FUSSBALL MML

Micky Beisenherz, Maik Nöcker, Lucas Vogelsang
519
12.10.2026
Beschreibung
Fast könnte man denken, sie hätten sich einfach zufällig in Hamburg getroffen. An einem Montag nach der Bundesliga, in einem viel zu engen Raum, in dem irgendjemand sechs Dosen Red Bull und drei Mikros vergessen hatte. Das wäre die perfekte Legende, sie ließe sich gut erzählen. Am Abend nach dem dritten Glas Chianti. Und vielleicht stimmt sie sogar. Denn Fussball MML, das war eine Idee, aus dem Moment und aus einer Sehnsucht heraus. Ein Vorschlag, es mal zu versuchen, über Fußball reden und schauen, was dann passiert. Das eigentlich simple Rezept, die eigentlich simple Versuchsanordnung. Eine in die Jahre gekommene Boyband, die als Dreierkette Weltmeister werden wollte. So standen wir da, am Anfang. Drei Männer, die sich, mal beiläufig, mal absichtlich, über den Weg gelaufen waren. In den Stadien und den Studios dieses Landes. www.fussballmml.de Produziert von MML & Podstars by OMR.
Häufig erwähnt
  • Mike
  • Klopp
  • FC Bayern
  • Berlin
  • Borussia Dortmund
  • BVB
  • Werder Bremen
  • Freiburg
  • Jürgen Klopp
  • MML
  • Augsburg
  • Messi
  • Uli Hönes
  • Lukas
  • Miki
Episoden
  1. 02.11.2020
    69 min

    Die heutige Folge ist eine Textaufgabe Die heutige Folge ist eine Textaufgabe, formuliert von drei Podcastprofessoren im gefühlt schwierigen Alter, irgendwo zwischen berufsjugendlich und Alkohol bedingt früh vergreist, drei halbwissenden Zahlenakrobaten, die einen Rechenschieber nicht von Julian Schieber unterscheiden können und bei großen Summen die Hände zur Hilfe nehmen müssen, damit etwas Zählbares dabei herum kommt Also: Wenn Mats Hummels 2014, im Viertelfinale gegen Frankreich, seinen 27. Geburtstag bereits hinter sich hatte und damit drei Jahre jünger war als Antonio Rüdiger heute, die ersten 20 Meter mit einer Geschwindigkeit von 13,6 Stundenkilometern zurücklegen konnte, wie alt ist dann Pelé? Kleiner Tipp: Hummels ist Sternzeichen Schütze. Viel Spaß beim Rätseln. Fussball MML, alles andere ist höhere Mathematik!

  2. 26.10.2020
    64 min

    Es ist nicht ganz klar, wer jetzt worauf genau schon länger wartet. Es ist nicht ganz klar, wer jetzt worauf genau schon länger wartet. Karl Lauterbach auf den nächsten Lockdown oder Schalke auf den ersten Sieg. Aber das sind, wie immer, auch nur Zahlenspiele. Denn entscheidend ist, na klar, auf dem Platz. Und dort, wie einst beim Parkplatzsex in Bochum, wackelt der nächste Rekord. Tasmania, Gerd Müller, egal. Alles nur noch einen Hüftwackler, einen Ausrutscher weit weg. Die Liga zitiert sich selbst, und sägt an jenen Latten, die einst unerreichbar schienen. Was Maik Nöcker, Radiogesicht der alten Schule, dazu zwingt, die schon wieder gleichen Platten aufzulegen. Schalke als Abgesang, Lewandowski als Hymne. Serienhits zum Mitschunkeln, während Micky Beisenherz zum Rollkragen jetzt auch Fliege trägt, um endlich doch mal wieder vom Lanz eingeladen zu werden und Lucas Vogelsang sich erst einen Witze-Sabbat verordnet und hinterher gleich mehrere Filter über seine Sätze legen muss, um die neuen Westberliner Sorgenfalten zu kaschieren. Ha, Ho, Herbstdepression. So ist auch diese Folge nur eine Notdurft, verrichtet von drei Vulgärakrobaten, die in Teufels Küche ihr eigenes Süppchen kochen. Wir wünschen trotzdem einen guten Appetit. Und natürlich, wie immer, viel Spaß! Mit dem Gutschein Code "MML5" noch bis zum 3. November 5% auf Teufel Produkte sichern: http://bit.ly/TeufelMML

  3. Am Samstag FUSSBALL MML live im neuen FUSSBALL HUB auf TikTok! Samstag (24.10.) gehen wir auf TikTok im neuen FUSSBALL HUB Live! 18 Uhr, vorm Derby. Vormerken!

  4. Rudy verliert einen Zahn, Götze gewinnt zum Einstand. Rudy verliert einen Zahn, Götze gewinnt zum Einstand, Watzke riskiert eine wie immer schmale Lippe und im Doppelpass werden Özdemir, Draxler, Effe und Daum aufeinander losgelassen, als müssten sie noch das Brot zu den Spielen liefern. Mehr aber hatte das Wochenende dann auch nicht zu bieten. Der Liga, das spürte man, steckte die Länderspiel-Woche noch in den Knochen. Diese komplett überflüssige Pause, aus der nichts zurückbleiben wird außer Jogi Löw. Uns, das muss man so sagen, ging es da am Morgen ganz ähnlich. Die Knochen schmerzten noch, als wären wir am Vorabend mit Niklas Süle zusammen gestoßen, die Themen, die Sätze, die Pointen alles tropfte zäh und schnoddrig auf das Studiopult, die Zungen klebten am Mikro. Daum und Dümmer, ein Kaltstart. Ein Zustand bleierner Müdigkeit, verstärkt noch durch die Beschissenheit am Rande, durch konigsbraune Schreikrämpfe, die Zwischenrufe der Grobschlächtigen. Weil auf Schalke mal wieder ein paar Trottel bewiesen haben, dass Rassismus und Dumpfdeutschtum auch nach dem Abgang von Clemens Tönnies im Verein geblieben sind. Manchmal fehlen selbst uns die Worte, aber nichts sagen, bedeutet nun mal auch, dass die anderen, lautstark und plump, ihr Echo irgendwann für Zustimmung halten. Deshalb setzen wir ein Zeichen und widmen jedem der drei Moukoko-Tore einen unserer Buchstaben, schneiden sie aus und schicken sie nach Dortmund. Dann bleibt am Ende immerhin übrig, weswegen wir alle hier sind: Fussball. Viel Spaß!

  5. Live im Fernsehen! Live von der Allianz Arena, im Windschatten von Kanzler Söder! Live im Fernsehen! Live von der Allianz Arena, im Windschatten von Kanzler Söder! Die Volkswagen Tailgate Tour Live! Die drei Jungs von Fussball MML diskutieren im strömenden Regen das Pokal-Spiel der Bayern gegen Düren. Und jede Menge anderer Themen. Eigentlich hauptsächlich andere Themen… Auf jeden Fall mit dabei: Micky als Uli Hoeneß und Christoph Daum. Maik, der Falschparker aufschreibt. Und Lucas als personifizierter Finger in den Wunden des FC Schalke 04. Die magische Nacht von München - hier in voller Länge!

  6. Er hat den Scheiß schon einmal versucht. In Kiew, gegen die Ukraine. Er hat den Scheiß schon einmal versucht. In Kiew, gegen die Ukraine. Dreierkette gegen den Außenseiter. Und schon damals nannte er das Ganze: Experiment. Als müsste dieses Bauerntheater am Ende noch mit Moritz Bleibtreu und Justus von Dohnányi in den Hauptrollen verfilmt werden. Der 11freunde-Liveticker gab diesem unwürdigen Schauspiel hinterher einen anderen Titel: Uncool Runnings. Wobei der Bob an der Seitenlinie stand. Seitdem sind neun Jahre vergangen. Andrij Schewtschenko, damals Starstürmer in der Anfangself, ist mittlerweile Trainer der Ukraine. Und Joachim Löw, aus unerfindlichen Gründen noch immer Bundestrainer, hat seither nichts gelernt. Er hat sich nur immer weiter entfernt, von den Fans, den Journalisten, den Kritikern. So schafft er es, gleichzeitig an einer Laterne zu lehnen und doch über den Dingen zu schweben. Von dort oben, das sagt er gerne, hat er das Großeganze im Blick, und meint damit wahrscheinlich vor allem sich selbst. Oder den DFB, der einst eine Otto-Fleck-Schneise in den Urwald getrieben und danach noch ein paar Bilanzen gefälscht hat. Nur wenn der Nationalelf jetzt sogar Lothar Matthäus und Bastian Schweinsteiger abhanden kommen, ist dieses Konstrukt auf Jahre hinaus untragbar. Auf der Suche nach Ersatz und Ablenkung könnte man nun nach Eindhoven schauen, wo Mario Götze der Welt zeigen möchte, dass er noch immer besser ist als Mario Götze. Oder in die Toskana, wo sich die Weltmeister von 1990 getroffen haben, um mit Thomas Berthold über die Maskenpflicht zu debattieren. Vielleicht auch eine Alternative für Deutschland. Wir sind jetzt allerdings erstmal gespannt, was Helm-Jogi, der alte Querdenker, als nächstes plant. Denn nach dem Spiel ist vor der Schweiz. Und wir bleiben, wie immer angemessen unneutral, für euch am Maskenball. Fussball MML, die seit Samstag nur noch zweitschlechteste Dreierkette dieses Landes. Viel Spaß!

  7. 06.10.2020
    67 min

    Das Internet vergisst nicht, keine Zitate und keine Tabellen, keine Seitenhiebe und keine Aussetzer. Das Internet vergisst nicht, keine Zitate und keine Tabellen, keine Seitenhiebe und keine Aussetzer. Es ist das Elefantengedächtnis, mit dem man sich zum Affen macht, das Erinnerungsmonster, das dich verschlingt, weil du es vorher gefüttert hast. Es steht immer schon an der nächsten Ecke, im Schatten. Und wartet, auf den nächsten Trainerwechsel, den nächsten Deadline Day. Und dann spuckt es die alten Kamellen wieder aus, als hätte es sich an den Jecken verschluckt. Die Clowns, ungeschminkt und unvorbereitet, sind dann immer die anderen. Uli Hoeneß zum Beispiel, von Söldnern verfolgt. Oder Manuel Baum, vom eigenen Wagemut eingeholt. Sie werden am Ende vor allem mit sich selbst konfrontiert. Das Internet ist ein Spiegel, der keine Unebenheiten verzeiht. Und dann kommen wir und drücken die Mitesser aus, lachen über die Falten und Fehler, lehnen uns weit aus dem Fenster, unter dünnen Ärmchen das weiche Sofakissen der Satire. So brüllen wir in die Straße, in der auch am Wochenende wieder gespielt wurde. Und versuchen, von oben herab, für Unruhe zu sorgen. Als bierbäuchige Jubelrentner, die genau wissen, dass sie jederzeit die nächsten sein könnten, Visagen auf den Steckbriefen der Online-Polizei, und deshalb jedes Mal hoffen, dass niemand so genau hinhört. Viel Spaß!

  8. 28.09.2020
    72 min

    Heute ist wieder einer dieser Tage... Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen wir uns zurücklehnen und vom Blatt spielen, uns in unserem eigenen Fundus bedienen, die Narrenkappe aufziehen und dabei doch so tun, als wäre das alles die prächtigste Oper, das deutscheste Theater, die überhaupt größte Kleinkunst. Kabarett mit Kabak, Hamlet mit Hoeneß, Festspiele ohne Wagner. Und wir stellen die überhaupt besten Fragen. Rangnick oder Keller? Kopf oder Zahl? Effe oder Neffe? Dann legen wir die Trommel beiseite und spannen den Bogen, holen das Pergament aus der Satteltasche von Gaultier und schreiben einen Brief, lassen die Tinte trocknen und schließen das Kuvert mit einem Gütesiegel, unsere Meinung wieder lauwarmer Wachs auf geduldigem Papier. Und am Ende, berauscht von der eigenen Historie, von den Namen und Legenden, stimmen auch wir wieder ein in den Chor der Ahnungslosen. Schweizer Fantasien, westfälische Dynastien. Wir meinen doch auch, sie alle zu kennen. Dichter dran und trotzdem zu weit weg, das Chaos als Kanon, die wirklich alte Leier. Ihr kennt das Lied, liebe Hörer, als singt mit. Der Refrain geht in die Beine, der Rest bleibt im Kopf. Viel Spaß!

  9. 22.09.2020
    67 min

    Leute, zum Auftakt der neuen Saison machen wir es wie die Bundesliga. Leute, zum Auftakt der neuen Saison machen wir es wie die Bundesliga und feiern die Rückkehr der Fans, rücken wieder eng zusammen und suchen die Nähe der Mächtigen. So sitzen wir gemeinsam auf der Tribüne der Schaulustigen und melden uns aus den verschiedenen Stadien der Erregung. Aus München, wo auch die Schickeria ihre eigenen Gesetze hat und Gäste nicht mehr in Zelten bewirtet dafür aber in ihre Einzelteile zerlegt werden. Oder aus Dortmund, wo Teenager erst auf der Bugwelle des Erfolgs und dann auf dem Rücken eines norwegischen Büffels in den Sonnenuntergang reiten, während ihr Trainer die Kunst perfektioniert, gleichzeitig anatomisch unmöglich und doch aufreizend tonlos zu klatschen. Applaus für Menschen, die Angst vor Beifall haben. Eine Rabona, aus dem schweizer Handgelenk geschüttelt. Und am Ende trauen wir uns auch noch nach Bremen, an die Weser, wo es keine Wunder mehr gibt und der Spielfluss längst ausgetrocknet ist, die Angst wieder umgeht, auf den Rängen Abstiegsgespenster, die den roten Teufel an die Wand malen. Dort pfiffen die Fans, dann war Ruhe, weil sie doch genau wissen, dass ihr Verein zwischen den Zeiten gefangen ist, nicht so kann, wie er gerne würde. Das Schweigen, Dilemma. Für die gute Laune sind derzeit andere zuständig. Wir zum Beispiel. Auch, weil wir uns den Otto noch trauen, den Mirko und den Mario. Die alten Recken. Denn wir, liebe Hörer, bieten dem Fußball ein Zuhause, ein Wohnzimmer sogar. Und ihr dürft gleich mit auf die Couch. Viel Spaß!

  10. Keine Durchschlagskraft, keine Achse, keine Ahnung. Keine Durchschlagskraft, keine Achse, keine Ahnung. Machen wir uns nichts vor, die Mängelliste auf der Großbaustelle Hertha BSC liest sich wie eine ehrliche Analyse des Ist-Zustandes dieses Podcasts. Natürlich wollten wir mit den OMR-Millionen richtig angreifen, die Hackordnung (sic!) mal richtig durcheinander wirbeln, aber zu mehr als dem traurigen Jingle zur kühnen These hat es bisher leider nicht gereicht. Wäre das hier der Pokal, wir wären längst ausgeschieden. So aber machen wir einfach weiter wie bisher und gnadenfristen unser Dasein im Keller. Mit altbewährten Stanzen und gut abgehangenen Pointen. Und ab und zu grölt Uli Hoeneß dazwischen. Im Grunde, herzlichen Glückwunsch, ist im Studio in Hamburg mittlerweile alles wie beim Doppelpass mit München. Nur ohne Lobby. Und ohne Weißbier. Da kann man mal sehen, was passiert, wenn man den falschen Berater wählt. Da, Butter bei die Fische, werden selbst Big City Haie am Ende vom Piranha gefressen. Oder so. Wer trotzdem hören will, wie drei Schweine die Sendezeit mit Phrasen gefüllt haben, der möge einschalten. Alle anderen hören besser Rasenfunk. Viel Spaß!

  11. Es gibt ja so Tage, da weiß man schon morgens, dass es im Grunde nur zwei Möglichkeiten gibt. Es gibt ja so Tage, da weiß man schon morgens, dass es im Grunde nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder das wird jetzt richtig großartig oder sensationell beschissen. Heute, liebe Hörer, war wieder so ein Tag. Weil Maik Nöcker den kurzen Weg von Berlin nach Hamburg statt mit dem Flugzeug (Regeneration!) lieber mit dem Zug zurück legen wollte und dafür mit dem üblichen Wahnsinn aus Stillstand vor Ludwigslust und lauwarmem Christinenbrunnen aus dem TetrakPak bestraft wurde. Vier Stunden später aber konnte er sich dann doch noch ins Studio schleppen und die Aufnahme einer Folge beginnen, die sich mindestens großartig beschissen, vielleicht aber auch sensationell richtig anfühlen wird. Beides möglich. Wir wissen es nicht. Aber, so viel sei vorab verraten, es ist auch diesmal alles drin, was reingehört. Miese Wortwitze aus der untersten Schublade, hölzerne Schleichwerbung für windschiefe Möbelhäuser, absehbare Tiraden aus den Untiefen der Abneigung (Löw raus! Nations League abschaffen!), komplett verstolperteTransfermarktanalysen und ein vollkommen überflüssiger Exkurs in die Schattenwelt der Politik. Und am Ende meldet sich auch noch Joachim Król aus Herne. Mehr geht nicht, weil wir mehr auch gar nicht können wollen. Aber, auch wahr, wer zu spät kommt, den bestraft das Label. Deshalb viel Spaß jetzt mit Fussball MML, dem Marcelo Bielsa unter den Podcasts!

  12. Der Fußball, meine Damen und Herren, kennt keine Pausen. Der Fußball, meine Damen und Herren, kennt keine Pausen. Er ist rastlos, gefräßig, unersättlich. Endspiele, Testspiele, Machtspiele. Irgendwas ist immer, irgendwo fällt immer das nächste Tor. Und wenn der Ball schweigt, sprechen die Spieler und Trainer, ein Toben und Tönen, dann werden Interviews lanciert und Schlagzeilen erzwungen. Als hätten sie Angst vor der Stille, den Momenten der Leere. In Barcelona, prominentestes Beispiel, darf Lionel Messi der Welt gerade noch einmal zeigen, dass er mehr ist als ein Verein. Und irgendwo hinter Freiburg schreibt Joachim Löw gemeinsam mit Franz Josef Wagner einen Brief an die Fifa, legt dann übergroße Torwarthandschuhe ins Schaufenster, macht damit auch wieder Werbung in eigener Sache. Der Bundestrainer fliegt diese Woche nach Spanien, er hat sonst keine Sorgen. Bald ist wieder Bundesliga, davor jedoch treffen sich die Nationen. League ohne Legends. Irgendwas ist immer, irgendwo fällt immer das nächste Tor. Machttestspiele, Testbildstrecken. Bald ist wieder Bundesliga, bis dahin, so scheint es, bleibt uns, den echten Fans, nur das Sonderheft, mit Stecktabelle und überreifen Überschriften, den vertrauten Kalauern der Korrespondenten. Ein Wolf für die Meute. Eine Spinne für die Krone. Auch der Humor kennt keine Pausen. Deshalb machen wir weiter, wie immer. Viel Spaß! CLARK – Dein digitaler Versicherungsmanager: clark.de / goclark.at Ladet zwei bestehende Versicherungen hoch und sichert Euch mit dem Code "MML" einen 30,00 Euro Amazon Gutschein!

  13. 25.08.2020
    71 min

    Große Ereignisse werfen ihre Flutlichtschatten voraus. Große Ereignisse werfen ihre Flutlichtschatten voraus, doch weil vor dem Pokal immer auch nach dem Finale ist und die Champions League längst ihre eigenen Gesetze hat, sprechen wir heute natürlich erstmal über die Sonntagsszenen aus Lissabon, wo sich junge Männer im Konfettiregen erst Edelmetallvasen über den Kopf gestülpt und später noch eine Trommel vor den Bauch geschnallt haben, als wäre zumindest in Portugal schon Karneval. Das ganz große Henkelpottpourri der Klubeuropameister, die erst über den Kontinent gewalzt sind, um dann auf Triple-Schritten auch das Finale hinter sich zu bringen. Ein Eiertanz, wie ihn sich nicht mal Oliver Kahn besser hätte ausdenken können. Die Luft an diesem Abend, sie schmeckte nach Testosteron und nach Tränen, nach Taumel und Trauer. Mit etwas Abstand aber muss man sich auch noch mal die Umstände auf der pelzigen Zunge zergehen lassen, Knospe es, was es wolle. Denn dort bleibt ein Geschmäckle, weil auch Blutgeld Tore schießt und weil es nur ein bisschen Katar nicht geben kann. So klopfen wir den Bayern auf die breiten Schultern und versuchen gleichzeitig, sie noch am Ärmel zu erwischen. Die Dialektik als Grätsche, mit der wir über den Boden der Tatsachen rutschen, über die Asche der Scheichs, immer nah an der Scherzgrenze. Am Ende, hintenraus also, machen wir es noch mal ganz anders als die Bayern und verteilen Geschenke. Aus der Vergangenheit und aus dem Westen. Denn wo wir sind ist immer unten. Viel Spaß!

  14. Heute, liebe Hörer, ist uns in der Hitze der Nacht noch einmal ein mehrstimmiges Solo-Album gelungen Heute, liebe Hörer, ist uns in der Hitze der Nacht noch einmal ein mehrstimmiges Solo-Album gelungen, mit dem ihr wieder problemlos auf allen Hochzeiten tanzen könntet. Weil wir unmittelbar die anderen Saiten aufgezogen und zwischen den Zeilen die falschen Töne gefunden haben. In diesem Fall, das muss man so sagen, ist also Musikke drin. Mehr Kitsch als Krieg, mehr Delay als Jan. Wir, drei Discofüchse ohne Taktgefühl, müssen nun mal so tun, als wüssten wir, was nun zu tun ist. Luxus und Rummenigge bis zum Schluss. Denn MML ist auch, wenn die Hymne zum Abgesang wird und jeder Zwischenruf so klingt, als würden die Spatzen aus dem letzten Loch pfeifen. Und deshalb gibt es in den folgenden 70 Minuten nicht nur kühne Thesen, sondern auch den immer wieder übermütigen Refrain der Opportunisten, die Hookline der Ahnungslosen. Bis uns, am Ende, nur noch die Coverversionen retten können. Das Best-Of der anderen, das Feature befreundeter Philosophen. Auch uns haben, um es mit Mario Basler zu sagen, schon bei der Aufnahme die Ohren gebluded. Aber, Kinners, Liebe wird aus Mut gemacht. Also schaltet ein und dreht das Soundsystem auf bis das Viertel zum Finale wird. Viel Spaß!

  15. Wir kommen aus dem Mainstream und müssen heute Zeugnis ablegen. Wir kommen aus dem Mainstream und müssen heute Zeugnis ablegen, wollen uns reinwaschen von den Sünden der Vergangenheit. Also sitzen wir bei 47 Grad im Beichtstuhl der Hölle und packen aus, erzählen nichts als die Wahrheit. Ja, wir waren spielsüchtig und haben uns Geld von Wolfgang Bosbach geliehen. Wir wussten es nicht besser. Wir sind jene drei Hornochsen, die nicht gesehen haben, wie gut es alle mit uns meinen. Der Uli, der Kalle, der Clemens. Und es tut uns leid, dass wir jahrelang die Texte für Ikke Hüftgold geschrieben haben, um uns abzulenken von der dunklen Zeit im Dschungel, als wir dumm waren und die Kohle brauchten. Für die Potenzmittel und die Alternativmedizin unserer Frauen. Aber ab heute, versprochen, wird alles anders. Reiner Tisch, weiße Weste, Neuanfang. Denn wir wollen unser altes Leben zurück, endlich wieder angstfrei sprechen, mit einem Kirmes-Jingle nach jedem Satz, mit Beifall für jeden Irrsinn. Das ist unser Ziel, das muss wieder möglich sein. Und wenn ihr uns dabei helft, dann geben wir euch den Fußball zurück, wie er mal war, fahren zu Sport Sohn in Neu-Ulm und kaufen euch allen ein Trikot in Flutlichtblau. Das habt ihr euch verdient. Weil wir euch lieben. Viel Spaß!

  16. Dies ist eine Warnung. Denn heute, liebe Freunde, wird es sehr bayernlastig. Dies ist eine Warnung. Denn heute, liebe Freunde, wird es sehr bayernlastig. Was bedeutet, dass Micky wieder den Hoeneß gibt und wir dann lange über Dortmund sprechen, obwohl wir uns eigentlich über Schalke unterhalten müssten. Aber ihr kennt das ja, wir trotzen der Erwartung, halten uns nicht an Regeln und haben, wie der Uli, große Angst vor dem Internet und allem, was dazu gehört. E-Sport, E-Mail, E-tepetete. Das ganze neumodische Teufelszeug, das den Fußball verdirbt, ihn bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Deshalb sprechen wir ab heute nur noch über Dinge, die uns nahe stehen und über Geschichten, in denen wir uns selbst begegnen. Dreigestirne, Dreimännerbünde, Dreifaltigkeiten. So ist auch diese Folge nicht mehr als ein versiffter Recyclinghof für abgetragene Klamotten und längst eingemottete Evergreens. Für Gags auch, die so alt sind, dass sie schon nächstes Jahr in die Serie A wechseln könnten. Dazu gibt es dann, wie immer und oben drauf, Anzüglichkeiten aus den 80ern und Ballwechsel aus den 90ern. Doppelfehler auf dem harten Boden der Tatsachen. Wir wären so gerne der Flügel einer Taube, sind am Ende aber nicht mal der Reklamierarm von Manuel Neuer. Die Luft nach oben, sie ist uns längst ausgegangen. Fussball MML, das ist nunmal, was man bekommt, wenn man die Kroos-Brüder bei Wish bestellt. Einfach mal Lappen. Mehr Erdmann als Toni, mehr Kater als Felix. Weniger geht nicht. Also viel Spaß!

  17. 29.07.2020
    71 min

    Nach der kürzesten Sommerpause aller Zeiten... Nach der kürzesten Sommerpause aller Zeiten haben sich Micky, Maik und Lucas auf dem Rückweg aus dem Italien-Urlaub an der Autobahn getroffen, um auf einem Rasthof in Grenznähe wieder über Themen im Grenzbereich zu sprechen. Da ist schließlich, in der Abwesenheit der drei Kontrollfreaks, ganz schön was liegen geblieben. Und so geht es bei dünnem Kaffee und pappigen Fritten, im Rücken den Kicker und die Neue Revue, die BILD und die Bussi Bär, um nicht weniger als das Karriere-Ende von André Schürrle und den neuen Job vom jungen Hoeneß. Und es wird gleichzeitig ganz leise und dabei doch unfassbar laut, wobei nicht sofort klar ist, wer hier eigentlich wieviel Oktan getankt hat, sind die Analysen doch eher Diesel als super. Nach zwei Monsterdosen allerdings überschlagen sich die Gedanken, kochen die Emotionen über. Wegen Manchester City, der Scheichwerbung, der Langeweile in Europa. Die große Empörung, die noch größere Sinnfrage. Alles steht auf der Kippe. Doch bevor die Lage eskalieren kann, drängen sich die drei gemeinsam durch die Drehtür beim Sanifair und teilen den Pfandbon hinterher brüderlich untereinander. Eine zerrissene Mahnung. Ein stiller Protest gegen die Ungerechtigkeit der Fernsehgelder, gegen diese Schere, mit der man mehr als nur Haare spalten wird. Wer will, kann ihn hören. Hier, jetzt. Im Hintergrund aber jault ein trauriger Benz. Trotzdem viel Spaß!

  18. Aus dem Buch "Heimaterde" von Lucas Vogelsang. Vor drei Jahren hat Lucas für sein Buch Heimaterde auch ein Kapitel über Jimmy Hartwig geschrieben, den nach Erwin Kostedde zweiten schwarzen Spieler in der deutschen Nationalmannschaft. Während der Recherche dazu, hat er ihn einen Tag lang in Bayern getroffen und begleitet. Entstanden ist ein Text, der den Bogen schlägt von Hartwig und Kostedde in Offenbach bis zu Jerome und Kevin-Prince Boateng im Berliner Wedding. Er erzählt vom Rassismus, in Deutschland wie im Fußball, und von dem fortwährenden Kampf, in der eigenen Heimat anzukommen. Und hat, leider, nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil. Deshalb haben wir beschlossen, ihn an dieser Stelle noch einmal zugänglich zu machen. Als Spezial. Als exklusive Lesung in der Sommerpause. Wir wünschen euch viel Spaß dabei.

  19. Leute, was sollen wir euch noch sagen? Leute, was sollen wir euch noch sagen? Nach 46 Folgen und einer Handvoll Rudelbildungen, die aus dem Abstand heraus geboren wurden und doch jeden Anstand vermissen ließen, fehlen uns am Ende dieser Saison ganz einfach die Worte. Da kommt jetzt nicht mehr viel, da ist einfach eine Menge auf der Strecke geblieben. Irgendwo zwischen Mutter Ballmann und House of Lars, zwischen Schtunk und Opafon. Deshalb sitzt Micky wie blöd auf der Couch und frisst nicht nur den Ärger in sich hinein, deshalb vertauscht Maik die Vokale und Konsonanten, verwechselt er Kleinod und Hein Blöd und wird schließlich durch eine Stimme vom Band ersetzt, während sich Lucas bis zur Selbstaufgabe selbst zitiert, benommen in die Vergangenheit flüchtet und dort nicht mehr weiß, für wen er den Scheiß hier eigentlich macht. So ein Rückblick ist eben immer auch eine Konfrontation mit der eigenen Unzulänglichkeit, dem Gerede von gestern, den Thesen ohne Trost. Der Trend, er ist kein Freund von uns. Wir sind zu weit gegangen, jetzt gehen wir auf dem Zahnfleisch. Und haben uns trotzdem noch einmal zusammen gerissen. Für euch, die Fans. Herausgekommen ist diese, nun ja, Folge. Schweigen ist Gold, hier allerdings präsentieren wir unsere Sprachlosigkeit auf dem Silbertablett. Fussball MML, der Podcast für die Sommerpause, diesmal live aus dem Stammelwirt. Viel Vergnügen! Kia: Jetzt eine Probefahrt sichern und selbst überzeugen -> www.kia.com comdirect: Hier gibt es das kostenlose Girokonto und das neue BVB-Trikot gratis dazu -> www.comdirect.de/trikot

  20. Drei Männer in einem Hotel in Berlin. Abgekämpft, zittrig, übermüdet. Drei Männer in einem Hotel in Berlin. Abgekämpft, zittrig, übermüdet. Sie können nicht mehr, aber sie müssen schon wieder. Draußen noch der Jubel der Bayern, drinnen nur eine Flasche Champagner in einem traurigen Kühlschrank. Es ist kurz nach halb Elf, der Fußball kann gnadenlos sein. An seinen Rändern hausen Gestalten. Tun wichtig, wissen es besser. Im Zimmer flackert das Licht, in den Händen schwitzen die Mikros. Aufnahmesituation. Was wird bleiben von diesem Abend, der Woche zuvor? Die Männer schauen zur Decke, als hätte dort jemand die Antwort in Stuck hinterlassen. Ratlosigkeit. Wissen nicht, ob die Luft jetzt dünner wird oder doch schon zum Schneiden ist. Raffen sich auf. Also die Bayern, zum wievielten Mal? Was soll man noch sagen? Heute ist die Spannung gestorben, oder vielleicht gestern. Sie wissen es nicht. Heute ist die Spannung gestorben, das ist jetzt acht Jahre her. Unten im Hof toben die Arglosen. Hier oben werden die Namen verhandelt, die üblichen Verdächtigen, das Kabinett der Kaputten. Immer dieselben. Tönnies und Hoeneß, Hecking und Slomka. Immer das Gleiche. Drei Männer, gefangen in den Wiederholungen dieses Geschäfts, bilden einen Kreis, begegnen sich gleich selbst auf dem Flur, gehen ins Bad und stellen ihren Spiegelbildern die Frage des Tages. Wie fühlen Sie sich? Wer, verdammt, soll so etwas wissen. Morgen ist auch wieder Helmer, Montag ist auch wieder Kampf. Das Ende kommt plötzlich, im Gewand der Pointe. Dann Vorhang. Applaus!