Fabian Lehr
- Berlin
- Deutschland
- AfD
- Marx
- SPD
- Europa
- Grüne
- Salzburg
- Palästina
- Grünen
- Israel
- Lenin
- DDR
- Euro
- Marxismus
- 13.07.202270 min
Der Nationalismus,heute die wohl mächtigste und aggressivste Massenideologie der Welt, ist ein historisch sehr junges Phänomen - vor dem späten 18. Jahrhundert gibt es kaum Ansätze dazu. Wie und warum kam es aber, dass der Nationalismus innerhalb weniger Generationen die Köpfe so zu beherrschen begann, dass die Trennung der Menschheit in Nationen quasi als Naturgegebenheit betrachtet wurde? Darum dreht sich diese Episode.
- 13.07.202227 min
Das antike Athen, so lernt man es oft genug noch in der Schule, war die Wiege unserer europäischen Demokratie. Tatsächlich hatten die antiken griechischen Polisdemokratien aber so gut wie nichts mit dem System zu tun, das heute "Demokratie" genannt wird. Diese Episode beleuchtet, wie die antike Demokratie tatsächlich beschaffen war.
- 13.07.202254 min
Das gängige Narrativ geht so: Aufgrund der Weltwirtschaftskrise radikalisierten sich die verarmten Massen, wählten NSDAP, und so gelangten die Nazis demokratisch an die Macht. Diese Vorstellung ist aber ziemlich schief. Die Nazis gelangten nicht als Bewegung der Armen, sondern im Gegenteil als Massenbewegung des Bürgertums, das sich vor den Armen fürchtete, an die Macht - und zwar nicht durch Wahlen, sondern durch eine Art präsidialen Staatsstreich von oben. Die wahre Geschichte des Weges ins dritte Reich.
- 13.07.202230 min
Plötzlich sind wir alle Ukraine. Klassenkonflikte scheint es nicht mehr zu geben, sondern nur noch die geeinte Volksgemeinschaft gegen Russland. Oder doch nicht?
- 13.07.202247 min
Die österreichische Sozialdemokratie versuchte nach 1918, einen eigenen Weg zum Sozialismus zu gehen, irgendwo zwischen revolutionärem Marxismus und Reformismus. Das Experiment scheiterte katastrophal im österreichischen Bürgerkrieg von 1934. Wie kam es zu dieser Niederlage der ArbeiterInnenbewegung?
- 13.07.202218 min
Was ist dran am Vorwurf, "verkürzte Kapitalismuskritik" sei inhärent "strukturell antisemitisch"?
- 13.07.202268 min
Wie lebten, arbeiteten und dachten die bäuerlichen 90% der europäischen Bevölkerung im Mittelalter und wie veränderte sich ihr Leben vom Frühmittelalter bis zur Schwelle der Neuzeit?
- 13.07.202231 min
Diese Episode geht der Frage nach, warum die Planwirtschaft der DDR trotz ihrer ungeheuren Errungenschaften nach rund 40 Jahren widerstandslos unterging.
- 13.07.202263 min
Wer sind die Akteure und um welche Machtinteressen wird gekämpft in der Ukraine?
- 13.07.202236 min
Der Niedergang des Zarenreichs, der Aufstieg der russischen ArbeiterInnenbewegung und der Weg der Bolschewiki an die Macht
Im dramatischen Jahr 1918 ging der erste Weltkrieg nach jahrelanger Stagnation noch einmal in rasante Bewegung über. Die Karten schienen neu gemischt zu werden und der deutsche Imperialismus noch einmal die Chance zu haben, im letzten Moment doch noch zu triumphieren. Innerhalb weniger Monate sah das Deutsche Reich seinen größten Triumph und dann seinen jähen Absturz. Die Ereignisse dieses letzten Kriegsjahres werden in dieser Episode nachgezeichnet.
- 12.07.202295 min
Bei Beginn des zweiten Weltkriegs im Herbst 1939 wird ein junger Marburger Jurastudent zur Wehrmacht einberufen und kommt in eine Artillerieabteilung. Er macht den sonderbaren monatelangen, fast ereignislosen "Sitzkrieg" mit Frankreich an der Westfront mit, erlebt im Elsass den Zusammenbruch Frankreichs. Dann geht er mit seiner Einheit als Besatzungssoldat ins unterworfene Polen an die neue deutsch-sowjetische Grenze, schließlich wieder nach Frankreich an die Kanalküste, im Glauben, nun bald an der Invasion Englands teilzunehmen. Schließlich geht es im Herbst 1941, nach der deutschen Invasion der Sowjetunion, als letzte Station an die Ostfront, wo er an der grausamen Belagerung Leningrads teilnimmt. Kurz darauf dürfte er dort gefallen sein. Von all diesen Stationen schrieb er fleißig Feldpostbriefe an seine Freundin in Deutschland, eine Gymnasiastin aus Jüterbog, die dann zum Kunstgeschichtsstudium nach Leipzig ging. Diese Briefe stecken einerseits voller lebendiger, anschaulicher Beschreibungen des Soldatenalltags wie des Lebens in den von Deutschland unterworfenen Gebieten. Andererseits zeigen sie exemplarisch das Denken eines unpolitischen jungen Mannes, der mit dem NS-Regime einverstanden ist und den Krieg als großes Abenteuer sieht. 50 dieser Feldpostbriefe an seine Freundin habe ich nun transkribiert und eingesprochen.
