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288- Philosophin: "Unsere Gesellschaft ist auf Gier ausgerichtet"06.10., 06:0006.10.2023, 06:0000:25:47
Jetzt anhören: Ursula Baatz erklärt, wie Achtsamkeit gegen die Klimakrise hilft Das größte Umweltproblem sei unsere Gier, sagt die promovierte Philosophin und Achtsamkeitstrainerin Ursula Baatz. Ständig zu erleben, zu genießen, zu konsumieren, sei gewissermaßen zum gesellschaftlichen Zwang geworden. Das sei aber nicht nur für uns selbst schlecht, sondern natürlich auch für das Klima. Baatz ist überzeugt: Mehr Achtsamkeit könnte ein Mittel im Kampf gegen die Klimakrise sein. Durch Meditation und Körperübungen lerne man, auf das Wesentliche zu fokussieren oder sich nicht blenden zu lassen. Außerdem würden sie dabei helfen zu erkennen, was man für ein glückliches Leben wirklich braucht – und worauf man daher vielleicht verzichten kann. Auch für die Politik sei Achtsamkeit hilfreich: Meditierende Parlamentarierinnen und Parlamentarier treffen offenbar die besseren Entscheidungen. Doch können wir dadurch wirklich zu weniger Emissionen kommen? Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Neue Ideen für die Demokratie – losen statt wählen?29.09., 06:0029.09.2023, 06:0000:26:09
Jetzt anhören: Politikwissenschafterin Katrin Praprotnik spricht er über Konzepte, wie die Demokratie verbessert werden kann Nicht nur mit Wahlen, sondern auch mit Volksbegehren, Bürgerräten oder Parteimitgliederbefragungen können Bürgerinnen und Bürger in der Politik mitbestimmen. Die Werkzeuge werden in Demokratien aber sehr unterschiedlich eingesetzt. Auch Losverfahren können eine Rolle spielen. Wie sich direkte und repräsentative Demokratie positiv weiterentwickeln ließen, haben wir die Politikwissenschafterin Katrin Praprotnik von der Universität Graz gefragt. Sie erklärt, warum das antike Verfahren des Losens in der Neuzeit vom Wählen abgelöst worden ist und welche Ideen es gibt, um die Demokratie zu verbessern.
- Wie die Landwirtschaft zukunftsfit wird22.09., 06:0022.09.2023, 06:0000:32:39
Jetzt anhören: Michael Succow ist ein deutscher Biologe und Agrarwissenschaftler. Im Podcast spricht er über Landwirtschaft und was sich daran ändern muss Hitze, Trockenheit, Starkregen und Überschwemmungen - extreme Wetterereignisse wie diese bringen Landwirtinnen und Landwirte immer häufiger in die Bredouille. Genau dagegen will Michael Succow etwas unternehmen. Der Biologe forscht seit Jahrzehnten zu den Themen Naturschutz, Wassernutzung und Landwirtschaft. Succows Ideen einer zukunftstauglichen Landwirtschaft drehen sich hauptsächlich um Bodenschutz. Warum es viel mehr Regenwürmer, dafür aber gar keinen Mais braucht, darüber sprechen wir mit im Podcast. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- 40 Stunden, echt jetzt? Wie (lange) wir in Zukunft arbeiten14.09., 06:0014.09.2023, 06:0000:45:50
Die Arbeitszeitverkürzung war das dominierende Thema beim STANDARD-Zukunftsgespräch Für viele Arbeitnehmer scheint nicht mehr alles glattzulaufen in den letzten Jahren – sie stellen Dinge in Frage, die jahrzehntelang als selbstverständlich galten, darunter Beispiel die 5-Tage-38-Stunden-Woche. Derzeit wird auch politisch wieder über eine Arbeitszeitverkürzung diskutiert. Es ist Zeit, sagen SPÖ, Gewerkschaft und Arbeiterkammer. Das geht sich nicht aus, sagen Arbeitgeberverbände. Wo stehen wir und welche Ideen gibt es für die Zukunft der Arbeit? Darüber haben wir beim dritten und letzten STANDARD-Zukunftsgespräch im Theater im Park am Dienstag gesprochen. Zu Gast waren die Politikwissenschafterin Barbara Prainsack, die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten GPA Barbara Teiber und Tiktok-Comedian Toxische Pommes. Das Gespräch können Sie im Podcast Edition Zukunft nachhören. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Warum Essen so oft zu Abfall wird08.09., 06:0008.09.2023, 06:0000:36:56
Andreas und Cornelia Diesenreither retten mit ihrem Unternehmen Unverschwendet Obst und Gemüse vor der Tonne Über eine Million Tonnen Lebensmittel werfen die Menschen in Österreich jedes Jahr weg. Der meiste Lebensmittelmüll fällt im Haushalt an, doch auch bei Produzenten oder auf dem Feld bleibt viel liegen. Das Wiener Unternehmen Unverschwendet rettet und verarbeitet überschüssiges Obst und Gemüse zu länger haltbaren Sirups, Marmeladen oder Saucen. Im Podcast sprechen Cornelia und Andreas Diesenreither über die Gründe und Lösungen für die große Verschwendung – und darüber, wie sie aus krummen Karotten und überschüssigen Erdbeeren ein Business gemacht haben. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Fakten statt Bauchgefühl: Wie wir die Welt besser verstehen können01.09., 06:0001.09.2023, 06:0000:14:19
"Factfulness"-Autorin Anna Rosling und Erste-Group-Chef beim Europäischen Forum Alpbach Längere Lebenserwartung, mehr Bildung und Einkommen: Die Welt wird langfristig immer besser, die Mehrheit schätzt die Entwicklungen falsch ein. Warum haben so viele Menschen ein verzerrtes Weltbild? Und wie schaffen wir es, Entscheidungen anhand von Daten statt mit Bauchgefühl zu treffen? Darüber sprach STANDARD-Chefredakteur Martin Kotynek mit Anna Rosling Rönnlund, Co-Autorin des Buches "Factfulness" und Erste-Group-Chef Willibald Cernko beim Europäischen Forum Alpbach. Die wichtigsten Punkte aus der Diskussion hören Sie im Podcast Edition Zukunft. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Was macht die Klimakrise mit den Meeren?25.08., 06:0025.08.2023, 06:0000:25:52
Ozeanograph Mojib Latif erklärt, warum sich die Ozeane gerade jetzt so stark erhitzen Die Ozeane erwärmen sich in rekordverdächtigem Tempo - noch nie zuvor waren die Weltmeere so warm wie in diesem Jahr. Doch was steckt hinter diesen Rekordtemperaturen? Klimaforscher und Ozeanograph Mojib Latif erklärt im Podcast die komplexen Ursachen und drastischen Folgen der Meereserwärmung. Korallen sterben ab, der Sauerstoffgehalt sinkt, Meeresströmungen könnten sich abschwächen. Er spricht im Podcast außerdem darüber, welche Folgen für die Menschheit ein erhitzter Ozean hat - und wie sich etwa der Tourismus in Zukunft verändern wird. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Minimalismus mit Kindern: Geht das überhaupt?18.08., 06:0018.08.2023, 06:0000:21:55
Im Podcast erklärt die zweifache Mutter Bianca Schäb, wie Minimalismus als Familie klappt Wer ein Kind hat, merkt ganz schnell: Die Sachen häufen sich an, das Kinderzimmer quillt über. Selbst wenn man sich noch so sehr vorgenommen hat, nicht zu viel zu besorgen, stellt sich das oft als schwierig heraus. Schließlich gibt es gewisse gewisse gesellschaftliche Vorstellungen davon, was ein Kind für eine gesunde Entwicklung angeblich braucht. Bianca Schäb kennt diese Falle nur zu gut, sie ist selbst Mutter von zwei Kindern. Weil sie bemerkt hat, dass sie und ihre Kinder der Überfluss überfordert, hat sie sich für einen minimalistischen Lebensstil entschieden und darüber ein Buch geschrieben: "Weniger tut Kindern gut. Minimalismus in der Familie leben". Aber wie fängt man mit dem minimalistischen Lebensstil an? Wie entgeht man der Geschenkeflut zu Weihnachten und zum Geburtstag? Und wie viel Spielzeug brauchen Kinder wirklich? Darum geht es in der aktuellen Podcast-Folge von "Edition Zukunft". Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Warum tut sich Österreich beim Klimaschutz so schwer?11.08., 12:0011.08.2023, 12:0000:59:31
Ein Ökonom, eine Klimaforscherin und Aktivisten suchen im Podcast Lösungen für Österreichs Zögern beim Klimaschutz Österreich und seine verfehlten Klimaziele – es ist eine "never-ending story". Viele Staaten konnten ihre CO2-Emissionen in den letzten Jahrzehnten stärker reduzieren als Österreich. Hier stagnieren die Emissionen seit 1990. Das liegt vor allem am Verkehr – mehr Autos und Lkws auf den Straßen bedeuten auch mehr CO2. Aber warum tut sich ausgerechnet Österreich so schwer beim Klimaschutz? Beim STANDARD-Zukunftsgespräch im Juli diskutierte eine Runde aus Expertinnen und Experten die Gründe für Österreichs Versagen in der Klimapolitik – und die Frage, was sich ändern müsste, damit Österreich tatsächlich klimaneutral werden kann. Auf der Bühne im Wiener Theater im Park nahmen die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, Wifo-Chef Gabriel Felbermayr, Marina Hagen-Canaval von der Letzten Generation und der Skifahrer und Umweltaktivist Julian Schütter Platz. Sie sprechen darüber, ob die Politik selbst zu einer Lösung imstande ist oder doch eher der Druck von der Straße der entscheidende Faktor ist, um die überfällige Klimawende einzuleiten. 00:01 Begrüßung und Einführung 00:56 Gründe für Österreichs Versagen beim Klimaschutz 19:32 Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit 26:45 Handlungsempfehlungen des Weltklimarats 32:17 Rolle der Wissenschaft: Forschen oder Protestieren? 36:48 Grenzen politischer Einflussnahme 41:45 Positive Visionen für die Zukunft 56:59 Abschluss und Ausblick Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Waldhütte, Ökodorf, Tiny House: Was ist der beste Platz zum Leben?04.08., 06:0004.08.2023, 06:0000:31:34
Buchautorin Anne Weiss über ihre nachhaltigen Wohnexperimente Wo möchte ich Leben? Und wo lässt es sich in ein paar Jahren überhaupt noch aushalten? Diese Frage stellen sich derzeit wohl viele, so auch die deutsche Autorin Anne Weiss. Weiss hat einen recht ungewöhnlichen Weg gewählt, eine Antwort darauf zu finden: Sie hat sämtliche Wohnformen ausprobiert. Sie hat in der Stadt gewohnt, am Land, im Bahnwaggon, im Ökodorf, einer Jurte, im Tiny House, einer Waldhütte und im Mehrgenerationenprojekt. Ihr Anspruch: Den Ort zu finden, der glücklich macht und zukunftstauglich ist. Ihre Erkenntnisse hat die Autorin in einem Buch zusammengefasst. Der beste Platz zum Leben erscheint am 21. August im Knaur Verlag. Dafür hat Weiss auch mit Fachleuten gesprochen, die sich wissenschaftlich mit dem Thema nachhaltiges Wohnen beschäftigen. Was nun der beste Platz zum Leben ist und wie man das für sich herausfindet, erklärt die Anne Weiss in der aktuellen Folge des Podcasts "Edition Zukunft". Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Eckart von Hirschhausen über Klima und Gesundheit: "Müssen aufhören, über Eisbären zu reden"28.07., 06:0028.07.2023, 06:0000:39:39
Der Arzt und Kabarettist hat seine Bühnenkarriere beendet, um sich dem Klimaschutz zu widmen Eckhart von Hirschhausen ist Arzt und Kabarettist, tourte mit seinem Programm durch Deutschland und Österreich und trat in Comedyshows im Fernsehen auf. Vergangenes Jahr kündigte er an, seine Bühnenkarriere zu beenden, um sich ganz dem Klimaschutz zu widmen. „Es gibt im Moment so viele Dinge, die dringlicher sind, als Menschen zum Lachen zu bringen“, erzählt er im aktuellen STANDARD -Podcast Edition Zukunft Klimafragen. Dort spricht er über persönliche Schlüsselmomente, die ihn zum Klimaschützer gemacht haben, was der Klimawandel mit unserer Gesundheit anstellt – und ob man über Krisen auch lachen darf. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Kommen bald klimaneutrale Luftschiffe?21.07., 06:0021.07.2023, 06:0000:18:47
In Kalifornien, Großbritannien und Frankreich wird an Zeppelinen mit geringen Emissionen geforscht. Der Informatiker Christoph Pflaum erklärt deren Vorteile Luftschiffe sind Fahrzeuge mit interessanten Eigenschaften, aber auch einem Imageproblem. Das liegt unter anderem daran, dass das deutsche Luftschiff Hindenburg im Jahr 1937 beim Landen abgebrannt ist. Weil Flugzeuge während und nach dem Zweiten Weltkrieg die Lufthoheit gewannen, gelten Luftschiffe im besten Falle als antiquiert. Der Klimawandel könnte nun ein Comeback des Zeppelins als breit genutztes Verkehrsmittel bringen. Eine Möglichkeit wäre eine Bauweise mit Solarzellen an der Außenhaut. Diese Hoffnung hegt zumindest der deutsche Informatikprofessor Christoph Pflaum. Gemeinsam mit einer Kollegin der Technischen Universität München sah sich Pflaum an, welche Route so ein Solarzeppelin nehmen müsste, um möglichst schnell und klimafreundlich von London nach New York zu reisen. Von der britischen Hauptstadt an die US-Ostküste würde es demnach drei Tage und zwei Nächte dauern. In dieser Podcast-Folge von "Edition Zukunft" erklärt Pflaum, welche Besonderheiten Luftschiffe haben und wie sie in Zukunft wieder breiter eingesetzt werden könnten. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Forschende widerlegen Gerüchte um EU-Naturschutzgesetz14.07., 06:0014.07.2023, 06:0000:27:16
Ein offener Brief will mit den gängigsten Falschinformationen um das Renaturierungsgesetz aufräumen. Einer der Autoren, Josef Settele, erklärt die Debatte Das EU-Parlament stimmte am Mittwoch in einer haarscharfen Abstimmung für das Renaturierungsgesetz. Damit will es die EU es schaffen, dass bis 2030 mindestens 20 Prozent ihrer Landes- und Meeresflächen in einen ökologisch besseren Zustand zu versetzen. Die Frage, wie das allerdings genau gelingen soll, polarisiert. Auch Wissenschafterinnen und Wissenschafter mischten sich ein. "Wir hatten den Eindruck, dass fachliche Argumente in der Diskussion um das Restoration Law immer mehr in Hintergrund getreten waren", sagt der Ökologe Josef Settele. Er ist Leiter der Naturschutzforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und einer der führenden Autoren beim Weltbiodiversitätsrat als auch beim Weltklimarat. Zusammen mit einigen Kolleginnen und Kollegen verfasste er einen offenen Brief zu den am weitesten verbreiteten Mythen. Mittlerweile haben über 6000 Forschende unterschrieben. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Eine Autorin fordert das Ende der Ehe07.07., 06:0007.07.2023, 06:0000:20:40
Jetzt anhören: Die Politikwissenschafterin Emilia Roig erklärt, warum es dringend eine Revolution der Liebe braucht Ein Haus, eine Ehe, Kinder: Das gehört für die allermeisten zu einem gelungenen Leben dazu. So war es auch bei Emilia Roig: "Ich war besonders geprägt von diesem Bild", erinnert sich die französisch-deute Politikwissenschafterin. Unbewusst, "wie ein Streberkind", habe sie der Norm gerecht werden wollen. "Ich wollte auch das 'gute' Leben führen." Roig heiratete, brachte ein Kind zur Welt, um irgendwann zu merken: "So schön ist es gar nicht." Sie habe sich in der Rolle als Ehefrau, Mutter und Haushaltsmanagerin gefangen und ausgebeutet gefühlt. Mittlerweile ist Roig wieder geschieden und hat ein Buch veröffentlicht, in dem sie die Ehe für obsolet erklärt. Das Ende der Ehe. Für eine Revolution der Liebe ist kürzlich im Ullstein Verlag erschienen. Das Bündnis sei nicht nur ein großer Mythos, sondern auch eine Stütze des Patriarchats, schreibt Roig darin. "Wir sollten uns als Gesellschaft davon loslösen", plädiert die Autorin. In dieser Podcastfolge von "Edition Zukunft" erklärt sie, was nach der Ehe kommt. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Aus für Greenwashing in Bilanzen: Was die neuen EU-Regeln bringen30.06., 06:0030.06.2023, 06:0000:24:22
Die KPMG-Beraterin Katharina Schönauer erzählt im Podcast, was es damit auf sich hat Bisher war schwer nachvollziehbar, ob Unternehmen ihre Versprechen zur Senkung von Emissionen einhalten – und wie viel davon leere Floskeln bleiben. Das soll sich jetzt ändern. Die 2000 größten Unternehmen in Österreich ab 2025 als Teil ihrer Geschäftsberichte klar kommunizieren, wie viel CO2 sie ausstoßen, wie sie ihre gesteckten Klimaziele erreichen wollen und ob sie der Umwelt schaden. Das verlangt die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), oder auf Deutsch Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Die Liste der Indikatoren, zu denen sie Transparenz verlangt, ist lange. Entsprechend groß sind die Hürden zur Berichterstattung, vor denen die Unternehmen stehen, erklärt Katharina Schönauer. Sie ist Beraterin bei KPMG Österreich und bald Partnerin für den ESG-Bereich. Auf die Anforderungen vorbereitet seien bisher nur wenige. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Wie wir in Zukunft günstig und nachhaltig wohnen23.06., 06:0023.06.2023, 06:0001:04:05
Müssen wir kleiner werden, um grün zu werden? Müssen wir Wohneigentum überdenken? Das STANDARD-Zukunftsgespräch zum Nachhören Nicht nur Lebensmittel und Energie werden teurer - auch das Wohnen wird für immer mehr Menschen zur finanziellen Belastung. Egal ob Kauf oder Miete, die Preise kennen vor allem eine Richtung: nach oben. Auch in Wien, das vielen anderen europäischen Städten lange als Vorbild für sozial verträgliches Wohnen galt, steigen die Preise. Wie lange geht das noch gut? Und wie kann Wohnen in einer nachhaltigeren Zukunft funktionieren? Darüber wurde vergangene Woche beim STANDARD-Zukunftsgespräch im "Theater in Park" in Wien diskutiert, die bearbeitete Aufnahme hören Sie im Podcast Edition Zukunft. Zu Gast: Wohnsoziologin Christine Hannemann, Stadtforscher Justin Kadi, Architektur- und Designtheoretiker Friedrich von Borries und Kai Nemiete, Mitglied der Aktionsgruppe Zwangsräumung verhindern. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Was bleibt vom Klimarat?16.06., 06:0016.06.2023, 06:0000:36:24
Zufällig zusammengewürfelte Bürgerinnen und Bürger präsentierten vor rund einem Jahr 93 Forderungen an die Politik. Umgesetzt wurd bisher wenig An sechs Wochenenden haben sich 84 zufällig ausgewählte Menschen aus ganz Österreich vergangenes Jahr getroffen, um über Klimaschutz zu debattieren. Am Ende des monatelangen Prozesses standen 93 Empfehlungen an die Politik - etwa ein Vernichtungsverbot für Neuwaren und Lebensmittel oder eine CO2-Bepreisung für Baustoffe. Ein Jahr danach haben es bisher kaum Punkte auf die politische Agenda geschafft. Edith Siebenstern hat sich, bevor sie in den Klimarat gelost wurde, nur wenig mit dem Klimawandel beschäftigt. Heute leitet sie den Klimarat-Verein, in dem sich rund die Hälfte der Teilnehmenden des Klimarats nach dem offiziellen Ende organisiert haben. Im Podcast erzählt Siebenstern, wie sie weiterhin für die Forderungen des Klimarats kämpft und wie die Teilnahme ihr persönliches Leben verändert hat. Ebenfalls zu Gast ist Patrick Scherhaufer von der Universität für Bodenkultur Wien, der den Klimarat wissenschaftlich begleitet hat. Er spricht darüber, was gut und was weniger gut funktioniert hat, was Bürgerräte überhaupt erreichen können und für welche Themen sie infrage kommen. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Gehaltsverhandlung ade – wie Unternehmen die Bezahlung künftig regeln könnten09.06., 06:0009.06.2023, 06:0000:31:19
Gründerin Anna Yona über Barfußschuhe, transparente Gehälter und nachhaltige Businessmodelle Anna Yona ist die Gründerin der deutschen Marke Wildling Shoes. Sie hält gemeinsam mit ihrem Mann 90 Prozent an der Marke und zählt trotzdem nicht zu den Topverdienerinnen in der Firma. Das liegt vor allem daran, dass sie einen anderen als den herkömmlichen Umgang mit Profit und Gehältern pflegt. Gehälter sind in der Firma gedeckelt und müssen nicht verhandelt werden. Stattdessen ordnet ein transparentes Baukastenprinzip je nach Kompetenz das entsprechende Gehaltsniveau zu. Wie das in der Praxis funktioniert, warum das aktuelle Wirtschaftssystem laut der Unternehmerin "krankt" und inwiefern Firmen in Zukunft generell mehr Verantwortung übernehmen müssen, darüber sprechen wir in dieser Podcast-Folge von "Edition Zukunft". Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Warum jeden Winter Honigbienenvölker sterben02.06., 06:0002.06.2023, 06:0000:25:35
Biologe Robert Brodschneider über Honigbienen, deren Wintersterben und den Klimawandel Durchschnittlich überleben 15 Prozent der Honigbienenvölker in Österreich den Winter nicht. Das weiß der Biologe Robert Brodschneider ganz genau. Er erforscht an der Universität Graz die Physiologie und das Verhalten der Honigbiene. Zudem ruft er Imkerinnen und Imker jedes Jahr dazu auf, ihre sogenannten Winterverluste einzutragen. In dieser Folge von "Edition Zukunft Klimafragen" sprechen wir mit ihm über die möglichen Gründe für diese Winterverluste. Außerdem fragen wir, wie es den Honigbienen in Österreich generell geht und inwiefern sie vom Klimawandel betroffen sind. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at
- Wie Grundeigentum anders verteilt werden kann26.05., 06:0026.05.2023, 06:0000:25:21
Philosoph Niklas Angebauer über alternative Formen des Landbesitz Viele Österreicherinnen und Österreicher arbeiten nach wie vor darauf hin, ein Stück Land zu besitzen. Das eigene Haus gehört für viele zu einem erfüllten Leben. Doch Wohnen und Bauen ist auch ohne Grundbesitz möglich. Das zeigen zahlreiche Initiativen. In Berlin beispielsweise könnte ein aktueller Volksentscheid dazu führen, dass rund 200.000 Wohnungen großer Wohnungskonzerne vergesellschaftet werden. Und in der Schweizer Stadt Basel werden Areale seit 2016 überhaupt nur noch in Ausnahmefällen verkauft. Stattdessen wird ein Baurecht für meist 99 Jahre vergeben. Was wäre, wenn Grundbesitz nicht als selbstverständlich angesehen würde, es kein kapitalistisches Eigentum an Grund und Boden gebe? Das besprechen wir in dieser Folge Edition Zukunft mit dem deutschen Philosoph Niklas Angebauer. Er stellt sich diese Frage in seiner Forschung an der Universität Oldenburg. Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: abo.derstandard.at