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Das Klima

Florian Freistetter, Claudia Frick

News · Science

182 Episoden · neueste 12.10.

Häufig erwähnt

Episoden

182
  1. DK062 - Hausarbeiten für die ganze Welt
    10.10., 07:0001:07:12

    …und wer will eigentlich die Kernkraft? DK062 - Hausarbeiten für die ganze Welt …und wer will eigentlich die Kernkraft? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 62 reden wir über das Pariser Klimaabkommen und das, was die Länder der Welt tun, um es zu erfüllen. Oder besser gesagt: Das was die Länder der Welt vorgeschlagen haben, zu tun und die Frage, ob das alles auch ausreichend ist. Spoiler: Eher nicht. Aber zum Glück gibt es Möglichkeiten, den Prozess zu beschleunigen. Muss man halt nur noch machen. Was will Kapitel 4 Beim Pariser Klimaabkommen haben die Länder der Welt beschlossen, die globale Erwärmung nicht über 2 Grad steigen zu lassen und idealerweise unter 1,5 Grad zu halten. Um das tatsächlich zu erreichen, ist es enorm kritisch, was wir in den nächsten 30 Jahren tun. Kapitel 4 beschäftigt sich mit drei Fragen: Wohin gehen wir jetzt gerade? Wohin wollen wir gehen? Und wie kriegen wir das hin? Was Kapitel 4 nicht ist: Ein Handbuch zur Rettung der Welt. Leider. NDCs: Nationally determined contributions Um das Pariser Klimaabkommen zu erreichen, haben die Länder der Welt die “Nationally determined contributions” aufgeschrieben. Jedes Land hat kundgetan (bzw. sollte das getan haben), was es tun will, um die globale Erwärmung zu beschränken. Die Details kann man hier nachlesen - nur gibt es leider nicht immer ausreichend viele Details. Viel zu oft bleiben die NDCs vage; viel wird auch ausgelassen. Dass das alles nicht wirklich reicht, kann man in der Abbildung 1 von CC-Box 4 sehen: Kalifornien und BaWü retten die Welt Nicht nur die Länder können etwas tun, sondern auch Städte, Bundesländer, und so weiter. Tun sie auch, zum Beispiel im Rahmen der Under 2 Coalition die überraschenderweise von Kalifornien und Baden-Württemberg gegründet worden ist. Was da für Potenzial drin steckt, kann man in Tabelle 4.4 ansehen: Länderrankings! Manche Länder haben über die NDCs hinaus auch noch festgelegt, wann genau sie Netto-Null bei den CO2-Emissionen erreichen wollen. Leider nicht allzu viele, wie Tabelle 4.5 zeigt: Es muss schneller gehen! Um Netto-Null zu erreichen braucht es eine Dekarbonisierung der Elektritizitätsversorgung, effizientere Energienutzung, einen dramatisch geringeren Verbrauch fossiler Brennstoffe, eine Reduktion von Methan und anderer Treibhausgase. Und damit fängt die Sache erst an. Die Länder haben alle unterschiedliche Strategien und Bedürfnisse und deswegen ist es schwer, angesichts dieser Vielfalt, globale Möglichkeiten zu finden, die Sache zu erledigen. Mehr Erneuerbare müssen her! Was auf jeden Fall wichtig ist: Mehr erneuerbare Energien! Zum Glück lassen die sich schnell ausbauen, sind billig und die wissenschaftlichen Studien zeigen, dass es durchaus möglich, dass zum Beispiel die EU bis 2050 ihre Energie 100% erneuerbar erzeugt. Das geht auch für Deutschland. Oder Frankreich. Und es ist einfacher, als man glauben möchte, wie man zum Beispiel in Folge 61 des Podcasts “Das Universum” anhören kann. Wer braucht Kernenergie? Kernenergie spielt eine umstrittene Rolle in der Klimakrise. Die Kosten dafür steigen und die Länder, die derzeit viel Kernenergie erzeugen sind nicht unbedingt die Länder, deren CO2-Emissionen sinken. Trotzdem setzen viele Nationen in ihren Klimastrategien auf nukleare Energie. China plant mit bis zu 30 Prozent Kernenergie bis 2050; Indien viel das Kernenergiepotenzial bis 2032 verzehnfachen. Das Problem (eines der Probleme): Die Verfügbarkeit des Brennstoffes. Ohne den brechen diese Strategien zusammen. Wer bremst? Es gibt vier große Kategorien an Phänomenen, die die Beschleunigung der Anpassungsstrategien bremsen können. 1) Die Kosten - Anpassung kostet und das muss man akzeptieren und entsprechend planen. 2) Die sozio-politisch-institutionellen Strukturen einer Gesellschaft - wenn Anpassungsmaßnahmen etwa zu Jobverlusten führen, muss die Gesellschaft darauf vorbereitet sein (und nicht so tun, als wäre nichts, so wie in Südtirol). 3) Die Verfügbarkeit der Technologie - Technologien zur Anpassung müssen existieren, und sie müssen für alle Länder verfügbar sein. 4) Die unpassenden Strukturen - wenn zum Beispiel Vermieter Wohnungen nicht klimafreundlich umbauen wollen oder können, braucht es neue Strukturen, die das ermöglichen. Was kann man denn jetzt tun, verdammt! Die Politik hätte jede Menge Möglichkeiten, mit Gesetzen die Anpassung zu beschleunigen, wie man zum Beispiel in Tabellen 4.12 sehen kann: → Table 4.12 Examples of policies that can help shift development pathways Fairness Fairness hilft Hindernisse zu überwinden. In einer gerechten Gesellschaft ist zum Beispiel die Angst vor Jobverlust geringer und der Widerstand gegen Anpassungsmaßnahmen deswegen ebenso. Gleiches gilt für jede Menge andere Strategien. Abgesehen davon, dass es aus sehr vielen anderen Gründen gut ist, wenn es in einer Gesellschaft fair zu geht. Vor allem aber: Wir müssen schnell handeln und wir müssen mehr tun als jetzt. Und uns dabei auf das konzentrieren, was schnell Effekte zeigt. Weiterführende Informationen Kapitel 4 des dritten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  2. DK061 - Das Ensemble der Möglichkeiten
    03.10., 07:0001:23:03

    …und wo bleiben die Klimakönige? DK061 - Das Ensemble der Möglichkeiten …und wo bleiben die Klimakönige? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 61 geht es um das “Ensemble der Möglichkeiten”. Wir schauen uns jede Menge Szenarien an, mit denen wir in Zukunft dafür sorgen können, dass weniger Treibhausgase freigesetzt werden. Wie man solche Szenarien aufstellt und analysiert und ihre Machbarkeit bewertet: Das ist Thema dieser Folge. Und wir stellen fest: Es gibt nicht nur noch die Chance auf eine gute Zukunft; wir haben sogar noch Auswahl! Was will Kapitel 3 Wie gehen die Emissionen runter? Das ist die Frage, die uns alle beschäftigen sollte. Und genau solche Szenarien schauen wir uns in Kapitel 3 an. Es gibt darum, wie die langfristigen Zielen - also zum Beispiel bestimmte Erwärmungslevel der Erde - erreicht werden können. Und welche “Emissionspfade” daraus folgen und welchen “Abmilderungspfaden” wir dafür folgen müssen. Im Gegensatz zum letzten Kapitel geht es jetzt also nicht um die Emissionstrends, also die Vergangenheit, sonder num die Emissionspfade, nämlich die Zukunft. Wir wandeln Emissionspfade Erste Erkenntnis: Es gibt sehr viele Emissionspfade und ihre Zusammenstellung ist ein “Ensemble”. Oder, wie es das IPCC nennt: Ein “ensemble of opportunity”, also ein Ensemble der Möglichkeiten. Wir wandeln Abmilderungspfade Die diversen Abmilderungspfade kommen aus den unterschiedlichen Klimamodellen und - wie so oft in der Wissenschaft hat alles komische Akronyme. Daher schweifen wir ein wenig ab und tauschen uns über die Akronymbildung in der Naturwissenschaft aus. Außerdem treffen wir im Text auf Daniel Huppmann aus Folge DK002, der eine Szenario-Datenbank programmiert hat. Anschauen kann man sich sowas zum Beispiel hier. Braucht man auch, immerhin gibt es mehr als 3000 Szenarien die wissenschaftlich erforscht wurden. Klima MAGICC Bei den Szenarien ist auch jede Menge “MAGICC” involviert. Das steht für “Model for the Assessment of Greenhouse Gas Induced Climate Change” und man kann hier ein wenig zaubern üben. Abbbildung 3.5 zeigt uns, wie die Wahl und Analyse der Szenarien aussieht: Und in Tabelle 3.1 kann man sich die Auswirkung der Szenarien noch mal ansehen. Nach der Qualitätskontrolle bleiben noch 1202 Szenarien übrig. Man kann sich auch anschauen, wie sich aus den “Illustrated Pathways” aus der vorletzten Folge die Szenarien entwickeln, zum Beispiel in Abbildung 3.7: Und bei der Energiegewinnung sieht das so aus: Für die Zukunft ist alles möglich Wie die Szenarien mit den SSPs zusammenhängen, zeigt Abbildung 3.10: Und wir sehen: Für die Zukunft ist noch alles möglich! Netto-Null und Neutral ist nicht dasselbe Bisher haben wir alles global betrachtet. Wenn man aber regional hinschaut oder die unterschiedlichen Sektoren betrachtet, dann sieht man eine ungleiche Verteilung der Abmilderungskosten. Auch die Begriffe “Netto Null” und “CO2-neutral” darf man nicht verwechseln. Es kommt darauf ob man die Emissionen bei dem auf Null setzt, was man direkt kontrollieren kann (netto null) oder auch alle anderen beteiligten Emissionen berücksichtigt (CO2-Neutralität). Verlorene Vermögenswerte Welche Vermögenswerte sind in Zukunft einem Risiko ausgesetzt? Vor allem die, die mit fossiler Energie zu tun haben. Auf Platz 1 zum Beispiel all das Geld, das in Braunkohlekraftwerken steckt. Je später man mit Abmilderung startet, desto mehr Vermögenswerte sind bedroht. Vor allem die Politik muss klar machen, dass sich solche Investments nicht lohnen; und wenn sie das nicht glaubwürdig macht, machen die Leute das trotzdem. Was auch hilft: Schnell CO2 senken. Langfristig macht das weniger Kosten, auch wenn davor ein wenig mehr anfallen können. Außerdem spannend: Wenn man sich für Verhütung und freiwillig Familienplanung einsetzt, ist das gut fürs Klima. Dimensionen der Machbarkeit Die Szenarien können nach verschiedenen Dimensionen der Machbarkeit bewertet werden. Zum Beispiel geophysisch, ökonomisch, technologisch, soziokulturell, und so weiter. Je nachdem kann so ein Szenario plausibel sein. Oder nur theoretisch plausibel. Oder gar “unprecedented”. Ein Hindernis bei der Machbarkeit ist die Konzentration der Politik auf die Legislaturperiode. Die Monarchie wollen wir aber trotzdem nicht mehr einführen… Weiterführende Informationen Kapitel 3 des dritten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  3. DK060 - Schlafen ist gut fürs Klima, Duschen eher nicht
    26.09., 07:0001:28:01

    …und wird uns die Technik retten? DK060 - Schlafen ist gut fürs Klima, Duschen eher nicht …und wird uns die Technik retten? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 60 geht es gleich um die richtig wichtigen Themen. Und zwar darum, wer eigentlich die ganzen Treibhausgase in die Atmosphäre pustet und was man dagegen tun kann. Wie war das in der Vergangenheit, wie wird es in der Zukunft sein? Warum sind die Reichen so klimaschädlich und warum haben wir dank carbon lock-in das Pariser Klimaziel quasi schon verfehlt? Alles keine schönen Fragen - aber mit wichtigen Antworten! Was will Kapitel 2 Kapitel zwei trägt die “Emissionstrends” im Titel und wenig überraschend geht es genau darum. Also darum, wo die Emissionen her kommen, wo sie in der Vergangenheit her gekommen sind und was man dagegen tun kann. Reich sein ist klimaschädlich Ein fun-fact zum Anfang: Die 10 reichsten Prozent der Menschheit sind für 36 bis 45 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Tja. FOLU heißt jetzt LULUCF Bevor uns die Emissionstrends anschauen, müssen wir noch ein paar Akronyme klären. Das was früher “FOLU” (forestry and other land-use) hieß, wird jetzt nämlich “LULUCF” (land use, land-use change, and forestry) genannt. Aber egal, es wird emittiert und zwar immer mehr. 2019 so viel wie nie zuvor, in der letzten Dekade so viel wie nie zu vor. Aber immerhin: Das Wachstum wird langsamer. Wie genau das aussieht, kann man sich in Tabelle 2.1 anschauen: Und in Abbildung 2.5: Was hat uns eigentlich Corona gebracht? Corona hat dazu geführt, dass wir weniger Auto gefahren, weniger geflogen und allgemein weniger emittiert haben. Kann man sogar in den Daten sehen: Was man darin auch sehen kann: Es war nicht nachhaltig und hat an der Gesamtsituation so gut wie nichts geändert. Was haben wir denn in der Vergangenheit so emittiert? Wenn wir uns anschauen wie sich die historischen Emissionen entwickelt haben, dann sieht man gut, wie sich unsere Welt und Industrie entwickelt hat. Wie viel dürfen wir noch emittieren? Wenn wir so viel CO2 freisetzen, wie wir im letzten Jahrzehnt freigesetzt haben, dann ist das Ziel des Pariser Klimaabkommens gerissen. Was nicht heißt, dass wir jetzt einfach noch 10 Jahre so weiter machen können. Weil was dann? Wir können nicht von heute auf morgen aufhören mit dem CO2 emittieren. Also: Nicht weitermachen. Welche Länder emittieren am meisten? Europa war immer gut dabei beim Emittieren. Wir haben das zwar reduziert, aber so richtig geholfen hat das auch nicht. Und in den anderen Gegenden der Welt steigen die Emissionen enorm an: Und wenn man nach Pro-Kopf-Emissionen rechnet bzw. nach Wirtschaftsleistung, dann stehen wir ganz schnell wieder ganz oben auf der Liste: Emissisionstrends nach Sektoren Was sich in allen Daten deutlich zeigt: Das Wirtschaftswachstum ist ein super Treiber für die Emissionen. Steigt das Wachstum, steigen die Emissionen. Je reicher wir werden, desto mehr konsumieren wir und desto mehr CO2 kommt in die Atmosphäre. Das hat mit dem Rebound-Effekt zu tun, einer paradoxen Situation wo Verbesserung zu Verschlechterung führt. Die Autos müssen weg! Im Transportbereich ist das, was auf den Straßen rumfährt für die absolute Mehrheit der Emissionen verantwortlich: Und wenn wir unsere Autos nur ein wenig sinnvoller bauen würden, mit Technik die wir jetzt schon haben, dann könnten wir jede Menge CO2 einsparen. Noch besser aber: Keine Autos. Wird die Technik uns retten? Das Unterkapitel 2.5. hat super Überschriften, die allein schon fast alles relevante aussagen. Technik kann uns helfen; neue Technik bringt durchaus auch Fortschritte beim Klimaschutz. Aber nicht schnell genug. Was man auch nicht vergessen darf: Die Vorbildwirkung von Ländern. Man muss nicht allein die Welt retten; man kann auch als Vorbild jede Menge erreichen. Die Preisentwicklung klimafreundlicher Technologie ist super Klimafreundliche Technologien wie Photovoltaik oder Windkraft werden immer billiger: Und es gibt keinen Grund, warum sie in Zukunft nicht noch billiger werden sollten. Für die fossilen Brennstoffe gilt das ganz und gar nicht. Ebenso wenig für Technologie, die nicht “granular” ist. Solarzellen zum Beispiel sind klein, da kann sich die Technik schnell verbessern. Bei einem Kernkraftwerk und anderer Großtechnologie ist das aber nicht der Fall. Unser Lebensstil und das Klima Wir Menschen leben unterschiedlich und unser Lebensstil ist genau so verschieden. In Europa haben wir einen großen CO2-Fußabdruck; in anderen Ländern sind die Emissionen viel geringer. Was aber überall so ist: Reiche Menschen emittieren mehr als arme Menschen und in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern ist diese Ungleichheit enorm: Wenn es um die Haushalte geht, dann gibt es auch hier Unterschiede. In den USA sind Energie und Transport die größten Faktoren; in Großbritannien ist es die Heizung (weswegen hier auch Initiativen wie “Insulate Britain” existieren. Wer sich fragt was im eigenen Haushalt klimafreundlich ist: Schlafen, putzen und Freunde zuhause treffen. Eher nicht so gut ist essen, trinken oder Körperpflege. Ein Mann zu sein ist auch eher klimaschädlich; Männer setzen mehr CO2 frei als Frauen, teilweise sehr viel mehr! Carbon lock-in Sehr deprimierend ist das, was sich “carbon lock-in” nennt: Wenn wir all die klimaschädliche Infrastruktur (Kraftwerke, Straßen, etc) betrachten, die wir für die Zukunft schon fix geplant haben und die Emissionen addieren, die daraus entstehen werden, dann ist das eine Menge, die unser restliches CO2-Budget übersteigt. Wenn wir also nicht aktiv etwas von diesen Maßnahmen zurücknehmen, dann werden wir das Pariser Klimaziel nicht erreichen können. Was bringt ein Klimagesetz? Die Forschung zeigt: Wenn man Klimagesetze macht, dann schützen die das Klima. Was nichts daran ändert, dass zum Beispiel die ÖVP in Österreich sich immer noch weigert so ein Gesetz zu erlassen. Und der österreichische Kanzler die Faktenlage leugnet. Öffis sind super! Was sich auch lohnt sind Investitionen in den öffentlichen Verkehr. Wenig überraschend zeigt auch hier die Forschung: Wenn man die Öffis ausbaut und fördert, dann fahren die Leute weniger mit dem Auto. Weiterführende Informationen Kapitel 2 des dritten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  4. DK059 - Kann die Religion das Klima retten?
    19.09., 07:0001:12:30

    …und wer braucht eigentlich den Utilitarismus? DK059 - Kann die Religion das Klima retten? …und wer braucht eigentlich den Utilitarismus? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 59 fangen wir mit dem dritten und letzten Teil des IPCC-Berichts an. Das erste Kapitel ist noch ein wenig vage. Aber wir reden darüber, wie man die Klimakrise abschwächen kann. Und beschäftigen uns dazu mit dem, was der Papst und der Islam zu der ganzen Sache sagen. Außerdem geht es um das Potenzial von Krisen, Utilitarismus, Ethik und die Psychologie der Veränderung. Rückblick auf die Apokalypse Wir schauen noch mal zurück auf die letzte Folge und die Forschung zu apokalyptischen Klimaszenarien. Claudia hat sogar eine eigene Fachzeitschrift für den Weltuntergang entdeckt und Florian erinnert sich an ein Buch das er dazu mal geschrieben hat Auf geht’s in Teil 3 Wäre unser Podcastprojekt ein Marathonlauf, dann wären wir jetzt an dem Punkt, wo es so richtig hart wird. Und Claudia fand die Beschäftigung mit Kapitel 1 tatsächlich ein wenig schwierig… Was möchte Kapitel 1? Zuerst klären wir mal, wie wir das Wort “Mitigation” am besten übersetzen sollen. Abschwächung? Abmilderung? Wir entscheiden uns vorerst für Klimawandelanpassung Ansonsten erwartet uns ein Wechselbad von Wirtschaft, Finanzen, Religion, Ethik, Wissenschaft und all den anderen Dingen, die wir für die Mitigation brauchen. Was treibt den Wandel an? Mit “Wandel” meinen wir ab jetzt nicht mehr nur den Klimawandel sondern vor allem den Wandel hin zu mehr Klimaschutz. Also eigentlich besser eine “Transformation”. Und was treibt diesen Wandel an? Das Potenzial von Krisen, sagt der IPCC. Nicht nur, aber gerade die Corona-Pandemie hat ja gezeigt: Viel geht jetzt, was vorher nicht ging. Aber wir haben dann halt leider auch bald wieder damit aufgehört. Religion und Klimakrise Zu den Faktoren die die Transformation antreiben können gehört auch die Religion. Weswegen wir uns anschauen, was der Papst zu der ganzen Sache sagt. Das kann man in “Laudato Si von Papst Franziskus Über die Sorge für das gemeinsame Haus” nachlesen. Das ist ein durchaus sehr wissenschaftlicher Text, in dem Sachen stehen wie das hier: “Viele von denen, die mehr Ressourcen und ökonomische oder politische Macht besitzen, scheinen sich vor allem darauf zu konzentrieren, die Probleme zu verschleiern oder ihre Symptome zu verbergen, und sie versuchen nur, einige negative Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren.” Aber dann findet man halt doch auch wieder sehr viel religiöses Zeug, das mit Wissenschaft nicht viel zu tun hat… Die islamische Erklärung zum globalen Klimawandel Der Islam äußert sich auch zur Krise. Zumindest die Islamic Foundation for Ecology and Environmental Sciences (IFEES), die 2015 eine “ Islamic Declaration on Global Climate Change” veröffentlicht hat. Ebenfalls voll mit wissenschaftlich seriösen Inhalten. Unter anderem steht dort das: ”Wir rufen insbesondere die wohlhabenden Nationen und Ölförderstaaten dazu auf: die Richtung zu weisen, indem sie ihre Treibhausgas-Emissionen frühstmöglich und nicht später als bis zur Jahrhundertmitte reduzieren; die weniger Wohlhabenden sowohl finanziell als auch technisch großzügig darin zu unterstützen, einen frühstmöglichen Abbau der Treibhausgase zu erreichen; die moralische Verpflichtung dazu anzuerkennen, den Verbrauch zu senken, damit das, was an nicht-erneuerbaren Ressourcen der Erde noch übrig ist, den Armen zugute kommt; innerhalb der „Zwei-Grad-Grenze“ zu bleiben, oder vorzugsweise innerhalb der „1,5-Grad-Grenze“ - in Anbetracht dessen, dass zwei Drittel der nachgewiesenen Erdöl-Reserven im Erdinneren bleiben; ihre Anliegen neu auszurichten – vom skrupellosen Profit aus der Umwelt hin zu deren Erhaltung sowie darauf, die Lage der Armen auf der Erde zu verbessern; in die Gestaltung einer grünen Wirtschaft zu investieren” Jetzt müsste man sich nur noch daran halten. Oder zumindest den Newsletter “Eco-Islam” abonnieren. Wehe den anderen geht es besser als mir! Bei der Kategorisierung von Antriebskräften der Transformation geht es oft auch Fairness. Und da haben wir so unsere Probleme. Was sich unfair anfühlt, machen wir nicht. Und denken uns: Besser allen geht es schlechter, als dass es anderen besser geht als mir. Was man ja auch sehr gut bei der FDP und der Diskussion um das 9-Euro-Ticket sehen kann. Wirtschaftliche Faktoren für die Transformation Die Kosten für erneuerbare Energie sinken. Aber was, wenn es noch günstiger wird? Dann warten wir vielleicht lieber ab mit unseren Investitionen, was wir aber eigentlich nicht sollten… Das nennt sich “Lock in”-Effekt und man kann sowas gut bei der QWERTZ-Tastatur sehen. Die haben wir jetzt, die bleibt auch, obwohl es durchaus anders und besser sein könnte. Politische Faktoren für die Transformation Politik ist wichtig für die Bewältigung der Klimakrise. Aber es braucht auch Stabilität bei der Gesetzgebung, wie Florian am Beispiel des Nichtraucherschutzes in Österreich illustriert. *Illustrative Wege Wie die Transformation ablaufen kann, zeigen die “Illustrative Mitigation Pathways (IMPs)”, die man hier genauer erklärt bekommt: Utilitarismus vs Ethik Am Ende geht es noch um Frameworks: Also Aspekte und Blickwinkel unseres Lebens/Handels von denen man aus auf die Transformation schauen kann. Vier Stück davon hat der IPCC zu bieten: Zum Beispiel der Blick durch und auf die wirtschaftliche Effizienz → Es wird also utilitaristisch. Nur das Gesamtergebnis zählt - und das ist sehr oft nicht unbedingt optimal. Der ethische Blickwinkel beginnt mit der Feststellung, der Klimawandel sei der perfekte moralische Sturm und beschäftigt sich danach mit den sozialen Kosten. Es geht also um eine explizite Gegenposition zum Wirtschaftsblickwinkel. Transformatorisch sehen wir die Sache, wenn wir schauen wie unter bestimmten Umständen Innovation und Veränderung passieren. Und psychologisch/politisch wird es, wenn wir feststellen: Wenn was neues kommt lehnen wir es intuitiv ab. Was aber sehr oft doch etwas doof ist. Vorschau auf die nächste Folge In Kapitel 2 wird es sehr konkret werden. Wir reden dann nämlich über Emissionen. Weiterführende Informationen Kapitel 1 des dritten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. 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  5. DK058 - Die apokalyptischen Reiter der Klimakrise
    12.09., 07:0000:51:50

    Zwei Drittel sind geschafft! DK058 - Die apokalyptischen Reiter der Klimakrise Zwei Drittel sind geschafft! "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 58 sind wir endlich mit dem zweiten Teil des IPCC-Berichts fertig. Wir schauen noch einmal kurz auf die offizielle Zusammenfassung. Und beschäftigen uns dann mit den “apokalyptischen Reitern der Klimakrise”. Den führende Klimaforscher:innen fordern, sich mit den extremen Klimaszenarien zu beschäftigen, die zwar nicht unbedingt wahrscheinlich sind, dafür aber das Potenzial zum Weltuntergang haben. Wir reden darüber, ob dass der Klimakommunikation eher nützt oder nicht. Und freuen uns schon auf Teil III des Berichts. Finale Wir sind durch! Heute reden wir noch mal über die “Summary for Policymakers”, also die Zusammenfassung des IPCC-Berichts an der auch die Politik mitgewirkt hat. Wie das alles abläuft könnt ihr in Folge 2 nachhören Da wir aber eh schon alles im Detail durchbesprochen haben, verweisen wir nur noch mal auf ein paar instruktive Abbildungen: Klima und Krankheiten Nicht im IPCC-Bericht ist diese wunderbare Infografik über die Klimakrise und Krankheiten. Schaut euch die auf jeden Fall an; mehr dazu könnt ihr hier hören SPM auf deutsch Eine sehr kurze Zusammenfassung des zweiten Teils auf deutsch kann man hier lesen. Darin findet man Sätze wie diesen: ”Klimaresiliente Entwicklung wird gefördert, wenn Regierungen, die Zivilgesellschaft und der Privatsektor integrative Entwicklungsentscheidungen treffen, die Risikominderung, Gleichstellung und Gerechtigkeit priorisieren, und wenn Entscheidungsfindungsprozesse, Finanzmittel und Maßnahmen über Regierungsebenen, Sektoren und Zeitrahmen hinweg integriert werden (sehr hohes Vertrauen). Eine klimaresiliente Entwicklung wird durch internationale Zusammenarbeit gefördert sowie dadurch, dass Regierungen auf allen Ebenen mit Gemeinschaften, der Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen, wissenschaftlichen und anderen Institutionen, Medien, Investoren und Unternehmen zusammenarbeiten; außerdem wird sie durch die Entwicklung von Partnerschaften mit traditionellerweise marginalisierten Gruppen einschließlich Frauen, Jugendlichen, indigenen Völkern, lokalen Gemeinschaften und ethnischen Minderheiten, gefördert (hohes Vertrauen). Diese Partnerschaften sind am wirksamsten, wenn sie durch förderliche politische Führung, Institutionen, Ressourcen - einschließlich Finanzierung - sowie Klimadienstleistungen, Informationen und Instrumente zur Entschedungshilfe unterstützt werden (hohes Vertrauen)” Das sind zwar sehr wichtige Aussagen. Aber die Sprache ist grauenhaft; das sollte man vielleicht nochmal überdenken… Technical Summary Zum IPCC-Bericht gehört auch noch das Technical Summary. Worin man sehr schöne Abbildungen findet: Die apokalyptischen Reiter der Klimakrise Zum Abschluss sprechen wir noch über die Arbeit “Climate Endgame: Exploring catastrophic climate change scenarios”. Es geht um die extremen Klimaszenarien, bei denen die Erde so warm wird, dass wir mit apokalyptischen Zuständen rechnen müssen. Die Forscher:innen erwähnen darin auch die “apokalyptischen Reiter der Klimakrise”; also die extremen Gefahren, die uns in so einem Szenario drohen können. Das tun sie nicht aus Weltuntergangslust, sondern weil sie der Meinung sind, wir sollten auch über die Extreme Bescheid wissen, selbst wenn sie unwahrscheinlich sind. Und fordern deswegen einen IPCC-Sonderbericht zu diesem Thema. Der Fokus auf die Extreme wird nicht von allen gut gefunden, wie man zum Beispiel hier nachlesen kann. Zwei Drittel sind geschafft: Vorschau auf den dritten Teil So. Und jetzt sind wir fertig mit Teil 2. Und wenn alles gut läuft, werden wir den kompletten IPCC-Bericht am 16. Januar 2023 fertig besprochen haben! Weiterführende Informationen Die SPM des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  6. DK057 - Waldwiderstand der Baumgemeinschaft: Klima und tropische Wälder
    05.09., 07:0000:44:13

    …und warum liegt die Verantwortung für die Tropenwälder außerhalb der Tropen? DK057 - Waldwiderstand der Baumgemeinschaft: Klima und tropische Wälder …und warum liegt die Verantwortung für die Tropenwälder außerhalb der Tropen? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 57 lesen wir das letzte reguläre Kapitel in Teil 2 des IPCC-Berichts. Und schauen uns die Tropenwälder der Erde an. Das Fazit ist eigentlich simpel: Der Wald wird weniger. Und wir müssen schnell und dringend aufhören, ihn abzuholzen. Außerdem stellen wir fest: Kapitalismus kann zur Abwechslung auch im Sinne des Klimaschutzes eingesetzt werden. Wir gehen in die Tropenwälder Am Anfang kommt wie immer die Definition: Was ist ein Tropenwald? Bzw. wo wächst tropische Vegetation? Überall dort, wo es das ganze Jahr über frostfrei ist. Man kann sich auch einfach diese Karte anschauen: Was man hier nicht sieht ist der Rückgang der Wälder. 420 Millionen ha Wald in den letzten 30 Jahren verloren gegangen. Das sind 1600 Saarländer oder 17 mal Großbritannien. Und 90 Prozent davon sind Tropenwald. Die Entwaldungsrate ist zwar zurück gegangen. Aber auch die Wideraufforstung. Deswegen verlieren wir weiterhin 7,3 Millionen Hektar pro Jahr.. Dank der Klimakrise ist das Wachstum der Wälder gehemmt; die Artenzusammensetzung in Baumgemeinschaft ändert sich und wir sehen einen Übergang von feuchteren Wäldern zu trockenere Wäldern. Außerdem speichern die Wälder weniger Kohlenstoff, was alles nur noch schlimmer macht. Nicht nur das Klima macht dem Wald zu schaffen Es ist bemerkenswert, dass trotz unserer finanzieller Möglichkeiten und des Bewusstseins über ihre Bedeutung, die Wälder immer noch bedroht sind. Das ist sogar so bemerkenswert, dass das genau so im IPCC-Bericht steht. Und der Hauptgrund für den schwindenden Wald sind wir Menschen, die die Bäume einfach abholzen. Das ist durchaus ein internationales Problem; in Europa zB gibt es einen Zuwachs bei den Wäldern; anderswo sorgen wir durch unseren Handel aber dafür, dass Wald weniger wird. 50% des Artenverlust den wir verursachen, verursachen wir außerhalb der Landesgrenzen Was können wir tun? Was wir tun können ist eigentlich sehr simpel: Keine verdammten Wälder mehr abholzen! Ein bisschen genauer zeigt es diese Abbildung: Und wir sollten das ernst nehmen, denn wenn sich die Erde um mehr als 4 Grad erwärmt, dann wird keine Anpassungsmaßnahme den Wald mehr schützen können. Man kann natürlich auch Anreizsysteme schaffen; zum Beispiel in dem man Bäumen Geldwerte zuordnet, wie das bei REDD+ passiert. Ja, der Kapitalismus kann auch positiv genutzt werden. Muss man nur machen. Die Verantwortung für die tropischen Wälder liegt außerhalb der Tropen! Aus europäischer Sicht sind die Tropen weit weg. Aber die Verantwortung für die tropischen Wälder liegt außerhalb der Tropen! Da müssen wir uns drum kümmern und das nicht den Menschen vor Ort umhängen. Vorschau auf das nächste Kapitel: Das Finale Im nächsten Kapitel kommt das große Finale von Teil 2. Wir schauen noch mal auf die offizielle Zusammenfassung. Weiterführende Informationen Kapitel CCP 7 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  7. DK056 - Es wird matschig: Die Klimazukunft der Polarregionen
    29.08., 07:0000:42:04

    …und soll man Urlaub in der Antarktis machen? DK056 - Es wird matschig: Die Klimazukunft der Polarregionen …und soll man Urlaub in der Antarktis machen? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 56 wird es kalt. Obwohl es auch wärmer wird und zwar in den Polarregionen. Das hat Auswirkungen, durchaus auch positive. Zumindest für Schifffahrt und Tourismus, was aber wieder ganz neue Probleme mit sich bringt. Was mit den Polarregionen der Erde passieren wird und wo in Zukunft die Schiffe langfahren werden, besprechen wir in der neuen Folge. Es wird eisig! Arktis und Antarktis sind beides kalte Ecken der Erde. Aber ansonsten sehr unterschiedlich. Was alles laut IPCC zu den Polarregionen zählt (u.a. ganz Finnland), zeigt diese Abbildung: In der Antarktis gibt es jede Menge spezielle Ökosysteme; dort gibt es auch viele hohe Berge (was die Gegend auch für die Astronomie sehr interessant macht. Warum sind die Polarregionen wichtig? Dass die Pole aus Klimasicht wichtig sind, wissen wir ja. Dort erwärmt sich die Erde viel stärker und schneller als anderswo. Und die Änderungen haben sehr viel längerfristige Auswirkungen. Und auch wenn wir nicht an den Polen wohnen, sind wir betroffen, zum Beispiel durch die Fischerei. In Zukunft wird es in der Arktis mehr regnen und weniger schneien. Und in der Antarktis, wo es bis jetzt wegen der Kälte oft extrem trocken war, wird es in Zukunft mehr Schnee geben. Risiken und Anpassungen Welche Risiken in Zukunft zu erwarten sind, kann man in Tabelle CCP6.6 nachlesen. Es wird zum Beispiel Risiken für die Infrastruktur geben, wenn der Permafrost schmilzt und Straßen und Gebäude Schaden nehmen. Sich darum zu kümmern, wird teuer. Wenn das Eis schmilzt, kann aber auch in Gebieten Ressourcen wie Öl abbauen, an die man zuvor nicht gekommen ist. Ob das aber auch getan werden soll, ist wieder ne ganz andere Frage. Die Tierwelt ist vor allem negativ betroffen; die Landwirtschaft eher positiv, denn da wird man bald mehr anbauen können. Schiffahrt und Tourismus Es wird in Zukunft einfacher werden, mit Schiffen durch die Arktis zu fahren. Das hat positive Auswirkungen auf den Handel und den Tourismus. Man muss aber darauf achten, die neuen Probleme in den Griff zu kriegen. Denn Tourismus an den Polen ist nicht unbedingt hilfreich Wo man in Zukunft durch die Arktis schippern kann, zeigt diese Grafik: Eher schwierig wird es aber für den Transport auf der Straße und der Schiene werden. Wieder mal wegen des tauenden Permafrost… Vorschau auf das nächste Kapitel: Tropenwälder Im nächsten Kapitel wird es wieder heiß, wenn wir uns auf den Weg in die Tropenwälder machen. Weiterführende Informationen Kapitel CCP 6 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  8. DK055 - Am Gipfel wird es knapp
    22.08., 07:0000:55:26

    …und was treibt das Klima in den Bergen? DK055 - Am Gipfel wird es knapp …und warum eigentlich Berge? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 55 gehen wir auf den Berg! In Cross-Chapter-Paper 5 beschäftigen wir uns mit der Klimakrise auf den Bergen dieser Welt. Da passiert viel und wenn auf den Bergen viel passiert sind auch die Flachländer betroffen. Durch zu viel oder zu wenig Wasser, durch Probleme bei der Energieversorgung und durch jede Menge andere Probleme. Wir stellen überrascht fest, dass Zombie-Pilze aus dem Himalaya ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind und Skigebietsbetreiber mal ihre Einstellung zur Klimakrise auf die Reihe kriegen sollen. Zurück aus der Podcastpause Wir sind zurück aus der Podcastpause. Von der habt ihr zwar nichts mitbekommen, aber wir müssen uns erst mal wieder in die Lektüre des IPCC-Berichts reinfinden. Aber immerhin: Mittlerweile ist der zweite Teil des Berichts auch in der Endfassung und schön formatiert vorhanden! Die Oliven aus Köln und dem Burgenland lassen aber noch auf sich warten. Warum Berge? Warum brauchen Berge ein eigenes Kapitel? Weil dort enorm viel Biodiversität herrscht. Weil die Klimakrise dort stärker zuschlägt. Und weil die Berge für uns Menschen wichtig sind; nicht nur direkt sondern auch indirekt. Und nicht nur zum Wandern und Skifahren, sondern auch bei der Wasserversorgung oder der der Energieproduktion. Wo laut IPCC überall Berge zu finden sind, kann man in dieser Abbildung sehen: Fast ein Viertel der Landfläche der Erde sind Berge und 1,38 Milliarden Menschen leben dort. Am Gipfel wird es knapp In den Bergen existieren jede Menge unterschiedliche Ökosysteme, je nach Höhe. Und wenn die Klimakrise die verändert, wandern die Tiere und Pflanzen nach oben. Sofern wir dort noch nicht alles mit Skiliften zugepflastert haben. Und die dort schon lebenden Tiere und Pflanzen nix dagegen haben. Und am Gipfel wird es irgendwann eng. So oder so: an den Ökosystemgrenzen (den Ökotonen) wird die Lage in Zukunft ernst. Wo es auch ernst wird, ist die Energieversorgung durch Wasserkraft. Denn diese Flüsse kommen oft aus den Bergen und wenn da dank Gletscherschmelze zuerst sehr viel und dann dank Trockenheit sehr wenig Wasser kommt, wird es schwierig. Zombie Pilze aus dem Himalaya In den Bergen wird auch viel angebaut, was wir essen. Dort wachsen Bäume, die wir fällen. Und so weiter - zu was wir die Berge brauchen, zeigt diese Abbildung: Interessanterweise sind bestimmte Pilze, die Raupen befallen ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Himalaya-Region. Wie es diesen Pilzen in Zukunft gehen wird, ist aber noch unklar. Klimaklagen Wen die Berge in Zukunft auch beschäftigen werden: Die Gerichte! Denn das, was dort passiert, wird immer öfter Anlass für Klimaklagen werden. So wie der Fall bei dem ein peruanischer Bauer den deutschen RWE-Konzern verklagt. Es geht - noch - nicht um viel Geld, aber es wird ein Musterprozess werden. Wenn man Firmen direkt für Klimaschäden verantwortlich machen kann, wird sich einiges verändern. Anpassungsmaßnahmen Wie so oft wird die Verantwortung für die Anpassung an die Krise den Individuen aufgeladen. Mehr als 90 Prozent aller Maßnahmen fallen derzeit in diese Kategorie. Die Firmen beteiligen sich aktuelle so gut wie gar nicht an der Anpassung. Oder machen - wie im Falle der Skigebiete in Österreich alles nur noch schlimmer, wenn sie Sonderrechte bei der Energieversorgung einfordern. Vorschau auf das nächste Kapitel: Polarregionen Im nächsten Kapitel werden wir uns in die Polarregionen begeben. Dort gibt es nämlich nicht nur traurige Eisbären, die auf Eisschollen rumsitzen. Weiterführende Informationen Kapitel CCP 5 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  9. DK054 - Oliven aus Köln: Die Zukunft des Mittelmeerraums
    15.08., 07:0000:38:14

    …und wo machen wir demnächst eigentlich Urlaub? DK054 - Oliven aus Köln: Die Zukunft des Mittelmeerraums …und wo machen wir demnächst eigentlich Urlaub? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 54 reisen wir einmal rund um und durch das Mittelmeer. Denn da wird sich in Zukunft sehr viel tun und - wenig überraschend - sieht es nicht so gut aus. Nicht nur der Meeresspiegelanstieg wird für Probleme sorgen, auch die Trockenheit, Dürren, Wasserknappheit, Waldbrände, und so weiter. Das wird schwierig werden für die Menschen die dort leben. Und für die Oliven. Es geht zum Mittelmeer Das Cross-Chapter-Paper 4 behandelt das erste Mal das Mittelmeer als komplette Einheit. Auch Portugal und Jordanien gehören dazu, obwohl sie keine Küste am Mittelmeer haben. Es geht um diese Region: Mehr über unsere kurze Abschweifung zu “Atlantropa” kann man bei “Geschichten aus der Geschichte” hören. Was passiert mit dem Mittelmeerraum?` Dem Mittelmeerraum wird nicht nur der Meeresspiegelanstieg zu schaffen machen. Sondern auch Wasserknappheit, Dürren, Überschwemmungen, Erosion, Waldbrände, Salzwassereinbrüche und so weiter. Das bedroht ziemlich viel, unter anderem das gemeinsame kulturelle Erbe. den Tourismus, die Ökosysteme, die Gesundheit, und so weiter. Auch die Menge an Wasser in Flüssen wird weniger, sehr stark: Und das fürht zu noch mehr Wasserknappheit, was Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Energieerzeugung haben wird. Unter anderem. Die Ökosysteme sind jetzt schon stark belastet. Ihre Anpassungsfähigkeit kann/wird an harte Grenzen stoßen, also einen Zustand erreichen, der nicht mehr korrigiert oder umgekehrt werden kann. Und wenn wir über das Jahr 2100 hinaus schauen, dann wird der Meeresspiegel so weit ansteigen, dass die Regionen am Mittelmeer sich daran nicht mehr anpassen werden können. Noch schlimmer macht alles der Bevölkerungszuwachs. Mehr Menschen sind betroffen; mehr Menschen brauchen Wasser, das aber knapp wird. Das trifft die Landwirtschaft, stärkt die Abhängigkeit vom Tourismus, der aber auch stark leiden wird. Welche Risiken im Mittelmeerraum zu finden sein werden, kann man sich hier ansehen: Kann sich der Mittelmeeraum anpassen? Alles was über 10 bis 20 Zentimeter Meeresspiegelanstieg hinaus geht, wird so viel Investitionen brauchen, dass manche Regionen sich nicht mehr anpassen werden können. Und mit so einem Anstieg ist bis zur Mitte des Jahrhunderts durchaus zu rechnen. Die Zukunft der Olive Die Landwirtschaft ist prinzipiell stark von der Klimakrise getroffen. Insbesondere die Oliven. Die brauchen nämlich Jahre, bis sie Ertrag liefern. Ein Waldbrand, eine Dürre, etc hat also nicht nur momentane Auswirkungen sondern sehr viel langfristigere Nachwirkungen. Und wenn man sich anschaut, wo Oliven hauptsächlich angebaut werden, dann ist das quasi der komplette Mittelmeerraum. Auch wenn die nördlichste Anpflanzung derzeit in Köln zu finden ist. Vorschau auf das nächste Kapitel: Berge Im nächsten Kapitel werden wir uns die Bergregionen dieser Welt ansehen und schauen, wie es da mit der Klimakrise aussieht. Weiterführende Informationen Kapitel CCP 4 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  10. DK053 - Die Wüste lebt (und breitet sich aus)
    08.08., 07:0000:45:42

    …und warum brauchen wir mehr Pastoralismus? DK053 - Die Wüste lebt (und breitet sich aus) …und warum brauchen wir mehr Pastoralismus? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 53 geht es um die Wüste. Beziehungsweise um die Wüstenbildung. In sehr vielen Ecken der Erde ist es jetzt schon trocken und das ist auch ok. Nicht ok ist es, wenn es zu trocken wird und die trockenen Regionen sich immer weiter ausbreiten. Deswegen reden wir in dieser Folge über die Wüstenbildung, Sandstürme, Trockenheit und Landdegradationsneutralität. Wir reden über Wüsten Grob die Hälfte der Landfläche der Erde ist von Trockengebieten bedeckt und circa 3 Milliarden Menschen dort. 6 Prozent der Megastädte sind in diesen Wüstengebieten. Es ist also durchaus wichtig zu schauen, was dort abgeht. Vor allem, weil die Wüsten auch einen großen kulturellen Wert für die Menschheit hatten und haben. Und immer mehr Menschen sich in solchen Gebieten ansiedeln. Und es ist nicht unbedingt super, wenn es immer mehr Wüsten gibt. Deswegen klären wir zuerst, was mit “land degradation” gemeint ist: Nämlich ein negativer Langzeittrend der durch menschliche Aktivität ausgelöst wird und das Land so beeinflusst, dass sein biologischer oder ökologischer Wert sinkt. Und wenn so etwas in Trockengebieten stattfindet, dann nennt man das “Desertifikation” beziehungsweise “Wüstenbildung”. Ein Index für die Trockenheit Man kann Trockenheit zum Beispiel über den mittlere Jahresniederschlag messen und dann kriegt man den Ariditätsindex (AI). Das ist ein ok-er Index, aber er ist nicht immer die beste Wahl. Zum Beispiel die Evapotranspiration wird von solchen simplen Indizes nicht immer gut berücksichtigt. Einen globaler Trend bei der Wüstenbildung und Trockenheit auszumachen ist schwierig; in trockenen Gebieten ist die globale Erwärmung aber höher als anderswo: 1,2-1,3 Grad mehr im Vergleich zu 0,8-1,0 Grad in den feuchteren Gebieten. Sandstürme! Wenn die Böden immer trockener werden, gibt es mehr Staub und damit mehr Sand/Staubstürme. Es ist allerdings nicht immer leicht bei der Ursache dafür zwischen Klimafolge und Landnutzungsfolgen zu unterscheiden. Aber die natürlichen Trockengebieten verursachen mehr als drei Viertel allen Staubs; das, was durch Landwirtschaft % Co produziert wird ist also auf jeden Fall weniger. In Zentralasien zum Beispiel kann es in Zukunft zu Staubstürmen kommen, die die landwirtschaftlichen Flächen dort bis zu 10 Zentimeter dick mit Sand und Staub bedecken. Wie es mit den “High Dust Days” aktuell aussieht, kann man in dieser Abbildung sehen: Und diese Tage werden in Zukunft auf jeden Fall mehr und das schlecht für so ziemlich alles. Was ist Pastoralismus und warum brauchen wir mehr davon? Pastoralismus hat nichts mit Religion zu tun sondern bedeutet “Naturweidewirtschaft”. Die wird in Europa nicht so intensiv betrieben, aber anderswo auf der Welt sehr wohl. Mehr als 200 Millionen Haushalte nutzen diese Viehhaltungsform und das auf einem Viertel der globalen Landfläche. Und Vieh so zu halten, hat eine sehr deutlich geringeren Einfluss auf das Klima als die konventionelle Tierhaltung. Es wäre also gut, wenn das auch anderswo verstärkt eingesetzt wird. Stattdessen wird eher versucht, den Pastoralismus auch dort abzuschaffen, wo er jetzt noch praktiziert wird. DIe Zukunft der Wüste Wenn wir die globale Erwärmung bei 1,5 Grad halten können, dann wird eine Dürre, die ansonsten alle 50 Jahre stattfinden, eher doppelt so häufig sein. Und es wird natürlich schlimmer, wenn es noch wärmer wird. Bis 2050 wird es mehrjährige Dürren geben, die es bis jetzt so noch nie gab und zwar unter anderem in Australien, Brasilien, Spanien, Portugal und den USA. Auf allen Kontinenten (bis auf die Antarktis) werden sich die Trockengebiete ausdehnen. Bis 2100 werden im schlimmste Fall mehr als 3 Milliarden zusätzliche Menschen in Gegenden leben, die großer Trockenheit ausgesetzt sind. Und das wird finanzielle Folgen haben. Zum Beispiel werden allein die Gesundheitskosten dadurch im Südwesten der USA von aktuell 13 Milliarden Dollar pro Jahr auf fast 50 Milliarden Dollar pro Jahr steigen. Landdegradationsneutralität Abgesehen davon, dass man die Klimakrise in den Griff kriegen sollte, sollte man auch versuchen, die Landdegradierung zu begrenzen und rückgängig zu machen. Das ist das Ziel von Landdegradationsneutralität, zu der sich sehr viele Länder verpflichtet haben. Ob es auch was bringt, wird sich zeigen. Ein großes Problem ist die Politik. Für die ist es cooler, wenn sie sich nach einer Katastrophe hinstellen und Hilfsangebote machen können anstatt schon vorher dafür zu sorgen, dass gar keine Katastrophe stattfindet. Und wie immer gilt: Die Menschen wissen zu wenig Bescheid über die Probleme und Risiken. Vorschau auf das nächste Kapitel: Das Mittelmeer Im nächsten Kapitel wird es auch um Wüsten gehen. Und um alles, was wir bisher in den Cross-Chapter-Papers gesprochen haben. Denn dann reden wir über das Mittelmeer. Weiterführende Informationen Kapitel CCP 3 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  11. DK052 - Zukunft mit schwimmenden Städten
    01.08., 07:0000:41:10

    …und was geht ab im Ästuar? DK052 - Zukunft mit schwimmenden Städten …und was geht ab im Ästuar? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 52 beschäftigen wir uns mit der Lage der Küstenstädte. Wodurch sind sie bedroht und was kann man dagegen tun? Welche Maßnahmen sind geeignet, um auch in Zukunft an der Küste leben zu können? Werden wir schwimmende Städte bauen? Oder einfach die ganze Stadt anheben? Und neben all diesen Fragen klären wir außerdem noch: Was ist eigentlich ein Ästuar? Immer noch Cross-Chapter-Papers! Wir sind immer noch bei den Cross-Chapter-Papers, den kurzen Schlusskapiteln von Teil 2. Und heute geht es um die Küstenstädte. Dort lebt es sich eigentlich ganz gut. Wenn nur nicht die Klimakrise wäre, die die Lage in Zukunft sehr ungemütlich machen wird. Was geht ab mit den Küstenstädten? In den Küstenstädten haben immer schon viele Menschen gelebt; es waren und sind Zentren für Innovation und dort passiert jede Menge. Im Guten, wie im Schlechten und wenn man hier Maßnahmen für die Zukunft trifft, dann können die weitreichende Folgen haben. Was ist denn eigentlich Küste? Küste ist nicht gleich Küste. Da kann einfach nur mehr sein; da kann ein Fluß sein, oder ein Delta oder ein Ästuar - was einfach nur der Fachbegriff für “Flussmündung” ist. Was es für Arten von Küstenstädten gibt, kann man hier sehen: Was können die Küstenstädte machen? Wie passen sich die Küstenstädte an die Klimarisiken an? Schwimmende Städte werden gerne prophezeit, aber die gibt es noch nicht. Was es gibt sind Anschauungsbeispiele aus Tokio (aus [Esteban et al. (2020): “Adaptation to sea level rise: Learning from present examples of land subsidence”] https://doi.org/10.1016/j.ocecoaman.2019.104852). Die Stadt ist in den letzten Jahrzehnten abgesunken und man sieht da sehr gut, wie alte Anpassungsmaßnahmen irgendwann nicht mehr funktionieren. Wie das mit schwimmenden Häusern in der Zukunft aussehen könnten, zeigt dieses Beispiel (aus Nilubon et al. (2016): “Amphibious Architecture and Design: A Catalyst of Opportunistic Adaptation? – Case Study Bangkok”. Es ist ein wenig komplizierter als das, was man aus der Science-Fiction erwartet. Aber immerhin könnte es tatsächlich funktionieren: Leicht wird es aber trotzdem nicht werden. Denn von heute und morgen lässt sich eine Stadt eher schwer umbauen… Vorschau auf das nächste Kapitel: Wüsten In der nächsten Folge werden wir uns mit den Wüsten beschäftigen. Denn dort liegt nicht nur Sand rum… Weiterführende Informationen Kapitel CCP 2 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  12. DK051 - Die Ratte und der Frosch
    25.07., 07:0000:36:55

    …und warum braucht Klimaschutz die Biodiversität? *DK051 - Die Ratte und der Frosch …und warum braucht Klimaschutz die Biodiversität? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 51 geht es um die Biodiversität. Beziehungsweise ihre Bedrohung. Die Tiere und Pflanzen sind von der Klimakrise ebenfalls bedroht und die Biodiversität sinkt. Was nicht nur an sich ein Problem ist, sondern auch dazu führt, dass die Welt wesentlich schlechter auf die Klimakrise reagieren kann. Wo und welche Biodiversität-Hotspots bedroht sind, was das für Folgen hat und was man dagegen tun kann, besprechen wir in dieser Folge. Jetzt kommen die Cross-Chapter-Papers! Nach 18 langen und großen Kapitel fangen wir jetzt mit den letzten sieben Kapiteln des IPCC-Berichts (Teil 2) an. Diese “Cross-Chapter-Papers” sind kurz und behandeln jeweils ein ganz konkretes Thema. Es geht um Biodiversität Wir legen los mit der Biodiversität beziehungsweise den Biodiversität-Hotspots. Das sind Gegenden der Welt die klar begrenzt und trotzdem sehr artenreich sind. Inklusive seltener und bedrohter Arten. Wo man solche Hotspots auf der Erde finden kann, zeigen diese Abbildungen: Die Hotspots auf dem Land und in den Flüssen und Seen haben sich in den letzten 50 Jahren weniger stark erwärmt als der Rest der Welt; die Hotspots in den Meeren aber sehr viel mehr. Dazu kommt, dass im Meer die thermale Toleranz kleiner ist als auf dem Land. Wenn es ungemütlich wird, dann migrieren die Spezies. Das geht aber nicht beliebig. Sie wandern in kühlere Breiten oder die Berge hinauf. Aber irgendwann ist da auch der Raum weg und noch dazu muss man sich mit den Spezies auseinandersetzen, die da schon leben. Die niedrigen Breitengrade um den Äquator werden derweil immer artenärmer. Der Frosch und die Ratte Zwei Spezies, die durch den Klimawandel schon ausgestorben sind, sind der Goldfrosch und die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte. Der eine hat in den Bergen gelebt und die andere auf einer Insel und das sind genau die Habitate, die derzeit dem größten Risiko ausgesetzt sind. Wenn die globale Erwärmung auf 1,5 Grad beschränkt werden kann, werden 2% der Spezies bedroht sind, werden es +3 Grad, dann steigt die Zahl auf 20 bis 32%. Oder anders gesagt: Eine Verdoppelung der Erwärmung sorgt für eine Verzehnfachung des Aussterberisikos: Macht es kühler Was kann man tun? Das wichtigste: Weniger Treibhausgase emittieren! Ohne das bringt alles andere nichts. Tiere umsiedeln funktioniert sowieso nicht sinnvoll; was helfen kann ist die Vergrößerung der Habitate. Aber alle Anpassungsmaßnahmen bringen nichts, wenn wir nicht die Treibhausgase reduzieren! Warum ist Biodiversität wichtig? Man kann sich ja fragen: Warum brauchen wir die Biodiversität überhaupt? Wenn die Arten sterben ist das doof, aber wir kämen doch auch mit weniger Arten klar, oder? Vermutlich, aber je diverser ein Ökosystem ist, desto widerstandsfähiger ist es auch was den Klimawandel angeht. Und ein diverses Ökosystem kann auch dabei helfen, die Auswirkungen der Klimakrise zu reduzieren. Vorschau auf das nächste Kapitel: Küstenstädte In Kapitel 18 werden wir dann darüber reden, wie wir die Welt zu einer widerstandsfähigeren Version ihrer selbst transformiert kriegen. Oder nicht. Weiterführende Informationen Kapitel CCP 1 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  13. DK050 - Geht’s dem Klima gut, geht’s dem Finanzmarkt gut!
    18.07., 07:0001:21:52

    …und warum stopfen wir die Klimasocken nicht? DK050 - Geht’s dem Klima gut, geht’s dem Finanzmarkt gut! …und warum stopfen wir die Klimasocken nicht? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 50 kommt das große Finale. Was nicht heißt, dass Teil II des IPCC-Reports nicht noch weiter geht. Aber in Kapitel 18 geht es um die Transformation. Wie kriegen wir eine Welt hin, in der nicht nur die Klimarisiken minimal sind - sondern in der auch so gut wie alle Menschen ein vernünftiges, würdiges Leben führen kann. Es gibt viele Wege in die Zukunft, aber nicht alle Wege sind auch sinnvoll. Wie wir den richtigen Weg finden und was die Transformation fördern oder behindern kann: Das ist das Thema der heutigen Folge. Kapitel 18: Der Weg in die Zukunft “Climate resilient development”, also eine klimaresiliente Entwicklung ist offiziell definiert als ein Prozess, der nicht nur für eine Reduktion der Treibhausgase sorgt, sondern auch eine nachhaltige Zukunft für alle Menschen schaffen kann. Zur Einstimmung reden wir über drei kurze Statements aus dem Kapitel. Das, was wir derzeit so tun und planen führt uns weg von einer vernünftigen Zukunft. Das was wir jetzt tun, bestimmt, wie die Welt in Zukunft aussehen wird Wir haben nur wenig Zeit, etwas zu tun und diese Zeit wird immer weniger. Wie das mit den Wegen in die Zukunft schematisch aussieht, kann man sich in dieser Abbildung anschauen: Wie misst man den Erfolg einer Transformation? Wie misst man eigentlich, ob sich die Welt in eine sinnvolle Richtung ändert? Es gibt Maßzahlen, aber die sind nicht immer ausreichend. Es gut hier um einen andauernden Prozess und nichts, was an einem bestimmten Punkt vorbei ist. Aber wenn man sich an den Zielen der nachhaltigen Entwicklung der UN orientiert, macht man auf jeden Fall nichts falsch. Geht's der Wirtschaft gut… Was der Bericht ganz explizit feststellt: Wirtschaftswachstum ist nicht alles. Und führt nicht dazu, dass es allen Menschen besser geht. Sondern dass es den Menschen, denen es jetzt schon nicht so gut geht, unter Umständen noch schlechter geht. Der Slogan der österreichischen Wirtschaftskammer - “Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut” - ist also wissenschaftlich belegt Unsinn. Nachhaltige Entwicklung und fünf Säulen Eine Transformation zu einer sinnvollen Welt muss auf jeden Fall die 17 Ziele der Nachhaltigen Entwicklung berücksichtigen. Dazu muss man sich auf “fünf Säulen” konzentrieren: People, Planet, Prosperity, Peace and Partnership Und man muss berücksichtigen, dass sich das, was man unter “Entwicklung” versteht, im Laufe der Zeit geändert hat. Weg von “Wirtschaftswachstum” und hin zu einer “Post-Wachstums-Welt”. Kleine Inseln als Vorbild Dass Transformationen durchaus auch möglich sind, zeigt das Beispiel der Pazifik-Insel Tokelau. Dort hat man es geschafft, die Energie 100 Prozent nachhaltig zu produzieren. Auch andere Pazifik-Inseln sind auf einem guten Weg. Übrigens: diese Seite hier liefert nicht immer verlässliche Infos Wie kommen wir in eine Transformation? Wir müssen vor allem vier Systeme transformieren: Energie, Land- und Ökosysteme, Urbane- und Infrastrukturen und Industrie. Die Energiesysteme brauchen vor allem finanzielle Anreize für nachhaltige Transformationen. Die Ökosysteme transformieren sich schon, aber eher zum schlechteren. Da müssen wir viel tun, zum Beispiel “Climate Smart Forestry” um die Wälder zu schützen. In den Städten ist vor allem das Wassermanagement wichtig und auch urbane Landwirtschaft muss stärker ausgebaut werden. Die Industrie muss weniger Treibhausgase rauswerfen und weniger Material und Ressourcen einsetzen. Und darf sich dabei nicht auf zukünftige Erfindungen verlassen, denn die brauchen lange bis sie einsatzbereit sind. Außerdem gibt es noch ein fünftes System, das transformiert werden muss, nämlich die Gesellschaft. Das ist schwierig, aber man kann klein anfangen und probieren, wenige Menschen nachhaltig zu erreichen, die dann ihrerseits wieder Einfluss auf andere Menschen und die Politik nehmen. Welche Bedingungen fördern die Transformation? Sehr relevant für die Förderung der Transformation ist natürlich die Politik. Sie kann Dinge möglich machen, muss dabei aber auch scheinbar sinnvolle Aktion kritisch betrachten. Und vor allem Dinge ansprechen, um ihnen Bedeutung zu verleihen, so wie beim Pariser Klimaabkommen. Wie können Wirtschaft und Finanzen helfen? 17 Prozent des Gelds, das global in irgendwelchen Aktienportfolios steckt ist dem Risiko der Klimakrise ausgesetzt. Wenn man auch die indirekten Klimafolgen berücksichtigt, dann sind es sogar knapp 50 Prozent. Es läge also im Interesse der Finanzmärkte, das Klima zu schützen. Bringt Wissenschaft die Transformation? Wissenschaft ist natürlich geeignet, Innovationen und auch Transformationen hervorzubringen. Dabei muss man aber darauf achten, dass die neuen Technologien allen zu gut kommen. Und wir müssen uns der Grenzen der Technologie bewusst sein. Die Grenzen der Klimaaktion Die Regierung hat lange nix gemacht. Das hat dazu geführt, dass viele neue Jugendbewegungen entstanden sind, die ein ”unprecedented public engagement with climate change” geschaffen haben. Das könnte ein neuer Zugang sein um soziale Transformation zu beschleunigen. Am Ende gibt es Conclusions Auch wenn es Wege in eine klimaresiliente Zukunft gibt: Es ist noch lange nicht ausgemacht, dass wir es auch schaffen, diese Wege zu gehen. Wir müssen uns anstrengen! Vorschau auf das nächste Kapitel: Biodiversität Im nächsten Kapitel werden wir und das erste Mal mit Cross-Chapter-Papers beschäftigen und fangen mit der Biodiversität an. Weiterführende Informationen Kapitel 18 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  14. DK049 - Entscheidungsfindung und das korrekte Maß an Dringlichkeit
    11.07., 07:0001:30:47

    …und warum hört niemand auf Fridays for Future? DK049 - Entscheidungsfindung und das korrekte Maß an Dringlichkeit …und warum hört niemand auf Fridays for Future? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 49 geht es um die richtigen Entscheidungen. Wir besprechen Kapitel 17 und das handelt davon, wie man die Klimarisiken, die wir in der letzten Folge besprochen haben, am besten in den Griff kriegt. Wie findet man die korrekten Anpassungsmaßnahmen? Wie trifft man die richtigen Entscheidungen und wie findet man überhaupt raus, ob eine Entscheidung richtig war? Wir reden über Indikatoren und Unsicherheiten und über das, was die Entscheidungsfindung leichter macht. Extremes Wetter zum Beispiel aber auch Fridays for Future. Und am Ende stellen wir wieder einmal fest: Es ist zu wenig Geld da. Aber zumindest wüssten wir, wie wir rausfinden, ob das Geld, das da ist, vernünftig eingesetzt wird. Kapitel 17: Das Risiko managen In den letzten Kapiteln des IPCC-Berichts haben wir jede Menge Maßnahmen kennengelernt mit denen wir uns an die Klimakrise anpassen können. Die werden jetzt nochmal neu sortiert. Wobei wir unter anderem auf die “Amphibienhäuser” treffen. Claudia hat das ganze nochmal farblich markiert um zu zeigen, welche Maßnahmen eine Transformation ermöglichen und welche nicht: Geht es zum Beispiel ums Essen, dann können wir schauen, dass wir weniger davon wegwerfen. Was super ist, aber nicht geeignet, das System zu transfomieren. Wenn wir alle unsere Ernährung umstellen und weniger tierische Lebensmittel essen aber schon. Also machen wir das doch! Die Verfolgung der Anpassung Viele Länder haben Anpassungspläne. Aber kaum jemand kümmert sich auch um eine vernünftige Evaluierung und schaut, ob das auch was bringt. Das Problem liegt aber auch darin, dass es nicht immer einfach ist, zu evaluieren. Mit Indikatoren kann man nicht alles messen; das sagt auch Goodharts Gesetz: ”"When a measure becomes a target, it ceases to be a good measure”. Man muss das Problem lösen, nicht einfach nur am Indikator rumbasteln. Das sieht man auch in der Forschung zur künstlichen Intelligenz, wie Florian einwirft und das Buch, das er erwähnt ist dieses hier (hier auf deutsch). Wir diskutieren auch noch mal darüber, wie das Verhältnis zwischen Anpassung und Fehlanpassung ist. Das kann man gut an den Abbildungen 17.9 und FAQ 17.5.1 sehen: Die zeigen uns auch nochmal, dass es eine sehr gute Anpassung ist, die Ernährung umzustellen. Es kommt aber auch immer drauf an: Wer bewertet Anpassung und wann wird sie bewertet? Entscheidungen und Unsicherheiten Bei Entscheidungen gibt es Unsicherheiten, das lässt sich nicht vermeiden. Es kommt darauf an, wie gut die Modelle sind die man verwendet, was man bewerten will und vor allem auf den Kontext, der bestimmt, welche Methode man auswählt. Drei verschiedene Unsicherheiten werden unterschieden: Erstens die wissenschaftliche Ungenauigkeite, zweitens die analystische Ungenauigkeit, also die Unstimmigkeiten zwischen Modell und Realität und drittens die stochastische Ungenauigkeit die im System selbst steckt, also zum Beispiel im Chaos des Wetters. Was es auch noch nicht gibt in der Forschung: Vernünftige Untersuchungen wie gut Visualisierungen funktionieren. Man darf sich von der Unsicherheit aber auch nicht lähmen lassen. Wenn man wartet, bis sie komplett verschwunden ist, wartet man unter Umständen ewig. Und wenn nicht, dann ist wenig oder keine Zeit mehr zu handeln übrigen. Wir müssen mit den Unsicherheiten leben lernen. Was fördert die Entscheidungsfindung? Gesetzgebung, Regulierungen, Normen & Co können die Entscheidungsfindung fördern. Man muss aber nicht nur Gesetze machen. Sondern dann auch dazu sagen, wie sie konkret umgesetzt werden sollen. Was auch fördern ist: Umwelt und Sozialmanagement. Eher sinnlos ist es auf “freiwillige Selbstverpflichtung” zu setzen. Das bringt nix, da braucht es verpflichtende Maßnahmen. Freiwilligkeit kann nur dann helfen, wenn es aus welchen Gründen auch immer überhaupt keine rechtlichen Regeln gibt. Fridays for Future katalysiert Man muss nicht nur förderliche Bedingungen für Entscheidungen schaffen. Sondern dann auch dafür sorgen, dass tatsächlich auch was passiert. Dringlichkeit kann so eine katalysierende Bedingung sein. Aber nicht immer. Wenn etwas nicht dringlich ist, dann passiert nix. Wenn etwas enorm dringlich ist, dann auch nicht, weil man dann mit anderen Sachen beschäftigt ist. Am besten ist ein bisschen Dringlichkeit, so dass man noch vernünftig planen kann. Man muss außerdem “Gelegenheitsfenster” nutzen, zum Beispiel extreme Wetterereignisse, die allen zeigen, dass man handeln muss. Auch politische Veränderungen (eine neue Regierung etc kann katalytisch wirken). Ebenfalls super: Jugendbewegungen wie Fridays for Future! Die bringen Veränderungen voran, also mehr davon bitte! Wir reden über Geld Die Klimakrise kostet Geld, so viel ist klar. Nicht klar ist die Definition für "Verlust" und Schäden, zumindest nicht einheitlich. Im IPCC-Bericht schauen wir jetzt nur mal auf das, was sich durch Geld beziffern lässt und das ist schon bedrückend genug. Nicht alle Länder können sich die Kosten leisten die die Krise nötig macht. Wir müssen Geld dafür bereit stellen und zwar viel: Das Geld wird aber nicht bereitgestellt und das was man versprochen hat zu geben (aber noch nicht überwiesen hat), reicht längst nicht. Die Rio-Marker Man kann beurteilen, ob eine Finanzierungsmaßnahme sinnvoll für den Klimaschutz ist oder nicht und zwar mit den “Rio Markern”. Darüber kann man hier mehr lesen und aus diesem Dokument stammt auch diese Abbildung, die das nochmal zusammen fasst: Die nachhaltig verwirrende Abbildung Claudia war nachhaltig von dieser Abbildung im IPCC-Bericht verwirrt. Über Hinweise zu ihrer Deutung würden wir uns freuen: Vorschau auf das nächste Kapitel: Transformation In Kapitel 18 werden wir dann darüber reden, wie wir die Welt zu einer widerstandsfähigeren Version ihrer selbst transformiert kriegen. Oder nicht. Weiterführende Informationen Kapitel 17 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  15. DK048 - Counter-Geoengineering und die globalen Schlüsselrisiken
    04.07., 07:0001:28:05

    …und warum reagieren wir nicht auf die Klimakrise? DK048 - Counter-Geoengineering und die globalen Schlüsselrisiken …und warum reagieren wir nicht auf die Klimakrise? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 48 besprechen wir das erste von drei Synthese-Kapiteln. Soll heißen: Wir werfen einen globalen Blick auf die Schlüsselrisiken der Klimakrise. Wir schauen nach, wer auf der Welt auf die Klimakrise reagiert und wie das passiert. Und stellen fest: Die Reaktionen sind bei weitem nicht ausreichend. Wir beschäftigen uns mit dem Bürgerkrieg in Syrien, den Grenzen die unserer Anpassungsfähigkeit gesetzt sind und einem etwas absurden Plan gegen die Erderwärmung der vorsieht, dass man Sandsäcke in der Wüste rumliegen lässt. Kapitel 16: Das erste Synthesekapitel Nachdem wir uns mit den Risiken der Klimakrise für alle Sektoren und alle Regionen der Welt beschäftigt haben, kommt jetzt die große Synthese. Wir schauen uns die Schlüsselrisiken nochmal genau an, diesmal aber aus einer globalen Sicht. Die 8 repräsentativen Schlüsselrisiken Die insgesamt 130 Schlüsselrisiken die das IPCC identifiziert hat, lassen sich in acht repräsentative Kategorien einteilen. Nämlich Risiken für die Küsten- und damit verbundenen sozio-ökologischen Systeme die terrestrischen und ozeanischen Ökosysteme die kritische Infrastruktur die Lebensstandards die menschliche Gesundheit die Nahrungsmittelsicherheit die Wassersicherheit den Frieden Der Bürgerkrieg in Syrien und das Klima In der Region um Syrien gab es von 2006 bis 2010 die schlimmste bis dahin registrierte Dürre. 30 bis 80 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge fielen weg; die Menschen zogen in die Städte und verstärkten dort den sozialen und wirtschaftlichen Druck. Die Dürre war eine Folge der Klimakrise; ob der folgende Bürgerkrieg das auch war, ist umstritten. Denn da spielen auch jede Menge schlechte politische Entscheidungen eine wichtige Rolle. Die komplizierteste Abbildung ever Kapitel 16 ist spannend, aber leider auch mit zu komplexen Grafiken durchsetzt. Die sind zum Teil so überladen, dass man nicht viel davon hat. So wie diese hier: Wer reagiert denn auf die Krise? Bei den Reaktionen auf die Klimakrise spielen vor allem Einzelpersonen und Haushalte eine zentrale Rolle; vor allem in Afrika und Asien, wie diese Abbildung zeigt: Die Datengrundlage der Grafik könnte aber durch den Publication Bias verzerrt sein. Die häufigste Art der Reaktion ist eine Verhaltensänderung; bis auf Europa, wo man sich auf technische Lösungen verlässt. Und die eigentlich sinnvollsten nature-based adaptions werden so gut wie überall vernachlässigt, wie man hier sehen kann: Insgesamt gilt aber: So gut wie alle bisher gesetzten Maßnahmen bestehen nur aus kleinen Veränderungen bestehender Praktiken; neues probiert man kaum aus. Und es gibt keinen Beleg dafür, dass das, was wir tun ausreicht, um die Klimakrise in den Griff zu kriegen. Fehlanpassungen und Überraschungsbenefits Wenn wir was tun, dann tun wir auch oft das Falsche. Zum Beispiel in dem wir irgendwelche künstlichen Inseln oder Ressorts bauen, um Menschen vor dem Meeresspiegelanstieg zu schützen. Was eh funktioniert; aber halt nur für diese paar Menschen. Für alle anderen machen solche Fehlanpassungen die Lage nur schlimmer. Der Schaden der Finanzmärkte Auch schlimmer wird die Klimakrise durch die Finanzmärkte. Der Schaden der durch Überflutungen entsteht wird durch die globalen finanziellen Verstricken in Zukunft verdoppelt bis verzehnfacht. Die Grenzen der Anpassung Am Beispiel von [Boigu Island[(https://en.wikipedia.org/wiki/Boigu_Island_(Queensland) vor der Küste Australiens erklärt Kapitel 16 die Grenzen unserer Anpassungsfähigkeit. Wenn das Wasser immer höher steigt, kann man darauf schon reagieren; zum Beispiel in dem man die Häuser auf Stelzen stellt. Aber solche Maßnahmen reichen irgendwann nicht mehr. So ein “soft limit” kann man überwinden, wenn man mehr Geld und Ressourcen investiert. Irgendwann wird man aber auf ein “hard limit” treffen, zum Beispiel weil man zu langsam auf softe Limits reagiert und dadurch die Möglichkeit verpasst hat, noch etwas zu unternehmen. Dann wird die Insel unbewohnbar und man kann nur noch wegziehen. Die Schlüsselrisiken, komplett Ein Schlüsselrisiko ist ein potenziell schweres Risiko durch die Klimakrise und das IPCC hat 130 davon für verschiedene Regionen und Sektoren identifiziert. Eine Übersicht finden man in Tabelle SM 16.7.4 auf Seite 320 des Anhangs zu Kapitel 16 Schlüsselrisiko Gesundheit Eines der repräsentativen Schlüsselrisiken ist das Risiko für die menschliche Gesundheit. Um das zu verstehen müssen wir uns mit der Rohsterblichkeit, also den Toten in einem Jahr pro 10.000 Menschen. Bei Verkehrsunfällen liegt diese Rate bei etwa 1,6/10.000/Jahr; bei Corona war sie 4/10.000/Jahr (Stand April 2021). Die durch die Klimakrise zunehmende Hitze wird bis 2100 für eine Rohsterblichkeitsrate von 2 bis pro 10.000 Menschen pro Jahr sorgen. Also quasi zweimal Corona… Wie sich die Schlüsselrisiken in verschiedenen Szenarien entwickeln, zeigt Abbildung 16.10: Sandsäcke in der Wüste Kapitel 16 beschäftigt sich auch mit Solar Radiation Management. Das hatten wir schon in Folge 10 des Podcasts und festgestellt, dass es keine gute Idee ist, wenn man probiert, durch Manipulation von Atmosphäre, Ozeanen oder Landflächen die Menge an einfallender Sonnenstrahlung zu reduzieren. Das würde zwar die Erde kühler machen. Hat aber jede Menge Nebenwirkungen. Das gilt auch für “Ground-Based Albedo Modifications (GBAM)”, wie den Vorschlag reflektierende Sandsäcke in der Wüste auszulegen. Das hätte dramatische Folgen für die regionalen Wetter- und Temperaturbedingungen und die Ökosysteme in der Wüste. Mal abgesehen davon, dass es weder das Geld noch die Technik dafür gibt; im Gegensatz zu all den anderen Dingen, die wir längst tun könnten, aber nicht tun. Alle Solar Radiation Management Techniken bergen außerdem große Risiken für internationale Zusammenarbeit und Frieden. Und könnten sogar zu “counter-geoengineering” führen. Viele Gründe für Sorgen Neben Risiken kennt das IPCC auch “Reasons for Concern”, also “Gründe für Sorgen”. Fünf Stück, und zwar 1) das Aussterben von Tieren und Pflanzen, 2) extremes Wetter, 3) steigende Ungleichheit, 4) Phänomene mit globalen Auswirkungen und 5) dramatische Einzelereignisse. Was das genau ist und wie ernst man diese Sorgen in Zukunft nehmen wird müssen, zeigt Abbildung 16.15: Vorschau auf das nächste Kapitel: Entscheidungen In Kapitel 17 wird es um die Strategien zur Entscheidungsfindung gehen. Und da sind wir wirklich sehr gespannt. Weiterführende Informationen Kapitel 16 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  16. DK047 - Abschied von den Malediven
    27.06., 07:0001:10:39

    …und warum ist Sylt keine kleine Insel? DK047 - Abschied von den Malediven …und warum ist Sylt keine kleine Insel? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 47 sind wir reif für die Insel. Zumindest aber reif, Kapitel 15 zu lesen, das sich mit den Klimarisiken für die “kleinen Inseln” beschäftigt. Das ist natürlich der Meeresspiegelanstieg, der aber sehr viel komplexer ist, als man denken würde. Wir sprechen über die Wasserversorgung der Inseln, was ihnen sonst noch zustoßen kann und wie (oder ob) sich darauf reagieren lässt. Wir reisen einmal durch die Weltmeere und machen dabei längere Stops auf den Malediven und auf Sylt. Im indischen Ozean schauen wir uns an, wie die Klimakrise sich daran macht, die kleinen Inseln zu zerstören und auf Sylt schauen wir, wie man diesen Gefahren zu begegnen sucht. Reif für die Insel Nachdem wir in den vergangenen Folgen alle Regionen der Welt besprochen haben, bleiben jetzt noch die überall im Meer verteilten Inseln. Die sind ganz besonders betroffen, wie wir ja auch schon in Folge 27 des Podcasts kurz besprochen haben. Die Inseln sind jeder Menge Schlüsselrisiken ausgesetzt: Was ist eigentlich eine kleine Insel? Welche Inseln von Überflutungen so stark betroffen sein werden, dass die Menschen sie vielleicht verlassen werden müssen, zeigt Abbildung 15.3: (Details dazu findet man auch im Small Islands Fact Sheet). Zwischen 8 und 50 % dieser Inseln werden in Zukunft vollständig überflutet; der Meeresspiegelanstieg spielt also immer eine Rolle. Hat aber auch jede Menge andere Auswirkungen. Die Wasserversorgung der Inseln ist in Gefahr Zum Beispiel wenn es um die Wasserversorgung der Inseln geht. Da gibt es schon jetzt Probleme. Barbados hat keine Reserven mehr; St. Lucia nicht mal keine Reserven; die entnehmen mehr Wasser, als da ist und auch viele andere Inseln müssen Wasser importieren. Die Wasserversorgung schwankt auch mit dem Auftreten von Regenzeiten; es hilft aber auch nicht immer, das Regenwasser einfach aufzubewahren, weil da Krankheitserreger entstehen können. Grund für die Wasserprobleme ist der Meeresspiegelanstieg, der dafür sorgt dass die Süßwasserreservoirs unter der Insel kleiner werden und immer weiter versalzen. Was auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Ökosysteme hat. Die verschiedenen Inselarten Insel ist nicht gleich Insel und welche Arten es gibt, zeigt Abbildung 15.2: Die Zukunft der Inseln Die Zukunft der Inseln schauen wir uns am Beispiel der Malediven an. Es geht vor allem um die Frage: Wenn dank Klimakrise die extremen Ereignisse immer extremer werden und immer häufiger auftreten - kann sich das System dann noch erholen? Das wird schwer. Und das heißt, dass so eine Insel nicht einfach “nur” untergeht. Die Extremereignisse werden, wie im Fall der Malediven, immer heftiger und haben immer heftigere Folgen, so lange bis die Insel schon längst nicht mehr bewohnbar ist, bevor sie vom Meer verschluckt wird. Küstenerosion, Sand und Beton Sand ist wertvoll. Man kann aber nicht jeden Sand für die Produktion von Beton nehmen. Wir brauchen aber viel Beton und daher auch viel Sand. Wüstensand geht nicht, der ist zu fein. Meeressand aber schon und der wird jetzt zwar nicht auf den Inseln direkt vom Strand weggebaggert. Sondern vom Meeresboden weggesaugt - was die Korallenriffe und die Ökosysteme kaputt macht. Und dann rutscht neuer Sand nach und rundrum sinkt alles ab; die Insel inklusive Strand. Das ruiniert das Grundwasser, die Landwirtschaft und den Tourismus. Mit dem Klima hat das alles noch nichts zu tun - aber solche Praktiken zerstören die natürlichen Schutzwälle von Inseln und machen die Auswirkungen der Klimakrise viel schwerer als sie es sein müssten. Sylt: Ein Potpourri der Anpassungsmaßnahmen Sylt kommt zwar im IPCC-Bericht nicht vor, ist aber trotzdem spannend. Dort kann man jede Menge Anpassungsmaßnahmen beobachten. Zum Beispiel Seewälle und künstliche Dünen, die zwar gut schützen, aber enorm teuer sind. Oder Wellenbrecher und Tetrapoden aus Beton auf den Stränden, die funktionieren, aber nicht optimal. Dort wird sogar Sand von einem Ende der Insel auf das andere umverteilt, was nicht nur absurd teuer ist sondern auch keine optimale Lösung. Man versucht auch den Strand zu entwässern, weil trockener Sand nicht so schnell abgetragen wird. Aber alles was probiert wird, funktioniert nicht optimal. Man muss nachhaltiger werden! Was man ganz allgemein tun kann, zeigt Abbildung 15.7: Die beliebteste Methode des Küstenschutzes sind Deiche; die aber eben gerade nicht nachhaltig und transformativ sind. Da braucht es natürliche Maßnahmen, die die gesamte Insel widerstandsfähig machen. Tourismus und Wirtschaft Das Problem ist sehr oft das Geld. Viele Inseln leben fast komplett vom Tourismus. Durch Corona fiel der weg, weswegen auch das Geld fehlt, das in Küstenschutz investiert werden hätte können. Was es braucht ist eine “blaue Wirtschaft”, die eine Balance zwischen Küstenschutz und Wirtschaft findet. Deutsche Insel sind keine IPCC-Inseln Am Ende klären wir dann noch, dass die deutschen Inseln für das IPCC tatsächlich nicht zu den “kleinen Inseln” zählen; das sind nur die, die weitab vom Land in den Meeren liegen. Vorschau auf die nächste Folge: Risiken Mit dieser Folge schließen wir die regionalen Kapitel und führen alles aus Teil 2 in den nächsten drei folgen in drei Synthese-Kapiteln zusammen. Los geht es mit einem globalen Blick auf die Risiken. Weiterführende Informationen Kapitel 15 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  17. DK046 - Einstiegsglaube Wissenschaft: Die Klimakrise in Nordamerika
    20.06., 07:0001:33:09

    …und warum dürfen wir nicht fatalistisch werden? DK046 - Einstiegsglaube Wissenschaft: Die Klimakrise in Nordamerika …und warum dürfen wir nicht fatalistisch werden? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 46 reisen wir nach Nordamerika. In den USA, in Kanada und Mexiko werden 25 Prozent der globalen Treibhausgase produziert. Dort brennt die Welt auf immer extremere Weise, dort leidet der Tourismus und dort werden die Städte an den Küsten in enorme Schwierigkeiten geraten. Wir sprechen über mentale Gesundheit, über Last Chance Tourism und vor allem über die Klimawandelleugnung in Nordamerika, die dort tatsächlich vom IPCC als Schlüsselrisiko geführt wird. Und am Ende fragen wir uns, ob unser Podcast vielleicht seinen Zweck gar nicht erfüllt und gefährlichen Fatalismus fördert. Wir gehen nach Amerika Nordamerika umfasst beim IPCC die Länder USA, Kanada und Mexiko: Der aktuelle Stand des Klimas In Nordamerika leben 494 Millionen Menschen, was nur 6,4 Prozent der Weltbevölkerung sind. Trotzdem werden dort 25 Prozent der globalen Treibhausgase ausgestoßen. Wozu das führt? Zu mehr und längeren Hitzewellen, zu einer wärmeren Arktis, zu mehr Regen im Norden und weniger Wasser im Südwesten und mehr Schäden durch Stürme. So! Der Wert des verantwortungsbewussten Denkens Die indigenen Menschen in Nordamerika hatten eine schwierige Vergangenheit - der Kolonialismus hatte für sie die gleichen Auswirkungen wie jetzt die Folgen der Klimakrise. Das ist tragisch, aber dafür haben sie Ahnung wie man mit sowas umgeht. Die Techniken der indigenen Menschen sind durchaus sinnvoll für den Klimaschutz. Zum Beispiel das “cultural burning”. Was das ist kann man sich hier oder hier anschauen und dann stellt man fest, dass es nicht schlecht für den Wald ist, wenn er nur ein bisschen brennt, aber sehr schlecht, wenn er massiv brennt. Also lohnt es sich, ab und zu auf die richtige Weise für kontrollierte Waldbrände zu sorgen, so wie es die indigenen Menschen schon immer getan haben. Auch von ihrem Rechtssystem könnte man lernen, das sehr viel mit Verantwortung zu tun hat und zwar auch Verantwortung gegenüber der Welt und der Zukunft. Feuer sind teuer! Feuer sind teuer! In den USA haben sich die Kosten für die Feuerbekämpfung seit 1985 vervierfacht und liegen bei mehreren Milliarden Dollar pro Jahr. In Kanada ist es genau so. Das Fort McMurray-Feuer im Jahr 2016 war die teuerste Naturkatastrophe Kanadas ever; damals ist eine Fläche von 2,3 Saarländern verbrannt. Die Kosten werden sogar noch größer werden: Bis zu 23 Milliarden Dollar pro Jahr in den USA und 1,4 Milliarden Dollar in Kanada. Wasserdiplomatie Jetzt schon gibt es Wasserknappheit im Südwesten von Nordamerika und es wird stärker. Man muss daher darauf achten, dass es keine Fehlanpassung gibt. Gerade bei Verhandlungen um Wasserrechte muss man die Zielsetzungen aufweiten und nicht mehr auf Nullsummenspiele setzen sondern diversere und flexiblere Wasserrechte konstruieren. Und wenn die Verhandlungen gut laufen und die einzelnen Parteien lernen, einander zu vertrauen gibt das Potenzial für die Lösung zukünftiger Probleme. Wenn das Meer zu Besuch kommt Wird im Jahr 2100 der Meeresspiegel um einen Meter ansteigen, dann bringt das 4,2 Millionen Menschen in Nordamerika in Gefahr. Bei einem ebenfalls möglichen Anstieg von 1,8 Metern sind es 13 Millionen Menschen. Das wird vor allem für Mexiko zu einem enormen wirtschaftlichen Schaden führen. Die Reaktion amerikanischer Städte auf die Klimakrise Wie die Städte in Nordamerika mit der Klimakrise umgehen, kann man in Abbildung Box 14.4.1 sehen: Manche Städte - wie New Orleans oder Miami - haben gecheckt, dass die Lage ernst ist und machen was. Viele andere Städte aber sagen nur, dass sie was machen wollen und tun nix. Und natürlich gibts auch welche, die nix machen wollen und nix tun. Risikopropeller für mentale Gesundheit Dass die Klimakrise auch ein Risiko für die mentale Gesundheit ist, haben wir schon oft festgestellt. In Abbildung 14.8 ist der ganze Themenkomplex aber noch einmal sehr schön zusammengefasst: Boom, Doom and Gloom of Tourism Die USA sind die weltweit größte Tourismusindustrie; der Tourismus trägt 2,5 Billionen Dollar zum US-Budget bei. Auch in Kanada und Mexiko ist Tourismus wichtig. Aber Eislaufen kann man da bald nicht mehr so gut (also in Kanada, nicht in Mexiko). Am berühmten Rideau-Kanal von Ottawa wird man in Zukunft pro Jahrzehnt um 4 Tage weniger lang eislaufen können und die Saison wird pro Jahrzehnt um 3 Tage später beginnen. Im Wintertourismus spürt man die Auswirkungen schon lange vor einer globalen Erwärmung von +2 Grad. Im Sommertourimus wird es erst ab +3 Grad so wirklich hart. Vor allem in Mexiko, wo zwei Drittel der Hotels an Küsten stehen, die Gefahr laufen zu erodieren und ein Drittel der Gefahr von Überschwemmungen ausgesetzt sind. Eisbären beobachten in Kanada geht auch nicht mehr so gut wie früher und das kurbelt den “Last Chance Tourism” an, über den man sich in der Arbeit “Last-chance tourism: The boom, doom, and gloom of visiting vanishing destinations” informieren kann. Insgesamt sind Tourismusindustrie und Tourist:innen aber sehr anpassungsfähig. Aber man muss halt vielleicht woanders hinfahren. Das Schlüsselrisiko Tourismus zeigt Abbildung 14.9: Wir sind uns aber nicht sicher, ob die erste Darstellung nicht vielleicht fehlerhaft ist. Fehlanpassungen bei den Lebensgrundlagen Anpassung ist gut, Fehlanpassung nicht. Wenn man den indigenen Menschen in Mexiko zum Beispiel genmodifziertes Saatgut gibt, ist das prinzipiell ok, denn das hält die Folgen der Klimakrise besser aus. Sie werden dadurch aber auch abhängiger, brauchen teurere Arbeitsmittel und riskieren ihre Gesundheit durch Herbizide und Pestizide. Prähistorische Gewalt Dass Hitze die Gewalt fördert haben wir schon im Kapitel zu Afrika festgestellt. Auch hier wird das Thema noch einmal vertieft. Unter anderem durch einen Blick auf die Vergangenheit. Denn man kann tatsächlich aus archäologischen Knochenfunden feststellen, dass auch früher die Gewalt stieg, wenn die Temperaturen hoch waren (“The Better Angels of Their Nature: Declining Violence Through Time among Prehispanic Farmers of the Pueblo Southwest”). Das ist ebenso überraschend wie bedenklich. Klimakrise als Gefahr für den Frieden In Nordamerika wird die Klimakrise auch explizit als Gefahr für den Frieden genannt. Weil die Krise das Unterhalten von Armeen schwieriger macht; weil es Konflikte in der eisfreien Arktis geben wird und die Klimakrise halt ganz allgemein kein Spaß ist. Schlüsselrisiko: Klimawandel-Leugner So definiert der IPCC das erste Schlüsselrisiko für Nordamerika: _”KR1: In the public and policy domains, divergent perceptions of anthropogenic climate change pose a risk of inaction on adaptation efforts to reduce exposure and socioeconomic vulnerability” Das Problem sind also all die Menschen, die Politik, die Wirtschaft, die uns einreden wollen, es wäre nicht so schlimm mit dem Klima. Und zum Beispiel behaupten, es gäbe keinen Konsens was die Klimawissenschaft angeht. Was falsch ist und der Bericht erklärt auch explizit, dass das Wissen um diesen Konsens ein “gateway belief” sein kann, der nötig ist um wichtige Maßnahmen zu setzen. Die Medien spielen leider immer noch viel zu oft das Lied der false balance, was dazu führt das in den USA die Menschen die Klimakrise immer noch nicht so ernst nehmen wie sie es sollten. Und selbst in den liberalen Städten der USA ist die Akzeptanz der Klimakrise geringer als in Kanada, wie Abbildung 14.3 zeigt: Leider ist die Lösung schwierig. Mehr Information führt nicht immer zwingend zu besser informierten Menschen. Wir neigen außerdem dazu, uns psychologisch zu distanzieren. Also uns zu sagen: Das passiert alles eh woanders oder erst in Zukunft und betrifft uns nicht. Wir dürfen nicht fatalistisch werden! Und wenn man den Menschen erzählt, wie schlimm die Klimakrise wird, dann werden sie vielleicht fatalistisch und wollen gar nix mehr unternehmen. Darüber hat Claudia auch in einem Vortrag gesprochen, den sie vor kurzem gehalten hat (die Folien mit Quellen dazu sind hier). Weiterführende Informationen Kapitel 14 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  18. DK045 - Mit der Klima U-Bahn durch Europa
    13.06., 07:0001:24:03

    …und wer hat den besten Klimarat? DK045 - Mit der Klima U-Bahn durch Europa …und wer hat den besten Klimarat? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 45 geht es um Europa. Da sind wir zuhause und die Hörerschaft zum größten Teil auch. Was Europa von der Klimakrise zu erwarten hat, erklärt uns diesmal Birgit Bednar-Friedl von der Uni Graz, eine der Lead-Autorinnen von Kapitel 13 des 2. Teils des IPCC-Berichts. Wir reden darüber wie Überschwemmungen in Europa die Finanzmärkte der ganzen Welt beeinflussen können, wie man den richtigen Weg bei den vielen Anpassungsstrategien findet und über den Klimarat in Österreich, den Bednar-Friedl als wissenschaftlicher Beirat begleitet. Außerdem schauen wir, was mit der Rentierzucht in Nordschweden passieren wird und werfen einen Blick auf Venedig, das sich in Zukunft deutlich verändern wird. Wir begrüßen Birgit Bednar Friedl Birgit Bednar-Friedl ist Umweltökonomin am Institut Volkswirtschaftslehre Uni Graz und beschäftigt sich mit der Ökonomik des Klimawandels, insbesondere der Mitigation und Anpassung und der Umwelt- und Ressourcenökonomik. Außerdem ist sie ist Vizegruppenleiterin der Forschungsgruppe „Ökonomik des Klima- und Umweltwandels” am Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel. Und war als Hauptautorin für Kapitel 13 des 2. Teils des IPCC-Berichts verantwortlich, in dem es um Europa geht. Was ist das besondere am Klima in Europa? Für Europa hat das IPCC vier Hauptrisiken identifiziert. Die Hitze, die Abnahme landwirtschaftlicher Erträge, Probleme mit dem Wasser und die Gefährdung des kulturellen Erbes: Und wenn wir schon mal eine Expertin zu Gast haben, dann lassen wir uns gleich mal erklären, wie man eigentlich die “key risks” für eine Region identifiziert. Wie Europas Fluten die globalen Finanzmärkte beeinflussen Sehr interessant fanden wir alle die Abbildung 13.26: Sie zeigt, wie sich die finanziellen Kosten von Überschwemmungsereignissen in Europa auf die Finanzmärkte der restlichen Welt übertragen. Wenn es bei uns schlecht läuft, dann reißen wir die anderen Ländern mit. Und umgekehrt ist es natürlich genau so. Wenn irgendwo anders etwas passiert, hat es Auswirkungen auf uns. Wenn zum Beispiel ein extremes Wetterereignis die Halbleiterproduktion in Thailand zum Erliegen bringt, dann hat das auch Auswirkungen auf Europa. Die Klima-U-Bahn Was man gegen die Risiken der Klimakrise tun kann, zeigt die sehr schöne Abbildung 13.32: Sie sieht vielleicht auf den ersten Blick ein wenig verwirrend aus. Aber man kann sich das Ganze wie einen U-Bahn-Plan vorstellen, der uns zeigt, wie weit wir mit einer bestimmten Anpassungsmaßnahme kommen und wann wir umsteigen müssen. Das deprimierende Resultat: Wenn es zu heiß wird, bleibt als einzige Maßnahme gegen Überschwemmungen nur noch die Migration; alles andere funktioniert nicht mehr. Es fehlt das Dringlichkeitsbewusstsein Die Hindernisse für erfolgreiche Anpassung in Europa sind vor allem die fehlenden Ressourcen. Es wird zu wenig gemacht und man ändert nur das, was eh schon da ist; baut also zum Beispiel die Schutzmauern gegen Hochwasser ein wenig höher - aber setzt keine neuen, nachhaltigen Maßnahmen. Es fehlt an Dringlichkeitsbewusstsein und es mangelt an politischer Führung. Und an Geld, so wie immer. Wie so ein Anpassungszyklus aussieht, zeigt Abbildung 13.34: Die Rolle der Städte Welche Risiken die Städte durch die Klimakrise haben, zeigt Abbildung 13.17: Ein wenig optimistisch stimmt Abbildung 13.36: Sie zeigt den Zusammenhang zwischen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und dem “Zusatznutzen” der daraus entsteht. Oder anders gesagt: Wenn wir uns um die Klimakrise kümmern, dann hat das auch positive Auswirkungen für so gut wie alle anderen Probleme auf der fehlt. Wir müssen uns halt kümmern… Wer soll sich kümmern ums Klima? Wer trägt denn jetzt eigentlich die Verantwortung für den Klimaschutz? Die Individuen? Die Firmen? Die Regierungen? Natürlich alle, aber manche mehr und manche weniger. Wie die Bevölkerung Europas das sieht, zeigt Abbildung 13.35: Da wechselt die gefühlte Verantwortung im Laufe der Zeit ein bisschen hin und her. Aber dass die Politik etwas tun sollte, bleibt immer klar. Was macht ein Klimarat? Nur was soll die Politik tun? Die Wissenschaft gibt schon jede Menge Hinweise, aber auf die wird leider nicht immer gehört. Vielleicht aber hört sie auf “die Menschen”. Und dafür gibt es auch in Österreich mittlerweile einen Klimarat. Da wurden 100 Bürger:innen repräsentativ ausgewählt und sollen Maßnahmen zum Klimaschutz vorschlagen. Beraten werden sie dabei von Wissenschaftler:innen wie Birgit Bednar-Friedl. Das ist prinzipiell sehr gut; weniger gut ist, dass die Politik nicht verpflichtet ist, darauf zu reagieren… Rentierzucht in Schweden Als konkretes Beispiel für die Probleme der Menschen in Europa hat Kapitel 13 die Lage der nomadischen Rentierzüchter:innen in Schweden untersucht. Diese traditionelle Lebensweise ist durch die Klimakrise bedroht und zwar aus vielen Gründen, wie Abbildung Box 13.2.1 zeigt: Der Untergang von Venedig Am anderen von Europa liegt Venedig und auch dort wird sich in Zukunft einiges ändern. Der Meeresspiegel steigt dort überdurchschnittlich schnell an. Für eine Stadt, die quasi mitten im Meer liegt, ist das ein großes Problem. Venedig hat reagiert und gigantische Hochwasserbarrieren gebaut. Aber wenn der Meeresspiegel um 50cm ansteigt, wird man diese Barriere für mindestens 2 Monate pro Jahr schließen müssen; wenn das Wasser um 120 cm ansteigt, sind die Barrieren quasi das ganze Jahr über geschlossen. Das bedeutet, dass sich die Stadt zu einem komplett anderen Ökosystem wandeln wird. Von einer Lagune zu einem Küstensee. Weiterführende Informationen Wer einen schnellen Überblick über die Klimakrise in Europa haben möchte, kann sich das entsprechende Fact-Sheet ansehen. Oder ab und zu auf die Homepage des PESETA-Projekts schauen. Oder einfach eine Mail mit Fragen an Birgit Bednar-Friedl schicken! Was es über den Klimarat Neues gibt, kann man in einer Pressekonferenz am 4. Juli 2022 sehen, die auf der Homepage des Klimarats zu sehen sein wird. Vorschau auf die nächste Folge: Nordamerika In der nächsten Folge geht es um Nordamerika. Mit einem Thema, das wir bis jetzt so noch nicht hatten. Weiterführende Informationen Kapitel 13 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  19. DK044 - Der Amazonas als Steppe: Das Klima in Mittel- und Südamerika
    06.06., 07:0001:05:00

    …und müssen echte Männer die Umwelt verschmutzen? DK044 - Der Amazonas als Steppe: Das Klima in Mittel- und Südamerika …und müssen echte Männer die Umwelt verschmutzen? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 44 schauen wir uns das Klima in Mittel- und Südamerika an. Dort gibt es alles: Regenwald, Gletscher, hohe Berge, Wüste, Lagunen, Städte, und so weiter. Und natürlich schafft das Klima überall Probleme. Krankheiten breiten sich aus, das Wasser wird knapp und den Alpakas geht es schlecht. Wir reden über Projekte zur Sicherung der Wasserversorgung in Ecuador, über austrocknende Flüsse in Guatemala und leider auch über den Amazonas, der mittlerweile schon dabei ist, sich von einer CO2-Senke zu einer Quelle zu wandeln. Und am Ende reden wir auch noch über die absurde Tatsache, dass Umweltschutz als unmännlich angesehen wird. Rückblick auf die letzte Folge: Wahl in Australien Wir schauen noch mal kurz zurück nach Australien. Da lief das mit dem Klimaschutz ja auch nicht so toll und mit ein Grund dafür war die politische Führung. Die hat sich jetzt geändert und was das für das Klima bedeutet muss sich erst noch zeigen. Aber wir sind eher pessimistisch. Kapitel 12: Wir gehen nach Mittel- und Südamerika Jetzt gehts auf nach Süd- und Mittelamerika. Und Claudia hat Zweifel an unserem Konzept, alle Kapitel des IPCC-Berichts zu lesen. Denn vieles wiederholt sich zwangsläufig. Deswegen konzentriert sie sich vorerst mal auf konkrete Fallstudien. Aber keine Sorge: Wir werden trotzdem einen guten Überblick über die Region kriegen. Zu der jede Menge Länder gehören, aber nicht Mexiko, wie man in Abbildung 12.1 sehen kann: Es gibt auch jede Menge unterschiedliche Landschaften in der Gegend (aber keine Fliesen): Was passiert aktuell mit dem Klima? Dass sich die Klimakrise jetzt schon auswirkt, kann man deutlich an der Entwicklung des R-Werts für das Dengue-Fieber sehen. Von den 1950ern bis heute ist der von 3 auf 3,5 gestiegen - und da wir mittlerweile alle Ahnung haben wie ein R-Wert funktioniert, wissen wir auch, was das bedeutet… In Nord-Südamerika gibt es jede Menge Dürren, mehr als die Hälfte der Gegend ist mindestens ein Monat pro Jahr von Dürre betroffen. Und das schadet auch den Alpakas! In der Monsunregion, also da wo die Regenwälder stehen wird immer mehr abgeholzt um Soja, Mais und Zuckerrohr anzubauen. Vor allem für Biokraftstoffe. Das hat globale Auswirkungen - aber auch lokale Folgen: Die Region erwärmt sich überdurchschnittlich schnell. Ein Blick nach Südwest-Südafrika zeigt Alternativen: Die Landwirtschaft der indigen Völker ist sehr viel widerstandsfähiger gegen dieKlimakrise. Sie ist diverser, man verwendet wassertolerantere Pflanzen, die Techniken sind reaktionsfähiger und das traditionelle Wissen hilft mit den Krisen umzugehen. Die Gefahren der Zukunft Wie es in Zukunft aussehen wird, zeigt Abbildung 12.6: Extreme Hitze wird es überall geben; in der Monsunregion wird es sehr viel mehr Niederschlag geben und nur in Süd-Südamerika wird die Windgeschwindigkeit geringer, was aber auch nicht so toll ist. Die Hauptrisiken für Mittel- und Südamerika Das Hauptrisiko für die Region ist natürlich die Hitze; insgesamt gibt es aber acht Schlüsselrisiken: Überall ist mit Nahrungsmittelunsicherheit zu rechnen und die kombinierten systematischen Risiken wird es auch überall geben. Epidemien sind zumindest im Süden kein Schlüsselrisiko und der Meeresspiegelanstieg wird überall für Küstenerosion sorgen. Der Amazonas wird zum Klimaproblem Schlecht steht es um den Amazonas. Rückkopplungen im Klimasystem und die Landnutzung sorgen dafür, dass Teile des Amazons jetzt schon eine CO2-Quelle sind (siehe auch hier oder hier). Es ist damit zu rechnen, dass der Amazons sehr bald einen Kipppunkt erreicht oder vielleicht sogar schon erreicht hat und zu einer Savanne wird. Wie umgehen mit dem Wasser? Wasserknappheit ist jetzt schon ein Problem und wird es in Zukunft noch mehr. Aber auch die Wasserqualität. Selbst Gletscherwasser kann problematisch werden, wenn es zum Beispiel über frisch durch Schneeschmelze freigelegtes Gestein fließt und zu sauer ist. Das Wassermanagement wird hauptsächlich durch Infrastruktur gelöst, also durch große Bauten, was umstritten ist und selten optimal. Besser wären integrierte, kleinteiligere und flexiblere Lösungen. In Quito, der Hauptstadt von Ecuador gibt es jede Menge wildgewachsene Stadtteile, auch dort wo Naturschutzgebiete oder Quellen sind. Deswegen hat man dort 2000 FONAG gegründet, einen Fond zum Schutz des Wassers. Dort ist man nicht explizit gegen die Kommerzialisierung des Wassers sondern investiert selbst Geld, um die Wasserssicherheit langfristig zu schützen; für mindestens 80 Jahre. Trockenheit in Guatamala In Guatemala hat die Klimakrise von 2014 bis 2016 für extreme Trockenheit gesorgt, manche Flüsse sind komplett ausgetrocknet. Es gab keine Koordinierung der Wassernutzung; keine Informationen und wenn das anders gewesen wäre, hätte man die schlimmsten Folgen verhindern können. Aber man hat gelernt: Jetzt gibt es tägliche Überwachungen, Informationen per Whatsapp und gemeinsames Vorgehen. Das Resultat: Keine ausgetrockneten Flüsse mehr. Echte Männer verschmutzen die Umwelt Frauen sind anfälliger für die Folgen der Klimakrise. Aber sie passen sich auch besser an; sie tun eher was für die Bewässerung oder modernisieren die Infrastruktur. Aber, wie auch der IPCC-Bericht feststellt - Klimaschutz wird immer noch als “unmännlich” angesehen (“Eco-Friendly Unmanly? The Green-Feminine Stereotype and Its Effect on Sustainable Consumption”) Vorschau auf die nächste Folge: Europa In der nächsten Folge geht es um Europa. Und wir haben wieder mal eine Expertin zu Gast! Weiterführende Informationen Kapitel 12 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Hinweis zur Werbung und zu Spenden Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

  20. DK043 - Australien, Neuseeland und die unfähige Politik
    30.05., 07:0001:36:04

    …und wie ist Tasmanien CO2-negativ geworden? DK043 - Australien, Neuseeland und die unfähige Politik …und wie ist Tasmanien CO2-negativ geworden? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 43 reisen wir auf die andere Seite der Erde. Zumindest wenn man es von Europa aus betrachtet. Wir schauen uns an, was das Klima in Australien und Neuseeland anstellen wird. Eh das, was anderswo auch passiert. Aber ein paar Besonderheiten gibt es doch. Die schrecklichen Feuer zum Beispiel die dort immer wieder auftreten zum Beispiel und in Zukunft noch häufiger auftreten werden. Die Hitzetage ebenso, was Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen haben wird. Und den Tourismus. Natürlich könnte man da was unternehmen. Dazu braucht es aber die passende Politik und was das angeht steht Australien nicht so gut da. Aber vor kurzem wurde dort gewählt, weswegen wir auch ein bisschen über Politik reden und nicht sehr optimistisch sind. Aber immerhin: Tasmanien ist CO2-negativ! Rückblick auf Kapitel 10: Asien Letztes Mal war Asien dran, sehr kompliziert mit vielen Ländern. Aber auch mit viel Potenzial Down Under In dieser Folge geht es um Australien und Neuseeland und tatsächlich stammen alle Autor:innen des Kapitels aus der Region. Ansonsten ist das Kapitel vor allem voller Tabellen. Was geht aktuell mit dem Klima in Australasien? Australien und Neuseeland werden heißer, sie werden trockener, aber auch nasser, es wird mehr Feuer geben und weniger Gletscher. In Australien ist es jetzt schon um 1,4 Grad wärmer geworden; in Neuseeland um 1,1 Grad. Australien hatte in den letzten Jahrzehnten quasi ständig Dürren; die Waldbrände sind schon um 30 Prozent häufiger geworden. Zukunft des Klimas In Zukunft wird der Meeresspiegel ansteigen: Bis zu 27cm bis 2050 und bis zu 66cm bis 2090. Kann aber noch mehr werden, wenn es in der Antarktis mit dem Gletscherschwund doof läuft. Die Tage an denen Brände ausbrechen können werden bis Ende des Jahrhunderts um 30 bis 110 Prozent ansteigen. Und zu dem Zeitpunkt werden die Gletscher in Neuseeland auch so gut wie weg sein. Feuer Dass die enormen Feuer in Australien jede Menge Schäden anrichten ist klar. Nicht nur direkt, sondern auch indirekt, zum Beispiel wenn Stromleitungen oder andere Infrastruktur beschädigt werden. Oder Menschen den Rauch einatmen. Oder der Dreck der Feuer bis nach Neuseeland auf die Gletscher gelangt und dort für noch mehr Eisschmelze sorgt. Und kosten tut das alles auch etwas. Zwischen 1987 und 2016 musste Australien 1 Milliarde Dollar pro Jahr ausgeben; in der Saison 2019/2020 waren es mehr als 5 Milliarden Doller. Und mehr als doppelt so viele Tote wie in den Jahrzehnten zuvor. Wie sich Feuer auswirken kann man in dieser Abbildung sehen. Das Great Barrier Reef in der Krise Das Great Barrier Reef ist erstens wirklich great: 3863 Riffe nehmen eine Fläche ein, die so groß ist wie Deutschland. Das GBR hat eine kulturelle Bedeutung für die Menschen die dort leben. Und auch eine enorme touristische und wirtschaftliche Bedeutung. Und das Riff ist quasi schon weg. Die Korallenbleichen haben jetzt schon viel zerstört; und sie werden in Zukunft fast jährlich auftreten. Das schafft das Riff nicht mehr. Auch wenn wir das Ziel des Pariser Klimaabkommens noch erreichen, wird das dem Riff nichts mehr nutzen. Das haben wir verhaut; das Great Barrier Reef ist nicht mehr zu retten. Tja. Der Wasser-Nexus in Neuseeland Die Wirtschaft in Neuseeland basiert auf dem Wasser. Einerseits für die Primärproduktion. Andererseits aber auch für den Tourismus. Und für die Maori ist Wasser auch von kultureller und religiöser Bedeutung. All diese Interessen führen natürlich zu Konflikten… Die Hitze macht Probleme. Schafskacke auch Bisher gibt es schon 106 Tote pro Jahr durch die Hitze; und die Gefahren betreffen Frauen stärker als Männer. Im Jahr 2100 werden in australischen Städten bis zu 3,2 Prozent aller Todesfälle durch Hitze verursacht. In Neuseeland sorgt dagegen der Regen für Probleme. 2016 wurden circa 8000 Menschen krank, weil Starkregen Fäkalien von Schafen in die Wasserversorgung gewaschen hat. Außerdem: Armut macht Anfällig für Hitze, was diese Abbildung zeigt: Tourismus Down Under Australien hat eine Skiindustrie, tatsächlich. Aber nicht mehr lange. Da nutzt es auch nix, wenn dort jetzt in Schneekanonen investiert wird. Denn die werden auch bald nicht mehr funktionieren. Und die Touri-Magneten in Neuseeland, die Gletscher, sind auch bald weg. Die Anpassung findet leider auch politisch nicht statt. Da muss man langfristig denken, was aber nicht passiert. Bergbau Bergbau gibt es in Australien jede Menge. Aber wenn die Klimakrise weiter geht, wird die Hitze die Arbeit schwierig und die Menschen krank machen. Regen lässt die Minen volllaufen und Zeug aus den Minen läuft raus und schädigt die Umwelt. Energie Obwohl Australien und Neuseeland Nachbarn sind, ist ihr Energiemix enorm unterschiedlich. In Australien wird derzeit 79% der Energie fossil produziert. In Neuseeland kommt 82% Prozent der Energie aus Erneuerbaren und bis 2050 werden es 95 Prozent sein. Cultural Flow der Aborigines Menschen in Australien leben dort schon sehr lange. Die Region gehört zu denen, die auf der Erde am längsten durchgehend besiedelt ist. Die Menschen haben Ahnung, wie man dort lebt, auf dem trockensten Kontinent der Welt. Und deswegen lohnt es sich, ihnen zuzuhören und von ihnen zu lernen. Zum Beispiel bei den Water Entitlements, also der Ein- und Zuteilung von Wasser. Das machen die indigenen Völker dort auch, und zwar nennt sich das “cultural flows”. Da wird aber nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die spirituelle, religiöse und kulturelle Nutzung des Wassers berücksichtigt. Und wie die Forschung feststellt, kann eine Orientierung an cultural flows zu einer nachhaltigen Wassernutzung führen kann. Dabei hat man sich zum Beispiel die Brewarrina Aboriginal fish traps untersucht, circa 40.000 Jahre alt. Kann man unter “Operationalising the ecosystem services approach in water planning: a case study of indigenous cultural values from the Murray–Darling Basin, Australia” nachlesen. Und auch in “Australian Indigenous Water Policy and the impacts of the ever-changing political cycle”. Die Schlüsselrisiken von Australasien Die Schlüsselrisiken für Australasien sieht man in dieser Abbildung: Dazu gehört auch das Risiko dass durch die Unfähigkeit der Politik die Klimakrise zu managen entsteht. Tasmanien ist CO2-negativ Es gibt aber auch gute Nachrichten. Tasmanien ist CO2-negativ. Die Wissenschaft dazu kann man hier nachlesen. Die Regierung kriegts nicht auf die Reihe Am 21. Mai 2022 waren Wahlen in Australien. [Gewonnen hat der Herausforderer des bisherigen Ministerpräsidenten[(https://www.derstandard.at/story/2000135933437/parlamentswahl-in-australien-stimmenauszaehlung-hat-begonnen). Aber es besteht zu befürchten, dass das auch nicht viel für das Klima bringen wird. Vorschau auf die nächste Folge: Zentral- und Südamerika In der nächsten Folge geht es um Zentral- und Südamerika. Und Claudia freut sich schon sehr auf etwaige Alpakas. Weiterführende Informationen Kapitel 11 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

Die Klimakrise ist umfassend und global. Sie hat Auswirkungen auf alle und alles und wird ohne Zweifel unser Handeln und unseren Alltag in den nächsten Jahrzehnten in sämtlichen Bereichen bestimmen. Darum ist es nötig, dass möglichst viele Menschen über das Klima und die Wissenschaft hinter der Klimakrise Bescheid wissen. Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht regelmäßig sogenannte “Sachstandsberichte” die das jeweils aktuelle Wissen zur Klimakrise zusammenfassen. Diese tausenden Seiten sind schwere Lektüre, die wir euch mit diesem Podcast ersparen wollen. Das gleiche gilt für die vielen anderen neuen Erkenntnisse der Klimaforschung. In jeder Folge wird aktuelle Forschung rund um die Klimakrise so vermittelt, dass sie auch ohne Studium der Klimawissenschaft verständlich sind. Ein Podcast von Florian Freistetter (Astronom und Autor) und Claudia Frick (Meteorologin und Professorin für Wissenschaftskommunikation). Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.