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Edle Federn – Der Literatur-Podcast mit Juli Zeh

The Pioneer

Arts · Society & Culture

60 Episoden · neueste 07.09.

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Episoden

60
  1. Juli Zeh spricht mit Hannah Häffner über „Die Riesinnen“
    07.09., 17:0001:11:03

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin Hannah Häffner über ihren Roman Die Riesinnen. Eine Familiengeschichte über drei Frauen aus drei Generationen, über Herkunft und Aufbruch, Zugehörigkeit und die Frage, wie sehr der Ort, an dem wir aufwachsen, bestimmt, wer wir sind. Das Buch können Sie hier im Pioneer Book-Shop bestellen. Liese, Cora und Eva leben in einem kleinen Dorf im Schwarzwald. Sie sind Großmutter, Mutter und Tochter. Drei Außenseiterinnen und auf ganz unterschiedliche Weise starke Frauen. Während die eine bleiben muss, will die andere unbedingt fort – und doch zeigt sich über die Generationen hinweg, dass man die eigene Herkunft nicht einfach hinter sich lassen kann. Gemeinsam sprechen Juli Zeh und Hannah Häffner über das Dorf als Ort der Enge und der Geborgenheit, über die besondere Verbindung zwischen Mensch und Landschaft und darüber, warum Weggehen nicht immer Freiheit und Zurückkehren nicht zwangsläufig Scheitern bedeutet. Es geht auch um Emanzipation, um Mutterschaft, Liebe und die Kraft, die Menschen einander geben können, ohne sich gegenseitig festzuhalten. Juli Zeh sagt über das Buch: „Bei den Riesinnen wurde mir gesagt: Du musst das lesen. Und jetzt sage ich es zu Ihnen: Sie müssen das lesen. Nicht nur, weil einem die drei Frauen aus den drei Generationen dermaßen ans Herz wachsen, dass man sie gar nicht mehr missen will, sondern vor allem auch, weil Die Riesinnen ein sprachliches Meisterwerk ist. Jeder einzelne von Hannahs Sätzen ist wie ein Zimmer voller Bilder. In jedem Satz will man stehen bleiben und sich in Ruhe umsehen und sich an den vielschichtigen Überraschungen erfreuen, die einen erwarten.“ Ein Gespräch über Heimat und Aufbruch, über Frauenleben und darüber, warum wir vielleicht gar nicht fortgehen müssen, um ein anderer Mensch werden zu können. ID:{7FYFcaHQcjqQGeSTU52bCl} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  2. Juli Zeh spricht mit Karsten Dusse über „Filmriss auf Immenhof: Trippel. Trappel. Tot.”
    03.08., 17:3001:08:57

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn spricht Juli Zeh mit Bestsellerautor Karsten Dusse über seinen neuen Roman „Filmriss auf dem Immenhof – Trippel. Trappel. Tot.“ Das Buch können Sie hier im Pioneer Book Shop bestellen. Was als Gespräch über einen Kultort deutscher Filmgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer ebenso unterhaltsamen wie tiefgründigen Unterhaltung über Sehnsucht, Kindheit, Literatur und die Frage, warum ausgerechnet der Immenhof bis heute eine so starke emotionale Anziehungskraft besitzt. Aus dem berühmten Sehnsuchtsort der Nachkriegsfilme wird bei Karsten Dusse ein Tatort: Seine Hauptfigur Sophia wacht nach einer rauschhaften Nacht mit einem Filmriss auf – und neben ihr liegt die abgetrennte Hand ihres Ex-Freundes. Ohne zu wissen, was geschehen ist, beginnt die Kriminalpsychologin gegen sich selbst zu ermitteln. Ausgehend von dieser ungewöhnlichen Krimi-Idee sprechen Juli Zeh und Karsten Dusse über den Zauber des echten Immenhofs, über das Schreiben aus eigener Erfahrung, glaubwürdige Figuren und die besondere Faszination von Sehnsuchtsorten. Dabei wird schnell klar, dass hinter dem Kriminalfall vor allem eine Geschichte über Selbstliebe, Resilienz und die Frage steckt, wie man lernt, den eigenen Weg zu gehen. Juli Zeh sagt über „Filmriss auf dem Immenhof – Trippel. Trappel. Tot.“: „Mich hat an diesem Roman besonders beeindruckt, dass hinter aller Spannung eine stille Entwicklung steckt: Eine Frau, die lernt, sich selbst anzunehmen. Vielleicht ist das die größte Sehnsucht, von der dieses Buch erzählt.“ Ein Gespräch über Literatur, Pferde, Kindheitserinnerungen, Kriminalpsychologie – und darüber, warum gute Kriminalromane oft von viel mehr erzählen als von einem Verbrechen. ID:{6LTosAnsUVZPTAxUhE5Vpm} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  3. Juli Zeh spricht mit Elisa Hoven über „Feine Risse“
    06.07., 17:3001:05:56

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Was macht einen Menschen zum Täter? Und kann das Recht Gerechtigkeit schaffen – oder nur den Versuch, sie wiederherzustellen? In dieser Folge von „Edle Federn” spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin, Strafrechtsprofessorin und Verfassungsrichterin Elisa Hoven über ihren neuen Roman „Feine Risse“. Das Buch können Sie hier im Pioneer Book Store bestellen. Wie schon in ihrem Erfolgsroman Dunkle Momente erzählt Hoven von realitätsnahen Kriminalfällen, doch sie interessiert sich nicht für einfache Urteile. Stattdessen richtet sie den Blick auf das, was Verbrechen vorausgeht: auf Lebensgeschichten, Zwänge und moralische Grauzonen. Gemeinsam sprechen Juli Zeh und Elisa Hoven darüber, warum Täter selten Monster sind, weshalb unser Bild von Recht oft von amerikanischen Gerichtsserien geprägt ist und wie Literatur helfen kann, das deutsche Strafrecht verständlicher zu machen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen große Fragen: Gibt es das Böse überhaupt? Und warum sehnen wir uns nach einer klaren Trennung zwischen Gut und Böse? Wie viel Wahrheit lässt sich in einem Gerichtsverfahren tatsächlich finden? Dabei wird deutlich, warum Hovens Bücher keine klassischen Krimis sind, sondern literarische Erkundungen von Schuld, Verantwortung und Menschlichkeit. Juli Zeh sagt über das Buch: „Die wichtigste Frage dieses Romans lautet vielleicht nicht, warum und wie werden Menschen straffällig und wie geht die Gesellschaft damit um. Sondern: Wie schreiben wir eigentlich die Geschichten unseres Lebens? Wenn wir von uns selbst erzählen, bauen wir oft eine Kette aus Großereignissen. Aber wenn man genau hinschaut, beginnen entscheidende Veränderungen eigentlich selten mit einem Knall. Sie beginnen mit kaum sichtbaren Rissen, mit Gedanken, die sich festsetzen, mit kleinen Verschiebungen, die lange unbemerkt bleiben, mit Zufällen, die eine ganze Kette von Ereignissen in Gang setzen, mit Erfahrungen, die erst Jahre später ihre Wirkung entfalten. Präzise spürt Elisa in feine Risse genau solchen Entwicklungen nach.“ Ein Gespräch über Recht und Gerechtigkeit, über Täter und Opfer – und darüber, warum Verstehen niemals dasselbe ist wie Verzeihen. ID:{pebsJMCLZ8tKYonj6vcmo} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  4. Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft”
    02.07., 07:0001:03:25

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft” von Fiona Sironic können Sie hier im Pioneer Book Store bestellen. In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin Fiona Sironic über ihren viel beachteten Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Gemeinsam sprechen sie über das Schreiben zwischen Gegenwart und Morgen, über literarische Weltentwürfe und darüber, warum Geschichten oft der beste Ort sind, um gesellschaftliche Fragen zu verhandeln. Im Zentrum des Romans stehen drei junge Frauen in einer nahen Zukunft, die von Klimakrise, Artensterben und gesellschaftlicher Unsicherheit geprägt ist. Während die Erzählerin Era das Verschwinden von Vogelarten dokumentiert, versuchen die Schwestern Maja und Merle, sich gegen die digitale Vereinnahmung ihrer eigenen Kindheit zu wehren. Es geht um Erinnerung und Archive, um Identität und Selbstbestimmung – und um die Frage, wie junge Menschen ihren Platz in einer Welt finden, deren Versprechen brüchig geworden sind. Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über dystopische und zugleich hoffnungsvolle Gesellschaftsbilder, über Gemeinschaft in Zeiten der Krise, über Wut als politische Kraft und über weibliche Figuren, die nicht länger darauf warten, dass andere die Welt für sie verändern. Juli Zeh sagt über das Buch: „Es erzählt von Freundschaft und von erster Liebe, von Loyalität und Verlust, von Menschen, die versuchen, einander Halt zu geben, während die Welt um sie herum immer instabiler wird. Und genau darin liegt die besondere Kraft dieses Romans. Er verbindet die großen Krisen unserer Zeit mit konkreten Lebensgeschichten. Dadurch wird aus einer Dystopie etwas Gegenwärtiges, aus einer politischen Geschichte eine zutiefst menschliche. Mit den Mädchen aus Fiona Sironics Roman scheint Veränderung plötzlich denkbar – vielleicht sogar eine bessere Welt.“ Ein Gespräch über Erinnerung, Verlust und politischen Widerstand – und darüber, warum Hoffnung manchmal genau dort entsteht, wo alles auf dem Spiel steht. ID:{3xL9w872Db0uDOT9A2snYG} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  5. Juli Zeh spricht mit Markus Orths über „Die Enthusiasten“
    02.06., 16:1601:03:19

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller Markus Orths über seinen neuen Roman Die Enthusiasten. Markus Orths Buch „Die Enthusiasten" finden Sie hier hier im Pioneer Book-Shop. Was passiert, wenn Begeisterung zum Lebensprinzip wird? Wann wird aus Hingabe Besessenheit? Und was verrät die Suche nach einem verschollenen zehnten Buch von Laurence Sterne über Verlust, Sehnsucht und die Macht der Literatur? Im Zentrum steht Vince, der seit dem Verschwinden seiner Mutter von Büchern, Rätseln und inneren Suchbewegungen geprägt ist. Gemeinsam sprechen Juli Zeh und Markus Orths über Enthusiasmus und Fanatismus, über Abschweifung als literarisches Prinzip – und über die Frage, warum gerade das Unökonomische, Spielerische und Zweckfreie heute so wichtig ist. Juli Zeh sagt über das Buch: „Die Enthusiasten ist ein Buch über Menschen, oder genauer: über eine bestimmte Art von Menschen, die, sobald sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt haben, nicht mehr davon lassen können. Es geht um Literatur, ganz sicher. Um Wahrheit, wahrscheinlich. Um Sinn, sinnhafterweise sowieso. Und um die Frage, ob Begeisterung Freiheit ist – oder schon Gefängnis.“ Ein Gespräch über Literatur und Lebenssinn, über Abschweifung und Obsession – und darüber, warum das Erzählen selbst manchmal der eigentliche Gegenentwurf zur Logik unserer Zeit ist. Redaktion: Stefan Rupp Produktion: Till Robert Schmidt ID:{2o8XOjd0i4HygRhCuxbhac} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  6. Juli Zeh spricht mit Caro Matzko über „Alte Wut"
    06.05., 08:0001:17:57

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Moderatorin und Autorin Caro Matzko über ihr Buch Alte Wut. Das Buch können Sie hier im Pioneer Book-Shop erwerben. Was passiert, wenn die Erfahrungen der Eltern und Großeltern das eigene Leben prägen? Wie wirken Krieg, Flucht und Verlust in Familien weiter? Ein Gespräch über Väter und Töchter, über Depression und Cholerik – und darüber, was es mit Kindern macht, wenn ein Elternteil von innerer Unruhe und ungelösten Konflikten geprägt ist. Es geht um Erinnerung und Verdrängung, um politische Radikalisierung – und um die Frage, wie persönliche Geschichten mit gesellschaftlichen Entwicklungen zusammenhängen. Juli Zeh sagt über das Buch: „Es gibt Bücher, die so authentisch sind, dass man das Gefühl hat, der Autorin direkt in Herz und Hirn schauen zu können – bei Caro Matzkos Alte Wut ist das definitiv der Fall. So schonungslos offen legt sie ihr Innerstes frei, dass der Begriff Autofiktion kaum noch passt. Was dieses Buch so besonders macht, ist die Verbindung aus großer Ernsthaftigkeit und Humor. Es erzählt von einem Trauma, das über Generationen weiterwirkt – und macht daraus nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gesellschaftliche Geschichte.“ Ein Gespräch über Väter und Töchter, über politische Wut und private Verletzungen – und darüber, warum Zuhören manchmal der erste Schritt zur Heilung ist. ID:{dwJ1eJ8ByQ3KJlVUabK5g} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  7. Juli Zeh spricht mit Jan Snela über „Ja, Schnecke, ja”
    03.03., 17:3000:58:42

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller Jan Snela über seinen Roman „Ja, Schnecke, ja“ – der von Die Zeit 2025 unter die 100 besten Bücher des vergangenen Jahres gewählt wurde. Es geht darin um eine Fernbeziehung zwischen Deutschland und Japan: Hannes bleibt zurück, während Amanda in Nara an einer Meeresschnecke forscht, die ihren Körper neu bilden kann. Aus dieser Konstellation entwickelt sich ein Roman über Begehren und Besitzansprüche, über Kinderwunsch und Klimakrise – und darüber, was passiert, wenn man Rollenbilder nicht einfach übernimmt. Juli Zeh und Jan Snela sprechen über die besondere Form des Buches: kurze, dichte Prosastücke, inspiriert vom japanischen Haibun – einer literarischen Form, die erzählende Prosa mit lyrischen Einschüben verbindet und stark vom Denken des Haiku geprägt ist. Mit einer Sprache, die Räume öffnet – durch Rhythmus, Klang und Atmosphäre. Ein Gespräch über Männlichkeitsbilder, feministische Perspektiven, das Loslassen – und über die Kunst, literarische Zwischentöne spürbar zu machen. ID:{3FfLpjDAFWsOqLcOB5UWvu} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  8. Juli Zeh spricht mit Simon Strauß über „In der Nähe…”
    02.02., 18:0000:58:43

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Abonnieren Sie hier den Edle Federn Newsletter von Juli Zeh. In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller, Historiker und FAZ-Redakteur Simon Strauß über sein neues Buch In der Nähe – Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht. Was bedeutet Heimat – biografisch, geografisch, politisch? Woher kommt das Unbehagen an politischen Entscheidungsprozessen, das sich vielerorts in Ablehnung und Protest entlädt? Und wie können lokale Erfahrungen unsere Vorstellung von Demokratie verändern? Ein Gespräch über Stadt und Land, Prenzlau und Berlin – und darüber, warum Demokratie vor Ort beginnt. Es geht um Verantwortung, Reibung und Nähe – und die Frage, wie man Gräben überwindet, statt sie zu vertiefen. Juli Zeh sagt über das Buch: „Simon Strauss schreibt über Ostdeutschland und über die AfD. Aber er stellt sich nicht in sicherer Distanz auf den Hügel einer moralischen Überlegenheit mit Blick auf die Niederungen der schattigen Täler. Sondern geht buchstäblich in die Nähe, was auch bedeuten kann, dahin, wo es manchmal wehtut. Was dieses Buch so stark macht, ist sein Misstrauen gegenüber fertigen Erklärungen. Es nimmt Kränkung ernst, ohne sie zu verklären. Es sucht Verständnis, ohne Entschuldigung zu liefern. Es weigert sich, den Osten auf ein politisches Symptom zu reduzieren und fordert damit auch den Westen heraus, sich selbst als Haltung zu erkennen.“ Ein Gespräch über politische Realität, persönliche Begegnungen – und warum der direkte Blick oft mehr erklärt als jede Debatte. ID:{32oevvwORxkJ6zLMSS8KNY} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  9. Juli Zeh spricht mit Theresia Enzensberger über „Auf See”
    05.01., 19:3001:06:26

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Abonnieren Sie hier den Edle Federn Newsletter von Juli Zeh. In dieser Folge von Edle Federn , dem Lieteratur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Autorin und Journalistin Theresia Enzensberger über ihren Roman Auf See – eine literarische Dystopie, die zugleich ein Nachdenken über politische Utopien, alternative Gesellschaftsentwürfe und die Zerbrechlichkeit großer Ideen ist. Im Zentrum steht eine künstlich geschaffene Inselgemeinschaft in der nahen Zukunft – gegründet aus Angst vor dem Kollaps der Weltordnung, getragen von libertären Idealen, erschüttert durch Realität und Machtstrukturen. Enzensberger erzählt die Geschichte zweier Frauen: Yada, die auf der Seestadt aufwächst, und Helena, eine gefeierte Künstlerin auf dem Festland – auf der Flucht vor Verantwortung, Ruhm und sich selbst. Im Gespräch geht es um libertäre Fantasien und linke Gegenentwürfe, um Verantwortung, Kontrolle und die Frage: Was bedeutet Freiheit – individuell wie gesellschaftlich? Und warum mangelt es unserer Zeit an echten Utopien? Juli Zeh sagt über Auf See:„Ein Roman wie die Brandung am Meer – Ideen prallen auf Wirklichkeit, scheitern, kehren zurück. Und hinterlassen Spuren.“ Ein Gespräch über Gemeinschaft, Selbstbestimmung – und die literarische Sehnsucht nach einem besseren Morgen. ID:{5z0VTSamjLl4BxOVw48ySI} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  10. Juli Zeh spricht mit Elisa Hoven über „Das Ende der Wahrheit?”
    01.12., 20:1501:14:09

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn spricht Juli Zeh mit der Juristin und Autorin Elisa Hoven über ihr neues Sachbuch „Das Ende der Wahrheit?“ – ein ebenso fundierter wie streitbarer Text über Wahrheit, Fake News und Faktenchecks im digitalen Zeitalter. Hoven ist Strafrechtsprofessorin in Leipzig und Verfassungsrichterin in Sachsen. Im Gespräch erklärt sie, was Wahrheit aus juristischer Sicht bedeutet, warum Meinung und Tatsache so oft verwechselt werden – und wieso gerade das gefährlich für eine offene Gesellschaft ist. Die beiden diskutieren über mediale Verzerrungen, politische Instrumentalisierung von Fakten, die Fallstricke des Strafrechts – und die Frage, ob es überhaupt eine objektive Wahrheit gibt. Dabei bleibt das Gespräch immer persönlich, zugewandt und diskursfreudig. Juli Zeh sagt über „Das Ende der Wahrheit?“ Ein Gespräch über Vertrauen, Verantwortung – und die Suche nach Orientierung in einer Welt voller Widersprüche. ID:{7KZBsGWufTKkshHTjW6yFr} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  11. Juli Zeh spricht mit Oliver Wnuk über „Besser wird’s nicht”
    03.11., 20:0001:01:11

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von „Edle Federn“ spricht Juli Zeh mit dem Autor und Schauspieler Oliver Wnuk. Bekannt aus Serien wie Stromberg oder Nord Nord Mord, zeigt sich Wnuk in seinem neuen Buch Besser wird's nicht von einer anderen Seite: persönlich, nachdenklich und zuweilen auch existenziell. Denn das Buch ist keine klassische Autobiografie und auch kein Roman – eher ein offenes Selbstgespräch, in dem Wnuk große Fragen aufwirft: Was bedeutet Heimat? Wie gelingt ein Leben in Bewegung? Warum fällt es uns so schwer, allein zu sein – und was hat Selbstliebe damit zu tun? Im Gespräch mit Juli Zeh geht es um die Kunst des Zuhörens, überforderte Jugendliche, innere Unruhe und das Missverständnis, dass man immer etwas leisten müsse, um geliebt zu werden. Es ist ein tiefgründiger, manchmal schmerzhafter, aber stets ehrlicher Austausch über das Menschsein in einer lauten, schnellen Welt. Juli Zeh sagt über das Buch: „Wnuk gelingt das Kunststück, sehr persönlich zu schreiben – und gerade deshalb universell zu sein. Seine Texte sind eine Einladung zur Selbstreflexion, ohne je belehrend zu sein. Ein Buch, das uns daran erinnert, wie wichtig es ist, wahrhaftig zu bleiben.“ Ein Gespräch über Sehnsucht, Selbstzweifel – und den Mut, sich selbst ein guter Freund zu werden. ID:{MVCkuJ9bnwoCPUFKxmbKa} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  12. Juli Zeh spricht mit Frédéric Schwilden über „Gute Menschen“
    27.09., 06:0001:04:45

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von „Edle Federn“ spricht Juli Zeh mit dem Autor und Journalisten Frédéric Schwilden über seinen neuen Roman „Gute Menschen”. Das Buch erzählt von Jennifer und Jan – einem Paar, das sich trennt, um ein besseres Leben zu führen. Was bleibt, ist der Versuch, sich selbst und die Welt neu zu denken. Schwilden erzählt von der Stille nach der Trennung – und wie man durch Abwesenheit einander näherkommen kann. Im Zentrum des Romans steht die Frage: Was heißt es heute, ein „guter Mensch“ zu sein – jenseits von Klischees und Ideologien. Schwilden schildert den Mikrokosmos einer gebildeten, wohlhabenden Mittelschicht – Menschen mit Ansprüchen, Widersprüchen und einem diffusen Gefühl von Sinnverlust. Zwischen Luxus-Brunch im Pariser Ritz, elterlichem Überforderungs-Kollaps und digitalem Überdruss entsteht ein feines, kluges Panorama unserer Gegenwart. Juli Zeh sagt über den Roman: „Frédéric Schwilden behandelt große Dramen mit leichter Hand und einem meist liebevollen Witz. Am Ende zeigt uns die Geschichte, was das Leben wirklich lebenswert machen kann. Nämlich allein die Bereitschaft, sich mit anderen zu verbinden.“ In dem Gespräch geht es um Alltagsrealismus, moralischen Anspruch und die Frage, warum das Bedürfnis, gut zu sein, oft der Anfang aller Probleme ist. ID:{4IZbsCpSX0dwblrQmc3A2b} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  13. Juli Zeh spricht mit Terézia Mora über „Fleckenverlauf“
    30.08., 05:0001:19:23

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von „Edle Federn“ spricht Juli Zeh mit der Büchnerpreisträgerin Terézia Mora über ihr jüngstes Buch Fleckenverlauf. Das Schreibtagebuch der vielfach ausgezeichneten Autorin öffnet die Tür zu ihrem Alltag, ihrem Denken und ihrem literarischen Prozess – und zeigt, wie aus kleinsten Beobachtungen Literatur entsteht. Mora erzählt von den Freuden und Qualen des Schreibens, in denen der Alltag das Schreiben beinahe unmöglich macht, von Euphorie und Selbstzweifel und von dem Ringen mit Figuren. Dabei wird deutlich: Ihre Literatur ist nicht nur Selbstbeobachtung, sondern immer auch Spiegel der Zeit – von politischen Entwicklungen in Ungarn über Fragen der Demokratie bis hin zu den Erfahrungen der Pandemie. Juli Zeh sagt über Fleckenverlauf: „Terézia Mora paart den unbedingten Willen zur Wahrhaftigkeit mit ihrer poetischen Kraft, wodurch eine besondere Erkenntnisfähigkeit entsteht, die nur der Literatur vorbehalten ist. Erst in dem man sich die Welt anverwandelt, kann man ihr wahres Gesicht enthüllen. Besser gesagt eines ihrer acht Milliarden wahren Gesichter, denn es gibt so viele Welten, wie es Menschen gibt. Terézia lässt uns für 300 Seiten in ihre ganz eigene Welt ein, sodass man geradezu zum Mitbewohner eines schreibenden Bewusstseins wird. Besessen und beseelt.” Im Gespräch geht es um die Kraft des Schreibens als Form der Weltaneignung, um literarische Vorbilder und um die Frage, wie sich persönliche Geschichte, Sprachbewusstsein und gesellschaftliche Realität in der Literatur verweben. ID:{3KEci7WtDoaws56U7fVKMy} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  14. Juli Zeh und Burkhard Spinnen über „Erdrutsch“
    02.08., 06:0000:59:34

    Abonnieren Sie hier den neuen "Edle Federn Newsletter" von Juli Zeh. In dieser Folge von „Edle Federn“, dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit Burkhard Spinnen über seinen neuen Roman Erdrutsch, den er gemeinsam mit Charles Wolkenstein geschrieben hat. Ausgangspunkt der Geschichte ist ein drohender Hangabgang in einer Alpenregion – ein Szenario, das vor den jüngsten Ereignissen in der Schweiz beunruhigend real erscheint und Fragen zum Umgang mit Naturgefahren, Klimawandel und gesellschaftlicher Verantwortung aufwirft. Im Zentrum des Romans steht eine ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Figur: der sogenannte Vogelmann, der möglicherweise die Sprache der Tiere versteht – und damit zum Hoffnungsträger einer hochtechnisierten Welt wird, die den Kontakt zur Natur zu verlieren droht. Juli Zeh sagt über Erdrutsch: „Ein intelligenter, spannender Roman, den man als Klima-Thriller bezeichnen kann – und der weit darüber hinausgeht. Spinnen und Wolkenstein verbinden Figuren aus Kirche, Wissenschaft, Aktivismus und KI-Forschung zu einem Panorama unserer Zeit. Mit großem Gespür für Sprache, Atmosphäre und Humor gelingt ihnen ein Drahtseilakt zwischen Ernst und Leichtigkeit – ein literarisches Vergnügen mit Tiefgang.“ Burkhard Spinnen erzählt in diesem Gespräch unter anderem, wie ihn die Faszination für das Wissen der Tiere und die Unsicherheiten des Klimawandels zum Schreiben inspirierte – und warum Literatur helfen kann, drängende Zukunftsfragen auf eine neue, fühlbare Weise zu durchdringen. ID:{5gk0B4kAJoIHbKPHIueZIY} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  15. Trailer: Edle Federn - Das Autorengespräch von und mit Juli Zeh:
    15.07., 17:3000:00:49
  16. Juli Zeh und Joachim Meyerhoff über sein Buch „Man kann auch in die Höhe fallen“
    15.07., 15:0401:17:41

    Abonnieren Sie hier den neuen Edle Federn Newsletter von Juli Zeh. In dieser Folge von „Edle Federn“, dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller und Schauspieler Joachim Meyerhoff über seinen aktuellen Roman: „Man kann auch in die Hölle fallen“. Sich mitten in einer Sinn - und Lebenskrise befindend, schildert er darin liebevoll einen mehrwöchigen Aufenthalt bei seiner über 80-jährigen Mutter in Schleswig-Holstein. Zwischen Theater und Leinwand: Meyerhoff hat Engagements an den renommiertesten Bühnen im deutschsprachigen Raum und wurde bereits drei Mal in seiner Karriere als „Schauspieler des Jahres“ ausgezeichnet. Seit 2011 schreibt er an seinem autobiografischen Romanzyklus „Alle Toten fliegen hoch“, von dem bislang sechs Teile erschienen sind – und im Falle des Bandes „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ für das Kino verfilmt wurde. In dieser Folge Edle Federn spricht er unter anderem über Trauer als Antrieb für seine spät begonnene Tätigkeit als Schriftsteller und warum Menschen ab 60 in unserer Gesellschaft durchaus als Rolemodel taugen. ID:{6QuR6bfskQlYeb6mMwMjZn} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  17. Juli Zeh und Roman Ehrlich über „Videotime“
    28.06., 06:0001:02:10

    Abonnieren Sie hier den neuen Edle Federn Newsletter von The Juli Zeh und The Pioneer. In dieser Folge von „Edle Federn” , dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit Roman Ehrlich über sein neues Buch „Videotime.” Ausgangspunkt der Geschichte ist die Rückkehr eines Erzählers in das Haus seiner Kindheit, in dem er auf die längst vergessene VHS-Kassetten Sammlung seines Vaters stößt. Die Filme werden zum Türöffner in seine Vergangenheit voller widersprüchlicher Eindrücke. Zwischen Kellerregal und Videorekorder beginnt eine emotionale Reise – anhand geschauter Filme, die für ihn als Erinnerungsspeicher wirken. Juli Zeh sagt über Videotime: „Ein genialer Text! Zum einen ist Roman Ehrlich ein versierter Sprachkünstler, der aus Worten im Handumdrehen Welten erschafft: Leise, poetisch und dann plötzlich mit wuchtiger Durchschlagskraft. VIDEOTIME streift große Fragen mit leichter Hand, lädt den Leser mit kleinen Gesten ein, ihm zu folgen. Und wer sich darauf einlässt, erlebt eine literarische und philosophische Reise, die eigentlich nur um eine alte Videothek herumführt und die den Leser trotzdem massiv bereichert zurückkehren lässt.“ Im Gespräch erzählt Roman Ehrlich, warum er mit dem Begriff „Schriftsteller“ fremdelt, warum Erinnern immer auch ein Akt des Erzählens ist – und was das alles mit der Aufroll-Technik von Kabeln in einem alten Elektronikladen zu tun hat. ID:{4eoU3KWnX6lTxPI5aUctzG} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  18. Juli Zeh spricht mit David Finck über sein neues Buch „Der Schwindel“
    26.04., 06:0001:09:14

    In dieser Folge von „Edle Federn¡ spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller David Finck über seinen neuen Roman „Der Schwindel“. David Finck ist gebürtiger Düsseldorfer und hat am Leipziger Literaturinstitut studiert. „Der Schwindel“ ist sein zweites Buch. Darin geht es um Rasmus, einen jungen Mann, der vor den Problemen mit seinen Eltern und den Quälereien seines Bruders an seinen Sehnsuchtsort, in die Bretagne, flieht. Hier begegnet er Natalie, der rebellischen Tochter eines französischen Aristokraten. Was als fiebrige Romanze beginnt, endet im größtmöglichen Unglück, bei dem keiner frei von Schuld bleibt. Im Gespräch mit Juli Zeh, mit der David Finck auch verheiratet ist, geht es unter anderem über Schreibroutine, das Gefühl, wenn ein Text tatsächlich zum Buch geworden ist und die Motivation, die man als Autor täglich braucht, um für den perfekten Satz zu kämpfen. Juli Zeh sagt über Der Schwindel: „Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen dürfte, dass dieser Roman für mich zu den ganz großen Texten der Gegenwartsliteratur gehört. Es gibt aus meiner Sicht vier Elemente, die zur Qualität eines Buchs beitragen. Und schon, wenn zwei oder drei davon verwirklicht sind, handelt es sich im Normalfall um einen sehr guten Text. Das sind aus meiner Sicht erstens eine spannende Geschichte, zweitens eine interessante Figurenpsychologie, drittens braucht es einen gewissen philosophischen oder gesellschaftlichen Gehalt in den Hinterräumen der Erzählung und viertens eine aufregende Stylistik. Nun ist es so, dass der Schwindel in allen vier Disziplinen performt. Und das ist wirklich eine seltene Leistung. Am beeindruckendsten ist für mich, dass David immer wieder Sätze schafft, die einen von hinten erwischen, so überraschend, so treffend, oft regelrecht aphoristisch, dass die Welt, die daraus entsteht, eine ganz besondere, immer wieder neue, gewissermaßen licht- und luftdurchströmte Atmosphäre gewinnt. Der Schwindel ist damit wie eine Aromadusche fürs Gehirn.“ ID:{4fRiY6ztIvkU4UsbW6Hj4f} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  19. Juli Zeh spricht mit Sophia Fritz über „Toxische Weiblichkeit“
    30.03., 09:0001:15:51

    In dieser Folge von „Edle Federn“ spricht Juli Zeh mit der Autorin Sophia Fritz über ihr Werk „Toxische Weiblichkeit“. Das Sachbuch von Sophia Fritz wirft ein neues Licht auf das viel diskutierte Thema Weiblichkeit und Geschlechterrollen. Die Autorin geht der Frage nach, wie sich toxische Verhaltensweisen aus der weiblichen Sozialisation entwickeln und welche Auswirkungen sie auf das Leben von Frauen haben. In ihrem Buch geht sie auf verschiedene Archetypen weiblicher Toxizität ein, darunter „Das gute Mädchen“, „Die Powerfrau“ und „Die Mutter“. Das Gespräch verknüpft eine persönliche und die gesellschaftliche Ebene und wirft die Frage auf, wie sich Verhaltensweisen wie Selbstaufopferung, oder das Streben nach Anerkennung auf die eigene Identität auswirken - und die Persönlichkeit nachhaltig prägen. Juli Zeh sagt über TOXISCHE WEIBLICHKEIT: “Der Begriff toxische Männlichkeit wird so inflationär benutzt und verhandelt, dass manch einer inzwischen nur noch abwinken mag, wenn er das Wort auch nur hört. Erstaunlich, wie lange es gedauert hat, bis das Pendant dazu, die toxische Weiblichkeit, das essayistische Licht der Welt erblickte. Sophia Fritz hat genau dafür gesorgt und damit etwas getan, was lange überfällig war. Nämlich das Geschlechterproblem, aus dem Täter Opfer Schema herauszuholen. Sophia führt uns Frauen analytisch vor Augen, was wir selbst zur immer noch traurigen Problemlage im Geschlechterkampf beitragen und wie wir uns oft gegenseitig das Leben unnötig schwer machen, weil wir daran gewöhnt sind, Überlebenskämpfe in einer männlich geprägten Welt zu führen - auch gegeneinander.” ID:{659JWncNKQDsbVNwDYeZUW} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  20. Juli Zeh spricht mit Takis Würger über sein neues Buch „Für Polina“
    02.03., 00:0001:15:18

    SIE bestimmen den Preis! Werden Sie Teil unserer Mission und unterstützen Sie unabhängigen und werbefreien Journalismus. In dieser Folge von „Edle Federn“ spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller und Journalisten Takis Würger über seinen neuen Roman „Für Polina“. Takis Würger arbeitete als Reporter und Redakteur beim Magazin Der Spiegel, wo er für seine Berichte aus Konfliktzonen wie Afghanistan, Libyen und der Ukraine mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Deutschen Reporterpreis und dem CNN Journalist Award. Sein Roman „Stella“, über die jüdische Gestapo-Kollaborateurin Stella Goldschlag, löste 2019 eine große Feuilleton-Debatte aus. In seinem neuen Roman „Für Polina“ erzählt er die fiktive Geschichte von Hannes Prager, einem musikalischen Wunderkind, das sich gegen eine klassische Komponistenkarriere entscheidet und sich stattdessen auf eine lebenslange Suche nach der Liebe seines Lebens begibt. Im Gespräch mit Juli Zeh reflektiert Würger über die Entscheidung, Schriftsteller zu werden und die Herausforderungen, die damit einhergehen. Sie sprechen über die Bedeutung von Scheitern, den Mut, sich dem eigenen Talent zu stellen und über die Rolle der Musik als Ausdruck von Emotion und Identität. Juli Zeh sagt über „Für Polina“: „Auf den ersten Blick könnte man glauben, Takis Würger habe mit „Für Polina“ einen Roman über das Scheitern geschrieben. Die Hauptfigur Hannes Prager zeigt schon als Kind eine außergewöhnliche Begabung für das Klavierspielen. Und eigentlich könnte man erwarten, dass ein solches Ausnahmetalent den bekannten Lebensweg erzwingt. Stattdessen verliebt sich Hannes mit 14 Jahren in Polina, schreibt eine magische Melodie für sie und wendet sich dann von der Musik ab, verliert sich scheinbar selbst, versinkt in der Leere einer mäandernden Existenz. Und doch ist „Für Polina“ kein trauriges, geschweige denn defätistisches Buch. Während man Hannes durch die Stationen seines jungen Lebens folgt, stellt man sich plötzlich seltsame Fragen. Ist eine Berufung wirklich das zwingende Tor in einen Karriereweg, der sämtlichen Prinzipien der Leistungsgesellschaft entspricht? Kann sie nicht auch Anlass sein, in sich selbst zu versinken, sich selbst zu erforschen und sich vielleicht eines Tages zu erkennen? In diesem Sinne ist „Für Polina“ nicht nur eine Heldenreise, sondern auch ein Märchenbuch. Ein Roman, der Mut macht, das eigene Leben nicht am Erwartbaren, sondern immer wieder an den eigenen Gesetzen zu messen.“ ID:{5q6mKnRfZR63Zb2nKFIhy0} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Das Autorengespräch von und mit Juli Zeh: Jeden Monat interviewt die Schriftstellerin einen Gast aus der Welt der Literatur und unterhält sich mit ihm über Geschichten und Sprache, über das Schreiben und Erzählen. Immer am letzten Sonntag im Monat.



Ein Podcast von The Pioneer.

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