Der Einsatzleben-Podcast

Hermann Zengeler
400
07.10.2026
Beschreibung
Einsatzkräfte sind auch nur Menschen? Ja, so ist es und genau darum geht es im Einsatzleben-Podcast. Mit Servus, Hallo und Guuude, begrüßt euch der gebürtige Hesse Hermann Zengeler seit über 300 Folgen jeden Mittwoch und berichtet über seine Erfahrungen aus über 40 Jahren Einsatzzeit. Er teilt mit den Hörern und Hörerinnen sein Wissen als Experte für Resilienzstärkung, Motivationserhalt und als Konflikt- und Krisenmanager für Hilfsorganisationen. Gemeinsam mit der Redaktions- und Produktionsleitung werden spannende Themen recherchiert und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet, mit dem Ziel, das Thema "mentale Gesundheit im Einsatzkontext" zu enttabuisieren und einen echten Mehrwert für die Hörer und Hörerinnen zu schaffen. Und was sollen wir sagen: Volltreffer! Mittlerweile hat sich der Podcast zum erfolgreichsten Podcast im Einsatzwesen in der Kategorie mentale Gesundheit entwickelt. Welche Ängste und Nöte haben Einsatzkräfte, vor während und nach ihren Einsätzen? Wie gehen Hilfskräfte mit Eskalationsphänomenen, Gewaltproblematiken und Anfeindungen um? Wie lernt man mit Stress umzugehen und seine Motivation zu schützen? Wie schafft man es wieder als Team zu funktionieren und richtig zu kommunizieren? Wie kann man schlimme Einsatzbilder und mentale Krisen überstehen und was lernt man trotz aller Wut, Angst, Ekel und Hass Positives daraus? All diese Fragen finden ihre Antworten in den unterschiedlichen Episoden. Dazu holt sich Hermann immer wieder Interviewpartner hinzu, die selbst einiges aus ihrem Einsatzleben zu berichten haben und Experten diverser Gebiete rund um das Thema MEHR MENSCH im Einsatzwesen. Werde Teil unserer stetig wachsenden Einsatzleben-Podcast-Community und abonniere den kostenfreien Podcast (verfügbar auf allen gängigen Podcast-Apps). Hilf uns dabei die Botschaft des Einsatzleben-Podcasts zu verbreiten, teile die Folgen, empfehle den Podcast weiter und hinterlasse eine 5-Sterne Bewertung. Hast du einen bestimmten Themenwunsch oder hast du vielleicht eine Einsatzstory zu erzählen, die zum Thema passt? Schreibe uns gerne eine Nachricht an kontakt@brand-punkt.de. Homepage: https://www.brand-punkt.de Facebook: https://www.facebook.com/brandpunktcoaching/ https://www.instagram.com/brand_punkt/
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Episoden
  1. Ein Rückblick und Aussicht mit Fernblick Heute machen wir es ganz unkonventionell und nutzen unsere geerdete Stimmung in den Bergen über unser einjähriges Bestehen von Brand Punkt zu sprechen, über das was du in der nächsten Zeit von uns erwarten darfst und darüber wie stolz wir sind, dass wir Brand Punkt gegründet haben und du uns so tatkräftig unterstützt. Carina und ich befinden uns gerade im Urlaub in Österreich. Ja, wir haben es uns erlaubt, mal ein paar Tage zu verschnaufen, um neue Kraft zu tanken. Aber wie es sich als Selbstständige gehört, ist natürlich auch Brand Punkt mit in die Berge gekommen. Heute hatten wir einen Geschäftstermin in Innsbruck und eben gerade haben wir diese neue Podcast-Folge aufgenommen, in der wir ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Viel Spaß mit dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt Hermann und Carina Mehr Infos erhältst du auf unserer Homepage www.brand-punkt-de Wir freuen uns über deine Kommentare und vor allem darüber, wenn du unseren Podcast weiter empfiehlst und ihn auf i-Tunes oder Spotify abonnierst, denn dann verpasst du in Zukunft keine unserer Folgen.

  2. 26.07.2019
    16 min

    Was es bedeutet Mitglied in einer Hilfsorganisation zu sein Als ich anfing bewusst mein Leben wahrzunehmen, sah ich immer nur meinen Vater als Vorbild. Führungskraft in einer Feuerwehr, einsatzgestählt und lautstark führend, wenn er das alte LF 15 besetzten lies, um mit Dieseldampfwolken Richtung Einsatzstelle abzurücken. Ich wusste, das will ich auch. Aber warum eigentlich? Natürlich eifern Kinder ihren Eltern nach. Also bestehen unsere Hilfsorganisationen nur aus Familienmitgliedern? Nein, natürlich nicht. Sie sind Anlaufpunkt für technische Interessierte, Heimathafen für Neubürger, weil man hier sofort Kontakte knüpft, aber das sind ja alle Vereine in einem Dorf, einer Stadt. Also was ist es wirklich, was Menschen in einer Feuerwehr oder einem Rettungsdienst oder die Leute vom THW, vom DLRG oder wo auch immer Hilfe geleistet wird, zusammenschweißt. Mit Worten nicht leicht zu erklären, aber Hermann versucht es trotzdem. Es sind nämlich auch hier gemeinsame Interessen und auch bestimmte Emotionen, die uns bewegen. Also wenn das nicht Brand Punkt’s Spezialthema ist… Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst Du auf unserer Homepage www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  3. 3 einfache Tipps, die jeder sofort umsetzen kann Körperliche Fitness für den Einsatz leuchtet uns ein. Die Untersuchungen beim Arzt und dann noch Sporttests, motorische Grundeigenschaften und Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination. Davon sollten wir einiges haben, um im Einsatz einiges auszuhalten. Dann sollten wir natürlich auch geistig Einiges drauf haben, um den harten Feuerwehralltag zu bestehen. Wir müssen Grundwissen in den Bereichen Physik, Chemie, Mathematik und Allgemeinwissen haben. Das wird bei den Berufsfeuerwehren im Einstellungstest alles abgefragt und geprüft. Bei den Freiwilligen ist die Hürde für die Mitgliedschaft oft nicht hoch. Willst du aber im Einsatz vorne mitmischen, gehören die genannten Parameter während der Ausbildung ebenfalls dazu. Wir können bei den Hilfsorganisationen natürlich jeden Menschen gebrauchen. Also wenn jemand ein Handicap oder eine Behinderung hat, ist er bei uns genauso willkommen, und wird dann entsprechend der Möglichkeiten eingesetzt. Wie sieht es aber mit der mentalen Fitness aus? Wie mit der emotionalen Belastungsgrenze? Auch wenn es manche Menschen nicht glauben, jeder Mensch hat eine natürliche, mentale Belastungsgrenze. In dieser Folge erhältst du drei einfache Tipps, die du sofort umsetzen kannst, um mental fit für den Einsatz zu bleiben. Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Buche unseren Vortrag zum Thema mental-emotionale Stabilität im Einsatz. Erfahre hierzu mehr unter: https://brand-punkt.de/vortrag-stabil-im-einsatz/ Hier geht es zu unserer Homepage: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  4. Zuhören vs. Befehlsempfang Wenn wir mit jemandem reden, dann möchten wir, dass man uns zuhört. Aber Zuhören ist gar nicht so einfach. Muss demnach Zuhören genauso geübt sein wie Reden? Mit der Kunst des "Aktiven Zuhörens" wird sich in der Ausbildung eher weniger befasst. Meistens geht es bei Führungskräften um das Reden, also um das Vortragen. Wenn wir aber mit unseren Mitmenschen gut umgehen wollen und vor allem Akzeptanz erfahren wollen, dann geht nichts über aktives Zuhören. Dies gilt auch und gerade für Führungskräfte. Dabei müssen wir deutlich zwischen Befehl und normalem Gespräch unterscheiden. In der neuen Podcastfolge erklären wir, wie das Aktive Zuhören" funktioniert und haben einige Tipps dabei, wie man gut und aktiv zuhört. Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst du auf unserer Homepage: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  5. Beim ersten Mal sind alle nervös... Nervosität ist eine Form der inneren Unruhe und ist völlig normal und wird beispielsweise als Ausdruck von Freude, Spannung oder Sorge erlebt. Herzrasen, Schweißausbrüche, zittrige Knie, die meisten Menschen kennen diese Symptome. Die Geschichte von Jan, einem jungen Feuerwehrmann, der sich auf seinen ersten Einsatz vorbereitet, erzählt das. Wieso entsteht Nervosität und kann ich das verhindern? In der neuen Podcastfolge erklären wir die Ursachen und Wirkungen von Nervosität und die wichtigsten 3 Schritte damit umzugehen: Du erfährst: Warum Nervosität im Kopf entsteht Wie du Deine Haltung dazu ändern kannst Warum die meisten Menschen davon betroffen sind Drei Tipps zum besseren Umgang damit Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst du auf unserer Homepage www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  6. 28.06.2019
    15 min

    Kann ich das für mich feststellen? Wir müssen funktionieren. Der Einsatzdienst fordert uns manchmal bis an unsere Grenzen. Oft nicht nur an die körperlichen oder geistigen, sondern eben auch an unsere emotionalen Grenzen. Sind da alle Menschen gleich, also kann jeder ungefähr gleich viel ab? Wenn das so wäre, könnte man doch Regeln aufstellen, wie lange, wie viel schwierige Einsätze und in welchen Situationen Feuerwehrleute oder Sanis oder THW-ler oder andere Helfer/innen funktionieren. Dann könnte man ja genau festlegen, wer wann wo zum Einsatz kommt, welche Belastungen auszuhalten sind und wann jemand, wie beim Fußball, ausgewechselt wird. Tja…. Wenn den eben alle Menschen gleich wären. Sind sie aber nicht! Denn jeder Mensch ist anders erzogen (Beispiele), anders sozialisiert (Beispiele), hat eine andere familiäre Situation (Beispiele), hat somit eine eigene Geschichte. Diese Geschichte prägte seinen/ihren Charakter und dadurch auch die emotionale Stabilität oder auch Nichtstabilität. Wenn alle Menschen gleich wären, dann würden eben nicht 20 % der Helferinnen und Helfer da draußen, in Worten jeder Fünfte, Einsätze mit emotionalen Belastungen nicht verkraften. Wir können genauso wenig voraussehen, welche Einheit wann welche Form von emotionaler Belastung bevorsteht. Eine der spannenden Dinge, die mich bewogen haben zur Feuerwehr zu gehen, war, außer meinem familiären Hintergrund, die Unvorhersehbarkeit von Einsätzen. Wenn der Piepser geht, fragst du dich sofort, was kommt jetzt, was erwartet mich. Das ist so ein wenig wie Neugier vor dem Einsatz. Jedes Mitglied kennt das. Außerdem ist nicht jede Einheit gleich. Nicht jede Führungskraft hat die gleichen Erfahrungen und das gleiche Können. Nicht jede Leitung hat perfekte Soft Skills. Also wie denn jetzt? Wie belastbar sind wir? Können wir es ab, zu reanimieren, auch wenn es manchmal erfolglos ist und wir in die Augen der nächsten Angehörigen schauen müssen, während wir erklären, dass unsere Bemühungen umsonst waren? Wir haben in unseren Organisationen das beste Equipment und die tollsten Unterkünfte/Wachen. Wir werden an vielen Schulungsterminen perfekt auf den Einsatz vorbereitet. Wirklich? Also die emotional/mentale Vorbereitung, das habe ich in 42 Dienstjahren immer wieder erlebt, wird vernachlässigt bzw. nur gestreift. Das ist, nach meiner Erfahrung, entschieden zu wenig. Mit unseren Coachings und Vorträgen erreichten wir bereits viele Menschen. Der Tenor ist immer gleich. Es ist notwendig zu schauen: wie bin ich drauf? Was sind meine Kompetenzen auch im mentalen Bereich? Wie ist mein persönliches Umfeld? Wie ist es mit der Führungskultur in meiner Organisation bestellt? Fragen über Fragen, die darüber entscheiden, ob wir belastende Einsätze gut überstehen oder nicht. Das diskutiert auch heute kein Wissenschaftler mehr, das ist längst bewiesen. Wir werden diese Fragen für alle Helfer/innen mit einem speziellen E-Learning-Programm beantworten. Warum E-Learning? Weil das zuhause am eigenen Rechner, unbeobachtet leichter ist, zu sich ehrlich zu sein. Weil über einen Zeitraum von 4 Wochen und mit dem entsprechendem Spaß, Erlerntes haften bleibt, sich manifestiert. Weil die Führung der Organisation, selbstkritisch, die Ergebnisse der Mannschaft auswerten kann, natürlich anonymisiert, versteht sich. Weil dadurch gewährleistet ist, dass das so lange vernachlässigte Spektrum der mental/emotionalen Einsatzvorbereitung endlich Einzug in unsere Hilfsorganisationen hält und wir dadurch vielleicht manchen „Ausfall von Personal“ verhindern können. Das ist Brand Punkt nicht nur ein Bedürfnis, sondern ehrliche Verpflichtung. Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst du auf unserer Homepage www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst.

  7. Wie kann ich Ihnen helfen? "Mein Nachbar Christoph war der Angriffstruppführer vor einem halben Jahr, ich sein Gruppenführer. Der Holzbalken der sich aus dem brennenden Dachstuhl löste, war ziemlich kräftig. Als die Nachricht über Funk kam, dass er sich verletzt hat, war ich kurz geschockt, doch dann lief die „Notfallmaschinerie“ in meinem Kopf automatisiert ab. Rettungstrupp rein, Rettungswagen und Notarzt zur Einsatzstelle usw. "Keine lebensbedrohlichen Verletzungen" kam die gute Nachricht aus der Klinik, aber Ausfall mindestens ein halbes Jahr mit mehreren Klinikaufenthalten usw. Was hatte ich für eine Angst, seiner Frau unter die Augen zu treten, aber sie hat es mir sehr leicht gemacht. Wir sind ja direkte Nachbarn und befreundet. Soweit erstmal alles gut. Jedes Mal aber, wenn der Piepser geht, sehe ich in angsterfüllte Gesichter meiner beiden Kinder. Sie sind 8 und 10 und haben schon sehr oft zu mir gesagt, Papa, Du darfst nicht mehr zum Einsatz, sonst tust du dir auch so weh wie Christoph. Ich habe seit dem fast ein schlechtes Gewissen meiner Familie gegenüber." Diese "wahre" Geschichte kommt häufig vor. Verwandte, Freunde, Lebenspartner und vor allem Kinder haben Angst um uns, weil der Job in der Feuerwehr nicht ungefährlich ist. Also austreten und der Familie gerecht werden? Oder weitermachen und mit schlechtem Gewissen leben? Beides falsch! Manchmal haben wir das Gefühl, den Menschen in unserem Umfeld gegenüber Rechenschaft ablegen zu müssen, warum wir in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind und warum das so wichtig ist. Meinen ganz besonderen „Anfall“ früher habe ich bekommen, wenn dann unser Engagement von meinem Chef verniedlicht wurde. Nach einer kompletten Einsatznacht (ein Möbelgigant brannte in voller Ausdehnung), bin ich trotzdem zur Arbeit, weil meine Kollegin Urlaub hatte. Meine Schilderung über den Großbrand tat er mit den Worten: „Habt ihr wieder ein bisschen Wasser verteilt“. Also was hilft den wirklich? Erklären, erklären und nochmal erklären. Meinem Chef habe ich dann ein paar Jahresberichte zum Lesen gegeben, was seine Meinung drastisch änderte. Mit den Kindern war ich mehrmals in der Feuerwehr und habe Ihnen unsere Ausrüstung, Kleidung und das Verhalten im Einsatz erklärt. Sie haben verstanden, dass Christoph echtes Pech hatte und sowas nicht täglich vorkommt und dass wir alles Menschen mögliche tun, um Unfälle zu verhindern. Das hat gewirkt. Beide sind jetzt Mitglieder in der Jugend- bzw. Minifeuerwehr… Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos zu unserem Vortrag: https://brand-punkt.de/vortrag-stabil-im-einsatz/ Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  8. Warum wir oft Vieles besser wissen. "Da steht eindeutig die Bezeichnung auf dem leckenden Tank. Die Flüssigkeit tröpfelt vor sich hin und es dampft ein wenig. Wir sitzen noch auf dem LF und die diskutieren da vorne noch über die Taktik. Manchmal möchte man selbst der Zugführer sein." Er fragt seinen Angriffstruppmann. Er ist gleicher Meinung. Nur der Gruppenführer meint, sie sollten sich zurückhalten. "Alle gleich diese Führungsheinis! Nur weil sie ein paar Jahre länger dabei sind meinen sie, sie wüssten alles." Und so geht das Gespräch auf dem LF munter weiter. Da sitzt, formulieren wir es vorsichtig, ein Nörgler, der glaubt, es besser zu können. Er hat schon einige Einsätze hinter sich und ist nun begierig darauf, den Einsatz abzuwickeln und als Angriffstruppführer auch befehlen zu können, denn das ist ja cool. Darf er ja auch bald, nur an seiner Kritikfähigkeit müssen wir noch arbeiten. Und ja natürlich, Führungskräfte sind nicht fehlerfrei, ganz bestimmt nicht. Was sie aber tun, sie tragen Verantwortung, wegen ab, schätzen immer wieder neu ein, beherrschen den Führungskreislauf und entscheiden dann und zwar jede Menge. Immer wenn Menschen (auch und gerade von außen) glauben beurteilen zu können, was eine Führungskraft in der Feuerwehr oder in anderen Hilfsorganisationen so alles nicht kann, erinnere ich solche Menschen gerne daran, dass es im Einsatz bei Hilfsorganisationen oft um hohe Werte geht. Manchmal geht es sogar um Leben und Tod. Wenn man sich das mal vor Augen führt, einen Moment auf sich wirken lässt, dann wird einem die Dimension der Entscheidungen und der Stress, dem die Führungskräfte ausgesetzt sind, schnell klar. Um auf unseren Angriffstruppführer zurückzukommen: Der Gruppenführer hat ihn nach 5 Minuten im Prinzip „still gelegt“, indem er ihm erklärte, was der da vorne macht und dass er bei der Einsatznachbereitung gerne mit dem Zugführer diskutieren könne, was er so alles falsch gemacht hat. Manchmal reichen einfache Worte… Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  9. Interview mit Martin Lutz und Alexander Kolata von der FeuerwehrAgentur Konstruktive Kritik üben, Kritik aushalten, Kommunikationsprobleme überwinden, Konflikte lösen und dann noch Kraft für den Einsatz aufbringen… Um was sollen sich die Feuerwehren denn noch kümmern? Die Mitgliederzahlen der Feuerwehren sinken und das seit etwa 20 Jahren. Das sind alarmierende Nachrichten, denn ohne freiwillige Helferinnen und Helfer würde der Staat sehr tief in die Tasche greifen müssen. Um Motivation und Attraktivität des Ehrenamtes zu stärken ist inzwischen klar, dass man zum Reflektieren öfter einmal externe Hilfe braucht. Dies und Vieles mehr bietet seit 10 Jahren die FeuerwehrAgentur aus Gießen an. Über einen unserer Vorträge bei einer Feuerwehr im Main-Taunus-Kreis, sind wir auf die FeuerwehrAgentur aufmerksam geworden. Im Prinzip geht es dort, wie auch bei Brand Punkt um ähnliche Zielsetzungen, aber unterschiedliche Themen: Hilfe für Helfer und die Weiterentwicklung und Zukunft unserer Feuerwehren. Martin Lutz, der Geschäftsführer der FeuerwehrAgentur und einer seiner Coaches, Alexander Kolata, waren zum spannenden Interview bei Brand Punkt. Beide sind auch gleichzeitig in der Freiwilligen Feuerwehr als Führungskräfte aktiv, was der Intention der Agentur natürlich entsprechende Authentizität verleiht. Wo Menschen zu gemeinsamen Aktivitäten zusammen kommen, da menschelst es eben auch. Die Gewinnung und Bindung von Menschen in unseren Feuerwehren ist die Intention der FeuerwehrAgentur, die mental-emotionale Stabilität der Helferinnen und Helfer Intension von Brand Punkt. Im Interview wurde mehr als deutlich, dass wir die Menschen in unserer Hilfsorganisation unterstützen wollen. Das ist bei einem solch schweren Job, auch bitter nötig. Herzlichen Dank an Martin Lutz und Alexander Kolata für den Besuch und das inspirierende Gespräch. Falls du mehr über die FeuerwehrAgentur wissen möchtest, gelangst du über folgenden Link direkt zur Homepage: https://www.feuerwehragentur.de/ Zu unserem Vortrag geht es hier lang: https://brand-punkt.de/vortrag-stabil-im-einsatz/ Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  10. Wer blickt denn da noch durch? Haben wir als Feuerwehrleute Rechte und Pflichten? Also, lasst uns doch mal genauer hinschauen: In der Truppmannausbildung bekommen wir das ja schon reingeprügelt. Denn wer im Einsatz Rechte aushebelt, die sogar im Grundgesetz verankert sind, der muss sich darüber Gedanken machen. Wir wollen helfen und keine Juristen werden Aber eigentlich sind wir doch alle zur Feuerwehr oder zu anderen Hilfsorganisationen aus ganz anderen Gründen gegangen, oder? Wenn wir uns mit Rechtsfragen hätten abgeben wollen, wären wir doch Juristen geworden. Welche Rechtgebiete und Vorschriften tangieren wir denn? Rechtsgebiete, die mir spontan einfallen, die von uns berührt werden: BrandschutzG, KatastrophenschutzG, Urheberrecht (Fotos), Sicherheit und Ordnung, Bedarfs- und Entwicklungsplanung, GefahrenabwehrVO, Alarmierungspläne, Hilfsfristen, Einsatzpläne, Alarmierungsvorschriften, Alarm- und Ausrückeordnung, Dienstgradabzeichen, Geschäftsverteilungspläne, Rechtsschutz, Sondersignal, ZulassungsVO, Presserecht, Beamtenrecht, Feuerwehrsatzung, Sozialgesetzgebung, Einsatzpläne, Haftungsrecht, Erstattungsrecht, Versicherungsrecht, Gebührenordnung, Mahnwesen, Vollstreckungswesen, Vorbeugender Gefahrenschutz, Vorbeugender Brandschutz, Verkehrsrecht, Technische Richtlinien (100-erte, PA, CSA, Kabeltrommel, alles genormt und teuer – Kabeltrommel Baumarkt 30 Euro, Feuerwehr mit 5 Zertifikaten 100 Euro). Puh. Warum geltendes Recht und Vorschriften trotzdem absolut nötig sind Alles mitgeschrieben und auswendig gelernt? Ich war als Feuerwehrchef einige Male als Zeuge vor Gericht geladen. Das war manchmal gar nicht spaßig, weil Beklagte und Kläger sich in der Wolle lagen und man als Zeuge die Wahrheit sagen muss. Das passt natürlich nicht allen Verfahrensbeteiligten. Insbesondere ist mir als Feuerwehrchef Recht begegnet, als unser junger Feuerwehrkamerad im Einsatz verstarb. An was dort alles zu denken ist, ist eine enorme Herausforderung und kann angesichts der zu bewältigenden Masse an Aufgaben nur zur Überforderung führen. Ob die Befriedigung der Presse/Öffentlichkeit oder die Beruhigung der Angehörigen. Die eigene Trauer um den verlorenen Kameraden ist auch noch zu bewältigen. Das ist nicht leicht. Darüber berichte ich im Vortrag ausführlich. Rechtsberatung ist das A und O Was ist aber nun mit den vielen Rechtsvorschriften? Wie immer im Leben, sind wir nach Dienstvorschriften ausgebildet und das ist unsere Kernaufgabe. Lasst euch in Rechtsgeschäften beraten, helfen und unterstützen. Es hat keinen Sinn, in Bereichen zu dilettieren, für die andere lange studieren müssen. Also auf gut hessisch: Holt euch Hilfe!!! Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Bis zum 30.06.2019 bieten wir unseren Vortrag zum Markteinführungspreis an. Sprich gerne deine Hilfsorganisation an oder setze dich bei Interesse gerne mit uns in Verbindung. Hier geht es zu unserer Homepage: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  11. und warum das gar nicht so einfach ist. „Ja aber dafür bist du doch Führungskraft. Schau mal, ich muss im Job jeden Tag Entscheidungen treffen. Das kann man lernen. Du musst da keine Angst haben.“ So oder ähnlich könnte ein Gespräch zwischen zwei Menschen anfangen, wenn es um das Thema Angst vor Entscheidungen geht. Wenn aber der eine Führungskraft in einer Hilfsorganisation ist, und das möglicherweise noch nicht allzu lange, dann haben wir es mit einer anderen Situation zu tun. Nämlich damit, dass sich der Gesprächspartner, der nicht in einer Hilfsorganisation ist, da auch nicht gut reinversetzen kann. Mit anderen Worten: Das ist nicht vergleichbar. Schauen wir uns die Führungskraft in einer Hilfsorganisation doch einmal an: Du kommst aus der Jugendfeuerwehr deiner Stadt endlich in die aktive Wehr. Du hast jahrelang daraufhin gefiebert und jetzt ist es soweit, du fährst die ersten Einsätze. Nach ein paar Jahren hast du viel theoretisches Grundwissen aufgenommen und in vielen Übungen angewendet. Du hast dich langsam aber sicher zur Führungskraft gemausert und jetzt ist es soweit. Der Chef ernennt dich in der Jahreshauptversammlung zum Gruppenführer. Nun kannst du den nächsten Einsatz gar nicht mehr abwarten. Und dann kommt der Moment: Ja als Truppführer hast du schon ein paar Erfahrungen gesammelt, aber als Gruppenführer, das ist schon ein ganz anderes Kaliber. Verantwortung für neun Mann und Fahrzeug und Gerät und vor allem für die, die deine Hilfe benötigen. Fühlt sich schon etwas nach Superman an, bis zu dem Moment…, ja bis zu dem Moment, wo du wichtige Entscheidungen treffen musst. In unserem Fall ging es um die Absperrung einer Einsatzstelle bei einem Zimmerbrand. Viele Kinder müssen zur Schule, die Autofahrer sind genervt, weil wieder mal Stau ohne Ende und den Zubringerweg zum Bahnhof hast du auch eigentlich zu sperren, weil die Lage beim Zimmerbrand noch gar nicht klar ist. Die Menschen strömen zum LF, es ist noch nicht richtig abgesperrt und fordern dich auf, die Sperrung aufzuheben, weil da ist doch gar keine Gefahr. Was wissen die denn schon. Deine Mannschaft erwartet deinen Befehl, viele Augenpaare starren dich an und warten und du zögerst. Weil du beide Seiten verstehst, aber auch den immensen Druck der Verantwortung auf dir spürst. Du weißt nicht, was du tun sollst und in dir steigt Panik auf… Jede Führungskraft kennt die Momente, in denen man unsicher ist. Das ist normal, zehrt aber unglaublich an den Nerven. Das geht soweit, dass man sich nicht für fähig hält zu Führen oder gar versagt. Was kann man tun? Nun auch hier haben wir die Möglichkeit uns mental-emotional auf solche Dinge vorzubereiten. Wenn wir zunächst begreifen, dass wir keine Superhelden sind und wenn wir begreifen, dass Fehler etwas zutiefst menschliches sind, dann können wir die ganze Angelegenheit schon etwas gelassener betrachten. Davon erzählt Hermann in dieser Folge und zum Schluss dürfen natürlich ein paar handfeste Tipps für diese Momente nicht fehlen. Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Unseren Vortrag gibt es jetzt noch bis 30.06.2019 zum Markteinführungspreis. Mehr zum Vortrag: https://brand-punkt.de/vortrag-stabil-im-einsatz/ Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  12. 17.05.2019
    18 min

    Was Kameradschaft wirklich bedeutet. Das hört sich ja abenteuerlich an: Gemeinsam durch's Feuer, das klingt nach Held und nach Leichtsinn, nach Superman, Captain Firefighter und Hydrogirl. Und überhaupt, dann noch die Frage was Kameradschaft eigentlich bedeutet. Das ist doch nun wirklich "altbacken", oder? Die Wortschöpfung „Kamerad“ verbindet die ältere Generation immer noch mit dem Krieg und damit natürlich auch mit dem Militär. Die jüngere Generation kennt diesen Begriff nur, wenn sie in einer Hilfsorganisation tätig ist. Das Wort ist ansonsten in dieser Generation völlig out! Bro, Sis, Buddy, Keule, Atze oder wie auch immer, sind heute Jugendjargon. Im Duden erhält man folgende Erläuterung: Person, mit der jemand durch die Gemeinsamkeit der Arbeit, des Schulbesuchs, des Spiels, besonders auch des Militärdienstes verbunden ist. Die Wikipedia-Version ist ähnlich nur sehr viel ausführlicher. Der Ausdruck wird ansonsten noch in einigen anderen Zusammenhängen verwendet: z.B. Klassen-, Sport-, Vereins- und Schulkameradschaft, auch als Bezeichnung in verschiedenen Gruppen allgemein. Im Bezug auf die Feuerwehr, ist der Begriff der Kameradschaft stark verbreitet. Die Feuerwehr-Kameradschaft endet nicht an Staats- oder Ländergrenzen, sondern wird auch auf internationaler Ebene gepflegt. Er findet beim Technischen Hilfswerk, und auch bei anderen Rettungsorganisationen, als Anrede Kamerad stellenweise Verwendung. Was bedeutet denn jetzt Kameradschaft im Sinne der mental-emotionalen Einsatzvorbereitung: Zuverlässigkeit! Aufeinander Aufpassen! Miteinander „kämpfen“! Leid teilen! Freude teilen! Schreckliche Einsatzbilder verarbeiten! Untereinander helfen, nicht nur im Feuerwehrdienst, auch privat! Unser Sinnbild für Kameradschaft ist: Nachts um 03:00 Uhr in der Funkzentrale, der Einsatz ist abgewickelt, es hat alles gut geklappt, auch wenn dem Fahrer des PKW nicht mehr geholfen werden konnte. Nach dem Kaffee beginnt in der Kantine dann sofort die kameradschaftliche Einsatznachbereitung. Man redet über die Situation und versucht sich gegenseitig zu stützen. Auch wenn dies nicht offen ausgesprochen wird, verstehen kann das nur der Mensch, der aktiv in einer Hilfsorganisation tätig war oder ist. Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst du auf unserer Homepage www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  13. 10.05.2019
    15 min

    Ohne sie geht gar nichts! Inspiriert zu diesem Thema wurden wir von Melanie, einer unserer letzten Interviewpartner, die eindrucksvoll schilderte, wie der eigene Mann im Einsatz verunglückte. Dann fanden wir eine Story aus Freiburg, die uns berührt hat und die wir gerne nacherzählen: „Freitagabend, 20 Uhr. Meine Mutter ist zu Besuch. Ich stehe in der Küche, koche und freue mich darauf, gleich mit meiner Familie zu Abend zu essen. Noch schnell die Nudeln ins…Tüdeldü! Tüdeldü! Piieep! Piieep! Shit. Alarm! Ein Blick auf das Textfeld des Funkmeldeempfängers lässt nichts Gutes erahnen. Brand 4 – Dachstuhlbrand. Herd aus. Schuhe an. "Bis später!" rufe ich beim Herausrennen aus der Tür. Gerade noch hatte ich den Kochlöffel in der Hand. Jetzt, keine zehn Minuten später, stehe ich mit unserem Löschfahrzeug mitten auf der Straße und suche einen Hydranten. Es ist hektisch. Es ist laut. Das Feuer kann man riechen. Den Rauch haben wir bereits auf der Anfahrt gesehen. Es brennt in der Seitenstraße gleich um die Ecke. Weitere Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Polizeifahrzeuge erreichen den Einsatzort. Die Straßen sind gehüllt in das blaue Licht der Einsatzfahrzeuge. Schläuche liegen umher. Jeder Gedanke dreht sich jetzt um den Einsatz. Und zu Hause? Zu Hause stellt sich meine Familie jetzt die Frage, ob man lieber mit dem Essen warten soll oder nicht. Genau: oder nicht! Erst etwa fünf Stunden später bin ich wieder zurück. Alle anderen liegen da schon im Bett. Unsere Familien, Kinder, Freunde, Freundinnen, Eltern, Großeltern, eben alle, die uns nahe stehen, müssen einiges mitmachen. Was geht wohl in ihnen vor, wenn wir als freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer einfach so aus der Tür rausrennen? Musste das jetzt sein? Schon wieder? Wir wollten doch gerade essen. Oder, wir wollten doch ins Kino. Oder, du wolltest doch jetzt aufräumen. Oder, oder, oder. Erst 13 Stunden später wieder Zuhause Naja. Wenn es nicht wichtig wäre, dann wärst du ja nicht gegangen. Du kommst bestimmt gleich wieder zurück. Ich erinnere mich daran, wie einmal sonntagmorgens gegen 9.30 Uhr der Melder piepste und ich das Haus mit den Worten "Ich bringe gleich Brötchen mit" verlassen habe. Es hatte an diesem Tag sehr viel geregnet. Mehr als 13 Stunden später war ich wieder zu Hause. Brötchen gab es keine mehr. Meine Partnerin? Lag schon wieder im Bett. Es ist leider selten so, dass man zu Hause sitzt und gerade nichts zu tun hat, wenn der Melder Alarm schlägt. Gefühlt ist man meistens mit seinen Liebsten zusammen, wenn der Alarm kommt. Das ist schade für uns, aber vermutlich noch schlimmer für die, die wir verlassen. Wir könnten unsere Arbeit für die Stadt, für die Gesellschaft nicht durchführen, wenn unsere Liebsten nicht so verständnisvoll wären. Ganz besonders gilt der Dank denen, die uns bei unserer Arbeit als freiwillige Einsatzkräfte bei der Feuerwehr unterstützen. Es ist unsere Leidenschaft und euer Verständnis. Wir wurden jetzt für einen Vortrag angefragt, bei der die Feuerwehr die Einsatzkräfte und die Angehörigen einlädt. Unser Coaching für diese Menschen wird genau das berücksichtigen. Wie werden Einsatzkräfte seelisch mit Einsätzen fertig und was müssen wir tun, damit die Angehörigen das alles ertragen? Dieser essenzielle Baustein im Bereich unserer Hilfsorganisationen ist lange Zeit vernachlässigt worden. Wird Zeit, dass wir uns darum kümmern! Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos zu unserem Vortrag: https://brand-punkt.de/vortrag-stabil-im-einsatz/ Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  14. Die verschiedenen Persönlichkeitstypen Emotionen, so alt wie die Menschheit, so wichtig wie das Atmen, so toll wie die Liebe, so nervig wie Zahnschmerz. Die fachliche Bezeichnung auf Wikipedia und anderen Kanälen ist Folgende: „Emotion ist eine Gemütsbewegung im Sinne eines Affektes. Sie ist ein psychophysiologisches, auch psychisches Phänomen, das durch bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird.“ Alles klar? Alles verstanden? Wenn wir zunächst einmal begreifen, dass Emotionen das Gemüt bewegen, dann ist schon viel gewonnen. Manche nennen es auch seelische Erregung. Das trifft es auch. Was da so in unserem Hirn abgeht oder wie groß die Rechenleistung im Hirn ist, wenn wir emotional reagieren, kann man inzwischen messen. Die unglaubliche Größe unseres Hirnes im Vergleich zu anderen Primaten oder Tieren erklärt einiges. In all dem Wirrwarr der Nervenbahnen entstehen im limbischen System unseres Hirnes eben auch Emotionen. Der Unterschied zwischen Emotionen und dem Gefühl sind gar nicht so einfach. Gefühl ist, was angeboren ist. Wir fühlen Hunger, Schmerz, Lust, Geborgenheit, usw. Durch das „Fühlen“ verstehen wir Menschen uns auch ohne Sprache. Emotionen sind Produkte unsere Fühlens. Sie werden durch Erfahrungen und Erwartungen beeinflusst und sind deshalb unterschiedlich. Wie reagieren Mann und Frau emotional und wie viel Unterschied gibt es da. Anhand von 5 Beispielen werden die Reaktionen der Geschlechter auf bestimmte Situationen dargestellt. Aber auch unterschiedliche Charaktere reagieren emotional verschieden. Eine spannende, zum Teil lustige Folge mit einem Augenzwinkern aber natürlich auch lehrreichem Hintergrund. Denn wie immer bei Brand Punkt steht das alles im Fokus der Bewältigung emotional schwieriger Einsätze. Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Hier kannst du unseren beliebten Vortrag buchen: https://brand-punkt.de/der-vortrag-stabile-seelenlage-im-einsatz/ Mehr Infos erhältst du auf unserer Homepage www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  15. Wo will Brand Punkt hin und geht ihr mit? Wie lange geht das schon? Am 01. Juli 2018 haben wir Brand Punkt offiziell gegründet. Da wir unserer Intension, Einsatzkräfte mental stabil für Einsätze zu machen, so weit wie möglich verbreiten wollen, war klar, dass wir uns etwas Besonderes überlegen müssen: Die Podcast-Show Brand Punkt ON AIR war geboren. Was war bisher so los? Die Bandbreite der Themen auf der emotionalen Schiene unserer Zielgruppe ist enorm. Wir haben sicherlich Material für die nächsten Jahre. Am liebsten würden wir fünf Themen auf einmal in eine Folge packen. Doch es geht ja letztendlich nicht um unser Mitteilungsbedürfnis, sondern um die Bedürfnisse der Zuhörer. Welcher Podcast hatte besonders viele Reaktionen? Wir waren von Anfang an erstaunt, wie viele Menschen sich für unseren Podcast interessieren. Wir sind für die Resonanz und die tollen Rückmeldungen wirklich dankbar. Eine Folge hat sich bisher als der mit den meisten Reaktionen herauskristallisiert: Ein Interview mit einem Feuerwehrmann und seiner Partnerin. Der Feuerwehrmann schilderte sehr ehrlich seine Erfahrungen nach einem Suizid eines Feuerwehrkameraden und seine Partnerin ergänzte wunderbar aus ihrer Sicht. Diese hoch emotionale Folge ist auch uns beiden sehr in Erinnerung geblieben. Was hat uns am meisten beeindruckt? Die Reaktionen! Wie viele Menschen in Hilfsorganisationen in unserer Republik und darüber hinaus zu unseren Themen etwas zu sagen haben, lässt sich noch gar nicht ermessen. Die Häufigkeit und auch die Offenheit der Rückmeldungen bisher zeigt aber, dass wir richtig "in’s Schwarze" getroffen haben. Lohnt sich das alles? Neben der Vielzahl von Anregungen, gibt sehr viel Anerkennung für das, was wir jeden Freitag in unserem Podcast bringen.Das motiviert uns unglaublich an unserer Vision weiterzuarbeiten. Was ist der Mehrwert der Podcast-Show und überhaupt von Brand Punkt? Es ist wie immer im Leben: Wenn man Dinge erst einmal angesprochen hat und etwas in Bewegung gerät, dann ist das schon die halbe Miete. Denn über mentale Stabilität und emotional belastende Einsätze zu reden, ist noch (leider) neu. Unsere ursprüngliche Zielsetzung war: Wenn wir nur einen Menschen aus einer Hilfsorganisation vor gesundheitlichen Schäden oder Schlimmerem bewahren, haben wir schon gewonnen. Aus unserer Erfahrung seit Juli 2018 können wir das Ziel als absolut erreicht bezeichnen. Also aufhören? Ganz im Gegenteil. Jede einzelne Rückmeldung, jeder Follower auf Facebook oder Instagram, jede Rückmeldung auf Brand Punkt ON AIR und jede persönliche Begegnung hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Danke dafür. Was haben wir als Nächstes vor? Wir werden mit unserem Vortrag „Stabile Seelenlage im Einsatz“ viele Institutionen erreichen und so für das Thema sensibilisieren. Wir werden viele tolle Interviewpartner für unseren Podcast gewinnen. Derzeit arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung des E-Learning-Programms, eines unserer Herzstücke. Hier kannst du dich über unseren Vortrag informieren: https://brand-punkt.de/vortrag-stabil-im-einsatz/ Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst du auf unserer Homepage: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich unsere Folgen zu teilen.

  16. Feuerwehrfrau Melanie über Abu Dhabi, Feuerwehr und Einsätze, die sie nie vergessen wird Carina und Hermann begrüßen heute herzlich Feuerwehrfrau Melanie zum Interview. Sie ist Ende 30 und bei der Feuerwehr Schwalbach am Taunus aktives Mitglied, genau wie ihr Mann. Melanie erzählt ihren Werdegang bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gestartet im schönen Saarland, dann hier nach Hessen gezogen und dort auch ihren Mann kennen gelernt. Beide sind sehr reisefreudig und haben bereits längere Zeiträume in Abu Dhabi, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, verbracht und sogar dort gelebt. Ihr Mann baute hier 2007 eine Feuerwehr nach deutschem Standard mit auf. in Abu Dhabi hat sie dann auch das erste Mal erlebt, wie es ist, wenn der eigene Mann mit einem Feuerwehrfahrzeug verunglückt. Kein schönes Gefühl, denn als aktive Feuerwehrfrau weiß sie genau, wie gefährlich dieser „Job“ ist. Ein Feuerwehrfahrzeug kippte um und ihr Ehemann musste im Krankenhaus versorgt werden. Gott sei Dank ging alles gut. Zurück in ihrer Heimatstadt in Hessen erlebte sie kurze Zeit später einen weiteren Unfall ihres Mannes von Zuhause aus, weil sie krankgeschrieben war. Beim Mithören erfuhr sie, dass es einen verletzten Feuerwehrmann im Einsatz gab. Nach weiteren 2 Stunden bekam sie erst die Nachricht, dass es ihr Mann sei aber dass es ihm gut gehe. Ihre Reaktion, warum man sie nicht früher informierte, kann man sich gut vorstellen. Ein wichtiger Ansatzpunkt zum Thema Angehörige in Feuerwehren, die nach unserer gemeinsamen Auffassung in solche Geschehnisse eingebunden werden müssen. Melanie spricht über ihre Gefühle in diesen schlimmen Momenten und wie wichtig es ist, Angehörige in solchen Situationen frühzeitig zu informieren. Daran anknüpfend wurde diskutiert, wie wichtig die emotional-mentale Vorbereitung von Einsatzkräften auf schwierige Einsätze ist. Das E-Learning-Programm von Brand Punkt genau zu diesem Thema ist in Vorbereitung. Auch Melanie schätzt die Möglichkeit, sich durch ein E-Learning-Programm von Zuhause aus auf mental belastende Einsätze vorzubereiten, sehr. Dies sei gerade für „Männer in der Feuerwehr“ eine gute Möglichkeit, sich ehrlich mit diesen emotionalen Themen auseinanderzusetzen. Viele weitere Themen wurden in dieser angenehmen Runde besprochen, die dir ab sofort in dieser neuen Podcast-Folge zur Verfügung stehen. Melanie, eine starke Frau und eine engagierte dazu. Vielen Dank sagt Brand Punkt für dieses tolle Interview. Hier geht es zu unserem Vortrag: https://brand-punkt.de/vortrag-stabil-im-einsatz/ Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst Du auf unserer Homepage www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  17. Wie sich Einsatzkräfte mental auf Einsätze vorbereiten können. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für die Existenz eines Unterbewusstseins. Dennoch ist es keine bloße Annahme, dass wir ein Bewusstsein einerseits und ein Unterbewusstsein andererseits haben. Jedem ist klar, dass wir nicht alles bewusst tun können. Auf unser Unbewusstes haben wir willentlich so gut wie keinen Zugriff. Viele unserer lebensnotwendigen Funktionen laufen gänzlich unbewusst ab. Z.B. Blutzirkulation, Verdauung, Atmung – das funktioniert wie von allein. Aber auch in der Psyche befinden sich einige Bereiche in den Tiefen des Unbewussten. Unser Unterbewusstsein ist die Summe aller Vorstellungen, Erinnerungen, Eindrücke, Motive, Einstellungen und Handlungsbereitschaften, die in uns sind, die aber zurzeit nicht aktiv sind. Alles was im Moment aktiv ist, ist uns bewusst. Unterbewusst spielen aber all die inaktiven Elemente unserer Psyche in unser tägliches Tun und Denken. Ein Beispiel: Bei guten Autofahrern fährt das Unterbewusstsein. Beim Autofahren müssen wir viele Dinge gleichzeitig tun. Am Anfang fällt uns das schwer. Wir müssen über jeden Handgriff bewusst tun. Mit der Zeit automatisieren sich all diese Dinge und wir denken nicht mehr darüber nach. Das Autofahren geht in Fleisch und Blut über oder besser gesagt: das Unterbewusstsein steuert nun viele Handgriffe automatisch, während wir uns auf andere Dinge konzentrieren können. Wir telefonieren beispielsweise während der Fahrt. Unser Unterbewusstsein hat auch die wichtige Funktion, die Dinge wahrzunehmen, die wir bewusst nicht alle aufnehmen können. Überlegen wir mal, wie viele Eindrücke in jedem Moment auf uns einströmen – visuelle und akustische Reize, wie Farben, Formen, Bilder, Töne, Geräusche und Stimmen, aber auch sensitive Reize, wie z.B. Berührungen, ein kalter oder warmer Luftzug, Schmerzen usw. Denken wir auch an Gerüche, Stimmungen und vielfältigste andere Ihrer Wahrnehmungen und Eindrücke. Wie viel aber davon nehmen wir normalerweise tatsächlich wahr? Einen winzigen Bruchteil. Und das ist auch gut so, sonst würden wir völlig überfordert wohl alle durchdrehen. Die Erkenntnis, wie groß der Einfluss unseres Unterbewussten auf unsere Handlungen und Aktivitäten ist, kann Angst machen oder aber wir erkennen, dass wir unsere unterbewussten Handlungen und Einstellungen zu unserem Vorteil nutzen können. Aus dem Hochleistungssport ist bekannt, dass Spitzensportler ihre Mentalkräfte für ihren Erfolg nutzen. Diese Menschen haben gelernt, die Macht ihres Unterbewusstseins positiv für sich zu nutzen. Aber auch wir Einsatzkräfte können unser Unterbewusstsein für mentale Stärke nutzen. Es ist aber nicht ganz so einfach das Unterbewusstsein schnell umzuprogrammieren und das hat einen guten Grund. Stellen Dir vor, Du würdest innerhalb relativ kurzer Zeit unentwegt Entscheidungen ändern, Du wüsstest gar nicht, was mit Dir los ist. Oder wir würden die Umwelt unentwegt anders wahrnehmen. Das Treffen von Entscheidungen und unsere Wahrnehmung basieren aufgrund der Programmierung des Unterbewusstseins. Es ist deshalb sehr wichtig, dass wir unser Unterbewusstsein nicht aufgrund eines einmaligen Reizes umprogrammieren können. In der Regel dauert eine Manifestierung von Dingen im Unterbewusstsein ca. 30 Tage. Das haben wissenschaftliche Studien ergeben. Und deshalb dauert unser E-Learning-Programm: 4 Wochen oder 30 Tage. Wir werden im Sommer an den Markt gehen, seit gespannt! Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst du hier: www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Fo

  18. Wenn psychsosomatische Symptome dringend behandlungsbedürftig werden Bei einem der letzten Vorträge hörten wir folgende kurze Geschichte: "Durchsage: Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen, davon 1 Kind. Allein die Durchsage lässt das Adrenalin im Körper ansteigen. Als Angriffstrupp war ich vorne dran. Das Kind und die Frau hatten wir schnell draußen, dem Mann war nicht mehr zu helfen. Fast 15 Minuten brauchten wir um den Verstorbenen aus dem Auto zu bekommen, dabei „starrte“ er mich immer wieder an. Nach dem Einsatz ging des mir eigentlich gut und ich dachte ich hätte die Geschichte schon abgehakt. Aber nach einigen Wochen kam das Bild zunächst im Traum, dann auch tagsüber immer und immer wieder. Begleitet war das Ganze von heftigen vegetativen Symptomen, wie Schwitzen, Zittern, Panikattacken. Das quält mich seit dem ohne Ende." Dass eine derart erlebte Situation Menschen quält, scheint nachvollziehbar. Zumindest glauben wir zu wissen, was uns belastet. Prüfungen, Streit mit dem Chef, Todesfall naher Verwandter u.v.m. Warum bekommen wir davon, zumindest in den allermeisten Fällen, keine dauerhaften Probleme? Der Tod des Mannes beim Verkehrsunfall kommt dem Helfer unsinnig vor und er erlebt ihn in einer akuten Stresssituation. Weil wir im Einsatz funktionieren müssen, haben wir keine Zeit das Geschehene geordnet abzulegen und damit zu verarbeiten. Deshalb ist es nicht ordentlich verarbeitet und kann als Intrusion oder in anderer Art und Weise wieder auftauchen. Gehen diese Symptome nicht von selbst, ist das dringend behandlungsbedürftig. Das ist kein Spaß mehr. Hier ist dringend fachliche Hilfe nötig. Flashbacks sind übrigens Intrusionen die besonders heftig sind, also von starken vegetativen Symptomen begleitet sind. In dem Fall empfiehlt es sich über den Hausarzt zu Spezialisten überweisen zu lassen und damit eine Behandlung einzuleiten. Brand Punkts Intention hierzu ist ebenfalls eine präventive Herangehensweise. Schau gerne vorbei und informiere dich über unsere Intention und Produkte. Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst Du auf unserer Homepage www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  19. Kommunen wegen Finanzen unter Stress. Städte und Gemeinden haben sehr viele Pflichtaufgaben, die alle erhebliche finanzielle Mittel erfordern. Das fängt bei der Kinderbetreuung an und setzt sich in der Basisversorgung der Bürger/innen fort, wie z.B. Wasserversorgung, Kanal usw. Ein ganz wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge ist der Bereich Sicherheit und Ordnung und hier im speziellen der Bereich Gefahrenabwehr und hier wieder im Speziellen die Feuerwehr. Feuerwehr ist also ein besonders kostenintensiver Punkt in den kommunalen Haushalten. Und das nicht nur im Bereich der Investitionen, also der Anschaffung von Fahrzeugen und Gerätschaften und den eigentlichen Feuerwachen, sondern auch im laufenden Geschäft. Die Qualität der Gerätschaften, welche die Feuerwehr im Einsatz braucht, muss extrem gut sein. Denn hier geht es buchstäblich manchmal um Leben und Tod. Außerdem gibt es in diesem sicherheitsrelevanten Bereich so viele Vorschriften und Spezialanfertigungen, welche die Produkte nochmals verteuern. Man kann da die verantwortliche Politik in den Kommunen verstehen, dass Diskussionen darüber erfolgen, woher die Mittel für das neue TLF oder den Bau der Wache kommen sollen. Verständlich ist aber auch, dass die Pflichtaufgabe Sicherheit und Ordnung nur deshalb stetig zunimmt, weil in unserem Land immer mehr “Sicherheit” gefordert wird. Eine Vorschrift jagt die Nächste. Eine Verordnung folgt der Anderen. Die Kommunen und die Feuerwehren sind also Ausführende dessen, was der Gesetzgeber fordert. Wenn dies alles rechtlich gefordert ist und die Kommunen das dann auch so ausführen müssen, dann muss auch das Geld hierfür bereitgestellt werden. Von wem auch immer. Wenn nicht mehr genügend Mittel vorhanden sind, dann muss man auch das ehrlich kommunizieren und an den Sicherheitsstandards reduzieren. Wer will das schon? Man fragt sich allerdings in diesem Zusammenhang, warum Profisportclubs, die Abermillionen mit Eintritts- Sponsoren- und sonstigen Geldern verdienen, den Polizeieinsatz in ihren Arenen umsonst bekommen. Und sicher gibt es da noch mehr Fragen zu diesem Themenkomplex. Wir müssen aber nicht nur der Bevölkerung, sondern vor allem auch unseren Helferinnen und Helfern Sicherheit und Stabilität vermitteln. Denn die riskieren ganz schön was. Wenn man die Medien verfolgt, wie viele Verletzte oder Schlimmeres es bei den täglich zigtausenden Einsätzen aus dem Bereich der Hilfsorganisationen gibt, wird es einem etwas schwummerig. Wir sind uns sicher einig, dass sehr gute Voraussetzungen für den ehrenamtlichen Einsatz dieser Menschen wichtig sind. Die Aufgabe der öffentlichen Hand ist es deshalb, hier ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen. Brand Punkt kümmert sich währenddessen um den sensiblen, emotionalen, präventiven Bereich und möchte Lösungen dazu gerne nach vorne bringen. Und aus dem “möchte” machen wir, in Gedenken an viele verstorbene Kameraden/innen und in Verantwortung an die vielen tausend aktiven Helfer da draußen, ein “Muss”! Schau gerne vorbei und informiere dich über unsere Intention und Produkte: www.brand-punkt.de Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Podcast-Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

  20. Feuerwehrkameraden und Kreisbrandinspektor im Interview Jeder erlebt Stress anders! Für den einen ist Stress notwendiges Adrenalin im täglichen Tun und somit positiv! Für viele ist Stress aber negativ besetzt, weil er unverarbeitet schädlich sein kann! Ich will das heute mal mit Kameradinnen und Kameraden besprechen, die Teil meiner Heimatfeuerwehr sind und mit denen ich zum Teil seit 40 Jahren zusammenarbeite. Aber auch ganz junge Mitglieder sollen zu Wort kommen, die noch wenig oder in eigenem Fall, gar keine Einsätze gefahren sind. Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Stadtteile meiner Heimatfeuerwehr hatte ich Gelegenheit mit einigen Menschen darüber zu reden, sogar mit dem Kreisbrandinspektor. Es war eine coole Sitzung mit tollen Berichten und vielen Beförderungen/Ehrungen. So ist das richtig. Motivation ist alles. Aber auch das Thema: Neubau Feuerwache spielte eine große Rolle. Denn es geht um sehr viel Geld. Das wurde heiß diskutiert. Auch eine Form von Stress übrigens, denn jeder muss an dieser Stelle seiner Verantwortung gerecht werden. Brand Punkts Lieblingsthema. Hier muss miteinander kommuniziert werden, denn nur so lassen sich gegenseitige Standpunkte verdeutlichen und damit gemeinsame Lösungen finden. Mein Fazit: Die ehrenamtliche Arbeit in unserem Land ist genauso anstrengend wie notwendig! Wir müssen erkennen, dass das Ehrenamt in unserem Land erhalten bleiben muss, sonst würde der finanzielle Kollaps drohen! Wir müssen aber auch erkennen, dass Helfer einem enormen Stress ausgesetzt sind. Hier muss geholfen werden! Die Ausbildung ist ein wichtiger Baustein, der um den Part der emotionalen Hilfe ergänzt werden muss. Wir arbeiten daran. Wir wünschen dir nun viel Spaß bei dieser Folge. Dein Team von Brand Punkt, Hermann und Carina Mehr Infos erhältst du auf unserer Homepage www.brand-punkt.de Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.