Archivradio – Geschichte im Original

Weltwirtschaftskrise in Deutschland: Banken schließen für zwei Tage | 15.7.1931

12.07., 16:0000:22:18
Beschreibung der Episode
Sparer holen ihr Geld von den Banken zurück Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre spitzt sich in Deutschland auch in der Bankenkrise von 1931 zu. Große Banken, die Dresdner und die Danat-Bank, eine der größten Banken der Weimarer Republik, brechen zusammen. Anleger und Sparer verlieren ihr Vertrauen gegenüber den Banken und heben ihr Erspartes ab. Banken geht das Bargeld aus. Das spricht sich schnell herum. Am 13. Juli 1931 laufen viele Sparer zu ihrer Bank, um Geld abzuheben und zu sichern. In der Folge ist die Dresdner Bank zahlungsunfähig. Die Regierung beschließt daraufhin zwei Bankfeiertage für den 14. und 15. Juli, was nichts anderes bedeutet, als dass die Banken geschlossen bleiben. Reichsfinanzminister Hermann Dietrich beschwichtigt Reichsfinanzminister Hermann Dietrich erklärt die Maßnahmen am 15. Juli 1931 in einer Rundfunkansprache und versucht zu beschwichtigen. Die Regierung trage keine Schuld. Das Reich habe sein Haus in Ordnung gebracht. Die US-Regierung unter Präsident Herbert Hoover habe die Rückzahlung von Schulden ausgesetzt, auch das entlaste das Deutsche Reich. Der entscheidende Grund für die Bankenkrise seien die ausländischen Kreditgeber, die kurzfristig ihr Geld aus Deutschland herausholen wollen. Auch habe der deutsche Hang zur Kritik die Unruhe verstärkt. Daher die zweitägige Bankenschließung. https://archivradio.de/