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103- 109: Wölfe vor der Wiederausrottung?11.10., 10:3711.10.2026, 10:3701:26:40
Jäger ohne Wolfswissen. Redaktionen unter Korrekturdruck. Eine Fähe in Barnim, brutal getötet. Die Lage für die Wölfe in Deutschland wird langsam richtig ernst. Jetzt heißt es, alles und jeden zu mobilisieren, damit der Feldzug von Politik und Jägerschaft nicht mit einer Wiederausrottung der Wölfe endet. Zu Gast ist zum dritten Mal Kerstin Frohoff-Hülsmann aus Wettringen bei Münster, die Redaktionen und den Deutschen Presserat mit ihren Beschwerden inzwischen ordentlich auf Trab hält. Ihr Update kann sich sehen lassen: Das Engagement gegen Desinformation über Wölfe in den Medien trägt erste Früchte, und manche Redaktion wurde erst durch ihre Hinweise auf eigene Fehler aufmerksam. Weniger erfreulich ist ein neues Webinar des Deutschen Jagdverbands, das die Jägerschaft für kommende Wolfsjagden fit machen soll. Es offenbart deutliche Wissenslücken in Sachen Wolf, und das ausgerechnet bei denen, die künftig über Leben und Tod einzelner Wölfe entscheiden sollen. Da wird doch allen Ernstes eine Fähe, die ihren Nachwuchs im Maul umher trägt, als 1-2 Monate alter Welpe verkauft, der einen Futterhappen in Sicherheit bringt. Untragbar, findet Sabine und Kerstins Konsequenz ist klar: Den Jägern sollte die Hoheit über die Wölfe schleunigst entzogen werden. Dazu kommt, dass in den vergangenen Wochen auffallend viele tote Wölfe gefunden wurden. Nicht jeder davon wurde illegal getötet, doch genau hinzuschauen bleibt Pflicht. Besonders erschütternd ist ein Fall aus dem brandenburgischen Landkreis Barnim, der bislang kaum Beachtung fand. Was Sabines Presseanfrage an den Tag brachte, lässt keinen kalt: Die tote Wölfin war die Mutter des Rudels Barnimer Heide, und die Staatsanwaltschaft ermittelt. Eine Folge über Fakten, Frust und die Frage, was jede und jeder Einzelne tun kann. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald, Kerstin Frohoff-Hülsmann Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Die Online-Schulung des Deutschen Jagdverbands über Grundlagen für die Bejagung von Wölfen in Deutschland (bei TC 1:06 seht ihr die Sequenz, über die in dieser Folge gesprochen wird): https://www.youtube.com/watch?v=LFdiXCM2JkY Den O-Ton von Kai Hamann vom Landesjagdverband Brandenburg findet ihr auf dem Instagram-Account der Taskforce: Artenschutz. (Im Original wurde er in einem Beitrag des rbb veröffentlicht) https://www.instagram.com/reels/DXjVhTjjYYE/ Das ist die Email-Adresse von Kerstin Frohoff-Hülsmann, über die ihr direkt mit ihr in Kontakt treten könnt: fairtowolves@t-online.de Hier findet ihr für jedes Bundesland die zuständigen Behörden und Ansprechpartner. Auch für den Fall, dass ihr einen toten oder verletzten Wolf in der Natur oder am Straßenrand findet: https://www.dbb-wolf.de/Wolfsmanagement/bundeslaender/ansprechpartner Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf: https://www.dbb-wolf.de/ Maske Deutscher Presserat Beschwerden: https://www.presserat.de/beschwerde.html Deutscher Pressekodex: https://www.presserat.de/pressekodex.html Das Verfassen eines Leserbriefs gibt dir die Möglichkeit, auf einen Artikel, z. B. einen Bericht oder einen Kommentar in einer Zeitung oder auch auf einer Website, inhaltlich zu reagieren und dazu Stellung zu beziehen. Hier bekommst du Tipps dazu: https://studyflix.de/deutsch/leserbrief-schreiben-2668 Über den Fall des illegal getöteten Wolfs in Treuenbrietzen (September 2024): https://www.maz-online.de/lokales/potsdam-mittelmark/treuenbrietzen/treuenbrietzen-wolf-wohl-brutal-getoetet-wolfsallianz-erstattet-anzeige-6X3O3GVWONFP3J7TMWEKALPIFY.html Untersuchung ergibt: Auf den Schluchsee-Wolf wurde nicht geschossen: https://www.schwarzwald-aktuell.eu/news/untersuchung-ergibt-auf-den-schluchsee-wolf-wurde-nicht-geschossen/
- 108: Mitten im Glorialand: Schafhaltung im Wolfsterritorium Schermbeck25.09., 12:0025.09.2026, 12:0000:42:28
Schäfer Moritz Specht aus Hünxe über Herdenschutz und den Wolf im Jagdrecht Moritz Specht ist Schäfer in Hünxe im Kreis Wesel – und war jahrelang direkt konfrontiert mit der Wölfin GW954f, besser bekannt als „Gloria von Wesel“. Von Beginn an setzte er auf Herdenschutz, baute Zäune, passte seine Haltung an. Doch Gloria lernte schneller: 120 cm hohe Elektrozäune? Kein Problem. Trotz aller Vorsicht verlor Moritz viele Schafe. In dieser Episode erzählt er, wie es sich anfühlt, als Schäfer zwischen Wolfsrissen, hitziger Stimmung und politischem Aktionismus zu stehen. Die Region kochte: Ein Schaf wurde im Wald angepflockt, Wölfe sollten an Weiden gelockt werden, Videos von wolfsähnlichen Tieren beim Überwinden hoher Zäune gingen viral. Was lief schief? Wie konnte die Lage so eskalieren? Und wie blickt Moritz heute darauf zurück? Sabine und Moritz sprechen außerdem über die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Jagdverbände und Politik versprechen mehr Sicherheit für Weidetierhalter:innen – doch hat sich seit April wirklich etwas verbessert? Wie steht der 37-Jährige, der Landschaftsökologie studiert und für die Grünen bei der Landtagswahl in NRW kandidiert, zu diesen Entwicklungen? Moritz setzt trotz aller Herausforderungen auf die Zukunft der Weidetierhaltung. Auf eine Zukunft, in der Schafhaltung möglich bleibt – und in der man lernt, mit dem Wolf zu leben, statt die Realität zu verdrängen. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Schafzucht Specht: https://szspecht.wordpress.com/ Moritz Specht bei Instagram: https://www.instagram.com/moritz.specht/ Mitglieder der AG-West vom Freundeskreis freilebender Wölfe haben ein Seminar zum Zaunbau bei Schäfer Moritz besucht: https://www.nrz.de/lokales/wesel-hamminkeln-schermbeck/article413124207/das-bedeutet-dauerhaft-arbeit-wolfsschuetzer-ueben-zaunaufbau-bei-huenxer-schaefer.html Weitere Wolfspodcast-Folgen zum Thema Gloria: Folge 32: Gloria – ein Wolfsleben am Niederrhein Folge 33: Schermbeck, Brüssel, Brandenburg Eigene, zum Teil investigative Recherchen, bringen Unglaubliches ans Tageslicht. Ein wahrscheinlich von Menschen schwer verletzter Wolf mit drei Beinen wurde von einer vorbeifahrenden Autofahrerin auf einer Wiese beobachtet. Sabine hat sich auf die Suche nach einem potenziellen Täter gemacht und mit Zeugen gesprochen. Folge 71: Ein Jahr nach dem Verschwinden von Gloria - Warum Problemwölfe menschengemacht sind Am 5. November 2024, wurde die bekannte Wölfin Gloria zum letzten Mal nachgewiesen — an dem Tag hatte sie zwei ungeschützte Zwergziegen gerissen. Dieses Datum markiert nun den traurigen Jahrestag ihres Verschwindens aus dem Schermbecker Wolfsterritorium. Die AG „NABUs im Wolfsterritorium Schermbeck“ hat eine außergewöhnliche Dokumentation zu Glorias Leben veröffentlicht. Auf 75 Seiten erzählen sie die ganze Geschichte von GW954f alias „Gloria von Wesel. Die Doku mit vielen Fotos, Grafiken und Originalquellen beleuchtet beispielhaft, wie aus Wölfen „Problemwölfe“ werden — menschengemacht und vermeidbar. Die Dokumentation könnt ihr hier abrufen: https://nabu-borken.de/das-leben-der-woelfin-gloria-dokumentation-aus-sicht-des-regionalen-naturschutzes/
- 107: Sind uns Wölfe zu nah?12.09., 16:0712.09.2026, 16:0701:23:38
Dr. Andreas Moser über Wölfe, Hunde, Menschen und die Angst In dieser Folge trifft Sabine Dr. Andreas Moser – Biologe, Wissenschaftsjournalist und vielen als Moderator aus Jahrzehnten beim Schweizer Fernsehen bekannt. In zahlreichen Dokumentationen hat er sich mit Wölfen beschäftigt. Seit 2021 im Ruhestand, setzt er seine langjährige Recherche in seinem neuen Buch fort: „Wölfe – sind sie uns zu nah? Eine Recherche zum Wesen von Wölfen, Hunden und Menschen“. Das Gespräch rückt den Wolf in ein anderes Licht. Moser betrachtet ihn nicht nur als Predator, sondern vor allem als soziales, lernfähiges und fürsorgliches Tier. Wölfe leben in Familien, kommunizieren, lernen voneinander und kümmern sich um ihren Nachwuchs und um Schwächere. In vielem, so berichtet der Biologe, ähneln sie uns Menschen mehr, als wir vermuten. Doch der Wolf, über den wir sprechen, ist nicht immer der reale Wolf. In unseren Köpfen und in der Politik dient er längst als Projektionsfläche – für biologische Ängste, kulturelle Vorstellungen und gesellschaftliche Konflikte. Der „böse Wolf“ aus Märchen und Schlagzeilen hat mit dem wirklichen Tier wenig gemein. Andreas Moser spricht über die evolutionäre Reise vom Wolf zum Hund und darüber, was diese besondere Beziehung über uns Menschen verrät. Er zeigt, woher unsere tiefe Wolfsangst stammt, wie sie psychologisch wächst und kulturell immer wieder neu entsteht – und warum wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Wolfsbilder so oft auseinanderklaffen. Ein intensives und ehrliches Gespräch über Wölfe, Hunde und Menschen, über Jahrzehnte filmischer und journalistischer Arbeit – und über die Frage, ob wir den Wolf erst dann wirklich verstehen, wenn wir bereit sind, unsere eigenen Vorstellungen von ihm zu hinterfragen. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Über den Gast dieser Folge: Dr. Andreas Moser ist Biologe, Tierfilmer und war über 33 Jahre lang Redaktionsleiter und Moderator der SRF-Dokumentarreihe „Netz Natur". Für seine Verdienste um die naturwissenschaftliche Dokumentation erhielt er 2006 die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich. Seit 1995 begleitet er die Rückkehr der Wölfe in die Schweiz filmisch und publizistisch. Im März 2026 erschien sein umfassendes Werk „Wölfe – sind sie uns zu nah? Eine Recherche zum Wesen von Wölfen, Hunden und Menschen" (Hier und Jetzt Verlag). Auch nach seiner Pensionierung 2021 bleibt er als Vortragsredner, Berater und Autor zu Themen wie Wolfmanagement und Naturschutz aktiv. Die Kompetenz- und Wissensplattform für Naturfragen, die Andreas Moser nach seiner Zeit beim Schweizer Fernsehen gegründet hat: https://www.amonat.ch/ https://www.linkedin.com/in/andreas-moser-643808211 Das neue Buch von Andreas Moser: Wölfe – sind sie uns zu nah? Eine Recherche zum Wesen von Wölfen, Hunden und Menschen: https://www.hierundjetzt.ch/de/catalogue/wolfe-sind-sie-uns-zu-nah_25000035/ Die Rezension von Elli H. Radinger: https://www.elli-radinger.de/buchtipp-woelfe-sind-sie-uns-zu-nah/ Die besprochene Dokumentation vom Schweizer Fernsehen aus der Sendereihe "Netz Natur" von 2020. "Erklärungen zum Wolf": https://www.srf.ch/play/tv/netz-natur/video/erklaerungen-zum-wolf-hochdeutsch?urn=urn:srf:video:f1e3acb6-c911-4186-9331-63bba33cdf31&showUrn=urn%3Asrf%3Ashow%3Atv%3Af1e3acb6-c911-4186-9331-63bba33cdf31 Weitere Dokumentationen von Andreas Moser: https://www.playsuisse.ch/de/show/830959 https://www.srf.ch/sendungen/school/physik-chemie-biologie/wolf https://www.srf.ch/sendungen/dok/srf-dok-woelfe-und-das-alte-spiel-mit-aengsten Publikationen über Andreas Moser: https://www.watson.ch/wissen/schweiz/837951621-der-boese-wolf-warum-das-ein-grosses-missverstaendnis-ist https://www.watson.ch/schweiz/interview/607711696-andreas-moser-die-bergbevoelkerung-kennt-den-wolf-nicht-richtig https://www.watson.ch/wissen/schweiz/403856156-andreas-moser-die-bejagung-von-woelfen-duerfte-extreme-kosten-verursachen Das angesprochene Buch über die Aborigines von Bill Gammage: The Biggest Estate on Earth: How Aborigines Made Australia* Verlag: Allen & Unwin, 2011: https://books.google.de/books?id=aUddY9fGkNMC&printsec=frontcover&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false Die wissenschaftliche Arbeit von Bridgett M Vonholdt zu Varianten in Genen bei Hunden, die mit dem menschlichen Williams-Beuren-Syndrom assoziiert sind: https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.1700398 Die bibliografische Referenz der Dingo-Studie: Koungoulos, L. (2021). Domestication Through Dingo Eyes: An Australian Perspective on Human-Canid Interactions Leading to the Earliest Dogs. Human Ecology, 49(6), 691–705. https://doi.org/10.1007/s10745-021-00262-9 https://link.springer.com/article/10.1007/s10745-021-00262-9 Leider ist der Artikel nur über registrier- und Bezahlplattfomen zugänglich. Bei JSTOR kann man sich registrieren und monatlich 10 Papers gratis downloaden. Wenn man auf den Download-Button klickt, kommt die Anmeldeplattform. Das wäre der Link zu JSTOR: https://www.jstor.org/stable/48761087
- 106: Jagdethik im Widerspruch – Tierschutzrecht vs. Jagdpraxis28.08., 10:0028.08.2026, 10:0000:51:12
Wie die Jagd ihre ethische und rechtliche Grundlage verliert – mit Dr. Martin Steverding Reicht der Status als „jagdbar“ rechtlich und ethisch wirklich aus, um ein Wildtier zu töten? Diese Folge blickt hinter die Kulissen jagdlicher Leitlinien. Anlass sind das neue Ethikpapier der Jägerschaft und die jüngste Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz. Sabine spricht mit dem Diplom-Biologen und Artenschützer Dr. Martin Steverding, der unter anderem im Netzwerk Fuchs aktiv ist. Beide analysieren das Spannungsfeld zwischen Jagdrecht, Tierschutzgesetz und juristischer Realität. Die Episode sagt offen, welche grausamen und längst überholten Jagdpraktiken fernab der öffentlichen Wahrnehmung stattfinden. Und sie zeigt, warum sich die Debatte nicht länger nur um das Wie, sondern zwingend um das Ob einer Tötung drehen muss. Die Kernfragen dieser Episode: Ist das neue Ethikpapier der Jagdverbände ein echter Schritt zur Selbstbeschränkung? Oder ist es nur ein Beruhigungsversuch angesichts schwindender gesellschaftlicher Akzeptanz? Was geschieht tatsächlich in den Revieren? Es geht um die Tötung von Welpen, um die Baujagd mit Hunden und um Schliefenanlagen. Was bedeutet der „vernünftige Grund“ im Tierschutzgesetz? Warum muss jede Tötung strenge Kriterien erfüllen: Geeignetheit, Erforderlichkeit als Ultima Ratio und nachweisbare Verhältnismäßigkeit? „Herrenlos, aber nicht vogelfrei“: Was der wegweisende Fachaufsatz der Rechtsanwältin Christina Patt für die Praxis bedeutet und warum das Tierschutzgesetz (§ 44 BJagdG) Vorrang vor dem Jagdrecht hat. Warum ist die anlasslose Bejagung von Fuchs, Waschbär und Wolf weder wissenschaftlich haltbar noch mit modernem Artenschutz vereinbar? Welche Perspektiven gibt es für die Zukunft? Es geht um die Abschaffung des Bejagungszwangs, um jagdfreie Schutzgebiete und um den Übergang von anlassloser Freizeitjagd zu einem professionellen Wildhütersystem. Eine unverzichtbare Episode für alle, die hinter die Fassade scheinbarer Traditionen schauen und begreifen wollen, warum echter Tier- und Artenschutz nicht bei der Hobbyjagd enden darf. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Über den Gast dieser Folge: Dr. Martin Steverding ist Diplom-Biologe und selbstständiger Gutachter für Faunistik und Artenschutz aus Rhede (NRW). Neben seiner fachlichen Arbeit engagiert er sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Natur- und Wildtierschutz – unter anderem als Mitgründer des bundesweiten Netzwerks Fuchs und der AG West des Freundeskreises freilebender Wölfe. Auf wissenschaftlicher und ethischer Grundlage setzt er sich für ein zeitgemäßes Wildtiermanagement ein und hinterfragt etablierte, oft tierschutzwidrige Jagdpraktiken wie die Baujagd, Schliefenanlagen oder die anlasslose Bejagung von Beutegreifern. https://steverding-artenschutz.de/ Seite vom Netzwerk Fuchs mit Standorten und weiteren Informationen zu Schliefenanlagen in Deutschland einschließlich interaktiver Karte: https://schliefenanlagen.info/ „Der Wolf gehört hierher“ Rheder Biologe Dr. Martin Steverding kämpft gegen neues Jagdgesetz: https://www.bbv-net.de/rhede/woelfe-wolf-nrw-biologe-rhede-martin-steverding-freundeskreis-herdenschutz-jagdgesetz-schonzeit-w1180109-6000531354/ Netzwerk Fuchs bei Instagram: https://www.instagram.com/netzwerk_fuchs/ Fachliche und tierschutzrechtliche Kritik an grausamen Jagdmethoden unter Mitwirkung von Dr. Martin Steverding: https://djgt.de/wp-content/uploads/2023/07/2023-07-Baujagd-Schliefanlagen-NRW-Netzwerk-Fuchs.pdf DJV-Position: Jagdliche Ethik im Diskurs (Juli 2026): https://www.jagdverband.de/djv-position-jagdliche-ethik-im-diskurs Ein Thema dieser Folge ist der Fachaufsatz von Christina Patt: „Herrenlos aber nicht vogelfrei – Wildtiere zwischen Jagdrecht und Tierschutz“ (erschienen in: Natur und Recht, August 2026): https://link.springer.com/journal/10357/volumes-and-issues/48-8 Der rechtliche Maßstab für die im Gespräch definierten Kriterien (Ziel, Geeignetheit, Erforderlichkeit/Ultima Ratio, Verhältnismäßigkeit): https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__1.html Die gesetzliche Klausel, die festschreibt, dass Tierschutz- und Naturschutzrecht durch die Jagdausübung unberührt bleiben: https://www.gesetze-im-internet.de/bjagdg/__44a.html Kritische Stellungnahme zum DJV-Ethikpapier: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/djv-jagdethik-vernuenftiger-grund Studien: Auswirkung der Hobby-Jagd auf Wildtiere: https://wildbeimwild.com/studien-ueber-die-auswirkung-der-jagd-auf-wildtiere-und-jaeger/ Beispiel für YouTube-Videos zum Thema Fallenjagd: https://www.youtube.com/watch?v=H2zaVCL3GLs Modell für Europa: Luxemburg ohne Fuchsjagd: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/fuchs-luxemburg Jagdverbot Kanton Genf: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/kanton-genf-jagd-artenvielfalt Über Fallenjagd in der Jagdausbildung (Lebendfallen und Totschlagfallen): https://jagdschein-vorbereitung.de/pruefungswissen-online/jagdbetrieb/jagdarten/fallenjagd/
- 105: Wolfsmythen im Reality-Check mit Prof. Kurt Kotrschal07.08., 12:0307.08.2026, 12:0300:52:22
Ein Gespräch über Wolfsbiologie, Fakten und den Wolfsommer 2026 Der Wolfsommer 2026 hinterlässt Spuren – bei Menschen wie bei Wölfen. Wetterextreme und eine hitzige politische Debatte bestimmen das Klima. Doch wie kommen Wölfe mit Hitze und Trockenheit zurecht? Wie leben sie im Hochsommer? Und welche Aufgaben übernehmen die Elterntiere noch, wenn die Welpen schon mehrere Monate alt sind? Zu Gast ist Prof. Dr. Kurt Kotrschal, eine der profiliertesten Stimmen der europäischen Wolfsforschung. Mit ihm prüft Sabine Sebald in dieser Episode gängige Erzählungen: Sind Wölfe wirklich eine Gefahr für Menschen? Brauchen sie „echte Wildnis“? Fressen sie den Wald leer? Und führen weniger Wölfe tatsächlich zu weniger Rissen? Auch hartnäckige Halbwahrheiten aus Jagd und Politik stehen zur Debatte. Dazu zählt die Behauptung, Abschüsse würden Wölfe „lernen lassen“, dass Siedlungen und Nutztiere gefährlich sind – ein Argument, das Jagdfunktionäre wie Helmut Damman-Tamke immer wieder für weitreichende Forderungen nach Bestandsregulierung anführen. Die Folge fragt nicht nur, was an solchen Aussagen stimmt, sondern auch, warum sich Mythen so hartnäckig halten. Sie diskutiert zudem, ob man die Naturverwaltung jenen Akteuren überlassen sollte, die in der öffentlichen Debatte immer wieder mit fragwürdigen oder falschen Behauptungen auffallen. Ein Reality-Check für alle, die die aktuelle Wolfspolemik besser einordnen und zwischen Emotion, politischem Interesse und wissenschaftlicher Evidenz unterscheiden wollen – und für alle, die neu im Thema sind. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Über den Gast dieser Folge: Prof. Dr. Kurt Kotrschal ist emeritierter Professor für Verhaltensbiologie an der Universität Wien, ehemaliger Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle im Almtal und Mitbegründer des Wolf Science Center (WSC) in Ernstbrunn (Niederösterreich). Das WSC ist weltweit einzigartig: Dort werden handaufgezogene Wölfe und Hunde unter identischen Bedingungen gehalten und experimentell getestet, um grundlegende Mechanismen von Kooperation, Kommunikation und Domestizierung zu verstehen. Kotrschal hat u. a. die Bücher „Warum Hunde uns zu besseren Menschen machen“ und „Der Wolf und wir. Wie aus ihm unser erstes Haustier wurde – und warum seine Rückkehr Chancen bietet“ veröffentlicht. https://www.brandstaetterverlag.com/buch/der-wolf-und-wir/ https://www.tips.at/nachrichten/gmunden/land-leute/561905-almtaler-wolfsforscher-kurt-kotrschal-veroeffentlicht-neues-buch https://www.derstandard.at/story/1358305610218/die-mit-den-woelfen-tanzt https://evamariabachinger.com/interviews/kurt-kotrschal https://www.tagblatt.ch/panorama/auf-den-wolf-gekommen-ld.939041 https://www.krone.at/3717293 Der Buch-Tipp von Kurt Kotrschal: Adam Weymouth: Wolfspfade. btb Verlag 2026: https://www.penguin.de/buecher/adam-weymouth-wolfspfade/buch/9783442763405 Weitere Literatur zum Thema: https://www.axelgomille.com/deutsch/buecher.html https://wolf-mv.de/wp-content/uploads/2019/11/mit-woelfen-leben_neu2011.pdf https://haupt.ch/aktuell/hauptautor-heinrich-haller-der-wolf-grenzgaenger-zwischen-natur-und-kultur http://peterdettling.com/buecher/ https://www.uni-koblenz.de/de/philologie-kulturwissenschaften/kulturwissenschaft/aktuelles/aktuelles/thorsten-gieser-leben-mit-woelfen Hier geht es direkt zum Film „Wölfe und Menschen – Wege zur Koexistenz“ von Sebastian Koerner: https://www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/wolf/naturfilm-woelfe-und-menschen Links zu den besprochenen Themenbereichen: Wölfe reagieren bereits auf menschliche Stimmen mit erhöhter Flucht- und Meidebereitschaft: https://publish.uwo.ca/~lzanette/papers/Kasper_et_al_2025.pdf NINA-Studie (Originalstudie (2002)): https://www.bundestag.de/resource/blob/563294/83068d6297590248dd89375affd358c4/wd-8-041-18-pdf-data.pdf Aktualisierung (2021): https://www.ifaw.org/de/resources/nina-report-wolf-attacks-2002-2020 https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Deutschland/Report-Wolf-attacks-2002-2020.pdf https://www.elli-radinger.de/verhalten-bei-einer-wolfsbegegnung/ Ein Vergleich: Jährlich sterben weltweit zahlreiche Menschen durch Begegnungen mit Tieren. Hier sind die wichtigsten Statistiken zu Todesfällen durch Tiere: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/554329/umfrage/jaehrliche-sterbefaelle-weltweit-infolge-einer-begegnung-mit-tieren-nach-tierart/ 25.000 Menschen sterben jedes Jahr durch den besten Freund des Menschen, Hunde: https://www.weltderwunder.de/durch-diese-tiere-sterben-die-meisten-menschen/ https://www.tasso.net/Presse/Pressemitteilungen/2023/bei%C3%9Fvorfaelle-mit-hunden-erreichen-rekordhoch?lang=de-DE https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157642/umfrage/todesfaelle-durch-hundebisse-nach-bundeslaendern-von-1998-bis-2007/ https://de.globometer.com/tiere-hundbissen.php Wofür sind Wölfe gut?: https://chwolf.org/woelfe-kennenlernen/oekosystem/wolf-als-teil-des-oekosystems https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/15812.html https://www.forstpraxis.de/studie-zeigt-der-wolf-hilft-den-wald-zu-verjuengen-22292 https://www.derstandard.de/story/2000127083469/wo-woelfe-leben-gibt-es-weniger-verkehrsunfaelle-durch-wildwechsel Themenbereich Herdenschutz: Herdenschutz auf Österreichs Almen: Neue Studie zeigt, dass Schutz und Schadensprävention möglich sind: https://anca.at/herdenschutz-auf-oesterreichs-almen-neue-studie-zeigt-dass-schutz-und-schadenspraevention-moeglich-sind/ https://www.dbb-wolf.de/Wolfsmanagement/herdenschutz https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/22352.html https://lifestockprotect.info/begegnungen-mit-herdenschutzhunden-im-tourismusgebiet/ https://lifestockprotect.info/aktuelle-studie-wilddurchlaessigkeit-wolfsabweisender-elektrofestzaeune/ https://www.dbb-wolf.de/wolfsmanagement/herdenschutz/praeventions-_und_ausgleichszahlungen Bringen Abschüsse etwas? Hier ein guter Überblick: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-65745-4_9 Lettland 2023 https://www.mdpi.com/2079-7737/12/9/1255?fbclid=IwAR2gR1k4mZsZRCBSzswLxF2lNBhVp20t6OVse814jlyTviIsjxx5LYa2Hww Slowakei 2023 https://conbio.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/conl.12994?fbclid=IwAR2ycV534fRiXB5ersimgT1PQUvNTxtRao_RtHqCGyef9ZyU2b3pkW_66zM Spanien 2016 https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0151541&fbclid=IwAR3KNRC_svQJyJ7MneZgJ1SiJ5i209SyGkrBv6ICxf06gMdagnigWMkG9ns USA 2016 https://esajournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/fee.1312 Zahlen für Frankreich, unten links: https://www.auvergne-rhone-alpes.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/230418_bilan_2022_internet.pdf?fbclid=IwAR3WBcKAyrudAtEj9qXw5bVfLJYuyyFjvaONlhIrETQ-rG1nPkEWDd-1iiE https://naturschutzbund.at/newsreader-1294/items/warum-herdenschutz-nicht-durch-wolfsabschuesse-ersetzt-werden-kann-2.html https://www.researchgate.net/publication/367397351_Wie_lassen_sich_Nutztierubergriffe_durch_Wolfe_nachhaltig_minimieren_-_Eine_Literaturubersicht_mit_Empfehlungen_fur_Deutschland https://www.zdf.de/nachrichten/wissen/woelfe-naturschutz-terrax-axel-gomille-kolumne-100.html Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Der Wolf darf auf regionaler Ebene nicht als jagdbare Art bezeichnet werden, wenn sein Erhaltungszustand auf nationaler Ebene ungünstig ist: https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2024-07/cp240118de.pdf Illegale Wolfstötungen: https://www.geo.de/natur/tierwelt/jeder-zehnte-tot-gefundene-wolf-wurde-illegal-geschossen-34909360.html https://www.landundforst.de/tier/tote-woelfe-diese-hohe-strafe-droht-illegalem-abschuss-572840 https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/wolf-oekosystem-nahrung-100.html
- 104: Der große Wolfs-Check Schweiz24.07., 12:1424.07.2026, 12:1401:08:04
Wie die Schweizer Wolfspolitik ihre eigenen Ziele verfehlt und die Wölfe unter Druck setzt In dieser Episode des Wolfspodcasts begrüßt Sabine zum zweiten Mal Christina Steiner, Präsidentin des Vereins CHWOLF. Schon in Folge 37 war sie zu Gast – damals ging es um den wachsenden politischen Druck auf den Wolf in der Schweiz. Eineinhalb Jahre später zeigt sich: Die Lage hat sich weiter zugespitzt. Im Zentrum steht ein Jagdgesetz, das präventive Abschüsse erlaubt – und eine Verordnung, die diese Praxis massiv ausweitet. Was als Regulierung verkauft wird, hat sich zu einer Abschusspolitik entwickelt, die immer weiter außer Kontrolle gerät. Seit dem Winter 2023 wurden in der Schweiz über 230 Wölfe getötet. Die meisten von ihnen hatten nie Schaden verursacht. Viele waren Jungtiere. Die Auswirkungen sind brisant. Statt die Zahl der Nutztierrisse zu senken, zeigen sich in einigen Regionen gegenteilige Entwicklungen. Die Eingriffe in bestehende Rudelstrukturen destabilisieren die Familienverbände und setzen die Wölfe massiv unter Druck – mit ökologischen Folgen, die noch gar nicht absehbar sind. Doch der nächste Schritt ist bereits in Planung. Eine weitere Revision des Jagdgesetzes könnte Abschüsse ohne Schonzeit ermöglichen – selbst in Schutzgebieten. Im Raum steht sogar eine Obergrenze für den Wolfsbestand. Die Frage ist längst nicht mehr, ob der Schutz aufgeweicht wird, sondern wie weit. Sabine spricht mit Christina Steiner über die Hintergründe dieser Entwicklung, über politische Dynamiken und gezielte Desinformationen, die die Gesellschaft verunsichern – und über die Frage, welche Handlungsspielräume engagierten Artenschützern wie CHWOLF noch bleiben. Trotz der angespannten Lage blickt Christina vorsichtig optimistisch nach vorn: Ein mögliches Referendum und ein anschließender Volksentscheid könnten nochmal Bewegung ins Ganze bringen. Vieles, was in der Schweiz in Sachen Wolf passiert, ist kaum zu glauben und nicht auszuhalten. Ein Grund mehr, genau hinzuschauen und in dieser Folge die Fakten ungeschönt auf den Tisch zu legen. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach CHWOLF-Website: https://chwolf.org/ CHWOLF Video-Serie: • Herdenschutzhunde Video-Serie: https://chwolf.org/videos-podcasts-galerie/herdenschutz-videos/chwolf-herdenschutz-videos • Wolf Video-Serie: https://chwolf.org/videos-podcasts-galerie/wolf-videos/chwolf-wolf-videos BAFU-Bericht Wolfsregulierung 2025-2026: https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/glyOedjoNPjM/Bericht%20Wolfsregulierungen%202025-2026.pdf Kriterienliste des BAFU zur Bezeichnung von „nicht zumutbar schützbaren“ Alpen: https://chwolf.org/assets/documents/News-Events-Aktuell/2023/Kriterienliste_UV-1902-D_Herdenschutz2022.pdf Der Wolf ist für Schafe das kleinste Problem – Artikel bei naturschutz.ch: https://naturschutz.ch/news/natur/der-wolf-ist-fuer-die-schafe-das-kleinste-problem/189083 KORA – Raubtierökologie und Wildtiermanagement: https://www.kora.ch/de/arten/wolf/portrait Infos und Links zum Jagdgesetz JSG und zur Jagdverordnung JSV auf der CHWolf-Website: https://chwolf.org/woelfe-in-der-schweiz/artenschutz/rechtlicher-status-ch Vernehmlassungsunterlagen - Revision des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel: https://fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2026/66/cons_1
- 103: 1. Juli 2026: Stichtag Wolf03.07., 14:3703.07.2026, 14:3700:57:22
Beginnt jetzt die systematische Bejagung? In dieser Folge ist Insiderin Ines wieder mit dabei. Sie kennt die Abläufe hinter den Kulissen von Behörden und Politik wie kaum eine andere. Die Regierungsoberamtsrätin und Diplomverwaltungswirtin ist privat im Natur- und Artenschutz aktiv. Am 1. Juli 2026 – dem Tag der Aufnahme dieser Folge – treten in einigen Bundesländern neue Regelungen im Jagdrecht und Wolfsmanagement in Kraft. Die große Frage: Wird der Abschuss von Wölfen jetzt zur Normalität? Die nüchterne Antwort dürfte viele überraschen – denn rechtlich bleibt der Wolf streng geschützt. Warum also dieser politische Vorstoß? Und weshalb sorgt er selbst bei Juristen und Artenschützern für Kopfschütteln? Die Folge arbeitet sich durch eine Vielzahl offener Punkte und verbreiteter Irrtümer. Sind Wölfe jetzt tatsächlich eine regulär bejagbare Art, wie Politik und Jagdverbände es gern hätten? Wird der Abschuss einfacher und rechtssicherer – trotz ihres weiterhin bestehenden Schutzstatus? Und was steckt hinter dem neuen „revierübergreifenden Managementplan“ aus Niedersachsen? Auch Hessen sorgt für Schlagzeilen. Im Lahn-Dill-Kreis dürfen zwei Wolfswelpen getötet werden – eine Verfügung, die für Empörung bei den Menschen sorgt und für die Verantwortlichen juristisch böse enden könnte. Auch die schleichende Verschiebung beim Herdenschutz wird analysiert – mit weitreichenden Folgen für Prävention, Entschädigung und den praktischen Umgang mit dem Wolf. Zum Abschluss ein Lichtblick: Mit der neuen „Wolfschutzbibliothek“ entsteht eine frei zugängliche Plattform, die Studien, Urteile und fundierte Informationen bündelt – ein dringend benötigtes Gegengewicht in einer zunehmend emotionalisierten Debatte. Diese Episode liefert Erkenntnisse, die nicht allen gefallen dürften – die aber klar zeigen, wie weit politische Narrative und rechtliche Realität auseinanderliegen. Und die deutlich machen: Das letzte Wort im Umgang mit dem Wolf ist noch lange nicht gesprochen. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Am Tag nach Aufnahme dieser Folge wurde bekannt, dass die https://naturschutz-initiative.de/ gegen den Abschuss der Wölfe in Hessen Klage und Eilantrag eingereicht hat. Aus anderen Quellen ist zu hören, dass dies erst der Anfang ist. https://naturschutz-initiative.de/aktuell/pressemitteilungen/hessen-will-wolfskinder-toeten-die-ni-hat-gegen-den-abschuss-der-woelfe-klage-und-eilantrag-eingereicht/ Hier kommt ihr zur Wolfschutzbibliothek. Sie befindet sich im Aufbau: www.wolfschutz-bibliothek.de Allgemeinverfügung: Revierübergreifender Managementplan für das Land Hessen im Jagdjahr 2026/2027: https://rp-kassel.hessen.de/sites/rp-kassel.hessen.de/files/2026-06/av_wolf_30.06.2026_bekanntmachung_website.pdf Zwei Jungwölfe dürfen in Hessen abgeschossen werden: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-zwei-jungwoelfe-duerfen-in-hessen-abgeschossen-werden-100.html "Empfehlungen zur Bejagung der Tierart Wolf bis zum Erlass eines niedersachsenweiten revierübergreifenden Managementplans": file:///C:/Users/sabin/Downloads/ML_Empfehlung_an_JB_und_UNB_zur__Jagd_auf_Tierart_Wolf_Internet%20(2).pdf Managementplan Wolf in Niedersachsen: https://www.landundforst.de/politik/managementplan-wolf-niedersachsen-schnellabschuesse-rudelentnahme-moeglich-575785 Übersicht zur Gesetzesnovelle und den ab April / Juli 2026 in Kraft getretenen Änderungen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/wolf-bundesjagdgesetz-2399894
- 102: Ein Balkan-Roadtrip durchs Wolfs- und Bärenland26.06., 13:0026.06.2026, 13:0001:03:32
Wie Menschen, Weidetiere und große Beutegreifer seit Jahrhunderten zusammenleben Fünf Wochen, fünf Länder, unzählige Begegnungen: Sabine spricht mit Annika über ihre außergewöhnliche Reise durch die Bergregionen des Balkans – unterwegs im Defender mit Mann, Kind und Hunden, mitten durch Wolfs- und Bärengebiete. Dort, wo Europas große Beutegreifer nie verschwunden waren. Von Griechenland über Nordmazedonien, Kosovo und Albanien bis nach Bosnien und Slowenien taucht die junge Familie in den Alltag von Hirten ein, trifft auf beeindruckende Herdenschutzhunde und erlebt, wie Nähe und Respekt das Zusammenleben prägen. Statt Romantik gibt es echte Wildnis: verschneite Pässe, wilde Tiere im nächtlichen Camp, traditionelle Herdenschutz-Praktiken – und Menschen, für die Wolf und Bär schlicht Teil des Lebens sind. Wie unterschiedlich regeln die Länder den Umgang mit großen Beutegreifern? Welche Rollen spielen Jagd, Herdenschutz und gelebte Tradition? Und was lässt sich daraus für die hitzige Debatte in Deutschland mitnehmen? Annika berichtet aus erster Hand von Begegnungen, Konflikten, Lösungen – und Momenten, in denen man spürt, dass Koexistenz kein Schlagwort ist, sondern tägliche Praxis. Eine Folge über Wildnis ohne Verklärung – und über die Weisheit derjenigen, die seit Generationen mit Wolf, Bär und Weidetier zusammenleben. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Links zum Thema: Bosniens Bürger und der illegale Müll | ARTE: https://www.youtube.com/watch?v=5DSgG2ixhvs Wilder Balkan: Europas letzte Wildnis | Slice Doku: https://www.youtube.com/watch?v=l-_KmSOZ_FM Albanien – Allein im Reich der Bären und Wölfe: https://lucky-ways.eu/albanien-allein-im-reich-der-baeren-und-woelfe/
- 101: Österreichs Feldzug gegen den Wolf19.06., 11:3019.06.2026, 11:3000:46:08
Wie der Wolf zum Feindbild erklärt wird. Mit Gerald Friedl vom Verein Wölfe in Österreich In Folge 101 spricht Sabine erneut mit Gerald Friedl – zum vierten Mal. Der Gründer des Vereins Wölfe in Österreich liefert aktuelle Einblicke, doch die Lage bleibt düster: Österreichs Wolfs- und Naturschutzpolitik steuert offenbar auf eine systematische Ausrottung der Wölfe zu und verstößt dabei wiederholt gegen EU-Recht. Ein halbes Jahr nach der Gründung ist der Verein österreichweit vernetzt und wächst stetig. Doch mit der wachsenden Unterstützung nehmen auch die Herausforderungen zu. Gerald Friedl schildert eine Politik, die sowohl beim Schutz der Wölfe als auch bei der Unterstützung der Weidetierhaltung erhebliche Defizite aufweist. Gemeinsam beleuchten Sabine und Gerald die Stimmung in der Bevölkerung, die Auswirkungen der Wolfsdebatte auf Tourismus und Almwirtschaft sowie die Frage, wie sicher Urlauber in Regionen sind, in denen intensiv Jagd auf Wölfe gemacht wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von Desinformation. Welche Narrative bestimmen die öffentliche Debatte? Warum haben wissenschaftliche Fakten oft einen schweren Stand? Und wird der Wolf zunehmend zum Sündenbock für strukturelle Probleme in der Alm- und Weidewirtschaft? Besonders im Fokus steht Kärnten: eine der beliebtesten Urlaubsregionen Österreichs und zugleich ein Hotspot für Wolfsabschüsse. Schlagzeilen über vergiftete Geier werfen eine brisante Frage auf: Galt der Giftanschlag den Wölfen? Neue Hinweise legen diesen Verdacht nahe. Auch auf wissenschaftlicher Ebene gibt es Konflikte: Die Populationsgefährdungsanalyse (PVA), die derzeit an der BOKU Wien unter Leitung von Prof. Hackländer entsteht, soll klären, wie viele Wölfe nötig sind, um die Art zu erhalten. Doch dieser Ansatz greift zu kurz: Er erfüllt nicht die Anforderungen der FFH-Richtlinie an einen günstigen Erhaltungszustand. Gerald Friedl warnt, dass die Analyse politisch missbraucht werden könnte – ein weiterer möglicher Verstoß gegen EU-Recht. Im Gespräch wird klar: Die Frage ist nicht mehr, ob Österreich für seine Wolfs-Politik zur Rechenschaft gezogen wird, sondern wann. Bis dahin drohen weitere Abschüsse, wachsender Druck auf die Population und ein Verlust an Biodiversität. Gerald Friedl und seine Mitstreiter nehmen die Herausforderung an. Mit Aufklärung, Sachlichkeit und Ausdauer setzen sie sich weiterhin für den Schutz des Wolfs und den Erhalt einer artenreichen Natur ein. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Hier geht es direkt zur Website des neuen Vereins zum Schutz der Wölfe in Österreich: https://woelfeinoesterreich.at/ Über diese Email Adresse könnt ihr mit dem Verein in Kontakt treten: info@woelfeinoesterreich.at Hier kommt ihr direkt zum YouTube-Kanal Wölfe in Österreich: https://www.youtube.com/@wolfeinosterreich4127/featured Bei Facebook: https://www.facebook.com/people/W%C3%B6lfe-in-%C3%96sterreich/100076454854210/ Bei Instagram: woelfe_in_oe Österreichzentrum Bär Wolf Luchs: https://baer-wolf-luchs.at/verbreitungskarten/wolf-verbreitung https://www.wwf.at/statusbericht-wolf-121-woelfe-in-oesterreich-nachgewiesen-weniger-rudel-kaum-nachwuchs/ https://anca.at/neue-wolfsstudie-fuer-oesterreich-vielleicht-wird-erneut-die-falsche-frage-beantwortet/ https://www.dolomitenstadt.at/2026/05/27/studie-zeigt-herdenschutz-auch-im-alpenraum-machbar/ https://anca.at/herdenschutz-auf-oesterreichs-almen-neue-studie-zeigt-dass-schutz-und-schadenspraevention-moeglich-sind/ https://anca.at/neues-gutachten-zu-den-anforderungen-des-europaeischen-artenschutzes-wolfsentnahmen-in-oesterreich-nicht-rechtmaessig/ https://anca.at/der-wolf-nach-der-herabstufung-des-schutzstatus-warum-der-guenstige-erhaltungszustand-jetzt-zur-entscheidenden-frage-wird/ https://www.ots.at/presseaussendung/OTM_20260618_OTM0001/vergiftete-gaensegeier-neue-spuren-im-kaerntner-giftfall https://www.meinbezirk.at/stubai-wipptal/c-lokales/nach-sichtungen-in-bewohntem-gebiet-von-gschnitz-wurde-wolf-entnommen_a8626572 https://kurier.at/chronik/oesterreich/woelfe-rudel-oesterreich-population-abschuss-offener-brief-kritik-ngo/403148434#google_vignette
- 100: Der Hamburg-Wolf und was wirklich geschah am 30. März12.06., 11:5912.06.2026, 11:5901:10:04
Exklusive Hintergründe und Fakten zu GW5505m Der 30. März in Hamburg markiert einen Einschnitt in der aktuellen Wolfsdebatte: Im Mittelpunkt steht der Fall des Wolfs GW5505m, der in einem Einkaufszentrum eine Frau verletzt hat – und seitdem bundesweit für Schlagzeilen, Spekulationen und teils drastische Forderungen sorgt. Aber was ist an diesem Tag tatsächlich passiert? In dieser Folge spricht Sabine erneut mit Kerstin Frohoff-Hülsmann (bekannt aus Folge 95). Als Faktencheckerin setzt sie sich konsequent für mehr journalistische Sorgfalt und eine faktenbasierte Berichterstattung ein. Gemeinsam mit ihr arbeitet Sabine den Fall Hamburg systematisch auf – auf Grundlage von zwei UIG-Anfragen und der Auswertung von über 20 Dokumenten, darunter Polizeiberichte, Aktenvermerke, interne E-Mails und Fotomaterial. Was sagen die offiziellen Berichte, was berichten Augenzeugen – und wie schildert die betroffene Frau selbst das Geschehen? Warum verzögerte sich die Auswilderung des Tieres? Und welche Rolle spielten Behörden, politische Entscheidungen und die öffentliche Wahrnehmung in der weiteren Entwicklung? Sechs unabhängige fachliche Gutachten attestieren dem Wolf durchgehend arttypisches Verhalten – ohne Hinweise auf eine Gefährdung für den Menschen. Nach internen Unterlagen hätte die zuständige Behörde BUKEA GW5505m am liebsten noch vor Ostern wieder freigelassen. Doch es kam anders. Und dann die Nachricht vom vergangenen Freitag: GW5505m lebt nicht mehr. Was ist gesichert, was ist Interpretation – und wo beginnt die Spekulation? Diese Jubiläumsfolge trennt belegbare Fakten von zugespitzten Narrativen, ordnet mediale, jagdliche und politische Dynamiken ein und gibt wissenschaftlichen Einschätzungen den Raum, den sie verdienen. Mit exklusiven Einblicken und bislang unveröffentlichten Hintergründen richtet sie sich an alle, die sich fundiert informieren und in einer aufgeheizten Debatte argumentationssicher bleiben wollen. Ein Plädoyer für Sachlichkeit, Differenzierung – und journalistische Verantwortung im Umgang mit dem Wolf. Auf die nächsten 100 Folgen. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald, Kerstin Frohoff-Hülsmann Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Die Inhalte dieser Folge stützen sich auf Antworten aus UIG-Anfragen an die BUKEA von anca.at und dem Wolfspodcast. Das ist die Email-Adresse von Kerstin Frohoff-Hülsmann, über die ihr direkt mit ihr in Kontakt treten könnt: fairtowolves@t-online.de Aufruf zum Hamburg-Wolf von der Taskforce: Artenschutz: Belohnung ausgesetzt: Wer die Belohnung weiter erhöhen möchte, kann dies per Überweisung tun: Taskforce: Artenschutz e.V. IBAN: DE56 1307 0405 0085 1840 00 Verwendungszweck: Hamburgwolf Hauptberichte zum Vorfall (30. März 2026): https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/wolf-beisst-frau-in-altona-polizei-faengt-ihn-am-jungfernstieg-ein,wolf-538.html https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/wolf-beisst-frau-in-altona-polizei-faengt-ihn-am-jungfernstieg-ein,wolf-538.html https://www.merkur.de/deutschland/beklemmende-details-wolfsangriff-in-hamburg-augenzeugen-schildern-neue-94246190.html https://www.bild.de/news/inland/nach-beissvorfall-behoerde-will-wolf-mit-paintball-pistolen-verjagen-69ef2fb6b22d448bed5b0f3f Aktuell: Wolf wahrscheinlich tot (Juni 2026): https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-06/wolf-hamburg-altona-attacke-ortungssender https://rp-online.de/panorama/deutschland/attacke-in-einkaufspassage-in-hamburg-wolf-moeglicherweise-tot_aid-149442225 Behörden & offizielle Informationen: https://www.dbb-wolf.de/mehr/pressemitteilungen/details/nach-vorfall-in-hamburg-wolf-ausgewildert-und-unter-intensiver-beobachtung https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/aktuelles/pressemeldungen/wolf-ausgewildert-und-unter-intensiver-beobachtung-1162360 https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-04/wolf-hamburg-auswilderung-besenderung-bukea-gxe https://www.pfalz-express.de/naturschutzinitiative-e-v-ni-wolf-aus-hamburg-wieder-frei-lassen-enorme-stresssituation-fuehrte-zu-dem-biss/ Weitere relevante Berichte: https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/woelfe-in-deutschland/wolf-in-hamburg-gesichtet-behoerde-prueft-beobachtung/ https://cduhh.de/niedmers-wolf-laengst-in-hamburg-angekommen-rot-gruen-reagiert-viel-zu-spaet/ https://www.zeit.de/news/2026-03/31/cdu-kritisiert-senat-nach-vorfall-mit-wolf-in-altona Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf: Weitere Links: https://www.dbb-wolf.de/ https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/entwicklung-diagramm https://www.dbb-wolf.de/mehr/literatur-download/berichte-zu-praevention-und-nutztierschaeden Faktencheck: Wolf und Herdenschutz: https://www.nabu.de/news/2026/04/tagdeswolfes.html WWF: Deutschland meldet nicht faktenbasiert: https://www.wwf.de/2025/juli/pressestatement-erhaltungszustand-wolf
- 99: Wolfhunde – Mythos trifft Realität05.06., 14:3005.06.2026, 14:3000:48:44
Warum Faszination oft in Überforderung endet In dieser Folge geht es um ein Thema, das oft romantisiert wird: Wolfhunde. Zwischen Faszination und Wirklichkeit liegen jedoch große Unterschiede – und genau darüber spricht Sabine in dieser Episode. Zu Gast ist Christine Ross aus der Podcast-Community, angehende Hundetrainerin und Dozentin. Seit 15 Jahren lebt sie mit Wolfhunden und kennt die Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Offen und ehrlich erzählt sie von ihrem Alltag mit ihrer Wolfhündin Ripley – einem Leben, das sich deutlich von dem mit „normalen“ Hunden unterscheidet. Gemeinsam gehen sie zentralen Fragen nach: Was sind Wolfhunde eigentlich? Welche Rassen fallen unter dieses Label – vom Tschechoslowakischen Wolfhund bis zu sogenannten „High Content“-Hybriden? Und warum ist ihre Haltung so anspruchsvoll? Christine macht deutlich, was viele unterschätzen: Wolfhunde sind keine einfachen Familienhunde. Sie verlangen ein hohes Maß an Anpassung, Konsequenz und Verzicht – von eingeschränkter Sozialisation über intensiven Trainingsaufwand bis hin zu einem Alltag, der spontane Aktivitäten oft kaum zulässt. Im Mittelpunkt steht dabei nicht Kontrolle, sondern Beziehung: Vertrauen, Respekt und eine stabile Mensch-Hund-Bindung sind entscheidend. Klassische Erziehungskonzepte greifen hier oft zu kurz. Diese Folge ist ein ehrlicher Real Talk. Sie räumt mit Mythen auf und zeigt, warum die Entscheidung für einen Wolfhund gut überlegt sein muss – und warum es in vielen Fällen vernünftiger ist, darauf zu verzichten. Am Ende bleibt die besondere Ambivalenz dieser Tiere: weder ganz Hund noch ganz Wolf. Genau das macht ihr Leben – und das ihrer Halterinnen und Halter – so komplex. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Wolf oder Hund? Manche Hunderassen sind kaum von Wölfen zu unterscheiden: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/19347.html Wolfshybride als Haustiere: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/antwort-auf-die-muendliche-anfrage-welche-kenntnisse-hat-das-land-niedersachsen-ueber-wolfshybride-teil-1-157975.html https://tierschutz.hessen.de/presse/aktuelle-pressemitteilung Wolf-Hund-Hybride als Haustier halten? Bitte nicht!: https://welttierschutz.org/wolfshybriden-als-haustier-halten-bitte-nicht/ Tschechoslowakischer Wolfshund Steckbrief: https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/hunderassen/wolfshund/ https://www.martinruetter.com/rassekunde/tschechoslowakischer-wolfhund Experte ist sich sicher: »Viele adoptieren Wolfshybriden aus dem Tierschutz, ohne es zu wissen: https://www.petbook.de/wildtiere/wolfshybride-in-deutschland Wissenschaftliche Links zum Thema: https://www.nature.com/articles/6800175 https://www.mdpi.com/2076-2615/13/17/2729?utm_source=chatgpt.com https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31153928/ https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0313916&utm_source=chatgpt.com
- 98: Jagd im Fokus: Was blüht dem Wolf im Jagdrecht?29.05., 14:3029.05.2026, 14:3001:14:14
Biologe Dr. Martin Steverding über das System Jagd am Beispiel von Fuchs und Wolf In dieser Folge vom Wolfspodcast trifft Sabine Sebald den Biologen und Artenschützer Dr. Martin Steverding aus Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam werfen sie einen kritischen Blick auf die Jagd – und darauf, was die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht künftig bedeuten könnte. Ausgehend von der Situation in Niederwildregionen beschreibt Steverding die Jagd als „Todeszone“: Füchse leben dort unter permanentem Druck, bis zu 80 Prozent einer Population werden jährlich getötet. Übrig bleiben vor allem extrem scheue, nachtaktive Tiere. Für ihn ist das kein funktionierendes Management, sondern ein Kreislauf aus Leid, Störung und ineffektiver Kontrolle. Sabine geht mit ihm der Frage nach, warum sich die Gesellschaft überhaupt mit Jagd auseinandersetzen muss – gerade jetzt, wo Wölfe in Deutschland künftig im Namen des Naturschutzes bejagt werden sollen. Wie wird diese Jagd konkret aussehen? Und was bedeutet das für eine streng geschützte Art, die erst vor wenigen Jahrzehnten zurückgekehrt ist? Martin Steverding bezieht klar Position: Jagd sei keine Lösung. Er stellt gängige Argumente infrage und plädiert stattdessen für strengere tierschutzrechtliche Prüfungen sowie eine Reduktion menschlicher Eingriffe in Ökosysteme. Die Einstufung des Wolfs als jagdbare Art bewertet er als gefährlichen Paradigmenwechsel – mit möglichen Folgen bis hin zu einem drastischen Rückgang der Population. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Fuchsjagd: Sabine lässt sich die verschiedenen Praktiken detailliert erklären – von Ansitz- und Fallenjagd über Baujagd bis hin zu sogenannten Schliefenanlagen, in denen Füchse als Trainingsobjekte für Hunde dienen. Martin Steverding kritisiert diese Methoden scharf und spricht von chronischem Stress und erheblichen gesundheitlichen Schäden bei den Tieren. Auch Fragen wie die Jagd auf Welpen, groß angelegte Gesellschaftsjagden und die Wirksamkeit intensiver Bejagung werden beleuchtet. Beispiele wie die Waschbärbejagung zeigen, dass hohe Abschusszahlen nicht zwangsläufig zu einer nachhaltigen Bestandsregulation führen und schon gar keine Probleme lösen. Zum Schluss geht es um konkrete Entwicklungen: Welche Jagdformen könnten beim Wolf zum Einsatz kommen? Was ist rechtlich möglich, was wird befürchtet? Und welche zivilgesellschaftlichen Initiativen beobachten und dokumentieren Jagdpraktiken bereits heute? Sabine ist sich sicher: Je mehr die Menschen über diese Hintergründe wissen, desto eher geraten die Jagdverbände unter Rechtfertigungsdruck. Deshalb: teilt diese Episode und abonniert am besten gleich den Wolfspodcast. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach „Der Wolf gehört hierher“ Rheder Biologe Dr. Martin Steverding kämpft gegen neues Jagdgesetz: https://www.bbv-net.de/rhede/woelfe-wolf-nrw-biologe-rhede-martin-steverding-freundeskreis-herdenschutz-jagdgesetz-schonzeit-w1180109-6000531354/ Vortrag über Füchse löst Betroffenheit in Lemgo aus: https://www.lz.de/lippe/lemgo/24333027_Vortrag-ueber-Fuechse-loest-Betroffenheit-in-Lemgo-aus.html Seite vom Netzwerk Fuchs mit Standorten und weiteren Informationen zu Schliefenanlagen in Deutschland einschließlich interaktiver Karte: https://schliefenanlagen.info/ Umfassende und kürzlich aktualisierte Informationen rund um den Fuchs vom Fuchsexperten Dag Frommhold: https://fuechse.info/ Über Fallenjagd in der Jagdausbildung (Lebendfallen und Totschlagfallen): https://jagdschein-vorbereitung.de/pruefungswissen-online/jagdbetrieb/jagdarten/fallenjagd/ Jungfuchsbejagung (2005): https://wildundhund.de/wild-und-hund-jagdpraxis-allgemein-5311/ Jungfuchsbejagung am Heckbau – Der frühe Jäger fängt den Fuchs (2012): https://djz.de/jungfuchsbejagung-2038/ Fuchsbejagung im Ammerland – das „Ammerländer Modell“: https://biologisches-institut-oldenburg.de/wp-content/uploads/2011/08/waidmann_15_praedationsfalle.pdf Informationen zu Wildtieren und zur Jagd einschließlich zahlreicher Beiträge zu Fuchs und Wolf: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/ Bundesweite Initiativen für Füchse und gegen Fuchsjagd: https://www.profuchsdeutschland.de/ https://www.aktionsbuendnis-fuchs.de/ Detaillierte Infos zu Schliefenanlagen, Artikel im Magazin des Bundesverbands Tierschutz: https://www.bv-tierschutz.de/uploads/bvt-archiv/1772467449/bvt-archiv.pdf Modell für Europa: Luxemburg ohne Fuchsjagd: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/fuchs-luxemburg Jagdverbot Kanton Genf: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/kanton-genf-jagd-artenvielfalt Die Jagd im Visier - Der Wald schweigt, wir nicht! Eine Initiative vom Tierschutzverein Düsseldorf: https://www.youtube.com/watch?v=G3z_bZVoSdo HuntWatch - Jagdbeobachtung im Giebelmoor | Ganze Dokumentation 2025: https://www.youtube.com/watch?v=rifI1R77cGE Studien: Auswirkung der Hobby-Jagd auf Wildtiere: https://wildbeimwild.com/studien-ueber-die-auswirkung-der-jagd-auf-wildtiere-und-jaeger/
- 97: Wolfspolitik im freien Fall22.05., 14:5722.05.2026, 14:5701:38:33
Wenn Fakten zweitrangig werden – Der Abschied von der Evidenz In dieser Folge trifft Sabine wieder auf eine, die weiß, wie es läuft in Behörden und in der Politik: Regierungsoberamtsrätin, Diplomverwaltungswirtin & Insiderin Ines. Sie kennt nicht nur Paragrafen, sondern auch die politischen Mechanismen dahinter. Gemeinsam nehmen die beiden eine Reihe aktueller Fälle auseinander, die Fragen aufwerfen. Die Stationen: Hamburg, Olpe, Greifenstein in Nordhessen, die Grafschaft Bentheim, Füssen und das Oberallgäu. Außerdem im Fokus: das neue Bundesjagdgesetz. Was sich für Jägerinnen und Jäger tatsächlich ändert – und wo die Grenzen liegen. Und dann, kurz vor Veröffentlichung dieser Folge, eine Nachricht aus Berlin, die alles verändert: Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer stellt neue Empfehlungen für wolfsabweisende Zäune vor – mit potenziell weitreichenden Folgen für Weidetierhaltende und den Wolfsschutz insgesamt. Bedeutet das das Ende der bisherigen Herdenschutzförderung? Sabine und Ines gehen in die Verlängerung, schieben eine Spätschicht im Studio ein und ordnen ein, was diese Entwicklung wirklich bedeutet. Den Anfang macht Sachsen-Anhalt: Ein getöteter Wolf wird offenbar zur Trophäe gemacht. Kopf, Beine und Schwanz abgetrennt, der Rumpf erst auf Druck an das Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI) übergeben. Ein Einzelfall – oder ein beunruhigendes Signal für den Umgang mit einer streng geschützten Art? Auch Bayern liefert Gesprächsstoff: In Füssen taucht frühmorgens ein Wolf in der Fußgängerzone auf. Behörden und Medien reagieren mit den üblichen warnenden Tönen. Doch reicht eine solche Sichtung wirklich aus, um eine Entnahme zu rechtfertigen? Im Oberallgäu ist man bereits weiter: Dort liegt eine Abschussverfügung vor – beschlossen Ende April, veröffentlicht erst Wochen später. Sie gilt für einen Wolf in einem großflächigen Gebiet rund um den Kemptner Wald. Abschießen dürfen ihn alle Jagdausübungsberechtigten, sogar mit Nachtsichttechnik. Gleichzeitig wundern sich Anwohner: Offizielle Rissdaten fehlen, und Schafe sind kaum vorhanden. Sind die Voraussetzungen für diesen Eingriff überhaupt gegeben? In der Grafschaft Bentheim wurden gleich zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben – trotz offenbar lückenhaften Herdenschutzes. Parallel mahnt die Landesjägerschaft Niedersachsen plötzlich selbst zur Zurückhaltung und verweist auf den Schutz von Elterntieren. Ein Umdenken oder strategische Positionierung? Dazu kommen Rissserien in Hessen und NRW sowie neue Details aus Hamburg: Die Umweltbehörde legt den tatsächlichen Ablauf eines Vorfalls offen, bei dem eine Frau verletzt wurde – allerdings erst Wochen später und erst nach externem Druck. Warum diese Verzögerung? Und als ob das noch nicht reicht, hat Ines ganz zum Schluss noch eine weitere besorgniserregende Nachricht: Mit einer subtilen Umfrage unter Weidetierhaltenden soll die Integrität der Dokumentations‑ und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf in Frage gestellt werden. Der Abgesang auf die Wissenschaft hat begonnen - wir setzen Fakten dagegen! Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach DBBW, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf: https://www.dbb-wolf.de/ Wolf in der Füssener Innenstadt: https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/wolf-in-der-f%C3%BCssener-innenstadt-nun-reagiert-die-politik/ar-AA2356it Wolf in Füssen gesichtet: Muss das Tier sterben oder kann es bleiben?: https://www.msn.com/de-de/finanzen/allgemein/wolf-in-f%C3%BCssen-gesichtet-muss-das-tier-sterben-oder-kann-es-bleiben/vi-AA236yNX Allgäuer Behörden genehmigen Abschuss eines auffälligen Wolfs: https://www.br.de/nachrichten/bayern/oberallgaeuer-behoerde-genehmigt-abschuss-eines-auffaelligen-wolfs,VK9bgX7 In der Grafschaft Bentheim gab es den wohl größten Wolfsangriff, der jemals in Niedersachsen nachgewiesen wurde: https://www.pirsch.de/news/groesstem-wolfsangriff-aller-zeiten-abschussgenehmigung-erteilt-43194 Greifenstein in Nordhessen: https://www.ffh.de/nachrichten/hessen/mittelhessen/467439-greifenstein-woelfe.html#google_vignette https://www.hessenschau.de/panorama/haben-woelfe-im-lahn-dill-kreis-pferde-angegriffen-v1,wolf-pferde-greifenstein-100.html Olpe: Landwirtschaftlicher Kreisverband beantragt Abschuss von Wolf GW1896m: https://www.lokalplus.nrw/kreis-olpe/landwirtschaftlicher-kreisverband-beantragt-abschuss-von-wolf-gw1896m-102003 https://www1.wdr.de/nrw/sauerland-siegerland/kreis-olpe/olpe-wolf-abschuss-erlauben-100.html?atmedium=Portal%20sites&atcampaign=wdraktuellapp&atcampaignname=wdraktuellapp-sitesharing%20%22 Bei den 4 Rissvorfällen in Wenden mit insgesamt 38 gerissene Schafe war kein Grundschutz vorhanden. Beim Riss am 4.5. hat GW1896m Grundschutz überwunden. Dabei wurde 1 Schaf getötet: https://wolf.nrw/wolf/de/nutztierfaelle Kreisverwaltung Olpe bestätigt: es lag kein Herdenschutz vor: https://www.lokalplus.nrw/kreis-olpe/leuscheid-wolfsruede-gw1896m-riss-die-schafe-im-kreis-olpe-101822 TV-Beitrag zum Thema: https://www1.wdr.de/mediathek/video/nrw-video/wolf-schafe-olpe-102.html Die ANCA Pressemitteilung: "Wo ist die Hüterin der Verträge geblieben?": https://anca.at/wo-ist-die-hueterin-der-vertraege-geblieben/?utmsource=facebook&utmmedium=jetpacksocial&fbclid=IwdGRzaAR6pLtleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAwzNTA2ODU1MzE3MjgAAR4LShiyvf3dAnpJekD5YnRdTjyVrfMT7EiqCfJmRf57ec3353sfGWmq12uwaem_6D60pWhcN75R4-I8JVVFog Hamburg: https://www.bild.de/regional/hamburg/frau-ins-gesicht-gebissen-der-boese-wolf-vom-jungfernstieg-69cb5773d5d629603f265e9d BfN-Schriften 692 – Herdenschutz am Steilhang in der Praxis. Die Studie behandelt Herdenschutz an Steilhang-/Mittel- und Hochgebirgsstandorten auf Basis von Betriebsbesichtigungen und Praxisempfehlungen: https://www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-692-herdenschutz-am-steilhang-der-praxis BfN-Schriften 680 – Herdenschutz am Deich in der Praxis. Die Studie fasst Erfahrungen von Weidetierhaltenden und Betriebsbesichtigungen zum Herdenschutz auf Deichen zusammen: https://www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-680-herdenschutz-am-deich-der-praxis-betriebe-im-portrait BfN-Skripten 530 – Empfehlungen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf DBBW gemeinsam mit dem BfN, Das Skript formuliert die fachlichen Anforderungen an Herdenschutzmaßnahmen und wurde mit Expertinnen und Experten des Herdenschutzes in den Ländern abgestimmt: https://www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-530-empfehlungen-zum-schutz-von-weidetieren-und Fachliche Grundlagen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf liegen vor NuL-Ausgabe 05/2019, BfN. Der Beitrag erläutert die fachliche Grundlage von BfN/DBBW zu Herdenschutzmaßnahmen und verweist auf BfN-Skript 530: https://www.bfn.de/sites/default/files/BfN/artenschutz/Dokumente/nul2019herdenschutz_barrierefrei.pdf Weidetierhaltung und Wolf – Herausforderungen und Empfehlungen NuL-Ausgabe 09/10-2017, BfN. Der Beitrag behandelt Mindestschutz, empfohlenen Schutz, elektrische Zäune, Herdenschutzhunde sowie die besondere Problematik von Deich- und Almbeweidung: https://www.bfn.de/sites/default/files/BfN/artenschutz/Dokumente/weidetierhaltungundwolf.pdf Herdenschutz am Deich und Steilhang in der Praxis. Der Projektsteckbrief beschreibt das Ressortforschungsvorhaben, aus dem die BfN-Schriften 680 und 692 hervorgegangen sind: https://www.bfn.de/projektsteckbriefe/herdenschutz-am-deich-und-steilhang-der-praxis BfN-Schriften 201 – Leben mit Wölfen. Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. Das ist ein allgemeiner Wolfsmanagement-Leitfaden, nicht speziell Herdenschutz; wegen seines Managementbezugs kann er trotzdem als Hintergrundschrift relevant sein: https://www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-201-leben-mit-woelfen-leitfaden-fuer-den-umgang-mit-einer Urteile EuGH zu Herdenschutz: Urt. v. 11.07.2024 – C-601/22, WWF Österreich/Tirol. Der EuGH nennt dort zwar keinen technischen Zaunstandard wie „120 cm“, sondern setzt einen unionsrecht lichen Prüfungsstandard: Vor einer Wolfsentnahme müssen nicht-tödliche, vorbeugende Herden- schutzmaßnahmen konkret geprüft werden; ihre Kosten dürfen berücksichtigt werden, aber nicht ausschlaggebend sein. Die Curia-Pressemitteilung fasst dies ausdrücklich unter „Almschutzmaß nahmen“ zusammen und nennt als Beispiele Zäune, Hirtenhunde und Begleitung durch Hirten: https://www.ooe-umweltanwaltschaft.at/Mediendateien/EuGH-RS%20C-60122PressemitteilungNr111-.pdf?utmsource=chatgpt.com EU-Förderungen für den Schutz vor großen Beutegreifern: https://environment.ec.europa.eu/topics/nature-and-biodiversity/habitats-directive/large-carnivores/eu-large-carnivore-platform/eu-funding-and-large-carnivores_en?prefLang=de&etrans=de
- 96: Der Wolf – und das Ende der Hobbyjagd?15.05., 13:4515.05.2026, 13:4501:10:50
Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über die Zukunft der Jagd In dieser Folge vom Wolfspodcast trifft Sabine auf Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer – Tierarzt, Tierethiker und eine der prägenden Stimmen im deutschsprachigen Diskurs über Jagd, Ethik und Wissenschaft. Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine grundlegende Verschiebung: Mit der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz steht ein weiterhin streng geschütztes Tier plötzlich im Kontext jagdrechtlicher Zuständigkeiten. Begriffe wie „Bestandsmanagement“ oder „Hobbyjagd“ prägen seither verstärkt die politische und gesellschaftliche Debatte. Rudolf Winkelmayer stellt die Hobbyjagd als solche grundsätzlich infrage: Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und eines wachsenden Stellenwerts des Tierschutzes hält er es für durchaus möglich, dass die Hobbyjagd in den kommenden 10 bis 20 Jahren – ähnlich wie im Kanton Genf – weitgehend abgeschafft wird. Zugleich ordnet er die häufig behauptete Rolle der Jagd kritisch ein: Die Jagd reguliert Wildbestände nicht im ökologischen Sinne, und für viele Arten besteht aus wissenschaftlicher Sicht keine Notwendigkeit jagdlicher Regulierung. Stattdessen plädiert der ehemalige Jäger für eine, wie er sie nennt, „Ultima-Ratio-Jagd“ sowie für ein umfassendes Biodiversitätsmanagement. Im Zentrum steht dabei immer wieder der Wolf als hochsozialer Beutegreifer. Welche Folgen hat seine Bejagung für Rudelstrukturen, Ökosysteme und Konfliktdynamiken? Und was lässt sich wissenschaftlich belastbar sagen – jenseits von Annahmen, Narrativen und Mythen? Die Folge beleuchtet diese Fragen faktenbasiert und vielschichtig. Sie verbindet ökologische Erkenntnisse und ethische Überlegungen – und öffnet den Raum für eine grundlegende gesellschaftliche Perspektive: Die Natur und die in ihr lebenden Tiere gehören uns allen. Daraus ergibt sich ein legitimes Mitspracherecht der Gesellschaft im Umgang mit Wildtieren – gerade bei so kontroversen Themen wie der Jagd. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Ein Interview von Tierschutz Austria mit Prof. Rudolf Winkelmayer: Tierschutz bei der Jagd?: https://www.tierschutz-austria.at/interview-mit-tierethiker-prof-winkelmayer-tierschutz-bei-der-jagd/ Der Link zum Buch "Beitrag zur Jagdethik" von Rudolf Winkelmayer: https://www.buch24.de/shopdirekt.cgi?id=14925604&p=3&t=&h=&sid=2 EU weite Untersuchung: Ländliche Bevölkerung verlangt strengere Regulierung der Jagd (ausgeführt von Savanta im November 2023, 10.000 Bewohner): https://www.eurogroupforanimals.org/news/survey-tougher-regulation-hunting-demanded-rural-communities Berliner Tierschutzforum: Ernährung im Kontext von planetarer Gesundheit mit Dr. Lisa Pörtner: https://www.youtube.com/watch?v=3wrh98obwU4 (Quelle: Ernährung, Klimawandel und Gesundheit (L. Pörtner, 2023) In Österreich umfassen die agrarischen Direkt- und Ausgleichszahlungen durchschnittlich 71 % des bäuerlichen Einkommens: https://www.derstandard.at/story/3000000189659/reden-wir-252ber-subventionen-f252r-die-bauern Stellungnahme Prof. Josef H. Reichholf vor dem VfGH: https://www.zwangsbejagung-ade.de/oesterreich/niederoesterreich/stellungnahme-prof-reichholf-vor-dem-vfgh.html Prof. Dr. Reichholf: Jägerlatein und Wildbiologie: https://www.zwangsbejagung-ade.de/argumentegegendiejagd/jagd-reguliert-nicht/ Warum Jagd? Folgen des Jagens für Menschen, Tiere, Pflanzen und Landschaften von Prof. Dr. Josef H. Reichholf: https://tierethik.net/data/2013-02/TE_2013_2_Reichholf.pdf Hier sind Links zum jagdfreien Naturschutzgebiet bzw. Nationalpark Gran Paradiso: https://www.pngp.it/de/wir-%C3%BCber-uns https://www.lovevda.it/de/datenbank/8/parks-und-naturschutzgebiete/cogne/nationalpark-des-gran-paradiso/857 Studien: Auswirkung der Hobby-Jagd auf Wildtiere: https://wildbeimwild.com/studien-ueber-die-auswirkung-der-jagd-auf-wildtiere-und-jaeger/
- 95: Wenn der Wolf Schlagzeilen macht08.05., 12:0808.05.2026, 12:0800:44:14
Über journalistische Sorgfalt, mediale Dynamiken und aktive Gegenwehr gegen verzerrte Berichterstattung In dieser Episode richtet Sabine den Blick auf ein Thema, das leider viel zu oft unterschätzt wird: die Verantwortung der Medien im Umgang mit dem Wolf. Der Pressekodex lässt keinen Spielraum für Interpretationen – Sorgfalt, Wahrhaftigkeit und Zurückhaltung sind Pflicht. Und doch zeigt sich in der Praxis immer wieder ein anderes Bild. Zu Gast ist Kerstin Frohoff-Hülsmann aus Wettringen bei Münster. Als Schafhalterin kennt sie die Herausforderungen auf der Weide ebenso wie die Dynamik öffentlicher Debatten. Genau aus dieser Verbindung entsteht ihre besondere Perspektive: aufmerksam, analytisch und konsequent. Kerstin beobachtet Medienberichte genau, sammelt Beispiele und wird aktiv, wenn Grenzen überschritten werden. Mit fundierten Beschwerden bei Redaktionen und dem Deutschen Presserat setzt sie sich für mehr journalistische Qualität ein – ruhig, beharrlich und mit klarem Ziel: eine faire, faktenbasierte Berichterstattung. Dabei bewegt sie sich in einem Spannungsfeld, das sie auch privat kennt: Ihr Mann ist Jäger, weder klar pro noch kontra Wolf. Gerade diese Zwischenposition macht deutlich, wie wichtig differenzierte Betrachtung jenseits von einfachen Fronten ist. Gemeinsam gehen Sabine und Kerstin konkreten Beispielen nach – aus Fachmedien, Jagdpresse und Tagesberichterstattung. Sie zeigen, wie tendenziöse Darstellungen entstehen, woran man sie erkennt und welche Wirkung sie entfalten. Vor allem aber geht es um konkrete Handlungsmöglichkeiten. Beschwerden beim Presserat sind kein bürokratisches Detail, sondern ein wirksames Instrument. Sie setzen Standards, schaffen Grenzen und können echte Veränderungen anstoßen. Diese Folge macht klar: Öffentlichkeit ist gestaltbar. Und jede Stimme, die hinschaut und sich einmischt, zählt. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald, Kerstin Frohoff-Hülsmann Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Das ist die Email-Adresse von Kerstin Frohoff-Hülsmann, über die ihr direkt mit ihr in Kontakt treten könnt: fairtowolves@t-online.de Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf: https://www.dbb-wolf.de/ Maske Deutscher Presserat Beschwerden: https://www.presserat.de/beschwerde.html Deutscher Pressekodex: https://www.presserat.de/pressekodex.html Hier der Link zur Schlagzeile "Der Wolf beisst auch an Ostern zu": https://www.bild.de/politik/woelfe-im-wald-experte-warnt-der-wolf-beisst-auch-an-ostern-zu-69cf9f848ba297d4b122e1bd Hier die Links zum Buch von Günther Bloch: „Der Wolf kehrt zurück“, aus dem Kerstin von der Möglichkeit der Beschwerde beim Deutschen Presserat erfahren hat: https://www.medimops.de/guenther-bloch-der-wolf-kehrt-zurueck-mensch-und-wolf-in-koexistenz-gebundene-ausgabe-M03440154041.html?variant=UsedGood&creative=&sitelink=&gclid=EAIaIQobChMIrDzgKNlAMVyQUGAB34ez0IEAQYDCABEgIpKfDBwE&utmsource=PSM&utmmedium=cpc&utmcampaign=DEBMOUTWEBALLSHOKOO-PMXMR-10&gadsource=1&gadcampaignid=17689822452 https://www.amazon.de/Wolf-kehrt-zur%C3%BCck-Mensch-Koexistenz/dp/3440154041 Das Verfassen eines Leserbriefs gibt dir die Möglichkeit, auf einen Artikel, z. B. einen Bericht oder einen Kommentar in einer Zeitung oder auch auf einer Website, inhaltlich zu reagieren und dazu Stellung zu beziehen. Hier bekommst du Tipps dazu: https://studyflix.de/deutsch/leserbrief-schreiben-2668 https://learnattack.de/deutsch/einen-leserbrief-schreiben Rückgang von Risszahlen durch Herdenschutz in Brandenburg: https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/aufgaben/natur/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/woelfe-in-brandenburg/schadensmanagement/nutztierrisse/# Erfolgreicher Herdenschutz: https://www.herdenschutzplushund.de/ Übergriffe bei überwiegend unzureichendem Herdenschutz: In Deutschland kam es durch Wolfsübergriffe bei in ca. 75 % ungeschützten Nutztieren im Jahr 2024 zu 4300 Tötungen, in vielen Fällen war der Herdenschutz nicht dokumentiert, die Zahl ungeschützter Nutztiere dürfte also erheblich höher liegen: https://www.dbb-wolf.de/mehr/literatur-download/berichte-zu-praevention-und-nutztierschaeden The effectiveness of livestock protection measures against wolves (Bruns, Waltert & Khorozyan 2020) Die Arbeit „The effectiveness of livestock protection measures against wolves (Canis lupus) and implications for their co-existence with humans“ von Antonia Bruns, Matthias Waltert und Igor Khorozyan ist ein empirischer Review- und Metaanalyse-Artikel in Global Ecology and Conservation (2020). Sie bündelt verstreute Studien zu Herdenschutzmaßnahmen und bewertet deren Wirksamkeit quantitativ anhand relativer Schadensrisiken. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2351989419306225 Reinhardt, I., F. Knauer, M. Herdtfelder, G. Kluth & P. Kaczensky (2023): Wie lassen sich Nutztierübergriffe durch Wölfe nachhaltig minimieren? – Eine Literaturübersicht mit Empfehlungen für Deutschland. In: Voigt, C. (Hrsg.): Evidenzbasiertes Wildtiermanagement Kernaussagen: Nicht-letale Maßnahmen zur Minimierung der Übergriffe auf Weidetiere sind deutlich effizienter als Abschüsse von Wölfen. Bewährt haben sich Elektrozäune, die Kombination von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden oder Behirtung in Kombination mit wolfsabweisenden Nachtpferchen. Allerdings sind Elektrozäune oft mangelhaft aufgebaut und gewartet, so dass es oft zu Übergriffen aufgrund mangelhafter Zäune kommt. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-65745-4_9 Ökologischer Wert: Vom Ökologischen Jagdverband (!): https://www.oejv-bayern.de/jagd-umwelt-naturschutz/jagd-und-beutegreifer/kostenfaktor-wolf/ Bestand stagniert momentan: https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/entwicklung-diagramm Gefährlichkeit für Menschen: https://www.nabu.de/news/2021/04/29806.html https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/wolf/210419ninastudie_zusammenfassung.pdf https://www.bundesumweltministerium.de/faq/ist-der-wolf-gefaehrlich-fuer-den-menschen https://www.ifaw.org/de/aktuelles/angriffe-von-wolfen-auf-menschen-eine-aktualisierung-fur-2002-bis-2020 Verbreitung: Wölfe vermehren sich nicht „unkontrolliert“. Als Spitzenprädatoren haben sie natürlicherweise keine natürlichen Feinde. Aber selbstverständlich hat die Evolution für eine natürliche Bestandsbegrenzung gesorgt: Die Bestandskontrolle geschieht über vielfältige andere Faktoren, zum Beispiel die Eignung eines Gebietes als Revier, die Reviergröße eines Wolfsrudels, das eine Wolfsfamilie ist. Diese Größe beträgt etwa zwischen 200 und 350 km² und in ihrem Revier duldet dieses Rudel kein anderes. Ebenso sind Nahrungsangebot, Krankheiten, Unfälle, innerartliche Tötungen an den Reviergrenzen, illegale Tötung, hohe Jugendmortalität ebenso Bestandsregulierungen. https://www.dbb-wolf.de/Totfunde
- 94: Weidetierhaltung im Wolfsgebiet01.05., 16:5901.05.2026, 16:5900:57:52
Ein Jahr später: zurück bei Schäfer Matthias Rackwitz in Klein Köris Sabine ist zurück in Klein Köris – bei einem alten Bekannten. Schäfer Matthias Rackwitz bewirtschaftet hier seit über 30 Jahren mit seinem Kollegen Schafe und Ziegen in der Landschaftspflege. Als Sabine ihn vor einem Jahr zuletzt besucht hat, schien die Welt noch eine andere zu sein. Der Wolf im Jagdrecht? Für Rackwitz damals kaum vorstellbar. Heute ist genau das Realität. Und mit der erleichterten Jagd wächst für ihn nicht die Sicherheit, sondern die Sorge. Umgeben von gleich fünf Wolfterritorien – und bislang ohne einen einzigen Riss – könnte sich die Lage für seine Herden jederzeit drehen. Für Rackwitz steht fest: Die Jagdverbände überspannen den Bogen. Doch der Brandenburger Jagdverband zeigt sich selbstbewusst. Geschäftsführer Kai Hamann ist überzeugt, dass seine Jäger ausreichend Erfahrung und Fachwissen für die Jagd auf Wölfe mitbringen. Rackwitz will es genau wissen – und fordert ihn heraus: ein Quiz, eine Challenge, zehn Jäger. Der Einsatz ist hoch. Wird Hamann sich darauf einlassen? Währenddessen zeigt sich der Alltag auf der Weide ungefiltert: Die Herdenschutzhunde schlagen an, als Spaziergänger mit Hund vorbeiziehen. Routine für die Tiere – sie sichern die Herde und begleiten die Besucher kontrolliert am Zaun entlang. Wenig später stehen mehrere Ziegen plötzlich außerhalb der Weide. Jetzt zählt jede Minute. Tiere zurück treiben und die Zaunlücke finden. Ein Tag mit Matthias Rackwitz – zwischen politischer Debatte, praktischer Erfahrung und der Frage, wie viel Risiko die Weidetierhaltung künftig noch tragen kann. Edit: Sabine hat im Gespräch fälschlicherweise gesagt, dass Kai Hamann der Vorsitzende vom Landesjagdverband Brandenburg ist. Kai Hamann ist der Geschäftsführer vom LJVB. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Mathias Rackwitz ist 1. Vorsitzender vom NABU Dahmeland e.V.: https://nabu-rv-dahmeland.jimdofree.com/ Außerdem ist er Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet den Naturpark Dahme-Heideseen“: https://rettet-den-naturpark.de/ Beratung zum Thema Herdenschutz und Hunde gibt es hier: https://www.herdenschutzplushund.de/ DBBW, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf: https://www.dbb-wolf.de/ https://www.derstandard.de/story/2000127083469/wo-woelfe-leben-gibt-es-weniger-verkehrsunfaelle-durch-wildwechsel
- 93: Alltag einer Schäferin in Deutschland23.04., 17:1423.04.2026, 17:1401:03:52
Wie Thea Welland mit Leidenschaft, Verantwortung und dem Wolf lebt Nach einer kurzen kreativen Pause meldet sich Sabine zurück – mit einer Folge direkt aus dem Leben einer Schäferin aus Nordhessen. Zu Gast ist Thea Welland: Schäferin aus Leidenschaft, Agraringenieurin und Ökobäuerin in Witzenhausen. Eine Frau, die nicht nur von Landwirtschaft spricht, sondern sie lebt – mit allem, was dazugehört. Was mit einem einzelnen Schaf namens Pipilotta begann, entwickelte sich zu einem vielseitigen Betrieb mit rund 30 Milchschafen, eigener Naturseifen-Manufaktur und einer klaren Haltung zu Tierwohl und Verantwortung. Sabine spricht mit Thea über ihren ungewöhnlichen Weg: von der Rettungsassistentin zur Schäferin, über den Mut, Neues zu wagen, und die Realität hinter der oft romantisierten Vorstellung vom Landleben. Es geht um Herausforderungen im Alltag, echte Sorgen in der Schäferei – und um Konflikte, die nichts mit dem Wolf zu tun haben, sondern mit Menschen, Hunden oder gesellschaftlichen Erwartungen. Schon früh setzte sich Thea wissenschaftlich in ihrer Diplomarbeit mit der Koexistenz von Schafen und Wölfen auseinander – lange bevor das Thema breite Aufmerksamkeit bekam. Und lange, bevor die Wölfe wirklich zurückgekehrt waren. Heute verbindet sie Theorie und Praxis auf eindrückliche Weise und teilt offen ihre Erfahrungen, Strategien und auch Sorgen. Außerdem erzählt sie, wie aus ihrer Geschichte plötzlich ein Buch wurde – und wie sie über die Kommunikation mit ihren Tieren lernte, mit Verlusten und dem Tod klarzukommen. Eine ehrliche, vielschichtige Folge über Leidenschaft, Verantwortung und das Leben zwischen Weide, Wolf und Wirklichkeit. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Hier kommt ihr direkt zu Theas Manufaktur: https://schafmilch-naturseifen.de/ Diplomarbeit "Die mögliche Koexistenz zwischen dem Nutztier Schaf und dem Raubtier Wolf in Europa" (Hinweis: im Warenkorb werden Versandkosten angezeigt, diese entfallen automatisch im Checkout): https://schafmilch-naturseifen.de/products/diplomarbeit-die-mogliche-koexistenz-zwischen-dem-nutztier-schaf-und-dem-raubtier-wolf-in-europa Der Link zu Theas Buch "Schafe leben nur im Jetzt" https://www.rowohlt.de/buch/thea-welland-schafe-leben-nur-im-jetzt-9783644546219 Über Drückjagden auf Wildschweine in Hessen: Nur ein Drittel waren Blattschüsse: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/drueckjagden-in-hessen-nicht-tierschutzkonform
- 92: Tag der Populisten: Zwischen Jagd, Macht und Rechtsbruch28.03., 19:4928.03.2026, 19:4901:09:44
Insiderin Ines erklärt, warum das neue Bundesjagdgesetz juristisch wackelt und wem es tatsächlich nützt Das neue Bundesjagdgesetz hat am 27.3.2026 den Bundesrat passiert. An diesem Tag wurde diese Folge aufgenommen. Während sich Lobbyverbände die Hände reiben und manche Medien unkritisch Desinformation verbreiten, sehen Fachleute schon jetzt: Dieses Gesetz ist rechtswidrig. Es wird weder Weidetierhaltenden helfen noch den vielbeschworenen „Frieden im ländlichen Raum“ sichern. Sabine spricht diesmal wieder mit Ines – einer Insiderin, die seit Jahrzehnten im Staatsdienst arbeitet, tief im Naturschutzrecht steckt und die politischen Hinterzimmer kennt. Jetzt tritt sie wieder an die Öffentlichkeit und redet Klartext. In dieser Folge erfahrt ihr: Warum das neue Jagdgesetz juristisch wackelt Welche Interessen im Hintergrund wirklich wirken Was Weidetierhaltende jetzt erwartet Und warum Widerstand nicht nur legitim – sondern Pflicht ist. Eine Folge für alle, die wissen wollen, was hinter den Kulissen passiert – und wie man sich gegen rechtswidrige Politik wehren kann. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Ausgewählte Tagesordnungspunkte der 1063. Sitzung am 27.03.2026: https://www.bundesrat.de/DE/plenum/bundesrat-kompakt/26/1063/1063-node.html März 2026: Bundestag stimmt künftiger Bejagung des Wolfes zu: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw10-de-bundesjagdgesetz-1150486 „Ungenügend, unwirksam, gefährlich“: Umweltverbände weisen neues Wolfs-Jagdgesetz einhellig zurück: https://www.riffreporter.de/de/umwelt/naturschutzverbaende-kritik-wolfs-jagdgesetz-eu-rechtswidrig-unwirksam URTEIL DES GERICHTSHOFS (Erste Kammer) in Sachen Spanien. Es verbietet die Jagd auf den Wolf, wenn der Erhaltungszustand ungünstig ist: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX%3A62022CJ0436&utm_source=chatgpt.com Der Instagram-Beitrag vom NDR Niedersachsen: https://www.instagram.com/reels/DWZDQsvjGV5/ Der Instagram-Beitrag vom Bundeslandwirtschaftsministerium: https://www.instagram.com/reels/DWZCa0XDUQa/ Hier der Link zur FFH Richtlinie: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:31992L0043 DBBW, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf: https://www.dbb-wolf.de/
- 91: Wolfsmanagement in Deutschland24.03., 19:0424.03.2026, 19:0401:13:06
Mit Sebastian Koerner über bekannte Fälle, aktuelle Wolfspolitik und illegale Tötungen Wolfsmanagement – nicht nur ein Verwaltungsvorgang sondern die Grundlage für die Koexistenz von Mensch und Wolf. In dieser Episode vom Wolfspodcast geht es um die Frage, was „Wölfe managen“ in Deutschland ganz konkret bedeutet. Wie geht man mit Wölfen um, wenn sie Menschen zu nah kommen oder aber regelmäßig wolfabweisenden Herdenschutz überwinden? Von Besenderung über Vergrämung bis hin zur "letalen Entnahme", wie die letzte aller Möglichkeiten im Amtsdeutsch heißt. Sabine spricht in dieser Folge wieder mit Naturfilmer und Biologe Sebastian Koerner, der seit vielen Jahren mit wildlebenden Wölfen arbeitet und zahlreiche Fälle aus eigener Erfahrung kennt. Anhand aktueller Beispiele wie dem Wolf von der Hornisgrinde, den Abschussgenehmigungen in Cuxhaven und der Uckermark geht es darum, wann aus einem Wolf ein Problemwolf" wird – und ob vorher alle milderen Mittel und Herdenschutzmaßnahmen ausgeschöpft wurden. Im Fokus stehen natürlich auch wieder die aktuelle Wolfspolitik der Bundesregierung und das geplante Bundesjagdgesetz, das die Bejagung von Wölfen erleichtern soll und seit Monaten von Naturschutzverbänden, Wissenschaftlern und engagierten Juristen diskutiert wird. Sebastian warnt: Allein die Debatte um den Abschuss von Wölfen kann die illegale Jagd befeuern – während Politik und Justiz oft wegschauen, statt konsequent zu ermitteln. Ein Gespräch über die Biologie unserer Wölfe, Respekt vor der Wissenschaft – und die Frage, warum die Jagdfunktionäre und Regierungspolitiker sich den Fakten so rigoros verweigern. Für die Zukunft des Honrisgrinde-Wolfs bringt Sebastian eine zündende Idee mit. Jetzt müssen nur noch die Behörden mitspielen…. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Hier ist der direkte Link zur Vollversion des Films „Wölfe und Menschen – Wege zur Koexistenz“ von Sebastian Koerner (lupovision): https://www.youtube.com/watch?v=R7QbQdY_Bn0 Wolfsmanagement in Deutschland: https://www.dbb-wolf.de/Wolfsmanagement/wolfsmanagement Das LUPUS-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung berät Behörden zu Wolfsverhalten und Monitoring und ist Partner der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.lupus-institut.de/%C3%9Cberuns/aufgaben.html Die Empfehlungen zum Umgang mit auffälligen Wölfen gibt es als pdf (Link bitte kopieren und in die Taskleiste einfügen): https://www.wolfcenter.de/wp-content/uploads/2019/03/PDFBfNSkript476EmpfehlungenzumUmgangmitauff%C3%A4lligen_W%C3%B6lfen.pdf Kritik an der Staatsregierung: Wo sind Bayerns Wölfe?: https://www.stern.de/gesellschaft/regional/bayern/kritik-an-der-staatsregierung--wo-sind-bayerns-woelfe--37243148.html Die sächsische Landesregierung hat kürzlich zu Problemen mit Wölfen in Siedlungsgebieten Stellung genommen, insbesondere im Zusammenhang mit Futterquellen wie Komposthaufen. Behörden warnen davor, Wölfe durch Essensreste oder Anfüttern anzulocken, da dies zu gefährlichen Nahbegegnungen führt – Bußgelder bis 1.000 Euro drohen: https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/audio-woelfe-fuettern-verbot-100.html https://www.kreis-goerlitz.de/Aktuelles/Woelfe-in-Sachsen.html Jedes Jahr sterben deutschlandweit im Schnitt rund 3,3 Personen aufgrund von Hundebissen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157643/umfrage/todesfaelle-durch-hundebisse-nach-bundeslaendern/
- 90: GW2672m: Der Wolf, der kam, um zu bleiben13.03., 20:2413.03.2026, 20:2400:46:42
Wie der Hornisgrinde-Wolf Protest, Zusammenhalt und neue Ideen für den Schwarzwald ausgelöst hat Nach Wochen des Bangens kam am vergangenen Dienstag (10.3.26) die erlösende Nachricht: Der Wolf von der Hornisgrinde lebt – der Abschusszeitraum ist abgelaufen. Das baden-württembergische Umweltministerium ließ mitteilen, dass die Abschussverfügung für GW2672m nicht verlängert wird. Doch was bleibt nach diesen bewegten Tagen und Wochen im Schwarzwald? In dieser Episode des Wolfspodcasts sprechen Alex aus Bühlertal und Max von der Taskforce: Artenschutz mit Sabine über die intensiven Wochen vor Ort: über Hoffen, Handeln, – und über den bemerkenswerten Zusammenhalt, der weit über die Region hinaus gewirkt und international für Schlagzeilen gesorgt hat. Beleuchtet wird die Rolle der Taskforce: Artenschutz, die im Hintergrund sensibel vermittelnd, aber auch aktiv vor Ort im Einsatz war. Es geht um „zivilen Widerstand“, den Umgang der Behörden mit dem Wolf, die Kritik von außen und die bewegenden Momente hinter den Schlagzeilen. Alex war von Anfang bis Ende mittendrin, Max zweimal auf der Hornisgrinde – beide erzählen offen, was sie erlebt haben und was sie sich für die Zukunft wünschen. Und natürlich geht der Blick nach vorn: Was haben diese Ereignisse verändert – im Nordschwarzwald, in den Köpfen der Menschen und in der Wahrnehmung des Wolfs? Welche Lehren für die Zukunft wurden gezogen? Welche Chancen eröffnen sich jetzt, welche Risiken bleiben? Und wie soll es weitergehen – von Vergrämung bis Besenderung? Eine Folge über Emotionen, Erkenntnisse und ganz viel Verantwortung – und über einen Wolf, der zu einem Symbol wurde. Ein besonderer Dank geht an die Naturschutzinitiative e.V. (NI), insbesondere Harry und Gabriele Neumann, die Leitung sowie das Team des Nationalparks Schwarzwald, und an Thomas Reister, Franziska Bernardi, Edyta, Amelie, Jutta, Christine und Hendrik, Anja, Simone und Andi. Ihr Einsatz, ihre Sachkenntnis und ihr Engagement leisten einen wichtigen und wertvollen Beitrag. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.). Mit einer Spende über PayPal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Die Chronologie zum Wolf GW2672: https://www.dbb-wolf.de/mehr/pressemitteilungen/details/baden-wuerttemberg-neuer-sesshafter-wolf-im-nordschwarzwald https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/neuer-sesshafter-wolf-im-nordschwarzwald-1 https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-hornisgrinde-wolf-soll-abgeschossen-werden-100.html https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/politik-und-verwaltung/hornisgrinde-wolf-darf-vorerst-nicht-abgeschossen-werden/ https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/wolf-von-hornisgrinde-soll-abgeschossen-werden-100.html https://www.schwarzwald-aktuell.eu/news/richter-sehen-keine-alternative-mehr-wolf-im-nordschwarzwald-darf-geschossen-werden/ Kurz und deutlich: „Richter sehen keine Alternative mehr: Wolf im Nordschwarzwald darf geschossen werden“: https://stuttgart.t-online.de/region/stuttgart/id_101116152/gericht-wolf-im-schwarzwald-darf-geschossen-werden.html https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/meldung/pid/auffaelliger-wolf-im-nordschwarzwald-fragen-und-antworten https://www.nationalpark-schwarzwald.de/nationalpark/blog/2025/2026/hornisgrinde-wolf-wird-vorerst-nicht-weiter-gejagt https://www.deutschlandfunk.de/jagd-auf-wolf-muss-beendet-werden-104.html Der Verein Naturschutzinitiative (NI) hatte eine Anfechtungsklage gegen die Ausnahmegenehmigung des Umweltministeriums beim Verwaltungsgericht erhoben: https://naturschutz-initiative.de/aktuell/pressemitteilungen/wolf-abschussgenehmigung-naturschutzinitiative-e-v-ni-reicht-klage-ein/ https://naturschutz-initiative.de/aktuell/neuigkeiten/hornisgrinde-wolf-darf-getoetet-werden-ni-legt-beschwerde-ein/