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153- Kann man am Arbeitsplatz noch Komplimente machen oder gilt das gleich als sexueller Übergriff, Verena Arps-Roelle? 02.03., 14:0002.03.2026, 14:00
Sexistische Sprüche, Grenzverletzungen oder sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz – wer glaubt, dass es das 2026 nicht mehr gibt, liegt falsch. Viele Betroffene schweigen aus Angst vor beruflichen Nachteilen oder dem Verlust ihres Jobs. Gleichzeitig fehlen in vielen Unternehmen transparente Beschwerdewege oder geschulte Vertrauenspersonen. Dabei ist sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz keine Seltenheit. Jede dritte Frau hat laut einer Studie der Europäischen Union sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz erlebt. Und in nur knapp der Hälfte aller Betriebe gibt es überhaupt irgendein Verfahren zum Umgang mit sexueller Belästigung. Am häufigsten sind verbale oder sexualisierte Kommentare und Witze, die oft nicht gemeldet werden und daher auch in offiziellen Statistiken meist unterrepräsentiert sind. Hier setzt „act & protect” an. Die ehrenamtliche Initiative unterstützt Betroffene, Kolleg:innen und Führungskräfte dabei, Grenzverletzungen frühzeitig zu erkennen, richtig zu reagieren und ihnen strukturell vorzubeugen. Neben individueller Beratung bietet „act & protect” Workshops und Schulungen für Unternehmen an, um Arbeitskulturen nachhaltig zu verändern. Verena Arps-Roelle ist selbst Betroffene sexualisierter Gewalt und arbeitete viele Jahre in der Musik- und Modebranche, wo sie starke Machtgefälle, informelle Netzwerke und Sexismus erlebte. All diese Erlebnisse waren der Grund für sie und ihren Partner Sebastian Arps, „act & protect“ ins Leben zu rufen. Was sie erlebt hat und wie sie mit der Intitative ganze Betriebe schult und Schutzkonzepte initiiert, erzählt sie bei einbiszwei. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Website von act & protect Zur Website Bücher und Materialien (u.a. Checklisten für Betroffene und Institutionen) act & protect Books **Interview mit Verena Arps-Roelle und ihrem Partner Sebastian Arps ** Sexueller Übergriff am Arbeitsplatz – Was tun? (06/23) Interview mit Verena Arps-Roelle Podcast „Starke Frauen” – Verena von act & protect – gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt (06/25) Beitrag auf tagesschau.de Arbeitsplatz: Viele Beschäftigte erleben sexuelle Belästigung (05/25) Antidiskriminierungsstelle des Bundes Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Mit 11 wurdest du Opfer von Cybergrooming – was ist dir passiert, Jasmin Scholl? 22.02., 14:0022.02.2026, 14:00
Über das Thema Cybergrooming haben wir hier bei einbiszwei vor zwei Jahren mit dem Kriminologen Thomas-Gabriel Rüdiger gesprochen, damals war jedes fünfte Kind in Deutschland betroffen. Heute ist es jedes vierte, die Zahlen steigen rasant. Das hat auch damit zu tun, dass Täter und Täterinnen immer mehr Möglichkeiten haben, sich im Netz an Kinder heranzumachen. Mittlerweile ist es schon für Grundschüler normal, ein Smartphone zu haben, online zu gamen und dabei zu chatten. In diesen Chats geben sich Täter als gleichaltrig aus, bringen Kinder dazu, ihnen Bilder von sich zu senden oder sich vor eingeschalteter Kamera auszuziehen. Mit diesen Aufnahmen werden die Kinder dann erpresst, das Ziel ist es oft, sich real mit Kindern zu treffen und sie zu missbrauchen. Jasmin Scholl ist genau das passiert. Sie wurde bereits mit elf Jahren Opfer von Cybergrooming. Sie verabredete sich mit einem vermeintlich Gleichaltrigen, mit dem sie vorher monatelang geschrieben hatte. Und sie traf dann einen erwachsenen Mann – der sie vergewaltigte. Heute klärt Jasmin auf Social Media unter dem Namen „Das Schweigen brechen” auf, gibt an Schulen Workshops und ist Botschafterin des Deutschen Kindervereins. Ihre Geschichte erzählt sie bei einbiszwei. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Instagram von Jasmin Scholl @dasschweigenbrechen Mehr über Jasmin Scholl Jasmin ist Botschafterin des Deutschen Kindervereins ZDF-Reportage mit Jasmin Scholl „Cybergrooming: Jasmin will Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt schützen / 37 Grad” ARD-Doku mit Jasmin Scholl „Über Chats in die Prostitution – ich war erst 11” Weitere Fakten über Cybergrooming Infos vom BKA Zur Cybergrooming-Podcastfolge mit dem Cyberkriminologen Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger Folge 47 von einbiszwei Zahlen zu Cybergrooming von ZEBRA Wie viele Kinder sind von Cybergrooming betroffen? ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Wie können wir Kinder und Jugendliche auch im Internet vor sexueller Gewalt schützen, Kerstin Claus? 08.12., 14:0008.12.2025, 14:00
Hinweis: Diese Folge wurde am 30.10.2025 aufgezeichnet. Gerade erst hat sie der Bundesregierung vorgeworfen, nicht solidarisch mit Missbrauchsbetroffenen zu sein. Da ging es darum, dass ein Hilfsfonds für Menschen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, abgeschafft werden soll. Man kann also durchaus sagen, dass Kerstin Claus, die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Konflikten nicht aus dem Weg geht. Im Kampf für diejenigen, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind oder waren, ist sie an vielen Fronten unterwegs: Sie wirbt für mehr Betroffenenbeteiligung, legt sich mit den Kirchen an, fordert mehr Kinderschutz im Internet oder auch, dass angehende Lehrkräfte im Studium etwas zum Thema sexuelle Übergriffe lernen. „Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen”, kurz: UBSKM – das ist ihr offizieller Titel und was Sie in den drei Jahren, die sie bisher im Amt ist, erreicht hat und was noch alles passieren soll, erzählt sie bei #einbiszwei. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Website der Missbrauchsbeauftragen Zur Website Instagram der Missbrauchsbeauftragen @missbrauchsbeauftragte Zur Kampagne „Nicht-Wegschieben” „7 Tipps wie Du Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen kannst” Befragung von Jugendlichen zum Ausmaß sexueller Gewalt und zu Tatkontexten (12/2024) „UBSKM und DJI starten Zentrum für Forschung zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen” Bundestag verabschiedet UBSKM-Gesetz (01/2025) Zum Statement der Beauftragten Kerstin Claus Interview der taz mit Kerstin Claus (09/2025) Sexueller Kindesmissbrauch: „Die Folgen, wenn wir nicht handeln, wären deutlich teurer” Neu berufener Betroffenenrat nimmt Arbeit auf (09/2025) Zum Artikel Artikel des NDR (10/2025) Chatkontrolle – Sicherheit oder Überwachung? Fahndungserfolg in Deutschland durch NCMEC Zum Artikel UNICEF Studie „Kinder in der digitalen Welt” Hier downloaden ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Wie ist eine Ausbildung im Handwerk für Frauen, Emilia und Hexe? 01.12., 14:0001.12.2025, 14:00
Kommentare wie „Hat dir denn keiner gesagt, dass Frauen auf dem Gerüst Röcke zu tragen haben?“ oder Sprüche wie „Du bist das, wofür ich einen Penis habe!“ – sowas bekommt nicht selten zu hören, wer als Frau eine Ausbildung im Handwerk macht. Hier scheinen sexistische Sprüche und Mackertum häufig immer noch genauso dazu zu gehören, wie der Pirelli-Kalender mit Nacktbildern an der Werkstattwand. Für Frauen ist das die klare Ansage: Ihr gehört nicht wirklich hierher. Die Folge: Das Selbstbewusstsein sinkt, die Selbstzweifel wachsen. Bin ich zu empfindlich? Muss ich härter sein? Das fragen sich viele. Und: Viele Frauen brechen ihre Ausbildung ab. Andere halten durch und sind am Ende ausgelaugt und ernüchtert. Das Azubihilfe Netzwerk will das ändern und setzt sich für bessere Ausbildungsbedingungen und gegen jede Form von Diskriminierung im Handwerk ein. Bei einbiszwei erzählen Emilia und Hexe, wie sie sich im Azubihilfe Netzwerk engagieren. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Azubihilfe Netzwerk Website Azubihilfe Netzwerk Auch spannend: Erfahrungsberichte 2024 und 2025 Die Tradition des Freischlagens (08/2025) Offener Brief (09/2024) Zu Pinkstinks: Baustelle Vielfalt: Gegen Sexismus im Handwerk Interview mit dem Azubihilfe Netzwerk (01/2025) Fink.Hamburg: „Wir wollen die Stimme der Auszubildenden stärken” Zum DGB Ausbildungsreport 2024 Hier downloaden Artikel der taz Das Handwerk in der Krise: „Sechs Nacktbild-Kalender" (09/2024) Diskriminierung im Handwerk: Lieber Wimmermann als Zimmermann (01/2023) Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe – Frauen gegen Gewalt (bff) veröffentlicht Infomaterial zu Belästigung am Arbeitsplatz (03/2020) Hier geht’s zum Infomaterial des „make it work”-Projekts ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Wie fahndet ihr nach Sexualstraftätern im Internet, Marcus Liebrandt? 24.11., 14:0024.11.2025, 14:00
Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gibt es am häufigsten innerhalb der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis. Der unbekannte Fremde, der am Spielplatz lauert – das ist sehr sehr selten. Jedenfalls im wirklichen Leben. Denn auf den digitalen Spielplätzen, in Chats, in Games, überall im Netz gibt es jede Menge Erwachsene, die sich bspw. als Gleichaltrige ausgeben und versuchen, Kinder zu Nacktfotos oder realen Treffen zu überreden. „Cybergrooming“ heißt das, jedes vierte Kind in Deutschland hat das schon einmal erlebt. Aber wie findet man die Täter? Eine Antwort heißt: NCMEC. Das ist das „National Center for Missing & Exploited Children“ in den USA. NCMEC betreibt eine Meldestelle, wo jeder Kinderpornografie, Cybergrooming und anderes melden kann. Bei vielen Delikten führt die Spur nach Deutschland. Mehr als 100.000 Verdachtsfälle meldete das NCMEC 2022 dem Bundeskriminalamt. Dann wird bspw. das K17 in München tätig, das ist ein Kommissariat, dass sich nur mit sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche befasst. Marcus Liebrandt ist dort Kriminalhauptkommissar und erzählt bei einbiszwei, wie diese Ermittlungen funktionieren, welche Bilder und Videos er sehen muss – und warum NCMEC für seine Arbeit unverzichtbar ist. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Die Bayerische Polizei – Kriminalfachdezernat 1 München Zur Webseite der Polizei Bayern Mehr über das National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) Zur Webseite Razzia wegen Kinderpornografie in und um München: Polizei ermittelt gegen 15 Männer Bericht über die Razzia in München (03/25) Zahlen sexualisierter Gewalt an Kindern BMI – Sexueller Missbrauch von Kindern: Fallzahlen bleiben 2024 auf hohem Niveau Meldung von Bildern und Videos an NCMEC, um die weitere Verbreitung zu verhindern Wer etwas melden möchte Wer eigene Bilder aus dem Netz löschen möchte: Mehr Informationen dazu: ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Mein Kind ist 2 Jahre alt und fasst sich gerne im Genitalbereich an – ist das normal, Ulli Freund? 17.11., 14:0017.11.2025, 14:00
Präventionsexpertin Ulli Freund war schön häufig bei uns zu Gast. Ulli ist Diplom-Pädagogin, Referentin im Team der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung und Spezialistin für alles rund um das Thema Erziehung. Sie kommt ab und zu hier bei einbiszwei vorbei und beantwortet dann die Fragen, die ihr uns schickt. Zum Beispiel: Mein Kind ist 2 Jahre alt und fasst sich gerne im Genitalbereich an – ist das normal? – Ihr fragt, Ulli antwortet. In dieser Folge von #einbiszwei. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Kinderbuch-Tipp von Ulli zum Thema Transition von Eltern oder anderen Familienmitgliedern: Egal was sich auch ändert, das Herz bleibt genau dasselbe ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Was kosten uns Männer, Boris von Heesen? 03.11., 14:0003.11.2025, 14:00
Die Manosphere – das sind Blogs, Foren und Online-Communities, in denen toxische Männlichkeitsbilder und Frauenfeindlichkeit ganz offen geteilt werden. Die Themen reichen von vermeintlichen „Coachings“ zur Selbstoptimierung über Ratgeber, wie man Frauen „gewinnt“, bis hin zu Vergewaltigungsfantasien. Allen gemeinsam ist: Männer, die in der Manosphere unterwegs sind, lehnen Gleichberechtigung ab und geben Frauen die Schuld für gesellschaftliche und persönliche Probleme. Welche Folgen haben solche Weltbilder? Was bedeuten sie für die Entwicklung junger Menschen, für unser Zusammenleben und für das Risiko von Gewalt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Boris von Heesen seit vielen Jahren. Er ist Wirtschaftswissenschaftler, berät Männer und Jungen und arbeitet unter anderem mit gewalttätigen Vätern. Und: Boris von Heesen hat glasklar analysiert „Was Männer kosten” – so heißt nämlich sein Buch, in dem er zu dem Ergebnis kommt: „Das Patriarchat belastet nicht nur alle Menschen in unserer Gesellschaft, es verursacht auch immense Kosten.“ Auch in seinem neuesten Buch „Mann am Steuer” geht es natürlich um: Männer. Und was es damit auf sich hat, erzählt er bei einbiszwei. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS „Was Männer kosten” Zum Buch von Boris von Heesen „Mann am Steuer” Zum neuen Buch von Boris von Heesen Mehr über Boris von Heesen Zur Website Boris von Heesen's Instagram Zum Profil Interview mit Boris von Heesen (NDR) „Was Männer kosten”: Boris von Heesen über den Preis des Patriarchats (08/24) Interview mit Boris von Heesen (taz) Boris von Heesen: Was Männer kosten. Der hohe Preis des Patriarchats (05/22) Interview mit Boris von Heesen (Spiegel) Männerproblem auf der Straße: „Das Auto ist ein Werkzeug, um das Patriarchat am Leben zu halten” (03/25) Aktuelle ARD-Doku über die Manosphere und Frauenfeindlichkeit Story: Shut Up, Bitch! Der Kampf um Männlichkeit (09/25) Manosphere: Frauenhass als Social-Media-Trend (04/25) Zum Artikel von Deutschlandfunk Kultur Männlichkeit: Wie die „Manosphere” Jugendliche radikalisiert (05/25) Zum Artikel von Science ORF Vereint im Ressentiment: Autoritäre Dynamiken und rechtsextreme Einstellungen Zur Leipziger Autoritarismus Studie der Heinrich-Böll-Stiftung (2024) ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Kann eure KI „Lizzy“ wirklich vorhersagen, ob ein Mann wieder zuschlägt, Ba-Linh Le? 20.10., 14:0020.10.2025, 14:00
Gewalt in Partnerschaften beginnt oft lange vor der ersten sichtbaren Eskalation. Die KI-gestützte Anwendung „Lizzy” hilft, diese Risiken frühzeitig zu erkennen – bevor es zu spät ist. Entwickelt hat das System die Datenwissenschaftlerin Ba-Linh Le, sie sagt: „Die KI „Lizzy” wurde entwickelt, um Gewalt besser einschätzen zu können – systematisch, datenbasiert und verständlich. Zwar gibt es bereits viele Instrumente, aber oft sind sie veraltet, nicht einheitlich oder stark vom Bauchgefühl der Anwenderinnen und Anwender abhängig. Wir wollten ein Tool schaffen, das wissenschaftlich fundiert, benutzerfreundlich und vor allem für die Betroffenen nachvollziehbar ist.” „Lizzy” gibt es in zwei Modellkategorien: Die eine Kategorie an Modellen bewertet das Risiko aktueller oder anhaltender Gewalt, die Genauigkeit liegt bei etwa 98 Prozent. Die andere Kategorie blickt auf die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Gewalt. Hier liegt die Trefferquote bei etwa 80 bis 84 Prozent. Die App wird bereits in Frauenhäusern und Beratungsstellen eingesetzt – aber kann eine KI wirklich vorhersagen, ob jemand erneut gewalttätig wird? Ba-Linh Le erklärt, wie „Lizzy” funktioniert – und wo die Grenzen liegen. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Frontline GmbH: KI-gestütztes Tool zur Risikobewertung Vortrag Ba-Linh Le bei hertiestiftung: Zu YouTube Post von „der Freitag” zu Ba-Linh Le und „Lizzy“: Zu Instagram Alumni Ba-Linh Le und Marcus Hott auf Forbes „30 unter 30” Liste: Zu den Humboldt Innovation News Wie funktioniert die KI „Lizzy“? Zum Artikel von „verdi publik Die Mitgliederzeitung” Die Rolle von Frontline GmbH: Zum Artikel von „Frauenrat NRW” „Lizzy“ gegen Femizide: Zum Artikel auf „der Freitag” Zahlen zu häuslicher Gewalt: Zu den Zahlen bei der Frauenhauskoordinierung ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Was tun gegen Männergewalt, Alina Kuhl? 13.10., 14:0013.10.2025, 14:00
Femizide und Gewalt gegen Frauen sind ein strukturelles und gesamtgesellschaftliches Problem. Sie resultieren meist aus vermeintlichen Besitzansprüchen, die (Ex-)Partner, Väter oder Brüder gegenüber Frauen und Mädchen hegen. Wie entsteht Gewalt gegen Frauen und wer übt sie aus? Wie wird darüber in den Medien berichtet? Wie wird Gewalt gegen Frauen rechtlich verfolgt? Und wie kann sie verhindert werden? Alina Kuhl macht feministische Aufklärung auf Social Media und erreicht damit Hunderttausende. Der Erfolg hat vor allem damit zu tun, dass so viele von Männergewalt betroffen sind. Für ihre Videos erntet Alina jede Menge Männerhass, bekommt aber auch Zustimmung: „Letztens schrieb mir ein Vater, dass er drei Söhne hat und jetzt ganz viel dazu lernt. Das berührt mich sehr.” Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Zahlen und Fakten im „Monitor Gewalt gegen Frauen”: Monitor Gewalt gegen Frauen – Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland. Erster Periodischer Bericht Lagebericht Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten (BKA): BKA - Lagebilder Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten Mehr über Alina: Alinas Instagram-Account @themondaytalks Zur Veranstaltungsreihe „The Monday Talks”: The Monday Talks Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen Hilfetelefon Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe: Frauen gegen Gewalt ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Wieso reden Männer nicht über Missbrauch, Annika Senne und Clemens Fobian? 06.10., 14:0006.10.2025, 14:00
Dass auch Jungen Betroffene sexuellen Missbrauchs werden, ist mittlerweile zwar bekannt, aber noch längst nicht immer wirklich anerkannt. Zum Teil resultiert das aus der Unsicherheit der Öffentlichkeit über das tatsächliche Ausmaß der sexualisierten Gewalt gegen Jungen. Hinzu kommen falsche Vorstellungen und Klischees. Trotz unterschiedlicher Definitionen und Befragungsmethoden, zeigen internationale Untersuchungen zur sexualisierten Gewalt gegen Jungen übereinstimmend, dass 8-10 % der befragten Männer sexualisierte Gewalt erfahren mussten. Dunkelfeldschätzungen gehen davon aus, dass jeder fünfte bis achte Junge sexualisierte Gewalt erlebt. Jungen erzählen wahrscheinlich seltener von sexuellem Missbrauch, weil sie oft glauben, dass Missbrauch mit „Schwäche“ und „Ohnmacht“ in Verbindung gebracht wird. Unsere Gesellschaft erwartet von Jungen und Männern Stärke, sie dürfen also nicht schwach oder ohnmächtig sein. Sind Jungen doch zu Opfern geworden, „hatten sie selber Schuld“, weil sie sich nicht richtig gewehrt haben. Oder es gibt Klischees und Vorurteile: Jungen wollen bspw. den Sexualkontakt und empfinden ihn als angenehm, insbesondere dann, wenn sie von einer Frau missbraucht werden. Werden sie von einem Mann missbraucht, schweigen Jungen und Männer, weil sie nicht als Homosexuelle abgestempelt werden wollen. Viele Betroffene flüchten sich in ein qualvolles Doppelleben. Sie fürchten, dass ihnen niemand glaubt – oder, dass sie zum schwachen Opfer abgestempelt werden, ausgelacht oder als schwul verhöhnt werden. Sie schämen sich. Annika Senner und Clemens Fobian von „Basis Praevent“, einer Beratungsstelle für von sexueller Gewalt betroffene Jungen und Männer, wollen diese Betroffenen auffangen und sexuelle Gewalt an Jungen und Männern präventiv verhindern. Indem sie männliche Betroffene und ihren Angehörigen therapeutisch beraten, Fortbildungen anbieten und Aufklärungsarbeit leisten. Wie sie das tun, welche Rolle therapeutisches Boxen dabei spielen und welche Hürden sie in ihrer Arbeit sehen, erzählen Annika Senne und Clemens Fobian bei einbiszwei. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Zum Instagram-Account von Basis Praevent: @basispraevent Noch mehr Infos über Basis Praevent: Zur Basis Praevent Website Mehr über Clemens Fobian: Website Clemens Fobian Weiter Infos über Jungen und Männer als Betroffene: gegen-missbrauch e.V.: Jungen und Männer als Opfer von Missbrauch und Kinderpornografie Studie der Leipziger Universität zu sexueller Gewalt an Jungen und Männern (12/24): Studie zu sexueller Gewalt an Jungen und Männern Infos zur konzentrativen Bewegungstherapie: therapie.de: Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Ist es gefährlich für Frauen, aufs Oktoberfest zu gehen, Manuela Soller? 29.09., 14:0029.09.2025, 14:00
München, Ende September – jedes Jahr strömen Millionen Menschen auf die Theresienwiese zum Oktoberfest. Zwei Wochen lang dauert die Wiesn. Doch lustig ist es nicht für alle – 2024 zählte die Polizei 56 sog. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Meist ging es dabei um sexuelle Belästigungen oder um heimlich gemachte Fotos unter dem Rock (Upskirting). Aber es werden auch Vergewaltigungen angezeigt und die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Täter nutzen die Masse, den Alkohol und die Orientierungslosigkeit. KO-Tropfen sind ein wachsendes Problem. Und auch der Heimweg ist oft mit Unsicherheit verbunden – besonders für Besucherinnen, die sich in der Stadt nicht gut auskennen. Um Frauen und Mädchen zu unterstützen, die auf der Wiesn Übergriffe oder andere bedrohliche Situationen erleben, gibt es seit mehr als 20 Jahren die Initiative „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen“ – gegründet von AMYNA e. V., IMMA e. V. und den Frauennotruf München. Während der Wiesn betreiben sie täglich einen Safe Space. Ein Ort, an dem Fachberaterinnen und Ehrenamtliche helfen – egal ob eine Freundin verschwunden ist, der Bus verpasst wurde oder ein Übergriff stattgefunden hat. 2024 haben sie 345 Klientinnen betreut und 888 Hilfeleistungen erbracht. Im Schnitt kamen jeden Abend 22 Betroffene und fast immer war ein Fall sexueller Gewalt dabei. Unter dem Motto „Spaß auf der Wiesn – aber sicher!“ machen die beteiligten Vereine das ganze Jahr über Präventionsarbeit, sensibilisieren für sexualisierte Gewalt und setzen ein klares Zeichen dagegen. AMYNA e. V. ist auf die Prävention von sexuellem Missbrauch spezialisiert. Hier arbeitet Manuela Soller. Seit 2022 organisiert sie die „Sichere Wiesn“ und was ihrer Meinung nach passieren muss, damit auch Frauen sicher zum Oktoberfest gehen können, erzählt sie bei #einbiszwei. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de Tipps für Wiesn-Besucherinnen von Manuela Soller: Vorher überlegen: Wie komme ich hin und wie komme ich zurück, auf was muss ich da achten, wie ist mein Weg? Es gibt sehr viele verschiedene Eingänge, U-Bahnstationen, S-Bahnstationen, man sollte sich seinen Weg gut einprägen. Das Handy gut aufladen! Der Akku ist sehr schnell verbraucht, gerade wenn man zum Beispiel viel auf Instagram postet, was viele machen. Noch eine Powerbank mitnehmen, um das Handy aufladen zu können. Eine Handynummer von einer Freundin extra noch mal auf einem Zettel notieren, falls das Handy verlorengeht. Und den Zettel in einer Dirndl-Tasche aufbewahren. Immer ein bisschen Bargeld noch irgendwo in der Dirndl-Tasche haben, für den Fall, dass die Handtasche verloren gehen sollte. Alle Wertgegenstände möglichst nah am Körper tragen, auch die Handtasche. Die Tasche dann auch immer bei sich haben und jetzt nicht zum Beispiel das Zelt verlassen und die Tasche dalassen. Einen Treffpunkt vereinbaren, für den Fall, dass man sich verliert. Freundinnen und Freunde nicht allein lassen, immer zusammenbleiben. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Website von „Sichere Wiesn“ „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ Zum Instagram-Account von „Sichere Wiesn“ Instagram @sicherewiesn Artikel auf BR24 (09/24) „Safe Space” und „SafeNow”: Mehr Sicherheit beim Oktoberfest Artikel in der Frankfurter Rundschau (09/23) Sexuelle Übergriffe auf der Wiesn – Opferschutz auf Oktoberfest am Limit Artikel auf BR24 (09/23) Sicher auf der Wiesn: „Safe Space” bisher fast 150 Mal genutzt Artikel in der Süddeutschen Zeitung (09/22) Oktoberfest: Ein sicherer Ort für Mädchen und Frauen ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Ein Kind klagt an – warum habt ihr die Geschichte von Karla verfilmt, Yvonne Görlach und Christina Tournatzés?22.09., 14:0022.09.2025, 14:00
1962 geht die 12-jährige Karla (gespielt von Elise Krieps) zur Polizei und zeigt ihren Vater an. Sie will, dass seine jahrelangen sexuellen Übergriffe enden und nimmt dafür auch die Trennung von der Mutter in Kauf. Richter Lamy (gespielt von Rainer Bock) glaubt ihr und findet einen Weg, mit ihr über das Erlebte zu sprechen, ohne dass sie Details der Übergriffe nennen muss. Der Film Karla erzählt die wahre Geschichte eines Kindes, das Gehör findet in einer Zeit, in der kaum über sexualisierte Gewalt gesprochen wurde. Der Film bleibt bei Karlas Perspektive und kommt dabei ganz ohne Gewaltdarstellungen aus. Im Fokus stehen Karlas Mut, ihr Durchhaltevermögen und der Kampf um Glaubwürdigkeit. Drehbuchautorin Yvonne Görlach und Regisseurin Christina Tournatzés haben für die authentische Umsetzung mit der „echten“ Karla gesprochen, Gerichtsakten gesichtet und recherchiert, wie das Verfahren in den 1960er Jahren ablief. Mit dem Film, der am 02. Oktober in die Kinos kommt, wollen sie Betroffenen Mut machen, über Erlebtes zu sprechen und Gerechtigkeit einzufordern. Über Karla sprechen Yvonne Görlach und Christina Tournatzés bei einbiszwei. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Trailer und Informationen zu Kinovorstellungen Alles zum Film Karla Infos zur Regisseurin Christina Tournatzés Zu ihrer Website Infos zur Drehbuchautorin Yvonne Görlach Zu ihrer Website Bayerischer Rundfunk über den Film Karla Zum BR (06/25) Kino-Zeit Filmkritik Karla Zur Kritik ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Mein Sohn ist 16 und treibt sich regelmäßig auf Pornoseiten rum. Was soll ich tun, Ulli Freund? 15.09., 14:0015.09.2025, 14:00
Ich glaube, meine Tochter ist in ihren Lehrer verliebt, was soll ich machen? Oder: Mein Sohn ist 16 und treibt sich regelmäßig auf Pornoseiten rum. Was soll ich tun? – Das sind Fragen, die ihr uns stellt. Zum Glück haben wir die Präventionsexpertin Ulli Freund an unserer Seite. Ulli arbeitet im Team der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung und ist Spezialistin für alles rund um das Thema Erziehung. Und sie hat Antworten auf das, was euch beschäftigt. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Ein Handlungsleitfaden zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Grenzverletzungen, sexualisierter Belästigung und Gewalt im Sport Safe Sport Publikation Informationen, wie du mit Kindern über Missbrauch sprechen kannst oder was du bei einem Verdacht tun kannst, gibt es in der #NichtWegschieben-Heftereihe: Nicht-Wegschieben.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Ihr kümmert euch um die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten – worum geht es da, Lotta Brodt?21.07., 14:0021.07.2025, 14:00
Wenn wir über sexuelle Aufklärung sprechen, denken viele an den Unterricht in der Schule, an das unangenehme Gespräch mit den Eltern und an Bravo-Artikel. Aber was ist, wenn man gar nicht so einfach an diese Informationen rankommt? Die UN-Behindertenrechtskonvention sagt klar: auch Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Und dazu gehört nicht nur „dürfen“, sondern auch „können”: Zugang zu Aufklärung, zu Gesundheitsversorgung, zu Informationen, das Recht, Kinder zu bekommen, eine Familie zu gründen und sich zu verlieben. In der Realität sieht das aber oft anders aus, es scheitert häufig schon an der Aufklärung: Informationen über Sexualität sind nicht in einfacher Sprache verfügbar, Beratungsangebote nicht barrierefrei. Viele Menschen mit Behinderungen bleiben so von Wissen ausgeschlossen, das für andere selbstverständlich zugänglich ist. Seit zehn Jahren beschäftigt sich die Beratungsstelle „Liebelle” in Mainz mit genau diesen Themen. Sie richtet sich an Menschen mit Lernschwierigkeiten, Eltern, Angehörige, Betreuer:innen und Lehrer:innen. Es geht um Liebe, Sexualität und Partnerschaft. In den Beratungsgesprächen geht es um ganz unterschiedliche Fragen: Woher weiß ich eigentlich, ob das, was ich empfinde, Freundschaft oder Liebe ist? Wie flirte ich? Wie kann ich mich in einer Beziehung sicher und wohl fühlen? Und es geht auch immer wieder um sexualisierte Gewalt, denn Menschen mit Behinderungen sind – unabhängig vom Geschlecht – deutlich häufiger betroffen. Vor allem Frauen mit Behinderung erleben sexuelle Gewalt zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen ohne Behinderung. Seit der Gründung arbeitet Lotta Brodt bei der „Liebelle”. Sie ist Sexual- und Sozialpädagogin und berät nicht nur Betroffene selbst, sondern auch deren Umfeld. Und das Umfeld spielt oft eine große Rolle: Viele Menschen mit Behinderung sind auf Unterstützung angewiesen – emotional, finanziell, organisatorisch. Oft entscheidet dieses Umfeld mit, was erlaubt ist und was nicht. Ob jemand sich verlieben darf. Ob jemand über Sexualität sprechen oder einen Porno schauen darf. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Die „Liebelle” auf Instagram @liebelle.beratungsstelle Website der „Liebelle” Das ist die Seite von der Liebelle Das ist ein Erklär-Heft zu Sexting Das ist ein Erklär-Heft zu Pornos Interview mit Lotta bei Chrismon (04/2025) Sexualität und Behinderung? Ganz normal! Beitrag zum Thema beim Deutschen Institut für Menschenrechte Selbstbestimmte Sexualität von Frauen mit Behinderungen Studie des BMBFSFJ Studie zu Gewalterfahrungen von Menschen mit Behinderungen ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Sexuelle Belästigungen, Übergriffe, Vergewaltigungen – was ist da los an Europas Universitäten, Anke Lipinsky?14.07., 14:0014.07.2025, 14:00
Universitäten sind Orte des Geistes, der Kultur und des Fortschritts. Aber: Universitäten sind auch Orte der Gewalt, der Diskriminierung und der sexuellen Übergriffe. Das ist das erschütternde Ergebnis einer Studie in 15 europäischen Ländern. Dabei wurde herausgefunden, dass 31 Prozent aller Befragten schon einmal an der Uni sexuell belästigt wurde, also ein Drittel aller Studierenden. Insgesamt gaben 62 Prozent an, mindestens eine Form von sogenannter geschlechtsbezogener Gewalt erlebt zu haben, also körperliche, sexuelle oder psychologische Gewalt aufgrund des eigenen Geschlechts. Auch sonst zeigt die Studie niederschmetternde Ergebnisse: An Unis scheint es alle Formen der Gewalt zu geben – Drohungen, Wutausbrüche, respektlose Anreden, Mobbing, Belästigungen, Übergriffe und Vergewaltigungen. Anke Lipinsky vom Kölner Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften ist Mitverfasserin der Studie und forscht zu den Themen Gleichstellung, Gender und sexualisierte Gewalt an Hochschulen. Sie kann erklären, wie das Machtgefälle an einer Universität Machtmissbrauch begünstigt. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Studie von Anke Lipinsky zu sexualisierter Gewalt in der Wissenschaft Studie „Expertise zu sexualisierter und geschlechtsbezogener Gewalt in der Wissenschaft unter besonderer Berücksichtigung von Vielfalt und Intersektionalität” (2024) Webseite des Projekts zur Beendigung Geschlechtsbezogener Gewalt UniSAFE – Ending Gender-Based Violence Das Projekt „UniSAFE” übersichtlich und in deutscher Sprache hier: CEWS: Das Forschungsprojekt „UniSAFE” Artikel zur Studie von Anke Lipinsky SPIEGEL: „Ein Drittel erfährt an der Uni sexuelle Belästigung” (11/22) SPIEGEL: „Ein Drittel erfährt an der Uni sexuelle Belästigung” (11/22) Artikel zur Förderung von Frauen in der Forschung Forschung und Lehre: „Wie gut die Maßnahmen für Gleichstellung wirken” (03/21) Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BUKOF) Kommission „Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt” ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Warum lässt euch keine Ruhe, was damals im Internat in Mindelheim geschehen ist, Christian Fröhler und Andreas Ernstberger?07.07., 14:0007.07.2025, 14:00
Mindelheim, eine kleine Stadt in Bayern. Hier befindet sich viele Jahre lang ein katholisches Internat der Maristen-Brüder. Von 1986 bis 2007 arbeitet dort ein Klosterbruder, ein sogenannter Frater, des Ordens, zuerst als Erzieher, später als Internatsleiter. Schon früh gibt es Hinweise, Gerüchte, auch konkrete Vorwürfe sexueller Übergriffe. Doch der Orden greift nicht ein. Nach der Nachtruhe ruft der Frater Jungen in sein Zimmer. Leicht bekleidet müssen sie antreten. Er fasst ihnen in den Intimbereich, gibt ihnen Alkohol und testet, wie weit er gehen kann. Auch Vorwürfe der Vergewaltigung werden später bekannt. Als einige der Anschuldigungen 2007 den Maristen gemeldet werden, informieren sie weder die Kinder noch deren Eltern, stattdessen wird der Frater still und heimlich an eine andere Stelle versetzt. Die erste Verurteilung auf Bewährung im Jahr 2008 bleibt innerhalb der Ordensgemeinschaft ein Geheimnis. Erst als der Spiegel 2010 über den Fall berichtet, wird die Öffentlichkeit informiert. Innerhalb von nur zwei Wochen melden sich zwei Dutzend weitere Betroffene bei der Zeitung. Im Lauf der Jahre werden es mehr. „70 Kinder und Jugendliche bei einem mutmaßlichen Täter. Wenn das zutrifft, wäre das einer der großen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche in Deutschland", schreibt Spiegel-Journalist Jonah Lemm. Zwei weitere Verurteilungen folgen 2010 und 2024 – wieder Bewährungsstrafen. Die Maristen kennen die Fälle seit Jahren und dennoch schließen sie den Mann erst kurz vor dem jüngsten Verfahren offiziell aus dem Orden aus – seine Wohnung zahlen sie weiterhin. Um den Missbrauch nach mehr als zwanzig Jahren endlich aufzuarbeiten, gründen Betroffene den gemeinnützigen Verein "Wir sind Viele!". Der Verein geht von einer dreistelligen Zahl von Betroffenen aus. Andreas Ernstberger und Christian Fröhler, selbst in den 1980ern Schüler am Internat und von sexuellen Übergriffen durch den Frater betroffen, sind heute Vorsitzende des Vereins. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Website des Vereins „Wir sind Viele” Petition „Keine Einrede der Verjährung in Schmerzensgeldprozessen!” Zur Petition **BR-Beitrag mit Christian und Andreas (11/24) ** Missbrauch am Maristen-Internat: Verein hilft Betroffenen Artikel zu dem Prozess 2023/ 2024: Beitrag im Bayerischen Rundfunk (09/24) Sexuelle Gewalt am Maristenkolleg: Mutmaßliches Opfer sagt aus Artikel in der Süddeutschen Zeitung (02/24) Freispruch für Frater, der Schüler vergewaltigt haben soll Pressemitteilung des Landgerichts Memmingen (03/25) Urteil rechtskräftig: Strafverfahren gegen ehemaligen Leiter des Maristeninternats Artikel in Der Spiegel (09/24) Missbrauchsprozess in Bayern: „Mama, hilf mir!” Artikel zu weiteren Fällen und Aufarbeitung Artikel in Der Spiegel (02/10) Kirche: Traumatische Vergangenheit Artikel in Süddeutschen Zeitung (03/10) Maristenkolleg Mindelheim: Die Lüge der Fratres Artikel in Süddeutschen Zeitung (03/25) Missbrauchsgutachten über Maristenbrüder in Auftrag gegeben Beitrag im Bayrischen Rundfunk (03/25) Missbrauch in Ordens-Internat: Opfer sehen sich übergangen ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Was ist so schlimm daran, wenn Family-Influencer:innen ihre Kinder auf Social Media zeigen, Sara Flieder?30.06., 14:0030.06.2025, 14:00
Das gesamte Leben online – bei vielen sogenannten Family-Influencer:innen kann man auf TikTok oder Instagram verfolgen, wie deren Kinder am Strand herumtoben, wann sie gestillt werden, wie ihre Kinderzimmer und Kleiderschränke aussehen, welche Krankheiten sie haben, wann sie wo im Urlaub sind, wie ihr Charakter ist. Bei vielen Elternblogger:innen werden die Kinder halbnackt oder schlafend gefilmt. Zusätzlich sind Kinder auch bei Werbe-Clips vor der Kamera dabei. All das landet im Netz – für immer. Die Kinder sind meistens noch viel zu jung, um die Folgen abschätzen zu können, ihre Persönlichkeitsrechte werden so nicht gewahrt, viele sprechen auch von Kinderarbeit. Und – was viele Eltern-Influencer:innen vermutlich unterschätzen: Jedes vierte Foto, das auf Seiten von Pädokriminellen gefunden wird, stammt von Instagram oder Facebook. Kinder-Content ist bei Sexualstraftätern und -täterinnen sehr beliebt. Sara Flieder, Soziologin aus Hamburg und selbst Mutter, kämpft für mehr Kinderschutz im Netz. Bei #einbiszwei erzählt sie, warum sie unter anderem fordert, dass Kinder unter 7 Jahren überhaupt nicht mehr von ihren Eltern gezeigt werden dürfen. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Instagram-Account von Sara Flieder Instagram @saraflieder **Petition von Sara: Kinderrechte auf Instagram wahren ** Zur Petition Zu Gast bei der Sternstunde Philosophie von SRF Kultur „Wie überwinden wir Trauma, Maggie Schauer?” Artikel zum Gutachten: Kindeswohlgefährung auf Instagram Zum Artikel Bündnis für die junge Generation Zur Website des BMFSFJ Rechtsgutachten bestätigt: Veröffentlichung von Kinderfotos und Kindervideos auf Social-Media-Plattformen kann Kindeswohlgefährdung sein Zur Website des Deutschen Kinderhilfswerks Sara trifft Family-Influencerin Zur Folge bei ZDF unbubble ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Du hast die „einfachste Psychotherapie der Welt” erfunden – wie funktioniert die „Narrative Expositionstherapie” (NET), Maggie Schauer?23.06., 14:0023.06.2025, 14:00
Traumata sind seelische Wunden. Sie entstehen durch Erfahrungen, die so überfordernd, so bedrohlich sind, dass unser ganzes System – Körper und Psyche – keinen Weg findet, sie einzuordnen und zu verarbeiten. Manchmal dauert es Jahrzehnte, bis die Folgen spürbar werden – in Form von Angst, Schlaflosigkeit, psychischen Erkrankungen oder dem Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, ohne genau benennen zu können, was. Die Klinische Psychologin Dr. Maggie Schauer weiß, was traumatische Erfahrungen auslösen können. Sie hat mit Kindersoldaten gearbeitet, mit Überlebenden von Kriegen und Naturkatastrophen und auch mit Menschen, die in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt erlebt haben. Gemeinsam mit Thomas Elbert und Frank Neuner hat sie eine Therapieform entwickelt, die Menschen helfen soll, genau solche Traumata zu verarbeiten – auch dort, wo eigentlich keine Therapie möglich ist: in Krisengebieten, in Flüchtlingscamps, in Regionen ohne ausreichend psychotherapeutische Versorgung. Die Methode heißt Narrative Expositionstherapie, kurz NET. Die Therapieform beschreibt sie unter anderem in dem Buch „Die einfachste Psychotherapie der Welt“. Im Vorwort zitiert sie Maya Angelou: „Es gibt keine größere Qual, als eine unerzählte Geschichte in sich zu tragen.” Genau darum geht es in der von ihr entwickelten Therapieform: das eigene Leben erzählen, von Anfang an – auch das Schreckliche. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Buch von Dr. Maggie Schauer „Die einfachste Psychotherapie der Welt” Zum Buch Buchkritik auf Spektrum.de „Erzählen gegen Trauma und Angst” Zu Gast bei der Sternstunde Philosophie von SRF Kultur „Wie überwinden wir Trauma, Maggie Schauer?” Im Interview mit Psychologie Heute Was ist die Narrative Expositionstherapie (NET)? Im Interview mit dem Tagesspiegel Menschliche Abgründe im Pelicot-Prozess: „Täter leben um uns herum und wir sehen es ihnen nicht an” ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Wenn man in der Kindheit sexueller Gewalt ausgesetzt war – wie ist es dann, über eigene Kinder nachzudenken, Ava Anna Johannson?16.06., 14:0016.06.2025, 14:00
Erfahrungen mit sexueller Gewalt begleiten viele Betroffene ihr Leben lang. Und sie tauchen auch dann wieder auf, wenn es um Fragen der Lebensplanung geht: Will ich Kinder? Kann ich eine gute Mutter oder ein guter Vater sein? Wie schütze ich mein Kind und wann erzähle ich ihm, was mir passiert ist? Genau das wurde jetzt in einer Studie untersucht: Was bedeutet es, Eltern zu werden, wenn man in der Kindheit sexuelle Gewalt erlebt hat? Über 600 Betroffene haben mitgemacht – manche in langen Interviews, andere über einen Online-Fragebogen. Die Studie wurde von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs gefördert und im März veröffentlicht. Eine, die mitgewirkt hat, ist Ava Anna Johannson. Sie hat in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt durch Familienangehörige erlebt und später selbst zwei Kinder bekommen. Heute arbeitet sie als Diplom-Pädagogin und EX-IN Peerberaterin in der Sozialpsychiatrie. Sie ist Mitgründerin des Betroffenennetzwerks „Sexueller Missbrauch“ in Schleswig-Holstein. Ava hat für die Studie von ihren Erfahrungen mit dem Mutterwerden nach sexueller Gewalt in der Kindheit erzählt. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Website von Ava Anna Johannson Zur Website YouTube-Video mit Ava: „Duch das Teilen verlieren Täter*innen ihre Macht” Zum Video der Aufarbeitungskommission [12/2024] Studie der Aufarbeitungskommission: „Elternschaft nach sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend” Zur Studie [03/2025] Beitrag zur Studie bei der Deutschen Welle Wenn Betroffene sexualisierter Gewalt Eltern werden [03/2025] Beitrag zur Studie bei ZDF Heute Wenn Betroffene Eltern werden: Als Kind missbraucht, jetzt Mutter [03/2025] Beitrag zur Studie im Deutschen Ärzteblatt Von sexueller Gewalt in der Kindheit betroffene Eltern fordern traumsensible Geburtshilfe [03/2025] ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
- Wie hilft der „Krisenchat”, Kai Lanz?02.06., 14:0002.06.2025, 14:00
Warum gibt es eigentlich so gut wie keine schnelle, einfache und immer erreichbare Hilfe für Menschen, die psychische Probleme haben, die gemobbt werden oder auch sexueller Gewalt ausgesetzt sind? Das fragte sich der Schüler Kai Lanz und entwickelte im Rahmen eines Schulwettbewerbs mit Mitschüler:innen ein niedrigschwelliges digitales Konzept gegen Mobbing an Schulen. Zwei Jahre später wurde daraus „Krisenchat”, ein psychosozialer Beratungsdienst. Das Konzept klingt kinderleicht: Über einen Whatsapp-Chat können Kinder und Jugendliche bei psychischen Problemen zu psychologischen und sozialpädagogischen Berater:innen Kontakt aufnehmen. Und zwar 24/7, anonym und kostenlos. „Krisenchat” beschäftigt heute 500 ehrenamtliche Psycholog:innen und 140 Festangestellte. Das Angebot startete in der Corona-Krise und wurde dringend gebraucht, auch im Hinblick auf sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Denn während der Corona-Krise hatten sich die Fälle sexueller Gewalt deutlich erhöht. Grund hierfür sind vor allem die Zunahme digitaler Gefahren, die Überforderung oder der Wegfall von Hilfe- und Unterstützungssystemen, wie der Schule oder Vereinen, sowie der allgemeine mentale Belastungszustand der Menschen durch die Krise. Betroffen waren und sind vor allem Frauen, Kinder und Jugendliche. Bei der Gründung von „Krisenchat” war Kai 19 Jahre. Er glaubt persönlich fest daran, dass Menschen und menschliche Systeme die Dinge, die falsch laufen, ändern können. Er möchte andere Menschen dafür begeistern, denselben Weg zu verfolgen, um eine bessere Welt zu schaffen. Wenn ihr Fragen oder Ideen zu einbiszwei habt, schreibt uns: einbiszwei@ubskm.bund.de ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Die Webseite des Unternehmens, die neben Informationen über die App die Möglichkeit bietet, mitzuarbeiten Zum „Krisenchat” Außerdem kann der Besucher in der „Oase” zahlreiche Tipps finden, um zu entspannen – damit im Idealfall erst gar kein Notfall entsteht. Zur „Oase Kai Lanz über die Mobbing-Erfahrungen im eigenen Umfeld und die Motivation dagegen aktiv zu werden Artikel: Aufschrei gegen Mobbing. Wie die Generation Z die Digitalisierung gegen Gewalt an Schulen nutzt Der Instagram-Kanal zur App Instagram @krisenchat.de Der YouTube-Kanal zur App mit zahlreichen Info-Videos einer Psychologin YouTube @krisenchat Kai spricht über Herausforderungen und Erfolge der Organisation, die häufigsten Themen der jungen Nutzer:innen und wie er seinen Glauben an die Menschen nicht verliert. YouTube „Leaders Talk – by Leadership Choices”: Episode 97 – Kai Lanz, wie revolutioniert krisenchat die psychische Beratung für junge Menschen? Zur Gründung von „Krisenchat”, Kais Motivation, Corona und die Probleme, wegen derer sich die Kinder und Jugendlichen melden Podcast SWR2 Tandem: Krisenchat – Kai Lanz organisiert Hilfe für Kinder und Jugendliche per WhatsApp Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch globale Krisen belastet Zur Studie ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch