
Die Hütte brennt
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Beschreibung der Episode
Die deutsche Metall- und Elektroindustrie verliert nach Angaben von Gesamtmetall derzeit rund 10.000 Arbeitsplätze im Monat. Seit dem Beschäftigungshöchststand im Jahr 2019 sind bereits rund 350.000 Stellen weggefallen. Zugleich bleiben Kapazitäten unterausgelastet, Arbeitskosten und Produktivität entwickeln sich auseinander und die Branche investiert weniger in neue Ausrüstung als an Wert abgeschrieben wird. Die Firmen haben bisher versucht, den Personalabbau zu bremsen und sozialverträglich zu gestalten. Nach Schätzungen sind aber beim aktuellen Niveau der Kapazitätsauslastung weitere 300.000 Arbeitsplätze akut gefährdet.
Vor diesem Hintergrund findet die Tarifrunde 2026 statt. Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von fünf Prozent für zwölf Monate, ergänzt um Beschäftigungs- und Standortsicherung, eine soziale Komponente und Gewinnbeteiligungen in gut laufenden Firmen. Die Arbeitgeber verlangen das Gegenteil, nämlich Kostensenkungen, um den Dammbruch beim Personalabbau noch zu verhindern. Daniel Stelter spricht mit Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, über die wirtschaftliche Lage der Unternehmen, den geschätzten zusätzlichen Personalüberhang, die Voraussetzungen, unter denen industrielle Arbeit in Deutschland eine Zukunft hat, und über die Frage, warum aus seiner Sicht auch Lohnverzicht und eine Verlängerung der Arbeitszeit verhandelbar sein müssen.
Hinweis
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Hörerservice
Konjunkturbericht Deutliche Rückschläge im August – konjunkturelle Stabilisierung sehr differenziert und holprig des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall: https://t1p.de/10v9x
Information Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie gestartet der IG Metall zur Tarifrunde 2026: https://t1p.de/u5za3
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