
DiePodcastin
- Berlin
- Deutschland
- Israel
- Lincoln
- ARD
- Gaza
- Hamas
- Iran
- New York
- Österreich
- Tel Aviv
- Trump
- 9-11
- AfD
- CDU
- 21.11.202042 min
#DiePodcastin über Frauen, Sichtbarkeit & Sport oder wieso sich niemand um die Hoden sorgt Der Welttoilettentag hat die Rohnerin extrem mühsame Twitterschlachten beschert: Nur weil sie die TAZ kritisiert hat, siehe https://taz.de/Warum-der-Welttoilettentag-wichtig-ist/!5725606/ , was Anlass ist, über Frauen und deren Verschwinden in Sprache, in Realität, in der digitalen Reproduktion zu sprechen. Die kluge Rohnerin: “Wer aktiv das Wort Frauen vermeidet, SCHLIESST FRAUEN aus. Auf das Wort Frau zu verzichten, bedeutet, Frauen wie anno dazumal unsichtbar, unhörbar, unbeschreibbar aus der Welt zu stossen.” Eine heftige, aktuelle Diskussion, die für so engagierte Frauen wie wir es sind, extrem mühsam ist. Letztlich geht es den Kräften rund um die Unsichtbarmachung der Frauen via Sprache wohl darum, Frauen überhaupt abzuschaffen. laStaempfli versucht sehr kompliziert, das zu sagen, was sie schon längst viel besser geschrieben hat, siehe https://www.bazonline.ch/leben/gesellschaft/gendertheorie-und-suessgebaeck/story/15108841 Es geht letztlich um die Entkoppelung der Fiktionen von der realexistierenden Wirklichkeit. Wer von “Menschen mit Gebärmüttern” spricht, macht aus allen Lebewesen stückweise Verkaufsware, so laStaempfli. Die Rohnerin wird klar: “Geht raus aus meiner Hose” und macht nochmals klar: “Die sprachliche Repräsentanz ist enorm wichtig. Wir müssen Dinge benennen können. (…) sonst kratzt sich das Patriarchat an den Eiern.” “Die Auflösung der Geschlechter”, so die Rohnerin etwas bitter lachend “wird nie die Männer, sondern immer nur die Frauen betreffen” – BÄNG. #DiePodcastin wird das Thema noch einmal aufnehmen. Die Kurve zu den Sportlerinnen schafft #DiePodcastin nach diesem Downer der Woche nur schlecht. Immerhin: Etwas Geschichte kommt zur Sprache, ein, zwei tolle Sportlerinnen kriegen Erwähnung, die Auseinandersetzung zur DDR und Sport klappt nicht so richtig, aber zum Schluss einigen sich laStaempfli und die Rohnerin darauf, dem DFB einen Brief zu schreiben: Es braucht eine Millionen-Stiftung für Frauen und Sport und der DFB soll um Vergebung bitten, dass den Frauen 1955 das Fussballspielen verboten wurde. Dann zur Sportberichterstattung: Frauen müssen unfassbar viel Haut zeigen, damit sie Sponsorenverträge kriegen & einige Medien machen daraus: “Einige Frauensportarten spielen deswegen bewusst mit viel Haut.” Leute: Das hat nix mit Spiel, sondern mit den Vorschriften der internationalen Sportverbände zu tun und ist voll sexistisch. Macht, Politik und Sport sind bei #diepodcastin nicht zu Ende diskutiert, hier ein paar Links: Olympe, Arbeitshefte für feministische Politik: Sportlerinnen, 2005. Ines Geipel siehe https://www.klett-cotta.de/autor/Ines_Geipel/736 https://en.unesco.org/themes/gender-equality-sports-media https://www.deutschlandfunk.de/sportlerinnen-in-den-medien-augenhoehe-oder-brustumfang.1346.de.html?dram:article_id=460009 https://www.researchgate.net/publication/233336438_Gender_differences_in_television_use_An_exploration_of_the_instrumental-expressive_dichotomy (etwas alt, aber immer noch gut) https://www.spiegel.de/panorama/frauen-im-sport-liebe-sportverbaende-hoert-endlich-auf-frauen-zu-diskriminieren-a-740dd015-f01e-4686-ab63-0c2c077257bd (ein brillanter Rant von 2019)
- 14.11.202047 min
#DiePodcastin in Fahrt: Rohnerin&laStaempfli on Kamalaweiss, WollstonecraftMonument, Autos&Abenteuerinnen. Der Wochenrückblick bringt Medienmechanismen und grosse Frauen hervor, die ständig nackt, jung und bei Simone de Beauvoir sogar von hinten, ikonografisiert werden. laStaempfli verwechselt die tragische Künstlerin des missglückten Wollstonecraftmonumentes (Maggi Humbling hat Jahrgang 1945, ist also alles andere als eine junge Frau, die vielleicht von einem fehlgeleiteten Kunstausschuss instrumentalisiert wurde…), die Rohnerin dagegen Klasse mit eindrücklichen Vergleichen: Stellen Sie sich vor, Nelson Mandela wäre als junger schwarzer Mann in Ketten dargestellt worden, nackt, mit Sixpack. #femaleHeritage : der neue Hashtag, um Frauen zu feiern. Los geht’s: Auch bei der Geschichte des Automobils gibt es mehr Geschlecht als Recht. Frauen sind keine Mütter, Ehefrauen, Schwestern, Töchter, auch keine Monster, sondern in erster Linie und immer: Abenteuerinnen. Dies zeigt sich bei der Geschichte der Automobilistinnen, die die Rohnerin und laStaempfli begeistert feiern: Bei den Links findet Ihr die Frauen und Hinweise, das Bild ist natürlich Erika Mann, das Universalgenie. Die Rohnerin weist darauf hin, das Frauen den Führerschein bis – Atem anhalten – 1958 !!!!! nur mit Bewilligung der Männer durften, selbst Autos kaufen, das hat die unwissende Stämpfli dann nachgeguckt, durften sie auch nur mit Bewilligung irgendwelcher männlicher Vorgesetzter. Erinnert alles an Saudiarabien und den wunderbaren Film über das Mädchen, das Velo fahren wollte: Das Mädchen Wadjda (dieser Tipp ist Bonusmaterial zur Podcastin). Die Uniform- und Bekleidungsgeschichte der Automobilistinnen ist auch ganz spannend: Es gab, festhalten, ein Lippenstift- und Rauchverbot für die Schweizerinnen, die im Zweiten Weltkrieg für die Armee ihre Autos und ihr Können zur Verfügung stellten. Frauen haben Autos zuhauf erfunden, designed: Der Rückspiegel, wahrlich nicht unwichtiges Accessoire stammt von Dorothy Levitt, die übrigens auch ein “little handbook on the woman and the car” verfasst hat. Die Rennen Paris-Nizza 1898 von Madam Laumaille gewonnen, 1900 Anna Marie Lutzmann als Werksrennfahrerin, Bertha Benz war der erste autofahrende Mensch überhaupt, selbst wenn ihr Gatte dies gerne verheimlicht hätte. Viele Geschichten, hört rein/hören Sie rein, hier die Links: Jenny Holzer für Monumente siehe https://projects.jennyholzer.com/ Die wunderbare Uta Brandes für GenderDesign siehe https://www.be-design.info/ Presseinfo zu #femaleheritage der Monacensia: https://www.muenchner-stadtbibliothek.de/fileadmin/Monacensia-im-Hildebrandhaus/pm_2020_femaleheritage_4_.pdf Erika Mann siehe https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/erika-mann1/ Annemarie Schwarzenbach siehe https://ead.nb.admin.ch/html/schwarzenbach.html und https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/annemarie-schwarzenbach/ Clarenore Stinnes, als erster Mensch mit einem Auto um die Welt siehe https://www.spiegel.de/geschichte/auto-pionierin-wie-claerenore-stinnes-um-die-welt-fuhr-a-1124993.html Sophie Opel, da hat #DiePodcastin nur Wikipedia-Artikel gefunden und viel Literatur darüber, dass ihre Rolle in Rüsselsheim “umstritten” sei…tssss. Vielleicht wissen unsere Hörer*innen mehr. Bücherempfehlungen: – Sharon Adler “Damenwahl. Frauen und ihre Autos”: https://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Literatur.php?id=142722 – Isabel Rohner & Andreas Franken (Hg.): Männer fahren besser – mit Bus und Bahn. Ulrike Helmer Verlag. https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-adreas-franken-hg-m%C3%A4nner-fahren-besser-mit-bus-und-bahn/ Aktuelle Austellung: Von Nina Zimmer, der tollen Direktorin des Kunstmuseums Bern mit dem Zentrum Paul Klee eine Ausstellung zu Annemarie Schwarzenbach als Künstlerin/Fotografin. #DiePodcastin dankt der grossen Künstlerin Elisabeth Eberle für den Tipp, siehe https://www.zpk.org/de/service-navigation/medien/medienmitteilungen-2020/aufbruch-ohne-ziel-annemarie-schwarzenbach-als-fotografin_0-2129.html
- 07.11.202037 min
Es gab und gibt sie: Zu Tausenden. Grosse Komponstinnen, wunderbare Werke von Frauen, stilbildende und inspirierende Tongestalterinnen. Isabel Rohner und Regula Stämpfli leben in diesem Podcast auf. Sie stehen, einmal mehr, auf den Schultern von Gigantinnen: Susanne Wosnitzka und Luise Pusch und viele andere tolle Frauen, leisten Enormes, die verschütteten, verdrängten, verleumdeten, zu ihrer Zeit gefeierten und immer wieder vergessen gemachten Komponistinnen. Die Geschichte der Komponistinnen zeigt brutale frauenverachtende Dynamiken: Das Maskulinum hat immer Vorrang vor dem Femininum: Generationen von Frauen wurde (und wird) das Genie abgesprochen, vergewaltigt, unterdrückt: Ni vues ni connues – weder gesehen noch bekannt. Ganze 4.5 Prozent Komponistinnen werden von Orchestern und Rundfunkanstalten gespielt. Vierkommafünf!!!! Die Podcastin feiert Komponistinnen und verweist auf viele Links von wunderbaren Frauen, die enorm viel Wissen, Werke, Musik und Welt gerettet haben. Die Werke der Komponistinnen sind erschütternd gut: höchste Zeit sie zu spielen. Martina Bick/Susanne Wosnitzka (2019): Und sie spielten, sangen, komponierten und dirigierten doch: Die lange verschwiegenen Frauen in der Musik!, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/und-sie-spielten-sangen-komponierten-und-dirigierten siehe https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/und-sie-spielten-sangen-komponierten-und-dirigierten. Hier die Geschichte zum Podcast der #DiePodcastin noch ein Blogeintrag der wunderbaren Susanne Wosnitzka https://susanne-wosnitzka.de/die-podcastin-die-rohnerin-und-lastaempfli-ueber-komponistinnen FEMBIO Special: Berühmte Komponistinnen Wichtige Links: Ergänzt am 9.11.2020 dank Hinweise von Susanne Wosnitzka, vielen Dank! – https://www.archiv-frau-musik.de/ – https://www.fembio.org/biographie.php/frau/specials/beruehmte-komponistinnen/ – https://www.youtube.com/results?search_query=kaija+saariaho -https://www.youtube.com/watch?v=KfzoFt2oabg (Oscars 2020) – https://mugi.hfmt-hamburg.de/ -https://www.sophie-drinker-institut.de/lexikon – https://www.archiv-frau-musik.de/online-quellen-links -https://www.archiv-frau-musik.de/repertoire-listen -https://de.juliaschwartz.ch/ -https://www.youtube.com/watch?v=57ifMZotkh4 Und zu guter Letzt: PINK & Beyoncé, Gianna Nannini – had to be….
- 31.10.202031 min
#DiePodcastin goes musical: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Musiktheater Der feministische Rückblick bringt dank der Rohnerin eine Überraschung: 100 Jahre Wahlrecht für die Frauen in den USA am 2.11.2020. laStaempfli einmal mehr erstaunt, wie leicht im Zeitalter digitalter Dauerpräsenz die wichtigsten Frauenerrungenschaften verloren gehen. Passt zum Thema: Polen hat Abtreibung verboten: Hunderttausende von Frauen gehen auf die Strasse, die Medien berichten kaum und tun so als wäre das Menschenrecht auf den eigenen Körper “nur” Frauensache. DiePodcastin lanciert einen offenen Brief an von der Leyen. Dann wird es echt musical: Die Rohnerin wurde durch Rocky Horror Picture Show sozialisiert, laStaempfli hat in Chorus Line gesungen. Hört rein in die grosse Begeisterung zu Frauenrollen, feministischen Musiktheatern und weshalb “rückwärts und auf Stöckelschuhen” nicht nur Ginger Rogers was angeht. Ein Nachtrag eines #DiePodcastin Hörers, tausend Dank mit noch mehr Frauenmusicals: – https://en.wikipedia.org/wiki/Fun_Home_(musical) – https://en.wikipedia.org/wiki/Hadestown – https://en.wikipedia.org/wiki/Come_from_Away Bild: Selbstporträt der grossen Barock-Malerin Antonia Gentileschi (1593-1654), die ab 40 Jahren mit ihrem wesentlich jüngeren Liebhaber ein selbstbestimmtes Leben führte und dieses Jahr mit einer grossen Ausstellung in London gefeiert wird.
- 24.10.202048 min
laStaempfli als Intelligenzbestie, die Rohnerin als Thesenwunder: Die Podcastin über Parité, Katja Wildermuth & Trumpism Eine schwere Woche liegt hinter uns: Das Abtreibungsverbot in Polen und die fehlende politische Reaktion der EU. Dann: Die Parität für deutsche Parlamente abgeschmettert, Rohnerin vertritt die Position, dass dies Unrecht bleibt; laStaempfli verweist auf französische Lösungen. So oder so: Deutschland manifestert sich als feministische Wüste. Ein Lichtblick: Katja Widermuth wurde die erste Intendantin des Bayrischen Rundfunks. Die Podcastin gratuliert. “Trumpism ist medialer Dauerstress durch die digitale Revolution. Trumpism ist konstante Politikkommunikation im Selfie-Modus. Es geht nur um das Krawallpotential von Informationen. Trumpism erweitert den Politmarkt für sexuelle Gewalt. Trumpism ist Wareninformation bei welcher die unverschämteste Lüge gewinnt. Trumpism hat seine Wurzeln in der 1968er Bewegung und in der Hypernormalisation, einer Kunst, die sich auf Repräsentation & Hofnarrentum spezialisiert.” (laStaempfli) Die Podcastin ergründet diese neuen Kommunikationsstrukturen des 21. Jahrhunderts und entwickeln Gegenstrategien: Der Wirklichkeit und nicht Codes, Klicks & Cash dienen. Statt Reality TV und Scripted Reality Wirklichkeitspolitik und Informationen, mit denen wir unsere Welt real gestalten können und nicht einfach nur mit Empörung bespielen. Literatur dazu: www.regulastaempfli.eu Natürlich das Buch, aber vor allem auch der Literaturblog auf www.ensuite.ch Schauen Sie einer zeitgenössischen Politphilosophin beim Entwickeln der Weltphilosophie zu. Und ja: Zu Trumpism empfiehlt sich immer wieder neu: Hannah Arendt. Vita activa. Die beste Kritik an der “Eroberung der Welt als Code” (laStaempfli Zitat).
Rohnerin & laStaempfli in der Folge: Frau Holle reloaded. Die Podcastin redet über Kopfgeburten, starke Göttinnen, Archtypen, Naturverbundenheit, Peggy, die kluge IT-Veränderin. laStaempfli: “Die Weltgeschichte weiblicher Macht wird in Mythen & Märchen in Ohnmacht transformiert: Aktuell im Spiegelinterview mit Prof.Dr. Ciesek”. “Ihnen ist klar, dass Sie Quotenfrau sind?” “Sie sind die Neue an Drostens Seite” & “Ihr Podcast klingt ein wenig nach Volkshochschule” . Auf solche Fragen kann frau nicht antworten. Wehrt frau sich, wird sie fertiggemacht, wehrt sich frau nicht, bleibt der Sexismus bestehen. Zudem: Die Selbstüberschätzung der Medienfrauen, die die Professorin als “Frau an der Seite” eines Beraterpodcasts zu Corona bezeichnen. Die Rohnerin bringt es auf den Punkt: “Dies ist eine reaktionäre, diffamierende Propaganda gegen erfolgreiche Frauen unter dem Deckmäntelchen eines kritischen Journalismus. Bäm!” #Quotenfrau läuft. laStaempfli twittert gegen Technik-Redakteur:”Olaf Stampf: Sie sind sich schon bewusst, dass Sie ihren Job nur gekriegt haben, weil Sie ein Mann sind?” Und aufgepasst: Die Rohnerin und laStaempfli streiten sich. Archetyp oder Sexismus pur? Wir räumen auf oder ab. Mit Mythen, Märchen und negativen Frauenfiguren. Die Rohnerin hat die These des “Putzfimmel-Märchens”, laStaempfli die der “Heldinnenreise”. Beide finden, trotz Unterschiedlichkeiten: Update aller Märchen und Mythen: Now! Hier weiterführende Literatur zu Märchen, Mythen von tollen Frauen: Mineke Schipper, Mythos Geschlecht. Eine Weltgeschichte weiblicher Macht & Ohnmacht. Carola Meier-Seethaler, Ursprünge und Befreiungen. Luise Pusch, Feminismus. Inspektion der Herrenkultur. Elisabeth Badinter: Der Infant von Parma oder die Ohnmacht der Erziehung. Heide Göttner-Abendroht, Matriarchale Landschaftsmythologie. Ein alter Mythos neu erzählt: Kassandra von Christa Wolf. Mary Beard: Frauen und Macht. Spiegel-Sexismus hier https://www.spiegel.de/wissenschaft/sandra-ciesek-ueber-corona-massnahmen-ein-gutes-beispiel-ist-daenemark-a-00000000-0002-0001-0000-000173548967
- 04.10.202032 min
Die Rohnerin & laStaempfli über sexistische “CultureProudBoys”, Kuratoren-Leerstellen & Frauensolidarität. Die Rohnerin redet über Solidarität (wie abgemacht), laStaempfli über den “erschöpften Mann” (wie nicht abgemacht): Passt. Denn beide Themen kommen zusammen. Die mangelnde Solidarität einzelner Frauen ist erklärbar durch die ungebrochene Macht der Männer, die sich im Kampf gegen Weiblichkeit erstaunlich homogen erweisen. Dass das Schweizerische Nationalmuseum ausgerechnet auf das Jahr 2021, dem 50jährigen Frauenstimm- und wahlrechtsjubiläum der Schweiz, eine Ausstellung zum Titel “Der erschöpfte Mann macht”, ist ein Skandal. Unter einem ewiggleichen Männer-Kuratorenteam Steiner, Zweifel und Direktor Spillmann werden frauenlose Ausstellungen seit Jahren am besten Platz in Zürich inszeniert. Überall potente Männer. Eine Dada-Ausstellung 2016 mit einem “Damenkränzchen”? 2018 ein Jubiläum zur 1968er Bewegung als Männerbewegung mit einer Frauengruppe? Hallo? 30 Millionen Franken haben die Nationalmuseen in der Schweiz jährlich zur Verfügung und bringen KEINE EINZIGE FRAUENAUSSTELLUNG zustande: 2021 ist DAS JAHR DER FRAUEN und es gibt… nur dank uns grossen Frauen ein Jubiläum für 50 Jahre Frauenwahlrecht. “Der erschöpfte Mann”, dieses Gelaber über die zerstörte Männerrolle ist ahistorischer Schrott und beflügelt Bewegungen wie QAnon, Proud Boys, Incel und wie die Männeraktionen alle heissen, die keine Resonanz, sondern nur Dominanz wollen. 30 Jahre deutsche Einheit: Auch hier eine Männergeschichte und dies im Jahr 2020. Frauen sind für Männer das Andere, sie sind aber auch für Frauen das Andere. Die Gleichschaltung funktioniert perfekt zwischen Männern und Männern. Und dazu kommt, dass Frauen nicht solidarisch sind, im Gegenteil. Zeigen sich Frauen solidarisch, werden sie sofort von anderen Frauen gescholten, siehe “Die billige Empathie der Privilegierten” https://www.sueddeutsche.de/politik/teuteberg-lindner-feminismus-kolumne-1.5043196?reduced=true Die Rohnerin erklärt ganz klar: Wir verwechseln Solidarität immer damit, die gleiche Meinung haben zu müssen. Was völlig falsch ist. Und sie klärt über Voltaire und dessen bekanntestes Zitat: “„Ich missbillige, was Sie sagen, aber ich werde bis zum Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen“ auf. ES IST von Evelyn Beatrice Hall (1868-1956) in ihrer Biographie über Voltaire, nicht von Voltaire selbst. Frauen sollen solidarisch sein, indem wir die Basis der Diskriminierung teilen und nicht, dass sie alle dieselbe Meinung teilen. Hier kommt aber Hannah Arendt ins Spiel: Frauen wird die Herstellung der Öffentlichkeit verhindert, damit auch deren Grundlage, gleich, frei und unterschiedlich öffentlich auftreten zu können. Die Rohnerin mit einem anderen wunderbaren Satz: “Niemand würde einem Goetheforscher raten ein derart marginales Forschungsgebiet zu wählen”. Der Deutschlandpreis für KI-Forschung machte auf TWITTER die Runde: All men, all look the same, more and more of the same, same, same… “Darf ich als Mann trotzdem noch in die Ausstellung eines männlichen Künstlers gehen oder fühlt sich dann jemand gekränkt?” fragt die wunderbare Künstlerin Elisabeth Eberle in ihrer umwerfenden Installation “Kai spricht” siehe http://www.elisabetheberle.ch/?element=17778. Actionsszenen der Weltliteratur: Wenn ein Kulturminister die Grande Dame der Weltliteratur, Anna Seghers “alte Sau” schimpft https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article203105918/Achtionszenen-der-Weltliteratur-Johannes-R-Becher-und-Anna-Seghers.html
- 01.10.202031 min
Isabel Rohner & Regula Stämpfli über die deutschen Reservate der Altherrenwitze, Sexismus & Frauenhass: Lindner, Tichy, Merz. Was als”Witz” formuliert, entpuppt sich als Werkzeug der Macht. “Nehmt endlich die Füsse von unserem Nacken!” Es ist als wären wir in der emanzipatorischen Steinzeit gelandet. Anders als die Kolumnistin der Süddeutschen Jagoda Marinic, finden die Rohnerin und laStaempfli nicht, dass der Aufschrei gegen die Altherrenwitzler Lindner, Tichy, Merz “billige Empathie der Privilegierten” seien, sondern extrem wichtig, wenn sich etwas ändern soll. 75 Prozent der systemrelevanten Berufe werden von Frauen ausgeübt und den mächtigen Männern fällt nichts anderes ein als sie zu beschimpfen? Dabei sind es die Frauen, die zuvorderst stehen, wenn es um Zukunft geht: Fridays for Future, DigitalTransformation & Demokratie werden alle von Frauen geleitet, die das Wagnis der Öffentlichkeit gehen, von Trollen verfolgt und von vielen Boomer-Journalisten ständig beschimpft werden. “Die Zukunft ist weiblich” als Unsatz des Jahrhunderts: Nur weil Frauen, PoCs, LGBT* für mehr Sichtbarkeit plädieren, flippen viele Meinungsmacher aus, obwohl die Wirklichkeit immer krassere Ungleichheiten zeigt. Die Rohnerin & laStaempfli plädieren für die Umkehr: Dazu gibt es einige Artikel von laStaempfli, die auch Max Frisch umgeschrieben hat, siehe https://www.ensuite.ch/wer-sehgewohnheiten-veraendert-durchbricht-die-blindspirale-gynae-faber-ein-kurzbericht/ oder auch https://www.ensuite.ch/die-welt-und-sich-verstehen/ Die Rohnerin & laStaempfli erzählen von einigen Beispielen arrivierter Politiker, die Sexismus als politsiches Werkzeug benutzen. Die Rohnerin weist klugerweise darauf hin, dass Frauenkritik immer sexualisiert ist. Sollen wir Männer sexualisieren? Vor 15 Jahren hat laStaempfli ihre Kritik an einem zutiefst sexistischen Artikel mit “Wenn der Penis nur noch tröpfeln kann” https://www.medienheft.ch/kritik/bibliothek/k24_StaempfliRegula.html beantwortet und wurde von den Schweizer Medienmännern extrem abgestraft (sie hat es aber locker überlebt). Und ein Klassiker revisited: Gerd Brantenberg, Töchter Egalias, wo u.a. Schwestern ihre Brüder auslachen, weil sie “PHs” tragen müssen. “Sexistische Kackscheisse” MUSS aufhören und die Kollegen sollen nicht einfach STÄNDIG schweigen.
- 26.09.202038 min
Isabel Rohner und Regula Stämpfli haben sich für diese Folge Ruth Bader Ginsburg und deren schmerzhaften Tod im Land der schlechten Verfassung, den USA, vorgenommen. Die Rohnerin erzählt Wichtiges über das Leben dieser beeindruckenden Frau. Die Arte-Dokumentation sei allen wärmstens ans Herz gelegt: “Ein Leben für Gerechtigkeit”, hier der Link: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/rbg-ein-leben-fuer-die-gerechtigkeit-102.html Frauen, die Frauen malen: Ein Fest der vergessenen, wiederaufgelebten, wunderbaren Malerinnen. Malerinnen gestaltend im Akt, schöpferisch tätig und in der Welt seiend. Lotte Laserstein, hier ein Bild aus dem Exilkatalog der Salzburger Ausstellung. Die Rohnerin und laStaempfli denken über das Exil nach: Wie die Ausrottung des europäischen Judentums weiterwirkt: In diesem Bruch, den Leerstellen, den ermordeten Frauen, den Frauen im Exil, die bis heute fehlen. Diese Tatsachen, die den grassierenden Sexismus im deutschsprachigen Raum mit erklären. Von den Gerichten zur Kunst: Frauenwerke verdienen bei den Auktionen, laut einer Studie aus dem Jahr 2017, die Hälfte, die Männerwerke erzielen. Dabei ist klar: In dreissig Jahren werden all diese grossen Männer-Millionensammlungen kaum mehr Wert haben, da wir alle Frauenkunst gesammelt haben, die die Welt verändert. Doch hier die Lieblinge von der Rohnerin und laStaempfli. Picasso heisst eigentlich Paula Modersohn-Becker, DIE Begründerin der Moderne par excellence,; Frida Kahlo, deren feministischer Aufbruch und politischer Widerstand in klingende Münzen verkitscht wird: ihr Werk bleibt indessen strahlend, erschütternd, lebensbejahend gross. Und dann Lee Krasner, die Komposition, Technik und Theorie verband, ihren Ehemann formte und selber trotzdem immer im Zusammenhang mit ihm erwähnt wird. Dabei ist sie die Dripping Technik-Inventorin, da sie mit dieser Art in die Welt zu gehen, den Verlust von Narrativen, die Flüchtigkeit so darstellt wie keine vor ihr. Kennen Sie Harriet Powers? Wenn nicht: Ihre Quilts sind genähte Malereien, unfassbar eindrücklich, bewegend, schön. Artemisia Genitleschi, Clara Peeters, Mira Schendel, Luyubov Popova und viele andere mehr: Die Podcastin wird sich auch in anderen Folgen über Malerinnen und Künstlerinnen unterhalten: Politisch, nachdenklich, erinnernd. Mehr über grosse Frauen übrigens auch in den tollen Podcasts von Kolleginnen: https://herstorypod.de/ Herstory. Dann die Geschichtsdolmetscherin https://biancawalther.de/podcast/, Die gefragte Frau der Salzburger Nachrichten,https://www.sn.at/snin/podcast/ Hinweis: Die Frauen-Biographieforschung, die geniale Datenbank der grossen Luise F. Pusch gibt es ganz viele Specials mit ausführlichen und überwiegend reich ausgestatteten Artikeln über Künstlerinnen (90), Malerinnen (52), Bildhauerinnen und Keramikerinnen (32), Fotografinnen (31) – etliche davon auch auf Englisch. Hier der Link zu den Künstlerinnen: https://www.fembio.org/biographie.php/frau/specials/kuenstlerinnen-eine-ausstellung-von-almut-nitzsche/. Klicken, reinhören, lesen, weitersagen, gemeinsam handeln.
- 17.09.202038 min
radioeins Berlin publiziert den rassistischen, sexistischen und homophoben Podcast von Somuncu und Schröder.Isabel Rohner & Regula Stämpfli erklären, was geschehen ist. Gleichzeitig reichen sie Beschwerde beim deutschen Presserat ein. Da der Podcast nach dem Twittersturm ENDLICH redigiert wurde, hier nur eine Mini-Exegese des überaus authentisch formulierten Frauenhasses von Somuncu im Cast: „schlecht gebumste, miese, hässliche Schabracken (…) „Das Einzige, was ihnen geblieben ist, dass sie keine Schwänze lutschen können, sondern meinen, Kolumnen schreiben zu können. Und jeder weiß: Die Alte, die die Kolumne schreibt, würdest du noch nicht mal mit einer Pinzette anfassen. Und die schreibt über Sexismus, und du weißt genau, die hat noch nicht einmal in ihrem Leben einen Pimmel gesehen.“ Dunja Hayali und Jutta Ditfurth haben auf Twitter ebenso Klartext gesprochen wie der wunderbar klare & präzise Malcolm Ohanwe. Urteilsstarke, kompetente, kluge, hochintelligente Erfinderinnen, Frauen, die extrem viel können, werden in den Medien als Miststücke behandelt. Ausgerechnet die Cancel Culture – die bei allen Problemen – versucht, DIE TEILHABEGERECHTIGKEIT VON PoCs, Frauen, sog. “Minderheiten” zu erreichen, wird von Somuncu und Schröder dazu benutzt, Demokratie, Gleichheit und Vielfalt braun anzumalen. Rohnerin & laStaempfli sind verletzt, sie kämpfen gegen die Sprachlosigkeit dieses öffentlich zelebrierten Frauenhasses an. radioeins, die Medien reden von “umstrittenen Äusserungen” als ob es Meinungen gäbe, die Frauen vergewaltigen müssen und andere, die finden, das sei nicht in Ordnung. Nein: Somuncu und Schröders Schenkelklopferlachen sind nicht einach “umstritten”, sie sind volksverhetzend frauenverachtend. Die Rohnerin stellt ernüchtert fest: “Das System Trump, Trumpismus ist bei Somuncu und Schröder perfekt angekommen.” Die Folge war technisch schwierig, entschuldigt, entschuldigen Sie die Lautstärke-Unterschiede und der Übergang um die Minute 19 ist nicht ideal – wir wurden unterbrochen. Erkenntnis: Von der Urteilskraft zum Frauenhass als Satireinstallation. Geballte Männermacht: Der Podcast wird dank Twitter-Codes getrendet: Je frauenhasserischer, umso populärer. Hashtag, Hyperlink sind keine Inhalte, sondern Hetzvervielfältiger. laStaempfli erklärt: Toxische Diskurse sind Code-Motoren. “Das Internet hat die Lüge salonfähig gemacht: There are no bad news, only Trends. Codes sind Regieanweisungen. #Somuncu #radioeins #misogynie #frauenhass #digitalisierung #codes Literatur: Angela Nagle, Kill all Normies, Amy Webb, Die grossen Neun, Shoshana Zuboff, Digitaler Überwachungskapitalismus.
- 09.09.202036 min
Isabel Rohner & Regula Stämpfli: Antifeminismus – ein jahrhundertealtes Thema. Wie rechte Demokratiefeinde – aktuell auch bei den Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen Platz in den Medien und sogar auf der Treppe zum Bundestag einnehmen. Wie „Cordula und Peter“ als Impfgegnerschaften und „Normalos“ neben Rechtsextremen laufen und sich dafür nicht schämen. Weshalb Antidemokraten immer Antifeministen sind. Geschichte und Gegenwart des Antifeminismus. Die schwierige Rolle, die Medien dabei spielen: Damals und heute. Der Weltverlust nach Hannah Arendt und der Antifeminismus: “Ideologien beschriften Körper” fasst laStaempfli dies zusammen. Die Codierung wird in einer nächsten Folge wieder aufgenommen. Die Rohnerin weist darauf hin: Attentäter sind immer Antifeministen sind: Frauenhass als politische Gegenwartsströmung. Die Mörder einigt ein grosses Thema. Die glorreiche Kategorisierung der Antifeministen nach Hedwig Dohm und der Rohnerin. Hören Sie rein in eine der komplexesten Folgen unseres Podcasts.
- 04.09.202030 min
Ein Schwestern-Podcast: Werke von Frauen. Die TAUGENIXEN SIND DA! Doch zunächst ein Ärger der Woche, der die Welt bewegt: Die Berlinale will ab dem kommenden Jahr genderneutrale Auszeichnungen vergeben, sprich: Frauen werden keine Preise mehr kriegen. Zwei Drittel aller Rollen, Drehbücher, Filmförderung etc. gehen an Menschen, die bis mindestens 16 Jahren als Männer sozialisiert wurden. Jeder Emanzipationsfortschritt wird rückgängig gemacht. Progression versteckt die Frauen-Unsichtbarkeit: „Wir werden genderneutral“. #DiePodcastin setzt sich dafür ein, nur noch Frauenpreise auszusprechen. Doch nun die Werke und die Freude, sich denkend wie lachend die Welt zu erschreiben. Nach „schöner morden“ sind die „Taugenixen“ raus: Wir gratulieren. Unser Gespräch dreht sich ums Schreiben, die grossen Krimiautorinnen wie Fred Vargas, Gila Lustiger und natürlich die wunderbare Isabel Rohner. Taugenixen: Linn Kegel und Bettina Heidenreich sind im Urlaub in Spanien. Viele Männerleiche pflastern den Weg – laStaempfli freut sich schon, die Ermordeten mit Realnamen zu versetzen. Isabel Rohner, Die Taugenixen. Bestellen unter: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-taugenixen/#cc-m-product-14296695232
- 27.08.202029 min
Frauenkarrieren: Die Podcastin ist eine Frauenkarriere: Isabel Rohner und Regula Stämpfli verhalten sich digital. Sie kennen sich nicht persönlich, haben sich noch nie getroffen, sie denken zusammen. Dies ist normalerweise eher Männersache. Frauenkarrieren bewegen sich immer zwischen Haben und Sein. Frauen müssen seit Jahrhunderten beweisen, dass sie Menschen sind. Männer durften sich bisher immer wieder anderen Themen widmen. laStaempfli erklärt die wesentlichen Hürden im digitalen Bereich für sog. Frauenthemen: Der Apple-Kredit-Bias. Frauen kriegen aufgrund von Algorithmen eine weit geringere Kreditlimite als Männer. Inputdaten-Problem: Frauen, die in social media nicht ihren Körper verkaufen oder Lebenshilfe verkaufen, werden von den Codes nicht gepuscht. Buchtipp: Kenza Ait Si Abbou: Keine P@nik, ist nur Technik. Warum man auf Algorithmen super tanzen kann und wie wir ihnen den Takt vorgeben. Hinweis: Es gab ab und an technische Verzögerungen:Bitte entschuldigen Sie. Wir geben ja den Codes die Schuld….
- 24.08.202029 min
Die Rohnerin & laStaempfli über Absetzung Linda Teuteberg, die FDP & welche Freiheiten Frauen heute zusgestanden werden Menschenrechte haben kein Geschlecht – Die Rohnerin erzählt von Hedwig Dohm und Frauengleichstellung als urliberale Anliegen: Seit der Aufklärung kämpfen die westlichen Frauen um die Menschwerdung der Frau. Wie subtil frauenfeindlich „In Highway to sell“ Porträt und Zukunftsfragen an Bettina Reitz wirken kann. Zur Absetzung von Linda Teuteberg durch die Bundes-FDP. 78 Prozent der FDP-Fraktion sind Männer: Es gibt aber ein kleines, widerständiges Frauenpower-Dorf: Paritätische Liste für Köln. laStaempfli hat eine Lachalve: Mehr Frauen wollten in Köln kandidieren, deshalb wollten Männer sofort die Parität. Die Rohnerin erzählt von der einzigen Strafarbeit ihrer Karriere, die sie einem schweizerischen FDP-Politiker verdankt: Kürbis statt Kohlrabi! Die Rohnerin und laStaempfli enden mit einer Elogie an einen Mann: Max Schrems, unser aller Datenschutzkämpfer. Links: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/himmlische-aussichten-sz-serie-folge-3-highway-to-sell-1.5002226 https://netzpolitik.org/2020/eugh-urteil-zu-privacy-shield-max-schrems-geht-gegen-101-europaeische-firmen-vor/ https://netzpolitik.org/2020/eugh-zum-privacy-shield-schuld-ist-das-system-der-massenueberwachung/
Die Rohnerin & laStaempfli unterhalten sich über Frauen mit Humor Über Göttin und den Schmerz, keinen Humor zu haben. Die Rohnerin verteilt die erste goldene Gurke für die „most sexist“ Medienberichterstattung: Frau wird befindlich, Mann handlich definiert. Über die Männergeneration, die links, aber punkto Frauen meist daneben liegt. „Gleichberechtigung ist kein Gedöns, sondern ein Gebot“ Heribert Prantl. Über laute Intelligenz bei Frauen, über völlig gelangweilte Kompetenz bei Männern und weshalb eine Christine Schlingensief nie möglich gewesen wäre. Die Rohnerin schlägt ein neues Buch vor: Die geschlechtskonforme Uniformität und der Mangel an Leidenschaft. LaStaempfli hat die Erklärung, weshalb die grosse Gereiztheit (Bernhard Pörksen) ständig verhandelt wird statt die politphilosophisch weiterführende Trumpism-Theorie von ihr. Der zauberhafte Schlingensief und die „ER-Humoristin“ Eckhart im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Die Rohnerin und laStaempfli denken über Kabaret, Humor und Frauen nach. „Wir brauchen keine Frau. Wir haben schon eine“. Die Rohnerin und laStaempfli eignen sich den machtvollen Humor an: Taugenixen Ende August. Auf eine lachende Woche!
- 15.08.202036 min
Die Rohnerin & laStaempfli über Kamala Harris, Iris Berben, Meret Oppenheim, Simone de Beauvoir, Louise Bourgeois, Hannah Arendt, Kathrine Graham: Women over 40 rock! Sichtbar heisst machbar: Je älter die Frauen sind, umso seltener werden sie repräsentiert, was in direktem Widerspruch zur Schaffenskraft der Frauen steht. Frauen über 40 sind extrem kreativ und erfolgreich: laStaempfli und die Rohnerin revidieren weibliches Alter und finden sich in der Ode an alte Frauen, die, seien wir ehrlich, von den Medien als Etikett auf alle Frauen über 26 Jahre benutzt werden. Es ist eine der persönlichsten und ehrlichsten Folgen der #DiePodcastin Hier noch Hinweise: Bild Biden/Harris mit sexistischer Überschrift ist bei laStaempfli auf Twitter; der schöne Abschnitt, den die Rohnerin vorliest, ist im Buch von Isabel Rohner über Hedwig Dohm und bei Hedwig Dohm selber zu finden; das Interview der Sueddeutschen mit Iris Berben anlässlich ihres Geburtstages ist in der Wochenendausgabe vom 5./6. August 2020. Wider die programmierte Inkompetenz der frauen durch die Gesellschaft und wider alle Männer, die auf jung setzen, weil sie die gleichaltrigen, unglaublich viel klügeren Altersgenossinnen aus dem Wettbewerb mobben….
- 10.08.202033 min
Die Rohnerin & laStaempfli über Rosalind Franklin, Männerdiebe und die Schönheit des Feminismus Ein Artikel gibt zu diskutieren: Rosalind Franklin https://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/geistvoll-genug-fuer-zwei-nobelpreise-16869601.html „Die Mitentdeckerin der DNA-Doppelhelix, Rosalind Franklin, war nicht die tragische Heldin und übergangene Frau, für die sie viele halten.“ Die Rohnerin und laStaempfli berichtigen die Berichtung: Rosalind Franklin war die grossartige Entdeckerin, der die Männer alle Meriten absprechen wollten. James Watson, Maurice Wilkins und Francis Crick sind klassische Frauenfeinde und üben sich bis heute in Frauenverachtung, Mobbing inklusive. LaStaempfli erzählt die Geschichte über Epigenetik und ihre eigene Recherche und Forschung zur Genetik mit dem Fazit: Männer sind gerade in der Forschung üble Gesellen. Sie stehlen Daten, Namen, machen die beteiligte Frauen lächerlich und brüsten sich mit Dingen, auf die sie nie gekommen wären: Social Media School, Politikratings, Social Payback-Systeme, Begriffe wie „Pornografisierung des Alltags“, „Selfism-Politik“, „Algorithmisierung“, selbst „Trumpism“ gehen alle auf laStaempflis Konto, doch die Wikipedia-Männer zitieren sich selber…. oder behaupten dann: „Alle würden diese Begriffe brauchen“. Franklin wird die Rohnerin und laStaempfli weiter beschäftigen, ebenso wie die Schönheit. Zur Schönheit: Biologie ist ohne Ideologie nicht zu denken. Schönheit ist kein Ideal, sondern Politik. Reinhören und die Bücher der Podcasterinnen Isabel Rohner und Regula Stämpfli kaufen, lesen, diskutieren. Bildquelle: StaedelMuseum Frankfurt. Lotte Laserstein, Russisches Mädchen mit Puderdose. https://www.deutschlandfunk.de/die-biochemikerin-rosalind-franklin-wegweisend-fuer-die.871.de.html?dram:article_id=481178
Rohnerin & laStaempfli über “Die Anstalt” & den Sturz von Arendt Kokutekeleza Musebeni, Maike Kühl, Simon Pearce und Philip Simon werfen in “Die Anstalt” einen Blick das aktuelle Thema Rassismus, sprich Black Lives Matter. Ausgerechnet zwei jüdisch-deutsche Emigranten*innen müssen in der Sendung vom Sockel gestossen werden: Darunter unglaublicherweise Hannah Arendt, von der selbst “Die Anstalt” im Faktencheck festhält, sie hätte klipp und klar festgehalten: „Es gibt keine Rechtfertigung des Rassewahnes, weder eine theoretische noch eine politische.” Weshalb kommt es zu dieser unglaublich antisemitischen Fehleinschätzung? Aus vielen Gründen, u.a. weil die Linke seit der Publikation der Totalitarismus-Studie Hannah Arendts strukturelle Entlarvung kommunistischer Systeme als totalitär aus der Welt schaffen will und u.a. auch, weil es keine weibliche Philosophin im Kanon politischer Philosophen geben darf. Hinzu kommt die Verbindung mit antisemitischen Strömungen innerhalb des BLM-Movement und auch einigen Kreisen rund um Gender-Theorie. laStaempfli erklärt – viel zu kurz – im Gespräch mit der Rohnerin, was es denn mit den Skandalen rund um die grösste politische Philosophin des 20. Jahrhunderts auf sich hat. Links: https://www.youtube.com/watch?v=I1HkQ1h2bKo Mit Hannah Arendt durch den Alltag von Regula Stämpfli Die Anstalt: https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-14-juli-2020-100.html und Faktencheck unter demselben Link. Literatur: Regula Stämpfli, Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt. Zürich 2018.
Die Rohnerin & laStaempfli: “Lieber tolle Frauen als angepasst” Alexandria Ocasio-Cortez hat die Rohnerin und laStaempfli begeistert und animiert sie, eigene Erfahrungen zu reflektieren. Der Begriff “Mädel” in Deutschland und was dies für die Generationenunterschiede aussagt. Der Perfektionsdrang vieler Frauen, der dazu führt, andere Frauen abzuwerten. laStaempfli erzählt über ihr schreckliches Coaching-Erlebnis einer Kollegin: Auch für Frauen sind Frauen das andere Geschlecht. Mittäterschaft in strukturellen Gewaltverhältnissen: Hierarchien, die Frauen gegeneinander ausspielen. Solidarität unter Frauen kann tödlich sein… das die Erklärung von Badinter. Frauenverachtende Bilder: Zicken-Diskurs und die Ethymologie, die uns auf teuflische Spuren führt… Literatur: Regula Stämpfli, Lieber Ich als Perfekt. 2014 Südwestverlag Elisabeth Badinter: Mutterliebe. 1981 Catherine Nixey. Heiliger Zorn.Wie die frühen Christen die Antike zerstörten. 2019
- 24.07.202022 min
Die Rohnerin und laStaempfli denken über eigene Imperfektheit nach. Doch zunächst müssen sie streiten: Über Quoten. Beide sind zwar gegen die herrschenden Männerquoten, doch der Weg dazu, diese zu beseitigen, darüber gibt es grosse Unterschiede zwischen den beiden engagierten Frauen. Spannende Themen kommen auf: Trennung öffentlich und privat, das deutsche Grundgesetz, die schweizerische Verfassung: Gilt der Staatsauftrag auch für die Listengestaltung? Der Übergang von Quoten-Differenz zum “Lieber ich als perfekt” – ein Buch von Regula Stämpfli aus dem Jahr 2014, das einzige Selbsthilfebuch von ihr, auch das am wenigsten verkaufte, obwohl immer noch nicht klar ist, an was das liegt, vielleicht weil es nicht einfach nur Wellness-Selfies verkauft? Es geht im Gespräch aber nicht darum, sondern wie vor allem Frauen mit ihren eigenen hohen Ansprüchen umgehen. Lustig ist: Kurz vor Schluss der “Perfekt-Podcastin” bricht die Verbindung ab. Die Rohnerin bringt aber das Angefangene wunderbar inspirierend für nächste Folgen zum Abschluss.



















