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DER STANDARD

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288 Episoden · neueste 09.10.

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Episoden

288
  1. Urban Farming: Kommt das Gemüse bald aus der Stadt?
    09.07., 06:0000:21:18

    Wieso das Garteln in der Stadt so fasziniert Man sieht sie in Wien, Graz, Salzburg und und vielen anderen Städten auf der ganzen Welt immer öfter: Gemüsebeete mitten in der Stadt. Urban Farming nennt man es, wenn Kräuter, Obst und Gemüse zwischen Wohnblocks, in Parks oder am Straßenrand wachsen. Seit Jahren ist der Trend zum Stadtbeet ungebrochen. Der Bewegung geht es nicht nur ums Essen. Doch woher kommt die Faszination für das Garteln in der Stadt? Cordula Fötsch vom Wiener Verein Gartenpolylog sieht viele Motive für das Stadtgärtnern. "Viele Menschen wollen wissen, wo ihr Gemüse herkommt", sagt sie im Podcast. "Und das auch ihren Kindern beibringen." Landwirtschaft in der Stadt sei an sich nichts Neues und wurde schon im Mittelalter praktiziert. Erst seit den 1970er-Jahren aber will die Urban-Farming-Community auch als politische Bewegung verstanden werden. Damals eigneten sich Aktivisten in New York verwahrlosten Raum in der Stadt an. Kunstinstallationen und kleine Gärten sollten vor allem die Nachbarschaft zusammenbringen. Der Community-Aspekt ist der Bewegung bis heute erhalten geblieben. Oft bekomme Fötsch aus den Gärten die Rückmeldung, dass aus einer anonymen Nachbarschaft eine richtige Gemeinschaft wird. "Leute erzählen, dass sie zwischen Wohnung und Geschäft plötzlich fünfmal gegrüßt werden", sagt Fötsch. Trotzdem klebt an den Gemeinschaftsgärten oft ein elitäres Image: Warum zäunt man den ohnehin knappen öffentlichen Raum ein, nur damit ein kleiner Kreis seinem Hobby nachgehen kann? "Jeder der ein Auto parkt, eignet sich auch öffentlichen Raum an – und darüber wird viel weniger diskutiert", kontert Fötsch. Dem Bobo-Image arbeite Gartenpolylog entgegen: Der Verein wolle auch sozial und ökonomisch benachteiligte Menschen das Garteln im Grätzel ermöglichen. Schließlich sei es eine Tätigkeit, die sich durch alle sozialen Schichten und Kulturen zieht. Im Podcast spricht Fötsch außerdem darüber, wie man auch ohne grünen Daumen einen Garten starten, wie es mit Tieren in der Stadt aussieht und warum auch Nicht-Gärtner von den Cityfarmen profitieren. Von der Politik fordert sie, die Stadtgärten stärker zu fördern – obwohl Ackerbau am Land wohl immer effizienter sein wird als in der Stadt.

  2. Warum uns Müll auf der Straße so sehr stört
    25.06., 06:0000:28:57

    Wir sollten vorsichtig sein, wen wir für Umweltverschmutzung verurteilen, sagt die Umweltpsychologin Sabine Pahl. Sch on ein näherer Container kann beim Recycling helfen Es gibt kaum einen Ort, an dem wir Müll nicht begegnen: der Aludose, dem Plastik sackerl, der Plastikflasche oder den Zigarettenstummeln, die neben der Straße, im Wald, am Strand, im Garten oder sogar auf den Bergen liegen. Der Müll wirkt meist abstoßend, deplatziert, stört das schöne Bild, das wir von einem Ort haben könnten. "Wir ärgern uns dann, weil wir das Gefühl haben, dass andere achtlos sind", sagt Sabine Pahl, Umweltpsychologin an der Universität Wien im STANDARD-Podcast. Dies habe mit unserem Gefühl von Fairness zu tun: Wenn es andere nicht tun, warum sollte ich mich dann um den Müll kümmern? Es gebe aber auch Menschen, die konstruktiv damit umgehen, den Müll aufheben und diesen entsorgen. "Wenn wir im Alltag auf viel Müll stoßen, kann sich das Aufheben aber schnell überwältigend anfühlen", sagt Pahl. Aber warum werfen Menschen überhaupt Müll auf der Straße oder in der Natur weg? "Es gibt eine kleine Gruppe Menschen, die unachtsam sind, die das nicht interessiert", sagt Pahl. Darunter würden auch jene Menschen fallen, die sich vom Staat und der Gesellschaft vernachlässigt fühlen und so gewissermaßen ihren Unmut zum Ausdruck bringen. Aber schlussendlich könne es auch jedem von uns immer wieder passieren, dass wir Müll auf der Straße oder in der Natur verlieren, so Pahl. Ist das Müllproblem also nur ein Unachtsamkeitsproblem von jedem Einzelnen von uns? Für Pahl ist klar, dass es um mehr geht. "Besonders in Entwicklungsländern sieht man, welche Auswirkungen ein nicht funktionierendes Entsorgungssystem haben kann." Eine Verurteilung von Menschen, die scheinbar achtlos Müll wegwerfen, sei daher in den diesen Fällen meist nicht angebracht. Schließlich habe auch Europa und die dortige Industrie eine Verantwortung, wie viel Müll anfällt und wie viel davon in andere Länder exportiert wird. Was das Recycling betrifft, können laut Pahl oft schon kleine Dinge zu einer Veränderung beitragen: etwa, wie viele Meter entfernt der Abfallcontainer vor unserer Haustür steht. "Die Einfachheit der Entsorgung spielt eine große Rolle", sagt Pahl. Dass es beim Thema Müll hauptsächlich um Plastik geht, schreibt die Expertin der großen Aufmerksamkeit der Medien gegenüber diesem Thema zu. Sie gibt jedoch zu bedenken, dass Plastik auch viele nützliche Funktionen erfüllt, ohne denen unser Wirtschafts- und Gesundheitssystem wohl kaum funktionieren könnte. "Im Vergleich zum Klimawandel oder anderen Umweltproblemen ist das Thema Plastikmüll sicher nicht unsere größte Sorge", sagt Pahl. Außerdem spricht Pahl darüber, warum wir im Supermarkt nicht immer zu dem umweltfreundlicheren Produkt greifen, welchen Beitrag Unternehmen leisten können und wie sich die Umwelt auf unser Wohlbefinden auswirkt. Nebenbei hat sie einen guten Tipp für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen: mehr Zeit in der Natur verbringen.

  3. Computer statt Arzt? Wie künstliche Intelligenz die Medizin verändert
    11.06., 06:0000:32:47

    Horst Hahn vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin spricht darüber, wie uns Technologie in Zukunft gesund hält Der Siegeszug der künstlichen Intelligenz (KI) ist auch in der Medizin nicht mehr aufzuhalten. Schon jetzt können Algorithmen bestimmte Krebsarten besser erkennen als Menschen. Im Podcast spricht Horst Hahn, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medizin, darüber wie Technologie in Zukunft dabei helfen kann, dass wir gesund werden und bleiben. Die Vorstellung von der humanoiden "Arzt-Maschine" könnte dabei falscher nicht sein. Denn KI ist – wie in den meisten anderen Bereichen auch – vor allem ein nützliches Werkzeug für medizinisches Personal. "Die Aufgaben die wir Menschen als anstrengend oder langweilig empfinden, sind die, die sich am besten automatisieren lassen", sagt Hahn. Im Idealfall führt diese Unterstützung dazu, dass Ärztinnen wieder mehr Zeit für Patienten haben und mehr Menschen den Zugang zu guter Behandlung bekommen. Aber könnte es passieren, dass der Effizienzgewinn verpufft, Ärzte noch gestresster und durch die Technik entmündigt werden? Fest steht jedenfalls: Digitale Medizin ordnet die Beziehung zwischen Arzt und Patientin neu.

  4. Keine Zukunft ohne Gelsen: Warum wir alle Tierarten schützen müssen
    28.05., 06:0000:34:41

    Ohne Mücken keine Schokolade, sagt die Biologin Frauke Fischer Sie sind die Spielverderber so manchen Grillabends oder Badetags, rauben einem den Schlaf und übertragen in vielen Teilen der Welt tödliche Krankheiten: Mücken. Dass Insekten gerade massenhaft aussterben, könnte uns kaum weniger jucken. Denn was hat die Mücke jemals für uns getan? Diese provokante Frage stellt sich die promovierte Biologin Frauke Fischer in ihrem im Herbst veröffentlichten gleichnamigen Buch. "Ohne Mücke keine Schokolade", sagt sie im STANDARD-Podcast. Denn dass mit der Biene auch der Mensch ausstirbt, wie Albert Einstein einmal gesagt haben soll, ist nur die halbe Wahrheit. Auch andere Insekten sind fleißige Bestäuber. So sind etwa nur Bartmücken so klein, dass sie es in die komplex gebaute Blüte der Kakaopflanze schaffen. Nicht nur bestäuben die Insekten Pflanzen zum Nulltarif, auch sonst stellt die Natur uns massenweise kostenlose Ressourcen zur Verfügung – von Fischgründen über Böden bis hin zu sauberem Trinkwasser oder Erholungsgebieten. Ökonomen schätzen den Wert dieser sogenannten Ökosystemleistungen auf rund 125 Billionen US-Dollar, fast das Doppelte des weltweiten Bruttosozialprodukts. Das Problem mit Gemeingütern: Weil sie niemandem gehören, werden sie systematisch übernutzt. Fischer vergleicht die Natur gern mit einer Schale Gummibären in einer WG, aus der jeder mehr nimmt, als er oder sie braucht – schließlich könnte sie schon am nächsten Tag leer sein. Diese irrationale Gier beschleunigt das Artensterben. Dabei weiß man von den meisten Tier- und Pflanzenarten gar nicht, welche Funktionen sie übernehmen. Nur: "Von keiner wurde bisher nachgewiesen, dass sie nutzlos ist", sagt Fischer. Mit der Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten sei es eben wie mit einer Hängematte, die man zwischen zwei Hochhäusern aufgespannt hat und aus der man einzelne Fäden herausschneidet. Hat man Glück, bleibt die Matte stabil. Im schlimmsten Fall geht es rasant abwärts. Die Folge des fehlgeleiteten Fädenziehens erleben wir gerade: "Das Coronavirus ist eine Zoonose, die dadurch entstanden ist, weil wir in tropische Regenwälder eingegriffen haben", sagt Fischer. Hätten wir sie in Ruhe gelassen, wäre uns das Jahr 2020 in der Form vielleicht erspart geblieben. Keine Mücken, keine Schokolade, dafür Corona: Die Biodiversitätskrise ist eigentlich viel greifbarer und bildhafter als die Klimakrise. Wie kommt es, dass ihr vergleichsweise noch wenig Beachtung geschenkt wird? Einerseits fehlt eine konkrete Messgröße, sagt Fischer. CO₂ ist die harte Währung bei der Bekämpfung der Klimakrise – und alle anderen Treibhausgase lassen sich einfach in CO₂-Äquivalente umrechnen. Wo eine Tonne CO₂ ausgestoßen wird, ist der Atmosphäre egal – und auch wo sie gebunden wird. Biodiversität hingegen ist ungleich verteilt, eine Umrechnungsformel gibt es nicht. "Ist ein Hektar ¬Regenwald mehr wert als ein Quadratmeter Korallenriff? Entsprechen sieben Eisbären zwei Giraffen?", fragt Fischer. Solche Rechnungen ergeben kaum Sinn. Wissenschaftlich bewiesen sei jedenfalls, dass die Biodiversitätskrise um einige Nummern größer sein als die Klimakrise. "Wenn wir bei der Bekämpfung des Klimawandels versagen, dann reden wir darüber, wie wir in Zukunft leben. Wenn wir bei der Lösung des Biodiversitätsproblems versagen, dann müssen wir uns fragen, ob wir hier in Zukunft überhaupt noch leben", sagt die Biologin. Die Vereinten Nationen haben das Problem deshalb zu einer ihrer Top-Prioritäten gemacht. Kommende Woche beginnt die UN-Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen. Dass die Biodiversitätskrise lokaler als die Klimakrise ist, kann auch ein Vorteil sein: So würden schon kleine Maßnahmen wie die Einrichtung von Insekteninseln sichtbare Ergebnisse schaffen. Vor allem aber müsse man dort anfangen, wo man der Natur Platz genommen hat, ohne dass es Menschen viel bringt – etwa bei der Verbauung von Auen. "Es geht nicht um Artenschutz aus Tier- oder Naturliebe, sondern es geht um ganz harte ökonomische Fakten", sagt Fischer im Podcast. "Wir brauchen die Natur als wichtigen Kapitalstock neben Finanz- und Humankapital" – und für die Schokolade.

  5. Brauchen wir die Viertagewoche? Und können wir sie uns leisten?
    14.05., 06:0000:36:03

    Ein Streitgespräch mit Oliver Picek vom sozialliberalen Thinktank Momentum Institut und der Direktorin des wirtschaftsliberalen Thinktanks Eco Austria Monica Köppl-Turyna Jede Woche langes Wochenende und trotzdem gleich viel verdienen. Für manche ist es eine unfinanzierbare Utopie, eine Mehrbelastung für Betriebe, die speziell in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg etliche Unternehmen in den Ruin treiben würde. Für andere ist es die logische und überfällige Konsequenz aus gesteigerter Produktivität und nicht im selben Ausmaß gestiegenen Löhnen – eine Forderung die in einer gewerkschaftlich organisierten Gesellschaft beinahe schon zwingend aufkommen müsse. Die Viertagewoche polarisiert. Das hat allerdings jede Wochenstundenreduktion vorher auch schon getan und dennoch wurden sie auf gesellschaftlichen Druck hin umgesetzt und dennoch ist die Wirtschaft weiterhin gewachsen, argumentiert etwa der Ökonom Oliver Picek vom sozialliberalen Thinktank Momentum Institut im Edition-Zukunft-Podcast. "Allein seit 2000 sind wir um ein Viertel produktiver geworden", sagt Picek. Es gebe zudem einen finanziellen Spielraum, denn die gesteigerte Produktivität wurde nicht an die arbeitende Bevölkerung weitergegeben, sondern resultierte in höheren Gewinnen für die Arbeitgeber. Diese müssten halt auch einmal dazu bereit sein, hin und wieder auf ein paar Prozent Gewinn zu verzichten und dafür ließe sich etwa auch ein Arbeitstag einsparen. "Bei all jenen, die es freiwillig probiert haben, sieht man eigentlich nur positive Aspekte", sagt Picek. Die Ökonomin Monika Köppl-Turyna vom wirtschaftsliberalen Thinktank Eco Austria ist anderer Ansicht. "Wäre das Modell so erfolgreich, würden es doch viel mehr Unternehmen längst tun", sagt sie. Sie erkennt in vereinzelten Studien durchaus auch die gesteigerte Produktivität, die eine Arbeitsverkürzung mit sich bringen kann. Das beschränke sich aber lediglich auf ein paar Branchen, die es sich nunmal leisten könnten auf Gewinne zu verzichten. Grundsätzlich sähe sie aber lieber bessere Kinderbetreuungsmöglichkekiten und andere Steueranpassungen, die ein flexibleres und produktiveres Arbeiten erlauben. Picek glaubt auch dank Viertagewoche "wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie viel besser möglich sein". Beide sind sich jedoch einig, dass in Österreich generell eine Unternehmenskultur fehle, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Vordergrund stellt. Befürworter der Wochenstundenreduktion bringen vor allem aber auch immer wieder gesundheitliche Aspekte ins Spiel. So würden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich seltener krank, seien deutlich besser erholt und könnten in weniger Zeit mehr wertvolle Arbeit leisten. Spanien wagt jetzt jedenfalls den landesweiten Versuch und testet die Viertagewoche bei vollem Lohnausgleich. Einen vergleichbaren Test in Österreich würde Picek sehr gerne sehen. Köppl-Turyna ist dafür, dass man dem Steuerzahler über die Risiken aufklärt und dann auch die Frage stellt "Bist du bereit dieses Experiment zu finanzieren?". Wenn diese das wollen, spreche nichts dagegen. Ein Streitpunkt, wo sich auch die Experten uneins sind, ist die Frage der Beschäftigung: Sprich: Werden die Unternehmen einfach mehr Leute einstellen, um die entgangene Arbeitszeit zu kompensieren? Picek nennt Studien, die für Österreich bis zu 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze errechnen. Köppl-Turyna sieht aufgrund internationaler Vergleiche diese Zahlen nicht für haltbar. Für Picek ist es letzten Endes ein "Entdeckungsprozess für viele Firmen, die auch einmal Dinge ausprobieren müssen". Vor zehn Jahren hätte niemand gedacht wie weit die Tests jetzt schon sind. Bleibt zu sehen, was sich in zehn Jahren getan haben wird.

  6. Laden, aber richtig: Was man bei der E-Tankstelle zuhause beachten muss
    30.04., 06:0000:20:07

    Was man bei der Installation einer Wallbox im Eigenheim und in der Mietwohnung beachten muss Wer ein Elektroauto hat, will es zu Hause laden. Mit sogenannten Wallboxen macht man die Garage zur persönlichen Tankstelle. Aber was muss man beim Einbau einer solchen beachten? Guido Gluschitsch und Martin Putschögl vom STANDARD erklären im Podcast, wie der Einbau funktioniert, wie viel es kostet und wie viel Geld man vom Staat zurückbekommt. Außerdem sprechen sie über die Probleme, die bei einer Wallbox-Installation im Mehrparteienhaus auftreten können – und über die aktuelle Rechtslage.

  7. Wieso mehr Frauen ins Weltall fliegen sollten
    30.04., 06:0000:26:22

    Frauen sind in der Raumfahrt unterrepräsentiert, sagt die Raumfahrttechnikerin Claudia Kessler im Podcast-Gespräch. Mit einer eigenen Initiative will sie das ändern Die Erforschung des Weltalls ist immer noch männlich. 500 Astronauten gab es bisher, aber nur 60 Astronautinnen. Dadurch entgehen uns wichtige Daten, die etwa für Therapien eine Rolle spielen können, sagt die deutsche Raumfahrttechnikerin Claudia Kessler im Podcast-Gespräch. Seit Jahren setzt sie sich mit der Initiative "Die Astronautin" dafür ein, dass mehr Frauen ins Weltall fliegen. Außerdem spricht die Expertin im Edition-Zukunft-Podcast darüber, wann der Weltraumtourismus richtig Fahrt aufnehmen könnte, wie problematisch Weltraummüll ist und was die Raumfahrt zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen kann. Schließlich erzählt Kessler auch von ihrem Traum, es eines Tages doch noch ins Weltall zu schaffen.

  8. Biodiesel vs. Elektro: Was treibt uns in Zukunft an?
    23.04., 19:0000:50:12

    Zwei Branchenvertreter diskutieren über die Antriebe der Mobilitätswende Anfang des Jahrtausends redeten alle noch vom Biosprit: Benzin und Diesel aus nachwachsenden Rohstoffen sollten den Verkehr grüner machen. Seit jeher stehen die Biokraftstoffe aber in der Kritik: Zu viel Fläche würde der Anbau von Energiepflanzen benötigen, die auch für Nahrungsmittel gebraucht werde. Auch die CO₂-Bilanz des Pflanzensprits wurde heftig diskutiert. Heute werden vor allem Elektromobilität und Wasserstoff als Alternativen für fossilen Sprit gepriesen, um Biokraftstoffe ist es ruhig geworden. Haben sie das Rennen um den Titel als Antrieb der Zukunft verloren? Im Podcast diskutieren dazu Harald Sigl von Münzer Bioindustrie und Ute Teufelberger vom Bundesverband Elektromobilität Österreich. Biokraftstoffe hätten sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt, sagt Sigl. Anstatt Energiepflanzen anzubauen, könne man heute aus altem Frittierfett umweltfreundliche Treibstoffe herstellen. Im Schwertransport werde es auch in Zukunft flüssige Treibstoffe brauchen, denkt Sigl. "Ich glaube nicht, dass die Ever Given jemals elektrisch fahren wird." Teufelberger hingegen sieht die Zukunft des Pkw- und öffentlichen Verkehrs sowie "den Großteil des Güterverkehrs" elektrisch – auch weil es keine direkten Emissionen gibt. Für ¬andere Antriebe ist sie aber offen, sofern sie nachhaltig sind. "Es gibt keine schlechte Tonne eingespartes CO₂", sagt sie.

  9. Kann reisen jemals grün werden?
    16.04., 06:0000:32:01

    Tourismusforscher Stefan Gössling hat ausgerechnet, was nachhaltiges Fliegen kosten würde Vor zwei Jahren hätte sich wohl niemand gedacht, dass Städte wie Dubrovnik, Venedig oder Hallstatt einmal so leer sein können. Sprach man bis vor kurzem noch vom Overtourism, ist der Tourismus in der Pandemie praktisch zum Erliegen gekommen. Wer im vergangenen Jahr reiste, tat das oft innerhalb Österreichs oder Europa. Könnte der Trend zum regionalen und damit klimaschonenden Reisen bleiben? Stefan Gössling glaubt nicht so recht daran. Er ist Professor für nachhaltigen Tourismus an der Universität Lund in Schweden und forscht seit Jahren zu den Motiven und Auswirkungen des Reisens. Es ist nicht das erste Mal, dass der globale Tourismus einbricht. Auch die Viren Sars und Mers sowie die Finanzkrise 2008/2009 waren Dämpfer für die Branche, die sich aber wieder schnell erholte. Auch nach Corona wird schnell wieder alles beim Alten sein, glaubt Gössling. Für das Klima wird die steigende Anzahl der Touristen zum immer größeren Problem. Der größte Brocken ist dabei das Fliegen. Mit seinem Team hat er ausgerechnet, was die Umstellung auf synthetische Treibstoffe kosten würde. Unleistbar wäre es nicht: Rund 35 Prozent mehr müssten wir für Flugtickets künftig berappen.

  10. Hybrid, Elektro, Wasserstoff: Welcher Antrieb macht das Rennen?
    16.04., 06:0000:42:14

    Dieter Platzer von Jaguar Land Rover gibt einen Einblick, wie die Autobranche über alternative Antriebe denkt Der Benzin- und Dieselmotor hat Konkurrenz bekommen: Immer mehr Elektroautos sind aus Österreichs Straßen unterwegs, gleichzeitig wird intensiv an alternativen Antriebsarten wie Wasserstoff oder synthetischen Treibstoffen geforscht. Welcher Antrieb macht das Rennen? Dieter Platzer von Jaguar Land Rover Austria spricht im Podcast bei Guido Gluschitsch über die Antriebe der Zukunft. "Aus technischer Sicht hat der Elektromotor auf jeden Fall gewonnen", sagt Platzer. Doch viele Autokäufer treffen ihre Entscheidung nicht ganz rational – und bei Firmenautos sieht es wieder ganz anders aus.

  11. Sollen wir Gefängnisse abschaffen?
    02.04., 06:0000:36:51

    Ex-Gefängnisdirektor Thomas Galli über den Unsinn des Wegsperrens Stellen Sie sich vor, es würde keine Gefängnisse mehr geben. Mörder, Räuber und Vergewaltiger könnten frei herumlaufen – und vielleicht neben Ihnen wohnen oder arbeiten. Aber was wäre, wenn das nicht zu mehr, sondern zu weniger Kriminalität führen würde? Dieser Überzeugung ist der ehemalige Gefängnisdirektor Thomas Galli. Menschen einfach wegzusperren bringe keinem etwas, sagt er im Podcast. Stattdessen sollten wir uns vom Vergeltungsgedanken lösen und alternative Bestrafungen andenken, die mehr auf Resozialisierung und Wiedergutmachung abzielen.

  12. Kritische Rohstoffe: Die dunkle Seite von Solar- und Windanlagen
    19.03., 06:0000:29:54

    Viele Umwelttechnologien sind Teil der Hoffnung, mit dem Klimawandel fertig zu werden. Aber die Rohstoffe, die dafür benötigt werden, führen immer wieder zu Konflikten, sagt die Ökonomin Karin Küblböck Egal ob Elektroautos, Windkraftwerke oder Solaranlagen: In all diesen Technologien stecken kritische Rohstoffe wie Lithium, Gallium oder Silizium, die für die Energiewende dringend gebraucht werden, aber oftmals schwer zu bekommen sind. Ein großer Teil der Rohstoffe stammt aus einzelnen Ländern wie China, Chile oder der Demokratischen Republik Kongo. "Immer wieder kommt es beim Abbau der Rohstoffe zu Konflikten, Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen", sagt Karin Küblböck, Ökonomin an der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung in Wien im "Edition Zukunft" Podcast. Ein großer Teil der Verantwortung liege bei europäischen Unternehmen, die in Ländern Südamerikas und Afrikas am Abbau dieser Rohstoffe beteiligt seien. Oft sei wenig transparent, woher die Rohstoffe genau stammen und unter welchen Bedingungen sie abgebaut werden. Auch Regulierungen auf EU-Ebene würden bisher nur einen kleinen Teil der Rohstoffe besser regeln, so Küblböck. Um die Energiewende in Zukunft nachhaltiger zu gestalten, brauche es dringend ein neues Lieferkettengesetz, wie es derzeit etwa auf EU-Ebene diskutiert wird. Darin soll Menschrechtsverletzungen, Zwangsarbeit und Umweltzerstörung in Lieferketten entgegengewirkt werden. Zudem müsse endlich eine funktionierende Kreislaufwirtschaft entstehen, so die Expertin. Von dieser seien sowohl Österreich, als auch die EU bisher noch weit entfernt. Im Podcast spricht Küblböck außerdem darüber, wie sehr die EU künftig von Ländern wie China abhängt, um zu wichtigen Rohstoffen zu kommen und welche Rolle Österreich in der internationalen Rohstoffpolitik spielen kann. Schlussendlich geht es um die Frage: Wie nachhaltig und sauber sind unsere Umwelttechnologien eigentlich? Und geht die Energiewende auch umweltfreundlicher?

  13. Female Choice: Wie sich Frauen ihre Freiheit bei der Partnerwahl zurückholen
    05.03., 18:0000:42:21

    Frauen werden künftig immer mehr über Partnerschaften und die Welt bestimmen, sagt Biologin Meike Stoverock im Podcast-Gespräch. Die Welt werde am Ende gerechter sein Über Jahrtausende seien Frauen von Männern unterdrückt worden, sagt die Biologin Meike Stoverock. Erst die Pille und hunderte Frauenbewegungen haben ihnen wieder mehr Kontrolle über ihr Leben und ihre Partnerschaft gegeben. Durch eine stärkere wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und immer mehr Möglichkeiten der Partnerwahl seien Beziehungen längst im Wandel begriffen. Die lebenslange Monogamie habe gewissermaßen ausgedient, stattdessen würden immer mehr Menschen kürzere Beziehungen mit einem oder mehreren Partnern bevorzugen, so Stoverock. Für sie bedeutet das nichts Schlechtes: "Wir müssen uns von den Hoffnungen und Sehnsüchten befreien, dass eine Beziehung bis ans Ende des Lebens halten muss", sagt sie. Die Liebe müsse deshalb aber nicht abhanden kommen. Im Podcast spricht Meike Stoverock außerdem darüber, wieso Männer demütiger werden müssen und wieso für einige Sexroboter wohl die einzige Art der Partnerschaft werden könnten. Außerdem versucht sie die Frage zu beantworten, wie eine Welt aussehen könnte, in der Frauen das Sagen haben. Fest steht: Viele ihrer Thesen werden wohl zu heftigen Diskussionen führen. Ihr kritischer Bick auf die Ehe und ihre stark biologisch geprägte Sichtweise auf die menschliche Partnerschaft stoßen wohl bei so manchen auf Ablehnung. Auch das weiß Stoverock. Wahrscheinlich hat sie gerade deshalb darüber geschrieben.

  14. "Smart Borders": Totalüberwachung an Grenzen für gefühlte Sicherheit?
    19.02., 06:0000:35:44

    Menschen akzeptieren für mehr Komfort und ein subjektives Sicherheitsgefühl grobe Einschnitte in ihre Privatsphäre Seit knapp 100 Jahren setzen die Staaten dieser Welt auf Reisepässe. Fingerabdrücke, Fotos und Irisscans gehören zum Einreisen vielerorts schon dazu. Wir haben uns daran gewöhnt: Wir opfern Persönlichkeitsrechte für Reisefreiheit, lassen Staaten Daten Sammeln und die Sicherheitsindustrie macht ordentlich Gewinn. Geht das nicht anders? Und was kommt da noch alles auf uns zu? Clemens Binder ist Experte für Grenzen und Sicherheit am Österreichischen Institut für Internationale Politik (OOIP) und forscht seit Jahren zu den Themen Grenzen und Sicherheit. Im Podcast spricht er über die allmähliche Integration sogenannter biopolitischer Elemente wie Impfungen oder Temperaturmessungen in Grenzkontrollen, wer von diesen Entwicklungen profitiert und wie "Working Poor" draußengehalten werden sollen.

  15. Der Ausweg aus der Klimakrise führt durch die Stadt
    05.02., 06:0000:44:24

    Umwelt-Ökonom Gernot Wagner über effiziente Städte und Speckgürtel als Klimasünder Sie sind die Wachstumsmagneten der Zukunft: Laut den Vereinten Nationen werden bis 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben, im Vergleich zu etwas mehr als die Hälfte aktuell. Schon jetzt gibt es mehr als 63 Städte mit über drei Millionen Einwohnern. Hunderttausende Quadratkilometer mehr an Fläche wird das Städtewachstum in den nächsten Jahrzehnten verschlingen. Städte haben meist keinen besonders guten Ruf: Sie sind oft laut, schmutzig, eng und bieten meist wenig Platz für Natur und Erholungsräume. Anziehend wirken sie meist auch nicht wegen ihrer hohen Lebensqualität, sondern aufgrund der Arbeitsmöglichkeiten, die sie bieten. Tatsächlich sollten wir aber mit dem negativen Image von Städten aufräumen, sagt Gernot Wagner, Umwelt-Ökonom an der New York University. Wagner ist in Amstetten in Niederösterreich geboren, lebt aber seit einiger Zeit in den USA und aktuell in New York. In wenigen Tagen wird er sein Buch "Stadt, Land, Klima: Warum wir nur mit einem urbanen Leben die Erde retten", veröffentlichen, in dem er das Klimaschutzpotenzial von Städten aufzeigen will. "Stadt ist dort, wo das Leben kompakt, effizient, reich an Möglichkeiten und zugleich CO2-arm ist", sagt Wagner. Das "effiziente Stadtleben" sei für ihn jenes, bei dem alles in unmittelbarer Nähe anzufinden ist. Das tägliche Leben spielt sich im 15-Minuten Radius ab – zu Fuß oder mit dem Fahrrad, versteht sich – innerhalb dessen sich Arbeit, Cafes, Spielplätze, Supermärkte und Parks befinden. Die Wohnungen sind im Verhältnis zu den Einfamilienhäusern am Stadtrand eher klein – Wagner selbst habe sich entschieden, zusammen mit seiner Familie in eine rund 70 Quadratmeter Wohnung zu ziehen – und deshalb CO2-sparsamer. Abstriche brauche man deshalb keine zu machen, sofern man den eigenen Lebensstil an die Wohnsituation anpassen kann, so Wagner. Die Vororte und Speckgürtel sind für den Experten die größten Klimasünder. Dort, wo die Häuser groß, die Wege in die Arbeit lang sind und die meisten Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden. Als Negativbeispiel führt der Experte das Tullnerfeld in Niederösterreich an: Dort habe man mit dem Bahnhof bewusst Anreize für die starke Verbauung der Landschaft durch Einfamilienhäuser geschaffen. Und was ist mit dem Land? Das soll wieder mehr Platz für die Natur bekommen, so Wagner. "Überspitzt formuliert" werden am Ende größtenteils nur mehr die Landwirte wirklich am Land leben und dort die Lebensmittelproduktion sicherstellen. Eine Erklärung, wie ein gutes und erfülltes Leben dann auch für diese Bewohner aussehen kann, bleibt der Experte aber schuldig. Von Lebensmodellen, am Land ein umweltbewusstes Leben führen zu können, hält Wagner wenig – zumindest, wenn es um eine Lösung für den Großteil der Weltbevölkerung geht. Im Gespräch wird auch klar, dass es dem Experten vorrangig um die westlichen Bevölkerungen geht, wo Probleme wie Luftverschmutzung, große Slums und fehlende Verkehrsinfrastruktur eine vergleichsweise geringere Rolle spielen wie in so manchen Entwicklungsländern. Aber klar ist auch: Damit Städte wirklich zum weltweit lebenswertesten Wohnort der Zukunft werden, haben sie noch einen steilen Weg vor sich.

  16. Wie fossile Lobbys weltweit Klimaschutz bremsen
    22.01., 06:0000:41:09

    Ein Netzwerk aus Klimaskeptikern und Industrievertretern lähmt die Umweltpolitik Der menschengemachte Klimawandel stellt eine der größten Bedrohungen der Menschheit dar. Trotzdem tut sich auf politischer Ebene oft wenig – und die CO₂-Emissionen steigen weiterhin und kaum gebremst an. Als ein Grund dafür gilt auch eine kleine, aber einflussreiche Lobby, die international Gesetze für mehr Klimaschutz bremst.Die Journalistinnen Annika Joeres und Susanne Götze haben jahrelang in ganz Europa recherchiert und ihre Ergebnisse in ihrem kürzlich erschienenen Buch "Die Klimaschmutzlobby" zusammengefasst. Im Podcast von "Edition Zukunft" geben sie Einblick in das Netzwerk aus konservativen Thinktanks, Rechtspopulisten, Hobbywissenschaftern und Lobbyisten der Kohle-, Gas- und Agrarlobby. Sie erklären außerdem, mit welchen Strategien und Ar¬gumenten die "Klimaschmutzlobby" strengere Gesetze torpediert und warum ihre Strategie langfristig scheitern wird.

  17. Muss sich die EU nach Corona neu erfinden?
    24.12., 06:0000:59:25

    Überfüllte Intensivstationen, geschlossene Grenzen, Wirtschaftseinbruch und mittendrin ein Chaos-Brexit – die Pandemie hinterlässt Spuren am Projekt des gemeinsamen Europas. Wie sich die EU nach der Corona-Krise neu erfinden könnte, schildert... Überfüllte Intensivstationen, geschlossene Grenzen, Wirtschaftseinbruch und mittendrin ein Chaos-Brexit – die Pandemie hinterlässt Spuren am Projekt des gemeinsamen Europas. Wie sich die EU nach der Corona-Krise neu erfinden könnte, schildert Politikwissenschafterin Ulrike Guérot im Podcast Edition Zukunft. Sie leitet das Department für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems und ist Gründerin des European Democracy Lab. Krisen können jedenfalls auch verbinden, glaubt Guérot. Europa sei „nichts anderes als die Erinnerung an den traumatischen Abgrund von 30 Jahre Krieg inklusive Holocaust“, weshalb sich in den 1950er Jahren die Vorläufer der EU entwickelt haben. In den 1970er-Jahren kam aus Angst vor einer Abwertungsspirale die Währungsunion dazu. Jetzt komme es darauf an, wie Europa die aktuelle Krise wahrnimmt und ob sich daraus ein „Nie wieder“ entwickelt: Nie wieder überfüllte Krankenhäuser in Bergamo, während die Intensivbetten in anderen Teilen Europas noch frei sind, nie wieder russische Militärfahrzeuge in Norditalien statt europäische. Spätestens nach der Corona-Krise sieht Guérot nach Jahrzehnten von wirtschaftlicher Zusammenarbeit eine europäische Sozialunion als nächsten logischen Schritte in eine gemeinsame Europäische Republik. In Umfragen seien zwar die meisten für eine tiefergehende europäische Zusammenarbeit – im öffentlichen Diskurs werden diese Mehrheiten aber noch nicht angenommen. Das liege auch an „falschen Buchführungen“ was politische Entscheidungen anbelangt: Noch immer versuchen nationale Regierungen Erfolge der EU als ihre eigenen zu verkaufen.

  18. Flugtaxis: Wann kommt der Tesla der Lüfte?
    11.12., 06:0000:22:15

    In zwei, drei Jahren sollen die ersten Passagierdrohnen regelmäßig über ausgewählten Städten rotieren. Doch ist der Großstadtdschungel wirklich der ideale Einsatzort? Und kann der Drohnenflug tatsächlich zum Preis einer Taxifahrt angeboten... In zwei, drei Jahren sollen die ersten Passagierdrohnen regelmäßig über ausgewählten Städten rotieren. Doch ist der Großstadtdschungel wirklich der ideale Einsatzort? Und kann der Drohnenflug tatsächlich zum Preis einer Taxifahrt angeboten werden? Die STANDARD-Redakteure Philip Pramer und Fabian Sommavilla reden mit Herstellern und Experten über den Traum vom fliegenden Auto.

  19. Warum kümmert sich niemand ums Klima, Luisa Neubauer?
    27.11., 06:0000:38:57

    Offiziell hat die Klimabewegung Fridays for Future keine Chefin. Gäbe es eine, hieße sie Luisa Neubauer, zumindest in Deutschland. Die 24-jährige Studentin ist eine der Hauptorganisatorinnen der Klimastreiks, vertritt die Bewegung in der... Offiziell hat die Klimabewegung Fridays for Future keine Chefin. Gäbe es eine, hieße sie Luisa Neubauer, zumindest in Deutschland. Die 24-jährige Studentin ist eine der Hauptorganisatorinnen der Klimastreiks, vertritt die Bewegung in der Öffentlichkeit und bei Treffen mit Entscheidungsträgern von Angela Merkel abwärts, an denen sie selten ein gutes Haar lässt. Im STANDARD-Podcast spricht sie über Hoffnung und persönliche Entscheidungen und darüber, warum eine neue Klimapartei keine Lösung ist.

  20. Was ist dran am grünen Wachstum?
    13.11., 06:0000:46:16

    Grün ist für viele zur Farbe der Stunde geworden – und das hat nicht wirklich etwas mit den Grünen zu tun. Kaum ein politischer Kommentar zum Klimaschutz, der ohne den Verweis auf Green Jobs oder eine grüne Wirtschaft auskommt. Im neuen "Grünen... Grün ist für viele zur Farbe der Stunde geworden – und das hat nicht wirklich etwas mit den Grünen zu tun. Kaum ein politischer Kommentar zum Klimaschutz, der ohne den Verweis auf Green Jobs oder eine grüne Wirtschaft auskommt. Im neuen "Grünen Deal" der EU kommt der Begriff dutzende Male vor, von "grünen Investitionen", einer "grünen Wende", "grünen Prioritäten" und "grünen Geboten" ist darin zu lesen. Aber was bedeutet das genau? Wie gut sind grüne Jobs wirklich? Und wie kann eine wachsende Wirtschaft mit Klima- und Umweltschutz zusammengehen? Darüber spricht Jakob Pallinger mit der Soziologin und Universitätsprofessorin Beate Littig. Sie sagt: "Wenn wir über Green Jobs reden, stellen wir uns oft Jobs mit gutem Einkommen und Karrierechancen vor. Das ist meist nicht der Fall. Vor allem Frauen sind in vielen schlechten grünen Jobs tätig. Die derzeitige Krise könnte auch eine Chance sein, neue Modelle wie beispielsweise ein bedingungsloses Grundeinkommen zu probieren." Das ganze Gespräch hören Sie im Podcast.

Edition Zukunft ist der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen jeden Freitag - jeweils abwechselnd mit "Edition Zukunft Klimafragen", dem Podcast zu Umwelt- und Klimathemen. Edition Zukunft ist ein Podcast von DER STANDARD. Redaktion und Moderation: Lisa Breit, Julia Beirer, Alicia Prager und Philip Pramer.