
blauschwarzberlin. Der Literaturpodcast Folge #86 September 2026
Beschreibung der Episode
Nach unserer langen Sommerpause sind wir nun wieder zurück unter den Linden und widmen uns einer ganzen Folge lang Literatur aus Tschechien. Das ist in diesem Jahr Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse und es gibt da wirklich viel zu entdecken! Ahoj! Ludwig beginnt mit Gedichten über Tiere, die von den Menschen verdrängt werden und sich dennoch am Ende behaupten. Maria reist mit Alice Horácková zu einer lebenslangen Freundinnenschaft ins Riesengebirge. Tschechisch und Deutsch fließen da erst natürlich ineinander und werden dann doch gewaltsam getrennt. Mit großer Tragik und summendem Humor blicken wir dann tief in die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive einer Fliege. Danach nimmt uns Jarka Kubsova mit in den Wald. Ist es ein Märchenwald? Vielleicht, denn sie zaubert eine der bekanntesten vergessenen tschechischen Autorin aller Zeiten wieder in unser Bewusstsein. Wie sehr frühkindliche Erfahrungen unsere spätere Bindungsfähigkeit prägen, weiß nicht nur die Berliner Tinder-Bubble, sondern auch Štěpánka Jislová. In ihrer Graphic Novel erzählt sie einfühlsam und sehr anschaulich von der Einsamkeit in unseren Tagen. Zum Abschied wird es hart kapitalismuskritisch bei uns. Wir teilen eine Schicht mit Anna Beata Háblová und spüren die zerstörerische Kraft des Niedriglohns aus dem Kühlregal wehen. Verschwitzt und ausgebrannt folgen wir dann dem Fahrradkurier in Petr Šestáks wütendem Fight-Club Pamphlet gegen die herrschenden Verhältnisse. Wir hoffen, wir konnten euch mit dieser Folge etwas Lust machen, die tschechische Literatur zu entdecken. Es lohnt sich so sehr!
Viel Freude beim Nachlesen, eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin
Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin.