Mehrwertsteuer runter statt rauf: ZEW nennt Möglichkeiten für Steuerreform / So legt Raisin-Chef Georgadze sein Geld an
Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
16.04.2026
34 min
Beschreibung

Die Bundesregierung spielt aktuell eine Mehrwertsteuererhöhung von 19 auf 21 Prozent durch, um Haushaltslöcher zu schließen. Doch eine vom früheren Finanzminister Christian Lindner in Auftrag gegebene Studie legt ganz andere Schritte nahe.

Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) kommt zu dem Ergebnis, dass die Mehrwertsteuer gar nicht steigen müsste – wenn die Politik fragwürdige Ausnahmen streichen würde. „Der reguläre Satz liegt bei 19 Prozent, aber es gibt ganz viele Ausnahmen, zum Beispiel für ‚ungenießbares Eigelb‘“, sagt Martin Greive, Politik-Chefreporter beim Handelsblatt.

„Die ZEW-Forscher haben herausgefunden, dass viele dieser Ausnahmen ökonomisch und verteilungspolitisch keinen Sinn machen.“ Würden alle Ausnahmen außer für Lebensmittel gestrichen, könnte der Staat der Studie zufolge rund 14 Milliarden Euro im Jahr mehr einnehmen. Greive erklärt im Podcast, warum aber nicht alles, was rechnerisch möglich ist, für Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) auch politisch durchsetzbar ist.

So könnte die Mehrwertsteuer sinken – statt erhöht zu werden

Außerdem in dieser Folge: Podcast-Co-Ressortleiterin Nicole Bastian hat mit dem Co-Gründer und CEO des Fintechs Raisin, Tamaz Georgadze, gesprochen. 13 Jahre ist es her, dass Raisin, damals Weltsparen, mit der Vermittlung von Sparprodukten gestartet ist. Mittlerweile sind große Banken Teil des Portfolios. Während ihres Live-Interviews auf der Fintech-Konferenz des Handelsblatts, der FIBE, haben die beiden am 15. April 2026 über die Verwerfungen im Sparermarkt durch geopolitische Krisen wie den Irankrieg und die Entwicklung der Sparzinsen in diesem Jahr gesprochen.

Moderiert von Anis Micijevic

Produziert von Johannes Grote

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