Auf den Punkt

Russland: Wie Putin den "Tag des Sieges" instrumentalisiert

08.05., 16:4300:13:32
Beschreibung der Episode

In der Nacht zum Freitag haben die ukrainischen Streitkräfte mit Drohnen- und Raketenangriffen teils schwere Schäden in Russland verursacht. Trotz einer von Wladimir Putin einseitig ausgerufenen Feuerpause. Damit wollte Russlands Machthaber die Feierlichkeiten in Moskau rund um den “Tag des Sieges” der Sowjetunion gegen Nazideutschland am 9. Mai ungestört abhalten. Allerdings hatte Russland eine zuvor von Kiew schon ab dem 6. Mai verkündete Feuerpause ignoriert.

Im fünften Jahr des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine werden die Feierlichkeiten anlässlich des Endes des Zweiten Weltkriegs nur ein wenig anders ablaufen als gewohnt, sagt SZ-Russland-Korrespondentin Silke Bigalke. "Putin hat von Anfang an versucht, seinen Angriff gegen die Ukraine in eine Brücke zu schlagen und zu sagen, wir haben damals gegen die Nazi gekämpft und jetzt müssen wir gegen Neonazis in Kiew kämpfen.” Das sei natürlich “Propaganda”.

Doch obwohl in Russland die Sanktionen spürbar seien, sieht Bigalke keine Anzeichen dafür, dass Putins Macht bröckelt. Die Propaganda des Kremls funktioniere: Viele Russen wiederholen die Narrative von der "militärischen Spezialoperation", weil sie durch Staatsmedien und Internet-Kontrolle in einer Informationsblase gehalten würden.

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Moderation, Redaktion: Lars Langenau

Redaktion: Patrick Bauer, Nadja Schlüter

Produktion: Laura Sagebiel

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