
Episoden
83- Ausser Spesen nichts gewesen12.10., 05:0012.10.2026, 05:0000:24:19
Weil er zwei ausrangierte Autos neben seiner Garage stehen liess, kassiert er eine Busse. Eines der Fahrzeuge war eine Luxuskarosse, die einer Polizeipatrouille auffiel. Doch der Hobby-Autosammler setzt sich zur Wehr. Er verlangt eine gerichtliche Überprüfung – und taucht dann am Regionalgericht Emmental-Oberaargau in Burgdorf einfach nicht auf. Die Verhandlung ist beendet, bevor sie beginnt. Welche Folgen hat das unentschuldigte Fernbleiben? Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann erzählt im Justiz-Podcast «Dritte Gewalt», warum dieser Fall einige Fragen aufwirft. Ähnliches wie sie hat jüngst Podcast-Host Boas Ruh erlebt. Er berichtet von seinem ersten Gerichtsbesuch, der ebenfalls nicht richtig in die Gänge kommt: Nach nur 28 Minuten stehen alle Beteiligten wieder vor der Tür. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Der besprochene Text: Der Lincoln muss weg von Brigitte Hürlimann Rollentausch: Boas geht ans Gericht Podcast-Episode: Ein Indizienprozess mit Schnüffelhund Produktion: Laura Bachmann Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Der Mann mit den vielen Waffen28.09., 05:5928.09.2026, 05:5900:26:17
Ein Mann lebt mit seiner Frau und seinen fast hundert Waffen in einer Mietwohnung im Raum Zürich. Als eines Tages die Polizei vor seiner Türe steht und die Waffensammlung in Kisten packt und beschlagnahmt, gerät sein Leben aus den Fugen. Im Podcast erzählt unsere Gerichtsreporterin von einem Waffenfan, Sportschützen und Hobbyjäger, der das meiste im Umgang mit seinern Waffen richtig machte, aber nicht alles – und sich deshalb vor Gericht verantworten musste. Doch was gilt überhaupt als Waffe? Was braucht es, dass Menschen eine Waffe besitzen und auch mitsichführen dürfen? Und wieso musste dieser Mann für über zwei Monate in Untersuchungshaft? Boas Ruh und Brigitte Hürlimann klären in dieser Folge viele Fragen rund um Waffenrecht. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links «Waffenkammer im Mietshaus» Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Ein Indizienprozess mit Schnüffelhund14.09., 06:4614.09.2026, 06:4600:27:40
Ein Urteil ohne Beweise Ein Haus steht in Vollbrand. Zuvor hatte jemand wiederholt Bremskabel am Auto der Bewohnerin durchtrennt. Wer ist für die Taten verantwortlich? Beweise gibt es keine. Und die Frau, die von der Staatsanwaltschaft als Tatverdächtige präsentiert wird, beteuert ihre Unschuld. Wie haben die Richterinnen die Indizien gedeutet? Und warum beschreibt der Staatsanwalt den Fall als «Wanderpokal»? Diesen Fragen geht Brigitte Hürlimann nach, die für einmal die Rolle mit Host Boas Ruh getauscht hat. Er spricht in dieser Podcastfolge über seinen Gerichtsbesuch in Schaffhausen. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Artikel unseres Kollegen der Schaffhauser AZ Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Ein Klima-Prozess im Hitzesommer31.08., 06:2731.08.2026, 06:2700:27:10
Die Klimcamp-Proteste von 2020 Ein Mann warnte vor sechs Jahren auf dem Bundesplatz vor den Folgen der Klimaerwärmung. Mitten im diesjährigen Hitzesommer muss er sich dafür vor Gericht verantworten. Im September 2020 versammeln sich Hunderte von überwiegend jungen Menschen zu einem Klimacamp direkt vor dem Bundeshaus in Bern – unter dem optimistischen Motto «Rise up for Change». Sechs Jahre später kämpft einer der Camper noch immer für einen Freispruch. Haben die Temperaturen einen Einfluss auf die Verhandlung? Wie gehen die Oberrichterinnen mit Menschen um, die genau davor gewarnt haben, was für alle sicht- und spürbar eingetreten ist? Im Gespräch mit Boas Ruh erzählt Brigitte Hürlimann von einem Prozess, der mit einem Rauswurf begann. Und von richterlichen Argumentationen, die sich immer wieder ändern. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Die Klimakrise ist da, der Klimaprotest das Problem Angekettet im Klimabott auf dem Bundesplatz Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Ein radikalisierter 15-Jähriger sticht zu17.08., 09:0617.08.2026, 09:0600:40:56
2024 erschüttert eine Messerattacke die Schweiz Als ein Minderjähriger 2024 in der Stadt Zürich einen Mann attackiert und lebensgefährlich verletzt, ist das Entsetzen gross. Die Tat ist antisemitisch motiviert: Der radikalisierte 15-Jährige hatte den Plan, in eine Synagoge einzudringen und dort möglichst viele jüdische Menschen zu töten. Als die Türe verschlossen ist, sucht und findet er sein Opfer auf der Strasse. Der Mann überlebt den Angriff nur knapp – auch dank des beherzten Einschreitens von Passanten. Zwei Jahre nach seiner Schreckenstat wird der Jugendliche zur Rechenschaft gezogen. Die Jugendanwältin verlangt unter anderem eine Bestrafung wegen mehrfachen versuchten Mords. Die Richterinnen beurteilen den Attentäter nach den Regeln des Schweizer Jugendstrafrechts. Was bedeutet das? Und was geschieht am viel beachteten Prozess in Dielsdorf?
- Polizist:innen mit Erinnerungslücke nach Vorschrift03.08., 05:5903.08.2026, 05:5900:34:45
Ein Polizeieinsatz in Lausanne legt rassistische Strukturen offen Wenn die beschuldigten Polizisten zu den Ereignissen befragt werden, die zum Tod von Mike Ben Peter geführt haben, gibt es zwei Möglichkeiten. Möglichkeit eins: Sie erinnern sich detailliert daran, wie sie das Opfer genau nach Polizeivorschrift zu Boden gedrückt oder gefesselt haben. Möglichkeit zwei: Sie erinnern sich nicht mehr an weitere Details. So wird vor Gericht aus einer Drogenkontrolle mit tödlichem Ausgang ein vorbildlicher Polizeieinsatz mit Kollateralschaden. In Kombination mit einer Staatsanwaltschaft, die einen Freispruch für die Polizisten fordert, legt der Fall Mike Ben Peter rassistische Strukturen offen – sowie eine ungesunden Nähe zwischen Ordnungshütern und Strafverfolgung. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Carlos Hanimann, Republik: Reise in Schwarz-Weiss Carlos Hanimann, Republik: Und der Polizist schweigt eisern Produktion: Basil Koller Hosts: Carlos Hanimann & Basil Koller
- Ein schweizer Jude und der Nazimord von Davos20.07., 05:4820.07.2026, 05:4800:26:37
Der älteste Gerichtsfall der «Dritten Gewalt» Als im Februar 1936 in Davos der Jude David Frankfurter einen Nationalsozialisten erschiesst, ist es eine Tat mit Täter-Opfer-Umkehr. Der Jude steht später als Beschuldigter vor Gericht und wird zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Ist der Mord eine Affekt-Handlung, die Tat eines verwirrten Mannes? Oder ein Stück politischen Widerstand gegen den erstarkenden Faschismus in Deutschland? Wir tauchen ein in einen Schweizer Justizfall der 1930er-Jahre, der einiges aussagt über den Umgang des Landes mit dem Nationalsozialismus und seinen Gräueltaten. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Leseempfehlung David Frankfurter: Ich tötete einen Nazi Produktion: Basil Koller Hosts: Basil Koller & Anina Ritscher
- Die toten Schweine aus Luzern06.07., 05:5906.07.2026, 05:5900:28:07
«Das Tierschutzgesetz schützt vor allem die Tierhalter» Sechs Mal brennt ein Schweinestall – allein im Kanton Luzern und allein in einem Zeitraum von knapp zwei Jahren. Strafrechtlich haben solche Fälle kaum je Konsequenzen. Der Landwirt schade sich ja selbst, wenn er den Brandschutz vernachlässige, heisst es etwa vor Gericht. Doch warum ist das Tierwohl kein Thema? Warum spricht niemand von Tierquälerei und schreitet energisch dagegen ein? Für die Strafverfolgerinnen steht das Delikt der fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst im Vordergrund. Verurteilungen sind selten. Und bei den Kontrollen hapert es gewaltig. Das Schweizer Justizsystem hat seine Tücken. In der Sommerserie der «Dritten Gewalt» sprechen die Gerichtsreporterinnen und Gerichtsreporter der Republik mit Basil Koller über ihre spannendsten Fälle. Über mangelnden Brandschutz in Schweineställen, einen Mordfall eines Juden an einem NSDAP-Funktionär oder Rassismus bei der Polizei. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Republik: Wer schaut hin, wenn Tiere qualvoll sterben? Republik: Verbrannte Schweine: Lasche Kontrollen, wenig Lust zur Strafverfolgung Produktion: Basil Koller Hosts: Basil Koller & Markus Schärli
- Zürcher Sexarbeiterinnen vor dem Geschworenengericht22.06., 05:5922.06.2026, 05:5900:32:40
Ein Rückblick auf eine alte Gerichtspraxis In einer Bar an der Zürcher Langstrasse, ganz in der Nähe der Redaktionsbüros der Republik, geraten zwei Sexarbeiterinnen aneinander. Die Jüngere verliert als Folge fast ihr gesamtes Augenlicht. Der Fall landet vor dem Zürcher Geschworenengericht, das schwere Straftaten behandelt. Beziehungsweise behandelt hat: Der Prozess fand vor über 20 Jahren statt. Geschworenengerichte sind nämlich in der Schweiz (fast) verschwunden. Einzig im Tessin wird – mit Einschränkungen – die Praxis der Laienrichterinnen und Laienrichter fortgeführt. Brigitte Hürlimann und Boas Ruh lassen die Erinnerung an die Zeit aufleben, als alle Indizien, Zeuginnen-Aussagen und Argumente im Gerichtssaal ausgebreitet wurden. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links NZZ: Ein Langstrassen-Drama SRF: Die letzten Geschworenen der Schweiz Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Der Prediger, der Homosexuelle beschimpfte08.06., 05:5908.06.2026, 05:5900:23:29
Ein weltliches Urteil für einen «Geistlichen» Umfrage zur Justizberichterstattung der Republik In eigener Sache: Wir machen uns derzeit Gedanken, wie wir die Justizberichterstattung der Republik weiter verbessern können. Nehmen Sie anonym an unserer Umfrage teil und sagen Sie uns Ihre Meinung. Es dauert etwa 5 Minuten. Und damit zur aktuellen Folge: Die Meinungsäusserungsfreiheit gilt in der Schweiz nicht uneingeschränkt. Wer öffentlich zu Hass gegen Menschen wegen ihrer Ethnie, Rasse oder Religion aufruft, kann bestraft werden. So steht es im Schweizerischen Strafgesetzbuch. Seit 2020 gilt das auch, wenn es um Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung geht. Den Beschuldigten scheint das wenig zu kümmern. Gott ist sein Richter, Jesus sein Anwalt – ein irdisches Gericht spielt für ihn eine untergeordnete Rolle. Von Reue oder Einsicht fehlt jede Spur. Im Gegenteil, der selbsternannte Bussprediger nutzt den öffentlichen Strafprozess als Bühne für unerträgliche Äusserungen. Erst als das Verdikt verkündet wird, hört er mit dem theatralischen Gebaren auf. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Der Artikel zum Fall: «Irrglaube» Die erwähnte frühere Folge: Das Kartonrätsel Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Er kam, sah – und stahl25.05., 04:5925.05.2026, 04:5900:29:32
Ein Einschleicher im Wohnquartier Tatort: eine ländliche Gemeinde im Bezirk Pfäffikon im Kanton Zürich. Quartierbewohnern fällt an einem Märztag im Jahr 2023 auf, wie ein unbekannter Mann durch die Strassen geht. Wenig später erfahren sie, dass eine Nachbarin bestohlen wurden – ihr Portemonnaie ist aus dem Einfamilienhaus verschwunden. Dank den Schilderungen der Zeuginnen, die den Fremden exakt beschreiben, gelingt es der Polizei, den Dieb kurze Zeit später festzunehmen. Vor Gericht gibt der Mann zu, die günstige Gelegenheit ausgenutzt zu haben. Was er tat, ist keine Seltenheit: 2025 gab es rund 12’000 solcher Einschleichdiebstähle. Wie kann man sich davor schützen? Und was geschah mit dem Pfäffiker Dieb? Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links TITEL-ARTIKEL ETC: Produktion: XY Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Die Familienwohnung als Gefängnis11.05., 04:5911.05.2026, 04:5900:28:08
42 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer gaben in einer Befragung an, Gewalt in der Partnerschaft erlebt zu haben. Die Sotomo-Studie aus dem Jahr 2021 zeigt: Häusliche Gewalt ist in der Schweiz kein Randphänomen. Hinter der Statistik stehen unzählige Einzelschicksale. Und die Fallzahlen steigen jährlich an. Längst nicht alle Missbräuche landen vor Gericht. Expertinnen gehen von einer beträchtlichen Dunkelziffer aus, also von zahlreichen Fällen, die nicht zur Anzeige gebracht werden. Einer jungen Frau gelingt es nach Jahren, der Gewalt zu entkommen und den Ehemann vor Gericht zu bringen. Es ist ein Schritt, der von ihr viel Mut abverlangte. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Republik (2021): Die Magd der Familie Republik (2025): «Man hat aus mir ein Produkt geschaffen, das der Albtraum jedes Justizvollzugs ist» Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Eine Abrechnung im Schlafsaal27.04., 04:5927.04.2026, 04:5900:21:26
In einem Militärbunker kommt es zu hässlichen Szenen Dienst nach Vorschrift: Das ist es, was ein damals 27 Jahre alter Unteroffizier tut, als er seine Kameraden zu nächtlicher Ruhe auffordert – und die Unruhestörung den Vorgesetzten meldet. Doch in den Augen seiner Kameraden geht er damit zu weit. Es ist der Anfang einer Auseinandersetzung, an deren Ende Vorwürfe der Nötigung, Tätlichkeit und Drohung im Raum stehen. Im Fokus steht dabei ein gleichrangiger Unteroffizier, der seinen pflichtbewussten Kameraden daran erinnern wollte, es mit den Vorschriften nicht zu übertreiben. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Republik: Stunk im Bunker Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Frau Radu & der IV-Detektiv13.04., 04:5913.04.2026, 04:5900:28:35
Wie weit dürfen die Behörden gehen? Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Frau Radu, die eigentlich anders heisst, bezieht teilweise eine IV-Rente. Doch die Invalidenversicherung des Kantons Bern hat Zweifel daran, ob Frau Radu wirklich arbeitsunfähig ist. Deshalb engagiert die Behörde einen Detektiv. Ein Lächeln von Frau Radu wird ihr dann zum Verhängnis. Sie landet wegen Betrug und Betrugsversuch vor Gericht. Doch im Gerichtssaal wird dann deutlich: In diesem Fall sind einige Dinge nicht korrekt gelaufen und der Richter fällt ein Urteil mit einer überraschenden Begründung. Im Podcast erzählt Brigitte Hürlimann, welches Urteil Frau Radu erwartet und was Sozialversicherungsdetektive heute eigentlich dürfen. Auch erklärt die Gerichtsreporterin im Gespräch mit Boas Ruh auch die Besonderheiten des Sozialversicherungsrechts. Produktion: Vivienne Kuster Host: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Gleichstellungsfragen hinter verschlossenen Türen30.03., 04:5930.03.2026, 04:5900:28:47
Eine Bankerin klagt wegen zu tiefem Lohn gegen ihren Arbeitgeber. Sie fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit, unabhängig vom Geschlecht. Nur leider wissen wir nicht, wie es ausgeht. Für die Bank geht es um eine vernachlässigbare Summe: Insgesamt 30’000 Franken fordert eine ehemalige Angestellte ein. Das sei die Summe, die sie weniger verdient habe als ihre männlichen Kollegen. Doch als der Prozess zwischen Arbeitgeberin und der ehemaligen Angestellten vor dem Zürcher Arbeitsgericht zum Abschluss kommt, erfährt die Öffentlichkeit nichts über den Ausgang der Verhandlung. Denn Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann wird vor die Tür gestellt. Und so hört Hürlimann nicht, welche Einschätzung das Zürcher Arbeitsgericht abgibt und worauf die Klägerin und die Vertreter der Bank sich einigen. Ein Justizfall von gesellschaftlichem Interesse verschwindet aus der Öffentlichkeit. Welche Probleme solch Geheimverhandlungen mit sich bringen und wie sich Hürlimann gegen den Rauswurf wehrt, erzählt sie in dieser Podcast-Folge. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Republik: Von Lohngleichheit und anderen Mysterien Republik: Das Bundesgericht entscheidet gegen die Öffentlichkeit Bundesgerichtsurteil zum Auschluss von Brigitte Hürlimann am Arbeitsgericht Zürich Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Justitia im Dorf16.03., 04:5916.03.2026, 04:5900:27:58
Was kann man am kleinsten Bezirksgericht Zürichs über gute Rechtssprechung lernen? Mitten im Dorf Andelfingen, im Zürcher Weinland gelegen, ist in einem markanten Amtshaus aus dem Jahr 1833 das kleinste Bezirksgericht des Kantons untergebracht. Eine Handvoll Richter – darunter einer der letzten Laienrichter im Kanton – kümmert sich um gut 1100 Rechtsfälle pro Jahr. Unterstützt werden sie von einem Gerichtsschreiberinnen-Team, das aus nah und fern nach Andelfingen gefunden hat. Und hier mit der ganzen Palette an Rechtsfragen konfrontiert wird. Boas Ruh und Justizreporterin Brigitte Hürlimann sprechen über den Streit zwischen einem Handwerker und einem Bauherren, die sich wegen einer Holzterrasse in die Haare geraten sind. Sie stossen auf einen Einzelrichter, der aufmerksam zuhört – und eine annehmbare Lösung für beide findet. Ländliche Idylle? Nun, auch in Andelfingen steht die Zeit nicht still. Trotz Traktoren auf den Strassen und freundlich grüssenden Dorfpolizisten. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Brigitte Hürlimann, Republik (2018): Nach gutschweizerischer Art Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh. Produktion: Basil Koller
- Zwischen Ankara und dem Regionalgericht Bern-Mittelland02.03., 04:5902.03.2026, 04:5900:24:52
Ein Anti-Erdogan-Transparent wird zum Schweizer Justizfall «KILL ERDOGAN with his own weapons!» 2017 ist in Bern bei einer Demonstration das Transparent mit der verhängnisvollen Aufschrift zu sehen. Es löst zuerst einen diplomatischen Eklat zwischen der Schweiz und der Türkei aus, und landet später vor einem Schweizer Gericht. Brigitte Hürlimann und Boas Ruh sprechen im Justiz-Podcast «Dritte Gewalt» über den Fall. Ab wann ist ein Transparent ein klarer Aufruf zu Gewalt? Wer steckt eigentlich hinter der Aktion? Und warum klingelt bei der Staatsanwaltschaft gleich fünfmal das Telefon aus der Bundesverwaltung? Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Brigitte Hürlimann (Republik, 2022): Erdoğan und die Schweizer Weltverbesserer Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Holcim-Prozess: Vier Franken fürs Klima16.02., 04:5916.02.2026, 04:5900:30:14
Indonesische Inselbewohner klagen gegen den Schweizer Zementriesen Zum ersten Mal wird an einem Schweizer Gericht verhandelt, ob ein Unternehmen für Klimaschäden haftbar gemacht werden kann. Dass dabei mit Holcim ein Zementhersteller im Mittelpunkt steht, ist kein Zufall. Die Zementindustrie ist nämlich für mehr CO2-Emissionen verantwortlich als der gesamte Flug- und Schiffsverkehr zusammen. Wie schwer ist es für die Klägerinnen, zu belegen, dass Holcim für Klimafolgen in weit entfernten Regionen zahlen muss? Und warum hat der Anwalt von Holcim vier Frankenstücke mit in den Gerichtssaal genommen? Antworten gibt's dieser Folge. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Comparison Tool – Climate TRACE Brigitte Hürlimann und Sabrina Weiss, Republik: Holcim und die Frage: Wer zahlt für die Klimakrise? Brigitte Hürlimann, Republik: Klimaschutz ist ein Menschenrecht Brigitte Hürlimann, Republik: Wie die Klimaseniorinnen die Schweiz ins Schwitzen brachten. Und immer noch bringen. Dritte Gewalt Podcast, Republik: Klimaschutz now! Sabrina Weiss und Bilder & Freunde, Republik: Klimaschutz einklagen – bringt das wirklich etwas? Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann, Boas Ruh und Sabrina Weiss
- Sanija Ameti: Geht es wirklich um religiöse Gefühle?02.02., 05:0002.02.2026, 05:0000:40:19
Sanija Ameti wird verurteilt – wegen Störung der Glaubensfreiheit. Wir besprechen das Urteil. In «Dritte Gewalt» spricht die langjährige Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann mit Boas Ruh über ihre spannendsten Fälle. Über fehlerhafte Gutachten, die parallele Militärjustiz und die schwierige Wahrheitsfindung bei Vier-Augen-Delikten. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Schweizerisches Strafgesetzbuch, Artikel 261: Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit Plötzlich sind sie alle religiös – Brigitte Hürlimann, Republik Was uns der Fall Sanija Ameti lehrt – Elia Blülle, Republik Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
- Fondue-Caquelons, Uniformen, Schlangenlinien19.01., 05:5919.01.2026, 05:5900:30:26
Alkohol und wenig Schlaf enden für einen Unteroffizier vor dem Militärgericht Unter dem Strich lässt sich sagen: Der Unteroffizier hatte Glück. Glück, dass bei seiner Autofahrt niemand verletzt wurde. Denn der damals 22-Jährige hatte nicht nur zu wenig geschlafen, sondern am Abend zuvor auch noch ordentlich Alkohol getrunken. Wenn ein Angehöriger der Schweizer Armee das Gesetz bricht, während er im Dienst ist, ist das ein Fall für das Militärgericht. Was das bedeutet, erklärt Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann im Gespräch mit Boas Ruh. In der neuen Podcast-Folge beschäftigen sie sich mit den Besonderheiten dieser Paralleljustiz, die kaum jemand kennt – und die immer wieder unter Beschuss gerät. Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59). Weiterführende Links Wirklich alle Schutzengel bemüht Richter in Uniform Militärmarsch ins Koma Produktion: Basil Koller Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh