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328 Episoden · neueste 07.10.

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Episoden

328
  1. "Interna": Moderne Sklaverei in Spanien
    11.10., 17:0000:32:19

    70 Stunden, sechs Tage die Woche, ohne Rechte, ohne Widerspruch. Das ist die Lebensrealität von Martha. Marta ist eine von geschätzt 600 000 sogenannten “Interna”. Eine Frau, die sich in spanischen Familien um Haushalt und Kinder kümmert, und auch bei der jeweiligen Familie wohnt. Oft kommen die “Interna” aus Südamerika. Sie reisen oft illegal ins Land ein und haben auch deshalb sehr wenige Rechte. Marta etwa zieht die Kinder einer fremden Familie auf und hat für einen Monatsverdienst von 1000 Euro ihren eigenen Sohn in Honduras gelassen. Jetzt haust sie in Madrid in der Besenkammer einer Wohnung der Familie, der sie hilft. Das System beruht auf Ausbeutung, die Interna sind völlig abhängig vom Wohlwollen ihres Arbeitgeber, sagt Karin Janker, die bis vor kurzem SZ-Spanien-Korrespondentin war. In Spanien sei die Ausbeutung dieser "sin papeles" (Papierlose, da sie keine Aufenthaltsrechte haben) ein "offenes Geheimnis". Meist würden die Frauen aus Lateinamerika kommen und illegal in Spanien arbeiten. Dort seien sie "moderne Leibeigene", die oft nur "als Schmutz" behandelt würden. Warum arbeiten in Spanien so viele illegale Haushaltshilfen? Welche Probleme bringt das mit sich, und wie kann es sein, dass die Frauen so schlecht behandelt werden, obwohl sie unersetzlich sind für Spanien? Janker berichtet auch über Wege in die Legalität und was diese Frauen besonders brauchen: Aufmerksamkeit. Karin Jankers Reportage "Die in der Kammer sieht man nicht" finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Nadja Tausche, Lars Langenau Sprecherin: Franziska von Malsen Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  2. China ist überall: Überwachung von Exil-Chinesen
    27.09., 16:4100:31:56

    Fast 150 000 chinesische Staatsbürger leben in Deutschland. Viele werden einsilbig, wenn das Gespräch auf Politik kommt, vor allem über Politik in China. Das hat einen Grund: Chinesen und Chinesinnen werden auch außerhalb der Volksrepublik in Europa massiv überwacht und terrorisiert. Eine von denen, die den langen Arm Pekings zu spüren bekommen, ist die chinesische Bloggerin und Journalistin Su Yutong. Die Dissidentin ist vor 13 Jahren nach Berlin gekommen und wurde inzwischen vielfach zum Ziel psychologischer Kriegsführung. Wie ihr geht es vielen Chinesinnen und Chinesen im Ausland, sagt der ehemalige, langjährige SZ-China-Korrespondent Kai Strittmatter. Besonders Exil-Tibeter und Exil-Uiguren stünden im Fokus der Überwachungsmaßnahmen. Als Druckmittel werden häufig Verwandte benutzt, die zu Hause in China leben. Die deutschen Behörden sind hilflos. Neuerdings beobachtet Strittmatter eine "neue Qualität" der Maßnahmen, da inzwischen auch Journalisten aus Europa Einschüchterung und Bedrohung erleben. Strittmatters Reportage "Mitten in Deutschland" über die chinesischen Repressionen im Ausland finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau, Andre Anthony Foster Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  3. "Schicksalswahl" - Folge 1 von "Söders Endspiel - Sein Kampf um die Macht"
    20.09., 17:0000:43:16

    “Schicksalswahl” – so hat Markus Söder die kommende Landtagswahl selbst einmal bezeichnet. Und tatsächlich: Wenn Bayern im Oktober wählt, könnte das im schlimmsten Fall sein Karriereende einläuten – oder doch die Chance eröffnen, irgendwann noch Kanzler zu werden. Sein ganzes Leben lang hat Söder sich jedenfalls auf Wahlkämpfe wie diesen vorbereitet. Und für den neuen SZ-Podcast "Söders Endspiel" hat ihn ein SZ-Team ein Jahr lang begleitet: Wie er in Bierzelten die Menschen begeisterte, wie er immer wieder gegen die Grünen mobilisierte, wie er auf die Flugblatt-Affäre um seinen Vize Hubert Aiwanger reagieren musste. Mit welchen Mitteln kämpft Söder um die Macht? Ist er wirklich der skrupellose Machtpolitiker, wie ihm oft vorgeworfen wird? Und: Bleibt seine Karriere unvollendet – oder gewinnt er sein Endspiel? Hören Sie hier die erste Folge – alle weiteren sechs Folgen wöchentlich mit SZ Plus oder einem kostenlosen SZ-Plus-Probeabo unter sz.de/soeder-podcast oder in der SZ Nachrichtenapp. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  4. Wasserknappheit: Deutschland trocknet aus
    13.09., 17:0000:31:06

    Wasser ist Allgemeingut. Es gehört uns allen. Bislang gilt Deutschland noch als wasserreiches Land. Doch der Klimawandel und die sorglose Entnahme von Grundwasser verändern auch hierzulande die Situation auf absehbare Zeit. "Schon jetzt gibt es immer mehr Regionen in Deutschland, die massiv mit Wassermangel kämpfen", sagt Uwe Ritzer aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Seit der Jahrtausendwende hat Deutschland Grundwasser im Volumen des Bodensees verloren. Und drei Viertel des verbrauchten Wassers geht "im weitesten Sinne auf das Konto der Wirtschaft". Ritzer kritisiert, dass die Bundesländer von den Firmen, die sich hemmungslos an der natürlichen Ressource bedienen, wenig oder gar nichts verlangen. So würden Getränkehersteller ein Allgemeingut in Flaschen abfüllen und sie verkaufen. "Und die Gewinne werden privatisiert." Leider sei auch die im März 2023 von der Bundesregierung beschlossene "nationale Wasserstrategie" nur ein "Wunschkatalog", sagt Ritzer. Tatsächlich müsse umgehend auf sehr vielen Ebenen gehandelt werden, um langfristig die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit sauberem und preisgünstigem Trinkwasser zu sichern. Die Artikel von Uwe Ritzer über die Trinkwasserversorgung finden Sie hier, übers Wassersparen hier über die Situation im Ahrtal zwei Jahre nach der Katastrophe hier. Ritzers Reportage über den Unternehmer Michael Schäff, der mit dem Umfüllen von Trinkwasser sehr reich geworden ist, finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über den Twitter-Account von Markus Söder und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  5. SS-Mitglieder auf Soldatenfriedhof: Gedenken an Krieg, Schweigen über Täter
    30.08., 17:0000:28:51

    In Deutschland liegen die Überreste von mehr als 1,8 Millionen deutschen und ausländischen Toten beider Weltkriege. Auf einem Soldatenfriedhof in Hofkirchen nahe Passau sind neben Tausenden Wehrmachtssoldaten auch fast 400 SS-Männer begraben, denen, ohne Unterscheidung zwischen Opfern und Tätern, jedes Jahr am Volkstrauertag gedacht wird. Dabei wurde die SS im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess zur verbrecherischen Organisation erklärt. Sie war eine Terrorgruppe, die für die Untaten in den KZ, für zahlreiche Gewaltverbrechen in den Vernichtungskriegen und für die mörderische Umsetzung der "Endlösung der Judenfrage" zuständig war. Sie war "ein Staat im Staate", wie Eugen Kogon in seinem Standardwerk "Der SS-Staat" über das System der deutschen Konzentrationslager geschrieben hat. Ein System, in dem die “Furchtbarkeit des Bösen” zutage getreten ist. Unter den Toten des Friedhofs in Hofkirchen ist auch SS-Sturmscharführer Karl Jochum, Mitglied der Totenkopf-SS, der in den KZ Dachau und Flossenbürg Karriere gemacht hat. Zum Ende des Krieges begleitete er als Wachmann einen mörderischen Todesmarsch von KZ-Häftlingen. SZ-Redakteur Patrick Wehner aus der Bayern-Redaktion hat mit Erwin Farkas, einem Überlebenden dieses infernalischen Marsches, gesprochen. Farkas war erschüttert, als er davon erfuhr, dass beim Gedenken in Hofkirchen nicht zwischen Opfern und Tätern unterschieden wird. Wehner sagt: "Mir war es wichtig, dass niemand mehr sagen kann, man hätte nicht so genau gewusst, wer da bestattet ist." Nach der Veröffentlichung von Wehners Recherche hat das zuständige Landratsamt Passau zugesagt, dass in Hofkirchen künftig ein Lernort mit entsprechenden Schautafeln errichtet werden soll. Den Text zur Wehners Recherche über den "Friedhof der Täter" finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Nadja Tausche Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  6. Sportwetten: Der mutmaßliche Millionenbetrug bei Tipster
    16.08., 17:0000:27:28

    Im April wurden Geschäftsräume des Sportwettenanbieters Tipster in Köln, auf Malta und in Kroatien durchsucht. Es ist die wohl größte Razzia in dieser Branche, die es in Deutschland je gegeben hat. Die Vorwürfe gegen Tipster sind unerlaubtes Glücksspiel, schwere Steuerhinterziehung und die Bildung einer kriminellen Vereinigung. Bei Tipster soll es jahrelang ein illegales System gegeben haben, mit dem mehr als 35 Millionen Euro Steuergelder hinterzogen wurden, sagen Nils Wischmeyer und Johannes Bauer aus der SZ-Wirtschaftsredaktion, die mit Jörg Schmitt aus dem SZ-Investigativteam über die Glücksspielbranche recherchieren. Den Kunden sei dabei völlig unklar gewesen, dass ihre Wetteinsätze den Ermittlern zufolge unterschiedliche Wege genommen haben. Je nachdem, an welchem Automaten Kunden ihre Wette platziert haben, sei ein Teil davon über einen ersten Server ganz normal verbucht worden. Lief die Wette aber über einen zweiten Server, lief der Einsatz, laut den Fahndern, am Fiskus vorbei und spülte den Hintermännern von Tipster zusätzliche Millionen in die Kassen. Die Recherchen von Johannes Bauer, Nils Wischmeyer und Jörg Schmitt zum Thema finden Sie hier. Die sechsteilige Podcast-Serie “Verzockt” zu Sportwetten finden Sie hier. Ein aktuelles Interview mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung über die Abhängigkeit von Glücksspielen, die massiv auch durch Sportwetten gestiegen ist, finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  7. Russische Agenten in Deutschland: im Visier der Geheimdienste
    02.08., 17:0000:44:01

    In kaum einem Land waren russische Geheimdienste so aktiv wie in Deutschland. Es gab Anschläge auf Überläufer und Dissidenten, einen Hackerangriff auf den Bundestag und immer wieder aus Moskau gestreute Fake News, Lügen und Manipulationen. Entscheidend ist dabei die Rolle des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dessen politische Karriere beim KGB startete - wie viele aus seinem Regierungskreis. Spionage gegen Deutschland sei in Russland Chefsache, sagt der intime Kenner der Geheimdienste, Georg Mascolo. Und dafür sucht sich Moskau Verbündete, neuerdings vor allem im rechten politischen Spektrum. Zudem gebe es nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes sogenannte "Wunderkinder", Agenten, für die über Jahre falsche Identitäten aufgebaut werden und die unerkannt unter uns leben. "Der KGB schreckt vor nichts zurück", sagt Mascolo. Er hält die Umbenennung des Geheimdienstes in FSB und SWR nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nur für einen Etikettenschwindel, schließlich seien "die Methoden gleich geblieben". Den Widerstand der Ukraine nach dem Angriff der russischen Streitkräfte hat allerdings auch der KGB unterschätzt. Aber er fürchte, dass Putin kein besonderes Interesse mehr daran haben könnte, "solche unangenehmen Wahrheiten zu hören und sie sich vorlegen zu lassen". Auch wenn Deutschland nun energischer gegen die Aktivitäten des russischen Geheimdienstes vorgeht und in den vergangenen eineinhalb Jahren 77 Agenten ausgewiesen wurden: Die Jahre davor waren eine Geschichte des Versagens der deutschen Nachrichtendienste und der politisch Verantwortlichen. Die Texte über die Aktivitäten des KGB in Deutschland finden sie hier, über Putins Informationskrieg hier und über die Recherchen zu einer russischen Trollfabrik hier. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  8. Contergan: Der Skandal geht weiter
    19.07., 17:0000:32:36

    Der deutsche Pharmakonzern Grünenthal aus Stolberg brachte 1957 das Mittel Contergan auf den Markt. Ein Schlafmittel, rezeptfrei, frei verkäuflich in der Apotheke, das weltweit als harmlos und "völlig ungiftig" beworben wird. Da es auch gegen Schwangerschaftsübelkeit wirken soll, nehmen es auch Tausende Schwangere. Mit fatalen Folgen: Denn der in Contergan enthaltene Wirkstoff Thalidomid führt zu Nervenschädigungen - und schweren embryonalen Störungen. Allein in Deutschland werden etwa 5000 Babys mit missgebildeten Organen und Gliedmaßen geboren. Etwa 40 Prozent der Kinder sterben sehr schnell nach der Geburt oder noch im Säuglingsalter. Anklage gegen Grünenthal wurde erst 1968 erhoben. Der Prozess endete 1970 mit einem stark kritisierten Vergleich. Contergan aber blieb noch in vielen Arzneimittelschränken, wurde unwissentlich genommen. "Viele Betroffene haben Störungen, Fehlbildungen, die man so gar nicht sieht und wo auch Ärzte gar nicht unbedingt wissen, dass das eine Contergan-Fehlbildung ist", sagt Christina Berndt aus dem SZ-Wissenressort. Sie haben Behinderungen wie Nierenschäden, Hörprobleme oder Zeugungsunfähigkeit ausgelöst, die eben nicht so offensichtlich sind. Vielen Betroffenen war lange nicht klar, dass auch sie ein "Contergan-Kind" sein könnten - und kämpfen seit Jahren um Anerkennung und finanzielle Unterstützung. Zusammen mit NDR und WDR hat Berndt recherchiert, dass die zuständige Stiftung fast alle Anträge abgelehnt hat - und es jetzt doch Hoffnung gibt. Die SZ-Reportage über den Kampf der Contergan-Geschädigten finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  9. Das Mittelmeer, Friedhof und Tatort: Rekonstruktion einer Katastrophe
    05.07., 17:0000:38:27

    Jede Woche geraten überfüllte Schiffe mit Geflüchteten und Migranten im Mittelmeer in Seenot. Mehr als 27 000 Menschen sollen auf diesem Weg nach Europa seit 2014 ertrunken sein. Erst kürzlich, beim Untergang eines völlig überfüllten Migrantenbootes vor der Peloponnes, starben Hunderte Menschen. Überlebende erheben schwere Vorwürfe gegen die griechische Küstenwache. Organisationen für private Seenotrettung beklagen, das Mittelmeer sei nicht nur Friedhof, sondern auch Tatort. SZ-Recherchen zeigen, dass das auch am 26. Februar 2023 beim Untergang der "Summer Love" vor der italienischen Küste so war, bei dem mehr als 90 Menschen starben, darunter 35 Kinder. Unter den Toten ist der sechsjährige Sultan. Er erfror, während er und die anderen am Boot lange auf Hilfe warten mussten, beklagt sein Bruder. SZ-Redakteur Simon Sales Prado hat mit ihm gesprochen. Man ist sich in der Europäischen Union der Gefahr bewusst, der diese Boote ausgesetzt sind und "nimmt diese ganz klar in Kauf", sagt Prado weiter. Die Asyl- und Migrationspolitik sei inzwischen ein "Kernanliegen" vieler europäischer Regierung, sagt Kristiana Ludwig aus dem SZ-Investigativressort. Aber nicht in einem liberalen und humanen Sinne, "sondern mit dem Wunsch, möglichst Migration zu unterbinden". Die Recherche zum Untergang der "Summer Love" finden Sie hier. Das Interview mit dem Migrationsforscher Maurice Stierl hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Wanda Silberhorn, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über ARD, BBC, PBS Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  10. Ercans Tod: Eine offene Wunde
    22.06., 08:0500:33:19

    Diese Folge von Das Thema thematisiert rassistische Gewalt. Am 17. November 1990 starb der fünfjährige Ercan beim Brand eines von türkischstämmigen Familien bewohnten Hauses in Kempten im Allgäu. Seine Schwester überlebte schwer verletzt. Nach 20 Monaten werden die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung ergebnislos eingestellt. Obwohl es Anfang der 90er Jahre auch im Allgäu mehrere Brandanschläge von Rechtsextremen gibt, wird die Familie erst 30 Jahre später erfahren, dass es in ihrem Fall ein rechtsextremes Bekennerschreiben gab. 2020 wurde der Fall noch einmal neu aufgerollt. Viele Beweise aber waren da längst vernichtet, da damals wegen Brandstiftung und nicht wegen Mord ermittelt wurde, sagt Lena Kampf aus dem SZ-Investigativressort. Im April 2023 wurden die Ermittlungen erneut ergebnislos eingestellt. Bis heute ist die Tat ungesühnt. Bei der Familie bleibt eine offene Wunde. Den Text zu dem Fall finden Sie hier. Die gesamte Serie "SZ Ungeklärt. Rätselhafte Kriminalfälle" hier. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Anmerkung der Redaktion: Heike Kleffner ist Geschäftsführerin des Verbands der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. "Das Thema" ist der Recherche-Podcast der Süddeutschen Zeitung. Der Podcast erscheint in der Regel alle zwei Wochen. Sie finden alle Folgen bei sz.de/dasthema. Eine Übersicht über alle unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast und hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können. Wie Sie unseren Podcast abonnieren können, dazu finden Sie alle Informationen unter sz.de/podcast. Wenn Ihnen "Das Thema" gefällt, wenn Sie Anregungen, Ideen oder Kritik für uns haben, dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  11. 40 Jahre HIV: "Ich werde nicht wegen des Virus sterben, sondern damit"
    07.06., 17:0000:33:56

    Im Mai 1983 haben Forscher das "Humane Immundefizienz-Virus" entdeckt. Zuvor war wenig über HIV und Aids bekannt. Nur, dass die Krankheit die meisten Patienten innerhalb weniger Jahre tötet. Seit Beginn der Epidemie haben sich weltweit mehr als 84 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Mehr als 40 Millionen von ihnen sind an den Folgen von Aids gestorben. Wer sich damals infizierte, war nicht zu retten, weder vor Aids noch vor der Gesellschaft. Infizierte wurden zu Ausgestoßenen. Auch, weil Aids vor allem Minderheiten traf: homosexuelle Männer und Drogengebraucher. Vor allem CSU-Politiker nannten Infizierte damals als “Aussätzige” oder “Todesbomben” und wollten sie “in speziellen Heimen” konzentrieren. Ende 2021 wussten in Deutschland 82.100 Menschen von ihrer HIV-Infektion, mehr als 96 Prozent von ihnen befanden sich in Behandlung. Sie nehmen Medikamente, die ihre Viruslast unter der Nachweisgrenze halten. Das heißt, sie können HIV damit nicht mehr übertragen und ihre Lebenserwartung ist in der Regel so hoch, als wären sie nicht infiziert. Auch wenn es extreme Einzelfälle gibt: Heilbar ist Aids bis heute nicht. Auch 2021 sind weltweit noch 650.000 Menschen im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion gestorben. In Deutschland waren es im selben Jahr 218 Menschen. Heute hat eine Ansteckung mit HIV ihren Schrecken verloren, ihr Stigma jedoch nicht, sagt Josef Wirnshofer aus dem SZ-Reportageteam. Fedor Herbst hat sich vor 25 Jahren angesteckt - und er hatte Glück: Dank medizinischer Entwicklung hat er überlebt. Er sagt: “Ich werde nicht wegen Aids oder HIV sterben, sondern damit." Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk, Julia Ongyerth "Das Thema" ist der Recherche-Podcast der Süddeutschen Zeitung. Der Podcast erscheint in der Regel alle zwei Wochen. Sie finden alle Folgen bei sz.de/dasthema. Eine Übersicht über alle unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast und hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können. Wie Sie unseren Podcast abonnieren können, dazu finden Sie alle Informationen unter sz.de/podcast. Wenn Ihnen "Das Thema" gefällt, wenn Sie Anregungen, Ideen oder Kritik für uns haben, dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de.

  12. Nord-Stream-Anschlag: Spuren in die Ukraine
    24.05., 17:0000:35:55

    Am 26. September 2022 sind Teile von drei von vier der deutsch-russischen Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 explodiert. Ermittler glauben, dass ein staatlicher Akteur hinter den Anschlägen nahe der dänischen Insel Bornholm in 80 Meter Tiefe verantwortlich sein muss. Mehr als zehn Jahre hatte Nord Stream 1 vor allem Deutschland, aber auch weite Teile Westeuropas mit billigem russischem Erdgas versorgt. Wäre Nord Stream 2 in Betrieb gegangen, dann hätten die Pipelines zusammen mehr als 50 Prozent des deutschen Jahresverbrauchs geliefert - und die Menge an billigem russischem Gas für Westeuropa verdoppelt. Und es hätte Europas Abhängigkeit von Russland massiv verstärkt. Russisches Gas war deshalb schon immer ein Politikum. Spätestens nachdem Wladimir Putins Armee Ende Februar 2022 die Ukraine überfiel, floss immer weniger Gas gen Westen. Auch die US-Regierung hat mehrfach klargemacht, dass sie die Pipelines für eine schlechte Idee halten, da sie das Potenzial haben, “die Interessen der Ukraine, Polens und anderer enger Partner und Verbündeter zu untergraben”. Nach dem Überfall befürchtete Washington, dass Länder wie Deutschland zögern könnten, die Ukraine mit Geld und Waffen zu unterstützen. Doch wer hat die Sabotage an dem Milliardenprojekt ausgeübt? "Es gibt eine Mauer des Schweigens", sagt Jörg Schmitt aus dem SZ-Investigativressort. Laut Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR, WDR sowie der schwedischen Zeitung Expressen, dem polnischen Online-Magazin frontstory.pl und der dänischen Tageszeitung Berlinske führen zwei neue Spuren in Richtung Ukraine: Dabei geht es um eine mutmaßliche Briefkastenfirma in Warschau, die zwei Ukrainern gehört und um einen 26-jährigen Ulkrainer mit möglichen Verbindungen zum ukrainischen Militär. Auch nach Veröffentlichung des SZ-Berichts wollten Bundesanwaltschaft und Bundesregierung nichts dazu sagen. "Die Identität der Täter und deren Tatmotive sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen", teilte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Bruno Kahl, Chef des Bundesnachrichtendienstes, hat am Rande einer Tagung gesagt, dass "kein Land dieser Welt, kein Nachrichtendienst dieser Welt" im Moment dazu in der Lage sei, konkret zu sagen, wer die Täter waren oder wen man ausschließen könne. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau, C-Span, Europäischer Rat, Deutschlandfunk **Lesen Sie das Transkript zur Folge hier ** "Das Thema" ist der Recherche-Podcast der_ Süddeutschen Zeitung_. Der Podcast erscheint in der Regel alle zwei Wochen. Sie finden alle Folgen bei sz.de/dasthema. Eine Übersicht über alle unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast und hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können. Wie Sie unseren Podcast abonnieren können, dazu finden Sie alle Informationen unter sz.de/podcast. Wenn Ihnen "Das Thema" gefällt, wenn Sie Anregungen, Ideen oder Kritik für uns haben, dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de.

  13. Coaching im Paradies: Robert Gladitz' gescheiterte Vision
    10.05., 17:0000:35:15

    Yoga, Strand und tiefgründige Gespräche. Zwischendurch mal arbeiten am Laptop am Pool, bevor am Abend das Lagerfeuer lodert. Träumen Sie auch manchmal davon, als digitaler Nomade der schnöden Realität zu entfliehen? Der Coach Robert Gladitz hat genau das in Aussteigerdörfern in Portugal und auf Bali versprochen. Vor zehn Jahren sprach Gladitz noch über Fitness. Dann darüber, wie man ein Unternehmen zum Erfolg führt. Vor ein paar Jahren startete er ein neues Projekt, die "Thrive Villages". Gladitz wollte "Orte erschaffen, in denen wir so leben können, wie wir wirklich sind". In mehreren Crowdfunding-Kampagnen sammelte Gladitz Hunderttausende Euro ein. Gladitz wollte in den "Thrive Villages" die Menschheit auf die "nächste Stufe" hieven. Doch für viele Aussteiger waren die angemieteten Hotelanlagen nur kurz ein neues Zuhause. Warum der Traum vom Aussteiger-Paradies so schnell wieder geplatzt ist und was man Gladitz dabei vorwerfen kann, hat Kristiana Ludwig aus dem SZ-Investigativteam recherchiert. In einem aktuellen Video äußert sich Gladitz über das Scheitern des Projekts. Er versucht es unter anderem damit zu erklären, dass er die Bodenhaftung verloren habe. Es tue ihm "unfassbar leid", so viele Menschen enttäuscht zu haben. Trotzdem fühlt er sich missverstanden und wirbt dafür, die Idee des "Thrive Villages" nicht sterben zu lassen. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau, Kristiana Ludwig Produktion: Julia Ongyerth Audio-Quellen: www.startnext.com/thrivevillages, vimeo.com/591043934/b82b52e81d, www.youtube.com/watch?v=QMT9lrSsv9g, vimeo.com/751628353/63f8f5cee1, www.youtube.com/watch?v=cudA89ngz70

  14. Türkei-Wahl (II): Wie Erdoğan das Land gespalten hat
    03.05., 17:0000:53:22

    Das hier ist der zweite Teil einer Doppelfolge von "Das Thema". Hören Sie am besten erst den ersten in Ihrem Feed. Die Themen hier: Die Gezi-Proteste, der Putschversuch 2016, die Kommunalwahlen 2019 als die Opposition Erdoğan schockte und einen Ausblick auf die aktuelle Wahl. Recep Tayyip Erdoğan regiert die Türkei seit 20 Jahren. Er hat die Republik stark umgebaut und geprägt, mit zunehmend autoritären Mitteln - vieles im System ist auf seine Person ausgerichtet. Doch das könnte sich ändern. Am 14. Mai sind Parlaments- und Präsidentschaftswahlen und noch nie hatte die Opposition so gute Chancen ihn abzulösen. Damit könnte nicht nur innenpolitisch eine Ära enden, in der es weitreichende Verfassungsänderungen gab, niedergeschlagene Proteste und einen Putschversuch. Außenpolitisch Erdogan hat es wie kein anderer verstanden, die Türkei auf der Weltbühne zu positionieren: in der Nato, im Ukraine-Krieg, im Syrien-Krieg, gegenüber der EU. Doch wie konnte Erdoğan eigentlich zu dem werden, der er heute ist? Wieso wurde er von einem populären Hoffnungsträger zu einem immer autoritäreren Staatschef? Wie hat er dabei einen großen Teil der Bevölkerung verloren? Und was könnte passieren, wenn er die Wahl im Mai wirklich verliert? Darüber sprechen bei "Das Thema" Raphael Geiger, SZ-Korrespondent in Istanbul, und Christiane Schlötzer, die seit 2001 über viele Jahre für die SZ aus der Türkei berichtet hat. Teil I von "Das Thema" zur Türkei finden Sie hier. Redaktion: Ayça Balcı Produktion: Carlo Sarsky Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb

  15. Türkei-Wahl (I): Erdoğans Weg an die Macht
    26.04., 17:0000:47:23

    Diese Folge ist der erste Teil einer Doppelfolge von "Das Thema". Hören Sie Teil 2 am 3. Mai 2023. Die Themen hier: Die Folgen des Erdbebens in der Türkei, Erdoğans Aufstieg zum Premier, seine Reformen und seine Enttäuschung über den gescheiterten EU-Beitritt. Recep Tayyip Erdoğan regiert die Türkei jetzt schon seit 20 Jahren. Er hat das Land stark umgebaut und geprägt, mit zunehmend autoritären Mitteln - vieles im System ist inzwischen auf seine Person ausgerichtet. Doch das könnte sich ändern. Am 14. Mai sind Parlaments- und Präsidentschaftswahlen und seit Erdoğan regiert, seit 2003, hatte die Opposition noch nie so gute Chancen, ihn aus dem Amt zu vertreiben. Damit könnte nicht nur innenpolitisch eine Ära enden, in der es weitreichende Verfassungsänderungen gab, Proteste, die niedergeschlagen wurden, und einen Putschversuch des Militärs gegen Erdoğan. Auch außenpolitisch könnte sich für die Türkei einiges verändern, weil Erdoğan es in den letzten Jahrzehnten wie kein anderer verstanden hat, die Türkei auf der Weltbühne zu positionieren. Doch wie konnte Erdoğan über all diese Jahre eigentlich zu dem werden, der er heute ist? Wieso wurde er von einem populären Hoffnungsträger zu einem immer autoritäreren Staatschef? Wie hat er dann auch die Bevölkerung in großen Teilen verloren? Und was würde passieren, wenn er die Wahl im Mai wirklich verliert? Darüber sprechen in dieser und der nächsten Folge von "Das Thema" Raphael Geiger, aktueller SZ-Korrespondent in Istanbul, und Christiane Schlötzer, die seit 2001 über viele Jahre für die SZ aus der Türkei berichtet hat. Redaktion: Ayça Balcı Produktion: Carlo Sarsky Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb

  16. "Nichts wie weg" - Folge 1 von "German Angst - Die neue Lust am Untergang"
    19.04., 17:0000:39:54

    Immer mehr Menschen in Deutschland wollen vorbereitet sein, wenn eine Katastrophe kommt. So weit, so vernünftig. Doch es gibt auch Menschen, die beim preppen das Maß verlieren. Solche, die versuchen, mit Ängsten anderer Wählerstimmen zu fangen oder Geld zu verdienen, indem sie alles mögliche verkaufen: von Wasserfiltern und Kurbelradios bis hin zu Pfeffersprays, Armbrüsten und Schreckschusspistolen. Und dann gibt es Extremisten, die einen Tag X, der alles verändern könnte, sogar selbst durch Anschläge herbeiführen wollen. Eine Podcast-Recherche, die von den Wäldern vor Cottbus in den Bundestag führt. Zu Rechtsradikalen, die hinter Survival-Tipps ihre politischen Botschaften verbergen. Und zu Menschen, die sich in die mutmaßliche Terrorgruppe „Vereinte Patrioten“ eingeschleust haben. Hören Sie die erste Folge hier kostenlos – alle weiteren mit SZ Plus unter sz.de/german-angst. Es gibt auch ein kostenloses Probeabo.

  17. Chirurgen für die Front: Wie die Bundeswehr ukrainische Ärzte ausbildet
    12.04., 16:4000:32:46

    Eine Woche lang dauert das „Training Einsatzchirurgie“ der Bundeswehr. Die Schulung gehört zu den teuersten Ausbildungen des Sanitätsdienstes. Und jetzt wurde sie erstmals speziell für 16 Teilnehmende aus der Ukraine angeboten. Geübt wird vor allem, wie die Chirurgen in der Nähe der Frontlinie schnell und sicher unter Stress Verwundete so versorgen können, dass sie es überhaupt lebend in Krankenhäuser schaffen. „Das ganze muss mit sehr begrenzten Ressourcen passieren“, erzählt Georg Mascolo, der den Kurs für die SZ begleitet hat. Warum auch solche Hilfen für die Ukraine enorm wichtig sind, habe ihm jemand vor Ort so beschrieben: „Für die Motivation des Soldaten spielt es eine große Rolle, ob er weiß, dass er in einer Armee dient, die alles tun wird, um sein Überleben zu sichern und zu retten“. Wie läuft diese Spezialfortbildung im Detail ab? Was lernen die Teilnehmenden? Und wieso ist das Angebot der Bundeswehr auch nicht ganz uneigennützig? Darum geht es in dieser Folge. Den Text von Georg Mascolo können Sie hier nachlesen. Die neue Podcast-Serie "German Angst - Die neue Lust am Untergang" finden Sie unter sz.de/german-angst. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Wanda Silberhorn Produktion: Carlo Sarsky

  18. Vulkan Files: Aus dem Inneren des russischen Cyberkriegs
    30.03., 17:0000:43:34

    Ende Februar 2022. Wenigen Tage, nachdem die ersten russischen Panzer über die Grenze der Ukraine gerollt sind, meldet sich eine anonyme Quelle bei der Süddeutschen Zeitung. Sie sei wütend über die Invasion, schreibt die Person. Über die schrecklichen Dinge, die dort geschehen. Und die Quelle schreibt auch: “Ich hoffe, dass Sie diese Informationen nutzen können, um zu zeigen, was hinter verschlossenen Türen geschieht“. “Diese Informationen”, damit meint die Quelle das, was sie damals noch schickt: Hunderte interne Mails, Verträge und Design-Handbücher. Alle aus dem Inneren einer russischen Cyber-Firma. Oder wie sich bald herausstellt: Aus dem Inneren des russischen Cyberkriegs. Denn die Dokumente führen zu Systemen, die als Überwachungs- und Spionagemaschinen eingesetzt werden könnten. Was die sogenannten “Vulkan Files” zeigen und wie Russland seinen Cyber-Krieg führt, das hat die SZ mit mehreren nationalen und internationalen Medienpartnern seither ausgewertet und die Hintergründe recherchiert. In dieser Folge von „Das Thema“ sprechen Lea Weinmann und Natalie Sablowski aus dem SZ-Rechercheteam darüber. Alle Inhalte zum Leak und die Rechere zum Nachlesen, finden Sie unter: sz.de/vulkanfiles Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky

  19. Neckarwestheim: Wie der Atomausstieg einen Ort verändert
    22.03., 17:0000:34:00

    Ein Atomkraftwerk (AKW) hat das Dorf Neckarwestheim in Baden-Württemberg reich gemacht. Das AKW ist eines der letzten drei aktiven Kraftwerke in Deutschland. Am 15. April sollen auch sie endgültig abgeschaltet werden. Doch was wird aus Neckarwestheim ohne die Atomkraft? SZ-Redakteur Max Ferstl hat die Gemeinde besucht. In dieser Folge von „Das Thema“ erzählt er, wie das Kernkraftwerk Neckarwestheim verändert hat und wie die Bewohner auf den Atomausstieg blicken. Außerdem geht es darum, was das Ende der Atomkraft für ganz Deutschland bedeutet. Ist die Energieversorgung weiter gesichert? Und wie kann die Energiewende in Zeiten der Energiekrise klappen? Darüber spricht Michael Bauchmüller, Experte für Energie- und Umweltpolitik bei der SZ in Berlin. Redaktion: Laura Terberl, Ann-Marlen Hoolt Produktion: Julia Ongyerth

  20. Die weltweiten Geschäfte der Holz-Mafia
    08.03., 17:0000:26:41

    Wir verbrauchen zu viel Holz: Schon heute liegt der weltweite Holzverbrauch gut 50 Prozent über dem, was wir nachhaltig wieder aufforsten können. So eine Schätzung der Umweltorganisation WWF. Und die Nachfrage steigt weiter, was Wälder auf der ganzen Welt gefährdet. Für die internationale Recherchekooperation "Deforestation Inc." haben 40 Medien aus 27 Ländern untersucht, wie die wertvolle Ressource Holz durch illegalen Holzeinschlag, weltweit steigende Nachfrage und fragwürdige Zertifizierungen bedroht wird. Für diese Folge spricht Christoph Cadenbach über seine Recherche in Rumänien: Hier werden mit illegal geschlagenen Bäumen jährlich Millionen verdient. Wie das System funktioniert und wer davon profitiert, erklärt er im Podcast. Produktion: Julia Ongyerth Moderation, Redaktion: Laura Terberl

Welches Thema bewegt diese Woche besonders? Welchen Schwerpunkt behandelt die Süddeutsche Zeitung ausführlich? Lars Langenau und Timo Nicolas diskutieren mit den Autorinnen und Autoren der SZ das Thema der Woche und die Hintergründe der Recherchen. Das Beste aus den Geschichten der SZ – zum Hören.