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348- Sind erfolgreiche Product Owner Geber, Nehmer oder Tauscher?18.07., 06:0018.07.2022, 06:0000:33:10
Oliver und Tim im Gespräch Das Konzept "Geber, Nehmer oder Tauscher?" von Adam Grant hat's uns angetan. Oliver Winter und Tim Klein besprechen daher sein Buch "Geben und Nehmen - Warum Egoisten nicht immer gewinnen und hilfsbereite Menschen weiterkommen" (im Original: "Give and Take: Why Helping Others Drives Our Success"). Zunächst mal wird natürlich erläutert, was hinter der Idee von Adam Grant steckt und was Geber, Nehmer oder Tauscher sind. Neben dem Verständnis der einzelnen Verhaltens-Ausprägungen von Geber, Nehmer oder Tauscher sind einige Erkenntnisse besonders erstaunlich: so zerfallen die Geber in zwei unterschiedlich erfolgreiche Cluster - als Geber ist man also weder per se weniger erfolgreich noch in jedem Fall erfolgreicher als Nehmer oder Tauscher. Und warum sind die meisten Menschen im Privaten "Geber", aber im Berufsumfeld verhalten sich die meisten dann doch als Tauscher oder sogar als Nehmer? Anschließend geht's um die Frage, was dieses Konzept für Product Owner bedeuten kann. Kann man auch in der Product Owner Rolle als Geber erfolgreicher sein? Was ist, wenn man nur mit Nehmern oder Tauschern zusammenarbeiten muss? Insbesondere Adams Grants Empfehlungen zu "Powerless Communication" (siehe YouTube-Empfehlung) und der "5-Minuten-Gefallen" können Product Ownern aus Sicht von Tim und Oliver vermutlich sehr gut helfen. Das Buch hat Oliver und Tim sehr beeindruckt und beide sprechen daher eine ganz klare Lese-Empfehlung aus: Adam Grant: Geben und Nehmen - Warum Egoisten nicht immer gewinnen und hilfsbereite Menschen weiterkommen Weitere Empfehlungen: TEDx-Talk von Adam Grant zum Thema "The power of powerless communication" Blog-Artikel von Susan Cain "7 Ways to Use the Power of Powerless Communication" Diese Folge steht auch mit den folgenden Episoden in einem engen Kontext: Coaching Skills als Product Owner entwickeln (mit Daniel Hommel) Introvertiert als Product Owner - geht das? (mit Timon Royer) Kanntest du das Buch schon? Wie agierst du als Product Owner und unterscheidet es sich von deinem privaten Verhalten? Hast du "Powerless Communication" (vielleicht unbewusst) schon mal ausprobiert? Lasst uns gerne an euren Erfahrungen oder auch euren Herausforderungen teilhaben. Wir freuen uns, wenn du deine eigenen Erkenntnisse mit uns in einem Kommentar des Blog-Artikels teilst oder auf unserer Produktwerker LinkedIn-Seite.
- Woran scheitern Product Owner?11.07., 06:0011.07.2022, 06:0000:35:21
Dominique und Tim im Gespräch An welchen Dingen scheitern Product Owner? Was kann alles im Weg stehen oder schief gehen? Welche Rahmenbedingungen schaden dem erfolgreichen Wirken von Product Ownern? Tim und Dominique haben eine ganze Reihe von Punkten zusammengetragen die Probleme bereiten können. Im Gespräch werden diese kritisch beleuchtet, z.T. werden Hintergründe und zu Grunde liegende Probleme besprochen. Herausgekommen ist eine Folge, bei der wir den Finger, besser gesagt beide Hände, mal tief in die Wunden organisatorischer, methodischer und auch persönlicher Unzulänglichkeiten legen. Sicherlich kann diese Episode daher gut zur Selbstreflexion dienen: Welche dieser Punkte trifft in meinem Kontext zu? Was habe ich auch schon erlebt? Wo kann ich selber noch Dinge verändern? Sicherlich treten viele dieser Herausforderungen oder Probleme nur vereinzelt oder in leicht abgewandelter Form auf, aber in irgendeiner Art und Weise haben wir Produktwerker diese Phänomene alle schon mal hier und da angetroffen. Tim und Dominique gucken zunächst auf den Bereich von Organisation und dem Kontext in dem die Produktentwicklung stattfindet. Als nächstes Cluster schauen sie sich alles an, was mit dem Zusammenspiel und der Kommunikation mit anderen zu tun hat (Stakeholder, Team, …). Danach geht es um das eigene Verhalten in der Product Owner Rolle, was je nach dem zu Problemen führen kann. Auch das eigene Rollenverständnis kann im Wege stehen. Und schließlich gehts noch um fehlendes Können, also mangelndes Wissen oder Ausbildung. Product Owner können also aus vielfältigen Gründen scheitern. Wir wünschen uns aber, dass ihr erfolgreich seid und wollen euch mit dieser Folge eine ganze Reihe von Warnhinweisen an den Wegesrand stellen, so dass ihr die Untiefen der eigenen Lernreise früh genug erkennen könnt. Quellen, die genannt werden: Blog-Artikel von Roman Pichler: Be a Balanced Product Leader, not a Feature Broker or Product Dictator Im Gespräch verweisen Dominique und Tim u.a. auch diese älteren Folgen unseres Podcasts, die super zum Thema "Woran scheitern Product Owner?" passen: Herausforderungen zwischen Product Owner & Developer Nein sagen als Product Owner Sind die PO bei euch gut unterwegs? Welche Bedingen machen es bei euch schwierig? Was meint ihr: woran scheitern Product Owner bei euch - oder sind früher vielleicht gestrauchelt, aber jetzt bekommt ihr es besser hin? Lasst uns gerne an euren Erfahrungen oder auch euren Herausforderungen teilhaben. Wir freuen uns, wenn du deine eigenen Erkenntnisse mit uns in einem Kommentar des Blog-Artikels teilst oder auf unserer Produktwerker LinkedIn-Seite.
- Kontinuierliche Product Discovery in Produktteams etablieren04.07., 06:0004.07.2022, 06:0000:44:40
Jan Kiekeben im Gespräch mit Tim Wie etabliert man eine kontinuierliche Product Discovery in den Produktteams? Jan Kiekeben, Discovery Coach bei XING, gibt im Gespräch mit Tim Einblicke in seine Arbeit. Herausgekommen ist ein interessanter Erfahrungsbericht. Zunächst klärt Tim mit Jan Kiekeben erstmal sein Verständnis von Product Discovery und Jan erzählt von seiner Lernreise, die ihn in diese Position geführt hat. Besonders spannend (und vielleicht auch mutig) ist auch die Art und Weise, wie Jan zu der Rolle gekommen ist. Hierzu teilt er auch seinen ganz persönlichen Tipp. Wie geht Jan das Coaching an? Warum schnappt er sich vor allem das sog. Product Trio? Wie geht er dabei in der Regel vor und wie lange begleitet er ein Team? Folgende Bücher werden in dieser Folge genannt: Marty Cagan - EMPOWERED: Ordinary People, Extraordinary Products Teresa Torres - Continuous Discovery Habits Michael Bungay Stanier: The Coaching Habit: Wie Sie mit Fragen führen und dabei das Potenzial Ihrer Mitarbeiter entfesseln Die empfohlene Masterclass von Teresa Torres findet ihr hier. Diese Folge steht in engem Zusammenhang zum Erfahrungsbericht von Juliana Brell zur ähnlichen Herausforderung bei sipgate: Product Discovery in Scrum integrieren. Weitere Content-Empfehlungen gibt's bei uns in der Produktwerker Box (produktwerker.de/box). Dort gibt's zur Herausforderung Product Discovery eine Menge von uns ausgewählten und empfohlenen Content: Product Discovery um Wissen zu generieren Ihr könnt gerne Kontakt zu Jan Kiekeben aufnehmen. Er freut sich über den Austausch zur Implementierung von kontinuierlicher Product Discovery in Produktteams. Ihr erreicht Jan am Besten via XING (https://www.xing.com/profile/Jan_Kiekeben/) oder per LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/jan-kiekeben/). Probiert ihr auch bereits, in euren Teams kontinuierliche Product Discovery zu etablieren? Wenn ja, wie macht ihr das? Wenn nein, woran hapert es noch? Lasst uns gerne an euren Erfahrungen oder auch euren Herausforderungen teilhaben. Wir freuen uns, wenn du deine eigenen Erkenntnisse mit uns in einem Kommentar des Blog-Artikels teilst oder auf unserer Produktwerker LinkedIn-Seite.
- Product Principles (Produktprinzipien)27.06., 06:0027.06.2022, 06:0000:30:41
Tim, Dominique und Oliver im Gespräch Product Principles sind ein wertvolles Instrument in der Entwicklung von Produkten. Sie sind Grundsätze, die als Kompass bei Produktentscheidungen helfen. Sie helfen uns Entscheidungen effektiv und effizient zu treffen. Wir klären anfänglich woher das Thema eigentlich kommt, stürzen uns dann aber direkt darauf wie Product Principles eigentlich aussehen. Eine Form, die uns besonders hilft ist beispielsweise A über B: Der mobile Kontext ist uns wichtiger als Desktop oder Hotelgäste sind wichtiger als Hotels. Anschließend tauschen wir uns noch dazu aus, wie wir Produktprinzipien gut entwickeln können. Oft gibt es sie schon, allerdings nicht explizit. Wenn ihr euch noch weiter mit dem Thema beschäftigen wollt, empfehlen wir euch folgende Quellen: Applying Product Principles to Guide Better Product Decisions von Nir Gazit (https://www.mindtheproduct.com/applying-product-principles-guide-better-product-decisions/) How to create product principles that make a difference von Mal Sanders (https://productcoalition.com/how-to-create-product-principles-that-make-a-difference-a8d7cd59bdd0) Wir haben schon über ähnliche Themen gesprochen. Wenn ihr euch hier mehr vertiefen wollt, empfehlen wir euch folgende Folgen: Warum Product Owner die Unternehmensvision kennen sollten (https://produktwerker.de/unternehmensvision/) Eine Produktstrategie entwickeln (https://produktwerker.de/produktstrategie-entwickeln/) Wie die Produktvision hilft, Product Ownern eine Richtung zu geben (https://produktwerker.de/wie-die-produktvision-hilft-product-ownern-eine-richtung-zu-geben/) An der Stelle möchten wir uns übrigens bei den Teilnehmenden unserer Session zu "Product Principles" auf der Agile Cologne (https://agilecologne.de/) am 10. Juni 2022 bedanken. ihr habt uns wertvolle Impulse gegeben! Und wenn ihr eigene Erfahrungen mit Product Principles gemacht habt, teilt sie gerne mit allen bei uns in den Kommentaren -> https://produktwerker.de/product-principles/.
- Product Owner für mein Buch - ein Erfahrungsbericht20.06., 06:0020.06.2022, 06:0000:42:11
Dennis Willkomm im Gespräch mit Oliver In dieser Episode ist Dennis Willkomm unserer Gast und Spricht mit Oliver über das Produkt Buch. Genauer gesagt handelt es sich um einen Erfahrungsbericht zum Buch schreiben. Und da es sich bei dem betrachteten Werk um Dennis erste Veröffentlichung handelt und er quasi als Product Owner für ein Buch agiert hat, diskutieren die beiden spannende Learnings, die unserer Meinung nach auch auf dein Produkt übertragen werden können. Dennis erklärt anhand der im Produktmanagement verbreiteten Praktiken - Product Vision, Product Roadmap, Product Backlog - wie "agil" er an die Herausforderung herangegangen ist. Natürlich spielen auch die Scrum Events wie Sprint Review und Sprint Retrospektive eine gewichtige Rolle in dem Gespräch. Zu Abschluss erklärt Dennis, was er aus der Erfahrung Product Owner für ein Buch zu sein gelernt hat und was er beim Schreiben seines zweiten Buches anders machen will. Dennis Buch "Roadmap durch die VUCA-Welt: Für Führungskräfte, Scrum Master und Agile Coaches" ist im Oktober 2021 bei UVK erschienen. Aus unserer Sicht ist das Buch ein wirklich beeindruckendes Nachschlagewerk, welches u.a. die Themen "Von der Industrialisierung zur Digitalisierung", "Der Mensch im Mittelpunkt", "Das Team als treibende Kraft", "Führung in Veränderung" und "Denken, fühlen und handeln für die Welt von morgen" intelligent erläutert.
- Agiles Schätzen: #NoEstimates13.06., 06:0013.06.2022, 06:0000:30:18
Oliver und Dominique im Gespräch Nachdem wir bereits über die agilen Schätzmethoden Magic Estimation und Planning Poker in vorherigen Podcastfolgen gesprochen haben, geht es in dieser Episode um NoEstimates. Dominique und Oliver sprechen darüber, warum sie auch "Nicht-Schätzen" in diese Reihe der Praktiken einordnen. Statt beispielsweise mit der Fibunacci-Reihe zu agieren werden bei NoEstimates in der Regel die Anzahl der Items gezählt und so Prognosen anhand von historischen Daten erstellt. Dominique und Oliver schauen auf die grundsätzlichen Schwierigkeiten, sofern ich als Product Owner mit Schätzungen arbeite. Sie diskutieren die eine oder andere Dysfunktion und die Gefahr, sich zu sehr auf Fristen und Product Delivery zu konzentrieren. Nachdem so die Motivation sich mit NoEstimates zu beschäftigen geklärt ist, geht es im Kern der Folge um die Voraussetzungen, die ich schaffen muss. Und natürlich werfen Oliver und Dominique auch einen kritischen Blick auf Schwierigkeiten, die bei dieser Methode aufkommen kann. Wie immer runden persönliche Tipps aus dem eigenen beruflichen Werdegang diese Episode ab. Dominique empfiehlt folgende YouTube-Videos für einen Einstieg in das Thema: NoEstimates - Vasco Duarte NoEstimates - Allen Holub
- Introvertiert als Product Owner - geht das?06.06., 06:0006.06.2022, 06:0000:42:45
Timon Royer im Gespräch mit Tim Tims Gast in dieser Folge ist Timon Royer, Product Owner und Co-Host des Podcast „Still & Stark - der Podcast für leise Menschen mit innerer Stärke“. Das Thema dieser besonderen Episode „Introvertiert und Product Owner - wie geht das?“ Zunächst definieren Timon und Tim die Begriffe Introvertiertheit und Schüchternheit, denn diese werden trotz großer Unterschiede im Alltag oft synonym verwendet. Timon erklärt, was bei Introversion im Gehirn passiert und was das mit dem Dopaminspiegel zu tun hat. Grundsätzlich sei es wichtig, sich und seine Bedürfnisse selbst erkennen zu lernen, trotz der sozialen Erwartungshaltung und Glaubenssätze, die schon früh geprägt wurden. Im zweiten Teil des Gesprächs gehen die beiden dann auf konkrete Herausforderungen für Introvertierte in der Product Owner Rolle ein. Timon zeigt anhand konkreter Beispiele, dass es wichtig ist, auf die eigene Energie zu achten und im eigenen Umfeld eine Transparenz über die eigenen Bedürfnisse herzustellen. Explizit gucken Tim und Timon auf die Events Sprint Review und Sprint Retrospektive und auf die Zusammenarbeit mit Stakeholdern. Denn auch introvertierte Product Owner müssen und können führen. Besonders wichtig ist es, Kompetenz auszustrahlen. Und oft kann man die eigene Introversion zur Stärke nutzen, denn wenn man etwas sagt, dann hat man auch nachgedacht. Wie immer schließt die Folge mit Tipps ab, wie du dich in das Thema vertiefen kannst.
- Warum Product Owner die Unternehmensvision kennen sollten30.05., 06:0030.05.2022, 06:0000:31:20
Dominique und Tim im Gespräch Wie wir als Product Owner die Produktvision in unserem eigenen Kontext erfolgreich einbinden war bereits ein Thema in unserem Podcast. In dieser Folge wollen wir verstehen in welcher Art und Weise die Unternehmensvision für unsere Arbeit als Product Owner relevant ist. Daher sprechen in dieser Folge Tim und Dominique darüber, wie Product Owner die Unternehmensvision in unserer Arbeit integrieren können. Dabei streifen die beiden nicht nur die leidliche Frage wodurch sich eine Vision von einer Mission unterscheidet, sondern auch welchen Einfluss eine solche Vision/Mission für die Entwicklung eines Produktes spielt. Besonders relevant wird die Unternehmensvision beispielsweise wenn mehrere Produkte aus ihr abgeleitet werden. Selbst bei Unternehmen, bei denen es scheint, dass nur ein Produkt existiert (z. B. Instagram) existieren doch meist mehrere Produkte (Instagram für Unternehmen, Instagram für Werbetreibende usw.). Auch zeigen Dominique und Tim auf, dass es hilfreich wäre, die Unternehmensvision in regelmäßigen Abständen im Rahmen des Plannings und des Reviews allen Beteiligten noch einmal in Erinnerung zu rufen. Alleine schon die Frage, in welcher Art und Weise das eigene Produkt bzw. der Wertzuwachs im letzten Sprint auf die Unternehmensvision einzahlt, kann durchaus erhellend sein. Hier stellt sich dann auch die Frage, durch welche Kennzahlen wir unseren Fortschritt in Richtung Produktvision erkennen und wir begründen können warum das auch zu Erreichung der Unternehmensvision wertvoll ist. Am Ende bleibt vor allen ein Appell an alle Product Owner, dass wenn sie die Unternehmensvision nicht kennen, sie diese in Erfahrung bringen sollten. Das Produkt mit seiner Vision sollten wir nämlich in die Unternehmensvision eingliedern. Übrigens haben wir uns zum Thema Produktvision schon einige Inhalte zusammengesucht. Ihr findet sie unter https://produktwerker.de/herausforderung/produktvision-erstellen/. Die Folge zur Produktvision findet ihr unter https://produktwerker.de/wie-die-produktvision-hilft-product-ownern-eine-richtung-zu-geben/.
- Konflikte zwischen Scrum Master und Product Owner23.05., 06:0023.05.2022, 06:0000:43:23
Alex Kylburg im Gespräch mit Tim Konflikte zwischen Scrum Master und Product Owner gibt es wahrscheinlich in jedem Team. Immer dann, wenn Menschen mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten zusammenarbeiten, werden sie in eine Meinungsverschiedenheit laufen. Dies muss nicht immer ein einen Konflikt münden. Sofern aber unterschiedliche Vorstellungen über die andere Rolle existiert, kann es herausfordernd sein, diesen Dissenz aus der Welt zu räumen. Zum Thema Konflikte zwischen Scrum Master und Product Owner ist in dieser Podcastfolge Alexander Kylburg von der paragrah eins GmbH aus Köln bei Tim zu Gast. Alex ist ein Urgestein der agilen Community in Köln und u.a. Mitausrichter der Agile Cologne. In dieser Folge teilen die beiden konkrete Situationen, in denen es zu Konflikten gekommen ist. Spannend ist die Diskussion, ob diese Konflikte notwendig sind und was passiert, falls es zu viel Harmonie im Scrum Team gibt. Alexander geht möglichen Ursachen genauer auf den Grund und sieht als einen Grund für Dissenz, wenn der Product Owner oder sogar die Organisationen den Wertnicht sieht, den die Scrum Masterin zum Produkterfolg beiträgt. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge liegt auf den Umgang mit solchen Situationen. Hier kann eine neutrale Moderation zwischen den beiteiligten Personen oder Coaching sicher ein erster Ansatz sein. In dem Zusammenhang sei auf die Leistungen von paragraph eins verwiesen, die Alex in der Episode erwähnt: Mentoringprogramm für Scrum Master Intervision für Scrum Master
- Agiles Schätzen: Planning Poker16.05., 06:0016.05.2022, 06:0000:37:00
Oliver und Dominique im Gespräch Planning Poker ist ein weit verbreitete Technik, wenn es darum geht im agilen Kontext zu schätzen. Dabei kann ein Team durch gemeinsames Schätzen und einem gezielten Austausch von Argumenten sich nach und nach ein gemeinsames mentales Modell erarbeiten. Schätztungen, die so entstehen werden anschließend zur Priorisierung und Planung eingesetzt. Die Grundlage für Planning Poker bildet im Grunde eine Technik namens Breitband-Delphi, bei der auch mehrere Experten zusammen ein Urteil abgeben und sich zwischen ihren individuellen Aussagen abstimmen dürfen. In dieser Folge besprechen Oliver und Dominique welche Rolle die Technik für Product Owner hat und an welchen Stellen sie vielleicht noch wertstiftend eingesetzt werden kann. Nach der Klärung, woher die Technik eigentlich kommt sprechen die beiden über den konkreten Ablauf und mögliche Einsatzzwecke. Außerdem denken die beiden auch darüber nach, welche Vor- und Nachteile die Technik hat. Gerade um die Nachteile sollten Product Owner wissen, damit sie mit den Ergebnissen einer solchen Schätzung umgehen können bzw. wissen an welchen Stellen Ergebnisse vielleicht auch mal hinterfragt werden sollten. Oliver und Dominique schließen wie immer mit einigen Tipps, die ihrer Erfahrung nach dabei helfen noch ein wenig mehr aus der Planung mittels Planning Poker herauszuholen. Im Gespräch wird auf folgende anderen Folgen verwiesen: Agiles Schätzen: Magic Estimation (https://produktwerker.de/magic-estimation/) Folgende Referenzen finden wir in dem Kontext wertvoll: The Original Paper (https://wingman-sw.com/articles/planning-poker) Planning Poker auf der Website von Mountain Goat Software (https://www.mountaingoatsoftware.com/agile/planning-poker) Darüber hinaus empfiehlt sich bei Gelegenheit ein Blick in das Buch "Agile Estimating and Planning" von Mike Cohn, auch wenn es mittlerweile an einigen Stellen etwas in die Jahren gekommen ist.
- Product Ownership im Konzernumfeld09.05., 06:0009.05.2022, 06:0000:39:31
Felix Stein im Gespräch mit Oliver Thema dieser Podcast Folge sind die Herausforderungen von Product Ownership im Konzernumfeld. Wir arbeiten heraus, was die Arbeit eines PO im Konzern von einem PO in einem kleineren Unternehmen bzw. Startup unterscheidet. Felix Stein, Geschäftsführer der Agile Process GmbH aus Bonn, diskutiert diese Fragen im Gespräch mit Oliver. Felix stellt zu Beginn der Episode sein Verständnis von Product Ownership vor. Darauf aufbauend überlegen die beiden Gesprächspartner, was im Konzern für Voraussetzungen für Product Owner erfüllt sein sollten. Sie behandeln dabei die Themen Projekt- & Produktfokus, Entscheidungskompetenz, Fokus und Regulierungsherausforderungen. Eine Besonderheit für einen PO im Konzern liegt sicher darin, dass viele Produkt für interne Kunden entwickelt werden. Die Chancen und Risiken, auch für die Product Discovery, werden von Felix und Oliver intensiv beleuchtet. Gegen Ende der Podcastfolge geben Felix und Oliver praktische Tipps und Tricks für Produktorganisationen und Product Owner in Konzernen. Und stellen heraus, dass es durchaus einige Vorteile gibt, als PO im Konzern zu arbeiten. Denn hier kann ich auf zahlreiche Ressourcen zurückgreifen und von den anderen Product Ownern lernen.
- Der CEO-Test - keine falschen Kompromisse02.05., 06:0002.05.2022, 06:0000:36:01
Oliver & Dominique im Gespräch Als Product Owner stehe ich sehr oft vor der Herausforderung, die unterschiedlichen Interessen von vielen Stakeholdern bei der Entwicklung von Features meines Produktes zusammenzubringen. Hier besteht die Gefahr, zu kleinteilig über einen von allen akzeptierten, machmal aber sogar "faulen" Kompromiss zu kommen. Eine Option dieser Falle zu entkommen, ist der von Shreyas Doshi vorgeschlagene CEO-Test. Dominique und Oliver diskutieren in dieser Podcast Episode, wann wir als Product Owner in diese Falle laufen. Und warum es gefährlich ist, erst in einem Sprint Review zu merken, dass der realisierte Kompromiss aus Sicht der Nutzer und des Unternehmens zu kurz oder sogar in die falsche Richtung gedacht ist. Shreyas schlägt für solche Situationen vor, einen Perspektivwechsel einzunehmen und auf den vereinbarten Konsens aus der Sicht des CEO zu gucken. Das Vorgehen ist eine wirkungsvolle Abkürzung, damit wir als Product Owner präventiv größer denken, unsere Einschränkungen hinterfragen und insgesamt mehr Überzeugung bei den Kompromissen gewinnen können, die wir am Ende eingehen. Der CEO-Test funktioniert folgendermaßen: Stellen wir uns vor, wir würden die gleichen Argumente für den Kompromiss gegenüber dem CEO vorbringen. Dass wir hier kein besseres Kundenerlebnis schaffen können, weil wir mit den Einschränkungen X, Y, Z konfrontiert sind. Wie klingt dieses Argument für uns? Glauben wir, dass wir uns in dieser Sache durchsetzen können? Wenn wir den CEO-Test anwenden, lautet die Antwort oft: "Hmm… eigentlich sind wir uns nicht sicher, denn wir wetten, dass der CEO A, B, C sagen wird." "Aha. Warum gehen wir also nicht davon aus, dass dieser Dialog bereits stattgefunden hat, und warum gehen wir nicht auf A, B, C ein, bevor wir uns auf diesen Kompromiss einigen?" Wie in jeder Podcastfolge geben Dominique und Oliver hilfreiche Tipps und Tricks aus ihrer eigenen Praxis als Product Owner. Ihre Impulse drehen sich vor allem um Kommunikation, denn als PO bin ich immer auch Geschichtenerzähler, und das in unterschiedlichen Zeithorizonten und Flughöhen. Und auch daher kann es sinnvoll sein, mit dem CEO-Test explizit die Perspektive des Geschäftsführers einzunehmen.
- Mit "Jobs to Be Done"-Interviews zum besseren Kundenverständnis (JTBD)25.04., 06:0025.04.2022, 06:0000:48:39
Peter Rochel im Gespräch mit Tim Mit der "Jobs-to-Be-Done"-Theorie (JTBD) lassen sich unterschiedliche Dimensionen von Kundenbedürfnissen wunderbar erklären. So kann man schön unterscheiden, welche Bedürfnisse das Produkt oder ein Service bedient. Oder, um es im Wording der Jobs-to-Be-Done Theorie zu sagen: für die Erledigung welchen Jobs dieses Produkt vom Nutzer beauftragt wird. Unser Gast Peter Rochel ist zusammen mit Eckhart Böhme sicherlich das führende Gespann, das es im deutschsprachigen Raum rund um die JTBD-Theorie gibt. Aber die beiden halten sich nicht mit der Theorie auf, sondern nutzen sie in ihrer praktischen Innovationsarbeit und Produktentwicklung. Und genau darum geht diese Podcast-Folge. Zunächst erklären wir natürlich erst noch mal Herkunft, Aufbau und Idee der Jobs-to-Be-Done Theorie. Aber dann geht es vor allem um die Anwendungen in den sogenannten JTBD-Interviews. Beispiele solcher Interviews könnt ihr im Podcast "Innovate+Upgrade" von Peter Rochel auch mal komplett anhören - echt spannend. Und im letzten Teil stellt Peter auch noch dass von ihm und Eckhart entwickelte spannende "Wheel of Progress®" vor. Das ganze ist ein super hilfreicher Canvas, um die JTBD-Interviews sehr strukturiert dokumentieren zu können. So macht man z.B. alle Kräfte, den jeweiligen Kontext und den dem Produkt (oder Service) zugeschriebenen erstrebten Fortschritt explizit. Wertvolle Quellen rund um "Jobs-to-Be-Done": JTBD.de – die deutschsprachige Community für die Jobs to Be Done (JTBD)-Theorie, inkl. einer guten Erklärung der JTBD-Theorie Clayton M. Christensen: Besser als der Zufall: "Jobs to Be Done" - die Strategie für erfolgreiche Innovation (Original: Competing Against Luck) Das Original-Video zum bekannten "Milkshake"-Beispiel von Clayton M. Christensen Shot: Was ist ein JTBD? (Kurzerklärung). Alle Shots gibt's hier Webinar von Peter Rochel bei Mr. Kundenbrille Kompakte Beispiele zu JTBD-Kundeninterviews im Podcast-Format Wenn ihr Peters Aktivitäten weiter verfolgen, direkten Kontakt zu Peter Rochel aufnehmen wollt oder er euch in euren Innovationsherausforderungen helfen kann, geht das für zahlreiche Wege: Web, Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing oder per Mail. Kanntet ihr "Jobs-to-Be-Done" schon oder und nutzt ihr sogar schon JTBD-Interviews? Oder wie kommt ihr den wahren Kundenbedürfnissen ansonsten auf die Schliche? Lasst uns gerne an euren Erfahrungen oder auch eurer Kritik teilhaben. Wir freuen uns, wenn du deine eigenen Erkenntnisse mit uns in einem Kommentar des Blog-Artikels teilst oder auf unserer Produktwerker LinkedIn-Seite.
- Welche Fähigkeiten braucht ein (sehr) guter PO?18.04., 06:0018.04.2022, 06:0000:35:14
Tim im Gespräch mit Oliver Was unterscheidet eigentlich gute Product Owner von sehr guten Product Ownern? Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten zeichnen die sehr guten Product Owner aus? Oder sollte man diese Fragen erst gar nicht stellen, weil es keine zufriedenstellende Antwort darauf geben kann. Tim und Oliver wagen die Fragen trotzdem zu stellen. Sie versuchen in dieser Podcastfolge vor allem auf die Human Skill und Fähigkeiten sehr guter Product Owner zu schauen. Die beiden beleuchten neben ganz grundsätzlichen Aspekten wie Haltung, Werte, Empathie auch den organistatorischen Kontext, in dem diese Aspekte unterschiedlich bedeutsam sind. Auf diesen einleitenden Gedanken aufbauend vertiefen Oliver und Tim ihr Gespräch vor allem in den Themenschwerpunkten Kommunikation, Umsetzung, Forschung und Organisation. Das Resultat sind viele kleine Impulse, die dich deine eigene Einstellung und Verhalten in der eigenen Product Owner Rolle sicher reflektieren lassen. Von uns in dieser Podcast-Folge erwähnte Quellen: Product Management in practice - Matt LeMay Geben & Nehmen - Adam Grant Strong Product People - Petra Wille
- Mein Werdegang vom Product Owner zum Steuerberater11.04., 06:0011.04.2022, 06:0000:24:48
Dominique im Gespräch mit Michael Schopp Diese Folge bietet dir wieder einen interessanten Erfahrungsbericht. Unser Gast Michael Schopp spricht mit Dominique über seinen Werdegang vom Product Owner zum Steuerberater, also - verglichen mit unseren bisherigen Gästen - einer eher untypischen Laufbahn. Michael beschreibt, wie er Product Owner wurde, warum ihn das damals reizte und was er aus dieser Zeit für seine jetzige Selbstständigkeit mitgenommen hat. Michael gibt uns einen tieferen Einblick, wie Produkte für Steuererklärungen erzeugt werden und welche Herausforderungen dabei existieren. Darüber hinaus berühren die beiden vor allem die Aspekte der Kundenorientierung und der Führung. Heute ist Michael Inhaber der Steuerberatung Schopp (https://steuerberatung-schopp.de). Wenn auch ihr mal Lust habt von euren ungewöhnlichen Werdegang zum Product Owner und darüber hinaus zu berichten, wendet euch gerne an uns (info@produktwerker.de). Außerdem freuen wir uns über Feedback von euch. Gerne auch im Podcatcher eurer Wahl.
- Agiles Schätzen: Magic Estimation & Team Estimation Game04.04., 06:0004.04.2022, 06:0000:34:21
Dominique im Gespräch mit Oliver In dieser Folge unseres Product Owner Podcast sprechen Dominique & Oliver über die agile Praktik Magic Estimation. Und natürlich legen sie den Fokus ihrer Diskussion auf den besonderen Nutzen dieser Schätzmethode für Produkt Owner. Die Idee geht ursprünglich auf einen Vorschlag von Lowell Lindstrom aus dem Jahr 2008 zurück. Er nannte seine Idee „Affinity Estimation“. Boris Gloger griff den Ansatz auf und überarbeitete diesen zu Magic Estimation. Das Magische: sehr viele Product Backlog Items in sehr kurzer Zeit durchschätzen, um beispielsweise für ein bestimmtes Release eine grobe Idee zu einem Termin abgeben zu können. Dominique erläutert, wie er eine solche magische Schätzsession vorbereitet und dann mit dem Team durchführt. Er teilt viele hilfreiche Tipps und Tricks, die auch die Aufgaben eines Product Owners nach einer solchen Session betreffen: Wir überführe ich die Schätzungen ins Product Backlog? Und warum macht es Sinn, die Ergebnisse der Schätzungen im Product Backlog besonders zu markieren? Links zu Artikeln, um das Wissen zu vertiefen: Affinity Estimation Estimation: A kind of magic Magic Estimation (2010)
- Ownership verpflichtet28.03., 06:0028.03.2022, 06:0000:35:56
Peter Beck im Gespräch mit Oliver Als Scrum Product Owner nutze ich das Scrum Framework, um ein möglichst erfolgreiches Produkt zu entwickeln. Was ist aber mit dem dritten Teil „Owner“ konkret gemeint? Über diese Frage und damit auch die Rechte und Pflichten von Product Ownership spricht Peter „Pit“ Beck von Das Scrum Team mit Oliver in dieser Folge unseres Podcast. Pit erklärt Ownership mit der „Fähigkeit, den Besitz zu verwalten“. Also sollte ein Scrum Product Owner die Interessen des Besitzes wahren und im Sinne der Eigentümer handeln. Leider sind wir von diesem Verständnis in großen Organisationen und Konzernen meistens sehr weit entfernt. Rückhalt für POs aus der unternehmerischen Führung heraus ist eher in kleinen Unternehmen und Startups zu finden. Oliver und Pit diskutieren, wie weit die Ownership sinnvollerweise ausgestaltest sein sollte, damit der Product Owner auch wirklich erfolgreich sein kann. Einen weiteren Schwerpunkt legen die beiden auf Haltung und Fähigkeiten, die es braucht, um unternehmerisch tätig zu werden und das unternehmerische Denken auch ins Team zu bekommen. Diese Verantwortung muss man aber auch voll, aushalten können. Denn Ownership verpflichtet. Mit dem Eigentum kommen Macht und Verpflichtung, mit der ich nicht alles machen kann. Product Owner haben besondere Rechte und Pflichten. Daher sollte auch jede(r) selber eine bewusste Entscheidung treffen, ob man für die Übernahme bereit ist und diese auch will. Neben Tipps & Tricks reflektieren Pit und Oliver, wie es gelingen kann, mehr Product Owner mit wirklicher Ownership entwickeln zu können.
- Ein Produkt übergeben21.03., 06:0021.03.2022, 06:0000:35:22
Dominique & Tim im Gespräch Wenn es Zeit wird den eigenen Kontext zu wechseln, dann müssen wir meist unser Produkt an jemanden übergeben. In dieser Folge beschäftigen sich Dominique und Tim damit, was es bei der Übergabe der Produktverantwortung an nachfolgende Product Owner zu beachten gilt und wie man dabei nach ihrer Erfahrung nach gut vorgehen kann. In der Folge verweisen wir auf zwei andere Folgen. Für Bessere Entscheidungen dun Delegation verweisen wir auf die Folge zum Decision Poker (https://produktwerker.de/entscheidungen-treffen-decision-poker/) und natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass uns bei der Übergabe auch der Scrum Master / die Scrum Masterin helfen kann (https://produktwerker.de/dein-freund-der-scrum-master/). Wie immer freuen wir uns über eure Erfahrungen und Tipps, wie man die Verantwortung als Product Owner am besten übergeben kann. Gerne auch Erfahrungen, wie es überhaupt nicht funktioniert… also außer ganz auf eine Übergabe zu verzichten. ;-)
- Inception Deck - nützliches Tool für besseres Erwartungsmanagement14.03., 06:0014.03.2022, 06:0000:40:27
Helen Sedlmeier im Gespräch mit Tim Gerade zu Beginn einer Produktentwicklung ist die Unsicherheit über das "Was", das "Wie" und den Produktkontext oft unklar und unsicher - jedenfalls dann, wenn wir Produkte in einem komplexen Problemumfeld entwickeln. Hier setzt das sogenannte "Inception Deck" an. Die Vorlage gibt eine Struktur, um gemeinsam die Ausgangslage, den bislang verstandenen Nutzer- und Kundenbedarf zu beschreiben und somit ein gemeinsames Verständnis der Herausforderung explizit zu machen. Letztlich ist dies auch die Aufgabe des/der Product Owner:in hier für Klarheit zu sorgen. Oder anders gesagt: das Inception Deck kann gerade beim Start einer Produktentwicklung einen guten Rahmen für ein gelungenes Erwartungsmanagement schaffen. Und so etwas hilft der PO Rolle in der weiteren Arbeit mit Stakeholdern natürlich sehr. Alleine weil man sich in aufkommenden Diskussionen immer auf die gemeinsam im Inception Deck erarbeitete und zum aktuellen Zeitpunkt "gültige" Sicht berufen kann. Sicherlich ist auch das nur der "letzte Stand unseres Irrtums". Konkret besteht das Inception Deck aus einer Vorlage von zehn Fragestellungen, die gemeinsam besprochen oder erarbeitet werden sollten, bevor man in die Product Delivery Phase der operativen Umsetzung startet - oder zumindest sollte dies parallel gleich am Anfang geschehen. Die ersten fünf Fragen drehen sich um das "Wozu machen wir das?" („Why"), die Schritte sechs bis zehn um das "Wie machen wir das?" („How"). Im Gespräch erläutert Helen Sedlmeier die einzelnen Punkte und erklärt auch, wie sie das Inception Deck einsetzt und wie es für sie selbst, insbesondere als Externe Product Ownerin, besonders hilfreich ist. Die Vorlage selbst gibt es als PowerPoint Template – zu finden auf The Agile Warrior. Zum Thema Inception Deck hat Helen folgende Quellen empfohlen: Artikel von Helen im Mayflower Blog Neal Ford, Rebecca Parsons, Patrick Kua: Building Evolutionary Architectures: Support Constant Change Jonathan Rasmusson: The Agile Samurai - How Agile Masters Deliver Great Software Im Zusammenhang mit dieser Episode möchten wir euch auch diese Folgen ans Herz legen: Wie die Produktvision hilft, Product Ownern eine Richtung zu geben Welche Aufgaben gehören zur Product Owner Rolle? Wenn ihr weitere Fragen zum Inception Deck oder zu anderen Themen an Helen Sedlmeier habt, erreicht ihr sie am Besten über das LinkedIn-Profil von Helen. Sie freut sich über eure Kontaktaufnahme. Kanntet und nutzt ihr das Inception Deck vielleicht sogar schon? Oder wie klärt ihr das mit dem Erwartungsmanagement im Umfeld - gerade zum Beginn eurer Produktentwicklung? Lasst uns gerne an euren Erfahrungen oder auch eurer Kritik teilhaben. Wir freuen uns, wenn du deine eigenen Erkenntnisse mit uns in einem Kommentar des Blog-Artikels teilst oder auf unserer Produktwerker LinkedIn-Seite.
- Nein sagen als Product Owner07.03., 06:0007.03.2022, 06:0000:43:33
Dominique & Oliver im Gespräch „Nein sagen ist eine Kernkompetenz eines jeden Product Owners.“ Diese Aussage wird häufig wie ein Mantra unreflektiert wiederholt und an uns Produkt Owner kommuniziert. Oliver und Dominique versuchen in dieser Folge unseres Product Owner Podcast einmal kritisch auf die Aussage zu gucken. Und die beiden nähern sich generell der Herausforderung des Neinsagens. Nachdem Oliver & Dominique sich darüber ausgetauscht haben, ob und warum Nein sagen wichtig ist, teilen die beide Situationen aus ihrer eigenen Historie, in denen das Wort ihnen persönlich schwer gefallen ist. Intensiv reflektieren sie, was man bei einer Ablehnung von Wünschen oder Features beachten sollte und welche Arten von Nein sagen unterschieden werden können. Spannend ist der Gedanke, ob wir als Produkt Owner nicht viel mehr über das JA sagen nachdenken sollten. Dann zu oft Nein zu kommunizieren ist evtl nur ein Umweg zu mehr Fokus und es kann einem auf Dauer auch emotional nicht gut tun. Wie in jeder Folge, schließen Dominique & Oliver mit Tipps und Tricks das Thema ab.