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242- Rechtsextremer Landtagspräsident - Was kommt jetzt auf Sachsen-Anhalt zu?08.10., 15:2808.10.2026, 15:2800:58:21
Ein AfD-Politiker an einem Schalthebel der Macht. Eine zerschredderte CDU und die Frage: Wer hat für den Tabubruch gesorgt? In Sachsen-Anhalt hat sich der neue Landtag konstituiert. Die Sitzung vom 6. Oktober könnte in die Geschichtsbücher eingehen: Zum ersten Mal seit 1945 stellt eine rechtsextreme Partei den Landtagspräsidenten. Und ins Amt des Landtagsvizepräsidenten wurde der völkische AfD-Hardliner Hans-Thomas Tillschneider gewählt. Doch wer hat ihnen zur Merhheit verholfen? Der AfD-Mann Tobias Rausch wurde mit 48 von 82 Stimmen zum Parlamentspräsidenten gewählt, das sind vier Stimmen mehr als AfD und BSW zusammen haben. Unter Verdacht stehen Landtagsabgeordnete der CDU. Wenn sie tatsächlich die Steigbügelhalter waren, wäre das ein Tabubruch, der die CDU in Turbulenzen stürzt. Ein Landtagspräsident ist kein Grüßaugust, sondern ein Posten mit großer Machtfülle. Er hat das Hausrecht, kann mit Ordnungsrufen die Oppostionsparteien drangsalieren und ist Dienstherr über die Verwaltungsjobs. Wie es dazu kommen konnte, was das für die Ministerpräsidentenwahl Anfang Dezember bedeutet und wie es jetzt weiter geht, darüber sprechen Gareth Joswig, AfD-Experte aus dem taz-Parlamentsbüro, Konrad Litschko aus dem Reportage- und Rechercheressort und Sachsen-Anhalt-Korrespondent David Muschenich, moderiert von Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam. 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter bundestalk@taz.de ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. ✨ Die neue Folge von Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ist online! 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Berliner Linke unter Druck: Antisemitismus, Gaza und die Machtfrage01.10., 15:0901.10.2026, 15:0900:50:03
Seit dem klaren Wahlsieg der Linken in Berlin unter ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp am 20. September ist die Partei unter Druck geraten. Zu der von rechten Kreisen ohnehin geschürten Angst vor "staatssozialistischen Enteigungsfantasien" gesellen sich Vorwürfe antisemitischer Vorfälle in der Partei und Fotos, die Kontakte zur Organisierten Kriminalität nahelegen. Konservative Medien, aber auch Politiker*innen aus CDU/CSU, aber auch SPD und Grünen haben die Berliner Grünen und Sozialdemokrat*innen aufgerufen, auf keinen Fall mit dieser Linken in eine Koalition zu gehen. Rechnerisch wäre die Alternative nur eine CDU-geführte Regierung, also Schwarz-Grün-Rot statt Rot-Grün-Rot. Was ist an den Vorwürfen gegen die Linke, insbesondere gegen ihren Neuköllner Kreisverband, eigentlich wirklich dran? Wie ist der Umgang der Berliner Parteiführung, aber auch der Linken Bundesspitze mit den Vorwürfen einzuschätzen? Wie kommt eine derart überhitzte Stimmung in konservativen Medien und Politik gegen die Linke zustande? Wie geht es Berliner Juden und Jüd*innen tatsächlich, die ja genausowenig mit einer Stimme sprechen wie alle anderen Bevölkerungsgruppen auch? Und schließlich: Wird es gelingen, die Stimmung so zu besänftigen, dass am Ende tatsächlich ein progressives Bündnis unter Führung von Elif Eralp die Regierung in Berlin übernehmen kann? Darüber spricht Moderator Bernd Pickert mit der Leiterin des Inlands-Ressorts Dinah Riese, taz1-Redakteurin Lotte Laloire und Uta Schleiermacher aus der Berlin-Redaktion. 📖 Zum Weiterlesen: Wollten wir nicht besser sein?. Ein persönlicher Text aus linker, jüdischer Perspektive von Dinah Riese, taz vom 25.9.2026 "Die Linke ist keine antisemitische Partei" Interview von Uta Schleiermacher mit der queer-jüdischen Aktivistin Rosa Jellinek, taz vom 26.9.2026 Wie Jüdinnen und Juden auf die Linke schauen. Sechs Protokolle von Frederik Eikmanns, Lotte Laloire und Konstantin Nowotny, taz vom 28.9.2026 In eigener Sache: Die Bundestalk-Hosts Sabine am Orde und Stefan Reinecke schreiben ein Buch und nehmen dazu eine Auszeit bis Dezember. Die verbleibende Host-Crew aus Martina Mescher und Bernd Pickert wird bis auf weiteres ergänzt durch Anja Krüger. Willkommen im Team! 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter bundestalk@taz.de ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. ✨ Die neue Folge von Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ist online! Auslandsredakteurin Tanja Tricarico spricht mit Brasilien-Korrespondentin Christine Wollowski über die bevorstehende Richtungswahl in Brasilien 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Wie geht es weiter nach den Wahlen?23.09., 13:4323.09.2026, 13:4300:58:50
In Mecklenburg-Vorpommern kann Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mit einer rot-rot-grünen Koalition weiterregieren, in Berlin könnte die Linke Elif Eralp Regierende Bürgermeisterin einer rot-grün-roten Koalition werden und in Sachsen-Anhalt droht mit dem Erdrutschrieg von Ulrich Siegmund (AfD) die erste rechtsextreme Regierung in der Geschichte der Bundesrepublik. Mit den drei Landtagswahlen endet das Superwahljahr 2026. Wie groß ist der Einschnitt, den sie markieren? Kann sich Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen CDU herbe Verluste kassierte und in Mecklenburg-Vorpommern sogar erstmals in ihrer Geschichte aus dem Landtag geflogen ist, halten? Hält die SPD an den sogenannten Sozialreformen fest? Und liefern diese drei Wahlen - trotz der Erfolge von Rechtsextremen - auch Hinweise, wie man die AfD schlagen kann? Und wie geht die Linke mit dem Antisemitismus Skandal um? In einer Live-Folge aus der taz-Kantine diskutieren die Moderatorinnen Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam und Anja Krüger aus dem Wirtschaftsressort der taz über diese und weitere Fragen mit Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros,Gareth Joswig, der für die taz über die AfD berichtet und Uwe Rada aus dem Berlin-Ressort der taz. 📖 Zum Weiterlesen: Gefährliches Vakuum in der bürgerlichen Mitte. Kommentar von Anna Lehmann vom 21.09.2026 Wie die AfD die CDU zerstören will. Bericht von Gareth Joswig und Anna Lehmann vom 22.09. 2026 Die SPD steht vor einer Zerreißprobe. Analyse von Uwe Rada vom 21.09.2026 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter bundestalk@taz.de ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Wie tickt das BSW? Und wie hält die Partei es mit der AfD?17.09., 11:2317.09.2026, 11:2300:52:29
Sahra Wagenknecht bezeichnet die Brandmauer als "Idiotie", in Sachsen-Anhalt wird ihr BSW zum Zünglein an der Waage. Das BSW schien lange auf dem absteigenden Ast: Den Einzug in den Bundestag verpasste es knapp, bei den Landtagswahlen im Südwesten kassierte die Partei desaströse Ergebnisse. Für Aufmerksamkeit sorgte das von Sahra Wagenknecht mitgegründete und auf ihre Person zugeschnittene BSW lediglich mit parteiinternen Machtkämpfen. Bis zur Wahl in Sachsen-Anhalt, dort hat das BSW mit 5,3 Prozent den Einzug in den Magdeburger Landtag geschafft, und wird zum Zünglein an der Waage. Die AfD kam auf 43,8 Prozent. Zum ersten Mal seit 1945 könnte in Deutschland eine rechtsextreme Partei regieren, es ist eine Zäsur. Das BSW positioniert sich schon seit längerer Zeit als Anti-Brandmauer-Partei. In den Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt biederte sich das BSW offensiv bei der AfD an. Ebnet es ihr nun den Weg zur Macht? Keine direkte Wahl von AfD-Mann Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten, aber indirekte Unterstützung durch Enthaltung im dritten Wahlgang, das war die Lösung, die Wagenknecht und die BSW‑Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt vor und auch nach der Wahl ausgaben. Keine Koalition, aber durchaus inhaltliche Zusammenarbeit, lautete eine weitere. Schnittmengen gibt es durchaus, bei der Kreml-Nähe, der Ablehnung von Hilfen für die Ukraine, der Verweigerung von Klimaschutzmaßnahmen und der Abwehr von Geflüchteten, wobei das BSW im Unterschied zur AfD nicht rassistisch argumentiert oder einen völkischen Nationalismus propagiert. Das BSW präferiert einen überparteilichen Ministerpräsidenten und eine Bürgerregierung, die mit wechselnden Mehrheiten regiert – unter Einbeziehung der AfD. Für die demokratischen Parteien ist dieses Modell ein vergiftetes Angebot. Wagenknecht bezeichnet sich und ihr BSW als linkskonservativ. Als sich das BSW 2024 gründete, trat es mit dem Ziel an, der AfD Stimmen zu entziehen, und sie kleiner zu halten. Und jetzt? Rechtsextremen Machtoptionen zu verschaffen ist weder links noch konservativ. Welche Entwicklung hat das BSW seit seiner Gründung im Jahr 2024 genommen, und welches Ziel verfolgt Wagenknecht mit ihrem Kurs? Darüber reden Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros, Inlandsredakteur Rainer Rutz, der für die taz über das BSW berichtet und Daniel Bax, Themenchef im Regieressort, moderiert von Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam. 🐾 * taz Bundestalk live in der taz Kantine* Nach den drei Landtagswahlen stellen sich viele Fragen, die über die Landespolitik hinausgehen. Verschiebt sich gerade etwas in der deutschen Parteienlandschaft? Diese und weitere Fragen besprechen wir im Live-Podcast am Montag, den 21.09.2026 in der taz Kantine. Weitere Informationen findest du hier. 📖 Zum Weiterlesen: Zum Steigbügelhalten bereit. Ein Kommentar von Daniel Bax. Vom 07.09.2026 Die Zerstörer Ein Kommentar von Anna Lehmann. Vom 18.08.2026 Wagenknecht-Partei versucht es mal ohne Haudrauf. Ein Bericht von Rainer Rutz. Vom 14.09.2026 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und das möchtest du deinen Hosts zeigen? Teile den Bundestalk mit anderen, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze die taz-Podcasts über taz zahl ich! Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Die Rechtsextremen haben gewonnen- und jetzt?08.09., 10:0408.09.2026, 10:0401:01:24
Eine blaue Welle hat Sachsen-Anhalt überrollt. Die Demokraten sind ratlos. Ulrich Siegmund hat beste Aussichten, zum Ministerpräsidenten in Magdeburg gewählt zu werden. Elon Musk hat zum Wahlsieg der AfD gratuliert, das Gleiche haben Politiker aus dem Umfeld von Putin getan. Zum ersten Mal seit 1945 könnte eine rechtsextreme Partei in einem Bundesland an die Macht kommen. Die AfD wird im neuen Landtag keine Mehrheit haben. Sie braucht Stimmen vom BSW oder aus der CDU‑Fraktion. Ein überparteilicher Ministerpräsident, wie ihn das BSW will, ist angesichts von fast 44 Prozent für die AfD jedoch wenig realistisch. Das Gleiche gilt für jeden Gegenkandidaten zu Siegmund, der von CDU, SPD, Grünen und BSW getragen sein müsste. Offenbar bildet sich in Ostdeutschland ein neues Parteiensystem heraus, das das alte ablöst, das um die beiden Volksparteien zentriert war. Es gibt zwei Blöcke. Hier die antiliberale AfD, auf der anderen Seite die demokratischen Parteien, von Linkspartei bis CDU. Die AfD an der Macht bedeutet, dass Druck auf Minderheiten und Zivilgesellschaft ausgeübt wird. Und es gibt auch die Gefahr einer Spaltung der Gesellschaft entlang der neuen Blockgrenzen. Wie in den USA unter Trump. Ausgrenzungen aber nutzen den Rechten. Wenn die Wahl in Sachsen-Anhalt eine Zäsur ist – dann brauchen die demokratischen Kräfte eine andere Strategie. Welche? Und, passt die Brandmauer noch in diese Strategie? Darüber reden David Muschenich, taz-Korrespondent für Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, Sabine am Orde, politische Korrespondentin im Parlamentsbüro und zuständig für die CDU, Gareth Joswig, der für die taz über die AfD berichtet, mit dem Moderator Stefan Reinecke, der im taz-Parlamentsbüro über die SPD schreibt. 📖 Zum Weiterlesen: Zeitenwende für die CDU Die CDU mit Spitzenkandidat Sven Schulze fährt ihr historisch schlechtestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt ein. Was heißt das für die Christdemokraten? Aus Magdeburg berichten Sabine am Orde und Anna Lehmann. Vom 06.09.2026 6 Lehren aus der Wahl in Sachsen-Anhalt: Gut gelaunter Rechtsextremismus Die AfD kann in Sachsen-Anhalt wohl regieren – und die Parteien der Mitte halten sich erstmal die Ohren zu. Sechs Lehren aus der Landtagswahl. Von Kersten Augustin und Stefan Reinecke. Vom 07.09. 2026 AfD Sachsen-Anhalt nach Wahlergebnis: Nah am totalen Sieg Die AfD erzielt in Sachsen-Anhalt das stärkste Ergebnis einer rechtsextremen Partei seit 1945. Könnte sie nun auch an die Macht gelangen? Aus Magdeburg berichtet Gareth Joswig. Vom 06.09.2026 Extremismusexperte über Sachsen-Anhalt:„Die Zivilgesellschaft braucht Unterstützung von außen“ Es muss jetzt darauf ankommen, demokratische Kerne der Zivilgesellschaft zu erhalten, sagt der Theologe David Begrich – und da helfe: Aufmerksamkeit. Ein Interview von David Muschenich. Vom 07.09.2026 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und das möchtest du deinen Hosts zeigen? Teile den Bundestalk mit anderen, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze die taz-Podcasts über taz zahl ich! Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Überlebt Schwarz-Rot die Landtagswahlen? 03.09., 11:1103.09.2026, 11:1101:02:38
Merz tut viel, um noch unbeliebter zu werden. Die SPD wirkt blass. Aber der Preis des Scheiterns wäre hoch Je weiter die CDU in den Umfragen in den Keller rauscht, desto unduldsamer wird der Kanzler. Auch bei der SPD sieht es kaum besser aus. In beiden Regierungsparteien brodelt es, die Führung ist unbeliebt. Selbst die Personalrochaden von Friedrich Merz – mit Carsten Linnemann, Nina Warken und Thorsten Frei an der Spitze des Kanzleramts, des Gesundheitsministeriums und der Unionsfraktion – haben das Image der Regierung bislang nicht aufhellen können. Doch der Unmut verdichtet sich bislang nicht zu einer Revolte. Überlebt Schwarz-Rot die Landtagswahlen im Herbst? Was wird aus der Rente mit 63 und anderen Reformvorhaben? Und wie lange können CDU und SPD noch auf einen gemeinsamen Kurs hoffen? Schwierig ist für beide Parteien, dass ihnen eine Krisenerzählung fehlt, die viele Menschen überzeugt. Die Merz-Union setzt auf das Mantra „Arbeiten, arbeiten, arbeiten“. Die SPD argumentiert, dass ohne sie die Kürzungen noch deutlich rabiater ausfallen würden. Und beide eint eine Angst: Wenn wir scheitern, nutzt das der AfD. Darüber spricht Moderator Stefan Reinecke mit Anna Lehmann, Leiterin des Parlamentsbüros der taz, Sabine am Orde, innenpolitische Korrespondentin, und Barbara Dribbusch, Redakteurin für Soziales. 📖 Zum Weiterlesen: Wahlkampf in Ostdeutschland: Der Kanzler hält sich versteckt Kanzler Friedrich Merz reist nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, um die dortige CDU im Wahlkampf zu unterstützen. Hat’s geholfen? Eine Reportage von Sabine am Orde und Rainer Rutz. Vom 01.09.2026. Klausur in Neuhardenberg: Vom Kanzler kein Rückenwind Kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zeigt Merz wenig Verständnis für ostdeutsche Probleme. Ein Kommentar von Stefan Reinecke. Vom 26.08.2026. Schwarz-rote Koalition: Und zum Essen gibt’s Blasmusik Bei ihrem Treffen am Aasee geht es Union und SPD vor allem um Selbstvergewisserung. Ein Bericht von Anna Lehmann. Vom 28.08.2026. Reformpaket der Bundesregierung: Härtere Zeiten für Beschäftigte Krankmeldung, Befristung, Steuern: welche Verschlechterungen die Bundesregierung für die arbeitende Bevölkerung beschlossen hat. Von Barbara Dribbusch. Vom 02.07.2026 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und das möchtest du deinen Hosts zeigen? Teile den Bundestalk mit anderen, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze die taz-Podcasts über taz zahl ich! Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Was, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt gewinnt?27.08., 12:5127.08.2026, 12:5101:05:17
Die Rechtsextremen setzen auf einen Sieg in Magdeburg am 6. September. Doch die Gegenkräfte werden stärker. Der smarte Ulrich Siegmund könnte der AfD bei der Wahl am 6. September den größten Erfolg bescheren und möglicherweise sogar Ministerpräsident werden. Für viele in Sachsen-Anhalt wäre das eine Schreckensvorstellung. Migranten fühlen sich bedroht, Unternehmen wandern ab und Kulturschaffende fürchten Repressionen. Die Stärke der AfD ist die Schwäche der anderen. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze distanziert sich von der Bundes-CDU und Kanzler Merz und macht lieber mit Didi Hallervorden Wahlkampf. Doch der positive Schwung, den Siegmund verbreitet, fehlt ihm. Es wird viel davon abhängen, ob SPD und Grüne es in den Landtag schaffen. Denn wenn das gelingt, schwindet die Chance der AfD, mit 40 Prozent alleine die Regierung bilden zu können. Diese Wahl ist deshalb anders als jene in Brandenburg, Thüringen, Sachsen: Dort wählte, wer die AfD von der Macht fern halten wollte, den Amtsinhaber. In Sachsen-Anhalt muss man dafür eher bei kleineren Parteien das Kreuz machen. Am 6. Oktober wird der neue Landtag zusammentreten. Vielleicht geht dann alles mehr oder weniger so weiter wie bisher - mit einem CDU-Ministerpräsidenten. Aber man muss mit allem rechnen - auch mit dem Schlimmsten. Darüber reden David Muschenich, taz-Korrespondent für Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, Sabine am Orde, politische Korrespondentin im Parlamentsbüro und zuständig für die CDU, Gareth Joswig, der für die taz über die AfD berichtet und mit dem Moderator Stefan Reinecke, der im taz-Parlamentsbüro über die SPD schreibt. Wetten, dass… die Demokratie gewinnt?! Zur Wahl am 06. September steht für Sachsen-Anhalt viel auf dem Spiel. Die taz sprach mit Vertreter:innen aus Zivilgesellschaft und Politik. Die Streams der Gespräche zum Nachschauen finden Sie hier. 📖 Zum Weiterlesen: Möglicher AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt - „Wenn die regieren, bin ich weg“ Queere, Migrant:innen, Künstler:innen und Linke fürchten einen AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt – und fragen sich: gehen oder bleiben, falls es dazu kommt? Ein Bericht von David Muschenich. Vom 24.8.2026 Sommerinterviews mit der AfD: Shit-Show ohne Realitätsabgleich Klimakrise, Migration, angeblicher Wahlbetrug: Chrupalla und Weidel punkten mit Desinformation. Zurückgelehnte Live-Interviews funktionieren so nicht. Ein Bericht von Garteh Joswig. Vom 24.8.2026 Wahlkampf mit Fragezeichen: Wie soll die CDU es mit der AfD halten? Sabine am Orde war zu Besuch bei vier Christdemokrat:innen, die in dieser so wichtigen Frage ganz verschiedener Ansicht sind. Vom 21.8.2026 Vom Kanzler kein Rückenwind Kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zeigt Merz wenig Verständnis für ostdeutsche Probleme. Dabei bräuchte die CDU dort gerade jetzt Unterstützung. Ein Kommentar von Stefan Reinecke. 26.8. 2026 💌 Das Bundestalk-Team ist zu erreichen unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und das möchtest du deinen Hosts zeigen? Teile den Bundestalk mit anderen, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze die taz-Podcasts über taz zahl ich Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Eskalation im Ukrainekrieg - Naht das Ende?20.08., 11:5120.08.2026, 11:5100:53:55
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine tobt in seinem fünften Jahr. Der Krieg hat sich verändert - in letzter Zeit beschießen beide Seiten insbesondere die gegenseitige Infrastruktur, Warenlager und zivile Einrichtungen. Offenbar mit dem Ziel, den Gegner wirtschaftlich und moralisch in die Knie zu zwingen. Die Ukraine hat keine militärischen Mittel, um die ballistischen Raketen Russlands abzuwehren. Und für die russische Bevölkerung bedeutet die neue Phase, dass der Krieg inzwischen überall spürbar ist. Manche meinen, das sei der lange prognostizierte Abnutzungskrieg im Endstadium. In Russland finden im September Wahlen zur Duma statt. Jabloko, die wichtigste verbliebene Stimme gegen den Krieg, ist allerdings von der Teilnahme ausgeschlossen. Viele rechnen damit, dass unmittelbar nach der Wahl eine neue Mobilisierung für die Front beginnen könnte. In der Ukraine verbietet die Verfassung die Durchführung von Wahlen in Kriegszeiten. Das hält den vor einem Monat geschassten ehemaligen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow allerdings nicht davon ab, genau das zu fordern. Immerhin: Im Unterschied zu Russland ist eine offene Debatte darüber möglich, inklusive Demonstrationen. Aber die Zwangsrekrutierung junger Männer zur Armee führt zu immer heftigeren Konflikten. Wie sind die zerstörerischen Angriffe auf zivile, wirtschaftliche und Infrastrukturziele von Russland und der Ukraine zu bewerten? Welche Auswirkungen hat diese Form der Eskalation auf die europäischen Partner der Ukraine - insbesondere auf Deutschland? Wenn Russland weiterhin erfolgreich die ukrainische Energie-Infrastruktur zerstört, müssen wir dann zum Herbst/Winter hin mit größeren Fluchtbewegungen Richtung Deutschland rechnen? Und wenn ja, was heißt das? Wie vertragen sich die Perspektiven des Ukraine-Kriegs mit der extrem angespannten politischen Lage und den Landtagswahlkämpfen in Deutschland? Über all das diskutiert Bernd Pickert aus der Auslandsredaktion der taz mit dem freien Korrespondenten Mathias Brüggmann, Auslands-Ressortleiterin Barbara Oertel und Inlands-Fachredakteur Frederik Eikmanns. 📖 Zum Weiterlesen: Die Legitimation bröckelt - Neuwahl-Debatte in der Ukraine. Kommentar von Barbara Oertel, taz vom 19.8.2026 -Der Kreml hat Angst ums Geld - Kapitalflucht in Russland. Artikel von Mathias Brüggmann, taz vom 19.8.2026 Drohnenattacken gegen Russlands Finanzsystem - Ukraine trifft russische Wirtschaft. Artikel von Mathias Brüggmann, taz vom 10.8.2026 Verschlossene Räume und kein Gefühl für Sicherheit mehr - Kyjiw unter russischem Beschuss Artikel von Julia Surkowa, taz vom 16.8.2026 ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Drohnen, Spione, Aufrüstung - wie sicher ist Deutschland?14.08., 13:3214.08.2026, 13:3200:55:25
Auf dem Leipziger Flughafen brauchte es offenbar eine Reihe glücklicher Umstände, damit die dort gefundene Drohne, die mit dem militärischen Sprengstoff Semtex bestückt war, nicht zu einer großen Katastrophe führte. Der Vorfall vom 4. August beschäftigt nicht nur die Ermittlungsbehörden auf der Suche nach den Urhebern. Die Täterschaft "fremder Mächte" könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es aus der Bundesregierung. Und die Politik diskutiert aufgeregt, ob Deutschland womöglich massive Defizite in der inneren und äußeren Sicherheit aufweist. Der Grünen-Sicherheitspolitiker Konstantin von Notz bringt das im taz-Interview so auf den Punkt: "In einer Welt, in der wieder Krieg in Europa herrscht und in der auf deutschen Flughäfen mit dem Sprengstoff Semtex bestückte Drohnen herumfliegen und Wahlen manipuliert werden – in so einer Situation muss man sich neu aufstellen." Neben Diskussionen darüber, ob die Zuständigkeit für Flugsicherheit in der föderal organisierten Bundesrepublik nicht zu unterschiedlich geregelt ist und welche Rolle womöglich sogar das Militär im Innern spielen könnte, hat diese Woche auch ein 700-seitiger Gesetzentwurf von Innenminister Alexander Dobrindt (CDU) das Kabinett passiert, mit dem die Befugnisse der Geheimdienste massiv ausgeweitet werden sollen. Der Bundesnachrichtendienst und der Verfassungsschutz sollen künftig nicht nur Informationen sammeln, sondern auch operativ agieren können. Was bedeutet das genau? Ist nach der Entscheidung, die Bundeswehr massiv zu stärken, eine solche zweite Aufrüstungswelle gerechtfertigt? Woher kommen die Bedrohungen? Wo steht Deutschland in Punkto Drohnenabwehr etwa im Vergleich zu den baltischen Ländern, die mit hybriden Bedrohungen durch Russland schon seit Jahren leben? Und ist die Neugestaltung der Geheimdienste mit der Lehre aus der Naziherrschaft vereinbar, geheimdienstliche und polizeiliche Aufgaben grundsätzlich strikt getrennt zu halten? Über all das diskutiert Bernd Pickert aus der Auslandsredaktion der taz mit Inlands-Fachredakteur Frederik Eikmanns, Rechercheredakteur Konrad Litschko und Sicherheitsredakteurin Tanja Tricarico aus der Auslandsredaktion. 📖 Zum Weiterlesen: „Undurchdacht und gefährlich“ - Grünenpolitiker Konstantin von Notz über die Geheimdienstreform. Interview von Adam Schwedhelm, taz vom 11.8.2026 -Hunderte Drohnen über Einrichtungen der Bundeswehr - Hybride Angriffe in Deutschland. Artikel von Frederik Eikmanns, taz vom 12.8.2026 Gefährliche Doppelstruktur im Verborgenen - Geheimdienstreform im Kabinett Kommentar von Frederik Eikmanns, taz vom 12.8.2026 Überwachung first, Bedenken second - Palantir in Deutschland Artikel von Konrad Litschko, taz vom 15.6.2026 Stören, verwirren, verunsichern - elektronische Kriegsführung Artikel von Tanja Tricarico, taz vom 9.8.2026 ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Simon Seißler Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Ist China Schuld an an der deutschen Wirtschaftskrise?06.08., 13:0806.08.2026, 13:0801:06:15
In Deutschland gehen derzeit jede Woche rund 4.000 Industriejobs verloren. Und das ist erst der Anfang. Ein Grund dafür ist der China-Schock 2.0, also der wachsende Export chinesischer Waren nach Deutschland. Besonders betroffen sind die Auto- und Chemieindustrie sowie der Maschinenbau. Ist die Deindustrialisierung Deutschlands noch zu verhindern? Ist es sinnvoll, den europäische Markt mit Zöllen abzuschotten? Oder ist das eine von Panik getrieben Maßnahme, die alles nur noch schlimmer macht? Wir fragen uns in dieser Folge des Bundestalk, welche Rolle China spielt. Denn auch die Zölle, die Trump verhängt hat, dämpfen den deutschen Export. Und die Krise ist auch hausgemacht. Kanzler Merz meint, dass die Deutschen einfach mehr arbeiten müssen. Aber das ist viel zu kurz gedacht - und eine Nebelkerze. Die deutsche Autoindustrie hat viel zu lange an profitablen Verbrennern festgehalten, anstatt E-Autos zu entwickeln. Und VW hat trotz Krise noch 160 Milliarden Euro auf der hohen Kante liegen. Insofern ist die Panik auch ein Mittel, um die Arbeitnehmer zu Konzessionen zu bewegen. Einen Handelskrieg mit China kann Berlin nicht wollen. Denn Deutschland exportiert fast die Hälfte seines BIP, China hingegen nur 20 Prozent. Vielleicht kann die EU Druck auf China machen, um die künstliche niedrig bewertete Währung, die chinesische Waren im Ausland so günstig macht, zu korrigieren. Es wäre nicht das erste Mal: Schon in den 1980 Jahren werteten Japan und Deutschland Yen und D-Mark auf, um den starken US-Dollar künstlich zu schwächen. Wahrscheinlich muss die EU einen Weg zwischen Weiter so und mehr Zöllen gegen China finden. Im Herbst wird die EU mit China verhandeln. Im Gepäck dürften die EU-Verhandler auch die Erinnerung an den China-Schock 1.0 haben. Der passierte nach 2001 - und war ein Grund für den Niedergang des Rust Belt in den USA, also von Industriezentren wie der einstigen US-Automobilmetropole Detroit. Das ist ein Menetekel für Wolfsburg, Stuttgart oder Turin. Ob und wie sich derartige Szenarien verhindern lassen, diskutiert Stefan Reinecke aus dem Parlamentsbüro der taz mit Wirtschaftsredakteurin Anja Krüger, dem Brüssel-Korrespondenten Eric Bonse und Felix Lee, der lange für die taz als China-Korrespondent tätig war. 📖 Zum Weiterlesen: Autobauer in der Krise - Wie die Volksrepublik Volkswagen abhängte. Artikel von Felix Lee. taz vom 25.6.2025 -Kampfansage an die Belegschaft - Volkswagen sucht die maximale Konfrontation. Reportage von Anja Krüger. taz vom 18.7.2026 -Chinas Weg zur Marktwirtschaft- Das geplante Wunder. Rezension von Stefan Reinecke zu Buch von Isabella Weber. taz vom 30.4.2023 EU zieht Mauern für China-Importe hoch. Artikel von Eric Bonse. taz vom 30.6.2026 ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Was folgt nach dem Attentat auf den CSD?30.07., 12:2530.07.2026, 12:2500:52:38
Am Samstagabend ist am Rande des CSDs im Berliner Tiergarten ein Islamist mit einem Transporter in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau aus Polen, die mit ihrer erwachsenen Tochter für die Queer-Parade nach Berlin gekommen war, wurde dabei getötet, 31 Menschen zum Teil schwer verletzt, glücklicherweise ist niemand mehr in Lebensgefahr. Der mumaßliche Täter Abdul B. ist 21 Jahre alt und Deutscher, seine Eltern stammen aus dem Libanon, eine zweite Staatsbürgerschaft hat er nicht. Er wollte im vergangenen Jahr zur Terrorormiliz Islamischer Staat (IS) nach Syrien ausreisen, wurde festgenommen und in Deutschland wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt. Im Mai war er aus der Haft entlassen worden - auch weil ein Gericht gegen ihn nach dem Jugendstrafrecht urteilte. Entsetzen und Trauer waren und sind groß, schnell aber gingen die verschiedene Debatten zum Teil reflexhaft los: Von der Union kam umgehend die Forderung nach schärferen Sicherheitsgesetzen und natürlich kocht die AfD ihr Süppchen auf dem Angriff. Die LGBTIQ+Communitys diskutierte, ob es okay sei, wenn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einem Gedenkgottesdienst spricht, trotz seiner mitunter queerfeindlichen Äußerungen. Und dann poppte schnell auch noch die Frage auf, ob wahlweise die Queers oder die Linken oder gleich die ganze progressive Szene nicht vor der Gefahr des Islamismus die Augen verschließe. Was es mit all dem auf sich hat und worüber eigentlich auch gerdet werden müsste, darüber sprechen wir in der neuen Folge des Bundestalks. Mit dabei sind Amelie Sittenauer, Redakteurin für Geschlechterpolitik der taz, Berlin-Kenner Rainer Rutz, der von der Sorge vor schwulenfeindlichen Angriffen sowohl in Brandenburger Dörfern als auch in Berlin-Neukölln zu berichten weiß und Frederick Eikmanns, im Inlandsressort zuständig für Migrations- und Sicherheitspolitik. Sabine am Orde, innenpolitische Korrespondentin der taz, moderiert. 📖 Zum Weiterlesen: Heute trauern wir, morgen kämpfen wir, Kommentar von Barbie Breakout, taz vom 27.7.2026 Wie wird man Gefährder?, Bericht von Christian Rath, taz vom 28.7.2026 „Es geht in den ersten Tagen häufig um symbolische Politik“, Interview mit Thorsten Faars, taz vom 29.7.26 ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz diese Woche im Gespräch mit der Afrika-Korrespondentin der taz, Helena Kreiensiek, über das Leben für queere Menschen unter Senegals homofeindlicher Regierung. ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Ist die Kabinettsumbildung ein echter Neustart?25.07., 11:0325.07.2026, 11:0300:54:28
Von einem entspannten Start in die parlamentarische Sommerpause kann bei der CDU keine Rede sein, so viel Trubel wie in den vergangenen Tagen gab es selten in einer Regierungspartei. Am vorigen Wochenende ist Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der Union zurückgetreten und Bundeskanzler Friedrich Merz nutzt diesen Rücktritt für einen großen Personalumbau, und hofft angesichts mieser Umfragewerte auf einen Befreiungsschlag. Bundeskanzleramtsminister Thorsten Frei, ein treuer Gefolgsmann von Merz, soll neuer Fraktionschef werden. Auf seinen Posten im Kanzleramt rückt Nina Warken, bislang Gesundheitsministerin. Zum ersten Mal wird eine Frau Kanzleramtschefin. Carsten Linnemann wird nun neuer Gesundheitsminister, ein Wirtschaftsliberaler - bei der Pharmaindustrie dürften angesichts dieser Personalie die Sektkorken knallen. Mit dem Wechsel von Linnemann wird der Posten der Generalsekretär:in frei. Als Kandidatin wird Franziska Hoppermann genannt, vom Sozialflügel der Partei, für CDU-Verhältnisse also links. Bislang waren im Machtzirkel um Merz vor allem Männer, die politisch tickten wie er, wirtschaftsliberal und gesellschaftspolitisch konservativ. Wird die Partei jetzt weiblicher und weniger neoliberal? Und ist diese Personalrochade ein Neustart für die Regierungspartei und die schwarz-rote Koalition? Darüber diskutieren Ulrike Winkelmann, Chefredakteurin der taz, Sabine am Orde, innenpolitische Korrespondentin der taz, und Anna Lehmann, Leiterin des Parlamentsbüros, moderiert von Martina Mescher aus dem Politikteam der wochentaz. 📖 Zum Weiterlesen: Ein bisschen Diversität, endlich. Kommentar von Sabine am Orde, taz vom 24.7.2026 Wenn er scheitert, scheitert auch Merz, Kommentar von Anna Lehmann, taz vom 22.7.2026 Hilft Merz der Bruch mit Döpfner?, Kolumne von Ulrike WInkelmann, taz vom 18.7.2026 ✨Der Bundestalk im neuen Look: Der Bundestalk hat sowohl ein neues Cover als auch ein neues Intro! Dank dafür an Daniel Fromm, der unzählige Versionen zusammengemixt hat, an Wibke Reckzeh für das neue Titelfoto, an Eva-Lotte Andereya, die jetzt in Elternzeit ist, die Veränderungen aber schon angestoßen hat, und an Marie Frank fürs abschließende Über-die-Ziellinie-bringen! Schreibt uns gern, wie es euch gefällt! ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz diese Woche im Gespräch mit dem taz-Korrespondenten für die USA, Sebastian Moll, über den Linkrruck bei den US.Demokratinnen und was das für die Midterms bedeutet. ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Wer dreimal lügt...17.07., 10:3417.07.2026, 10:3400:48:17
Die Berliner CDU tauscht nach mehreren Skandalen zwei Monate vor der Wahl ihren Spitzenkandidaten aus. Was heißt das für das ohnehin enge Rennen in der Hauptstadt? Der Regierende Bürgermeister Berlins, der Christdemokrat Kai Wegner, hat mehrfach die Unwahrheit darüber gesagt, wie er den Vormittag nach dem Brandschlag auf die Stromversorgung im Berliner Südwesten im Januar verbracht hat. Aller Lügen zum Trotz hat die Berliner CDU ihn trotzdem erst vor wenigen Wochen zu ihrem Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl im September gekürt. Dann beförderte der Berliner Tagesspiegel ein neues Detail ans Licht: Wegner hat entgegen seiner Aussagen am Vormittag kein einziges Telefonat geführt. Die Umfragewerte für die CDU brachen ein, sie fand sich plötzlich auf Platz vier nach Linken, Grünen und der AfD wieder. Da musste Wegner, gedrängt von den mächtigen Kreisvorsitzenden, dann doch Konsequenzen ziehen. In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz trat er von der Spitzenkandidatur zurück, Regierender aber wird er bis zur Wahl bleiben. Wegner hat sich für seine Lügen nicht entschuldigt, er sagte lediglich "das war Mist" und dass ihn das Ganze "selbst am meisten ärgere". Richten soll es jetzt Finanz- und Kultursenator Stefan Evers, er ist, zwei Monate vor der Wahl, der neue Spitzenkandidat der CDU. In der neuen Folge des Bundestalk besprechen wir, wie es dazu kommen konnte, wohin Evers die CDU lenken wird und wie groß die Chancen sind, dass die Hauptstadt künftig von der Linken mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp regiert wird. Laut aktuellen Umfragen wird es wohl zwei Möglichkeiten zur Regierungsbildung geben: Rot-Rot-Grün oder Kenia, also eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD. Mit dabei in dieser Folge: Uwe Rada, langjähriger Politikbeobachter aus der Berlin-Redaktion der taz, Ressortleiter Erik Peter, der sich schwerpunktmäßig mit den Linken und Mietenpolitik in Berlin beschäftigt, und Anna Klöpper, Peters Vorvorgängerin, heute Ressortleiterin von taz.eins, dem Ressort, das die ersten fünf Seiten der taz verantwortet. Der aktuelle Bundestalk wird moderiert von der innenpolitischen Korrespondentin Sabine am Orde aus dem Parlamentsbüro der taz. 📖 Zum Weiterlesen: Der Mann mit den zwei Gesichtern. Artikel von Uwe Rada, taz vom 11.7.2026 Wegner geht, Evers kommt, die Probleme bleiben. Kommentar von Erik Peter, taz vom 10.7.2026 Das doppelte Spiel der SPD, Artikel von Erik Peter, taz vom 08.07.2026 ✨Der Bundestalk im neuen Look: Der Bundestalk hat sowohl ein neues Cover als auch ein neues Intro! Dank dafür an Daniel Fromm, der unzählige Versionen zusammengemixt hat, an Wibke Reckzeh für das neue Titelfoto, an Eva-Lotte Andereya, die jetzt in Elternzeit ist, die Veränderungen aber schon angestoßen hat, und an Marie Frank fürs abschließende Über-die-Ziellinie-bringen! Schreibt uns gern, wie es euch gefällt! ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz diese Woche im Gespräch mit dem taz-Korrespondenten für Großbritannien, Daniel Zylberstajn-Lewandowski, über die Frage, ob es Andy Burnham als voraussichtlich neuem Premier gelingen kann, die Labor-Partei wieder auf die Beine zu bringen. ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Ist das Reformpaket der Befreiungsschlag der Koalition?09.07., 12:2509.07.2026, 12:2500:57:53
An diesem Donnerstag verteidigt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Bundestag das Reformpaket, das am 2. Juli von den Vorsitzenden der Koalitionsparteien im Garten des Kanzleramts vorgestellt wurde. Erklärtes Ziel der 34 Maßnahmen: Deutschland soll wieder auf wirtschaftlichen Wachstumskurs kommen und lang andauernde Blockaden aufgelöst werden. Herausgekommen ist letztlich allerdings ein Paket, das eher an die neoliberale Politik und die Deregulierungsfantasien der 1990er-Jahre erinnert und dessen reale Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft mehr als fragwürdig sind. Gleichwohl ist es für die Koalition nach den verkorksten letzten Monaten und einem schon für das vergangene Jahr angekündigten, dann aber doch ausgebliebenen "Herbst der Reformen" der Schritt, der die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung und Zuversicht unter Beweis stellen soll - und letztlich absichern soll, dass Schwarz-Rot das Ende der Legislaturperiode erlebt. Wir fragen uns in dieser Folge des Bundestalk: Täuscht der Eindruck, dass die SPD - womöglich anders als noch in den Koalitionsverhandlungen - hier richtig einstecken musste und ihre vielen Niederlagen jetzt irgendwie wegzuerklären versucht? Woher kommt der Glaube, dass arbeitnehmer- und gewerkschaftsfeindliche "Reformen" die Konjunktur ankurbeln und die Wirtschaftslage verbessern würden? Ist das reine Interessenpolitik oder ist da was dran? Und gibt es tatsächlich relevante Bereiche der Gesellschaft, die nun richtig kräftig aufatmen und "na bitte, es geht doch!" rufen? Darüber diskutiert Bernd Pickert mit Wirtschaftsredakteurin Anja Krüger, der Leiterin des taz-Parlamentsbüros Anna Lehmann und Stefan Reinecke aus dem Parlamentsbüro. 📖 Zum Weiterlesen: „Hauptsache, es kracht nicht. Artikel von Anna Lehmann zum Reformpaket der Koalition. taz vom 3.7.2026 -Programm für Armut und Stagnation. Kommentar von Anja Krüger zum Reformpaket. taz vom 2.7.2026 -Friede den Palästen, Krieg den Hütten. Kommentar von Stefan Reinecke zum Reformpaket. taz vom 3.7.2026 ✨Der Bundestalk im neuen Look: Ab dieser Woche hat der Bundestalk sowohl ein neues Cover als auch ein neues Intro! Dank dafür an Daniel Fromm, der unzählige Versionen zusammengemixt hat, an Wibke Reckzeh für das neue Titelfoto, an Eva-Lotte Andereya, die jetzt in Elternzeit ist, die Veränderungen aber schon angestoßen hat, und an Marie Frank fürs abschließende Über-die-Ziellinie-bringen! Schreibt uns gern, wie es euch gefällt! ✨Fernverbindung - der Auslandspodcast der taz diese Woche im Gespräch mit Türkei-Korrespondent Jürgen Gottschlich über Ausnahmezustand und Repression während des Nato-Gipfels in Ankara ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- AfD - blockieren und verbieten?02.07., 16:1802.07.2026, 16:1801:02:09
In Erfurt werden an diesem Wochenende Zehntausende erwartet, die gegen den AfD-Parteitag am 4. und 5. Juli protestieren: Antifaschist:innen, Gewerkschafter:innen, Klimaaktivist:innenen, Politiker:innen von Grünen und Linkspartei, für Musik sorgen Roland Kaiser und Clueso, das Bündnis Widersetzen plant Blockaden. Gastgeber des Bundesparteitags der AfD in Thüringens Landeshauptstadt ist Björn Höcke, der AfD-Landeschef steht für die völkische Programmatik der Partei und treibt seit Jahren deren Radikalisierung voran. Die Umfragewerte der AfD sind hoch, im Herbst stehen Landtagswahlen an, in Sachsen-Anhalt droht eine Regierung der rechtsrextremen Partei. Aus der Zivilgesellschaft und Teilen der Politik kommen immer wieder Rufe nach einem AfD-Verbot. Das Parteiverbot ist das schärfste Schwert des demokratischen Rechtsstaats. Nun gibt es ein neues Gutachten der zivilgesellschaftlichen NGO Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Deren Team von Verfassungsrechtlern stellt darin fest, dass die AfD gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürde verstößt und kommt zu dem Fazit: Die AfD ist nachweislich verfassungswidrig und ein Verbotsantrag vor dem Bundesverfassungsgericht hätte entsprechend Erfolgschancen. Die Überprüfung einer Partei durch das Bundesverfassungsgericht kann von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung bentragt werden. Mit dem Gutachten der GFF bekommt die Debatte um ein AfD-Verbot eine neue Dynamik, der politische Druck steigt. Über Chancen und Risiken eines Verbotsverfahrens, die strategische Leere und Ideenlosigkeit der Unionsparteien beim Umgang mit der AfD, die Situation von Menschen, die gegen Rechtsextremismus kämpfen und die Machtpolitik der Rechtsextremen diskutiert Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam mit Gareth Joswig, AfD-Experte aus dem Inlandsressort, Anne Fromm, Leiterin des Reportage- und Rechercheressorts und Stefan Reinecke aus dem Parlamentsbüro. 📖 Zum Weiterlesen: „Unsere Generation ist kleinmütig“.Interview von Stefan Reinecke mit Historiker Martin Sabrow. taz vom 27.6.2026 -Rassismus, aber gut gelaunt. Analyse von Gareth Joswig zur AfD vor Parteitag und Landtagswahlen. taz vom 28.6.2026 -Herr Heckel und die AfD. Reportage von Anne Fromm, über einen Lehrer, der abgemahnt wurde, nachdem er vor der AfD warnte. taz vom 31.5.2026 ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Rentenreform - gerecht und armutsfest?25.06., 12:2725.06.2026, 12:2700:52:52
Die Bundesregierung plant große Sozialstaatsreformen, Steuern, Gesundheit und die Rente. Jetzt hat die Rentenkommission 33 Vorschläge vorgelegt, Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas spricht von einem "Gesamtkunstwerk". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stimmt nun Lobeshymnen auf die gesetzliche Rente als tragende Säule an, über die er kürzlich noch lapidar sagte, sie könne allenfalls noch eine Basisabsicherung für das Alter sein. Merz und Bas haben angekündigt, dass Schwarz-Rot die Vorschläge der Rentenkommission komplett übernehmen will. Was bedeutet das genau? Und wie sieht es mit der Verteilungsgerechtigkeit aus? Gibt es eine Strategie gegen Altersarmut? Und vor allem: Ist die Rente sicher? Zu den Vorschlägen der Kommission gehört der Wegfall der Minijobs, sie soll es künftig nur noch für Schüler:innen geben. Vorgesehen ist außderdem die Abschaffung der Rente mit 63, die Lebensarbeitszeit soll steigen, indem das Renteneintrittsalter an die allgemeine Lebenserwartung geknüpft wird. Die Beschäftigten müssen entweder länger für dieselbe Rente arbeiten oder sie bekommen weniger. Das ist nicht nur eine Rentenkürzung, sondern auch eine Umverteilung von unten nach oben, denn Menschen mit geringen Einkommen haben im Schnitt eine kürzere Lebenserwartung. Und welche Ideen hat die Kommission zum Rentenniveau? Im OECD-Vergleich liegt Deutschland im unteren Mittelfeld, im Nachbarland Österreich beispielsweise ist die Rente höher. Die Kommission setzt auf eine sogenannte Kapitalrente nach schwedischem Vorbild. Wie sicher ist das? Hohe Renditeerwartungen sollte man nicht schüren, und das nicht nur angesichts der Turbulenzen, die Donald Trump gerade regelmäßig an den Finanzmärkten auslöst. Über diese Vorschläge der Rentenkommission, die Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung und die Frage, was aus dem Plan der Arbeitsministerin geworden ist, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, diskutiert Martina Mescher aus dem wochentaz-Politikteam mit Stefan Reinecke aus dem Parlamentsbüro, Barbara Dribbusch, taz-Redakteurin für Sozialpolitik und Anna Lehmann, Leiterin des taz-Parlamentsbüros. 📖 Zum Weiterlesen: Ohne schlüssige Erzählung. Kommentar von Stefan Reinecke zum Treffen Gewerkschaftern und Wirtschaftsvertretern im Kanzleramt. taz vom 11.06.2026 -Die Verteilungsfrage bleibt ungeklärt. Kommentar von Barbara Dribbusch zu den Vorschlägen der Rentenkommission. taz vom 21.06.2026 -Merz will bei Rente „Klarheit am Ende des Jahres“. Bericht von Anna Lehmann zur Regierungsbefragung. taz vom 24.6.2026 ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Wohin steuert die Linkspartei?18.06., 13:1218.06.2026, 13:1200:55:03
An diesem Wochenende trifft sich die Linkspartei zu ihrem Bundesparteitag in Potsdam - und es könnte hoch her gehen. Krach droht zum einen wegen Nahost und zum anderen wegen eines Antrags, der die Abgeordnetendiäten deckeln soll. Außerdem kommt dort eine fast neue Partei zusammen: In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Anzahl der Mitglieder verdoppelt, es sind viele junge, aktivistische Leute dazu gekommen, ein großer Anteil von kommt aus westdeutschen Städten. Für ein Viertel der Delegierten ist es der erste Parteitag. Das macht die Lage für die Parteispitze schwer kalkulierbar. Jan van Aken, der neben Fraktionschefin Heidi Reichinek ein Gesicht der erfolgreichen Wiederbelebung der Linken ist, tritt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Parteivorsitzender an. Er hat die Partei in den vergangenen zwei Jahren in zwei Dingen weitergebracht, urteilt Stefan Reinecke aus dem taz-Parlamentsbüro: Van Aken habe dazu beigetragen, das Negativ-Image der Partei als Russlandversteher abzustreifen und die Linke in der schwierigen und hoch emotionalen Nahost-Debatte beieinander zu halten. taz-Chefredakteurin Ulrike Winkelmann sieht aber auch Leerstellen bei van Aken, etwa was die Sozial- und Wirtschaftspolitik angeht. Zwei derzeit extrem wichtige Themenfelder. Nachfolger von van Aken an der Parteispitze wird höchstwahrscheinlich Luigi Pantisano, ein Architekt und Stadtplaner aus Baden-Württemberg, den der Linken-Watcher der taz, Pascal Beucker, für einen geeigneten Kandidaten hält. Pantisano, der aus einer sogenannten italienischen Gastarbeiterfamilie stammt, könne den Blick der Parteispitze erweitern. Auf der Tagesordnung stehen zwei Themen, die für Ärger sorgen könnten, das erste gleich am Freitagabend: der Krieg in Nahost. Ein in der Linkspartei emotionales und umstrittenes Thema, für viele gerade der neuen jungen Mitglieder ist die Solidarität mit den Palästinenser*innen zentral. Nach Ansicht aller drei taz*lerinnen hat der Parteivorstand dazu einen klugen und ausgewogenen Antrag vorgelegt. Debatten dürfte es vor allem über das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels und die Frage geben, ob die Partei das Vorgehen Israels in Gaza als Genozid bezeichnet. Das zweite strittige Thema ist ein Vorstoß der Parteispitze, die die Diäten der Abgeordneten deckeln will - was nicht nur bei Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow auf Widerspruch stößt. Er hat das Schiedsgericht der Partei angerufen, die beiden Fraktionschef*innen befürchten eine "Neid-Debatte". So könnte es sein, dass zwei Themen den Parteitag prägen, die in der derzeitigen Lage mit drohenden Sozialkürzungen und den anstehenden Landtagswahlen im Herbst eher nicht die zentralen sind. Über diese und viele weiteren Fragen zur Linkspartei debattiert in der neuen Folge des Bundestalks die Moderatorin und innenpolitische Korrespondentin der taz, Sabine am Orde, mit taz-Chefredakteurin Ulrike Winkelmann sowie Stefan Reinecke und Pascal Beucker aus dem Parlamentsbüro der taz . 📖 Zum Weiterlesen: Wo das Rettende war, wächst die Gefahr Pascal Beucker und Stefan Reinecke über die Linke vor ihrem Parteitag. taz vom 18.6.2026 -„Die Arbeiter nicht den Rechten überlassen“ Interview mit Luigi Pantisano von Pascal Beucker. taz vom 16.6.2026 -Schwerdtner ruft auf die Barrikaden, Lotte Laloire über Sozialproteste der Linken. taz vom 8.5.2026 ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Fußball-WM im Trump-Land - kann das gut werden?12.06., 16:3612.06.2026, 16:3600:46:58
Am Donnerstag hat die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer begonnen, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Insbesondere das Gastgeberland USA sorgt für politische Verstimmung. Zum ersten Mal findet die WM in einem Land statt, das zur gleichen Zeit gegen ein anderes Teilnehmerland Krieg führt. Zum ersten Mal auch sind ganze nationale Fangruppen von der Einreise zu WM-Spielen ausgeschlossen, etwa Fans aus Iran oder Haiti. Und zum ersten Mal ist schon vor dem ersten Anpfiff ein von der FIFA bestellter Schiedsrichter, Omar Artan aus Somalia, trotz gültigen Visums am Einreiseflughafen abgewiesen worden. Nach Russland 2018 und Katar 2022 ist es das dritte Mal in Folge, dass die politische Lage im Gastgeberland der Weltmeisterschaft die Diskussionen vor Beginn der Spiele stärker bestimmt als alles Sportliche. Und auch den USA unter Donald Trump darf der Versuch unterstellt werden, die WM zum sogenannten "Sportswashing" zu benutzen, also das Ereignis zu instrumentalisieren, um das Image des eigenen Landes aufzupolieren. Bislang scheint das nicht wirklich zu gelingen. Angst vor Repression der Ausländerbehörde ICE und die vollkommen überhöhten Ticketpreise haben dafür gesorgt, dass die Hotel- und Gastrobranche in den USA von enttäuschten Erwartungen berichtet. Präsident Trump nimmt nicht einmal am Eröffnungsspiel der US-Nationalmannschaft gegen Paraguay teil und feiert stattdessen am Wochenende seinen 80. Geburtstag mit Käfigkämpfen vor dem Weißen Haus. Wie umgehen mit dieser WM, die sportliche Superlative bietet, weil zum ersten Mal 48 statt 32 Mannschaften teilnehmen? Und ist diese Größe eigentlich gut, weil auch die Kleinen zum Zug kommen, oder reine Geld- und Machtgier des FIFA-Chefs Gianni Infantino, der damit seine Herrscherposition festigt? Wie politisch muss Sportberichterstattung in diesen Zeiten sein? Was verspricht sich eigentlich Mexiko von der WM? Und kann der Fußball dafür sorgen, dass sich in Deutschland für ein paar Wochen die allgemeine Laune ein wenig bessert? Darüber diskutiert Moderator Bernd Pickert mit taz-Sportredakteur Andreas Rüttenauer, taz-Chefreporter Peter Unfried und dem langjährigen Mexiko-Korrespondenten Wolf-Dieter Vogel. 📖 Zum Weiterlesen: Was auf dem Spiel steht Andreas Rüttenauer über die WM als globalem Ereignis, von dem sich dennoch viele Menschen abwenden, taz vom 6.6.2026 -Ein WM-Boykott wäre wie ein Weltboykott Peter Unfried argumentiert, warum ein WM-Boykott trotz aller Missstände falsch wäre. taz vom 11.6.2026 -Das Kartell kickt mit, Kolumne von Wolf-Dieter Vogel darüber, dass auch mexikanische Drogenkartelle an der WM verdienen wollen, taz vom 17.3.2026 -Willkür und Kumpanei, Kommentar von Bernd Pickert über das Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan in die USA, taz vom 9.6.2026 ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Donald Trump - Präsidentschaft im Chaos?04.06., 13:5904.06.2026, 13:5900:54:50
Donald Trump wird in den USA immer unbeliebter. Offene Korruption, die Folgen der Zollpolitik, steigende Lebenshaltungskosten und das politische Desaster des Iran-Kriegs führen in Umfragen zu sinkenden Zustimmungswerten für ihn und die Republikaner. Die könnten bei den Midterms, also den Zwischenwahlen am 3. November eine krachende Niederlage kassieren. Und was macht der US-Präsident? Trump setzt in gewohnter Manier auf Prunk, Protz, Personenkult und Propaganda. Er wird versuchen, die anstehende WM, seinen 80. Geburtstag und die 250-Jahr-Feiern am 4. Juli als Agitationsbühne zu nutzen. Die Midterms scheinen ihm da fast schon egal. Bei den Vorwahlen der Republikaner setzte Trump beinhart seine Favoriten durch, also Kandidaten, die nicht unbedingt aussichtsreich, aber ihm absolut treu und loyal ergeben sind. Dem Präsidenten scheint die Kontrolle über die Partei wichtiger zu sein, als die Zwischenwahlen. Könnte das den Demokraten helfen, die Machtverhältnisse im Kongress zu drehen und den Weg der USA unter Trump in Richtung Autokratie zu stoppen? Auf welche Strategien und Themen setzen sie? Und welche Rolle spielt das derzeitige Gerrymandering, also die Manipulation von Wahlkreisgrenzen? Darüber diskutiert Moderatorin Martina Mescher mit taz-Chefredakteurin Barbara Junge, USA und Lateinamerika-Redakteur Bernd Pickert und Sebastian Moll, der für die taz aus den USA schreibt 📖 Zum Weiterlesen: "Das System ist gekippt" Interview von Barbara Junge mit dem Ökonomen William Lazonick über die Komplizenschaft von Macht und Geld und Autokratie in den USA unter Trumpv, taz vom 17.01.2026 -Vorspiel für offene Eskalationhttps://taz.de/)), Analyse der Konfrontation zwischen den USA und Kuba, taz vom 21.05.2026 -In Kentucky gewinnen die Trump-Loyalisten, Text von Sebastian Moll über die Vorwahlen der Republikaner mit Blick auf die Midterms, taz vom 20.5.2026 -Tanzen auf dem Präsidentenbunker, Kolumne von Martina Mescher über Trumps Ballsaal am Weißen Haus, taz vom 11.04.2026 ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
- Wird die Meinungsfreiheit in Deutschland zu sehr eingeschränkt? 28.05., 13:5228.05.2026, 13:5200:55:00
„Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ Dieser Satz, der dem französischen Aufklärer Voltaire zugeschrieben wird, bezeichnet einen Kern der liberalen Demokratie - die Meinungsfreiheit. Heute aber haben bei Nahost, Corona oder Kritik an PolitikerInnen viele das Gefühl, dass sie nicht mehr Sagen dürfen was sie wollen. Mit diesem Affekt machen die Rechtspopulisten Punkte. Aber auch wenn Rechte dieses Ressentiment ausbeuten – es gibt auch real fragwürdige Tendenzen. und eine strafrechtliche Verengung des Meinungsspektrums. Das Land Hessen will die Leugnung des Existenzrechtes Israels unter Strafe zu stellen. Demonstrationen, bei denen „From the River to the sea“ skandiert wurde, wurden aufgelöst. Eine Pro-Gaza Demonstrantin hielt das Schild „Haben wir aus dem Holocaust nichts gelernt?“ hoch und wurde wegen Volksverhetzung verurteilt. Das tangiert die Grenzen eines Gesinnungsstrafrechts, das sonst typisch für autoritäre Regime ist. Die Justiz wird da zu einer Kraft, die das Gute will und das Problematische verstärkt. Das gilt auch für eine allzu harte Ahndung von persönlicher Kritik an Politikern. Wer Minister „Schwachkopf“ nennt, muss mit einer Hausdurchsuchung rechnen. Wer die Außenministerin dumm nennt, muss eine saftige Strafe zahlen. Diese Rechtspraxis soll gerade Politikerinnen, die im Netz sexistisch beschimpft werden, schützen. Doch es fragt sich, ob die Kosten – der Eindruck, dass die Macht sich gegen Kritik immunisiert – dafür zu hoch sind. Muss die Linke also skeptischer auf diese Verrechtlichung politischer Kontroversen schauen? Das diskutiert Moderator Stefan Reinecke mit der taz Meinungsredakeurin Pauline Jäckels, dem Rechtskorrespondenten der taz Christian Rath und Ulrich Gutmair, Redakteur der Wochen-taz. 📖 Zum Weiterlesen: -"Kritik an hessischem Vorstoß", Artikel von Christian Rath. taz vom 8.5.2026 -"Niemand hat das Recht, nicht kritisiert zu werden", Rezension von Ulrich Gutmair. taz vom 16.3.2026 -"Der Rückzug in die Bubble ist ein strategischer Fehler", Kommentar von Pauline Jäckels. taz vom 5.5.2026 ✨ Neuer taz Podcast Reingehen – die Geschichten der Woche aus der wochentaz. Jeden Samstag neu. 💌 Das Bundestalk-Team erreichst du unter bundestalk@taz.de 👍 Dir gefällt, was du hörst und du möchtest das zeigen? Teile den Bundestalk, hinterlasse eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts oder unterstütze den Bundestalk über taz zahl ich 🎧 Credits Produktion: Daniel Fromm Redaktion: Marie Frank Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem! Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!