Podcast

Dritte Gewalt – der Justiz-Podcast der Republik

Republik, Brigitte Hürlimann, Boas Ruh, Vivienne Kuster

Education · Society & Culture · True Crime

83 Episoden · neueste 12.10.

Episoden

83
  1. Zwei Verteidiger auf der Anklagebank
    05.01., 05:4700:32:43

    Wie weit dürfen Strafverteidiger gehen? Rechtsanwalt Huber, der in Wahrheit anders heisst, vertritt vor Gericht die Freundin eines mutmasslichen Drogendealers. Es geht um viel: 144 Kilo Kokain sollen gehandelt worden sein und einen Gewinn von 3,4 Millionen abgeworfen haben. Das Paar wird durch die Aussagen eines Mittäters schwer belastet. Die sind Huber ein Dorn im Auge. Er versucht den Zeugen dazu zu bringen, seine Aussage zurückzuziehen und holt sich dafür einen Verteidiger-Kollegen zu Hilfe. Das erzürnt wiederum die Verteidigerin des Aussagewilligen. Und sie beschwert sich bei der Staatsanwaltschaft. Diese klagt die beiden Anwälte wegen Begünstigung an und die zwei finden sich in einer ungewohnten Position im Gerichtssaal wieder: Auf der Anklagebank. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links [TITEL-ARTIKEL ETC:](LINK HIER) Produktion: Gérôme Martin Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh

  2. «Zündstoff» – Die mehrteilige Podcastserie über den aktuellen Fall
    22.12., 12:5900:01:18

    «Zündstoff» auf Spotify, Apple oder überall, wos Podcasts gibt. Menschen, die sich total querstellen. Sich selber oder anderen schaden könnten, vielleicht sogar drohen. Wie umgehen mit ihnen? Als Dorf? Behörde? Familie? – Eingreifen? Ja, aber wie? Und wann? Die fünfteilige Podcast-Serie «Zündstoff» erzählt den brandaktuellen Fall von Karl, den Behörden, seiner Familie und der schwierigen Suche nach Antworten. www.republik.ch/hallo

  3. Karl, seine Sammelwut und der Kampf mit seiner Gemeinde
    22.12., 05:5900:32:48

    Hören Sie jetzt alle Folgen der Podcast-Serie «Zündstoff» von Franziska Engelhardt und Stefanie Müller-Frank auf Spotify, Apple oder überall, wos Podcasts gibt. Gewinnen Sie ein kleines, persönliches Weihnachtsgeschenk aus der Pin-Sammlung von Boas Ruh – einfach eine Mail an audio@republik.ch. Karl aus Knonau im Zürcher Säuliamt sammelt und sammelt und sammelt. Irgendwann füllen seine Schätze nicht mehr nur das alte Haus und den verwunschenen Garten mitten im Orts­kern. Das Grund­stück quillt über, die Gemeinde sieht sich zum Handeln gezwungen und räumt den ganzen Karsumpel weg. All die Dinge, die dem Rentner ans Herz gewachsen sind. Karl wehrt sich gegen die behördlichen Eingriffe, was ihm Unter­suchungshaft und eine Anklage beschert: Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und Drohung, so lauten die Vorwürfe. Karls Wut auf einzelne Gemeinde­vertreter ist so gross geworden, dass er sich zu Mord­drohungen hinreissen lässt. Und die werden in Knonau ernst genommen. Die Lage spitzt sich zu. In der neuen Podcast-Folge spricht Boas Ruh mit Brigitte Hürlimann über die Geschichte von Karl, dem «Lööli» im Dorf, wie er es selber sagt. Es ist ein Drama, bei dem es nur Verlierer gibt. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Vivienne Kuster & Gérôme Martin Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh

  4. Der Zahnarzt und seine Nachbarin
    08.12., 05:5900:29:36

    Eine fast geschenkte Wohnung Er wollte ein Schnäppchen machen – und machte eine Straftat daraus. Ein Zahnarzt bietet seiner hoch­betagten Nachbarin einen absurd niedrigen Preis für ihre Eigentums­wohnung an der Zürcher Goldküste. Das Angebot ist so offen­sichtlich zu tief angesetzt, dass er sich vor Gericht erklären muss. Die Staatsanwältin spricht von Wucher – und damit von einem Tatbestand, der vor allem dann zum Zug kommt, wenn Waren zu teuer verkauft werden. Doch auch ein zu tiefer Preis kann strafrechtlich relevant sein. Wieso ist das so? Und was hat das Ganze mit dem Prozedere des Liegenschafts­erwerbs zu tun? Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Gérôme Martin Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh

  5. Übergriff im Uber – Die Smartwatch lügt nie
    24.11., 05:5900:30:27

    Ein Taxichauffeur angeklagt wegen «Schändung» Es ist Dezember, kurz vor Weihnachten. Nach einem Geschäftsessen in der Stadt Zürich ziehen die Arbeitskolleginnen und -kollegen weiter, eine lange Nacht mit reichlich Alkohol. Als eine ihrer Mitarbeiterinnen kaum noch auf den Beinen stehen kann, organisiert eine fürsorgliche Vorgesetzte ein Uber-Taxi für die junge Frau. Die Fahrt dauert knapp dreissig Minuten, doch dann bleibt der Chauffeur noch eine Stunde lang vor dem Wohnhaus seiner Kundin stehen, die im Taxi auf der Rückbank eingeschlafen ist. Was ist in dieser Zeit geschehen? Die Schilderungen der Frau und des Fahrers gehen diametral auseinander. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh Forensic Nurses Das Institut für Rechtsmedizin der Stadt Zürich hat im April 2024 ein Pilotprojekt gestartet, um die Hürden für forensische Abklärungen bei Verdacht auf Sexualdelikte zu senken. In vielen Fällen wird von Betroffenen verlangt, Anzeige zu erstatten, nur dann wird eine Untersuchung gewährt. Nicht so im Kanton Zürich. Die «Forensic Nurses» sind kostenlos unter der Nummer 0800 09 09 09 erreichbar und kommen für die Abklärung auch zu Betroffenen nach Hause. Auch weitere Spitäler in der Schweiz bieten Opfern von Gewalt und Übergriffen diskrete Untersuchungen an, ohne automatisch die Polizei zu involvieren. Dazu gehören unter anderem Bern, Chur, die Ostschweiz und der Romandie.

  6. Ein 13-Jähriger und sein Messer
    10.11., 05:5900:43:47

    Raub unter Jugendlichen Wie können Kriminal­karrieren von Jugendlichen gestoppt werden? Und wie funktioniert das Jugendstrafrecht? Eine Gruppe von befreundeten Burschen baut sich im Tram vor einem Jugendlichen auf und verfolgt ihn bis in den Zürcher Hauptbahnhof. Die Bande nimmt ihrem Opfer ab, was es auf sich trägt. Passanten beobachten die Szene und alarmieren die Polizei. Die drei minderjährigen Räuber landen bei der Jugend­anwaltschaft. Besonders intensiv kümmert sich die Behörde um jenen 13-Jährigen, der sein Opfer auch noch mit einem Messer bedrohte. Wie konnte es so weit kommen? Und: Wie können weitere Taten verhindert werden? Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh

  7. Einem langjährigen Freund Geld geliehen
    27.10., 05:5900:35:08

    Darlehen unter Freund:innen Sie sind seit Jahren eng befreundet und füreinander da. Er lebt auf grossem Fuss, ist als Geschäftsmann immer auf Achse und fährt dicke Autos. Sie ist alleinerziehende, berufstätige Mutter und muss ein Leben lang finanziell gut haushalten. Die herzliche Freundschaft verbindet die beiden ein Vierteljahrhundert. Dann passiert etwas Unerwartetes: Nach 25 Jahren fragt er sie zum ersten Mal nach Geld. Nach 20'000 Franken. Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann hat die Betroffene kennengelernt. Im Gespräch mit Boas Ruh spricht sie über die Tücken privaten Geldverleihs. Und darüber, wie anstrengend es sein kann, bis das Geld wieder auf dem eigenen Konto ist. Feedback: Würden Sie einer engen Bekannten Geld leihen? Erzählen Sie es uns in einer Sprachnachricht an 079 507 60 59 oder via Mail (audio@republik.ch Wie gefällt Ihnen unser Podcast? Teilen Sie es uns mit in unserer Umfrage! Weiterführende Links Selbst gezeichnete Geburtstagskarte von einem treuen Hörer auf dem Bluesky-Account von Brigitte - Vielen Dank!! Artikel von Brigitte Hürlimann über die Frau, die ihrem langjährigen Freund Geld geliehen hat. Artikel vom Beobachter mit vielen Hinweisen zum Thema Darlehen Webseite der Züricher Gerichte mit allen Informationen zu Schuldbetreibungen und Konkurs Produktion: Gérôme Martin Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh

  8. Polizistin schiesst durchs Autofenster
    13.10., 08:5700:26:14

    Wann ist ein Schuss der Polizei gerechtfertigt? «Aussteigen!», befiehlt die junge Polizistin dem Mann, der auf einem Park­platz im Auto sitzt. Er hört die Anweisung, gehorcht – und bewegt sich. Das wiederum macht die Polizistin nervös. Sie zückt ihre Waffe und schiesst aus kurzer Distanz durchs geöffnete Seiten­fenster. Als der verletzte Auto­mobilist in Panik wegfährt, schiesst sie dem Wagen hinterher. Durfte sie das? Es kommt selten vor, dass sich Polizisten wegen eines Waffen­gebrauchs im Dienst vor Gericht verantworten müssen. Und noch seltener werden sie schuldig gesprochen. Wie der Fall der jungen Polizistin im Zürcher Oberland ausging, darüber sprechen Gerichts­reporterin Brigitte Hürlimann und Boas Ruh in der neuen Folge von «Dritte Gewalt». Wie finden Sie uns? Machen Sie mit bei unserer Umfrage! Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Gérôme Martin Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh Weitere Folgen, die Polizei zum Thema haben: «Ausweis bitte!»: Polizeikontrolle im Tram (Folge 32 vom 24. November 2024) «Aufmachen!» – Die Polizei verschafft sich Zutritt (Folge 42 vom 14. April 2025) - 13 Polizei-Schüsse auf Herrn Ali (Folge 8 vom 22. Januar 2024)

  9. Die Prostituierte & ihr Menschenhändler
    29.09., 05:3700:30:59

    Eine wehrhafte Sexarbeiterin Zehn Jahre lang hat Maria Petrova als Sexarbeiterin angeschafft, hart gearbeitet, viel verdient. Das Geld hat sie einem Mann abgeliefert, der ihr das Blaue vom Himmel versprach, sie aber schlug und ihr drohte. Irgendwann realisiert die Frau, dass es so nicht weiter­gehen kann. Petrova, die in Wirklichkeit anders heisst, entscheidet sich für einen mutigen Schritt: Sie zeigt ihren Ausbeuter bei der Polizei an. Nur dank ihrer Aussagen landet der Zuhälter vor dem Straf­gericht, wo er sich wegen Menschen­handels und Förderung der Prostitution verantworten muss. Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Sex­arbeit in der Schweiz und hat dazu doktoriert. Im Gespräch mit Boas Ruh spricht sie über die Machen­schaften von Zuhältern und darüber, warum es nur selten zu Verurteilungen wegen Menschen­handels kommt. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Gérôme Martin Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh

  10. Eine kurze (unerlaubte) Fahrt mit dem Roller
    17.09., 08:5900:30:09

    Das kleine Einmaleins der Strafen Ein 36-jähriger borgt sich den Roller seiner Mutter für einen schnellen Einkauf. Obwohl dieser nicht fahrtüchtig und der Mann selber nicht fahrberechtigt war. Prompt landet er in einer Polizeikontrolle. Kurze Zeit später flattert der saftige Strafbefehl in den Briefkasten: Weil es nicht sein erstes Verkehrsdelikt war, drohen ihm 2 Monate Gefängnis. Das will er auf keinen Fall! Muss man eine bedingte Freiheitsstrafe wirklich nicht antreten? Und was ist eigentlich genau der Unterschied zwischen einer Busse und einem Strafbefehl? Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann und Boas Ruh sind zurück im Studio mit einem kleinen Einmaleins des Schweizerischen Strafgesetzbuchs. Den Artikel zum kleinen Einmaleins der Strafen gibt es hier --> Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Gérôme Martin Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh

  11. Das Migrationsamt plädiert auf «Scheinehe»
    01.09., 05:4400:24:12

    Eine Serbin und ein Nordmazedonier wollen in der Schweiz zusammenleben Ein Mann aus Nordmazedonien will zu seiner Frau ziehen, die bereits in der Schweiz lebt. Der Altersunterschied der beiden ist für das Migrationsamt Grund genug, auf «Scheinehe» zu überprüfen.

  12. Der Entführer mit der Wasserpistole
    18.08., 06:3500:24:27

    Missglücktes Verbrechen mit harter Strafe Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Gérôme Martin & William Stern Bei einer Familie klingelt es am Morgen an der Türe. Die Frau öffnet und sieht einem Mann ins Gesicht, der Sie mit einer Pistole bedroht. Er habe ihre Tochter in seiner Gewalt, sagt der Mann und bedroht die Frau weiter. Am Ende muss sich der Mann vor Gericht verantworten, obwohl die gesamte Aktion für ihn missglückt ist: die Tochter ist gar nicht in seiner Gewalt und die Frau und ihr Sohn überwältigen den Mann, bevor er wirklich jemanden entführen kann. Gerichtsreporter William Stern erlebt den Mann vor Obergericht und erzählt im Gespräch mit Gérôme Martin, weshalb diese missglückte Entführung mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe bestraft wird.

  13. Ein 14-Jähriger auf Kurve
    04.08., 06:4900:22:36

    Der Reporter am Jugendgericht Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Die Polizei betritt ein Klassenzimmer und führt einen Jugendlichen direkt aus dem Unterricht in Handschellen ab und bringen ihn für vier Tage in Untersuchungshaft. Er soll einen Brand an seiner Schule verursacht haben. Die Beweise erhärten sich nicht, die Ermittlungen werden eingestellt. Der Jugendliche landet trotzdem vor Jugendgericht wegen anderer Delikte wie einfache Körperverletzung, Drohung und Nötigung. Die Strafe ist saftig: Neben sieben Stunden «persönlicher Leistung» muss der Jugendliche über 20'000 Franken an die Untersuchungskosten beitragen. Ein stattlicher Betrag für einen 16-Jährigen. Gerichtsreporter William Stern erzählt die Geschichte des jungen Mannes und berichtet von der Verhandlung am Jugendstrafgericht, wo sonst unter Ausschluss der Öffentlichkeit getagt wird. Auch erklärt er im Gespräch mit Gérôme Martin, welche Besonderheiten das Jugendstrafrecht vorsieht. Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Gérôme Martin & William Stern

  14. Eskalierter Nachbarschaftsstreit
    21.07., 06:0800:27:16

    Eine Gerichtsverhandlung im Garten Zwei Nachbarn haben einen heftigen Streit. Gegenstand: eine Hecke, der es sehr schlecht geht. Der Besitzer der Hecke beschuldigt seinen Nachbarn, die Hecke beim Schnitt so stark beschädigt zu haben, dass ein Schaden von über 30'000 Schweizer Franken entstanden sei. Im Podcast erzählt Gerichtsreporter William Stern, wie diese Verhandlung nicht in einem Gerichtssaal beginnt, sondern der Richter und alle anderen Beteiligten – Reporter inklusive – in einem Garten am Thunersee die Verhandlung eröffnen. Und er erklärt, weshalb es sich hier nicht um einen simplen Nachbarschaftsstreit handelt, sondern um ein sogenanntes Offizialsdelikt, wo die Staatsanwaltschaft tätig werden muss. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Hosts: Gérôme Martin & William Stern Produktion: Vivienne Kuster

  15. Sind Gefängnisstrafen wirklich gerecht?
    07.07., 06:1501:02:27

    Das kleine ABC des Justiz-Vollzugs Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Täter sollen bestraft, ihre Taten gesühnt werden – und die Gesellschaft verlangt nach möglichst viel Sicherheit. Prävention ist zu einem zentralen Ziel des Straf­rechts geworden. Um herauszufinden, wie sich ein Täter in Zukunft verhalten wird, beauftragen Gerichte und Staats­anwaltschaften psychiatrische Gutachterinnen. Das seien «Richter in Weiss», monieren die Kritiker. Die Experten liefern exakte Zahlen für ihre Wahrscheinlichkeits­berechnungen, greifen auf komplexe Prognose­instrumente zurück. Am Ende aber bleibt die simple Frage: Wie viel Risiko ist eine Gesellschaft bereit zu tragen? Wie viele Menschen sperren wir auf Vorrat ein, dem Sicherheits­gefühl zuliebe? In einer Spezialfolge von «Dritte Gewalt» sprechen Boas Ruh und Brigitte Hürlimann an einem Live-Podcast in Luzern mit Strafrechts­professorin Anna Coninx und Sandra Steffen-Epp, Leiterin des Luzerner Justiz­vollzugs. Mit dabei ist auch das Publikum – mit vielen Fragen und Anregungen.

  16. «Das Gefängnis hat zwei Mittel, alles ruhig zu halten: Fernseher und Medikamente.»
    23.06., 05:4700:53:32

    Frustriert im Gefängnis Dritte Gewalt live erleben – am 25. Juni 2025 in Luzern. Am 13. August 2026 wird Luca Russo aus dem grössten Männergefängnis der Schweiz entlassen werden. 10 Jahre nachdem er zwei Menschen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hat. Ist er bereit für das Leben in Freiheit? Die Voraussetzungen könnten nicht schlechter sein: In 9 Jahren hatte er nicht mal eine Stunde begleiteten Urlaub ausserhalb der Gefängnsimauern. Brigitte Hürlimann und Boas Ruh haben Luca Russo in der Vollzugsanstalt Pöschwies getroffen und mit ihm über seinen Alltag und die bevorstehende Entlassung gesprochen. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Gérôme Martin & Vivienne Kuster Konzeption: Stefanie Müller-Frank & Vivienne Kuster Musik: Daniel Hobi

  17. Messerstecherei an der Streetparade – Der Fall Luca Russo (Teil 1)
    09.06., 07:0200:29:48

    Der Weg ins Gefängnis Dritte Gewalt live erleben – am 25. Juni 2025 in Luzern. Luca Russo (Name geändert) ist 18 Jahre alt, als er zwei Männer nach einer Schlägerei mit einem Messer lebensbedrohlich verletzt. Und er landet im Gefängnis. Doch eigentlich hätte er – wegen seines jungen Alters – einen alternativen Weg gehabt: erzieherische Massnahmen. Doch das wollte er nicht. Und so begann eine Gefängnisodyssee eines jungen Mannes, der mit einer grausamen Tat, im Gefängnis erwachsen werden musste. Brigitte Hürlimann hat Luca Russo mehrfach im Gefängnis besucht und zusammen mit Boas Ruh rollt sie seine Geschichte in zwei Teilen auf. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Die Artikel zum besprochenen Fall können Sie hier nachlesen --> Produktion: Gérôme Martin

  18. 10 Jahre ohne Ausweg – Der Fall Luca Russo (Teil 2)
    09.06., 07:0100:31:28

    über fehlende Resozialisierung und Gefängnisalltag Luca Russo kommt für 10 Jahre ins Gefängnis. Doch eigentlich hätte er während seiner Zeit in der Pöschwies immer wieder Aussichten auf Lockerungsmassnahmen. Das wären zum Beispiel ein begleiteter Ausgang, externe Arbeit und als Höhepunkt eine frühzeitige Entlassung. Doch dann finden die Behörden immer wieder einen Grund, dies nicht zu erlauben. In einem Zweiteiler rekapitulieren Brigitte Hürlimann und Boas Ruh die Geschichte von Luca Russo. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Gérôme Martin Konzeption: Stefanie Müller-Frank & Vivienne Kuster Musik: Daniel Hobi

  19. Der «Sadist vom Sihlquai-Strich»
    26.05., 08:5900:22:52

    Freiheit für den Zuhälter? Er war einer der schrecklichsten Zuhälter des Strichs am Zürcher Sihlquai: gewerbs­mässiger Menschen­handel, qualifizierte Vergewaltigung, Körper­verletzung, Nötigung … Die Liste seiner Straf­taten ist lang. 2008 wurde er festgenommen und zu 14 Jahren Freiheits­strafe verurteilt. Nach 11 davon bittet er um eine bedingte Entlassung. Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann hat nicht nur den Prozess gegen den «Sadisten vom Sihlquai-Strich» mitverfolgt. Sie hat immer wieder über Sexarbeit, die darin herrschenden Arbeits­bedingungen und Abhängigkeits­verhältnisse geschrieben. Und sie kannte den Strassen­strich am Sihlquai, der im August 2013 von der Stadt Zürich geschlossen wurde. Im Gespräch mit Boas Ruh spricht sie über einen grausamen Fall wie auch über die Sicht­barkeit und die Schatten­seiten einer harten Branche. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Produktion: Gérôme Martin Konzeption: Stefanie Müller-Frank & Vivienne Kuster Musik: Daniel Hobi

  20. Ein blutendes Auge
    12.05., 06:3700:28:23

    Zivilcourage am Zürihorn Schönes Wetter, viele Menschen, ausgelassene Stimmunng – Am Zürcher Seebecken geniessen viele den Sommer. Dabei kommt es immer wieder zu Tumulten, gar Schlägereien. Alkohol ist dabei oft ein Katalysator. In einer neuen Folge «Dritte Gewalt» erzählen Boas Ruh und Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann über einen Mann, der Zivilcourage gezeigt hat und über ihre eigenen Erfahrungen am Seebecken. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch) oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Den Artikel zum besprochenen Fall können Sie hier nachlesen --> Produktion: Gérôme Martin Konzeption: Stefanie Müller-Frank & Vivienne Kuster Musik: Daniel Hobi

Was ist ein Kronzeuge? Wann ist ein Verfahren öffentlich? Und warum gibt es eigentlich noch ein Militärgericht? Das Schweizer Justizsystem hat seine Tücken – und wenige kennen sie besser als die langjährige Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann. Im Justiz-Podcast «Dritte Gewalt» spricht sie mit ihrem Republik-Kollegen Boas Ruh über ihre spannendsten Fälle.