
Wie teuer wird Deutschlands Klimalücke?
Beschreibung der Episode
Die Investitionen in erneuerbare Energien steigen, E-Autos und Wärmepumpen gewinnen an Fahrt – und trotzdem sinken Deutschlands Treibhausgasemissionen kaum noch. 2025 gingen sie im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,1 Prozent zurück. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass Deutschland sein Klimaziel für 2030 deutlich verfehlt: eine Reduktion der Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990.
Das Umweltbundesamt projiziert, dass Deutschland seine CO₂-Obergrenzen bis 2030 um bis zu 255 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente überschreiten könnte. Die mögliche Folge: Deutschland müsste auf europäischer Ebene Emissionsrechte nachkaufen – das könnte den Bund bis zu 38 Milliarden Euro kosten.
In dieser Folge spricht Host Kathrin Witsch mit Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, über die Ursachen der Lücken im Klimaschutz und die Problemsektoren Gebäude und Verkehr. Außerdem geht es um die Frage, warum das Verfehlen der Obergrenze Deutschland noch weitaus teurer zu stehen kommen könnte – wenn man die Kosten von Klimaschäden einbezieht. „Wenn uns das Ökosystem um die Ohren fliegt, können die Schäden irreversibel sein“, sagt Messner im Podcast.
Moderiert von Kathrin Witsch
Produziert von Leonard Dumke
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