Thomas Hürner, dem Sportkorrespondenten Nord der Süddeutschen Zeitung. Hürner kritisiert unter anderem die offensive Spielweise Tim Walters, die nicht im Einklang mit den individuellen Fähigkeiten seiner Spieler stehe. „Ich frage mich, ob es hier um Selbstverwirklichung oder ganz banal darum geht, das Fußballspiel zu gewinnen“, sagt Hürner. Auch wenn Walter noch immer den Rückhalt von Sportvorstand Jonas Boldt hat, steht fest, dass der Druck größer wird. Insbesondere die defensive Instabilität ist ein Problem, das den HSV seit Monaten begleitet. „Ich bin dem italienischen Fußball sehr nahe. Dort wird auch mittlerweile sehr offensiv gespielt, aber nicht so offen. Wenn Walter italienischer Staatsbürger wäre, dann müsste er wahrscheinlich nach so einem Spiel wie gegen Kiel seinen Pass abgeben“, scherzt Hürner, für den das Festhalten an Walter auch kein Selbstzweck sein darf. „Tim Walter hat etwas bewirkt, es macht Spaß in den Volkspark zu gehen und in aller Regel bekommt man ein adrettes Spiel zu sehen“ sagt er. „Jonas Boldt muss aber einfach diesen Aufstieg organisieren.“

  13. Seit Sonnabend ist Thomas Tuchel in aller Munde. Vor dem Tospiel bei Borussia Dortmund legte der Bayern-Trainer einen gereizten und kurz angebundenen Auftritt beim TV-Sender Sky hin. Nach dem 4:0-Sieg seiner Mannschaft brach er sogar das Interview ab. Einer, der live dabei war, ist Moderator Patrick Wasserziehr. Im Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“ zeigt der 57-Jährige sogar Verständnis für Tuchels Verhalten, sagt aber auch, dass er sich nicht jede Woche so präsentieren könne. Als Wahl-Hamburger verfolgt Wasserziehr auch intensiv die Entwicklung und Berichterstattung des HSV. Tim Walter, der zwar gemäßigter, aber trotzdem ähnlich wie Tuchel in Interviews polarisiert, sei ein Typ, den er sehr schätze. Nach Ansicht des TV-Reporters gebe es „gute Gründe“ für den Club, an Walter und Sportvorstand Jonas Boldt festzuhalten, obwohl der angestrebte Aufstieg bislang ausgeblieben ist. Wasserziehr beschreibt die positive Entwicklung einzelner Spieler wie Laszlo Benes, Robert Glatzel und Daniel Heuer Fernandes, den er auch Bundesliganiveau sieht. Am wichtigsten sei es aber für den Sky-Mann, dass es Walter gelungen ist, eine Einheit zu formen. Eine Mannschaft, die für ihn durch’s Feuer gehe. Diese Qualität sei für Wasserziehr gar nicht hoch genug einzuschätzen. Ein netter Nebeneffekt: Die HSV-Fans wüssten nun wieder, welche Spielernamen das Trikot ihres Lieblingsvereins zieren soll. Welche Anekdoten Patrick Wasserziehr über seine prägnantesten Interviews in seiner TV-Laufbahn erzählt, was genau er beim HSV sowohl positiv als auch kritisch sieht und wie er die Arbeit von Walter und Boldt bewertet, hören Sie in der aktuellen Folge dieses Podcasts. https://studio.youtube.com/video/YqeZrp6DUOo/edit

  14. Wer regelmäßig an der Elbe spazieren geht, hat gute Chancen, hin und wieder Michael Mutzel zu treffen. Der ehemalige Sportdirektor des HSV ist zwar seit dieser Saison Geschäftsführer bei Arminia Bielefeld, doch seine Familie lebt noch immer im Westen von Hamburg. „Ich versuche an zwei Tagen die Woche in Hamburg bei meiner Familie zu sein, sofern das die Zeit zulässt“, sagt der 44-Jährige, der von 2019 bis 2022 als Manager im Volkspark arbeitete, ehe ihn der Club nach Differenzen mit Sportvorstand Jonas Boldt vor einem Jahr freistellte. Am Dienstagabend gibt es im DFB-Pokal das große Wiedersehen. Im Zweitrundenspiel trifft Drittligist Bielefeld auf den Zweitligisten HSV. Dann wird Mutzel auch wieder auf Boldt treffen, der ihn im Zuge des Machtkampfes mit Thomas Wüstefeld öffentlich kritisiert hatte. „Michael funktioniert in einer Führungsrolle rund um die Mannschaft nicht“, hatte Boldt gesagt – und Mutzel wenig später fristlos gekündigt. Wenige Wochen später trafen sich beide vor dem Arbeitsgericht wieder. Nun kommt es zum erneuten Treffen. „Wir können uns die Hand geben“, sagt Mutzel, der die Geschichte seines Endes beim HSV abgeschlossen habe. „Es bleibt nichts mehr hängen. Für mich ist da ein Haken dran“, sagt Mutzel, der nun in Bielefeld seine ideale Rolle gefunden hat. „Ich bin jetzt am genau richtigen Ort und als Geschäftsführer auch in der genau richtigen Rolle.“ Wie Mutzel heute über den HSV denkt, was er am Dienstagabend erwartet und wie er die Chancen des HSV im Aufstiegskampf einschätzt, hören Sie in der 181. Folge von „HSV – wir müssen reden“.

  15. Der 2:0-Erfolg des HSV gegen Greuther Fürth war bereits der fünfte Heimsieg im fünften Spiel. Für Cornelius Göbel, Direktor Fankultur beim HSV, sind die Anhänger das größte Faustpfand des Clubs beim nunmehr sechsten Anlauf auf die Bundesligarückkehr. Im Podcast „HSV – wir müssen reden“ spricht er über die Gründe der beeindruckenden Faneuphorie und ein dauerhaft volles Volksparkstadion, obwohl der sportliche Erfolg schon seit einigen Jahren ausbleibt. Darüber hinaus erklärt Göbel den Wandel der Fanszene, die sich zunehmend politisch positioniert. Aktuell sorgte das Zeigen eines „Löwen“-Banners für Aufsehen. Der Fanclub stammt aus der rechtsradikalen Szene, in den 1980er-Jahren waren seine Mitglieder berüchtigt für Schlägereien. Die Gruppierung gilt als verantwortlich für den Tod des Werder-Bremen-Fans Adrian Maleika († 16), der das erste Todesopfer von Fangewalt in der Bundesliga war. Der HSV hat die schwarze Fahne, die das Supporters-Banner auf der Nordtribüne überdeckt hatte, deshalb verboten. Doch einigen Fans geht diese Entscheidung nicht weit genug, sie fordern in einer Petition das Aus der „Löwen“ im Volksparkstadion. Göbel ordnet die emotional geführte Debatte ein und erklärt, warum der Zweitligist aus rechtlichen Gründen kein Stadionverbot verhängen könne. Zudem beschreibt er, welche Projekte der HSV ins Leben gerufen hat, um seine „problematische, rechte Vergangenheit“ aufzuarbeiten und Werte zu definieren. Eines seiner Schwerpunkthemen ist der Umgang mit Pyrotechnik. Nach seinem Vorstoß im Abendblatt, Pilotstandorte für das kontrollierte Abbrennen bengalischer Feuer zu etablieren, erklärt Göbel die Haltung des HSV. Mittlerweile habe auch der DFB realisiert, dass viele Vereine eine Abschaffung der Kollektivstrafen für das Zündeln ihrer Fans fordern. Der zunehmende Widerstand der Bundes- und Zweitligisten finde Gehör beim Verband. Wird Pyrotechnik bald legalisiert?

  16. Wie fühlt sich ein Leben im Rampenlicht an? Und wie ist es, wenn das Licht plötzlich ausgeht? Über dieses Thema sprechen wir in der 179. Folge unseres Podcasts mit dem ehemaligen HSV-Torwart René Adler. Seit dem Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 2019 hat sich der frühere Nationalspieler an vielen Projekten ausprobiert. Adler ist Unternehmer, Gründer und hat mehrere Jobs als TV-Experte. Seit Neuestem ist er auch Gastgeber des neuen Podcasts „Spotlight“. Gemeinsam mit Schauspieler Milan Marcus hat der 38-Jährige ein Projekt ins Leben gerufen, das sich mit der Kernfrage beschäftigt, wie es sich für Prominente im Scheinwerferlicht anfühlt und wie sie damit umgehen, wenn es irgendwann nicht mehr leuchtet. In der etwas mehr als 90-minütigen Folge inklusive Nachspielzeit verrät Adler, warum er sich überhaupt nicht vorstellen kann, eines Tages als Trainer, Clubchef oder Sportdirektor zu arbeiten – auch nicht beim HSV, dessen Spiele er immer noch mit Leidenschaft verfolgt. Hin und wieder erhält Adler, der einen guten Austausch mit dem aktuellen HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes pflegt, sogar Zutritt in die Kabine der aktuellen Mannschaft. Dabei habe er eine bemerkenswerte Erkenntnis erlangt, die auch ein Verdienst von Trainer Tim Walter sei. Welche das ist, warum er zu Beginn seiner HSV-Zeit mit der Professionalität seiner Mitspieler gehadert hat, er dann aber die Vermeidung eines Misserfolgs mit der gewonnenen Relegation 2015 gegen Karlsruhe als den schönsten Moment seiner Karriere bezeichnet und welche Tipps er jungen Spielern, die gerade bei einem großen Club wie Hamburg früh ins Rampenlicht gestellt werden, mit auf den Weg gibt, das erzählt Adler im Podcast „HSV – wir müssen reden“.

  17. Daniel Heuer Fernandes hat eine besondere Bindung zur Hansestadt. Nach vier Jahren beim HSV fühle sich der in Bochum geborene Deutsch-Portugiese heimisch in Hamburg. Seine Freizeit verbringt der 30-Jährige gern an der Alster, wo er die Cafés zu schätzen weiß. Damit das so bleibt, muss der Torhüter seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern. Im Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“ bestätigt Heuer Fernandes, in Gesprächen mit dem HSV über einen neuen Kontrakt zu sein. Er gibt einen Einblick, worauf es ihm für seinen nächsten Vertrag ankommt und hebt dabei die sportliche Perspektive hervor. Mit den Hamburgern in der Bundesliga zu spielen, sei für ihn das größte Ziel seiner Karriere. Im Mai hatte sich Heuer Fernandes schon einmal kurzzeitig über den Aufstieg gefreut, als die HSV-Fans am letzten Spieltag nach dem Sieg in Sandhausen den Platz stürmten und der Stadionsprecher bereits zur Bundesligarückkehr gratulierte. Der Torwart schildert in aller Offenheit seine Emotionen von damals, als er sich mit Ersatztorwart Tom Mickel bereits jubelnd in den Armen lag, ehe er erfuhr, dass Heidenheim in Regensburg doch noch spielt und den HSV durch einen Treffer in der neunten Minute der Nachspielzeit vom Aufstiegsplatz schoss. In diesem Jahr soll es aber endlich klappen mit dem Aufstieg. Im Podcast gewährt Heuer Fernandes Einblicke, inwiefern er für dieses Ziel sein Torwartspiel verbessert hat. Außerdem wird er durch Fragen von Ex-HSV-Schlussmann René Adler, Torwarttrainer Sven Höh, Nachwuchstorhüter Hannes Hermann und seinem ehemaligen Torwarttrainer bei Darmstadt, Dimo Wache, aus der Reserve gelockt. Darüber hinaus verrät Heuer Fernandes, warum er vor den Torhütermeetings beim HSV ein bestimmtes Getränk ausschlägt. https://www.abendblatt.de/podcast/hsv-podcast

  18. Mit 86 Jahren steht Eva Stahl bei jedem Heimspiel des HSV auf der Nordtribüne des Volksparkstadions direkt bei den Ultras. Im Abendblatt-Podcast spricht sie über ihre besondere HSV-Geschichte, Langeweile beim FC Bayern München, Pyrotechnik beim HSV und ihre unvergessliche Begegnung mit Jonas Boldt. https://youtu.be/oD-A36uHLT4

  19. Mit Tabellenführungen nach sieben Spieltagen kennt sich Daniel Thioune noch gut aus. In seiner Zeit beim HSV stand er mit 17 Punkten nach sieben Spielen mit Abstand an der Spitze. Doch im letzten Saisondrittel erfolgte zunächst der Einbruch und schließlich die Entlassung. Nun hat Thioune die Chance, mit Fortuna Düsseldorf den Aufstieg zu schaffen. Mit 14 Punkten führt die Fortuna aktuell die Tabelle aktuell an. Am Freitagabend kommt es im Volksparkstadion zum Wiedersehen. Hat sich der Trainer seit seiner Zeit beim HSV weiterentwickelt? „Daniel Thioune ist für die Fortuna ein Glücksfall“, sagt Gianni Costa, Chefreporter Sport von der Rheinischen Post, in der neuen Podcast-Folge von „HSV – wir müssen reden“. Der Düsseldorf-Reporter begleitet Thioune seit dessen Amtsantritt im Frühjahr 2022. Costa bezeichnet Thioune als Menschenfänger und als eine Art Außenminister für die Fortuna. Wie der Düsseldorfer Trainer in Hamburg taktisch agieren wird, wer Thiounes Schlüsselspieler sind und warum er gegen den RP-Reporter eine Wette gewonnen hat, erzählt Costa im Podcast. Außerdem sprechen wir über HSV-Trainer Tim Walter und den Druck, der jetzt auf ihm lastet.

  20. Die Modernisierungsmaßnahmen am Volksparkstadion schreiten voran. Zurzeit wird die Dachmembran an der Arena des HSV ausgetauscht. Eine aufwendige Prozedur. Stück für Stück, wie bei einer Pizza, wird jedes einzelne Feld herausgenommen und ersetzt. Acht bis zehn Millionen Euro kostet die Maßnahme, die extrem wetterabhängig ist und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. „Wir hatten in den zurückliegenden Wochen Glück mit dem Wetter, die Arbeiten sind deshalb gut vorangekommen“, sagt HSV-Organisationschef Daniel Nolte im Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“. Als einzige Baumaßnahme am Stadion ist der Austausch der Dachmembran keine Vorgabe der Uefa für die Austragung der fünf Spiele bei der EM 2024. Dringend notwendig sind die Arbeiten dennoch für die in die Jahre gekommene Arena. Bereits im Oktober, eventuell aber auch erst im November, soll die neue Beschallungsanlage für eine bessere Akustik ausgetauscht sein. Um eine Auflage der Uefa zu erfüllen, müssen bis Ende des Jahres zudem die neuen Klimaanlagen im VIP-Bereich sowie in der Gästekabine installiert werden. Des Weiteren werden die Rollstuhlplätze von 75 auf 130 und die Anzahl der Toiletten um 50 Prozent erweitert. Anfangs wollte die Uefa mehr als 200 teilweise nur provisorische Rollstuhlplätze im Volkspark, doch der HSV hat die Zahl nach erfolgreichen Verhandlungen reduziert. Ein erster Probelauf für die EM fand bereits am Dienstagabend mit dem Champions-League-Spiel von Schachtar Donezk gegen den F Porto (1:3) statt. Wegen des russischen Angriffskrieges tragen die Ukrainer ihre internationalen Heimspiele in dieser Saison im Volksparkstadion aus. Ein Deal, von dem der HSV in Höher einer sechsstelligen Summe profitiert. Nach der Partie holte sich der HSV ein Feedback von der Uefa für die Organisation ab. „Wir haben ein sehr gutes Feedback bekommen“, sagt Nolte. „Organisatorisch hat vieles ganz gut funktioniert. Im Detail gibt es immer Themen, die noch optimiert werden können. Im Großen und Ganzen sind wir aber sehr zufrieden.“