
Erzähl mir von Wien
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- 10.03.202421 min
Ein langer Weg durch den Wald Es geht über den Cobenzel vorbei am Häuserl am Roan und am Stoa durch den Wald bis nach Neuwaldegg. Wir erfahren, welche sozialpolitischen Maßnahmen mit dem Bau verbunden waren und wem der Bau genutzt hat.
- 25.02.202420 min
Von steilen Bergen zum Donaubaden Auf unserer ersten Runde an die Wiener Grenzen des Waldes besuchen wir eine Zahnradbahn, eine Standseilbahn und versuchen die Berge und die Babenberger auseinander zu halten. Der Entsatz von Wien bei der 2. Türkenbelagerung ging von der Kapelle am Kahlenberg natürlich 1683 (und nicht 1638 - Achtung, Zahlendreher! - aus. Auch bei den Vorfahren von Konrad Lorenz in Altenberg hat sich Fritzi mit den Namen verhaspelt, daher noch einmal: Konrad Zacharias Lecher - Journalist, hatte 4 Söhne und 3 Töchter,wir erwähnen Bertha, genannt Peter - frühe Liebe von Peter Altenberg. Emma - heiratet Adolf Lorenz, Orthopäde, deren Sohn war der Nobelpreisträger Konrad Lorenz.
- 11.02.202422 min
Prägende Einflüsse aus und für den Wald Von Menschen besiedelt und bewirtschaftet wird das Gebiebt des Wienerwalds seit tausenden Jahren. Wir sprechen über die verschiedenen Nutzungsformen seit dem Mittelalter und warum Wald und Natur seither aus unterschiedlichen Motiven geschützt, gepflegt werden.
- 28.01.202420 min
Natur und Formen, Pflanzen und Tiere im Wienerwald Der Wienerwald reicht in die verschiedenen Bezirke, die im Westen Wiens liegen: Döbling, Währing, Hernals, Ottakring, Penzing, Hietzing und Liesing und zeigt sich da auch in seinen unterschiedlichen Formen und Facetten. Biosphärenpark Wienerwald Österreichische Mykologische Gesellschaft (Österreichische Pilzgesellschaft)
Persönliche Staffelübergabe 2024 Darüber haben wir gesprochen: Ediths neues Projekt mit Geschichten von Wiener Insidern: [www.zeigmir.wien](http://zeigmir.wien) Concordia-Ball: [www.cityfarm.wien](http://www.cityfarm.wien) Augarten City Farm: [www.cityfarm.wien](http://www.cityfarm.wien) Wienerliedfestival wean hean: [www.weanhean.at](http://www.weanhean.at) Oh Wow Podcasts: [www.ohwow.eu](http://ohwow.eu)
Wieder von Laxenburg - diesmal bis Mayerling Karl Nehammer war krank, als Kronprinz Rudolf von Österreich am 29. Jänner 1889 nach Mayerling fuhr, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Daher ist nur sein dort anwesender Kollege, Johann Loschek, als Kammerdiener des Prinzen in die Berichterstattung eingegangen. Wir erzählen zwar auch von Mayerling - wie wäre es anders möglich - aber hauptsächlich vom Interesse des Kronprinzen an den Naturwissenschaften, an Reisen, an der Politik - an der er allerdings nicht teilhaben durfte -, an den volkstümlichen Vergnügungen. Wir berichten von Orten, die nach ihm benannt wurden, nicht nur in Wien, sondern auch in Afrika und in der Arktis. An seine Frau Stephanie erinnert heute noch die Stephaniewarte auf dem Kahlenberg. Literatur: Brigitte Hamann, Kronprinz Rudolf, Wien 2005.
- 17.12.202332 min
Von Bad Ischl bis zur Amalienburg Im August 1853 verlobten sich Kaiser Franz Joseph und Sisi in Bad Ischl, die Hochzeit fand am 24.April 1854 statt. Von der Reise der Braut nach Wien, der Hochzeit und den wechselnden Aufenthaltsorten des jungen Paares in der Hofburg erzählen wir in dieser Folge.
Vom Ende der 48er Revolution bis zur Votivkirche Die niedergeschlagene Revolution von 1848 führte zu einem Generationswechsel im österreichischen Kaiserhaus. Kaiser Ferdinand der Gütige dankte am 2. Dezember 1848 zugunsten seines 18-jährigen Neffen Franz Joseph ab und zog sich nach Böhmen zurück - unter Mitnahme eines großen Teils der kaiserlichen Apanage und des Erbes seine Vaters, Kaiser Franz I. Er lebte fortan am Hradschin in Prag und verwaltete seine Güter in Reichstadt sehr erfolgreich. Der Reichstag wurde aufgelöst, eine durch diese Institution erarbeitete Verfassung kam nicht zustande. In Ungarn konnte die Revolution nur mit Hilfe russischer Truppen niedergeschlagen werden, es kam zu einer großen Zahl an Hinrichtungen und Repressalien. Im Februar 1853 mißglückte ein Attentatsversuch des ungarischen Schneidergesellen János Libényi auf Kaiser Franz Joseph. Diese Errettung war der Anlass für den Bau der Votivkirche, der zum Teil durch Spenden der "Völker der Monarchie" finanziert wurde.
Wien auf den Barrikaden Am 15. November 1848 wurde der Reichsrat durch kaiserliche Anordnung aus Wien nach Kremsier in Mähren verlegt. Das war der Schlusspunkt der bürgerlichen Revolution von 1848, die am 13.März mit einer Rede von Dr. Adolf Fischhof im Hof des Niederösterreichischen Landhauses begonnen hatte. In drei großen Wellen im März, Mai und Oktober kämpften Bürgerliche und Studenten um politisches Mitspracherecht, um freie Wahlen und eine Verfassung, Frauen um Gleichberechtigung, Bauern um Abschaffung der Grundherrschaft und Arbeiter um menschenwürdige soziale Bedingungen. Kurz schien es, als ob der Revolution ein Erfolg beschieden wäre, freie Wahlen, zwar in beschränktem Ausmass, und Pressefreiheit wurde gewährt, die Grundherrschaft abgeschafft. Ende Oktober 1848 wurde die Revolution brutal niedergeschlagen, die Führer hingerichtet, die Vergünstigungen zurückgenommen. 2000 Tote waren zu beklagen. Nur die Abschaffung der Grundherrschaft blieb aufrecht. Aber die Ideen konnten nicht vernichtet werden, der Boden war aufbereitet für zukünftige, uns heute selbstverständlich erscheinende politische und soziale Errungenschaften.
- 05.11.202335 min
Erinnerungen an die Beziehungen zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich Wir berichten in dieser Folge über die noch vorhandenen Erinnerungen an die Beziehungen zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich, deren Entwicklung zeitmäßig parallel verlief. Zwar sind in unserem kollektiven Gedächtnis hauptsächlich die beiden osmanischen Belagerungen verankert, doch gab es auch einen mannigfaltigen diplomatischen und kulturellen Austausch, der Spuren hinterlassen hat. Inspiriert zu dieser Folge hat uns der 100. Jahrestag der Gründung der Republik Türkei. Link: Türkengedächtnis. Forschungsprojekt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- 22.10.202333 min
1873 wurde die Erste Wiener Hochquellenwasserleitung eröffnet Die 1. Wiener Hochquellenwasserleitung - bis 1922 Kaiser-Franz-Joseph-Hochquellenleitung - wurde mit der Inbetriebnahme des Hochstrahlbrunnens vor 150 Jahren, am 24.10.1873, eröffnet. Vorausgegangen waren erregte Diskussionen über die flächendeckende Versorgung Wiens mit Wasser, bis sich das von dem Geologen Eduard Suess ausgearbeitete und von Vizebürgermeister Cajetan Felder favorisierte Projekt durchsetzte. Trotz einiger Schwierigkeiten war die Verbesserung auf dem gesundheitlichen Sektor sofort spürbar. Das Wachstum der Stadt erforderte den weiteren Ausbau der Wasserversorgung Mit der Inbetriebnahme der 2.Hochquellenwasserleitung im Dezember 1910 war die Wasserversorgung Wiens gesichert. Herzlichen Glückwunsch zum 150. Geburtstag!
Wie die Wiener bis 1873 zu Wasser kamen Von Wasserleitungen, die die Römer für das Legionslager Vindobona bauten über Badstuben des Mittelalters zu der Waschangst des Barocks erzählen wir heute. Wie bekam Wien bis zur Errichtung der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung Wasser? Wir berichten über die Verwendung der Wasserquellen des Wienerwalds, erzählen von Hausbrunnen, Wassermännern und Wasserweibern und von der immer wieder auftretende Wassernot, von Hof- und Privatwasserleitungen und wer bei der Wasserversorgung privilegiert war.
Spitäler, Vergnügungen, Radio und Synagogen Wir beschließen die Staffel über die Brigittenau mit einem Schweinsgalopp durch den Bezirk - vom Unfallspital Webergasse zum Lorenz-Böhler Krankenhaus, zum Bezirksmuseum, das in den Räumen untergebracht ist, aus dem die ersten Radiosendungen von Radio Hekaphon ausgestrahlt wurden. Weiter gehts zur Brigittakirche und zum Bezirksamt, zum ehemaligen Vergnügungsetablissement Colosseum und zum Hannovermarkt. Wir berichten von der ersten Folge von "Kottan ermittelt", die in der Brigittenau spielt, von den zerstörten Synagogen und dem Lauder Chabad Campus, der sich in der alten Post, dem letzten Rest des Nordwestbahnhofs, angesiedelt hat. Wir beenden unsere Runde beim Milleniumstower und schauen auf dem Weg dorthin bei der Eiskristallfabrik, heute "Eisfabrik Wien", in der Pasettistraße vorbei. Das war´s mit der Brigittenau! Ernst Theis: Radio Hekaphon, Österreichs erster Rundfunksender: https://medienundzeit.at/ernst-theis-radio-hekaphon-oesterreichs-erster-rundfunksender/ Kottan ermittelt - Hartlgasse 16a: https://youtu.be/qiQGBJp-y_k?feature=shared
Vom Engelsplatz zum Lorenz Böhler Nicht nur Brücken bestimmen das Bild des Bezirks Brigittenau. Im Roten Wien entstanden viele Gemeindebauten, darunter auch der zweitgrößte Wiens. Über diesen und andere, über eine Klinik, in der bekannte Menschen geboren wurden und über eine ehemalige Ikone der Kommunistischen Partei Österreichs berichten wir in dieser Folge. Ergänzung: Die Adresse des ehemaligen Brigittaspitals ist (heute) Stromstraße 34. Erratum: Der Meldemannplan ist natürlich aus dem 16. Jahrhundert, aus 1530, er zeigt Wien zur Zeit der Ersten Türkenbelagerung.
Zwischen Brücken: der 20. Bezirk Wir schließen an die letzte Folge an und besprechen die Entstehung des Bezirkes Brigittenau, der ursprünglich ein Teil des 2. Bezirks Leopoldstadt war und erst 1900 ein eigener, der 20. Bezirk, wurde. Er besteht aus den alten Orten Brigittenau und Zwischenbrücken. Das Gebiet hat sich durch die Donauregulierung sehr stark verändert. Zusammen mit der Leopoldstadt bildet die Brigittenau eine Insel und ist mit dem Wiener "Festland" in jede Richtung durch Brücken verbunden. Daher widmen wir uns in dieser Folge dem Wasser und diesen Brücken. Unter diesem Link geht es zu einer Karte des Gebietes der Brigittenau vor der Donauregulierung.
Das älteste noch bestehende Bauwerk in der Brigittenau 1650 wurde die Brigittakapelle in der heutigen Forsthausgasse errichtet, sie ist das älteste Bauwerk der Brigittenau. Um ihre Entstehung ranken sich Legenden, befand man sich doch in der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg und der Bedrohung durch das schwedische Heer 1645, die von Erzherzog Leopold Wilhelm abgewendet wurde. Sie wurde der Heiligen Birgitta geweiht. Lange Zeit war sie der Mittelpunkt des Brigitta-Kirtags, dessen lustiges Treiben bis 1848 einmal im Jahr zwei Tage lang währte. Nachzulesen in Franz Grillparzers Erzählung "Der arme Spielmann". Mehrmals beschädigt und entweiht, als Ziegenstall und Leichenhalle missbraucht, wurde sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder restauriert und dient heute der georgisch-orthodoxen Gemeinde als Gotteshaus. Die Brigittakapelle ist Namensgeberin des 20. Wiener Gemeindebezirks.
- 30.07.202340 min
Zwei wichtige Bahnhöfe in der Leopoldstadt Der Nordbahnhof und der Nordwestbahnhof waren die ältesten und auch die wichtigsten Bahnhöfe im 19. Jahrhundert. Dies wurde durch die prunkvolle Ausstattung betont. Die Nordbahn führte in die Kronländer im Norden und Nordosten, die Nordwestbahn verband Wien mit dem westlichen Teil Böhmens und den deutschen Städten Leipzig, Dresden und Berlin. Beide Bahnlinien und Bahnhöfe sind Beweise der technischen Entwicklung in der Monarchie, aber auch Zeugen der wechselvollen Geschichte Österreichs von der ersten Hälfte des 19. bis in die Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beide Bahnhöfe abgerissen, obwohl zumindest der Nordbahnhof noch zu retten gewesen wäre. Traurigerweise sind diese geschichtsträchtigen Orte aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden. Literatur: Franz Haas, Der Wiener Nordbahnhof, Wien 2018 Wolfgang Kos u.a., Großer Bahnhof: Wien und die weite Welt, Wien 2006
Vom Nestroyplatz zum Praterstern In dieser Folge widmen wir uns dem stadtauswärtigen Teil der Praterstraße, beginnen beim Nestroyplatz und enden beim Praterstern. Es gäbe viele Häuser zu besprechen, allerdings würde das den Zeitrahmen sprengen. Daher reden wir nur über einige und erzählen dazu Geschichten, vom Treffen der alliierten Herrscher zum Wiener Kongress bis zum Leibwächter vom „Roten Heinzi“ Heinz Bachheimer. Hier geht's zur Folge über Venedig in Wien.
Von der Schlagbrücke bis zum Nestroyplatz Die Praterstraße war im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein quirliger Prachtboulevard, auf dem sich Adelige, Industrielle, Künstler ansiedelten und Häuser bauten - teilweise schlicht und elegant, teilweise das Gegenteil. Wir erzählen heute vom stadtseitigen Teil der Straße und ihren Waschhäusern, Gasthäusern, Kaffeehäusern, von ihren einfachen und protzigen Privathäusern und blicken in vergangene Zeiten.
Mit den Jägern in den Prater Die Praterstraße – neben der Taborstraße eine der zwei Hauptverkehrsadern des 2. Bezirks – hieß bis 1862 Jägerzeile, und zwar nach den Jägern, welchen Kaiser Maximilian II. im 16. Jahrhundert hier Schankfreiheit gewährte. Die Straße entwickelte sich besonders nach der Öffnung des Praters 1766 rasch, die erste Johann Nepomuk Kirche wurde 1780 erbaut, das Leopoldstädter Theater 1781 eröffnet. Auch die Hochwasserkatastrophe von 1830 konnte die Entwicklung nicht aufhalten, so dass die alte Kirche für die wachsende Pfarrgemeinde bald zu klein wurde und Mitte des 19. Jahrhunderts die heutige Nepomukkirche geweiht wurde. Seit 1886 steht Admiral Tegetthoff auf seiner Säule und genießt den Anblick des Stephansdoms. Mehr über den Prater ist in den Folgen 81-84 unseres Podcasts Erzähl mir von Wien zu erfahren. Ums Weißgerberviertel geht es in Folge 160. Und die Revolution von 1848 war schon in Folge 16 Thema.
