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174- Rasen ist Mord: Auf den Spuren der Kudamm-Raser19.10., 06:0019.10.2022, 06:0000:55:58
Sie rasen über den Berliner Kurfürstendamm. Tempo 160. Hamdi H. und Marvin N. liefern sich im Februar 2016 ein nächtliches Rennen. Mit Bleifuß mitten durch die Stadt, auch rote Ampeln stoppen sie nicht. Bis einer von beiden in einen unbeteiligten Jeep rast. Dessen Fahrer stirbt noch vor Ort. War es ein tragisches Unglück? Nein, entscheidet das Berliner Landgericht: Es war Mord. Doch hatten die Raser wirklich einen Tatplan und handelten heimtückisch? Ein jahrelanger juristischer Kampf beginnt. Dieser tödliche Verkehrsunfall wurde zum Fall für die Mordkommission. Für den Podcast "Die Spur der Täter" haben wir mit dem Staatsanwalt Christian Fröhlich, dem Verkehrsunfall-Gutachter Dr. Michael Weyde und dem leitenden Rechtsmediziner aus der Berliner Carité, Prof. Dr. Michael Tsokos, gesprochen. Es geht im Detail um die Unterscheidung zwischen Fahrlässigkeit und bedingtem Vorsatz sowie um den Nachweis der Mordmerkmale. Der Sohn des Opfers schildert, wie er mit dem Tod seines Vaters umgeht. Seit Januar 2022 sind die Urteile gegen die Täter rechtskräftig. Der Raser, der mit dem Jeep kollidierte, wurde wegen Mordes schuldig gesprochen. Auch der zweite Fahrer ist nun endgültig verurteilt worden. Nach mehreren Revisionsverfahren am Bundesgerichtshof wertete das Landgericht seine Beteiligung am Rennen als versuchten Mord. Für Anregungen und Kritik zu dieser oder anderen Episoden erreichen Sie uns per Mail an die-spur-der-taeter@mdr.de. Den neuen „ARD Crime Time“-Dreiteiler „Auf den Spuren der Kudamm-Raser“ von Guido Holz finden Sie in der ARD Mediathek. In "Kripo live – Tätern auf der Spur" beschäftigt sich die Folge Illegale Autorennen unter anderem mit dem Tod eines Sechsjährigen in Dresden. Der True-Crime-Podcast „Kunstverbrechen“ von NDR Kultur: Wir empfehlen die Episoden zum größten Kunstraub der DDR im Schloss Friedenstein in Gotha.
- Die Giftmörderin (3) – Der Gerichtsprozess09.10., 08:0009.10.2022, 08:0000:31:06
In einem Einfamilienhaus in guter Chemnitzer Waldrandlage stirbt im Mai 2003 Hans-Joachim König, ein 49-jähriger Familienvater. Die Rechtsmediziner stellen große Mengen Alkohol im Blut des Toten fest. Daher und aufgrund der Aussagen der Ehefrau geht die Polizei von einem Unfall oder Suizid aus. 17 Jahre später verwickelt die Tochter des Toten ihre Mutter in ein Gespräch, das sie heimlich aufzeichnet. Die Tochter behauptet, ihr Ex-Partner nehme Drogen und sie erbittet sich Rat bei der Mutter. Dabei fragt die Tochter auch nach den Todesumständen ihres Vaters. Annelie König plaudert freimütig, wie sie ihrem Mann ein Schlafmittel ins Pfefferminzeis gemischt und ihm Cognac und Desinfektionsmittel zu trinken gegeben habe. Die Tochter übergibt den Mitschnitt der Polizei, die neue Ermittlungen einleitet und ein Mordmotiv findet. Im Oktober 2020 erhebt die Staatsanwaltshaft Anklage gegen Annelie König wegen heimtückischen Mordes. Zwei Monate später muss sie sich vor dem Landgericht verantworten. Zeugen beschreiben sie als hinterhältig. Sie selbst streitet einen Mord ab. Der Podcast Die Spur der Täter erklärt in drei Teilen, wie es nach so vielen Jahren gelungen ist, die Täterin zu überführen und gibt Einblicke in eine tief zerrüttete Familie. Teil 1: Die Giftmörderin (1) – Der Tod des Ehemanns Teil 2: Die Giftmörderin (2) – Das aufgezeichnete Gespräch "Die Giftmörderin von Chemnitz" als TV-Dokumentation in der ARD Mediathek (verfügbar bis 03.12.2025)
- Die Giftmörderin (2) – Das aufgezeichnete Gespräch08.10., 06:5908.10.2022, 06:5900:29:19
In einem Einfamilienhaus in guter Chemnitzer Waldrandlage stirbt im Mai 2003 Hans-Joachim König, ein 49-jähriger Familienvater. Die Rechtsmediziner stellen große Mengen Alkohol im Blut des Toten fest. Daher und aufgrund der Aussagen der Ehefrau geht die Polizei von einem Unfall oder Suizid aus. 17 Jahre später verwickelt die Tochter des Toten ihre Mutter in ein Gespräch, das sie heimlich aufzeichnet. Die Tochter behauptet, ihr Ex-Partner nehme Drogen und sie erbittet sich Rat bei der Mutter. Dabei fragt die Tochter auch nach den Todesumständen ihres Vaters. Annelie König plaudert freimütig, wie sie ihrem Mann ein Schlafmittel ins Pfefferminzeis gemischt und ihm Cognac und Desinfektionsmittel zu trinken gegeben habe. Die Tochter übergibt den Mitschnitt der Polizei, die neue Ermittlungen einleitet und ein Mordmotiv findet. Der Podcast Die Spur der Täter erklärt in drei Teilen, wie es nach so vielen Jahren gelungen ist, die Täterin zu überführen und gibt Einblicke in eine tief zerrüttete Familie. Teil 1: Die Giftmörderin (1) – Der Tod des Ehemanns Teil 3: Die Giftmörderin (3) – Der Gerichtsprozess "Die Giftmörderin von Chemnitz" als TV-Dokumentation in der ARD Mediathek (verfügbar bis 03.12.2025)
- Die Giftmörderin (1) – Der Tod des Ehemanns07.10., 06:5907.10.2022, 06:5900:28:11
In einem Einfamilienhaus in guter Chemnitzer Waldrandlage stirbt im Mai 2003 Hans-Joachim König, ein 49-jähriger Familienvater. Die Rechtsmediziner stellen große Mengen Alkohol im Blut des Toten fest. Daher und aufgrund der Aussagen der Ehefrau geht die Polizei von einem Unfall oder Suizid aus. 17 Jahre später verwickelt die Tochter des Toten ihre Mutter in ein Gespräch, das sie heimlich aufzeichnet. Die Tochter behauptet, ihr Ex-Partner nehme Drogen und sie erbittet sich Rat bei der Mutter. Dabei fragt die Tochter auch nach den Todesumständen ihres Vaters. Annelie König plaudert freimütig, wie sie ihrem Mann ein Schlafmittel ins Pfefferminzeis gemischt und ihm Cognac und Desinfektionsmittel zu trinken gegeben habe. Die Tochter übergibt den Mitschnitt der Polizei, die neue Ermittlungen einleitet und ein Mordmotiv findet. Der Podcast Die Spur der Täter erklärt in drei Teilen, wie es nach so vielen Jahren gelungen ist, die Täterin zu überführen und gibt Einblicke in eine tief zerrüttete Familie. Teil 2: Die Giftmörderin (2) – Das aufgezeichnete Gespräch Teil 3: Die Giftmörderin (3) – Der Gerichtsprozess "Die Giftmörderin von Chemnitz" als TV-Dokumentation in der ARD Mediathek (verfügbar bis 03.12.2025)
- Wo ist Hilal?23.09., 10:1123.09.2022, 10:1101:16:09
Es ist einer der aufsehenerregendsten Cold Cases Deutschlands und einer der mysteriösesten Fälle der Hamburger Kriminalgeschichte: Am 27. Januar 1999 verschwindet die 10-jährige Hilal Ercan am helllichten Tag in Hamburg. Die Spur verliert sich in einem Einkaufszentrum. Seit diesem Tag ist für die Familie Ercan nichts mehr, wie es mal war. Obgleich es konkrete Hinweise auf einen möglichen Täter gibt, verfolgt die Polizei diese und andere Ansätze nur sehr zögerlich, glaubt stattdessen an ein Familiendrama. Zwischenzeitlich widmet sich die Hamburger Cold Case Unit mit viel Elan dem Fall, ein Polizeiskandal bremst diese Bemühungen aber aus. Die Familie hat zwar längst das Vertrauen in die Ermittlungsbehörden verloren, aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Hilal irgendwann zu finden und das Verbrechen aufzuklären. Inzwischen sucht die Familie mit Hilfe von Freunden und Unterstützern auf eigene Faust nach Spuren, Beweisen und neuen Zeugen. Können sie Hilal doch noch finden? Werden sie ihren mutmaßlichen Mörder überführen? Im Podcast Die Spur der Täter spricht Moderator Mattis Kießig mit dem Autoren Lucas Stratmann unter anderem über die Recherchen für ihre dreiteilige Dokumentation in der ARD Mediathek zum Fall Hilal Ercan, wie er uns sein Kollege Willem Konrad Zugang zu Zeugen und Beteiligten bekommen haben und welche neuen Entwicklungen dieser Jahrzehnte alte Fall in den letzten Wochen und Monaten genommen hat. Wo ist Hilal? In der ARD Mediathek bei ARD Crime Time. Der Podcast: Memes und Millionen: Die GameStop-Geschichte · ARD Audiothek
- Der Vampir aus dem Kohlerevier16.09., 10:1316.09.2022, 10:1301:12:59
Mehr als 20 Frauen werden in den 1960/70-er Jahren in Oberschlesien überfallen, 14 von ihnen ermordet. Sieben Jahre Ermittlungen bringen keinen Durchbruch. Dann wird ein Mann verhaftet und wenig später zum Tode verurteilt. Doch nach Jahren mehren sich die Zweifel, ob er wirklich der gesuchte Täter war oder ob die Mächtigen im Sozialismus einen Sündenbock bestrafen wollten. Magdalena Gwóźdź-Pallokat beginnt ihre Reise auf den Spuren der mordenden Phantome des Sozialismus in ihrer Heimat – Oberschlesien. Dort, wo die Menschen sich noch heute an den „Vampir”, den berühmtesten polnischen Serienmörder, erinnern. Sie will verstehen, was unweit ihres Elternhauses damals passierte, sucht nach Spuren, spricht mit Zeitzeugen und Experten. Auf ihrer Reise wird sie erfahren, wie man versuchte, Profiling unter den Bedingungen des Sozialismus zu betreiben. Und wie es kam, dass ein US-amerikanischer Star-Forensiker einreisen durfte, um die Kriminalisten zu unterstützen. Im Podcast "Die Spur der Täter" sprechen wir auch über den Serienmörder Volker Eckert - vom ersten Mord in seiner Kindheit sowie über die Würger-Taten in Plauen und seine späteren Morde als Fernfahrer in ganz Europa. Hinweis: Der Film, über den wir in der Folge sprechen, ist in der Mediathek leider nicht mehr verfügbar.
- Fünffacher Kindsmord in Wernigerode02.09., 06:0002.09.2022, 06:0001:09:54
Ein aufsehenerregender Gerichtsprozess in Magdeburg erschüttert im Juni 1990 das ganze Land. Manfred und Margitta F. aus Wernigerode werden zu jeweils 15 Jahren Haft verurteilt. Das Paar tötete in den 80er Jahren fünf seiner neugeborenen Babys und entsorgte sie in einer Heizungsanlage – unbemerkt von Nachbarn, Verwandten und Bekannten. Erst nach dem fünften Mord 1988 fliegen die Taten auf. Die Verbrechensserie beginnt 1984. Zu diesem Zeitpunkt hat das Paar bereits fünf Kinder. Margitta F. ist Hausfrau, ihr Mann arbeitet als Heizer. Als Margitta F. wieder schwanger wird, beschließt sie, das Kind zu töten. Nach der Hausgeburt weist sie ihren Mann an, dem Baby Zellstoff aufs Gesicht zu legen, es in einen Korb zu packen und in eine Decke zu wickeln. Dort verstirbt der Säugling wenige Stunden später. Manfred F. packt das Kleine in eine Papiertüte und bringt es zu seinem ehemaligen Arbeitsplatz, eine Heizungsanlage in Wernigerode, um es dort zu verbrennen. In den Jahren darauf entwickelt das Paar eine grausame Routine. Jedes Jahr wird ein Baby geboren, jedes Jahr muss es auf die gleiche Weise sterben und wird in der Heizungsanlage verbrannt. Erst als Margitta F. 1988 eine Stelle als Reinigungskraft in einem Stahlbaubetrieb annimmt, fällt den Mitarbeiterinnen auf, dass ihre neue Kollegin einen Babybauch hat. Doch die fünffache Mutter streitet eine Schwangerschaft ab. Ein paar Monate später ist der Babybauch wieder verschwunden – angeblich eine Totgeburt. Personalchefin Jutta Appold schickt Margitta F. zum Frauenarzt. Der stellt fest, dass die fünffache Mutter eine ganz normale Lebendgeburt hatte, aber nicht sagen will, wo sich der Säugling befindet. Georg Giertz, Oberleutnant der Kriminalpolizei, nimmt die Ermittlungen auf und bringt gemeinsam mit seinen Kollegen die grausamen Details der Tötungsreihe ans Licht. Schleierhaft bleibt bis heute, warum die Verbrechen so lange unbemerkt blieben. Nachbarn sagen aus, sie hätten zwar mehrmals eine Schwangerschaft bei Margitta F. bemerkt, hätten aber den Ausflüchten der Mutter geglaubt. Angeblich seien die Babys "abgegangen" bzw. zur Adoption freigegeben worden. Auch die "Jugendhilfe" der DDR, vergleichbar mit dem heutigen Jugendamt, bemerkt die Schwangerschaften nicht, trotz mehrfacher Besuche bei der Familie. Der Podcast Die Spur der Täter zeigt die Hintergründe des grausamen Falls und versucht mithilfe von Zeitzeugen und einer Kriminalpsychologin die Motive der Serientäter aufzudecken. Neue Entwicklungen zum Fall in unserer Podcast-Folge "Unfall oder Mord" "Fünffacher Kindsmord in Wernigerode" als Film in der ARD Mediathek
- Auf den Spuren von "Dr. Mord"16.08., 08:0016.08.2022, 08:0001:03:10
Der Beruf des Arztes und der Ärztin gehört zu den höchst angesehenen in unserer Gesellschaft. Aber der Arzt, um den es in dieser Podcast-Episode von Die Spur der Täter geht, ist schwerkriminell. Sein Motiv: Habgier. Seine Mittel: Lügen, Betrügen und Morden. vierteilige Dokumentation über "Dr. Mord" in der ARD Mediathek
- Wie ein Mann aus Ablehnung zum Doppelmörder wurde05.08., 07:0005.08.2022, 07:0001:35:42
Am 21.04.2016 finden Spaziergänger unter einer Brücke im Leipziger Elsterflutbecken den in Plastiktüten verpackten Torso einer Frau. Die Kriminaltechnik und Taucher der Leipziger Polizei werden sofort hinzugerufen. Sie entdecken weitere Teile der Leiche. Es handelt sich um die 43-jährige Portugiesin Maria D. Sie lebte in Leipzig-Lindenau und war dort in den Kneipen am Markt bekannt. Die Leichenteile waren mit einem Fahrradständer und Steinen beschwert – zunächst die wichtigsten Fahndungsansätze der Polizei. Etwa ein dreiviertel Jahr gibt es viele Fragen und keine Hinweise auf den Täter. Ende November 2016 meldet eine Frau aus Leipzig-Lindenau ihre 40-jährige Tochter (Anja B.) als vermisst. Über eine Auswertung des Telefons von Anja B. kommen die Ermittlerinnen und Ermittler der Soko Brücke schließlich dem Doppelmörder auf die Spur. Hinweis: Der zweiteilige Film, über den wir in der Folge sprechen, ist in der Mediathek leider nicht mehr verfügbar.
- Ein Fünffach-Mörder auf der Flucht15.07., 08:0015.07.2022, 08:0001:15:11
Weltweit suchen Zielfahnder nach Norman Volker Franz (Jahrgang 1970). Er hat fünf Menschen getötet und ist zweimal aus Gefängnissen ausgebrochen. Seine kriminelle Laufbahn beginnt in den 1990er-Jahren. Damals überfällt er Banken, handelt mit Waffen und schmuggelt Zigaretten. Im Streit mit Konkurrenten tötet er 1995 zusammen mit Komplizen mit einer Handgranate zwei Menschen. Für den Doppelmord wird er zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch mit Hilfe seiner Frau kann er 1997 aus der JVA Hagen fliehen. Carsten C. Philipps von der Kripo Dortmund und Oberstaatsanwalt Carsten Dombert schildern anhand von Originaldokumenten die Straftaten. Die Flucht führt das mörderische Paar in den Osten Deutschlands. Trotz Fahndung gelingt es ihnen, sich in einem kleinen Hotel in der Nähe von Weimar zu verstecken. Im März 1997 erbeutet das Paar bei einem Überfall auf einen Geldtransport 15.000 D-Mark und Norman Volker Franz erschießt einen Wachmann. Staatsanwalt Hendrik Weber berichtet, was damals in Weimar passiert ist. Nach dem Raubmord in Thüringen geht die Flucht weiter in die Region Halle (Saale). Auch dort versteckt sich das Paar in einem kleinen Hotel. Im Juli 1997 überfallen sie einen Geldtransport in Halle. Dabei erschießt Norman Volker Franz zwei Wachmänner. Mit mehr als einer halben Millionen D-Mark können sich die beiden unerkannt ins Ausland absetzen. Augenzeugen und Oberstaatsanwalt Hendrik Weber erinnern sich. In Portugal führt das Paar an der Algarve ein fast bürgerliches Leben: Sie kaufen ein kleines Appartement, bekommen einen Sohn und Norman Volker Franz arbeitet für eine Immobilienfirma. Doch durch einen Zufall wird die Polizei auf die Deutschen aufmerksam und nimmt sie fest. Bevor Franz nach Deutschland ausgeliefert werden kann, gelingt ihm erneut die Flucht aus einem Gefängnis. Seitdem ist er untergetaucht und auf der Fahndungsliste von Europol, berichtet Frank Scheulen vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. Wo könnte sich Norman Volker Franz bis heute verstecken? Wie läuft eine internationale Fahndung ab und wie liefen die Recherchen zum Mörder Norman Volker Franz? Er wird gesucht von BKA, Europol und hat eine Red Notice von Interpol. Über all diese Themen sprechen die Autoren der Dokumentation mit dem Moderator des Podcasts "Die Spur der Täter". Links: BKA-Fahndung nach Norman Volker Franz Interpol-Fahndung nach Norman Volker Franz (englisch) Hinweis: Der Film, über den wir in der Folge sprechen, ist in der Mediathek leider nicht mehr verfügbar.
- Lebenslänglich – Über 50 Jahre im Gefängnis, schuldig oder unschuldig?28.06., 21:4328.06.2022, 21:4301:04:29
Seit 50 Jahren sitzt Klaus B. wegen zweifachen Mordes hinter Gittern. Doch an seiner Schuld bestehen nach wie vor Zweifel, denn entscheidend für das Urteil war sein Geständnis, welches er aber zurückgezogen hat. Weder gibt es Beweise für seine Schuld, noch für seine Unschuld. Nun versucht seine Anwältin nach 50 Jahren das Verfahren neu aufnehmen zu lassen und Klaus B. ein Lebensende in Freiheit zu ermöglichen. Im Podcast sprechen wir mit dem Autorenteam über ihre Recherchen, die Gespräche mit Klaus B. und die Frage, wie sich die Schuldfrage nach über 50 Jahren noch rekonstruieren lässt. Auch interessant "Lebenslänglich" in der ARD Mediathek: Video "Gerechtigkeit – Der Fall Frederike von Möhlmann" in der ARD-Audiothek: Audio Die Stimmen hinter den Fällen: Die Moderatoren von "Die Spur der Täter" stellen sich vor.
- Verdächtig gute Jobs – Wie attraktiv ist der Polizeiberuf?26.06., 13:1826.06.2022, 13:1801:03:36
"Verdächtig gute Jobs": Mit diesem Slogan wirbt die sächsische Polizei seit 2014. Doch wie steht es um die Ausbildung? Einschätzungen von Sachsens Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa und dem Kriminalhauptkommissar Torsten Schmortte vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. Eigentlich reden wir in diesem Podcast über Mord, Totschlag und andere Verbrechen. Die Spur der Täter rekonstruiert wahre Kriminalfälle gemeinsam mit Ermittlern, die exklusiv für uns ihre Akten öffnen. Aber in dieser Folge wollen wir über die Ermittlerinnen und Ermittler selbst sprechen. Wie werden Polizistinnen und Polizisten in Mitteldeutschland ausgebildet? MDR-Reporterin Marlene Drexler hat den Aufnahmetest der Polizei in Thüringen mitgemacht. Ihre Erfahrungen berichtet Sie in diesem Podcast. Und: Die sächsische Polizei gerät immer wieder in die Schlagzeilen, weil Polizisten ihre dienstlichen Grenzen überschritten haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt zurzeit gegen Elite-Polizisten des Mobilen Einsatzkommandos Leipzig, weil es dort ein verbotenes Aufnahmeritual mit Übungsmunition gegeben haben soll. Gibt es durch diesen und ähnliche Fälle ein Nachwuchsproblem bei der Polizei? "Kripo live" hat eine Kommissaranwärterin bei ihren ersten Einsätzen begleitet. Darüber hinaus hat sie uns persönliche Einblicke in die Ausbildung bei der Polizei Sachsen gegeben und ihr Praktikumsbetreuer erklärt im Interview, welche Voraussetzungen für eine Ausbildung bei der Polizei nötig sind. Zwei Jahre lang haben die Reporter vom Bayerischen Rundfunk eine Klasse in der Polizei-Ausbildung begleitet: Der Podcast „Die Polizeiklasse“ von Bayern 2 Wie realistisch sind TV-Krimis? Die Spur der Täter mit Polizeiruf 110 Spezial Die Spur der Täter zum Fall Christopher W.: Tod eines Homosexuellen - Ein rechtsextremer Gewaltexzess in Aue Der rbb|24-Crime-Podcast "Im Visier - Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg"
- Tod eines Homosexuellen: Ein rechtsextremer Gewaltexzess in Aue 03.06., 06:0003.06.2022, 06:0000:53:12
Drei Rechtsextreme quälen einen schwulen jungen Mann zu Tode. Christopher W. gilt zwar offiziell als Todesopfer rechter Gewalt. Aber am Landgericht Chemnitz wird 2019 anders geurteilt. Feindlichkeit gegen einen Homosexuellen und Rechtsextremismus fanden in der Urteilsbegründung keine Erwähnung. Gemeinsam mit MDR-Autorin Constanze Jacob gehen wir der Frage nach, ob das Landgericht diese Tötung entpolitisiert hat und welche Folgen das hat. Außerdem sprechen wir mit Dr. Kati Lang aus Dresden über vorurteilsmotivierte Kriminalität. Über Monate hinweg setzen vermeintlichen Freunde Christopher W. aus Aue psychisch und körperlich zu. Er hat oft Angst, trotzdem verbringt er weiter Zeit mit ihnen. Im April 2018 quälen sie ihn bis er stirbt. Doch warum? Nach Ansicht des Landgerichts Chemnitz war es keine politisch motivierte homophobe Straftat. Anna Schramm von der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt im RAA Sachsen e.V. sieht das anders. Autorin Constanze Jacob ist außerdem der Frage nachgegangen, warum Todesopfer rechter Gewalt in der Statistik des BKA oftmals nicht als politisch motivierte Taten erfasst werden: Ein Erklärungsversuch im Online-Artikel auf mdr.de Der MDR-Film Rechtsextremer Gewaltexzess in Aue aus der Reihe „Kripo live - Tätern auf der Spur“ ist verfügbar bis 29.05.2023. Die Stimmen hinter den Fällen: Die Moderatoren von "Die Spur der Täter" stellen sich vor.
- Hydra Market im Darknet abgeschaltet20.05., 06:0020.05.2022, 06:0000:51:04
Waffen, Drogen, gestohlene Daten - das alles und noch viel mehr kann man im Internet kaufen. Gehandelt werden diese Dinge auf illegalen Online-Marktplätzen, teilweise mit Milliardenumsätzen. Gegen so einen Marktplatz ist dem Bundeskriminalamt nun ein schwerer Schlag gelungen. Was das bedeutet, besprechen wir bei „Die Spur der Täter“. Hydra Market war seit 2015 aktiv. Das Bundeskriminalamt geht davon aus, dass es eine der umsatzstärksten Plattformen weltweit gewesen ist. Auf Hydra Market sollen insgesamt Umsätze in Höhe von mehr als 4,7 Milliarden Euro gemacht worden sein. Zu finden war die illegale Plattform jedoch nicht auf den ersten Klick, denn sie befand sich im sogenannten Darknet. Durch die Verschlüsselung im Darknet fällt es den Ermittlerinnen und Ermittlern schwer, an die Betreiber und Kunden der Online-Märkte zu gelangen. Wer den Marktplatz betrieben hat, versucht das Bundeskriminalamt in Wiesbaden nun aus den beschlagnahmten Daten herauszulesen. Dazu bekommen wir Einblicke in die Cybercrime-Ermittlungen der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Außerdem erklärt die Expertin Nadja Ungethüm aus Mittelsachsen, wie illegale Marktplätze im Darknet funktionieren. Die Hackerin berät Unternehmen in IT-Angelegenheiten und deckt Sicherheitslücken auf. Sie hackte sich bereits in Systeme von FBI, NSA und Bundeswehr. Die Spur der Täter: Wenn Behörden von Cyberkriminellen erpresst werden Die Spur der Täter: Der Online-Drogenhandel Shiny Flakes Die TV-Dokumentation zu Shiny Flakes in "Kripo live – Tätern auf der Spur" (verfügbar bis 02.06.2022) Podcast von Bayern 2: Himmelfahrtskommando – mein Vater und das Olympia-Attentat Die Stimmen hinter den Fällen: Die Moderatoren von "Die Spur der Täter" stellen sich vor.
- Gerechtigkeit – Der Fall Frederike von Möhlmann06.05., 06:0006.05.2022, 06:0000:56:40
Jahrzehntelang konnte der mutmaßliche Mörder von Frederike von Möhlmann nicht bestraft werden. Es schützte ihn ein Freispruch, aus Mangel an Beweisen, ergangen etwa ein Jahr nach der Tat. Nach damaliger Rechtslage konnte gegen den Freigesprochenen in derselben Sache nicht erneut prozessiert werden. Es galt der alte Rechtsgrundsatz "ne bis in idem", das Verbot der Doppelbestrafung, das im Grundgesetz festgehalten ist. Nicht nur für den Vater von Frederike von Möhlmann eine Ungerechtigkeit. Rechtsempfinden stand gegen positives Recht und Rechtssicherheit. Hans von Möhlmann kämpfte und es wurde ein langer Kampf. 40 Jahre nach dem Mord an der 17-jährigen Schülerin Frederike von Möhlmann, schreibt ihr Vater Rechtsgeschichte. Aufgrund seines Falles und seiner Argumente gelingt es seinem Anwalt Politiker zu überzeugen und eine Gesetzesänderung herbeizuführen. 2021 wird die Strafprozessordnung geändert und es wird eine Ausnahmeregelung geschaffen, die auch das Grundgesetz berührt. Der Rechtsgrundsatz "ne bis in idem", das Verbot der Doppelbestrafung, gilt jetzt aktuell in Ausnahmefällen nicht mehr. 2022 wurde der Tatverdächtige Ismet H. verhaftet. Es soll wegen des Mordes an Frederike von Möhlmann zum zweiten Prozess gegen ihn kommen. Ob Hans von Möhlmann das Ende des Prozesses allerdings noch erlebt, ist offen. Er ist schwer krank und trotzdem hat er noch sein Ziel vor Augen: Gerechtigkeit für den Mord an seiner Tochter. Dieses Ziel könnte bald deutsche Rechtsgeschichte schreiben. Der Podcast "Sex vor Gericht" von Bayern 3 Hinweis: Der Film, über den wir in der Folge sprechen, ist in der Mediathek leider nicht mehr verfügbar.
- Amok – Erfurt und die Folgen21.04., 08:0021.04.2022, 08:0001:10:20
Am 26. April 2002 erschießt der ehemaliger Schüler Robert S. am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen. Schnell sind Polizisten vor Ort, doch stoppen können sie den Amokläufer nicht. Wir blicken zurück auf die Ereignisse, den Polizei-Einsatz, den Schock für Schüler, Lehrer, Eltern und auch für die Einsatzkräfte. Was hat dazu geführt, dass ein ehemaliger Schüler 16 Menschen – vor allem Lehrer – tötet? Und töten konnte. Wie kam er an die Waffen? Welche Lehren wurden gezogen aus dem Amoklauf von Erfurt im Jahr 2002? Und wir wollen natürlich auch über das Warum ganz intensiv sprechen – Warum hat der Täter diesen Amoklauf begangen? Warum konnte er so handeln wie er gehandelt hat? Das alles besprechen wir in dieser Podcast-Episode von Die Spur der Täter. Hinweis: Die Beiträge in der ARD Audiothek und in der Mediathek, über die wir in der Folge sprechen, sind leider nicht mehr verfügbar.
- Auf den Spuren von Julias Mörder28.03., 05:0028.03.2022, 05:0000:51:06
Julia Hose verschwindet an einem sonnigen Nachmittag vom Spielplatz in ihrem Heimatort. Die bis dahin umfassendste Suchaktion mit Spürhunden beginnt, um die 8-Jährige zu finden. Doch nach vier Tagen wird die Suche ergebnislos abgebrochen. Kurz nachdem dies in den Medien vermeldet wird, entdeckt eine Fahrradfahrer ein Feuer in einem Wald, 60 Kilometer vom Wohnort Julias entfernt. Bei den Löscharbeiten werden menschliche Überreste gefunden, es handelt sich um Julias Leiche. Nun beginnt die Suche nach ihrem Mörder. Schließlich führen ein Blitzerfoto und die Entdeckungen eines Amateurdetektivs die SoKo-Ermittler auf die Spur von Julias Mörder. Die Reihe ARD Crime Time in der ARD Mediathek Die Stimmen hinter den Fällen: Die Moderatoren von "Die Spur der Täter" stellen sich vor.
- Discomord von Großröhrsdorf – Der Cold Case Anke Hübschmann18.03., 10:5218.03.2022, 10:5200:48:16
Seit 28 Jahren ist Anke Hübschmann tot. Seit 28 Jahren sucht die Polizei nach ihrem Mörder. Nach einem Discobesuch in einer nebligen Februarnacht verschwindet die damals 20-Jährige spurlos. Vier Wochen lang suchen Polizei, Familie und Freunde nach der Vermissten, bis sie erwürgt in einem abgelegenen Waldstück gefunden wird. Zeugen gibt es keine, dafür viele DNA-Spuren. Über die Jahre führen neue Ermittlungsmethoden zu verschiedenen Verdächtigen, doch keiner kann zweifelsfrei als Mörder überführt werden. Was ist in diesen 28 Jahren passiert und warum konnte der Mörder bis heute nicht gefasst werden? Die Spur der Täter spricht mit der besten Freundin des Opfers und mit dem zuständigen Staatsanwalt, um den Cold Case Anke Hübschmann in seiner Gänze zu beleuchten. Die Stimmen hinter den Fällen: Die Moderatoren von "Die Spur der Täter" stellen sich vor. Tipp: Der Podcast "Tschüß Kohle, hallo Zukunft" von MDR AKTUELL
- Entführt, verhaftet, verurteilt – Die Z.E.R.V. ermittelt15.02., 00:0115.02.2022, 00:0100:55:53
Moderator Mattis Kießig spricht mit der Autorin der MDR-Doku-Serie "Z.E.R.V. – Die Ermittler" Heike Bittner über die Aufarbeitung des Falls "Lothar Gillwald". Der westdeutsche Polizist wird im Sommer 1977 nach einem Besuch bei seiner Familie in der DDR festgenommen. Die Staatssicherheit will ihn als Spion gewinnen. Weil er sich weigert, landet er wegen angeblicher Spionage für den BND vor Gericht und bekommt 15 Jahre "Bautzen". Nach acht Jahren kauft ihn die Bundesrepublik frei. Der Fall wird von der Zentralen Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität – kurz Z.E.R.V. – nach der Wiedervereinigung übernommen und von Ermittlerin Martina Starke aufgearbeitet. Ihre Ermittlungen belegen, dass Gillwald kein BND-Agent war und zu Unrecht mit gefälschten Beweisen verurteilt wurde. In einer Zusatzepisode von Die Spur der Täter führt MDR-Autor David Kopp ein exklusives Interview mit dem Opfer dieser DDR-Justizwillkür Lothar Gillwald. Gemeinsam sprechen sie über die Erlebnisse im Jahr 1977, die Haftzeit und wie es für Lothar Gillwald nach der Rückkehr in die BRD weiter ging. Die Doku-Serie Z.E.R.V. – Die Ermittler stellt die Ermittlerinnen und Ermittler der Z.E.R.V. in den Mittelpunkt und zeigt, mit welchen Fällen sie sich ab 1992 beschäftigt haben. Die Krimiserie Z.E.R.V. – Zeit der Abrechnung greift die historischen Ereignisse rund um die Z.E.R.V. auf: Karo Schubert (Nadja Uhl) hat sich im wiedervereinten Deutschland eine Stellung als Kriminalhauptkommissarin erkämpft. In dem Mordfall eines hohen Mitarbeiters des Abrüstungsministeriums, beauftragt mit der Auflösung der Nationalen Volksarmee, begegnet sie zum ersten Mal dem neu eingesetzten West-Kommissar Peter Simon (Fabian Hinrichs) aus der Sondereinheit Z.E.R.V. Beide beanspruchen den Mordfall für ihre Abteilung und ermitteln notgedrungen zusammen.
- Zusatzfolge Z.E.R.V. – Stasi-Opfer Lothar Gillwald im Interview15.02., 00:0115.02.2022, 00:0100:24:04
Der westdeutsche Polizist wird im Sommer 1977 nach einem Besuch bei seiner Familie in der DDR festgenommen. Die Staatssicherheit will ihn als Spion gewinnen. Weil er sich weigert, landet er wegen angeblicher Spionage für den BND vor Gericht und bekommt 15 Jahre "Bautzen". Nach acht Jahren kauft ihn die Bundesrepublik frei. Der Fall wird von der Zentralen Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität – kurz Z.E.R.V. – nach der Wiedervereinigung übernommen und von Ermittlerin Martina Starke aufgearbeitet. Ihre Ermittlungen belegen, dass Gillwald kein BND-Agent war und zu Unrecht mit gefälschten Beweisen verurteilt wurde. In der Podcastepisode Entführt, verhaftet, verurteilt – Die Z.E.R.V. ermittelt spricht Moderator Mattis Kießig mit der Autorin der MDR-Doku-Serie "Z.E.R.V. – Die Ermittler" Heike Bittner über die Aufarbeitung des Falls Lothar Gillwald. Die Doku-Serie Z.E.R.V. – Die Ermittler stellt die Ermittlerinnen und Ermittler der Z.E.R.V. in den Mittelpunkt und zeigt, mit welchen Fällen sie sich ab 1992 beschäftigt haben. Die Krimiserie Z.E.R.V. – Zeit der Abrechnung greift die historischen Ereignisse rund um die Z.E.R.V. auf: Karo Schubert (Nadja Uhl) hat sich im wiedervereinten Deutschland eine Stellung als Kriminalhauptkommissarin erkämpft. In dem Mordfall eines hohen Mitarbeiters des Abrüstungsministeriums, beauftragt mit der Auflösung der Nationalen Volksarmee, begegnet sie zum ersten Mal dem neu eingesetzten West-Kommissar Peter Simon (Fabian Hinrichs) aus der Sondereinheit Z.E.R.V. Beide beanspruchen den Mordfall für ihre Abteilung und ermitteln notgedrungen zusammen.