
Beschreibung der Episode
Nach dem desaströsen Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt wächst der Druck auf CDU-Chef Friedrich Merz. Die Partei kommt dort nur noch auf gut 17 Prozent. Merz selbst sprach von "der schwersten Niederlage für die CDU seit Jahren, seit Jahrzehnten" und sagte, die Partei habe gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern eine "Bringschuld". In der CDU sehen einige vor allem den Kanzler und Vorsitzenden selbst in der Pflicht. Offene Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei gibt es bisher eher aus der zweiten Reihe, so etwa von der Jungen Union Brandenburg, die einen "personellen und politischen Neuanfang" fordert. Politische Gegner und Medien sprechen jedoch offen von einer Kanzlerkrise und diskutieren Szenarien eines Kanzlerwechsels. Merz selbst denkt offenbar nicht an einen Rückzug. "Aufgeben ist keine Option. Wir sind für vier Jahre gewählt. Ich bin für vier Jahre gewählt", sagte er. Unsere Frage des Tages lautet: Soll Friedrich Merz zurücktreten? Es kommentiert Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.