
Hohe Schulden, kaum Wachstum: Deutschland könnte AAA-Rating verlieren / Das Anleihe-Risiko der US-Tech-Konzerne
Beschreibung der Episode
Weltweit haben nur elf Länder bei der Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit ein AAA-Rating, also das beste, was die führenden Agenturen vergeben. Auch Deutschland gehört dazu – noch. In der Bundesregierung und unter Ökonomen wächst die Sorge vor einer Herabstufung Deutschlands. Die Folgen wären höhere Zinsen, weniger Spielraum im Bundeshaushalt und negative Rückkopplungseffekte auf andere Euro-Staaten.
Die Gründe für die Bedenken sind vor allem in den für Deutschland neuerdings hohen Schulden bei gleichzeitig schwachem Wirtschaftswachstum zu finden. Dabei sollte das hohe Sondervermögen der Bundesregierung doch eigentlich das Wachstum im Land ankurbeln. Martin Greive, Chefreporter Politik beim Handelsblatt, ordnet ein: „Die Ratingagenturen sagen alle in ihren Analysen: Die Kreditwürdigkeit Deutschlands hängt jetzt maßgeblich vom Erfolg dieses Schuldenpakets ab.“
Zum Artikel: Hohe Verschuldung – Sorgen um Deutschlands Top-Rating
Zum Kommentar: Ohne eine Schulden-Trendwende droht Deutschland der Weg Frankreichs
Außerdem: Auch amerikanische Tech-Konzerne wie Amazon oder Microsoft verschulden sich gerade stark. Im KI-Wettlauf investieren sie Hunderte Milliarden US-Dollar – und um diese enormen Summen stemmen zu können, nehmen sie immer mehr Schulden an den Anleihemärkten auf. Das hat allerdings Folgen, nicht nur für die Anleihemärkte, sondern auch für private Anleger. Darüber spricht Handelsblatt-Volontär Gökay Gürsoy mit dem stellvertretenden Ressortleiter für Finanzen beim Handelsblatt, Jakob Blume.
Zum Artikel: Der riskante Schuldenboom der US-Tech-Konzerne
Moderiert von Nele Dohmen
Produziert von Christian Heinemann
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Today: https://www.handelsblatt.com/mehrfinanzen