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Carl-Auer Sounds of Science

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401 Episoden · neueste 09.10.

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401
  1. #10 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Die Wirkstatt der Veränderung
    16.10., 02:0000:43:31

    In der Abschlussfolge des „Erkenntnistheoretischen Führerscheins“ sprechen Fritz Simon und Andreas Kollar über Selbstorganisation, Macht und die Dynamik von Veränderung. Was heißt es, Systeme zu beeinflussen, ohne sie zu zerstören? Wann wird Beratung paradox? Und warum ist Ambivalenz vielleicht die wichtigste Haltung überhaupt? Zwischen Eiffelturm-Experiment, Ampelmetapher und Führerscheinfazit wird klar: Zieldienlich und nachhaltig beeinflussen kann man Systeme nur, wenn man sie versteht: als selbstorganisierte, lernende Gebilde. Inhalte der Episode • Selbstorganisation verstehen Warum Selbstorganisation der Normalfall ist und Organisation der Versuch, sie zu begrenzen. • Von Fremd- zu Selbststeuerung Kindergärtnerin, Ampel & Wolke: Beispiele für Systeme, die sich selbst ordnen (oder ordnen lassen). • Gleichgewicht & Intervention Fritz’ Betonplatten-Experiment auf dem Eiffelturm: Wie jede Intervention Gegenbewegungen auslöst • Ambivalenz als Profession Der Berater als Anwalt der Ambivalenz: Veränderungen begleiten, ohne den Erhalt zu gefährden. • Nicht-normativ beraten Systemisches Denken bedeutet: neugierig bleiben, Sinn annehmen, statt Pathologie zu unterstellen. • Macht & Einfluss Warum Macht kein Makel ist, sondern ein unvermeidliches Strukturmerkmal sozialer Systeme. An Schulhöfen ebenso wie in Vorstandsetagen. • Machtbeziehungen erkennen „Wer braucht wen mehr?“ – eine einfache Formel zur Beobachtung subtiler Abhängigkeiten. • Organisation & Lernen Warum Trainings wenig verändern, solange die Organisation gleich kommuniziert • Kerngruppen & systemischer Wandel Warum man Systeme nicht allein verändern kann, sondern Mitspieler mit derselben inneren Landkarte braucht. • Der Führerschein-Fazit Theorie ist nur nützlich, wenn sie praktisch wird: Plausibilität, Kontext und Handlungsanleitung schlagen Tiefenbohrung. Takeaways • Selbstorganisation ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. • Jede Intervention erzeugt Gegenkräfte und damit neue Dynamik. • Ambivalenz ist kein Fehler, sondern das Herz jeder Veränderung. • Macht ist unvermeidlich! Entscheidend ist, wie sensibel man damit umgeht. • Theorie braucht Praxisübersetzung, nicht Tiefenbohrung. • Kommunikation verändert Systeme, nicht Einzelne. Markante Zitate • „Selbstorganisation ist die Ausgangslage. Organisation ist der Versuch, dagegen zu arbeiten.“ • „Ich bin Anwalt der Ambivalenz.“ • „Wer normativ unterwegs ist, sollte in einer Missionsstation arbeiten.“ • „Macht ist kein Schimpfwort, sie strukturiert Beziehungen.“ • „Wer braucht wen mehr? Das ist die Formel für Machtbeziehungen.“ • „Man sollte nie allein versuchen, ein System zu verändern.“ • „Organisation ist der Versuch, Ordnung hineinzubringen. Selbstorganisation ist der Normalfall.“ • „Ich habe mich immer als Anwalt der Ambivalenz verstanden.“ • „Wer keine Sensibilität für Macht hat, sollte im Garten arbeiten, aber nicht als Berater.“ Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Simon, Fritz B. (2006): Gemeinsam sind wir blöd!? Die Intelligenz von Unternehmen, Managern und Märkten. Heidelberg: Carl-Auer Verlag. Simon, Fritz B. (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Heidelberg: Carl-Auer Verlag. Watzlawick, Paul (1974): Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels. Bern: Huber. Maturana, Humberto & Varela, Francisco (1987): Der Baum der Erkenntnis. Bern: Scherz Verlag. Luhmann, Niklas (1984): Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

  2. #237 Fabian Schneider | Jugendliche und Gruppenpsychotherapie
    15.10., 02:0000:33:47

    Systemische Gruppenpsychotherapie mit Jugendlichen – kein ferner Traum, sondern gelebte Realität. Unser heutiger Gast Dr. Fabian Schneider ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Ausbildungen unter anderem in Systemischer Therapie, Verhaltenstherapie, EMDR, traumatherapeutischem Yoga und Ego-State-Therapie. Seine langjährigen und vielen positiven Erfahrungen in der therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen in einer Kombination aus Systemischer Gruppenpsychotherapie mit Ego-State- und Körperpsychotherapie hat Fabian Schneider in einem echten Praxis-Buch zusammengefasst. Kein geringerer als Wilhelm Rotthaus, unter anderem Autor des von Fabian Schneider hoch geschätzten Buches Beziehungsgeschöpf Mensch, bezeichnet Fabian Schneiders Buch Gruppenpsychotherapie mit Jugendlichen als Mutmachbuch. Wir sprechen mit Fabian Schneider über sein Buch, dabei unter anderem über die großen, entgegen häufig zu hörender Einschätzungen auch wirtschaftlichen Vorteile des Gruppensettings, den systemischen Rahmen, viele praktische Details, den Nutzen methodischer Vielfalt und blicken auf Aus- und Weiterbildung. Ein Terminhinweis: Am 4. Juli 2026 findet die Kölner Tagung Gruppenpsychotherapie mit Jugendlichen statt. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  3. #9 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Sind Abweichungen immer „Störungen“?
    09.10., 02:0000:42:02

    In Folge 9 widmen sich Fritz Simon und Andreas Kollar den Themen Abweichung, Erwartung und Störung, also wichtigen Fragen eines erkenntnistheoretischen Führerscheins. Vom Wetter über Hochbegabung bis zur Psychiatrie erkunden sie, wie Erklärungen, Bewertungen und soziale Kontexte bestimmen, was als „gestört“ oder „normal“ gilt, und warum Beobachten manchmal wichtiger ist als Verstehen. Inhalte der Episode • Wetter & Erwartung Abweichungen werden erst auffällig, wenn sie Erwartungen verletzen. Wer das Wetter beobachtet, lernt über Beobachter. • Störung als soziale Zuschreibung „Gestört“ ist, wer andere stört • Bewerten & Erklären Ob Verhalten positiv oder negativ bewertet wird, hängt vom sozialen Kontext ab; dieselbe Abweichung kann Bewunderung oder Pathologisierung auslösen. • Krankheit, Körper & Psyche Was ist eine Krankheit? Fritz Simon plädiert für klare Begriffe: Krank ist, was körperlich erklärbar ist – alles andere ist sozial verhandelt. • Psychiatrie & Systemtheorie Wie Fritz über Watzlawick zum systemischen Denken fand: Von der „Machtrolle“ des Psychiaters zur Beobachtung von Interaktionsmustern. • Verstehen vs. Erklären Mit Karl Jaspers’ Unterscheidung: Psychosen sind dort, wo Verstehen endet • Pacifier & Just-So-Stories Maturana und Bateson über Erklärungen als Beruhigungsgeschichten: Warum sie nützlich, aber trügerisch sind. • Erklärung oder Funktion? Menschen brauchen keine Wahrheit, sondern Orientierung. Eine gute Erklärung beendet das Fragen – bis sie nicht mehr funktioniert. • Plus- und Minusabweichungen Psychiatrische Kategorien als Alltagsmetaphern: Wer „mehr“ oder „weniger“ tut, als erwartet wird, erzeugt Aufmerksamkeit. • Lösungsorientierung Nicht fragen, wie man hineingeraten ist, sondern wie man wieder herauskommt. Handeln statt Ursachenforschung. Takeaways • Störungen sind Bewertungen, keine Tatsachen. • Erklärungen beenden Fragen, bis sie nicht mehr funktionieren. • Verstehen hat Grenzen, Beobachten nicht. • Systemisches Denken heißt: den Kontext mitdenken. • Die Definition von Normalität ist ein soziales Projekt. Markante Zitate • „Nicht jeder, der sich schlecht benimmt, ist hochbegabt.“ • „Psychosen sind dort, wo Verstehen endet.“ • „Man braucht Erklärungen nur, wenn etwas nicht funktioniert.“ • „Gestört ist, wer andere stört.“ • „Nicht jeder Konflikt ist eine Störung. Oft ist das Vermeiden der Störung die eigentliche Störung.“ • „Erklärungen sind wie Schnuller. Sie beruhigen, aber sie nähren nicht.“ • „Ich habe Watzlawick gelesen. Und plötzlich hatte ich ein Modell für das, was in der Psychiatrie wirklich passiert.“ • „Normalität ist kein Zustand, sondern ein Aushandlungsprozess.“ Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Simon, Fritz B. (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Heidelberg: Carl-Auer Verlag. Watzlawick, Paul (1974): Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels. Bern: Huber. Jaspers, Karl (1913/1946): Allgemeine Psychopathologie. Ein Leitfaden für Studierende, Ärzte und Psychologen. Berlin: Springer. Maturana, Humberto R. & Varela, Francisco J. (1987): Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Bern: Scherz Verlag. Bateson, Gregory (1983): Metalogues. Gespräche über Kommunikation, Macht und Erkenntnis. Frankfurt am Main: Suhrkamp. von Foerster, Heinz (1993): Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.

  4. #236 Rainer Orban | Jugendhilfe neu machen
    08.10., 02:0000:37:56

    Zu Gast ist heute Rainer Orban, Diplom-Psychologe, systemischer Therapeut, Supervisor und Coach und Leiter des DGSF-zertifizierten Instituts für systemische Fort und Weiterbildung n.i.l. in Osnabrück. Rainer Orbans konstruktive Streitschrift Jugendhilfe neu denken, erschienen bei Carl-Auer im Frühjahr diesen Jahres, hat viel Aufmerksamkeit erregt und tut es nach wie vor. Der Autor erfährt für die darin vorgestellten neuen Wege auch viel Zustimmung. Im zweiten Buch Jugendhilfe neu machen, das kürzlich ebenfalls bei Carl-Auer erschienen ist, geht Rainer Orban nun mitten in die Praxis – wohlsortiert und mit einem scharfen Blick darauf, was es aus seiner Sicht möglichst zeitnah braucht, soll uns nicht alles, wie es derzeit läuft, um die Ohren fliegen. Wie radikal muss die Veränderung ausfallen? Wieso ist Geld nicht das Problem? Inwiefern wird sich die Neugestaltung von Jugendhilfe sogar besser rechnen? Und was bedeutet das aus einer systemischen Perspektive für Anforderungen an Organisation und Führung? Viel Spaß im Gespräch mit Rainer Orban. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  5. #8 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Konflikte navigieren statt eskalieren
    02.10., 02:0000:44:43

    In Folge 8 geht es ans Eingemachte: Konflikte. Fritz B. Simon und Andreas Kollar analysieren, wie Konflikte entstehen, wie sie sich zuspitzen, und wie man mit systemischem Denken Auswege finden kann. Vom Apfel-Dilemma über den Ukrainekrieg bis zum Nachbarschaftsstreit entfalten sie eine Konfliktlogik, die zwischen Beobachtung, Verneinung und Eskalation unterscheidet. Inhalte der Episode • Konflikt = doppelte Verneinung Wenn zwei Beobachtungen oder Zielvorstellungen sich gegenseitig ausschließen, entsteht ein Konflikt. • Psychische vs. soziale Konflikte Der Apfel-Konflikt als Selbstverneinung; Organisationen können sich aufspalten und beides tun. • Paradoxien auflösen oder entfalten Wenn beides nicht gleichzeitig geht: Entscheidung oder funktionale Differenzierung (z. B. Arbeitsteilung). • Erklären schafft Kausalität Konflikte entstehen nicht nur durch verschiedene Ziele, sondern auch durch konkurrierende Erklärungen: Wer ist schuld? Wer bedroht wen? Systemisch nützt es, Wirkung statt Ursache zu betrachten. • Beziehungs- vs. Sachkonflikte Konflikte um Ziele können produktiv sein – Beziehungskonflikte zerstören meist die Sachebene. • Krieg als Negation des Überlebens Warum der Krieg die radikalste Form des Konflikts ist – und warum er erst endet, wenn keiner mehr an den Sieg glaubt. • Schützen statt siegen Systemisch klug heißt: sich schützen, ohne weiter zu eskalieren. Eskalationslogik erkennen und durchbrechen. • Tit for Tat – und dann? Konfliktverhalten à la Axelrod: Vergeltung ja, aber mit Friedensangeboten koppeln. • Konfliktmuster beobachten Kulturen und Systeme haben unterschiedliche Konfliktstile. Von Pseudoharmonie bis zum offenen Angriff. • Tetralemma als Konfliktnavigation Vier Optionen statt zwei: Die Denkfigur als erkenntnistheoretischer Airbag (oder Kompass). • Beratung in Konflikten Simon’s Prinzip: Zukunftsorientiert, konkret, ohne Schuldfragen. Was erhält den Konflikt – und wie kann man es lassen? Takeaways • Jeder Konflikt beginnt mit einer Unterscheidung, die sich nicht auflösen lässt. • Eskalation ist verführerisch, aber langfristig mit hohem Preis verbunden. • Konflikte lassen sich manchmal nicht lösen, aber transformieren. • Wer die Konfliktlogik versteht, kann sich schützen, ohne weiter zu verletzen. • Systemisches Denken heißt: Beobachten – und bewusst entscheiden, wann und wie bewertet und erklärt wird. Markante Zitate • „Vor jeder Entscheidung steht ein Konflikt.“ • „Ein Konflikt ist kein Zeichen von Pathologie.“ • „Ein Konflikt beginnt mit der Verneinung der Verneinung.“ • „Wenn beide glauben, sie können noch gewinnen, geht der Konflikt weiter.“ • „Zukunftsorientierung heißt: Ich arbeite nicht mit Schuld, sondern mit Wirkung.“ • „Nichtverstehen ist das Kriterium für Verrücktheit.“ Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Fritz B. Simon (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Carl-Auer. Fritz B. Simon, Fritz Glasl u. a.: YouTube-Video zum Ukraine-Konflikt Anatol Rapoport / Robert Axelrod: Tit for Tat (Spieltheorie & Konfliktstrategien) Friedrich Glasl: Konfliktmanagement (9-Stufenmodell) _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  6. #235 Ursula Neubauer | Hypnowriting
    01.10., 02:0000:30:46

    Zu Gast ist heute Ursula Neubauer, Germanistin, Psychologin, Philosophin, hypnosystemische Beraterin mit Studium an der Sigmund-Freud-Universität und Schreibtherapeutin. Mit Hypnowriting® hat Ursula Neubauer eine Methode für Coaching, Therapie und Beratung entwickelt für kreative Reflexion, Ressourcenaktivierung, Verarbeitung von Belastendem und Neuausrichtung. Hypnowriting eignet sich auch im Kontext der Arbeit mit Systemaufstellungen. Wir sprechen mit Ursula Neubauer über Hypnowriting, dessen Bezüge zum hypnosystemischen Ansatz nach Gunther Schmidt, über die Wirkfaktoren, darüber, was das Schreiben mit der Hand so besonders macht, über Erfahrungen aus und in der Praxis und vieles mehr. Viel Spaß im Gespräch mit Ursula Neubauer. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  7. #7 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Die Spielregeln des Erkenntnisverkehrs
    25.09., 02:0000:42:45

    In Folge 7 sprechen Fritz Simon und Andreas Kollar über soziale Systeme: Was unterscheidet sie von psychischen? Wie entstehen Regeln in Familien, Organisationen oder Gesellschaften? Und warum entstehen aus Lösungen oft neue Probleme? Eine erkenntnistheoretische Rundfahrt durch Rennstrecken, Regelsysteme und Regentänze. Inklusive Abstecher zu experimenteller Gruppendynamik. Inhalte der Episode • Was ist ein soziales System? Kommunikation als Grundoperation: Erwartungen, Zeichenverstehen und die Rolle der Erwartungserwartung. • Kontext macht Bedeutung Warum ein Blinker nur im richtigen Kontext verstanden wird – und was das mit Beratung zu tun hat. • Problemdefinition = Systembildung Soziale Systeme organisieren sich um Problemdefinitionen (nach Anderson & Goolishian). Je nach Deutung entstehen völlig andere Interventionen. • Familie als multiproblemdefiniertes System Von Bedürfnis- zu Beziehungsproblemen – und warum die Lösung manchmal neue Probleme schafft. • Organisationen als Lösungssysteme Zahnärzte, Werbeagenturen und die Rüstungsindustrie: Wenn Probleme wegfallen, wird das Lösungssystem selbst zum Problem. • Polykontextuale Kompetenz Psychische Gesundheit heißt, sich in verschiedenen Systemen unterschiedlich verhalten zu können. Wer das nicht kann, fällt auf – oder raus. • Interkulturelle Regelspiele Von chinesischer Rotzlogik bis zur westlichen Serviettentaktik: Andere Länder, andere Unsitten. • Beobachten statt Erklären Statt die Psyche zu analysieren: Spielregeln beobachten. So wird Komplexität handhabbar. • Außenseitertraining als Feldexperiment Ausgrenzung inszenieren, um Inklusion zu verstehen. Ein gruppendynamisches Lehrstück in Alpbach. • Nichtverstehen = Verrücktheit Wenn Verhalten keine Erklärung hat, wird es pathologisiert. Ein Plädoyer fürs Perspektivwechseln. Takeaways • Soziale Systeme entstehen nicht durch Menschen, sondern durch Kommunikation. (Luhmann) • Problemdefinitionen schaffen Realitäten und damit Strukturen. • Familien und Organisationen sind Regelgeneratoren. • Psychische Gesundheit heißt: kontextsensibles Verhalten. • Beobachten entlastet – besonders in komplexen Mehrpersonensystemen. Markante Zitate • „Ein problemdefiniertes System ist oft nichts anderes als eine Lösung mit Folgeproblemen.“ • „Die Erwartungserwartung hält das soziale System am Leben.“ • „Polykontextuale Kompetenz ist ein anderes Wort für psychische Gesundheit.“ • „Wer auffällt, fällt raus, außer er erklärt es gut.“ • „Nichtverstehen ist das Kriterium für Verrücktheit.“ Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Fritz B. Simon (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Carl-Auer. Harold Goolishian & Harlene Anderson: Problem-determined systems (u.a. in „The Client is the Expert“) Raoul Schindler: Grundlagen der Gruppendynamik (diverse Veröffentlichungen) Paul Watzlawick: Kommunikationstheorie & radikaler Konstruktivismus _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  8. # 234 Anika Roßmann | Scham in der Schule
    24.09., 02:0000:23:30

    Zu Gast ist heute Anika Roßmann, Erziehungswissenschaftlerin, Schulsozialarbeiterin, Dozentin in Fortbildungen zu Scham, Mobbing und Neue Autorität, Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Potsdam und Systemische Coach für Neue Autorität. Anika Roßmann ist Autorin des soeben erschienenen Buches mit dem Titel Rote Wangen, gesenkter Blick – Umgang mit Scham in der Schule. Ein Buch, über das Stephan Marks sagt: „Endlich ein Buch, das die große Komplexität des Schulgeschehens differenziert betrachtet und die grundlegende Bedeutung der Scham für alle Beteiligten am System Schule differenziert analysiert und eine Fülle an Lösungsmöglichkeiten aufzeigt.“ Wir sprechen mit Anika Roßmann darüber, was Scham eigentlich ist, worauf es zu achten gilt, was ein systemischer Blick ermöglicht und darüber, wie aus alltäglichen Schamgeschichten in der Schule gelernt werden kann, neue Aufmerksamkeit und Sicherheit zu schaffen für Schüler:innen, Lehrer:innen und alle weiteren, die am System Schule beteiligt sind. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  9. S4 #3 Der Mensch ist mehr als seine Krankheit | „Der ist selber schuld.“
    19.09., 02:0000:25:03

    Ist, wer behauptet, alles im Griff zu haben, niemanden zu brauchen und sich selbst Hilfe holen zu können, wenn es welcher bedürfe, einfach „selber schuld“, wenn es sich nicht viel später so anders herausstellt wie bei dem heutigen Fall eines 66-jährigen Mannes? Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. So lautet der Titel des vielgelobten Buches von Ursula Pabsch zu Systemischer Sozialer Arbeit im Krankenhaus. Der mehrteilige Podcast bei Sounds of Science Specials mit Ursula Pabsch beleuchtet detailliert und auf dem Hintergrund der immensen praktischen Erfahrung der Gesprächspartnerin viele Kontexte und Anforderungen dieses wichtigen Arbeitsfeldes. Anhand von Fallbeispielen werden die Vorzüge systemischen Denkens und Handelns direkt erfahrbar. Eine Auswahl von Reflexionsfragen (siehe Anhang) lädt die Hörer:innen in jedem Post ein, die Arbeit und sich selbst weiter zu beobachten und zu professionalisieren. Ursula Pabsch, Dipl. Päd., ist Systemische Therapeutin, Beraterin, Supervisorin und Organisationsentwicklerin; langjährige Tätigkeit in der klinischen Sozialarbeit; selbstständig in außerklinischem Case Management und Supervision; Inhaberin des Intensivpflegeportals www.leben-mit-intensivpflege.de; Beraterin von Intensivpflegediensten. Literatur: Pabsch, Ursula H.: Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. Systemische Soziale Arbeit im Krankenhaus. Heidelberg: Carl-Auer Verlag 2024 Systemische Grundsätze/Haltung: • Recht auf Selbstbestimmung. • Anerkennung der bisherigen Bewältigung. • Neutralität als Grundlage des lösungsorientierten Handelns. • Dialogbereitschaft und Verantwortungsübernahme. Weitergehende mögliche systemische Fragen: An den Patienten: • Wie erklären Sie es sich, von Hausärzten abgewiesen worden zu sein? • Gibt es Vertrauenspersonen? Wie können Sie sie aktivieren? • Angenommen, es klappt zu Hause einfach nicht. Welche Wohnform wäre für Sie der Kompromiss? Der Blick zu mir: • Was hat die Aufforderung vom Amtgericht zur Stellungnahme ausgelöst? • Warum habe ich mit dem Betreuer kooperiert? • Was müsste bei unseren Abläufen optimiert werden? _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  10. #6 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Sprache, Bedeutung & die Logik des Erkenntnisverkehrs
    18.09., 02:0000:38:48

    In Folge 6 vertiefen Fritz Simon und Andreas Kollar das Thema Sprache im Kontext von Erkenntnisprozessen. Was unterscheidet Beschreibung, Bewertung und Erklärung? Wie entstehen Bedeutungen im Gebrauch? Und warum braucht man für manche Worte eigentlich einen Waffenschein? Zwischen Paradoxie-Maschine, Busunfall und Wittgenstein geht es um die Frage, wie Sprache Realitäten erschafft, begrenzt – oder verflüssigt. Inhalte der Episode • Widerstand als Paketbegriff Wie Begriffe in der Beratung Bedeutung verdichten: Beschreibung, Bewertung, Erklärung werden oft vermischt. • Dreifache Unterscheidung Wirklichkeitskonstruktionen lassen sich differenzieren: Beschreiben (Was geschieht?), Erklären (Warum?), Bewerten (Wie ist das?). • Wirkung durch Wortwahl Worte tragen implizite Bedeutungen. Die Zuschreibung von Kausalität beeinflusst Entscheidungen (Medikamente vs. neuer Job). • Sprache schafft Wirklichkeit Begriffe sind Rorschach-Tests. Bedeutung ist weder festgelegt noch beliebig – sie entsteht im Gebrauch. • Konfliktebene Sprache In Konflikten weiß man oft nicht, worauf der andere reagiert: auf das Gesagte, das Gemeinte oder das Gehörte? • Die Logik der Sprache vs. die Logik des Lebens Sprachliche Paradoxien führen zu Oszillationen. Prozesse verlaufen anders als Aussagen. • Paradoxie-Maschine Eine selbstgebaute Lampe mit Lichtsensor erzeugt eine technische Paradoxie: an-aus-an-aus. Wie viele Konflikte auch. • Weiche vs. harte Realitäten Psychische Realität ist veränderbarer als physische, aber nicht beliebig formbar. Veränderung braucht Kontext. • Geschichten vs. Theorien Theorien objektivieren. Geschichten erzeugen Identifikation. Beratung verändert oft die erzählte Dramaturgie. • Sprachverkehr als Beziehungsgeschehen Worte sind nie neutral. Sie treffen, verletzen, bewegen. Bedeutung entsteht relational, nicht lexikalisch. Takeaways • Sprache transportiert immer auch Bewertungen und Erklärungen – oft unbewusst. • Beschreibung, Erklärung, Bewertung müssen unterschieden werden, um gezielt intervenieren zu können. • Sprachlogik erzeugt Realitäten - auch paradoxe. • Geschichten wirken länger als Theorien. • Worte haben Wirkung: "Ein falsches Wort kann eine Beziehung beenden." Markante Zitate • "Begriffe sind wie Pakete. Man muss sie manchmal entwirren, bevor man sie verstehen kann." • "Wenn ich meine Kinder positiver bewerte, erkläre ich ihr Verhalten anders." • "Die Logik der Sprache erlaubt Paradoxien – die Logik der Zeit nicht." • "Ein falsches Wort kann eine Beziehung beenden." • "Der Gebrauch bestimmt die Bedeutung der Worte." (Wittgenstein) Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Fritz B. Simon (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Carl-Auer. Ludwig Wittgenstein (1953): Philosophische Untersuchungen. Suhrkamp. Berghaus, B. (2020): Luhmann leicht gemacht. Eine Einführung in die Systemtheorie. UTB. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  11. #233 Matthias Hornschuh | Wir geben uns auf – KI, Kultur, Wissensarbeit
    17.09., 02:0000:35:06

    Heute ist Matthias Hornschuh unser Gast, Autor des Essays Wir geben uns auf – KI, Kultur und die Entwertung der Wissensarbeit in der Carl-Auer Reihe update gesellschaft. Wir sprechen über die existenzielle, volkswirtschaftliche und demokratiepolitische Bedeutung geistigen Schaffens als Grundlage unserer Wissensgesellschaft und über dessen massive Bedrohung. Und wir sprechen darüber, warum genaues Beobachten und deutliches Warnen genauso wichtig sind wie klarsichtiges Engagement. Matthias Hornschuh ist Komponist für Film, Hörspiel und akustische Kunst. Er unterrichtet an deutschen und europäischen Hochschulen und ist engagiert in branchen- und kulturpolitischen Funktionen für Kunst, Kultur, Medien und Demokratie, unter anderem als Sprecher der Initiative Urheberrecht, im Aufsichtsrat der GEMA und als Vortragender. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  12. S4 #2 Der Mensch ist mehr als seine Krankheit | „Jetzt werden sie alle alt ...“
    12.09., 02:0000:19:38

    Biographische und soziographische Daten können Aufschluss geben in Begleitsituationen, die u. a. zunächst unklare Fragen über Zugehörigkeit und Beziehungsgeschichte aufbringen. Ein Genogramm erstellen und lesen zu können ist sehr nützlich und sollte zum Standard gehören ... Eine berührende Geschichte über die Findung neuer gemeinsamer Zukunft in sehr hohem Lebensalter. Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. So lautet der Titel des vielgelobten Buches von Ursula Pabsch zu Systemischer Sozialer Arbeit im Krankenhaus. Der mehrteilige Podcast bei Sounds of Science Specials mit Ursula Pabsch beleuchtet detailliert und auf dem Hintergrund der immensen praktischen Erfahrung der Gesprächspartnerin viele Kontexte und Anforderungen dieses wichtigen Arbeitsfeldes. Anhand von Fallbeispielen werden die Vorzüge systemischen Denkens und Handelns direkt erfahrbar. Eine Auswahl von Reflexionsfragen (siehe Anhang) lädt die Hörer:innen in jedem Post ein, die Arbeit und sich selbst weiter zu beobachten und zu professionalisieren. Ursula Pabsch, Dipl. Päd., ist Systemische Therapeutin, Beraterin, Supervisorin und Organisationsentwicklerin; langjährige Tätigkeit in der klinischen Sozialarbeit; selbstständig in außerklinischem Case Management und Supervision; Inhaberin des Intensivpflegeportals www.leben-mit-intensivpflege.de; Beraterin von Intensivpflegediensten. Literatur: Pabsch, Ursula H.: Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. Systemische Soziale Arbeit im Krankenhaus. Heidelberg: Carl-Auer Verlag 2024 Systemische Grundsätze/Haltung: Biografisches Arbeiten, um Verhalten einordnen zu können. Dabei ist es wichtig, mutig nachzufragen, um fantasievolle Konstrukte der Lebenswirklichkeit zu vermeiden. Neutralität als Prinzip, hier als Altersneutralität zu verstehen. Würdigung des bisherigen Lebens Weitergehende mögliche systemische Fragen: An den Patienten: • Wow, Sie haben schon damals sehr emanzipiert gehandelt. Wie haben Sie es geschafft? • Was ist Ihnen heute wichtig? • Was möchten Sie den jungen Frauen von heute sagen? • Was wäre für Sie eine erfolgreiche Rehabilitation? • Ihr Sohn und Ihre Schwiegertochter sind bestimmt sehr stolz auf Sie. Woran merken Sie es? Der Blick zu mir: • Was löst ihre Biografie bei mir aus? • Welche Lebensweisheit leite ich davon ab? • Was bedeutet für mich „Emanzipation“? _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  13. #5 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Kommunikation und der „Erkenntnisverkehr“
    11.09., 02:0000:38:02

    In Folge 5 sprechen Fritz Simon und Andreas Kollar über die zentrale Rolle von Kommunikation beim „Erkenntnisverkehr“. Was passiert, wenn niemand losfährt? Warum ist Sprache nicht gleich Bedeutung? Und wie lernen wir eigentlich, Regeln zu befolgen, ohne sie je erklärt bekommen zu haben? Ein Streifzug durch Luhmann, Alltag, Fußball und Weltpolitik. Inhalte der Episode • Kommunikation ≠ Sprechen Kommunikation ist mehr als Sprechen: Erst wenn eine Äußerung verstanden und in Anschlussverhalten überführt wird, findet Kommunikation im systemtheoretischen Sinn statt. • Verstehen zeigt sich im Tun Nicht Harmonie, sondern Anschluss ist der Marker für Verstehen. Ob am Fußballfeld, an der Kreuzung oder im Therapieraum: entscheidend ist, dass die Interaktion weitergeht. • Kontext macht Bedeutung Zeichen haben keinen eingebauten Informationsgehalt. Bedeutung entsteht durch situative Interpretation: durch geteilte Geschichte, Körpersprache und kulturelle Rahmung. • Sprache als schöpferischer Prozess Spracherwerb ist kein Lernen im schulischen Sinn, sondern ein kreativer Rekonstruktionsprozes. Kinder beobachten, abstrahieren, kombinieren und erzeugen Regeln durch Fehler. • Soziales Regelwissen durch gelebte Praxis Regeln werden nicht primär gelehrt, sondern über Affekte, Korrekturen und soziale Rückmeldung verkörpert. Ob in Familien, Betrieben oder auf der Straße: Man merkt, was „man tut“. • Missverstehen ist Standard, nicht Ausnahme Menschen begegnen einander als Rorschach-Test. Projektion ist unvermeidbar. Kommunikation gelingt oft trotz Missverstehen, solange sie nicht abreißt. • Deutungshoheit in der öffentlichen Kommunikation Begriffe steuern Realitäten. Wer „Migrationsflut“ sagt, setzt andere Maßnahmen als jemand, der von „Fachkräftezuwanderung“ spricht. Politik ist ein Kampf um Narrative. • Kartenlesen statt Wahrheitssuche Information ist nie neutral. Entscheidend ist, ob sie zur aktuellen Orientierung passt. Gute Navigation heißt, passende Karte für den Zweck, nicht objektive Wahrheit zu finden. Takeaways • Kommunikation beginnt mit Anschluss, nicht mit Absicht. • Bedeutung entsteht durch Kontext, nicht durch Worte. • Spracherwerb ist kreatives Nach-Erfinden, nicht bloßes Lernen. • Regeln werden verkörpert, nicht nur erklärt. • Klarheit braucht Nachfragen – vor allem in Beratung & Therapie. • Informationen schaffen Wirklichkeiten, nicht nur Abbildungen. Markante Zitate • „Du brauchst immer zwei: Einer, der etwas sagt, und einer, der es versteht – oder etwas versteht.“ • „Sprache ist nichts, was man eintrichtert. Man muss sie erfinden.“ • „Handlungen haben keine Bedeutung. Bedeutung entsteht durch Zuschreibung.“ • „Die größte Verkümmerung liegt nicht in der Sprache, sondern im Kontext ihrer Anwendung.“ • „Wenn wir kommunizieren, spielen wir permanent stille Post – nur mit mehr Kontextverlust.“ Literatur / Erwähnte Bezugspunkte Niklas Luhmann: Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Suhrkamp. Fritz B. Simon (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Carl-Auer. Fritz B. Simon: Gemeinsam sind wir blöd!? Die Intelligenz von Unternehmen, Managern und Märkten. Carl-Auer. Luc Ciompi (2019): Affektlogik. Über die Struktur der Psyche und ihre Entwicklung. Carl-Auer. Beispiele aus: FAZ, New York Times, Welt, Bild, Taz, Tagesspiegel u. a.

  14. #6 PEP basics® | Michael Bohne & Olaf Albert – Klopfen, Selbststärkung und messbare Wirkung
    08.09., 02:0000:25:55

    Die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie – kurz PEP – wurde von Dr. Michael Bohne entwickelt, hat sich in Psychotherapie und Coaching fest etabliert und findet stets neue Anwender:innen, Anwendungsbereiche und Anwendungskontexte. Im Kern geht es bei PEP um Selbstregulation von Emotionen bei Stress und vielen Formen von Herausforderungen sowie besonderer Belastung. Eine ausführliche Beschreibung dessen, was PEP ausmacht, findet sich auf der Webseite dr-michael-bohne.de/was-ist-pep Neben einem ausführlichen Ausbildungscurriculum und zahlreichen Spezialkursen gibt es jetzt den neuen Zertifikatskurs PEP basics in zwei Anwendungsgebieten: für pädagogische Fachkräfte und für medizinisch-pflegerische Fachkräfte. Alles Wissenswerte dazu unter pep-basics.de In diesem Special bei Carl-Auer Sounds of Science sprechen wir bis 8. September 2025 jeden Montag mit Michael Bohne, mit dem Team hinter PEP basics und mit einigen PEP basics-Trainer:innen über die praktischen Bildungsziele und – last not least – über die positiven Erfahrungen mit PEP und PEP basics in unterschiedlichen Anwendungsfeldern und in den Aus- und Weiterbildungen. Gemeinsam bieten Olaf Albert und Michael Bohne einen Einblick darauf, wie aus „Klopfen“ eine wirksame Methode zur Emotionsregulation wurde und mit PEP basics® ein praxistauglicher Zertifikatskurs für Pädagogik und medizinisch‑pflegerische Berufe entstand. Konkrete Beispiele aus der Schule, Zahnmedizin und Klinik zeigen, dass PEP schnell wirkt, Selbstregulation stärkt und Fachkräfte entlastet. Außerdem beleuchten sie, wie der zweigeteilte Kurs aufgebaut ist, und bieten ein Beispiel dafür, wie man Skepsis klug mithilfe der Fishbowl-Diskussionsmethode begegnen kann. Olaf Albert wendet PEP® seit 2021 an und ist von der Wirkung begeistert. Seit einigen Jahren führt er auch Selbsthilfe-Workshops im pädagogischen und pflegerischen Kontext und in Unternehmen durch. In seinen Worten: „Ich freue mich, mit PEP basics® diesen Ansatz zur Emotionsregulation und Stärkung weiterzugeben. Da ist Pep drin, sozusagen.“ Weitere Informationen unter www.olafalbert.de Michael Bohne, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist der bedeutendste Vertreter der Klopftechniken in Deutschland und hat diese entmystifiziert und prozessorientiert weiterentwickelt. Hierbei hat er die Klopftechniken um psychodynamische, verhaltenstherapeutische und hypno-systemische Diagnostik- und Behandlungsaspekte bereichert, woraus eine neue Psychotherapie- und Coachingmethode Namens PEP® entstanden ist. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher über Auftrittsoptimierung, Selbstwert, Klopftechniken und PEP. Gemeinsam mit Gunther Schmidt, Bernhard Trenkle und Matthias Ohler (Carl Auer Akademie) hat er die Tagung „Reden reicht nicht“ ins Leben gerufen, die 2014, 2016 ,2019, 2022 und 2025 mit großem Erfolg stattgefunden hat. Ferner wurden durch seine Initiierung und Unterstützung die weltweit ersten beiden fMRT Studien (Hirnforschung) zu den Klopftechniken und PEP an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Aktuell (2025) wurde eine klinische Wirksamkeits-Studie zu PEP bei mittelgradigen Depressionen abgeschlossen. Weitere Studien zu PEP bei Depressionen und zu PEP bei chron. Schmerzen sind in Planung. Michael Bohne ist ferner Experte für Auftrittscoaching von klassischen Musiker:innen und Opernsänger:innen. Kontakt: www.dr-michael-bohne.de

  15. S4 #1 Der Mensch ist mehr als seine Krankheit | „Ohne Strom“
    05.09., 02:0000:20:17

    „Ohne Strom.“ – Späte Meldung eines Patienten nach scheinbar gelungenem Entlassmanagement nach Hause. Eine Fallgeschichte, die die übergeordneten Themen Scham, Vertrauen und Neutralität in ihrer Relevanz und zuweilen Dringlichkeit deutlich macht und auch, wieviel Staunen und Verwirrung in der Kommunikation zwischen Hilfesystemen, deren Beteiligten und Klient:innen sich zeigen kann. Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. So lautet der Titel des vielgelobten Buches von Ursula Pabsch zu Systemischer Sozialer Arbeit im Krankenhaus. Der mehrteilige Podcast bei Sounds of Science Specials mit Ursula Pabsch beleuchtet detailliert und auf dem Hintergrund der immensen praktischen Erfahrung der Gesprächspartnerin viele Kontexte und Anforderungen dieses wichtigen Arbeitsfeldes. Anhand von Fallbeispielen werden die Vorzüge systemischen Denkens und Handelns direkt erfahrbar. Eine Auswahl von Reflexionsfragen (siehe Anhang) lädt die Hörer:innen in jedem Post ein, die Arbeit und sich selbst weiter zu beobachten und zu professionalisieren. Ursula Pabsch, Dipl. Päd., ist Systemische Therapeutin, Beraterin, Supervisorin und Organisationsentwicklerin; langjährige Tätigkeit in der klinischen Sozialarbeit; selbstständig in außerklinischem Case Management und Supervision; Inhaberin des Intensivpflegeportals www.leben-mit-intensivpflege.de; Beraterin von Intensivpflegediensten. Systemische Grundsätze/Haltung: Nicht-wissende und respektvolle Haltung, hier insbesondere der vorsichtige Vertrauensaufbau zum Patienten. Scham scheint bei ihm ein vorherrschendes Gefühl zu sein. Kooperationswille mit allen Systembeteiligten, ausgeprägte Netzwerkkompetenz und -arbeit. Verantwortungsübernahme und System- bzw. Verfahrenskompetenz, insbesondere die Einleitung der Betreuung trotz vermeintlicher Orientierung. Erfassung der möglichen Probleme, die hinter den offensichtlichen stehen, hier der gerontopsychiatrische Blickwinkel. Weitergehende mögliche systemische Fragen: An das Team: • Zu wem hat der Patient am meisten Vertrauen? Wie gelingt es uns, ihn nicht zu stigmatisieren? • Wie können wir den wirtschaftlichen Druck aushalten? Was ist der persönliche Beitrag der einzelnen Professionen? An den Patienten: • Ihr Leben scheint etwas aus den Fugen geraten zu sein. Gab es eine Zeit, wo es • Ihnen besser gelang? Was war zu diesem Zeitpunkt anders? Was haben Sie gemacht? • Wie kann ich Sie unterstützen, um wieder ein selbstbestimmtes Leben führen zu können? • Was brauchen Sie, um sich sicher zu fühlen? • Zu wem haben Sie Vertrauen? Auf wem können Sie sich verlassen? • Angenommen, es gäbe ein Wunder über Nacht. Wie würde Ihr Leben aussehen? Der Blick zu mir: • Was brauche ich, um bei den vielen merkwürdigen Geschichten nicht die Orientierung zu verlieren? • Was brauche ich, um Sicherheit geben zu können? • Wie sieht meine Verfahrenskompetenz aus? Welche fachlichen Lücken habe ich? • Wie selbstsicher bin ich im Umgang mit skeptischen Kollegen? • Was stand der Kollegin im Weg, mich sofort aufgrund der Merkwürdigkeiten zu informieren? Wie kann es zukünftig verhindert werden? _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  16. #4 Erkenntnistheoretischer Führerschein | System Psyche – Bewusstsein, Unbewusstes & der Körper
    04.09., 02:0000:39:22

    In Folge 4 richten Fritz Simon und Andreas Kollar den Fokus auf das System Psyche: Wie entsteht Bewusstsein in sozialen Kontexten? Was ist das Unbewusste aus systemtheoretischer Sicht? Und warum ist der Körper zentral für Beziehungserleben und Bewertung? Die Episode schlägt Brücken zwischen Entwicklungspsychologie, Alltag im Straßenverkehr und Navigationsmetaphern. Inhalte der Episode • Geburt & Umweltwechsel: Vom biologischen in den sozialen Kontext – Schock, Anpassung, frühe Interaktionen (Mutter/Kind, Bezugspersonen). • Psyche ≈ Bewusstsein (These): Teilnahme an Kommunikation als Ausgangspunkt; Bedeutung entsteht über Wiederholung, Echo und Korrektur. • Affektives vs. kognitives Bewerten: Schneller, vereinfachender Affekt ↔ langsamere, differenzierende Kognition (Bezug auf Affektlogik). • Unbewusstes als biologisch Automatisches: Erlernte Routinen/Prozeduren (Fahren, Schalten, Bremsen) laufen ohne bewusste Steuerung. • Technik-Metaphern: Navi/Landkarte – was wir an „innerer Kartenkompetenz“ gewinnen/verlieren; Bremsassistenten als externe Automatismen. • Körper als Beziehungssensor: Räumliche Metaphern („Nähe/Distanz“, „über jemandem stehen“) und Aufstellungsbezug – Beziehung wird leiblich wahrgenommen. • Interaktionsdynamik: Einladung zum Tanzen erkennen; Handlungsimpulse spüren, aber nicht automatisch folgen. • Komplexitätsreduktion: Psyche/Bewusstsein als Mittel, in überkomplexen Situationen handlungsfähig zu bleiben; passende Landkarten statt „der“ richtigen. Takeaways • Psyche entsteht relational: ohne kommunikatives Echo keine Bedeutung, keine Sprache, kein Bewusstsein. • Unbewusst = verkörperte Kompetenz: Routinen sind biologisch verankert und zeitlich schneller als bewusste Entscheidung. • Gefühle sind Radar, nicht Autopilot: „Bauch hören, nicht gehorchen“ – Affekt als Suchheuristik, nicht als Befehl. • Körper liest Beziehung: räumliche/visuelle Metaphern sind mehr als Worte – sie spiegeln leibliches Erleben. • Orientierung braucht Kartenkompetenz: Technik hilft (Navi), kann aber Eigenkompetenz (innere Karten) schwächen. Markante Zitate • „Man wird nicht nur in eine Welt geboren. Man wird in Kommunikation hineingeboren.“ • „Das Unbewusste ist biologisch. Es sind Automatismen, die nichts mehr mit bewusster Entscheidung zu tun haben.“ • „Hört auf euren Bauch, aber gehorcht ihm nicht.“ • „Gefühle sind eine grandiose Komplexitätsreduktion … sie vereinfachen in gut/böse, stark/schwach.“ • „Der Körper ist das Wahrnehmungsorgan für Beziehungen.“ • „Man spürt ja in der Interaktion mit anderen, wozu man eingeladen wird … aber man muss nicht jeden Tanz annehmen.“ Literatur / erwähnte Bezugspunkte Fritz B. Simon (2025): Formen. Zur Kopplung von Psyche, Organismus und sozialen Systemen. Carl-Auer. Fritz B. Simon (2006): Gemeinsam sind wir blöd!? Die Intelligenz von Unternehmen, Managern und Märkten. Carl-Auer. Sigmund Freud (1895/1911): Formulierungen zum Unlustprinzip und Lustprinzip (u. a. in Jenseits des Lustprinzips, 1920). Luc Ciompi (2019): Affektlogik. Über die Struktur der Psyche und ihre Entwicklung. Carl Auer. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  17. #5 PEP basics® | Bohne & Zimmer – PEP in medizinisch-pflegerischen Bereichen
    01.09., 02:0000:28:20

    Die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie – kurz PEP – wurde von Dr. Michael Bohne entwickelt, hat sich in Psychotherapie und Coaching fest etabliert und findet stets neue Anwender:innen, Anwendungsbereiche und Anwendungskontexte. Im Kern geht es bei PEP um Selbstregulation von Emotionen bei Stress und vielen Formen von Herausforderungen sowie besonderer Belastung. Eine ausführliche Beschreibung dessen, was PEP ausmacht, findet sich auf der Webseite dr-michael-bohne.de/was-ist-pep Neben einem ausführlichen Ausbildungscurriculum und zahlreichen Spezialkursen gibt es jetzt den neuen Zertifikatskurs PEP basics in zwei Anwendungsgebieten: für pädagogische Fachkräfte und für medizinisch-pflegerische Fachkräfte. Alles Wissenswerte dazu unter pep-basics.de In diesem Special bei Carl-Auer Sounds of Science sprechen wir bis 8. September 2025 jeden Montag mit Michael Bohne, mit dem Team hinter PEP basics und mit einigen PEP basics-Trainer:innen über die praktischen Bildungsziele und – last not least – über die positiven Erfahrungen mit PEP und PEP basics in unterschiedlichen Anwendungsfeldern und in den Aus- und Weiterbildungen. Dr. Christian Zimmer bietet PEP basics für Anwendungsbereiche im medizinisch-pflegerischen Bereich. Es geht dabei auch um Selbstregulation in stressbelasteten Situationen, sowohl für Patient:innen als auch für alle Fachkräfte in sämtlichen klinischen Kontexten. In Studien ist die Wirksamkeit von PEP und Klopftechniken gut untersucht, u. a. etwa in der Geburtshilfe. Christian Zimmer kann sich, wie er sagt, „eine Arbeit im medizinischen Bereich ohne PEP® gar nicht mehr vorstellen“. Beeindruckende Fallbeispiele illustrieren, was in PEP basics erlernt werden kann. Christian Zimmer, Dr. med., ist Facharzt für Anästhesiologie mit den Zusatzbezeichnungen Spezielle Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Spezielle Palliativmedizin und Oberarzt im Marienhospital Bottrop (Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen). Als Arzt wendet er PEP® täglich und mit Begeisterung im Krankenhaus (z.B. bei OP-Ängsten, Geburten, in der Palliativmedizin) und in der Schmerzambulanz an. Er führt auch Fortbildungen für Kolleg:innen und Selbsthilfegruppen durch. Michael Bohne, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist der bedeutendste Vertreter der Klopftechniken in Deutschland und hat diese entmystifiziert und prozessorientiert weiterentwickelt. Hierbei hat er die Klopftechniken um psychodynamische, verhaltenstherapeutische und hypno-systemische Diagnostik- und Behandlungsaspekte bereichert, woraus eine neue Psychotherapie- und Coachingmethode Namens PEP® entstanden ist. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher über Auftrittsoptimierung, Selbstwert, Klopftechniken und PEP. Gemeinsam mit Gunther Schmidt, Bernhard Trenkle und Matthias Ohler (Carl Auer Akademie) hat er die Tagung „Reden reicht nicht“ ins Leben gerufen, die 2014, 2016 ,2019, 2022 und 2025 mit großem Erfolg stattgefunden hat. Ferner wurden durch seine Initiierung und Unterstützung die weltweit ersten beiden fMRT Studien (Hirnforschung) zu den Klopftechniken und PEP an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Aktuell (2025) wurde eine klinische Wirksamkeits-Studie zu PEP bei mittelgradigen Depressionen abgeschlossen. Weitere Studien zu PEP bei Depressionen und zu PEP bei chron. Schmerzen sind in Planung. Michael Bohne ist ferner Experte für Auftrittscoaching von klassischen Musiker:innen und Opernsänger:innen. Kontakt: www.dr-michael-bohne.de

  18. #3 Erkenntnistheoretischer Führerschein | Von Autos, Wolken und Psyche - Was "ist" ein System?
    28.08., 02:0000:51:21

    In der dritten Fahrstunde richten wir den Blick auf Systeme: Was macht sie aus, wie unterscheiden sich technische, biologische, psychische und soziale Systeme – und warum ist das so entscheidend für Beobachtung und Verstehen? Fritz Simon und Andreas Kollar diskutieren, warum man Systeme nicht einfach auf ihre Einzelteile reduzieren kann, und wie wichtig Kontext und Kopplung für lebende Systeme sind. Inhalte der Episode • Systemverständnis: Zusammengesetzte Einheiten – von Autos bis zu Familien. • Technische vs. lebende Systeme: Fremdorganisation (Auto, Heizkörper) vs. Selbstorganisation (Organismen, Psyche, soziale Systeme). • Autopoiesis: Maturanas Definition lebender Systeme als sich selbst erhaltende Einheiten. • Kontextabhängigkeit: Verhalten ist situations- und spielregelabhängig – niemand verhält sich überall gleich. • Kommunikationssysteme: Luhmanns Ansatz – soziale Systeme bestehen nicht aus Menschen, sondern aus Kommunikation. • Straßenverkehr & Spiele: Als Metaphern für Interaktion, Regeln und Kopplungen. • Identität & Kopplung: Wie Autos, Rollen und Rückmeldungen aus der Umwelt unser Selbstbild formen. • Biopsychosoziales Modell neu gedacht: Lieber als Kopplungsmodell verstehen. • Strukturelle Kopplung & Co-Evolution: Organismus, Psyche und soziale Systeme entwickeln sich gemeinsam – mit allen Reibungen und Anpassungsprozessen. • Technische Parallelen: Selbstfahrende Autos, smarte Geräte und ihre Wechselwirkung mit Kultur und Verhalten. Takeaways • Systeme sind mehr als die Summe ihrer Teile. • Kontext und Kopplung bestimmen, wie Systeme reagieren. • Die Psyche verbindet Organismus und soziales System – selbstorganisiert und nicht linear steuerbar. • Reduktionistische Erklärungen greifen bei lebenden Systemen zu kurz. • Auch Beratung, Therapie oder Pädagogik bewegen sich in diesem Spannungsfeld von Autonomie und Einfluss. Markante Zitate: • „Systeme sind zusammengesetzte Einheiten.“ • „Technische Systeme sind fremdorganisiert, lebende Systeme sind selbstorganisiert.“ • „Autopoiesis heißt: sich selbst herstellen und in der Struktur erhalten.“ • „Wenn du den Vergaser klaust, fährt das Auto nicht mehr – aber deswegen erklärt der Vergaser nicht, wie das Auto funktioniert.“ • „Kein Mensch verhält sich in unterschiedlichen Situationen gleich.“ • „Kommunikationssysteme bestehen aus Kommunikation – nicht aus Menschen.“ • „Mein R4 war flexibel genug, sich dem Mercedes anzupassen.“ • „Ein Blechschaden ist auch eine Form der Kommunikation.“ • „Die Psyche ist das, was den Organismus mit dem sozialen System verbindet.“ • „Die Einheit der Entwicklung ist nie ein System allein, sondern immer ein System und seine relevanten Umwelten.“ Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, abonnieren Sie den Podcast, teilen Sie ihn mit Kolleg:innen und hinterlassen Sie uns eine Bewertung. Fragen oder Anmerkungen? Schreiben Sie mir gerne: kollar@kompetenzfokus.at oder treten Sie der LinkedIn-Gruppe "Der Erkenntnistheoretische Führerschein" für Diskussionen bei. _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  19. #232 Thomas C. Breuer | Gesünder kränkeln – Von Achtsamkeit bis Zeit und Zen
    27.08., 02:0000:30:28

    Heute ist der Preisträger des renommierten Kabarett-Preises Salzburger Stier Thomas C. Breuer nach 2023 zum zweiten Mal unser Gast. Nach seinem Kompendium zur Bewusstseinserheiterung Angstfrei fürchten hat Breuer ein weiteres Buch vorgelegt, das auf oder bei keinem Nach(t)tisch fehlen sollte (oder an keinem der sonstigen Orte, die sich zum vergnüglichen Lesen und Lachen eignen): Gesünder kränkeln – Wohlfühlatlas zum Stabilbleiben. „Gar nicht so einfach, in aller Seelenruhe eine innere Heimat zu finden. Erste Hilfe für alle, denen das Leben verwirrender daherkommt als ein Maislabyrinth. Obacht: Optimal für Wohlfühlempfänger, nichts für No-Brainer!“ heißt es im „Beginning for Starters“. Mit feinem Beobachtungsinstrumentarium und legendärem Sprachwitz rückt Thomas C. Breuer den vielseitig beschworenen Angeboten, endlich glücksgesund zu sein, buchstäblich zu Leibe bzw. zu Verstand. Wir sprechen mit dem Autor darüber, wie ihm was auffällt, und wie es gelingen kann, selbst den abstrusesten Erfahrungen und Gesundheitsversprechen Humoriges abzutrotzen. Viel Spaß im Gespräch mit Thomas C. Breuer! Und: Gesundheit! _____________ Folgt auch den anderen Podcasts von Carl-Auer: autobahnuniversität https://www.carl-auer.de/magazin/autobahnuniversitat Blackout, Bauchweh und kein` Bock https://www.carl-auer.de/magazin/blackout-bauchweh-und-kein-bock Cybernetics of Cybernetics https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics Genau Geschaut: https://www.carl-auer.de/magazin/genau-geschaut Frauen führen besser https://www.carl-auer.de/magazin/frauen-fuhren-besser Formen (reloaded) Podcast https://www.carl-auer.de/magazin/formen-reloaded-podcast Heidelberger Systemische Interviews https://www.carl-auer.de/magazin/heidelberger-systemische-interviews Zum Wachstum inspirieren https://www.carl-auer.de/magazin/zum-wachstum-inspirieren Zusammen entscheiden https://www.carl-auer.de/magazin/zusammen-entscheiden-2

  20. #4 PEP basics® | Bohne & Hucho – PEP in Coaching und Resilienztraining – und bei Schmerzen
    25.08., 02:0000:23:19

    Die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie – kurz PEP – wurde von Dr. Michael Bohne entwickelt, hat sich in Psychotherapie und Coaching fest etabliert und findet stets neue Anwender:innen, Anwendungsbereiche und Anwendungskontexte. Im Kern geht es bei PEP um Selbstregulation von Emotionen bei Stress und vielen Formen von Herausforderungen sowie besonderer Belastung. Eine ausführliche Beschreibung dessen, was PEP ausmacht, findet sich auf der Webseite dr-michael-bohne.de/was-ist-pep Neben einem ausführlichen Ausbildungscurriculum und zahlreichen Spezialkursen gibt es jetzt den neuen Zertifikatskurs PEP basics in zwei Anwendungsgebieten: für pädagogische Fachkräfte und für medizinisch-pflegerische Fachkräfte. Alles Wissenswerte dazu unter pep-basics.de In diesem Special bei Carl-Auer Sounds of Science sprechen wir bis 8. September 2025 jeden Montag mit Michael Bohne, mit dem Team hinter PEP basics und mit einigen PEP basics-Trainer:innen über die praktischen Bildungsziele und – last not least – über die positiven Erfahrungen mit PEP und PEP basics in unterschiedlichen Anwendungsfeldern und in den Aus- und Weiterbildungen. In diesem Gespräch gibt Helene Hucho Einblicke in ihre Arbeit mit PEP als Coach und Resilienztrainerin sowie in Inhalte und Struktur ihrer Kursbeiträge bei PEP basics. Wie kann man Selbstwert gut thematisieren? Worauf gilt es zu achten, wenn etwas nicht gelingt wie erhofft? – Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Anwendung von PEP zur Regulation von Schmerzerleben, mit verblüffenden Erfolgen. Dazu läuft aktuell eine wissenschaftliche Studie. Helene Hucho ist systemische Coach mit zahlreichen weiteren Ausbildungen, wie EMDR, Provokatives Coaching, wing-wave, Hypnosystemik nach Dr. Gunther Schmidt, und nicht zuletzt PEP® nach Dr. Michael Bohne. Und sie ist mit Herz und Seele „PEPologin“. Die schnelle, punktgenaue Wirkungsweise von PEP® fasziniert sie immer aufs Neue. Helene Hucho wendet PEP® im Training wie im Coaching an, u.a. bei Schmerz-Selbsthilfegruppen, in Schulen und Hochschulen sowie Kitas. https://hirnleuchten.de Michael Bohne, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ist der bedeutendste Vertreter der Klopftechniken in Deutschland und hat diese entmystifiziert und prozessorientiert weiterentwickelt. Hierbei hat er die Klopftechniken um psychodynamische, verhaltenstherapeutische und hypno-systemische Diagnostik- und Behandlungsaspekte bereichert, woraus eine neue Psychotherapie- und Coachingmethode Namens PEP® entstanden ist. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher über Auftrittsoptimierung, Selbstwert, Klopftechniken und PEP. Gemeinsam mit Gunther Schmidt, Bernhard Trenkle und Matthias Ohler (Carl Auer Akademie) hat er die Tagung „Reden reicht nicht“ ins Leben gerufen, die 2014, 2016 ,2019, 2022 und 2025 mit großem Erfolg stattgefunden hat. Ferner wurden durch seine Initiierung und Unterstützung die weltweit ersten beiden fMRT Studien (Hirnforschung) zu den Klopftechniken und PEP an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Aktuell (2025) wurde eine klinische Wirksamkeits-Studie zu PEP bei mittelgradigen Depressionen abgeschlossen. Weitere Studien zu PEP bei Depressionen und zu PEP bei chron. Schmerzen sind in Planung. Michael Bohne ist ferner Experte für Auftrittscoaching von klassischen Musiker:innen und Opernsänger:innen. Kontakt: www.dr-michael-bohne.de

Die Gespräche und Beiträge bei Sounds of Science stellen aktuelle Ansätze, deren Vertreterinnen und Vertreter und ihre Entwicklungen in Beratung, Psychotherapie, Organisationsentwicklung und allen anderen Bereichen zur Verfügung, für die der Carl-Auer Verlag steht und in denen er sich selbst entwickelt. Come into the rhythm with Sounds of Science.