Gin And Talk

The 48forward Studios
203
08.10.2026
Beschreibung
Zwei Menschen, eiskalte, perfekt gemixte Drinks und eine Menge Zeit für inspirierende Bargespräche: Mach es Dir an unserem Tresen gemütlich und lerne interessante Menschen mit unterschiedlichsten Passionen, Professionen und Geschichten kennen! Mehr Podcasts und Inhalte gibt es unter: https://48forward.com Moderation: Daniel Fürg Produktion: The 48forward Studios (https://48forward-studios.com)
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Episoden
  1. Die Geschichte und Zukunft des Feinkostimperiums Michael Käfer wurde 1958 in München geboren und half schon früh im Familienunternehmen mit. Nach ersten eigenen, selbstständigen unternehmerischen Schritten, wurde er 1988 schließlich Mitglied der Geschäftsleitung von Feinkost Käfer. Mitte der 1990er Jahre übernahm er das gesamte Unternehmen schließlich von seinem Vater und Onkel - und verhinderte damit den Verkauf an einen Investor. Für die Übernahme nahm er einen Kredit auf, für den er nach eigenen Angaben im Jahr 2012 die letzte Rate bezahlte. Wie auch schon die Generationen vor ihm, baute Michael Käfer das Unternehmen weiter aus und entwickelte es durch innovative Ideen weiter. Heute zählt die Käfer-Gruppe mehr als 1.500 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsetz von 145 Millionen Euro. Im Gespräch gibt Michael Käfer Einblicke in die Geschichte des Feinkostimperiums, macht deutlich, wie wichtig Leidenschaft und Tradition sind und gewährt einen Ausblick in Zukunftspläne. FOLGT UNS BEI INSTAGRAM: https://instagram.com/ginandtalk

  2. 28.12.2020
    46 min

    Die Highlights aus dem ersten Jahr Gin And Talk Im Mai 2020 startete Gin And Talk mit einem ersten Bargespräch. Barlegende Stefan Gabányi machte den Anfang einer inzwischen wöchentlich erscheinenden Gesprächsreihe. Seitdem ist einiges geschehen und wir hatten viele weitere spannende Gesprächspartner an unserem Bartresen zu Gast. Die Zeit zwischen den Jahren möchte ich deshalb nutzen, um auf meine ganz persönlichen Highlights aus 20 Bargesprächen zurückzublicken. Folge 21 ist also etwas anders als sonst – und ich hoffe, dass sie Euch gefällt. Mit dabei sind interessante und inspirierende Zitate der Holocaust-Überlebenden Charlotte Knobloch, des Sternekochs Jan Hartwig, von Bestseller-Autor Jan Weiler, den Barlegenden Charles Schumann und Stefan Gabányi, der Filmemacherin und Autorin Doris Dörrie, dem Topmodel Papis Loveday, von Pfarrer Rainer Maria Schießler, Strafverteidiger Steffen Ufer und Schauspielerin Uschi Glas. FOLGT UNS BEI INSTAGRAM: https://instagram.com/ginandtalk

  3. Die Schauspielerin über ihr Leben und Engagement Uschi Glas wurde 1944 in Landau an der Isar geboren und hatte nach dem Schulabschluss eigentlich ganz andere Pläne, als Schauspielerin zu werden. Mehr oder weniger durch Zufall wurde sie dann jedoch entdeckt und verzauberte die deutsche Filmlandschaft im Sturm. Nach einer kleinen Rolle im Edgar-Wallace-Film "Der unheimliche Mönch" folgten schon bald größere Rollen. Der ganz große Durchbruch folgte dann 1968 mit ihrer Rolle in "Zur Sache, Schätzchen". Seither hat Uschi Glas in unzähligen Kino- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Zwischen 1966 und 2017 spielte sie Rollen in 10 der 100 erfolgreichsten Kinofilme in Deutschland. Es gibt kaum jemanden, der ihr Gesicht nicht kennt, ihren Namen noch nicht gehört hat. Durch ihre Rolle in der erfolgreichen "Fack ju Göthe"-Reihe mit Elyas M'Barek, hat sie sich in den vergangenen Jahren noch einmal eine ganz neue, junge Zielgruppe erschlossen. Seit vielen Jahrzehnten setzt sich Uschi Glas intensiv für soziale Zwecke ein. Zusammen mit ihrem Mann Dieter Hermann gründete sie 2009 den Verein brotZeit e.V., der Schulfrühstücke für Kinder organisiert. Im Gespräch ging es um Glück, Verantwortung und das Bedürfnis etwas zurückzugeben. BROTZEIT E.V.: https://www.brotzeitfuerkinder.com/ DAS HÖRBUCH #HALTUNG: http://48f.de/haltung FOLGT UNS BEI INSTAGRAM: https://instagram.com/ginandtalk

  4. Der Bestseller-Autor und Kolumnist im Gespräch Axel Hacke wurde 1956 in Braunschweig geboren. Nach dem Abitur und einem ersten Studium in Göttingen zog ihn München förmlich magisch an. Dort besuchte er die renommierte Deutsche Journalistenschule und in ihm manifestierte sich der fixe Wunsch für die Süddeutsche Zeitung zu arbeiten. Als dort eine Position in der Sportredaktion zu besetzen war, wurde er Sportreporter - auch wenn Sport nie wirklich sein Thema gewesen ist. Seit 1997 schreibt er jede Woche seine Kolumne für das Süddeutsche Zeitung Magazin - und fand schnell auch die Liebe zum Verfassen von längeren Texten, die schließlich zu ausgewachsenen Büchern wurden. Inzwischen umfasst sein Werk unzählige Kolumnen und fast 30 Bücher, von denen viele in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Im Gespräch schildert er nicht nur seinen persönlichen Werdegang, sondern analysiert auch den aktuellen Zustand unserer Gesellschaft sowie unsere etwas paradoxe Wahrnehmung der USA.

  5. Die erfolgreiche Filmemacherin und Autorin im Gespräch Doris Dörrie wurde als Tochter eines Arztes in Hannover geboren, verbrachte nach ihrem Abitur zwei Jahre in den USA, um Schauspiel und Film zu studieren. Nach einem weiteren Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München machte sie erstmal 1983 mit ihrem Film "Mitten ins Herz" bei den Filmfestspielen in Venedig auf sich aufmerksam. Durch "Männer" und "Ich und Er" wurde sie wenig später einem großen Publikum bekannt. Bis heute drehte Doris Dörrie knapp vierzig Filme und schrieb fast dreißig Bücher - auch wenn sie von sich selbst sagt, dass sie eigentlich ein fauler Mensch sei. Im Jahr 1997 wurde sie als Professorin für Angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung an die Hochschule für Fernsehen und Film München berufen. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie jedem das Schreiben beibringen kann und hat mit "Leben Schreiben Atmen" sogar ein Buch dazu geschrieben. Für ihre Arbeit erhielt Doris Dörrie eine Vielzahl von Auszeichnungen. Seit 2019 ist sie auch Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die den Oscar verleit. Wir haben in unserem Gespräch über das Leben, das Schreiben und Beobachten gesprochen.

  6. Der international erfolgreiche Musikproduzent im Gespräch Mousse T. ist eine echte Institution der deutschen Musikszene. Geboren 1966 in Hagen, sollte Mustafa Gündoğdu eigentlich Arzt werden - wenn es nach seinem Vater gegangen wäre. Schnell entwickelte er aber eine tiefgreifende Passion für Musik und Melodien. Als DJ tourte er durch die Clubs und machte sich nebenher mit seinen Remixes einen Namen. Branchengrößen, wie Michael Jackson, Qunicy Jones, Gloria Estefan, die Backstreet Boys oder Simply Red ließen Lieder von Mousse T. remixen. Für den Remix zu Jacksons "Ghost" wurde er 1998 sogar als erster Europäer in der Kategorie "Bester Remixer" mit dem Grammy nominiert. Im selben Jahr hatte er mit der Hitsingle "Horny" seinen Durchbruch, 1999 folgte dann die Single "Sexbomb", die er exklusiv für Tom Jones schrieb und zu einem internationalen Durchbruch als Songwriter und Musikproduzent verhalf.

  7. Die Sprecherin der Marktleute über die Folgen von COVID-19 Eigentlich kommt Elke Fett gar nicht aus München, doch der Viktualienmarkt hat es ihr schon immer angetan. Früher verbrachte sie während ihrer Reisen in die bayerische Landeshauptstadt jede freie Minute, teilweise ganze Tage auf dem Markt. Irgendwann fasste sie dann den Entschluss, zog nach München und schrieb so lange Briefe an das Münchner Rathaus, bis man ihr einen Stand anbot. Inzwischen ist die gebürtige Bregenzerin seit über zehn Jahren Sprecherin der Marktleute des Viktualienmarktes und kämpft unermüdlich leidenschaftlich für die Interessen ihrer Marktgemeinschaft. Vor wenigen Wochen mahnte sie deutlich: "Der Markt liegt im Sterben." Die COVID-19-Pandemie hat bei vielen Ständen zu drastischen Umsatzeinbrüchen gesorgt. Trotz der dramatischen Situation zeigt sich die inzwischen 76-Jährige optimistisch und entschlossen, dass ihr Viktualienmarkt auch diese schwere Zeit überstehen wird und steht nun wieder jeden Tag selbst an ihrem Stand - ganz egal bei welchem Wetter.

  8. Deutschlands bekanntester Strafverteidiger im Gespräch Steffen Ufer, Jahrgang 1940, ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Strafverteidiger in Deutschland. In seinen über 50 Berufsjahren hat er mehrfach Rechtsgeschichte geschrieben und war entscheidend an einigen der aufsehenerregendsten Prozesse der Bundesrepublik beteiligt. Zusammen mit Rolf Bossi setzte er vor Gericht durch, dass auch die Vorgeschichte und psychologischen Hintergründe der Täter genauer betrachtet und berücksichtigt werden. Zu seinen spannendsten Fällen gehören unter anderem die Verteidigung des Serienmörders Jürgen Bartsch, der schon im Alter von nur 15 Jahren seinen ersten Mord begang, und die der LaGrand-Brüder, die in den USA eine Bank ausrauben wollten und schließlich zur Todesstrafe verurteilt wurden. Schnell machte er sich einen Namen und verteidigte auch zahlreiche Prominente, wie zum Beispiel Uli Hoeneß in seinem Steuerskandal, Konstantin Wecker, Rainer Werner Fassbinder und Ottfried Fischer. Auch mit über 80 Jahren steht er seinen Mandanten noch zur Seite. Im Gespräch gibt er spannende Einblicke in seine Fälle, in das, was ihn Nachts wach hält und warum Empathie immer eine große Rolle für ihn gespielt hat.

  9. Die Regisseurin von "Servus Baby" im Gespräch Natalie Spinell ist Regisseurin, Schauspielerin, Hörbuchsprecherin und hat etwas geschafft, was den meisten ihrer Zunft verwehrt bleibt. Aus ihrem Abschlussfilm an der HFF München wurde eine Serie, die es direkt in die Primetime schaffte: "Servus Baby". Inzwischen gibt es die zweite Staffel der Kultserie rund um vier Frauen und ihre Herausforderungen im Großstadtdschungel. Natalie stand schon als Kind vor der Kamera. Erst für Werbefilme, dann für Produktionen wie den Tatort oder Polizeiruf 110. Sie lieh Lolita und Tabaluga ihre Stimme, ist wahnsinnig vielseitig und schreibt die Geschichten ihrer Projekte meist auch noch selbst. Im Gespräch erzählt sie, wie es war, in ihrem Beruf aufzuwachsen, warum die ganze Bandbreite an Emotionen in Filmen und Serien so wichtig sind und wie sie es schafft, so beeindruckend kreativ zu sein.

  10. Der Münchner Stadtpfarrer im Gespräch Ist Kirche in der heutigen Zeit eigentlich noch relevant? Welche Rolle spielt sie in unserer Gesellschaft - und welche Aufgabe sollte sie erfüllen? Pfarrer Rainer Maria Schießler hat klare Antworten auf diese Fragen und weicht in seinem täglichen Leben doch oft weit von den klassischen Normen der Kirche ab. Seine Gottesdienste sind stets gut besucht, seine Popularität weit über die Stadtgrenzen Münchens hinaus groß. Seit über 30 Jahren verkündet er das Wort Gottes und ist dabei doch ein ganz besonderes Exemplar seiner Zunft. Der gerade 60 Jahre alt gewordene katholische Pfarrer segnet homosexuelle Paare, produziert einen eigenen Podcast, schreibt Bücher, fährt Motorrad, lebt mit einer Frau zusammen und arbeitet seit Jahren in der Festhalle Schottenhamel auf dem Oktoberfest in München, um alles, was er dort einnimmt, an ein Hilfsprojekt zu spenden. Im Gespräch gibt er spannende Einblicke in sein persönliches Verständnis von Kirche und Glauben. Er erklärt, warum eine starke, zusammenhaltende Gemeinde gerade in der heutigen Zeit wichtig wäre und warum es wichtig ist, niemanden in eine Religion hineinzuzwingen.

  11. Der Wiesn-Wirt im Gespräch Christian Schottenhamel gehört zu den wohl bekanntesten Münchner Wirten. Zusammen mit seinem Cousin betreibt er die Festhalle Schottenhamel auf dem Oktoberfest, die es, in verschiedenen Entwicklungsformen, nun schon seit mehr als 150 Jahren gibt. Seine Familie hat die Münchner Gastronomiegeschichte maßgeblich mitgeprägt. Er ist heute auch Wirt des Paulaner am Nockherberg, einer der größten Gaststätten der Stadt und Schauplatz des berühmtesten Starkbierfestes der Welt, sowie der Menterschwaige, die neben großartigem bayerischen Essen auch einen wunderschönen Biergarten bietet. Wir haben mit dem gebürtigen Münchner über die Wiesn-Geschichte seiner Familie, die Folgen der Pandemie und gutes, bayerisches Essen gesprochen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Partner dieser Episode: Giesinger Bräu. Die siebte Münchner Brauerei kennen unsere Hörer bereits aus der Folge mit Steffen Marx im vergangenen Juli. Wer die Biere gerne einmal selbst verkosten möchte, kann sie sich bequem über den Online-Shop unter giesinger-shop.de für Zuhause bestellen.

  12. Der Bestseller-Autor im Gespräch Jan Weiler, geboren 1967 in Düsseldorf, ist ein erfolgreicher deutscher Journalist und Schriftsteller. Von 2000 bis 2005 war er, gemeinsam mit Dominik Wichmann, Chefredakteur des SZ Magazins der Süddeutschen Zeitung. Nachdem er für ein Italien-Sonderheft im Jahr 2002 einen vierseitigen Artikel über seine persönlichen Erlebnisse mit seinem italienischen Schwiegervater schrieb, wurde er dazu überredet, daraus ein Buch zu machen - das Ergebnis war der Überraschungserfolg und Bestseller "Maria ihm schmeckt's nicht". In den folgenden Jahren veröffentlichte er eine ganze Reihe von Bestsellern, die teilweise auch verfilmt wurden. Sein neuestes Werk "Ältern" dreht sich um Eltern, deren Nachwuchs langsam aber sicher keine Aufsicht mehr benötigt und sich selbstständig macht, also selbst Erwachsen wird. Wir haben mit ihm über sein neuestes Werk, seine COVID-19-Erkrankung im März und die erfolgreiche Suche nach einem gesunden Arbeitspensum gesprochen.

  13. Ein Gespräch über gesellschaftliche und politische Verantwortung Die zehnte Folge Gin And Talk ist eine ganz besondere – auch deshalb, weil wir für das Gespräch erstmals unsere gewohnte Bar-Atmosphäre verlassen haben, um einen ganz besonderen Menschen zu treffen: Dr. h.c. Charlotte Knobloch. 1932 in München geboren, erlebte sie die Novemberprogrome 1938 als 6-jähriges Mädchen. Als sie in der Nacht vom 09. auf den 10. November die Alte Synagoge in der Herzog-Rudolf-Straße in München brennen sah, war ihr schnell klar, dass nichts je wieder so sein wird, wie es war. Eine ehemalige Hausangestellte ihres Onkels rettete Charlotte Knobloch vor der Deportation in das Konzentrationslager Ghetto Theresienstadt – sie nahm das Mädchen auf dem Bauernhof ihrer Eltern auf und gab es als ihr eigenes, uneheliches Kind aus. Drei Jahre später kehrte sie mit ihrem Vater Fritz Neuland nach München zurück. Knobloch widmete ihr Leben in verschiedensten Positionen dem Wiederaufbau eines sicheren und guten jüdischen Lebens in Deutschland und der Welt. Seit 1985 ist sie Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und setzte sich in dieser Funktion mit großem Engagement für den Bau des neuen Jüdischen Zentrums in der bayerischen Landeshauptstadt ein. Von 2005 bis 2013 war sie Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses, von 2003 bis 2010 Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses und vom 07. Juni 2006 bis zum 28. November 2010 Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der aufkeimende Judenhass bereitet der überzeugten Optimistin große Sorgen – wir haben über Ursprünge, Lösungsansätze und die Verantwortung von Gesellschaft und Politik gesprochen.

  14. Der 3-Sterne-Koch im Gespräch Wenn es in München um exzellente Gourmetküche geht, ist Jan Hartwig längst omnipräsent. Im Restaurant Atelier im Hotel Bayerischer Hof erkochte er 2015 zunächst zwei, seit 2017 drei Sterne im Guide Michelin – der Höchstwertung, die in der bayerischen Landeshauptstadt vor ihm zuletzt Eckart Witzigmann bekam. Hartwig wurde 1982 in Helmstedt in eine Gastronomiefamilie geboren und war schon früh davon überzeugt, selbst Koch werden zu wollen. Ein Ziel, das er mit aller Konsequenz verfolgte. Nach spannenden Stationen in überaus erfolgreichen Restaurants, darunter viele besternte Adressen, übernahm er im Jahr 2014 schließlich die Position des Küchenchefs im Restaurant Atelier. Seine Arbeit verrichtet er mit einem sehr hohen Anspruch an sich selbst. Dabei verliert er nie das Auge für exzellente Zutaten und hohe Qualität bei der Verarbeitung. Bei der Verarbeitung von Fleisch liegt im besonders auch das Tierwohl am Herzen – ein wichtiges Thema, über das wir, unter anderem, ausführlich mit ihm gesprochen haben.

  15. Im Gespräch mit dem erfolgreichen Schmuckdesigner Für den gebürtigen Schweizer Patrik Muff war schon früh klar, dass sein Herz für Schmuck schlägt. Bereits als Kind bastelt er viel, wächst in einem kunsthandwerklichen Haushalt auf, die Mutter ist Keramikmalerin, der Vater ist Möbelschreiner. Mit 14 verließ er die Schule und machte eine Ausbildung zum Goldschmied. Im Alter von 23 ging er nach Köln, um an der TH Köln als Meisterschüler Freie Kunst zu studieren. Zusammen mit Freunden eröffnete Muff in dieser Zeit eine eigene Bar in der Kölner Innenstadt, die schnell zu einem Treffpunkt für Künstler und Galeristen avancierte. Mitte der 1990er Jahre plante er eine Weltreise, kaufte sich einen gelben VW-Bus mit Hochdach und richtete sich darin einen Goldschmiedeplatz ein. Von Köln fuhr er über Amsterdam nach München, mit dem Ziel, von dort aus weiter in Richtung Süden zu ziehen. Viel von der Welt sah er bei dieser Reise dann jedoch nicht – er blieb dann ungeplant in München hängen und eröffnete dort sein eigenes Atelier. Patriks Schmuck ist punkig, kantig, rough, immer hochwertig und mit einer Botschaft. Die Bandbreite seiner Motive ist mit 1500 Formen und Stücken wahnsinnig vielfältig, sie reicht von Herzen und Ankern bis hin zu Käfern und Essstäbchen. Am meisten haben es ihm jedoch Schädel und Totenköpfe angetan, wie er sie schon zu einer Zeit in Köln bei Konzerten hinter der Bühne an Bandmitglieder bekannter Rockbands verkaufte. Patrik hatte schon immer eine ausgeprägte Sammelleidenschaft, die er nicht Zuhause, sondern in seinem Atelier auslebt. In seiner Jugend sammelte er Toaster oder Holzstücke, mittlerweile konzentriert er sich vor allem auf Schädel und Geweihe die sämtliche Wände des Ateliers zieren. Auch alte Porträts nimmt er aus dem einen oder anderen Antiquitätengeschäft mit, um dann mit einem weißen Stift Käferkörper über die Gesichter der Menschen zu zeichnen und diese so zu verfremden. Die dabei entstandenen Werke schafften es sogar schon bis in eine Galerie in Hongkong. Heute gehört Patrik Muff zu den bekanntesten Schmuckdesignern im deutschsprachigen Raum und hat sich längst auch international einen Namen gemacht. Woher Patrik Muff seine Inspiration zieht, mit welchen Materialien er am liebsten arbeitet und viele weitere Details - jetzt überall wo ihr gerne Podcasts hört.

  16. Die internationale Barlegende im Gespräch Charles Schumann, geboren 1941 in Kirchenthumbach in der Oberpfalz, ist DIE deutsche Barlegende. Jeder der sich irgendwann einmal mit Barkultur oder Cocktails beschäftigt hat, kennt seinen Namen. Auch wenn sein Start in das Berufsleben erst einmal nach ganz anderen Zielen aussah. Erst in den 1970er Jahren landete er im Nachtleben und der Gastronomie. Nach einigen Startionen kehrte er 1973 nach München zurück und lebte dort seine Leidenschaft für gute Drinks aus. Zunächst arbeitete er an der legendären Harry's New York Bar, bis ihn seine Stammgäste im Jahr 1982 schließlich überredeten, mit der Schumann's American Bar eine eigene Bar zu eröffnen. Seine Barbücher wurden zu internationalen Bestsellern und sind heute unverzichtbare Standardwerke eines ganzen Berufszweiges. Im Gespräch sprach er über sein persönliches Leben, seine Inspirationsquellen, Ziele und Reisen rund um den Globus.

  17. Die gebürtige Münchnerin im Gespräch Rosalie Thomass gehört zu einer besonders spannenden Generation selbstbewusster und beeindruckend talentierter Schauspielerinnen. Einem breiteren Publikum wurde die gebürtige Münchnerin durch ihre Arbeit in Marcus H. Rosenmüllers Trilogie „Beste Zeit“, „Beste Gegend“ und „Beste Chance“ bekannt. Zuletzt war sie in „Eine ganz heiße Nummer 2.0“ und „Die Känguru-Chroniken“ im Kino zu sehen. Sie wurde unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis, Bayerischen Filmpreis, Deutschen Fernsehpreis und Grimme-Preis ausgezeichnet und ist regelmäßig in spannenden Rollen in Film und Fernsehen zu sehen. Wir haben mit ihr über ihr Leben als Schauspielerin gesprochen, darüber, wie Corona ihr Leben beeinflusst und warum sich echte Gleichberechtigung immer noch nicht durchgesetzt hat.

  18. Wie kam es zur siebten Münchner Brauerei? Steffen Marx ist ein echter Entrepreneur. Selbst würde er sich so vermutlich niemals bezeichnen, doch die Geschichte rund um Gründung und Aufbau von Giesinger Bräu ist eine Unternehmerstory wie aus dem Bilderbuch. In einer Doppelgarage in Untergiesing startete er Mitte der 2000er mit seiner Vision, heute braut er an zwei Braustätten mit einer Gesamtkapazität von 30.000 Hektolitern Bier - und zählt, dank eigenem Brunnen auf Münchner Stadtgebiet, damit nun offiziell als echte Münchner Brauerei.

  19. Der Traveling Bartender über internationale Barkultur Schon im Alter von nur 15 Jahren stand Chris Schmidt-Sánchez hinter dem Bartresen und bediente seine ersten Gäste. Heute ist er Barchef der M’Uniqo Rooftop Bar im Andaz Hotel in München und ist als Traveling Bartender auf Instagram aktiv. Aufgewachsen in Belgien, ist er über einige internationale Stationen schließlich nach München gekommen, lässt sich aber nach wie vor gerne auf zahlreichen Reisen inspirieren. Bei uns spricht er über seinen Werdegang und darüber, wie er zu seinem heutigen Job in einer der hipsten Rooftop-Bars mit 360° Blick die bayerische Landeshauptstadt kam. Außerdem begeben wir uns auf einen wilden Ritt durch die Barkultur von München über London und Paris bis nach Helsinki. Dabei hangeln wir uns vom trendigen Gin zu lateinamerikanischen Spirituosen, welche hier kaum zu finden sind, zu der ungeahnten Komplexität von Tequila und Mezcal und der Feinheit von japanischem Sake.

  20. Eines der erfolgreichsten männlichen Models im Gespräch Papis Loveday gehört zu den erfolgreichsten männlichen Topmodels der Welt. Bekannt wurde er durch eine internationale Kampagne für United Colors Of Benetton und wurde im Anschluss von bekannten Marken, wie Dior Homme, Valentino, Armani, Gucci, Yves Saint Laurent oder Vivienne Westwood gebucht. Seit einiger Zeit ist er auch Teil des Teams von Germany’s Next Topmodel und dem österreichischen Pendant Austria’s Next Topmodel, wodurch er auch einem großen Fernsehpublikum bekannt wurde. Im Gespräch erzählt Loveday wie es dazu kam, dass er vor wenigen Tagen auf dem Königsplatz in München im Rahmen der Black Lives Matter Demonstration vor mehr als 20.000 Menschen auf der Bühne sprach. Dabei machte er auch deutlich, dass Rassismus – selbst in einer Stadt wie München – zu seinem Alltag gehört.