
Mieten vs. Kaufen: Lohnt sich heutzutage ein eigenes Haus noch?
Beschreibung der Episode
Kurz gesagt: Ja, ein Hauskauf lohnt sich 2026 für viele Haushalte wieder etwas mehr als noch 2023 - weil Löhne stärker gestiegen sind als Immobilienpreise. Wer sich aber ausschließlich auf die Warmmiete als Vergleichswert verlässt, rechnet sich sein Budget schnell schön. In dieser Folge nehmen Florian Rußler und Luca Florit die Zahlen von 2023 und 2026 nebeneinander, rechnen ein konkretes Finanzierungsbeispiel durch und klären, wann Mieten die klügere Wahl bleibt.
📋 Das nimmst du aus dieser Folge mit
- Löhne vs. Inflation 2026: Die Nominallöhne sind 2025 um 4,2 % gestiegen, die Preise im gleichen Zeitraum um 2,2 % - macht unterm Strich ein Reallohnplus von 1,9 %.
- Die 30-Prozent-Faustregel: Die monatliche Kreditrate sollte laut Luca nicht mehr als 30 % des gemeinsamen Netto-Haushaltseinkommens ausmachen.
- Das 6,4-fache Einkommen: Laut Sparda-Studie "Wohnen in Deutschland" braucht es bundesweit im Schnitt das 6,4-fache Jahres-Haushaltsnettoeinkommen für ein Einfamilienhaus - 2023 waren es noch das 7,8-fache.
- Warmmiete ≠ Finanzierungsrate: Ein zentraler Rechenfehler vieler Käufer:innen - wer 1.100 € warm zahlt, kann daraus nicht automatisch auf eine vergleichbare Finanzierungsrate schließen.
- Mieten oder kaufen - eine emotionale Entscheidung: Beide Optionen haben laut Luca und Flo ihre Berechtigung; entscheidend sind persönliche Ziele, Flexibilität und die eigene Lebensplanung.
⏱️ Kapitel
- 00:00 Intro: Lohnt sich ein Hauskauf 2026 überhaupt noch?
- 00:42 Wie viel Gehalt braucht man wirklich fürs Eigenheim?
- 03:05 Warum Finanzierungen in der Praxis wirklich scheitern
- 06:35 Nominallöhne 2026: +4,2 % - was bringt das konkret?
- 07:24 Sparda-Studie: Das 6,4-fache Jahreseinkommen fürs Eigenheim
- 09:12 Vergleich zu 2023: Damals noch das 7,8-fache Einkommen nötig
- 11:22 Was bekommt man heute für 360.000 Euro?
- 13:39 Der große Generationenwechsel: Babyboomer-Häuser kommen auf den Markt
- 15:41 Neubau vs. Bestand: Wohin geht der Trend?
- 16:39 Mietmarkt: Warum die Mieten weiter steigen
- 22:05 Rechenbeispiel: 5.000 € Netto, 80.000 € Eigenkapital, 360.000 € Kaufpreis
- 24:13 Regionale Unterschiede und der Rückblick auf Julias Modulhaus-Case
- 26:11 Miete oder Kauf: Eine hoch emotionale Entscheidung
- 30:58 Deutschland als Mieternation: Die Eigentumsquote im Europavergleich
- 31:21 Fazit: Was hat sich in drei Jahren wirklich verändert?
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Häufige Fragen
Wie viel muss ich 2026 verdienen, um mir ein Eigenheim leisten zu können?
Es gibt keine feste Einkommensgrenze - Banken prüfen eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, bei der nach Abzug von Lebenshaltungskosten (im Schnitt 1.200 - 1.500 € pro Person) und bestehenden Verbindlichkeiten ein positiver Betrag für die Kreditrate übrig bleiben muss.
Was besagt die 30-Prozent-Regel bei der Baufinanzierung?
Die monatliche Kreditrate sollte laut Empfehlung von Heimatexperte Luca Florit nicht mehr als 30 % des monatlichen Netto-Haushaltseinkommens betragen.
Wie viel Jahreseinkommen braucht man laut Studie für ein Einfamilienhaus?
Laut der Sparda-Studie "Wohnen in Deutschland" liegt der bundesweite Durchschnitt 2026 beim 6,4-fachen Jahres-Haushaltsnettoeinkommen - gegenüber dem 7,8-fachen vor drei Jahren.
Wie hoch ist die Wohneigentumsquote in Deutschland im internationalen Vergleich?
Deutschland liegt mit rund 47 % im europäischen Vergleich weit hinten und gilt im Vergleich zu vielen Nachbarländern als Mieternation.
Lohnt sich Kaufen 2026 mehr als vor drei Jahren?
Tendenziell ja: Die Nominallöhne sind stärker gestiegen als die für ein Eigenheim nötige Einkommensrelation, was die Erschwinglichkeit laut den Studienzahlen leicht verbessert hat - die Entscheidung bleibt laut den Hosts aber individuell und stark von der Region abhängig.